• #1

Status "getrennt lebend" als Kontaktkiller? Oder sind es Kind(er)

Ich habe inzwischen - nach Kündigung des ersten - ein zweites Profil hier. Beim ersten Versuch habe ich ziemlich rigoros alle Profile gelöscht, die schon auf den ersten Blick in Punkto Interessen (z.B. Extremsportarten) oder Fragen oder Aussagen (z.B. Heirat, Sex, Aussehen, Verhalten der gewünschten Partnerin) total daneben lagen (Löschung, bevor überhaupt ein Kontakt zustande kam). Viele Anfragen meinerseits an Männer mit aussagekräftigen Profilen, blieben unbeantwortet oder führten zu Absagen nach ein/zwei Kontakten.
Jetzt, beim zweiten Versuch, mache ich das nicht sondern lasse die Männer auf mich zukommen, lösche gar nicht bzw. nur solche, die sich bei mir nicht zurück melden oder den Kontakt abgebrochen haben. Ich schreibe aber auch weiterhin Männer an, gehe auf deren Profil ein und nichts hat sich verändert.

Eure Meinung: Ist der Status "getrennt lebend" oder "mit Kind(ern)" oder das Alter (ich 47, suche Männer zwischen 47 und 60) ausschlaggebend? Muss ich mein "Getrenntlebend" im Profil erläutern, weil ich eben faktisch schon seit Jahren keine Beziehung mehr hatte und der formale Abschluss "Scheidung" neben noch nicht durch ist? Soll ich mich bei EP abmelden und abwarten, bis die Scheidung durch ist oder mein Sohn 18 ist? Das kann doch nicht sein! Hier sind ja auch Männer, teilweise getrennt lebend und teilweise mit Kindern im Haushalt oder verwitwet. Aber auch von dort: keine Reaktion. Finde ich hier nur Männer ab 60, weil die jüngeren (45 - 50) kinderlose Frauen zwischen 20 und 30 suchen?

Liebe Grüße und Dank für Ihre Rückmeldungen im Voraus, chanelly

Mein Profil:


7E69C61A (https://www.elitepartner.de/km/members/profiles/profile.do?chiffre=7E69C61A)
 
  • #2
Ich habe mal einen kurzen Blick auf das Profil geworfen.
Du redest sehr viel von deinem Job. Fast zu viel. Danach von deinen Kindern. Dann von den Lebensplänen - Verein gründen, Welt verbessern... Du bist Pädagogin und arbeitest in einer sozialen Eirichtung und das mit ehrenamtlicher Arbeit eigentlich rund um die Uhr.
Ich merke jede Menge spröde Dominanz, die Frau ist immer auf Zack, hat alles und alle im Griff. Kann die sich auch fallen lassen und sich auf jemand anderen einstellen? Oder geht das alles nach ihrer Nase? Kann die Frau sich noch überraschen und begeistern lassen oder ist alles durchorganisiert? Kann sie - von jemand anders inspiriert - etwas tun, was sie noch nie getan hat, um zu erleben, was sie noch nie erlebt hat?
Welcher Mann paßt da am besten rein? Entweder jemand, der dein männliches Pendant ist oder ein weicher Frauenversteher, der sich zurückhält und beobachtet, Typ Sozialarbeiter.
Dein Status getrennt lebend wäre durchaus einen Kommentar wert und ansonsten, ich weiß, es ist hart, aber nimm dich etwas zurück und gib dem unbekannten Menschen, der sich für dich interessieren soll, etwas Raum.
 
  • #3
Hallo chanelly,

ich hatte dir ja schon im Profilcheck geschrieben, dass 'getrennt lebend' ein nicht zu unterschätzender Stolperstein ist.

Die Gründe interessieren Interessenten erst in 2. Linie. Es signalisiert eben nun einmal eindeutig, dass da Unerledigtes vorhanden ist, künftige Probleme nicht ausgeschlossen, meistens sogar wahrscheinlich sind.

Das ist ja nichts Persönliches, nichts Abwertendes - es sind einfach Erfahrungswerte, also Tatsachen. Ausnahmen bestätigen diese Erfahrungen nur noch. Hinzu kommt eben noch die schwierige Altersgruppe, die - für sich gesehen - schon nicht einfach bei der Partnersuche ist.

