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  • #31
Selbstverständlich sind die Besten schon vergeben. Vor allem in unserem Alter. Also 30+

Wer als Akademiker während des Studiums nicht seine große Liebe kennen gelernt hat und mit ihr für den Rest seines Lebens glücklich zusammen bleibt, gehört doch schon per Definition nicht zu den "Besten". Denn entweder hat er sie gar nicht kennen gelernt, oder er hat sie nicht halten können. In beiden Fällen ist er nicht "gut genug", sich zu den Besten zählen zu dürfen.

Wir sind hier, weil mit uns etwas nicht stimmt. Normale Menschen finden ihre Partner nicht im Internet, sondern in Gesellschaft. Beim direkten Kontakt Auge in Auge. Machen wir uns keine Illusionen. Die Seite heißt zwar euphemistischerweise Elitepartner, aber dass "Singles mit Niveau", wie der Slogan lautet, hier nur wenige zu finden sind, sieht man schon allein an der erdrückenden Anzahl vor Verbohrtheit, Schubladendenken und Prüderie strotzenden Antworten hier im Forum.

Für die Einsamkeit der meisten von uns hier gibt es sehr gute Gründe. Wer nicht sozialkompetent genug ist, eine Beziehung auf traditionelle Weise zu beginnen und dann auch am Leben zu erhalten, der landet halt auf Partnerbörsen im Internet. Die sogenannten "Besten" werdet ihr hier nicht finden. Die sind glücklich verlobt oder verheiratet oder in einer anderswie lebenslangen Beziehung und werden sich auch nicht mehr trennen.

Was wir hier zu betreiben versuchen, ist "Resteverwertung". Und was danach noch übrig bleibt, landet auf dem Müll. So läuft das eben bei der Partnersuche. Entweder man lernt das rechtzeitig, oder man kommt zu spät damit, und dafür bestraft einen das Leben.

Das ist mir zu einseitig.
Was macht eine bildhübsche, intelligente, sozial kompetente junge Frau, die ein Fach mit ca. 2% Männeranteil studiert hat (wobei es sich eher um Jungen handelt, mit denen sie nichts anfangen kann), die keine Partygängerin war, innerlich einfach schon sehr viel reifer als ihre Altersgenossen, ihre Studienjahre mit Lernen, Reisen und platonischen Freundschaften erfüllt gelebt hat? Der männliche Kontakte einfach nicht wirklich wichtig waren, die nicht krampfhaft gesucht hat? Ich kenne einen solchen ,Frauenschatz', sie hat die Liebe ihres Lebens mit Ende 20 gefunden. Erster Mann - ein Volltreffer.
Wohl sehr selten, aber auch das gibt es!
 
  • #32
Was #26 schreibt, trifft zweifelsohne auf #26 selber zu. Ansonsten ist der Beitrag pure Dummheit. Dass darin angebliche Verbohrtheit mittels maximaler Verbohrtheit kritisiert wird, ist typisch - wie die Oberflächlichen, die anderen Oberflächlichkeit ankreiden, oder die Intoleranten, die anderen Intoleranz vorwerfen. (Es soll übrigens auch Leute geben, die längst eine/n Partner/in haben und aus reinem Spass an der Freude hier im Forum schreiben.)
 
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  • #33
Wir sind hier, weil mit uns etwas nicht stimmt. Normale Menschen finden ihre Partner nicht im Internet, sondern in Gesellschaft. Machen wir uns keine Illusionen. dass "Singles mit Niveau", wie der Slogan lautet, hier nur wenige zu finden sind, sieht man schon allein an der erdrückenden Anzahl vor Verbohrtheit, Schubladendenken und Prüderie strotzenden Antworten hier im Forum.

Für die Einsamkeit der meisten von uns hier gibt es sehr gute Gründe. Wer nicht sozialkompetent genug ist, eine Beziehung auf traditionelle Weise zu beginnen und dann auch am Leben zu erhalten, der landet halt auf Partnerbörsen im Internet. Die sogenannten "Besten" werdet ihr hier nicht finden. Die sind glücklich verlobt oder verheiratet oder in einer anderswie lebenslangen Beziehung und werden sich auch nicht mehr trennen.

Was wir hier zu betreiben versuchen, ist "Resteverwertung". Und was danach noch übrig bleibt, landet auf dem Müll.

Du hast recht, auch wenn das für viele sicher schwer zu begreifen ist bzw. sie es sich nicht eingestehen wollen.
Und ganz ehrlich, wenn ich mir manche Kommentare in den Threads von verschiedenen Mitgliedern hier so durchlese, denke ich mir oft: "Kein Wunder, dass du im richtigen Leben keinen Partner findest, so wie du anscheinend drauf bist!"
 
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  • #34
Was #26 schreibt, trifft zweifelsohne auf #26 selber zu. Ansonsten ist der Beitrag pure Dummheit. Dass darin angebliche Verbohrtheit mittels maximaler Verbohrtheit kritisiert wird, ist typisch - wie die Oberflächlichen, die anderen Oberflächlichkeit ankreiden, oder die Intoleranten, die anderen Intoleranz vorwerfen. (Es soll übrigens auch Leute geben, die längst eine/n Partner/in haben und aus reinem Spass an der Freude hier im Forum schreiben.)

Ja, aber die Mehrzahl hier sucht ja schon jemanden, oder?
Nr. 26 hat in gewisser Weise Recht und natürlich fühlt man sich, wenn man in derselben Situation ist, angegriffen, wenn man sowas liest. Klingt ja auch hart. Allerdings zählt er sich selbst ja auch zu den "Resten" und das ist ja schon durchaus selbstkritisch und nicht "dumm", oder?
 
