• #1

Stehen Frauen wirklich auf Bad Boys und Grossmäuler?

Guten Abend, liebe Diskutierer!

Letztens haben wir in unserem Freundeskreis wieder die alte, und wie es scheint, nie zu einer Lösung führende Diskussion über das Thema gehabt, dass Frauen auf sogenannte 'harte Kerle' stehen und sich von bad boyz angezogen fühlen. Natürlich verlief die Diskussion nicht ohne Impulsivität. Einer meiner Kumpels behauptete sogar, dass, falls die im Raum stehende Behauptung wahr sein sollte, Frauen die negativen Eigenschaften von Männern fördern würden, also Egoismus, Gewaltbereitschaft und Unehrlichkeit. Ich selbst kenne zwar diese Argumente, war jedoch ein wenig überrascht, dass ein gebildeter Mensch so etwas behauptete. Wie zu erwarten, führte die Diskussion zu nichts, als zu mehr getrunkenem Bier als erwartet.

Es soll sogar in einer renommierten Zeitung gestanden haben, dass deutsche Frauen laut Umfrage Männer mit eher negativ konnotierten Eigenschaften bevorzugen.

Sollte das wirklich auf intelligente Frauen zutreffen? Für eine Partnerschaft wären doch solche Männer so geeignet wie ein Reptil zum Studium.

Meine Meinung zu dem Thema ist, dass hinreichend kultivierte Frauen eher nicht diese Art 'Mann' bevorzugen. Männer wie Frauen möchten jedoch keinen Partner der/die nicht weiss, was er/sie will und weder Ideale noch Ziele hat. Auch denke ich, dass jeder Mann einer Frau, die bedroht wird, zu Hilfe kommen würde. Doch dazu muss kein selbstverliebter Angeber, der damit seine Männlichkeit aufpolieren will oder ein Schläger sein.
Ist diese Diskussion nicht eher künstlich?

Wie seht Ihr die Sache?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Ich sehe die Sache folgendermassen: die Frage sollte lauten: "WELCHE Frauen stehen auf bad boys?". Das hat im weitesten Sinne etwas mit Bindungsstil und Selbstwert der Damen zu tun bzw. mit seelischer Gesundheit und hat wohl eher nichts mit Bildung und Intelligenz zu tun.

Eine Frau, die in sich ruht, liebevoll aufgewachsen ist, gute Bindungserfahrungen im Elterhaus gemacht hat, deren Eltern ihr eine liebevolle Beziehung vorgelebt haben, dürfte weitaus weniger anfällig für solche Kandidaten sein wie eine,

die um Liebe kämpfen musste, deren Eltern eine schlechte Beziehung hatten, die gelernt hat, dass Liebe kompliziert und tragisch und vor allem schwer zu bekommen ist und die gelernt hat, dass man von "Liebe" schlecht behandelt wird.
 
  • #3
Gebildete Menschen wissen, dass das Leben nicht nur aus "gut" und "Bravsein" besteht. Bildung heißt für mich Menschenkenntnisse zu entwickelt, um zu wissen, wie die Spielregeln des Lebens funktionieren. Kein Mensch kommt ohne Egoismus und nur mit Ehrlichkeit heile durch die Welt, ohne Schaden zu nehmen!

Frauen stehen nicht auf Bad Boys, sondern selbstbewusste Männer, die nicht bedürftig sind. Und das bringen diese Männer mit.
Normale Männer erkaufen sich Liebe durch Nettigkeiten, weil sie gelernt haben, dass es Muttis Liebe nur durchs Bravsein gibt. So funktioniert es später in der Partnersuche abernicht.

Jede Frau steht auf "harte Kerle", insbesondere in einer Zeit der männlichen Verweichlichung und Asxualität, in denen der Mann nicht mehr jagen geht und seine Mannsrolle vergessen hat, schlichtweg aus dem Grund, weil Männer die körperliche Stärke und damit die andere Hälfte der Weiblichkeit mitbringt, die die Frau nicht besitzt.

Es soll sogar in einer renommierten Zeitung gestanden haben, dass deutsche Frauen laut Umfrage Männer mit eher negativ konnotierten Eigenschaften bevorzugen.
Es gibt eine Million professionelle Bücher über dieses Thema. Hättest du dir einmal die Mühe gemacht, dich damit zu beschäftigten, was Frauen suchen, hättest du nie so eine Frage gestellt.

Sollte das wirklich auf intelligente Frauen zutreffen? Für eine Partnerschaft wären doch solche Männer so geeignet wie ein Reptil zum Studium.
Ja, klar ;-) "Die intelligente Frau" bleibt dann eben alleine.

kultivierte Frauen eher nicht diese Art 'Mann' bevorzugen.
Eine kultivierte Frau steht auf den gleichen schmutzigen Sex wie Männer und lässt sich auch mal gerne hirnlos durchvögeln. Während du eine kultivierte Frau zuquatscht, denkt sie schon an was anderes mit einem besseren Kerl.

Auch denke ich, dass jeder Mann einer Frau, die bedroht wird, zu Hilfe kommen würde.
Sehe ich nicht so. Die meisten deutschen Männer sind dafür bekannt, den Schwanz einzuziehen und sich nicht mehr körperlich prügeln zu können. Sag mal, unter welchem Stein lebst du?

Wie alt bist du?
 