Natürlich ist es deine Entscheidung, aber es könnte hilfreich sein, die Vergangenheit total aufzuräumen.

Aber vielleicht machst du dir auch einfach zu viele Gedanken... Lasse es doch einfach mehr auf dich zukommen. Mit einem Zeitlimit suchen, bringt dich sicher nicht weiter.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück und Erfolg.
 
  • #4
Meiner Meinung nach sind es weder "getrennt lebende" noch die Kinder. Obwohl getrennt lebend bedeutet noch verheiratet und damit nicht Single. Geschieden wäre für eine neue Partnersuche sicher besser. So kann man nicht einschätzen, welche Rolle dein Ehemann noch in deinem Leben spielt.

Abschreckend wirkt an deinem Profil auf mich, dass du sehr auf dich bezogen scheinst, ein Paradebeispiel der Emanzipation. Mich persönlich schreckt das schon als Frau ab.

Besonders unvorteilhaft ist meiner Ansicht nach, deine Berufsangabe. Schreibe besser deinen richtige Berufsbezeichung. "die richtige Frau usw. " ist weder witzig noch informativ, sondern reine Selbstanpreisung!

Die Kategorie "wenn ich ein Kunstwerk wäre..." ist nach meinem Empfinden dazu da, dass man Humor und ein wenig Selbstironie zeigen kann. "me, myself and I" ist da wirklich unvorteilhaft... Wähle besser ein echtes Kunstwerk oder alternativ eine bekannte Person, der du ähnlich zu sein glaubst.

Insgesamt ist für meinen Geschmack deine "ich über mich" Seite zu ausgefüllt bei zu wenig inhaltlicher Information.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen! Viel Erfolg!
 
  • #5
Danke allen für die Rückmeldungen! Der Beruf ist in der Tat wichtig für mich und unvorstellbar einen Mann zu finden, der nicht mit Begeisterung bei "seiner Sache" ist. Ich möchte in einem Profil zentrale Einstellungen und Haltungen meines Gegenübers erkennen können. Gleichwohl lebe ich wirklich eine sehr gute lifeworkbalance und mache zudem auch außerberuflich das, was einer Verlängerung des Beruflichen entspricht. Beruf also gleich Berufung. Bei mir passt das wirklich! Ich fühle mich auch eher von Profilen angesprochen von Männern, in denen Ecken und Kanten deutlich werden. Die, so wie EP das empfiehlt, ebenso möglichst konkret werden. Mit 50 ist doch niemand von uns ein unbeschriebenes Blatt mehr und da muss das "Gesamtpaket" (beruflich und privat) stimmen. Profile von Männern, die total romantisch daherfaseln öden mich wirklich an. Das sind dann die Männer, die nachts nicht aufgestanden sind wenn das Baby durchgeschrien hat (gut.. das habe ich hinter mir :)). Es ist wirklich schwierig so zu schreiben, dass im Profil Offenheit bleibt, um eine mögliche Zukunft hineinzuinterpretieren und andererseits konkret genug, dass ein anderer erkennt: das könnte gehen oder auch nicht. Warum soll ich also den Anderen über mein Wesen im Unklaren lassen? Ich bin wirklich - vielleicht aus der Not als Alleinerziehende heraus - sehr durchorganisiert und überaus strukturiert. Verspielte und verträumte Männer, kleine Chaoten und Softies und "große Kinder" finde ich total unsexy. Die andere Seite sind dann Männer, die zwar eine selbstständige und finanziell unabhängige Frau (wie mich) zwar vielleicht haben aber dennoch dominieren möchten (kommt dann mit Fragen wie: Passen Intellekt und Masochismus für Dich zusammen?) und nach zwei mails wegschalten, weil sie erkennen, dass sie damit nicht bei mir landen können.
Ich habe ein bisschen weiter am Profil gefeilt aber darauf geachtet, es nicht zu "glatt" zu machen. Ich will nicht allen gefallen sondern erreichen, dass Mann den "Rahmen" meines Gesamtpaketes erkennt. Möglich?? Liebe Grüße und Dank Euch.
 