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  • #35
Wer mit Mitte 20 nicht vergeben ist, gehört schon von Natur aus nicht mehr zu den Besten. Frauen sind mit etwa 24/ 25 am fruchtbarsten, Männer etwa in diesem Alter bis Ende 20 am körpterlich leistungsfähigsten. Ab Ende 20 beginnt dann der körperliche Zerfall, den unsere moderne Welt auf - im Idealfall - über 60 Jahre ausgedehnt hat. Warum Frauen in ihrem besten Alter (Mitte 20) sich nicht für Männer ihres Alters interessieren habe ich damals nicht verstanden. Heute, da ich ein Alter Mann Anfang 40 bin, brauche ich es nicht mehr zu verstehen, da meine weibliche Zielgruppe in den 30ern liegt.
 
  • #36
Ich kann einfach nicht glauben, das es noch Frauen hier gibt, die darauf warten angesprochen zu werden. Mein Gott, Ihr wisst doch das Männer den ersten Schritt nicht machen, also macht ihr ihn. Zu den Männern kann ich nur sagen, wer nicht vergeben ist, ist meistens auch unvermittelbar, gilt auch bei Frauen.
 
  • #37
Moin,

ich selbst lerne gerne online kennen, weil ich lieber einen langen Abend in einer ruhigen Kneipe mit einer interessanten, möglicherweise interessierten Frau verbringe, mit der ich zuvor einige "Basics" schriftlich und telefonisch klären konnte, als dass ich im "RL", sprich bei überlauter Musik, aus einem Rudel von Freundinnen heraus, jemanden nach rein optischen Gesichtspunkten auswähle und versuche, ein paar sinnvolle Sätze zu wechseln.
Soweit dazu.

Aber zur Frage, ob die Besten schon vergeben seien: Ganz ehrlich tun mir manchmal die Frauen leid. Bei Männern zwischen 30 und 50 sieht man wirklich viel Grusliges, was den Charakter, den Charme, die Lebenseinstellung, den Humor, die Ehrlichkeit, die Lebensführung, die Attraktivität usw. betrifft; da will ich gar nicht groß zwischen Gebundenen und Singles unterscheiden. Das mag subjektiv sein (ich kann die Attraktivität von Männern natürlich nur indirekt beurteilen), aber bei Frauen sind die Abgründe IMHO weniger tief. Ein Punkt ist z.B. die Fähigkeit, das Interesse, das eigene Verhalten zu reflektieren.... warum schreiben z.B. hier denn viel mehr Frauen als Männer...?

Die Frauen, die ich online kennenlernen durfte, waren mit wenigen Ausnahmen ganz bezaubernd, sehr interessant, jede auf ihre Art. Die meisten waren wie ich online unterwegs, weil sie sich getrennt hatten und sich im RL zu wenige Kontakte zum anderen Geschlecht ergaben. Leider waren viele auch extrem frustriert von ihrer Suche, was meiner oben skizzierten Einschätzung Recht gibt... ich musste dann immer etwas herumdrucksen, um sie nicht noch mehr mit der Ansage zu frustrieren, dass ich bei Frauen bisher ganz andere, viel positivere Erfahrungen gemacht hatte ;).

Abschließend, vor allem an die Frauen gerichtet: Bitte senkt eure Standards nicht, insbesondere wenn es um innere Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Liebenswürdigkeit, Takt, Humor usw. geht.

manchmal
 
  • #38
Nun ja, es kommt drauf an, wie man "die Besten" definiert. Meint man damit Diejenigen mit "gutem Charakter" (was auch immer das sein soll), würde ich sagen: da sind sicher noch Viele zu haben. Gerade Menschen, die Rücksicht auf die Gefühle Anderer nehmen - nicht warmwechseln, keine Spielchen spielen - gehen beim "Bäumchen-wechsel-dich" des Partnermarkts oft leer aus.

Definiert man "die Besten" aber über äußerliche Attraktivität (Aussehen, Charisma, sexuelle Ausstrahlung), würde ich der Aussage zustimmen, dass sie überwiegend vergeben sind. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt einen wirklich attraktiven Mann kennengelernt habe, an dem nicht schon irgendeine Frau dranklebte. Das dürfte bald ein Jahrzehnt her sein.

Solche Männer sind meiner Erfahrung nach nie wirklich frei. Selbst wenn es gerade keine offizielle Partnerin gibt (was schon selten genug vorkommt), kann man sicher sein, dass noch irgendwo eine Ex/Affäre etc. rumschwirrt und auf ihre Chance für ein Revival lauert.

Mittlerweile erfasst mich beim Anblick eines auffällig attraktiven Mannes stets unwillkürlich eine leichte Übelkeit, weil ich automatisch an die Heerscharen von hormongeschwängerten Frauen denken muss, die ihn anschmachten, zu bezirzen versuchen oder sich heimlich auf ihn einen runterholen. Mich ekelt das an. Ich will mich nicht in diese Herde von schwärmenden Naivchen einreihen.

Aber dummerweise stehe ich genau auf den Typ Mann, der landläufig als attraktiv gilt und über eine riesige weibliche Fangemeinde verfügt. Ich weiß auch nicht, wie ich das abstellen soll. Also bleibe ich notgedrungen Single.

Ach ja, bevor ich's vergesse: ich halte mich selbst auch nicht gerade für einen Hauptgewinn. Ich meine, irgendwie finde ich mich auch ganz gut, aber ich bin wohl nicht gerade das, was Männer üblicherweise in einer Frau suchen. Ich habe ein ganz nettes Gesicht, aber Pferdezähne und eine sehr unattraktive Mimik. Ich mache nicht sehr viel aus mir (mich motiviert gerade nichts dazu - wie gesagt, die Männer, die mich interessieren, sind eh vergeben), studiere seit Ewigkeiten ziellos vor mich hin und bin sozial nur bedingt kompatibel. Außerdem stehe ich irgendwie mit meiner Weiblichkeit auf Kriegsfuß. Es wundert vermutlich kaum jemanden, dass ich Single bin.
 
  • #39
Nun ja, es kommt drauf an, wie man "die Besten" definiert.