  • #4
Ich finde es schwierig, so zu verallgemeinern. Ich mag z.B keine Schaumschläger per se. Egal welches Renommee auch dahinter steht, egal wie real erfolgreich......Schaumschläger verbergen dahinter in der Regel eine Selbstwertproblematik, die sich sich aber niemals eingestehen würden. Ich habe in meinem Bekanntenkreis, ein paar charmante Schlitzohren, die nach Außen ein bisschen großmäulig veranlagt sind. Mich sprechen sie als potentielle Partner überhaupt nicht an. Aber ich mag ihren Charme und ihren Witz. Ich verstehe schon, warum viele Frauen auf sie anspringen. Dann gibt es diese s.g Alphas, die sich unwahrscheinlich Wichtig nehmen, unnahbar glauben, ihnen gehöre die Welt und die alle anderen behandeln wie Untermenschen, am Ende auch ihre Partnerinnen. Sorry, diese Dynamik ist nichts für mich. Ich kann sachdienlich nichts zur Begründung dieser Faszination beitragen. Ich schätze Männer, die mit sich und der Welt zufrieden sind. Die anderen immer auf Augenhöhe begegnen und die in sich ruhen, die weder protzen noch posen müssen. Aber Fakt ist, wir Menschen suchen uns halt immer etwas, das wir selber nicht haben. In der Mann - Frau Dynamik haben sehr männliche Männer oft sehr weibliche Frauen. Das Klischee vom Weibchen, das sich duldsam unterordnet und dem Alpha den Platz im Rampenlicht zugesteht ist tatsächlich nicht selten. Genau wie die vom netten Kerl und der dominanten Zicke.
 
  • #5
Du meinst, hinreichend kultivierte Frauen haben keine sexuellen Ur-Instinkte und sollten sich benehmen oder was meinst du?

Die Frage ist jetzt, welche Vorteile bringen Nice Guys?
 
  • #6
Männer wie Frauen möchten jedoch keinen Partner der/die nicht weiss, was er/sie will und weder Ideale noch Ziele hat.

Ich möchte einen Mann als Mann wahrnehmen. Dazu gehört sicher ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein. Wenn jemand keine Vorstellung davon hat, was er oder sie will, finde ich das geschlechtsunabhängig unattraktiv.

Auch denke ich, dass jeder Mann einer Frau, die bedroht wird, zu Hilfe kommen würde.

Denke ich nicht.
 
  • #7
Es gibt ja nicht DIE Frauen. Es gibt jede Menge Frauen, die nicht auf Obermacker stehen. Aber die Frage ist, ob z.B. ihr, Du und Deine Mannen, die gut findet. Das ist nämlich nicht der aufregende, sexy Frauentyp, der ein bisschen flatterhaft ist, gerettet werden muss oder oberzickig ist, sondern die solide Frau, die eine Beziehung will, Strapse lächerlich an sich findet, sich etwas bieder anzieht usw.. Die Frau steht nicht auf Männer, bei denen schon sichtbar ist, dass die morgen eine andere haben werden. BBs wollen ja keine solide Beziehung, deswegen sind sie wirklich UNattraktiv für den - ich nenne es mal - normalen Frauentyp, der sich auf lange Sicht binden will. Diese Frauen sind keineswegs anspruchlos. Sie wollen Kinder und Heirat, einen dafür tauglichen Mann, nicht ihre düstere Seite auf einen Mann projizieren, Romantik in Dauerschleife, Männer zu ihrer Lichtseite bekehren usw..

Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umsehe, so ist da weder ein Bad Boy drunter noch eine Frau, die so einen als Partner gewählt hat. Jede Menge Machos, die sind darunter. Männer, die Kinder und Haushalt komplett der Frau überlassen wollen, ebenso die Beziehungsführung. Aber das sind die traditionellen Männer, wenn man um die 50 ist. Die traditionelle Frau murrt da zwar hin und wieder, aber letzendlich macht sie es, wie ihre Mutter schon. Denn sie hat dadurch auch die Kontrolle über ihn. Ich denke, das ist ein wichtiger Aspekt bei der Männerwahl gewesen - der Mann ist beeinflussbar, willig, die Beziehung MITzumachen, weil er sie auch nicht verlieren will und sich hier zurücklehnen kann: Er hat eine Partnerin, die Beziehung läuft. Sie sagt, wenn sie was stört und er ändert es entweder, oder er geht heimliche Wege (damit ist nicht Betrug gemeint, sondern sich doof stellen beim Abwasch z.B., damit zum einen der Stress nicht aufkommt, es falsch zu machen, zum anderen ist es so viel bequemer. Oder auch gesunde Ernährung nicht wichtig zu finden, sondern die Frau einen gesund ernähren zu lassen. Da schneidet nur einer Gemüse.). BBs machen das ja nicht.

Einer meiner Kumpels behauptete sogar, dass, falls die im Raum stehende Behauptung wahr sein sollte, Frauen die negativen Eigenschaften von Männern fördern würden
Meiner Ansicht nach kann eine Frau nichts fördern bei MÄNNERN. Nur bei ihrem Sohn kann sie das, und den muss sie ja erstmal kriegen.

Meine Meinung zu dem Thema ist, dass hinreichend kultivierte Frauen eher nicht diese Art 'Mann' bevorzugen
Ich würde nicht sagen, dass es mit "kultiviert" zu tun hat. Eher mit Sozialisiertsein. Die Beziehungsmuster werden durchs Elternhaus geprägt.
Und es wird auch Wesensmäßiges hineinspielen können, Suche nach Romantik ist ja nicht jedem eigen. Und selbst die Männer und Frauen in langjährigen Beziehungen wünschen sich ja mitunter mehr Romantik, mehr Leidenschaft usw., aber sie haben die Priorität anders gesetzt. Die Frau, die den BB als Prinzen sieht, tickt da anders, denke ich.
 