  • #6
Chanelly, mit allem Respekt, aber der neu hinzugefügte Text unter "ich kann es nicht leiden" geht m.E. gar nicht. Negativ, schulmeisternd, besserwisserisch und gleichzeitig jede Menge Fragen zurücklassend, bei denen 90% sich sagen werden, das möchten sie lieber garnicht erst wissen.
Wer bitte hat da Bock auf dich zuzukommen, wie du dir das als Strategie vorstellst? Eine Frau, die einen schon per Profil totquatscht, sich hinter Worten versteckt und scheinbar eine unbewältigte Vergangenheit hat. - Warum auch immer.
In einem deiner Postings heute hast du es ja erklärt, worum es geht (ich finde es noch immer schade, warum du keine Frage daraus gemacht hast, denn das Thema ist wirklich diskutierenswert, ich habe hohen Respekt vor deiner Haltung und trotzdem jede Menge Fragen). Spätestens nach zwei Mails, wenn Einzelheiten klr sind, werden die Interessenten sich zurückziehen, weil die ganze Gemengelage höchstens für hartgesottene Sozialarbeiter, an deinem Leben uninteressierte Affärensucher oder Sozialfälle, die auch bei Mutti aufn Arm wollen, akzeptabel ist.
Klar, du argumentierst jetzt, du willst ja nur den einen finden. Dann sei für diesen einen attraktiv und wirklich sichtbar. (Wenn das so einfach wäre, hättest du den auch schon im RL getroffen.) Von Ende 40 bis zum Rentenalter haben gute und kompatible Männer eine große Auswahl unter Frauen. Warum sollten sie sich mit der Frau beschäftigen, die es ihnen schwer macht und die wenig sympathisch erscheint?
 
  • #7
Chanelly, ich muss Bäärbel da leider recht geben, dein Eintrag in der Kategorie "ich kann es nicht leiden, wenn" ist absolut unvorteilhaft. Musst du dich denn so kompliziert und verklausuliert darstellen? Es wirkt verbittert und verbiestert und passt zu dem sonst sehr sympathischen Gesamtbild überhaupt nicht. Wenn dein Leben doch zu schön ist, warum dann so ein Eintrag?

Grundsätzlich stimme ich dir zu, man sollte seine Ecken und Kanten von vornherein preisgeben. Es ist auch klar, dass Menschen in deinem Alter schon einige davon haben. Aber anderersetits haben Menschen in deinem Alter und damit auch deine potentiellen Partner schon genug Probleme und komplizierte Menschen in ihrem Leben gehabt. Keiner sucht sich eine neue komplizierte Partnerin. Jeder, wirklich jeder, möchte es schön und angenehm. Du tust dir damit absolut keinen Gefallen!

Ansonsten gefallen mir deine Änderungen (bis auf die eine) sehr gut und runde dein Profil ab.
 
  • #8
Der (mein) Profilcheck ist durch die mehrfachen Änderungen natürlich auch nicht mehr stimmig.

Zusammenfassend würde ich auch sagen: Zuviel des Guten. Man muss auch noch Raum für Kennenlernen und Fragen/Antworten lassen.

So wenig es möglich ist, jemand real nach ein paar Minuten/Stunden richtig zu kennen, so wenig ist es auch möglich, alle Facetten von sich in ein Oneline-Profil zu packen.

Ganz egal, was du noch änderst, übrig bleibt immer der Familienstatus. Es ist immer sehr schwierig, die Gründe für Fremde akzeptabel zu schildern. Selbst dann, wenn du es verschweigen würdest, ändert das ja an der Tatsache nichts.

Power ist gut, aber man muss ja auch nicht sozusagen als Vorauszahlung sein ganzes Pulver verschießen.

Bäärbel und Valentina kann ich da nur zustimmen. Aber wir sind ja alles Frauen - schade, dass sich nicht auch einmal ein Mann zu Wort meldet (einer, der im Alter passen würde, wegen der ausgeglichenen Sichtweise).
 