In Verbindung mit dem Nachbarthread zum Bindungsverhalten wird mir immer klarer, dass wohl diejenigen dauerhaft vergeben sind, die ein "sicheres" Bindungsverhalten haben. Die sind in der Lage, eine Beziehung aufzubauen, die dauerhaft hält und die auch durch Verlockungen von Außen und Probleme von innen nicht viel erschüttern kann. Vor dem Hintergrund sehe ich die ganze "Attraktivität" als zweitrangig. Vermutlich sind die "sicher" gebundenen auch in der Lage, sich einen einfach passenden Partner auszusuchen.
 
  • #40
In Verbindung mit dem Nachbarthread zum Bindungsverhalten wird mir immer klarer, dass wohl diejenigen dauerhaft vergeben sind, die ein "sicheres" Bindungsverhalten haben.
Das würde ich nicht automatisch daraus schließen. Es gibt viele Menschen, die aus Bequemlichkeit in einer Beziehung bleiben und trotzdem nicht "verbindlich" sind, was das Gefühl angeht und das Geben von Gefühlen. Der Partner lebt mit einer Dauerunsicherheit und muss darauf achten, dass er emotional die mächtigere Person ist.
Dafür spricht auch das Warmgewechsel und die These, dass viele Menschen nur so einen anderen Partner finden. Manchmal begegnet ihnen aber niemand, wenn sie immer mit ihrem unpassenden unterwegs sind.

Wenn meine Generation (Ü 40) oder sicher auch jüngere bei den Eltern noch den abwesenden Vater (muss nicht physisch sein, kann auch sein, er ist einfach lieber arbeiten) und die dauerhaft irgendwie unglückliche Mutter erlebt hat (die z.B. vermittelt "ohne Kinder wäre ich längst weg" oder ihren Frust an ihrer Lebenssituation - der Mann ist nicht so, wie sie es braucht - an den Kindern auslässt), die sich aber nicht scheiden lassen, dann wirkt dieses vorgelebte Bild natürlich auch auf die eigenen Beziehungen. Dh. man trennt sich nicht, obwohl die Beziehung sich schon als unpassend erwiesen ist. Und der Grund ist, dass man selber nie gelernt hat, seine Gefühle für wichtig zu nehmen (die Eltern haben es ja auch gezeigt, dass diese nicht wichtig sind für eine Beziehung). Daraus folgt, dass man nicht weiß, wer zu einem passt und deswegen mit gewisser Wahrscheinlichkeit einen Partner hat, der auch nicht auf die Gefühle achtet, aber bei ihm bleibt, weil das als "Normalzustand" empfunden wird.
 
  • #41
Wie ich darüber denke? Es sind gerade die besten, die eine Beziehung beenden, wenn aus irgend einem Grund die Augenhöhe nicht mehr gegeben ist. Deshalb kommt es sehr darauf an herauszufinden, auf welche Weise die Vorbeziehung zerbrochen ist. Wenn er oder sie darüber nicht reden will, hilft ein Vertrauensvorschuß, denn: Menschen, die schlecht über den Expartner reden, gehören wiederum gerade nicht zu den besten.
 
  • #42
Mittlerweile erfasst mich beim Anblick eines auffällig attraktiven Mannes stets unwillkürlich eine leichte Übelkeit, weil ich automatisch an die Heerscharen von hormongeschwängerten Frauen denken muss, die ihn anschmachten...

Aber dummerweise stehe ich genau auf den Typ Mann, der landläufig als attraktiv gilt und über eine riesige weibliche Fangemeinde verfügt. Ich weiß auch nicht, wie ich das abstellen soll. Also bleibe ich notgedrungen Single.

Lach, mir geht es regelmäßig genauso. Ich finde dich außerordentlich sympathisch. Bedauerlicherweise bin ich eine Frau.

Ich glaube, du bist was besonderes mit deiner Ehrlichkeit. :Du solltest die Übelkeit überwinden, die mit eigener Unsicherheit zusammenhängt, selbst aktiv werden und dich nicht von Männern abschrecken lassen, die dir gefallen.

Übrigens sind ja viele, die auf den ersten Blick äußerst attraktiv erscheinen, es dann doch nicht mehr, sobald sie den Mund aufmachen. Oder sexuell aktiv werden und ihre Unsensibilität und mangelnde Sinnlichkeit zum Einschlafen ist. Diese Erfahrung hilft auch, die Attraktiven von ihrem Sockel zu holen, denn letztlich kommt es doch auf das Gesamtpaket an, Attraktivität alleine ist zu wenig.

Ob die Besten alle vergeben sind? Ich halte das für viel zu pauschal. Es gibt solche und solche. Es gibt immer wieder Zuckerstücke unter den Singles. Außerdem wirken viele auch erst attraktiv, wenn sie dann in einer Beziehung sind, und damit halbwegs zu einem erträglichen Partner "gemacht werden", oder andere eben denken, gerade weil sie vergeben sind, müssen sie attraktiver sein. Man sollte sich selbst nicht durch eine "auf der anderen Seite ist das Gras immer grüner"-Denkweise belasten, es sei denn, es macht einem Spaß.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #43
Es gibt viele Menschen, die aus Bequemlichkeit in einer Beziehung bleiben und trotzdem nicht "verbindlich" sind, was das Gefühl angeht und das Geben von Gefühlen. Der Partner lebt mit einer Dauerunsicherheit und muss darauf achten, dass er emotional die mächtigere Person ist.

Das stimmt. Aber das sind für mich dann nicht "die besten", denn sie sind ja eigentlich auch nicht in der Lage, eine wirklich stabile Beziehung aufzubauen. Ich habe mich bezogen auf die Beziehungen, die wirklich glücklich sind und nicht nur nach außen hin so erscheinen, denn das ist doch das, was letztlich jeder haben möchte.