  • #8
Diese Diskussion hab ich mit verschiedenen Leuten auch schon geführt. Meine Meinung: Jein. Da gibt es verschiedene Aspekte.
- in der Jugend fühlen sich viele Frauen von Bad Boys im Sinne von Rebell, eher "dunklen" Eigenschaften usw. angezogen. Auch nicht ALLE Frauen; es hatten an meiner Schule viele ganz normale Beziehungen. Aber im jungen Alter denke ich, dass viele da so eine romantische Vorstellung haben, für den Bad Boy dann die eine ganz Besondere zu sein, die ihn rettet. Vielleicht auch Hollywood? Oder die Hormone? Vielleicht besonders bei Frauen mit Helfersyndrom und bei Frauen, die da Familienstrukturen aus ihrer Kindheit wiederholen. Bei diesen beiden Kategorien an Frauen ändert sich das manchmal später auch nicht, leider.
- Was ist ein Bad Boy? Die Sache ist, dass ich nette Männer und "nette" Männer getroffen haben. Nette, normale, selbstbewusste Männer haben auch Erfolg bei den Frauen. Die "netten" Männer sind die, die sich selbst für wahnsinnig nett halten, immer darauf schimpfen, dass Frauen das aber nicht erkennen. Sie haben viele Kumpelfreundinnen, von denen sie aber eigentlich mehr wollen und grollen daher im Geheimen. Sie sind nicht wirklich nett, sondern sie verhalten sich auf eine bestimmte Art und Weise und erhoffen sich davon Erfolg bei Frauen, der dann aber nicht eintritt, weil sie nicht authentisch sind. Ich weiß nicht, wie ich das anders beschreiben soll. Das sind dann oft auch Leute, die sich in den PUA-Foren tummeln und frauenfeindlich daherreden. (Es gibt natürlich auch wirklich nette Männer, die leider keinen Erfolg bei Frauen haben, weil sie nicht sehr attraktiv, oder extrem schüchtern oder so sind; die nehme ich davon natürlich aus. Die bezeichnen sich aber nicht ständig selbst als nett und sind traurig, aber nicht wütend und reden dann nicht schlecht von den doofen Frauen, die nur auf die falschen Männer fliegen).
- Dann gibt es natürlich noch Dinge, die instinktiv sicher anziehend wirken, weil das biologisch Sinn macht. Ich nehme schon an, dass Körpergröße, volles Haar, eine tiefe Stimme, in bestimmten Punkten männliches Auftreten, Selbstbewusstsein (nicht Arroganz!) usw. einfach urtümlich anziehend wirken auf Frauen, so wie Jugend, Schönheit, eine bestimmte Figur und weibliches Verhalten eben auf Männer erstmal Wirkung haben. Aber das hat nichts mit Bad Boy oder nicht zu tun. Meine männlichen Freunde sind durchaus männlich, sowohl vom Aussehen als auch vom Auftreten. Die haben alle tolle Freundinnen. Sie sind aber wirklich sehr nett, nicht "nett", sondern freundlich, zuvorkommend, partnerschaftlich, überhaupt keine Bad Boys.

w, 36
 
  • #9
Ich weiss nicht was ihr unter Bad-Boys versteht.
Egoismus, Gewaltbereitschaft und Unehrlichkeit.
Das sind die Eigenschaften, die dazu genannt werden?
Ich denke nicht, dass Frauen darauf stehen.
Das halte ich für ein Gerücht, dass sich Frauen explizit solche Männer aussuchen. Weder bewusst noch unbewusst. Das sind dann bestenfalls negative Eigenschaften die erst später ans Tageslicht treten.

Ein "Grossmaul" könnte schon eher chancen haben. Jemand der auf sich aufmerksam macht.
Das ist ein Balzverhalten, auf das Frauen anspringen könnten und mit Selbstbewusstsein assoziieren könnten.
Den finden sie vielleicht attraktiver als jemanden, der ruhig in der Ecke steht. So einen könnten sie als Alpha-Mann wahrnehmen.
Das wäre dann ein Mann der sich auch "traut" die Frau anzusprechen und sich somit zu nehmen was er will. Das schmeichelt manchen Frauen natürlich. Denn er will ja dann sie und balzt um sie. Es erscheint "mutig".
Der Zurückhaltende, der mit einer Schachtel Pralinen versucht zu überzeugen, bleibt dann in der Ecke stehen, in die er sich reingestellt hat.
 
  • #10

Die Frage bezüglich des Alters würde ich Dir auch gerne stellen, aber das gehört sich ja nicht für einen Mann (selbst nicht für einen Bad Boy!) Hut ab! Selten einen Beitrag hier gelesen, der dermaßen voll ins Schwarze trifft!

Ich habe mich mit etlichen Frauen unterhalten, die sich über die Männer hier in Deutschland beklagen - aus genau den gründen, die Du angibst. Da wird gejammert, wenn mal der kleine Fingernagel abbricht, ständig über Probleme diskutiert, viele Männer werden sogar hystherisch und schreien dann die Frau an. Dass ein Mann athletisch und stark sein muss, haben sie vergessen. Und auch, dass er mental stark sein muss. Da ist es für mich absolut nachvollziehbar, dass eine junge Frau sich lieber einen von den Typen sucht, die von den anderen (neidischen) Männern als "Bad Boys" verschrien werden.