  • #9
Danke für die ehrlichen Rückmeldungen! Ja, es bleibt schwierig. Hatte aber zwischenzeitlich einige nette Kontakte, die Hoffnung machen, und bald auch Treffen mit Männern in meinem Alter. Hab schöne Komplimente zum Profil bekommen (besagte Passage aber wieder gelöscht :)) und denke, das wird schon. Ich bin erstaunt, dass viele von Euch denken ich sei Sozialarbeiterin und fasse auch das mal als Kompliment auf, denn ich bin für ca. 500 Menschen/Stellen im sozialen Bereich fachlich und finanziell mit einem Jahresbudget von ca. 14 Mio. Euro verantwortlich.
Meine Freundin, deren Ehemann vor Jahren verunfallt und schwerbehindert ist, hat seit drei Jahren einen Lebensgefährten, den sie über eine Partneragentur gefunden hat und der natürlich von ihrer Situation weiß und diese akzeptiert. An Scheidung hat sie nie gedacht. Ich habe große Achtung vor ihr und dieser Leistung. Sie liebt ihren behinderten Mann, wenngleich dieser ihr kein Partner mehr sein kann. Meine Nachbarin hat ihren jetzigen Mann kennengelernt, als der vorherige sie mit dem 10 Monate alten Baby im Stich ließ (etwa 2000). Der neue Mann hat ihr mit der Abwicklung der Scheidung geholfen und sie einige Zeit danach geheiratet und das erste Kind adoptiert. Nach 10 Jahren kam vor zwei Jahren das zweite Baby und ich finde, dass sie eine glückliche Familie sind! Eine andere Freundin, seit 7 Jahren geschieden, ist seit einigen Monaten mit einem Mann zusammen, der - diesen Begriff habe ich erst hier gelernt - "warm gewechselt" hat. Er hat sie kennen gelernt, die Vergangenheit mit seiner Lebensgefährtin, mit der er 8 Jahre zusammen war, ratzfatz "aufgeräumt" und ist seitdem mit ihr zusammen. Sie ist glücklich und hat nicht den Eindruck, dass da irgendetwas Unbewältigtes übrig geblieben ist, obwohl sie sich da auch schon Gedanken gemacht hat. Das Leben ist vielfältig und ich denke, dass Männer mit getrennt lebenden Frauen weniger Probleme haben als umgekehrt. Wenn ich zum Beispiel einen getrennt lebenden oder geschiedenen Mann mit Kindern kennenlernen würde - und Männer mit Kind(ern) sind für mich kein KO-Kriterium - dann müsste ich ja damit leben, dass dieser sich finanziell und persönlich auch um diese kümmern muss. Genauso, wie der Vater meiner Kinder das tun muss. Und das ist auch richtig und wichtig so. Es ist ein Zeichen von männlicher Reife/Verantwortungsbewusstsein, dazu und zur Vergangenheit zu stehen. Ich stimme aber zu, dass, wenn Frau oder Mann dem/der Verflossenen hinterhertrauert, im Herzen oder beim Jugendamt noch ein Rosenkrieg tobt, mit Partnersuche gewartet werden sollte. Der neue Partner ist nicht dafür zu missbrauchen, den früheren Partner zu kränken oder sich über das Alleinsein hinwegzutrösten oder versorgt zu werden. Ich finde das alles durchaus eine Unterhaltung wert und bin von mir aus gewillt, das so früh wie möglich auf den Tisch zu bringen. Ch
 
  • #10
Nachklapp: Habe meine Situation gestern in einem anderthalbstündigen Telefonat (nachdem wir die unverfänglicheren Themen durch hatten) meinem hier gefundenen Kontakt ehrlich und offen mitgeteilt - er mir seine Situation vor und nach Scheidung auch. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir beide etwas Wichtiges ausgelassen hätten, quasi so, als spulten wir den Erkenntnisstand zu einer möglichen Beziehung vor. Es gibt sicherlich Menschen, die dafür Monate brauchen und lange um den heißen Brei reden. Ein schönes und tiefes Gespräch und wir haben uns gleich verabredet. Ich war hin und weg. Ch.
 
Top