...abwesenden Vater (muss nicht physisch sein, kann auch sein, er ist einfach lieber arbeiten) und die dauerhaft irgendwie unglückliche Mutter erlebt hat ...

Wir sind sicher eine "Brückengeneration". Wir haben gelernt, die Probleme des alten Beziehungsmusters hinzunehmen, aber noch nicht, mit veränderten Beziehungen umzugehen, die in ihrem Beziehungsmuster noch nicht stabil sind. Früher hat diese "Abhängigkeit" zusammengehalten, wenn auch eher im negativen Sinne. Zusammengehalten hat auch die gesellschaftliche Sichtweise, dass man sich nicht trennt. Ich sehe noch nicht so richtig, was dann in aktuellen Beziehungen "zusammenhält", wenn sie nicht mehr funktionieren. Ist es nur das alte Denkmuster? Nur "Bequemlichkeit"?
 
  • #44
Von Frauenseite aus kann ich sagen: Ja, das stimmt, was Männer betrifft. Nur der Umkehrschluß nicht immer, wohl für beide Geschlechter ;)
Ich denke mittlerweile, dass die online oft geschmähten "Warmwechsler" für eine Frau- bei aller Vorsicht- die bessere Option sind als die teilweise sehr verbitteten, frauenhassenden und sexuell aggressiven Männer, die verlassen wurden, eigene Anteile nicht reflektieren und mit jeder Woche alleine schwieriger werden, da sie ohne Partnerin sozial nicht gut vernetzt sind -und nie psychologische Hilfe annehmen würden.
Hart aber wahr! Und mal ehrlich: wie wahrscheinlich ist es 35 oder 45+, dass sich zwei kompatible Singles, unbeschwert und ungebunden, einfach so oder online finden?
Ab Mitte 50 scheint es besser zu werden. Denn dann sind einige verwitwet. Wenn frau dann noch Lust auf Beziehung hat :D
 
  • #45
Der "Beste" ist der, mit dem es für mich stimmig sein könnte, von seiner Persönlichkeit her, seinen Denk- und Verhaltensmustern, Bindungsverhalten, Kommunikation, Werten, Haltungen, seinen Interessen.
Für mich attraktiv als Gesamtpaket, auch sexuell, und dazu sexuell kompatibel.
Manches ist mit Kompromissen, aufeinander zu gehen, nicht ganz so relevant. Anderes ist grundlegend, unüberbrückbar.

Und jetzt sollte natürlich auch ich für ihn die gefühlt "Beste" sein.

Ich glaube daran, dass es möglich ist, dass sich diese Konstellation findet, aber dass das ein besonderer Glückstreffer ist, ist auch klar.
Und ein ganz besonderer Glückstreffer, wenn es dann gelingt, eine über Jahre hinweg, stabile, stimmige Partnerschaft zu entwickeln, zu pflegen und zu bewahren.

Ich treffe sehr selten auf Paare, die dies vermitteln. Eher auf Paare, die sich im besten Fall arrangieren, oder gleichgültig sind bis zu Paaren, die sich wirklich gegenseitig die Hölle bereiten. Das scheint dann aber auch zu verbinden.
 
  • #46
Der Thread ist zwar schon etwas älter, wird aber sicher niemals an Aktualität verlieren.

Ich finde, @Andriana hat das Problem schön umschrieben, wenn auch nur aus weiblicher Sicht. Außer der Ergänzung, dass ihre Beschreibung 1:1 auf Männer übertragen werden kann, habe ich dem nichts hinzuzufügen.

Allerdings scheue ich mich etwas davor, hier von "den Besten" zu schreiben. Das wüsste ich gerne in "die Begehrtesten" abgewandelt.
 
  • #47
Wer definiert denn "Die Besten"? Gibt es dafür ein Testlabor? Interessant ist es zu lesen, wie die verschiedenen Schreiber das für sich selbst sehen. Allgemein wird es kaum zu fassen sein.

Ich komme vom Land, wo man die Leute um sich herum doch eher noch einigermaßen kennt, viele sind dort schon lange in einer Beziehung. Ob diese deshalb zu den Besten gehören, sollte besser nicht bewertet werden.

Allgemein gibt es Menschen, die locker leicht durchs Leben wandeln, bei denen alles irgendwie flutscht. Und es gibt andere, wo es doch immer wieder irgendwie hakt. Jeder hat da seine Matrix, ob beruflich oder in Beziehungen.

Wenn ich in meinem Umfeld so sehe, wer dort recht beständig als Familie zusammen durchs Leben geht, habe ich manchmal den Eindruck, dass es eher die langweiligen Typen sind, die das ganz gut meistern. Ich meine das an dieser Stelle nicht abwertend, aber nicht jeder Muss eben um die Welt reisen und Abenteuer erleben. Manch Vater geht einfach nur brav arbeiten, liegt abends auf dem Sofa und ernährt auf diese Art seine Familie über Jahrzehnte.

Bewertet wird insofern meist von Menschen in vergleichbaren Konstellationen, sprich, Beziehungsmenschen sehen andere Pärchen als die Besseren im Vergleich zu Singles. Vielleicht auch, um sich selbst damit gefühlt ein wenig aufzuwerten, wer weiß.
 
  • #48
Das wüsste ich gerne in "die Begehrtesten" abgewandelt.
Daß die Begehrtesten zugleich die Besten sind, wage ich zu bezweifeln, es sei denn, man würde sich auf die Merkmale beschränken wollen, die dieses Begehren auslösen. Das genügt aber nicht, denn in einem attraktiven Körper kann auch jemand stecken, der für eine erfüllende Partnerschaft vollkommen ungeeignet ist.
 
  • #49
Wer definiert denn "Die Besten"? Gibt es dafür ein Testlabor? [...] Allgemein wird es kaum zu fassen sein.

Doch, das denke ich schon. Der Partnermarkt mit seinen Auswahl- und Ausschlusskriterien legt die Definition der "Besten / Begehrtesten" sogar ziemlich genau fest.