Übrigens sind diese Männer oft gar nicht mal so "bad". Oft sind sie aufrichtiger und ehrlicher, als die dünnhälsigen Hemdenträger, die sich für "nice" halten.
 
  • #11
Frauen die negativen Eigenschaften von Männern fördern würden, also Egoismus, Gewaltbereitschaft und Unehrlichkeit. … Männer wie Frauen möchten jedoch keinen Partner der/die nicht weiss, was er/sie will und weder Ideale noch Ziele hat.
Doch, genau das scheinen viele, auch die intelligenteren, zu wollen. Wahrscheinlich, weil sie sich ohnehin im Besitz der Deutungshoheit für solche Ziele und Ideale wähnen. Und da würde ein Mann, der ihnen diese Hoheit streitig machen könnte, nur empfindlich stören.

Ich bringe mal ein Beispiel: Frau ist gebunden, Mann respektiert das. Schlecht (würde zwar wollen, hat aber Angst vor Abfuhr). Zudem möchte Frau selbst entscheiden, ob und wie weit sie ihr Treue-Ideal aufrecht halten will. Mann respektiert das nicht: aha, ein Mann, der weiß, was er will. Guter Mann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #12
Hört sich an, als wärst Du auf einer Versammlung jammernder Lappen gewesen, die sich alle für tolle Männer halten und glauben, dass sie gegen die Typen keine Schnitte kriegen, weil die Frauen so dumm sind und daher Männer böse machen. Was für ein Blödsinn.

Natürlich gibt es Frauen, die Großmäuligkeit und Rüpelhaftigkeit mit Stärke verwechseln. Das sind entweder ganz junge lebensunerfahrene Frauen, psychisch geschädigte Frauen oder besonders dumme Exemplare.

Psychisch gesunde Frauen mit halbwegs Verstand stehen spätestens mit Mitte 20 nicht mehr auf solche Typen, sondern können Männlichkeit an anderen Attributen festmachen und das tun sie auch.
Wenn also in Deinem Freundeskreis der BadBoy-Irrtum dauerhaft Bestand hat, dann sind dort keine Männer, die die Aufmerksamkeit der Frauen bekommen, für die sie sich interessieren, weil es ihnen an den gefragten männlichen Attributen mangelt.

Keine meiner Freundinnnen, die in ihrer Generation alle überdurchschnittlich gebilldet und beruflich erfolgreich sind ist mit einem BadBoy verheiratet, aber alle haben ausgesprochen männliche Männer.
Bei der nachfolgenden Generation sehe ich genau das gleiche - keine hat einen sogenannten BadBoy sondern gute männer, die als solche wahrzunehmen sind. Nur ein Mädel hat einen Lapppen und das leigt daran, dass sie etwas merkwürdig ist (Nerd) und daher eine beshcränkte Auswahl hat. Sie nimmt den Vorteil - sie ist she-Boss. Hoffentlich funktioniert das auf dauer, denn Lappen neigen dazu ihren Frust zu kompensieren und fremdzugehen, wie auch die BadBoys - nach meiner Erfahrung viel mehr, als die guten Männer.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #13
Ich würde vielleicht auf das Großmaul stehen, wenn das Großmaul sein Großmaul hält und genau das tut und umsetzt, was es so großmäulig von sich behauptet… :)

Er muss sein Licht nicht unter den Scheffel stellen, braucht aber mit seiner eigenen Supernova auch keine ganze Kleinstadt beleuchten können.

Ansonsten stehe ich eher auf Typ: lebensfroh und Interesse am Leben und Innenleben des Partners -jemand, der entspannt von seiner Seele abgibt und entspannt von anderen annehmen kann, ohne großes Maul, großes Geld und großes Ego
 
  • #14
Ich finde die Frage sehr interessant, da sie sowohl bei Männern, als auch bei Frauen ein Dilemma anspricht.
Allerdings glaube ich, dass da Dinge vermischt werden, die nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben:
einerseits Selbstbewusstsein / Sicherheit / Auftreten eines Mannes, der mit seiner Männlichkeit kein Problem hat und andererseits der Mann, der aufgrund von emotionalen Defiziten distanziert und vermeintlich selbstsicher (großmaulig, aggressiv) auftritt, aber ein massives Problem mit seinen Emotionen verstecken will.
Es ist für manche / einige / viele ? Frauen nicht ganz einfach, das gleich zu erkennen.
Ich denke, beide Voraussetzungen führen zu einem lockeren, charmanten und (im zweiten Fall vermeintlich!) selbstsicheren Umgang mit Frauen. Was natürlich sehr attraktiv ist. Ob dann eine wirklich gefestigte "Männlichkeit" dahinter steht, oder nur ein großes Defizit an Selbstwert, stellt sich halt leider oft erst mit der Zeit und zunehmender Erfahrung raus.
 
  • #15
Doch, genau das scheinen viele, auch die intelligenteren, zu wollen. Wahrscheinlich, weil sie sich ohnehin im Besitz der Deutungshoheit für solche Ziele und Ideale wähnen. Und da würde ein Mann, der ihnen diese Hoheit streitig machen könnte, nur empfindlich stören.

Ich bringe mal ein Beispiel: Frau ist gebunden, Mann respektiert das. Schlecht (würde zwar wollen, hat aber Angst vor Abfuhr). Zudem möchte Frau selbst entscheiden, ob und wie weit sie ihr Treue-Ideal aufrecht halten will. Mann respektiert das nicht: aha, ein Mann, der weiß, was er will. Guter Mann.
Gutes Beispiel. Da wird ein starkes Selbstbewusstsein mit über Leichen gehen verwechselt und alle Moral über Bord geworfen. Aber es kommt an bei Frauen. Ich bin immer sehr respektvoll mit Frauen umgegangen, vor allem wenn vergeben oder halt nicht versucht sie direkt ins Bett zu bekommen. Kam alles nie gut an.
 
  • #16
Es hat nichts mit Intelligenz oder Kultiviertheit zu tun, sondern nur mit dem erlernten Bindungsverhalten in der frühen Kindheit und dem angeborenen Charakter. Diese Faktoren prägen unsere spätere Partnerwahl. Wer lieblos und mit harter Hand erzogen wurde, wird sich eher einem Bad Boy zuwenden, weil das ein bekanntes Muster ist. Wer einen sanftmütigen Charakter hat und liebevolle Eltern, wird eher einen lieben und netten Partner wählen. Und dann gibt es noch ganz viel dazwischen, mit Einfluss von hier und da - also eine Mischform.

Eure Theorie, dass alle Frauen auf Großmäuler stehen, ist definitiv falsch. Ich fühlte mich zu dieser Art von Männern noch nie hingezogen, eher abgestoßen. Und ich bin schon fast 50.
 
  • #17
Ich sehe das auch so wie Dingens.
Eine intelligente Frau hat vielleicht gern mal Sex mit dem Macho, bad boy, Latin lover,P oder wie all die Schubladen heissen mögen, in die man diese Männer stecken kann. Als Partner wünscht sie sich
aber einen Mann auf Augenhöhe, der mehr als nur seine Bedürfnisse sieht. Hinter der Fassade des bad boys stecken oft Verletzlichkeit, überspielte Unsicherheit und Minderwertigkeitskomplexe. Der "andere, moderne Mann" entspricht eben oft nicht dem Archtypen des Helden, den jede Frau sich insgeheim wünscht. , sondern ist häuslich und lieb. Der reifen Frau, die hinter diese Archetypen sieht, bleibt oft .... nichts, wobei single sein in diesem Fall die bessere Variante ist.
Männer, egal ob Macho oder Mann von Welt wollen angepasste, jüngere Frauen, ein Leben ohne Widerstand, gleiche Hobbys ( welche die Frau übernimmt) eine Haushälterin und Pflegerin im Alter. Für den "Held" ist sie eh unsichtbar. Diese baggern lieber bei Jüngeren, die sich noch beeindrucken lassen. Die reife Frau beobachtet und lächelt, weil es ihr ohne solche Männer weit besser geht.
 
  • #18
Lieber wossi,
also ich stehe (und stand nie) auf egoistische, gewaltbereite und unehrliche Männer. Ich stehe aber auch nicht auf Männer, die keine Dates mehr hinbekommen, weil sie sich nicht festlegen wollen, überhaupt nicht recht wissen, was sie wollen, aber mich beim dritten Date fragen, ob ich mit ihnen in die Sauna gehe ... Insgesamt fehlt es mir bei den Männern, die ich in den letzten Jahren getroffen habe (also Männer so ungefähr in eurem Alter) an Empathie, an Klarheit und an männlicher Polarität. Letzteres lässt sich wunderbar bei Christian Hemschemeier nachlesen und nachhören. Das heißt nicht, machomäßig-prollig durch die Gegend zu laufen und sich in den Schritt zu fassen, sondern dass Männer klar sind: Sie machen, was sie sagen, sie verhalten sich eindeutig einer Frau gegenüber (senden keine verwirrenden Signale, ob und wann sie sich mit ihr treffen wollen z.B.), in einer Beziehung vertreten sie ihren Standpunkt und können kommunizieren(!), sind familiär und insgesamt sozial und lassen sich dennoch nicht von Zicken auf der Nase herumtanzen. Erwachsen und begehrenswert ist ein Mann für mich dann, wenn er empathisch ist, wenn er auch ohne mich ein Leben hat, wenn er sich für vieles interessiert, wenn er sich selbst ernähren kann, wenn er selbst jemand IST - und dennoch mich schätzt und will (und nicht einfach irgendeine Frau, damit es nachts nicht so kalt ist). In vielen Beziehungsanbahnungen wackelt die Polarität - Männer verhalten sich wie Zicken, Frauen ergreifen dauernd die Initiative, weil "er" nicht zu Potte kommt. Das funktioniert auf Dauer nicht, so meine Erfahrung.

Lies das gern deinen Kumpels vor und zu Weihnachten schenkst du ihnen den "Liebescode" von Hemschemeier :)

Alles Gute
w56
 
  • #19
Kurze Antwort abseits aller PC: Ja, genauso ist es!
Ein Freund von mir sagte mal: eine Frau will einen Mann, der Ihr sagt wo es langgeht. Wenn Du dir das mal zu Gemüte führst, verstehst Du, weshalb auch noch so erfolgreiche Frauen versuchen "nach oben", also noch erfolgreichere Männer, zu daten oder Frauen auf Typen die >>> Jahre älter sind stehen (nein, ist nicht wegen der zukünftigen Altenpflege). Lass Dir nicht einreden, dass die Größe, das Haupthaar, der Umfang, ... die Knackpunkte beim partnersuchenden Mann sind - Schüchternheit (sic!) ist das KO Kriterium! Und die "Bad Boys" sind nicht schüchtern.
Es gibt nur eine zweite Gruppe, die ähnlich erfolgreich ist. Die Armen, denen Frau gerne helfen und sie ändern möchte...