So kann es bspw. niemals schaden, gutaussehend oder wohlhabend zu sein. Zumindest wäre mir niemand bekannt, dem das jemals zum Nachteil geworden wäre.

Natürlich gibt es dann auch noch Eigenschaften, die, je nach eigener Sichtweise, auf Ablehnung oder Zuspruch treffen. Bspw. politische Sichtweisen oder, wie im Nachbarthread gerade diskutiert, die Einstellung zu Haustieren.

Die finden aber erst dann Beachtung, wenn die Hauptsuchkriterien erfüllt wurden und fallen zugunsten dieser auch gerne mal unter den Tisch. So zumindest meine Erfahrung.

Eine meiner Lieblingslügen rund ums Thema Partnerschaft ist die Behauptung, dass jeder Topf seinen individuellen Deckel finden wird. Die Geschmäcker der Suchenden sind bei Weitem nicht so unterschiedlich, wie es dieses Sprichwort zu suggerieren versucht. Im Gegenteil: die Vorlieben der meisten Menschen unterscheiden sich lediglich in Nichtigkeiten voneinander.

Daraus resultiert, dass auf einige Töpfe ziemlich viele Deckel kommen und manche unbedeckelt bleiben.

Das mag nicht fair erscheinen, ist aber eben so und wird sich durch Verleugnung auch nicht ändern. Ich halte es für wichtig, das klar benennen zu können, um sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren oder eine Anpassung zu ermöglichen. Abwegige Hoffnungen dagegen schüren nur Frust.
 

Laleila

Cilia
  • #50
Für mich persönlich ist die Definition der Besten nicht von Attraktivität und Einkommen abhängig, sondern von Werten, Charakter und Verhalten bei durchschnittlichen Äusseren.

Und da jeder für sich "die Besten" definiert könnten sie für den einen generell vergeben und für den anderen noch ausreichend verfügbar sein.

Ich zum Beispiel, finde ich, bin soweit von den Besten entfernt wie eine Hausstaubmilbe von einem Rassepferd.
Mein Mann findet, es gibt auf der ganzen Welt keine Bessere.
Ich bewundere ihn grenzenlos dafür, wie er es mit mir aushält und mich so uneingeschränkt lieben kann.
Er ist halt der Beste. ;-)

Wenn ich es mir so überlege, sind die Besten wohl doch meist vergeben. An jene, die sie für die Besten halten.
 
  • #51
Für mich persönlich ist die Definition der Besten nicht von Attraktivität und Einkommen abhängig, sondern von Werten, Charakter und Verhalten bei durchschnittlichen Äusseren.

Ich bezweifle überhaupt nicht, dass diese Einstellung bei Dir und anderen zu finden ist. Aber an dieser Stelle wird doch die Frage interessant, ob Du mit dieser Deinen Sichtweise die Regel oder vielleicht doch die Ausnahme beschreibst?

Ich meine, kann man wirklich bestreiten, dass eine Megan Fox (jung, unglaublich hübsch, unglaublich unsympathisch) von Natur aus bessere Chancen hat, als eine Cindy aus Marzahn? Ist ein Robbie Williams für Frauen nicht viel interessanter als ein Olaf Schubert? Und zwar auch dann, wenn Lebenseinstellung, Humor und dergleichen mehr des Letztgenannten vielleicht viel eher den persönlichen Erwartungen entsprechen?

Die hier genannten Beispiele für begehrte Partner (die sicher nicht jeder mögen wird, deren Erfolg aber unbestreitbar bleibt) können Negativeigenschaften mitbringen, so viele sie nur wollen ... und dennoch werden sie unter Garantie attraktiver bleiben, als die aufgeführten Gegenbeispiele. Letztere könnten mit Charakter und Humor nicht kompensieren, was Erstere von Mutter Natur geschenkt bekommen haben.

Dieses Prinzip lässt sich problemlos auf die Welt der Otto-Normalverbraucher übertragen.
 

Laleila

Cilia
  • #52
Ich meine, kann man wirklich bestreiten, dass eine Megan Fox (jung, unglaublich hübsch, unglaublich unsympathisch) von Natur aus bessere Chancen hat, als eine Cindy aus Marzahn? Ist ein Robbie Williams für Frauen nicht viel interessanter als ein Olaf Schubert?
Also erstmal sprach ich von Menschen mit durchschnittlichen Aussehen was man ja von den Kunstfiguren Cindy aus Marzahn oder Olaf Schubert nicht eben behaupten kann. Nun finde ich weder die Ausstrahlung noch den Humor der beiden angenehm.

Müsste ich mich nun zwischen Olaf und Robbie entscheiden. Ich stürbe als Jungfer.
Und so ganz kann ich Deine Theorie auch beim Ottonormalverbraucher nicht bestätigen.
Eine meiner besten Freundinnen ist so eine Megan Fox. Sie ist mittlerweile seit fast 5 Jahren unfreiwillig Single.
Denn was sind das für Männer die sie mit ihrer beeindruckenden Schönheit anzieht?
Gutaussehende, erfolgreiche..... Schaumschläger. Männer die sie, nähme sie 20 kg zu (was bei ihr nie passieren würde) eiskalt austauschten.
Genau die will sie natürlich nicht.
Die "Guten", loyalen, Charaktermänner durchschnittlichen Aussehens, trauen sich aber nicht an sie heran und/oder befürchten ständig, sie irgendwann von einem Beau ausgespannt zu bekommen.

Ist leider häufig zu beobachten... Schönheit zieht Oberflächlichkeit magnetisch an. Bessere Chancen? Nicht unbedingt.
 