M/46
 
  • #20
Ich sehe überhaupt keinen Sinn darin, auf Großmäuler zu stehen. Was sind das für Leute? Etwa diese mit großer Klappe und nichts dahinter? Laute Wichtigtuer können ziemlich peinlich sein.

Beim Begriff "Bad Boy" sträuben sich mir ebenfalls die Haare. Böse Jungs - für die wäre ich ohnehin immer viel zu lieb gewesen ...

Ich bin bestimmt nicht die einzige, die auf freundlich und fürsorglich steht. Hört doch bitte mal mit diesen ständigen Verallgemeinerungen auf.
 
  • #21
Auch denke ich, dass jeder Mann einer Frau, die bedroht wird, zu Hilfe kommen würde.

Ha ha....wo haste das denn her?
Die helfen nur dann, wenn se Aussicht auf Sex haben oder ihnen Avancen auf einen Blow Job gemacht werden.
Höchstens ner Oma im Hausflur mal helfen....die schwere Tasche, weil man eh da wohnt, ja, das wird schon vorkommen, auch nicht immer und überall.

Die meisten Menschen, egal welches Geschlecht oder Zwitter oder Transgender oder sonstwas hauen sofort ab und suchen das Weite, wenn eine Frau oder sonstwer bedroht wird!
Du bist ja vielleicht naiv!

Die meisten Frauen stehen nun mal auf gutaussehende Typen, am besten mit Führerschein und Gefährt, Geld und Status..Haus, guter hochbezahlter Job, Mackergehabe.

Ich nehme auch keine kleinen häßlichen dicken Männeken mit Mikro-Penis, die ja sooooo lieb sind....ha ha. Was soll ich damit. Ich bin doch nicht Auffanglager für gefallene Männer. Ich brauche was vernünfiges im Bett und da haben die gefälligst gut auszusehen und perfekt gebaut zu sein, SO einfach ist das.
 
  • #22
Und noch eine Inspiration zum Thema "was Frauen wollen". Letztens bei einer Talkrunde:
"Matthias Brandt ist das Sexsymbol der denkenden Frau."

Was für Frauen wollt ihr - wie nah seid ihr an Matthias Brandt? ;-)
 
  • #23
Von all den Antworten kann ich mich nur der von Moona guten Gewissens anschliessen. Die Vorliebe für einfach strukturierte, gewaltbereite und ausschliesslich testosteronstrotzende Männer hat vor allem etwas mit dem ( nicht vorhandenen) Selbstwertgefühl sowie dem katastrophalen Bindungsstil der betroffenen Damen zu tun. Falls hingegen mit " Bad Boy" ein über Macht, Einfluss, Bildung und kriminelle Energie verfügender narzisstisch geprägter Zeitgenosse gemeint ist, so könnte ich mir vorstellen dass sich dafür schon einige ( evtl. leicht devote) Frauen begeistern könnten. Bis zum bösen Erwachen zumindest.
 
  • #24
Der Thread zeigt ja sehr schön, dass dieses Schubladen-Denken zu gar nichts führt.
Frauen stehen nicht per se auf "Bad-Boys", was man auch immer darunter versteht.

Ich denke auch, solche Klischeebilder entstehen vorwiegend aus dem Grund, dass sich Männer erklären wollen, warum sie nun in dem ein oder anderen Fall keinen Erfolg hatten bei einer Frau.
Da wird dann schnell pauschalisiert. Ein Versuch ist gescheitert und schon wird das ganze Dasein in Frage gestellt und nach der ultimativen Lösung gesucht.
Umgekehrt findet man das genauso, dieses "Männer sind soundso...", "stehen nur auf grosse Brüste", "sind alle egoistisch"...usw.
Sowas ist absolut nicht zielführend.
Es ist schlicht ZUFALL, wenn man jemandem begegnet, mit dem man weitestgehend im Einklang schwingt.
Wenn das dann mal der Fall ist, bedeutet das noch lange nicht, dass man "füreinander bestimmt" wäre, oder "Seelenverwandt" wäre.
Das wäre genauso eine blind machende Abergläubigkeit.
Ein Mann der offensiv flirtet, muss deshalb noch lange kein A... sein, sondern kann sich genauso als fürsorglich und treu entpuppen.

eine Frau will einen Mann, der Ihr sagt wo es langgeht.
Auch das ist Unsinn, was dein Freund da meint. Frauen wollen nicht per se einen Mann der sagt wo es langgeht. Ich glaube sogar, das wollen die allerwenigsten Frauen in Zeiten der Emanzipation, dass sich da einer als Silberrücken aufführt.
 
  • #25
Kurze Antwort abseits aller PC: Ja, genauso ist es!
Ein Freund von mir sagte mal: eine Frau will einen Mann, der Ihr sagt wo es langgeht. Wenn Du dir das mal zu Gemüte führst, verstehst Du, weshalb auch noch so erfolgreiche Frauen versuchen "nach oben", also noch erfolgreichere Männer, zu daten oder Frauen auf Typen die >>> Jahre älter sind stehen (nein, ist nicht wegen der zukünftigen Altenpflege). Lass Dir nicht einreden, dass die Größe, das Haupthaar, der Umfang, ... die Knackpunkte beim partnersuchenden Mann sind - Schüchternheit (sic!) ist das KO Kriterium! Und die "Bad Boys" sind nicht schüchtern.
Es gibt nur eine zweite Gruppe, die ähnlich erfolgreich ist. Die Armen, denen Frau gerne helfen und sie ändern möchte...

M/46

Kurze Antwort auf deine Antwort: Äh, was hat beruflicher Erfolg mit Bad Boy zu tun? Oder Alter? Genau. Gar nichts. Es gibt durchaus erfolgreiche Männer mit einem tollen Beruf (also mir wär das eh nicht wichtig, war es mir nie, aber klar ist das für manche Frauen was), die aber kein Arschloch sind, sondern gute Beziehungen führen. Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Einer meiner Freunde, immer der beste im Studium, ist heute Professor in den USA. Er sah immer gut aus, er hatte auch immer lange Beziehungen, jetzt verheiratet mit einer genauso erfolgreichen Frau und ein Kind, ein entspannter Typ ohne Starallüren und nichts passt auf ihn weniger als Bad Boy. Noch nie. Ich hab noch nie gesehen, dass er irgendwen hinters Licht geführt hätte. Er ist das Wort nett in Person. Ich frag mich wirklich, was manche Männer sich so einreden. Klingt etwas verbittert. PC hin oder her.
 
  • #26
Auch, wenn es ohnehin nicht möglich ist "die Frauen" in der Verallgemeinerung zu sehen - ein sehr schönes, herrlich humorvoll vormuliertes Posting.

Für eine Partnerschaft wären doch solche Männer so geeignet wie ein Reptil zum Studium
(Mein Ex in einem Reagenzglas - was für eine Vorstellung ... )

Ich selbst verfolgte - wie ich heute weiss, rein instinktiv - auch das "Idealbild" des harten Kerls. Raue Schale, mit ganz weichem Kern ...
(Nicht der BadBoy an sich - aber wohl - zumindest nach aussen gekehrt , sehr nah daran).
Mittlerweile musste ich zweimal in härtesten Kämpfen erkennen, dass es niemals langfristig möglich ist, diese Schale zu durchbrechen, immer dieses "Männlichkeitdings" über alles im Vordergrund steht - niemals echte Gefühle, niemals weich etc. ... im Endeffekt selbst der Partnerin gegenüber ... damit ist mein "Bedarf" an Männern auch grundlegend gedeckt.

einerseits Selbstbewusstsein / Sicherheit / Auftreten eines Mannes, der mit seiner Männlichkeit kein Problem hat und andererseits der Mann, der aufgrund von emotionalen Defiziten distanziert und vermeintlich selbstsicher (großmaulig, aggressiv) auftritt, aber ein massives Problem mit seinen Emotionen verstecken will.
Ob dann eine wirklich gefestigte "Männlichkeit" dahinter steht, oder nur ein großes Defizit an Selbstwert, stellt sich halt leider oft erst mit der Zeit und zunehmender Erfahrung raus.

So ist es - leider ... Du lernst einen Mann kennen, selbstsicheres, faszinierendes Auftreten - Beziehung auf Augenhöhe - alles erscheint möglich ... bis dir seine Defizite das Genick brechen .... all seine daraus resultierenden Aggressionen auf dich niederprasseln.

Selbstsicher sollte jeder seinem Leben sein (was will ich - was wil ich nicht - was kann ich aktzptieren/tolerieren - was passt überhaupt nicht zu mir).
Generell kann ich schon mit dem "Frau tickt so - Mann muss so sein ... " überhaupt nichts anfangen ... Warum nicht einfach zwei Menschen - die einfach nur in jeglichen Lebenslagen füreinander da sind ?!?

Der Zurückhaltende, der mit einer Schachtel Pralinen versucht zu überzeugen, bleibt dann in der Ecke stehen, in die er sich reingestellt hat.
Ein Mann, der bei sich selbst ist - Der voller Selbstbewusstsein auch diese eine Pralinenschachtel verschenkt, alleine schon, weil er aufmerksam war, ihr zuhörte, sich merkte, dass sie diese gerne geniesst - hat verdammt gute Karten !!!
 
  • #27
Ich, als in sich ruhende, selbstbewusste Frau, bin ja gar nicht anfällig für Großmäuler und/oder Bad Boys, sondern ich suche ja ebenfalls einen Mann, der in sich ruht.

1. Diese Menschen haben ein Selbstwertproblem, welches sie durch so ein Verhalten kompensieren möchten. Sie entlarven sich dabei aber lediglich selbst. Denn sie habens scheinbar nötig.

2. Sehr gut bei älteren Herren Ü50 zu "bewundern", die mit ihrer MLC nicht klar kommen. Gibts bei Frauen aber sicherlich auch. Solche Menschen belächel ich nur noch und staune wie manche von der Bewunderung ihrer Mitmenschen abhángig sind. ;)

w.,33
 
  • #28
Ich glaube sogar, das wollen die allerwenigsten Frauen in Zeiten der Emanzipation, dass sich da einer als Silberrücken aufführt.
Ich zitiere Dich mal selbst:
Der Zurückhaltende, der mit einer Schachtel Pralinen versucht zu überzeugen, bleibt dann in der Ecke stehen, in die er sich reingestellt hat.
Genau so ist es! Schau doch den Thread an - hier ist es anonym, ich denke keiner hält seine Meinung hinter dem Berg. Bei 6 Beiträgen von Frauen (vermute ich zumindest anhand des Namens), die zustimmend geschrieben haben, habe ich zum Zählen aufgehört. Das ist dann schon statistisch relevant. Nicht zuletzt entspricht es auch meinen Erfahrungen - als "Nice Guy" erreichst Du vielleicht lebenslange Freundschaft, als "Bad Guy" fliegen Dir die Herzen zu.
Nur zur Erklärung: mit "bad Guy" meine ich keine gewalttätigen Männer! Aber selbstbewusste Männer, die Ihr Ding durchziehen.
M/46
 
  • #29
Normale Männer erkaufen sich Liebe durch Nettigkeiten, weil sie gelernt haben, dass es Muttis Liebe nur durchs Bravsein gibt. So funktioniert es später in der Partnersuche abernicht.