  • #53
Mein Eindruck ist, dass die dauerhaftesten Beziehungen a) nach dem alten Rollenmuster funktionieren oder b) die Frau auch finanziell die Nase vorn hat, den Mann das zwar stört, er aber trotzdem bleibt, oder er damit umgehen kann (letzteres ist mir nie begegnet) oder c) Frau UND Mann die Beziehung als das wichtigste in ihrem Leben ansehen, dh. keine individualistischen Ambitionen für Verwirklichung woanders haben.
Beziehung c) ist die eine Beziehung in meinem Umfeld, die nach glücklicher Liebe aussieht. Beides keine Akademiker.

b) Hier wartet die Frau auf einen Besseren. Ihre emotionalen Bedürfnisse stillt sie am Sohn, der das alles verkörpert, was der Mann nicht bietet. Beides keine Akademiker, Frau Beamtin, Mann Arbeiter.

a) Die Abschreckendsten für mich. Die Frauen sind Erzieherinnen des Mannes, der sich mit 50 noch wie ein ungezogener Junge oder einfach dauerhaft geistig-abwesend und Befehle befolgend verhält. Meine Deutung: Selbstreflexion ist gefährlich, weil es ein Ablösen aus der Rolle bedeutete, deswegen bleiben sie emotional auf dem Entwicklungsstand, der sich eingepegelt hat, als sie zusammenkamen, das war vor 15 bis 25 Jahren. Alles Akademiker.

Ich habe mich bezogen auf die Beziehungen, die wirklich glücklich sind
Beziehungen, die wirklich glücklich sind, können für mich nur entstehen, wenn entweder man das große Glück hatte, genau den Menschen zu treffen, mit dem eine gemeinsame emotionale Reifung möglich ist, oder man sich spät im Leben trifft, wenn man schon emotional reif geworden ist, oder wenn eine Beziehung was anderes als Liebe sein soll. Letzteres soll heißen: Wenn man mit dem Willen, sich was zu verschaffen, das nicht Liebe oder Dauerverliebtheit ist, an eine Beziehung rangeht (Mann braucht Frau, um nicht als Sonderling dazustehen und einen emotionalen Hort zu haben, Frau braucht Mann, weil sie und die Kinder finanziert werden müssen. Man will gesellschaftlich "mitspielen" und hat die Ansicht, Singles wären irgendwie komisch oder Versager), würde ich meinen, bleibt die Beziehung auch zusammen. Im besten Fall lernen sie sich zu mögen, wenn der Lack ab ist, und dadurch, dass sie an die individuelle Person keine sonderlichen Erwartungen hatten außer ein paar Verhaltensweisen, wird die Beziehung auch als gut empfunden. Mitunter zeigt sich dann, dass irgendwas doch nicht stimmt, aber man beginnt, weil der Rahmen, also der Lebensentwurf erhalten bleiben muss, Wege zu suchen, um damit umzugehen, Toleranz, Dauerbenörgeln, Frust runterschlucken.
Man muss seinen Lebensentwurf lieben, nicht den Menschen, der ihn verwirklicht, dann ist die Chance höher, dass man glücklich ist in einer ruhigen, umgänglichen Beziehung.
Wenn der Lebensentwurf so ist, dass man keinen anderen dazu braucht, hat man auch keine Ambitionen, unbedingt eine Beziehung zu haben oder zu erhalten, außer man wird sich verlieben bzw. liebt.
 

Laleila

Cilia
  • #54
Frau UND Mann die Beziehung als das wichtigste in ihrem Leben ansehen, dh. keine individualistischen Ambitionen für Verwirklichung woanders haben.

Das eine schließt das andere aber doch
zum Glück nicht aus.
Sowohl mein Mann als auch ich, sehen uns gegenseitig und damit wohl auch die Beziehung, als das Wichtigste in unser beider Leben an.
Was uns nicht davon abhält uns separat und individuell auch ausserhalb der Beziehung zu verwirklichen.

Ich sehe noch nicht so richtig, was dann in aktuellen Beziehungen "zusammenhält", wenn sie nicht mehr funktionieren. Ist es nur das alte Denkmuster? Nur "Bequemlichkeit"?

Wahrscheinlich gibt es nicht mehr so viele Beziehungen, die bestehenbleiben obwohl sie nicht mehr funktionieren, wie früher.
Was diese dann noch zusammenhält? Ich denke es ist häufig eine Form von Sicherheitsdenken.
'Was ich habe weiss ich, was ich bekomme nicht.'
Oder aber die Befürchtung für den, immer oberflächlicher werdenden, Partnermarkt nicht mehr attraktiv genug zu sein.
Die Furcht vor der Stille, Einsamkeit...wirtschaftlichen Engpässen.

Also Ängste.... die halten solche Beziehungen wohl am häufigsten zusammen.
 