Callabria, nein,da verwechselst du etwas, und zwar Empathie und Mitgefühl oder Herzlichkeit mit naivem Bravsein. Das ist großer Quatsch: Man kann seine eigenen Grenzen verteidigen wie e. Löwe/in, ob man nun laut brüllt oder zu anderen Mitteln greift, und in ganz anderer Situation sein eigenes Ego sogar soweit zurückhalten, dass man wie ein völliger Naivling dasteht. Das hat nicht tatsächlich mit Dummheit oder mangelnder Differenzierungsfähigkeit zu tun, gar mit mangelndem Selbstbewusstsein o. dgl. Es verhält sich vielmehr glatt gegenteilig: Es bedeutet v.a. ein Mehr, mehr Flexibilität, mehr Möglichkeiten, und war/ist nicht irgendwann und irgendwie Flexixilität eins der großen/wichtigen Schlüsselwörter der menschl. Evolution (gewesen)? (Spezifikum unseres menschl. Daseins: unglaublich hohe Flexibilität, wir bauen uns den fehlenden Panzer/das fehlende Fell etc. - als quasi der Natur völlig schutzlos ausgelieferte nackte Kreaturen - einfach mithilfe unserer Kultur schützend um uns, können in großer Hitze überleben oder einfach als Innuit...). Allzu dumm kann Flexibiltät schonmal nicht sein. Eine wichtige Voraussetzung dafür: Den A* in der Hose zu haben und auch mal sagen können, es ist mir egal, ob man mich für naiv hält, nur weil ich meine Werte verteidige usw....

Und um die Pauschalisierung jetzt noch zu dementieren: Nein. Nicht alle Frauen stehen in einer Zeit der angeblichen Verweichlichung auf Machos. Ich tu's nicht. Mich stößt so ein Verhalten regelrecht ab.

Dementieren der Pauschalisierung Nr. 2: Das Gegenteil von Macho ist nicht automatisch ein "verweichlichter" Mann, der nicht weiß, was er will. Ist er eher weiblicher, na: Ich zähle es eben nicht als Weiblichkeit, sich alles sagen zu lassen. Bin ne Frau, ich tus jedenfalls nicht...
 
  • #30
Erstmal besten Dank für die vielen oftmals einander widersprechenden Meinungen! Ich wollte eine gewisse Polemik nicht durch Sätze abschwächen, wie 'natürlich trifft das nicht auf alle zu'.
In unserer Runde waren keine gefrusteten Weicheier, die keine abbekommen. Die meisten sind erfolgreich im Beruf und (mehr oder weniger) auch zufrieden in der Partnerschaft.
Die Frage nach der Definition der in der Überschrift genannten Humunculi wollte ich anhand des von mir verlinkten Artikels festmachen. Dort ist James Bond als Frauenschwarm hervorgehoben, unter anderem, weil er tötet und säuft, und sich nicht intellektuell mit seiner Umgebung auseinandersetzt. Vielleicht ist er gerade damit das Gegenbild zu den meist eher zurückhaltenden Briten.
Für mich ist ein Mann, der seine berufliche Entwicklung ernsthaft verfolgt oder im Sport zielstrebig trainiert kein bad boy, Egoist oder Macho. Genauso wenig ist eine Frau mit diesen Prioritäten für mich ein Mannweib oder unweiblich. Beim Thema Egoismus habe ich mich auf ein egophiles Gehabe bezogen, dass über einen gewissen gesunden Egoismus, der dem Selbstschutz dient, hinausgeht.

Laut neuesten Erkenntnissen sind Frauen nicht biologisch auf 'harte Kerle' programmiert. Das ganze hat entsprechend dieser Studien kulturelle Hintergründe. In eher obsoleten Forschungen bissen sich die Gelehrten an der Steinzeit fest. Doch sogar dort gab es ganz unterschiedliche Kulturen. Scheinbar passt die Behauptung, dass Frauen auf harte Kerle stehen gut in die heutigen Tendenzen des Egoismus, der politischen Faschisierung und der auf der Weltbühne sowie im Privaten erkennbaren Segregation.
Was mich beunruhigt an den Behauptungen, Frauen stünden auf die Alpha-Tiere und harte Typen ist die Tatsache, dass gerade in den Zeiten der Weltkriege und den Jahren unmittelbar davo gerade dieses Männlichkeitsbild propagiert wurde. Was diese Propaganda verursacht hat, ist jedem Menschen hinreichend bekannt.
Als ehemaliger Wettkampfsportler, der weiterhin ziemlcih sportverrückt ist, kann ich über die ganzen Aufschneider und deren Gehabe nur lachen, auch wenn manche Frauen diese als athletisch bezeichnen würden... Um es in deren Sprache zu sagen: voll die Spacken und Lauchs...
 
Top