  • #55
Ich habe auch lange geglaubt, dass hier nur die übrig geblieben "Emanzen", "Rossweiber", "Mannweiber", "Männerfresser" und Frauen die vorm Altar promovieren wollen etc. sind! Aber weit gefehlt!
Ja es stimmt, aber sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen, dass sicherlich die schwierigeren, schüchterneren und exzentrischeren Personen, jemand mit Kind zuhause, etc. also jene die es irgendwie schwerer haben jemanden zu finden, vermehrt in einem Forum oder Ähnlichem zu treffen sind! Aber jeder, der so wie ich, hier sucht und glaubt er/sie ist die einzige normale und der absolute Glücksgriff, macht sich selbst nur etwas vor! Wenn dem so wäre, hätte das längst jemand gesehen und die Chance ergriffen. Man muss in sich gehen und sich selbst kritisch durchleuchten und nicht auf das nett und gut gemeinte Gerede von anderen hören, die einem sagen man ist toll! Wenn man so toll ist, warum hat dann niemand von denen zugegriffen, sondern absolut jeder/jede wen anderen?
Je engstirniger und selbstverliebter UND das andere Geschlecht schon hassender bzw. verteufelnd man an die Sache rangeht, desto mehr steht man sich nur selbst im Weg! Sich einzureden wie glücklich man doch alleine ist, während man jammert wie dumm das andere Geschlecht ist, das ist einfach nur Selbstbetrug! Aus der Not eine Tugend machen! Diejenigen sind einfach zu schwach der Realität ins Auge zu sehen, dass wohl (auch) an einem selbst etwas nicht stimmt und wenn man erfolgreicher sein will versuchen muss, etwas an sich zu ändern oder etwas offener für andere Typen von Partner/in sein, die diese Eigenheiten, Extravaganzen bzw. persönliche Noten nicht stören, oder vielleicht sogar nett finden! Wer nicht offen sondern nur fixiert ist wird sich hier genauso schwer tun wie anderswo!
Wenn es nicht klappt und man ehrlich ist, steht man sich doch meist einfach selbst im weg mit Prinzipien, fixen Ideen/Vorstellungen oder Hass auf die Erfolgreichen und das andere Geschlecht!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #56
kann man wirklich bestreiten, dass eine Megan Fox (jung, unglaublich hübsch, unglaublich unsympathisch) von Natur aus bessere Chancen hat...?
Chancen, worauf? Nach meinen Maßstäben ist sie alles andere als hübsch, und von mir aus könnten sich hundert Männer um sie reißen, ich würde es keine Sekunde lang bereuen, nicht zu ihren Bekannten zu gehören. Aber selbst wenn sie meinem Schönheitsideal entspräche, wäre das für mich noch lange kein Grund, mich für sie zu interessieren: kann sie eine Buche von einem Ahorn unterscheiden? Einen Kandinski von einem Feininger? Eine Mozart- von einer Beethoven-Sonate? Einen Walzer von einem Tango? Einen zunehmenden von einem abnehmenden Mond? Erfüllt sie ein nebliger Herbstmorgen am See mit denselben Glücksgefühlen wie mich? Nein? Dann gehört sie für mich auch nicht zu dem Besten.
 
  • #57
Ich denke schon, dass man mit Humor und Charisma - letzeres ist allerdings auch wieder schwierig zu erfassen - einiges an Optik wettmachen kann. Zumindest als Mann.

Allerdings sind das auch noch Äußerlichkeiten. Ein unterhaltsamer Charismatiker kann ein eiskalter Egoist sein (die Kombi ist wohl sogar recht häufig) und ein unbeholfener Langweiler ein Herz aus Gold besitzen.

Ich würde "die Besten" verstehen als "diejenigen, die am stärksten spontane gefühlsmäßige Attraktion auslösen". Solche Menschen können, müssen aber keine auffällige statische Schönheit besitzen (damit meine ich, das Gesicht muss im Ruhezustand nicht auffällig toll sein). Aber sie haben eine schöne, harmonische Mimik und Gestik, insbesondere ein anziehendes Lächeln, sowie eine angenehme Stimme. Sie sind unterhaltsam, aber man hört ihnen auch zu, wenn sie gar nichts bedeutendes zu sagen haben (das nennt man wohl "Präsenz"). Sie haben vielleicht einen fairen, ehrlichen, integeren Charakter - vielleicht aber auch nicht. Darum geht es bei spontaner Attraktion nicht. Was sie aber auf jeden Fall besitzen: die Fähigkeit, Anderen ein gutes Gefühl zu geben. Man kann Spaß mit ihnen haben und sucht deshalb immer wieder ihre Gegenwart.

Ich kenne Menschen, die so sind und dennoch keinen Partner haben - allerdings nur weibliche. Es würde mich mal interessieren, wie diese Frauen von Männern gesehen werden - ob es da aus männlicher Sicht irgendetwas störendes gibt, was ich als Frau nicht wahrnehme.

Was die Männer angeht - ehrlich gesagt begegnen mir da insgesamt recht wenig ansprechende Exemplare. Sowohl unter Singles als auch unter Vergebenen. Häufig sehe ich mir die Partner von Freundinnen an und denke mir: "Was findet sie nur an dem?". Gerade Männer meiner Altersgruppe (um die 30) empfinde ich oft als unerträglich pseudo-selbstbewusst: aufgeblasen, laut, vordergründig selbstgefällig; mit möchtegern-intellektueller Attitüde und unzumutbarem Humor-Verständnis. Ich möchte hier nicht das Wort "unreif" in den Mund nehmen - ich finde es anmaßend, wenn Frauen Männer ihrer Altersgruppe so abqualifizieren. Außerdem will ich gar nicht unbedingt einen "reifen" Mann. Ein Mann darf für mich gerne eine ordentliche Prise Kindlichkeit und Alberheit besitzen - aber bei Männern um die 30 ist die Mischung für mich meist irgendwie unausgegoren. Wahrscheinlich befinden sich da einfach viele Männer in einem Schwebezustand, sind ihrer selbst nicht sicher.

WENN mir aber mal ein Mann meines Alters gefällt, ist er 100 pro vergeben.

Nun, in letzter Zeit habe ich mich meist in Männer verliebt, die entweder deutlich jünger oder viel älter waren. Hat aber auch nichts genützt. Die waren genauso vergeben.
 
  • #58
Die Geschmäcker der Suchenden sind bei Weitem nicht so unterschiedlich, wie es dieses Sprichwort zu suggerieren versucht. Im Gegenteil: die Vorlieben der meisten Menschen unterscheiden sich lediglich in Nichtigkeiten voneinander.
Nee, nee, so einfach ist das auf keinen Fall. Es ist wahr, dass insgesamt "Attraktive", "Begehrte" möglicherweise vielen gefallen, von der Richtung her würde ich zustimmen, dass z. B. ein toller, sensibler, selbstbewusster, intelligenter, sinnlicher, männlicher, gutaussehender Mann nicht nur einer Frau gefällt, sondern vielen. Aber umgekehrt reicht vielen schon ein Teilaspekt davon. Du erwähnst z. B. Aussehen und Reichtum. Das alleine bringt aber bei vielen Frauen keine Hormone in Wallung, bei einigen aber schon. Wieder andere können sich für den mittelmäßig aussehenden, aber aufregenden Typ begeistern.

Kurz gesagt: Der perfekte Mann gefällt vielen, aber vielen gefallen auch einige Aspekte und andere sind nicht so wichtig. Umgekehrt bei Frauen ist es meiner Meinung nach ähnlich

Ganz einfaches Beispiel: Ich kann z. B. mit Schönlingen, die nichts in der Birne haben nicht anfangen (damit ist nicht der Bildungsabschluss oder überhaupt Bildung/Eloquenz gemeint, sondern dass sie eben "echt" nichts in der Birne haben, das kann auch ein studierter Armleuchter sein). Andere Frauen halten so jemanden für den Hauptgewinn, sie merken gar nicht, was fehlt, denken wirklich, er sei der Traummann. Bei Frauen ist es genauso, Männer haben ganz unterschiedliche Ansprüche an ihre Intelligenz oder den Charakter. So gleich und einseitig ist das nicht.

Nur eben in der Hinsicht, dass gute Eigenschaften keinem schaden und der Hauptgewinn wie gesagt vielen gefällt. Aber manche Aspekte des Hauptgewinns können manche gar nicht schätzen. Sei es Intelligenz oder ähnliches. Wer selbst bspw. eher einfältig ist, dem ist egal, ob der andere schlau ist, er kann es schlicht nicht beurteilen.
 
  • #59
Das eine schließt das andere aber doch
zum Glück nicht aus.
Stimmt, da hast Du recht. Aber man wird inkompatibler, wenn man so an eine Beziehung rangeht und es gibt mehr Punkte, die zu einem Bruch führen können.
Da wirken noch meine Erfahrungen mit meiner Beziehung nach, wo das der Trennungsgrund war. Allerdings wusste ich auch nicht wirklich meine Bedürfnisse wertzuschätzen und zu verteidigen.

Wenn dem so wäre, hätte das längst jemand gesehen und die Chance ergriffen.
Du gehst davon aus, dass die Menschen hier nicht gewollt wurden. Das ist ein Fehlschluss. SIE wollten auch mitunter nicht um jeden Preis eine Beziehung.

Wenn es nicht klappt und man ehrlich ist, steht man sich doch meist einfach selbst im weg mit Prinzipien, fixen Ideen/Vorstellungen oder Hass auf die Erfolgreichen und das andere Geschlecht!
Da stimme ich Dir zu. Wenn jemand verzweifelt irgendeinen Partner sucht und alle entweder wegrennen oder nicht bleiben, macht man was falsch. Und wenn keiner gut genug ist, muss man auch mal drüber nachdenken, was man selber so einbringt.

Du hast es so nicht gegenteilig behauptet, ich schreib es einfach nochmal dazu: Es gibt tatsächlich Menschen, die eine entspannte Grundhaltung zum Singlesein haben, weil sie schon unpassende Beziehungen hatten und gemerkt haben, dass sie eben nicht mit allem kompromissbereit umgehen können, was eine Partnerschaft betrifft.
Ich würde das auch unterscheiden: Menschen, die überzogene Ansprüche an Partner haben und projizieren und Menschen, die einfach wissen, wenn dies und jenes nicht gegeben ist, sind sie allein glücklicher. Man muss schon richtig verliebt sein, damit gilt "der Richtige kann nichts falsch machen", also dass man Energie und Arbeit reinstecken will, Probleme auch gemeinsam zu lösen. Wer reifemäßig viel weiter zurück ist, mit dem kann der andere gar keine glückliche Beziehung führen, weil er sich mit Verhaltensweisen, die verletzen, auseinandersetzen muss, die er schon längst mal hatte und nicht mehr haben wollte in einer Partnerschaft.
 
  • #60
Wenn man mit dem Willen, sich was zu verschaffen, das nicht Liebe oder Dauerverliebtheit ist, an eine Beziehung rangeht , würde ich meinen, bleibt die Beziehung auch zusammen.

Für mich sind "die Besten" nicht die, die auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, sondern die, die dann wirklich auf Dauer eine glückliche Beziehung für beide hinbekommen. Und damit natürlich auch nicht objektiv "die Besten", sondern subjektiv. Ihr könnt ja Angelina Jolie fragen, was sie so zum "Besten" Brad Pitt sagen würde. Mit kurzfristiger Anziehung oder Verliebtheit hat das nichts zu tun. Die "Attraktivsten" sind die, die ich am meisten für eine Nacht mitnehmen möchte, die "Beste" ist die, mit der ich auch nach 40 Jahren noch glücklich auf der Bank sitze.

Bei vielen üben gerade diejenigen, die vergeben sind, einen, psychologisch wohlbegründeten, Reiz aus. "Die Besten" würden sich darauf nicht einlassen, denn sie wissen, was sie an ihrer Beziehung haben. Insofern sind "die Besten" in unserem Alter (40+) meist vergeben. Denn sie waren in der Regel in den Zwanzigern in der Lage, sich eine Partnerin oder einen Partner zu suchen, mit dem oder der sie eine stabile Beziehung aufbauen konnten.
Daher sind sie vom "Markt", auch wenn sie insbesondere von Frauen (die aus meiner Sicht irgendeinen "Schaden" haben) gerne angeschmachtet werden (Männer suchen sich nur selten verheiratete Frauen aus und erhoffen sich mit ihnen irgendwas Stabiles).

Insofern können wir hier alle über "die Besten" philosophieren, wir gehören nicht dazu und werden auch in der Regel keinen abbekommen. Hier hat jeder einen mehr oder minder großen "Schaden". Ich werfe da gerne den ersten Stein ins Glashaus. Das bedeutet nicht, dass sich nicht noch eine funktionierende Partnerschaften ergeben könnte. Aber den freien Zugriff auf die "Besten" hat hier keiner mehr.
 
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