• #61
Für mich sind "die Besten" nicht die, die auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, sondern die, die dann wirklich auf Dauer eine glückliche Beziehung für beide hinbekommen
Das seh ich genauso. Ich kann gerade Deinen Abschnitt nicht mit meinem zusammenbringen. Ich meinte mit "ein anderes Ziel als Liebe/Verliebtheit" nicht, dass man nicht aufs Äußere guckt, sondern, wenn eine Frau z.B. sagt: Ich will durch die Beziehung einen höheren Lebensstandard, Kinder und später mal nur halbtags arbeiten. Die sucht und findet ganz anders als Frauen, die sich verlieben und lieben wollen und selber unabhängig sind. Die letzteren konzentrieren sich mehr auf den Menschen und was er als Persönlichkeit bietet als darauf, was er ist und hat. Und weil die Frau mit der kopflastigen Abhakliste ihre Errungenschaft auch erhalten will, wird sie auch bewusst wissen, was sie am Mann hat und das nicht eintauschen. Der Mann muss ebenso ticken, wobei ich denke, dass das noch anders ist. Vielleicht ist er wahlloser oder fühlt sich geschmeichelt durch den festen Willen der Frau, IHN zu bekommen. Dass es eigentlich nicht um IHN geht, obwohl er schon gute Charaktereigenschaften mitbringen muss, damit das Beziehungsleben mit ihm angenehm ist, ist ihm nicht bewusst.
Ich will jedenfalls nicht nach Besitztümern oder wegen des Berufs ausgewählt und "geliebt" werden.

Denn sie waren in der Regel in den Zwanzigern in der Lage, sich eine Partnerin oder einen Partner zu suchen, mit dem oder der sie eine stabile Beziehung aufbauen konnten.
Da ist aber immer noch die Frage "die Besten - für WEN". Denn die Singlefrau, die in den verheirateten Mann mit der stabilen Beziehung verliebt ist, müsste sich nur mal seine Frau, ihre Eigenschaften und das Leben von ihr an seiner Seite ansehen, damit sie feststellen kann, dass das nicht ihr Ding wäre.
Daher sind sie vom "Markt", auch wenn sie insbesondere von Frauen (die aus meiner Sicht irgendeinen "Schaden" haben) gerne angeschmachtet werden
Ich denke, das ist oft Beziehungsvermeidungsverhalten, denn der Verheiratete kann ja nicht gefährlich werden, was den Alltag angeht, oder aber ein narzisstisches-conarzisstisches Problem, wenn der Mann das anfacht, dass die Frau ihn so anhimmelt und sie ihn für ein Gottesgeschenk hält. Kein Wunder, er kann ja bei ihr das auch gut spielen, er muss ja nie versprechen, auch im Alltag über Jahre so zu sein.
 
  • #62
Grundsätzlich: volle Zustimmung.

Ich denke, das ist oft Beziehungsvermeidungsverhalten, denn der Verheiratete kann ja nicht gefährlich werden, was den Alltag angeht, oder aber ein narzisstisches-conarzisstisches Problem, wenn der Mann das anfacht, dass die Frau ihn so anhimmelt und sie ihn für ein Gottesgeschenk hält.

Sehe ich auch so, man liest ja auch hier immer wieder, dass Frauen das tun, obwohl die Aussichten, sich so einen "guten" Partner zu angeln, gleich null sind. Natürlich fühlt sich der "Angeschmachtete" in seinem Ego geschmeichelt und damit nicht schlecht. Wer in einer sicheren Bindung und "der Beste" ist, wird nicht darauf einsteigen. Parallel berichtet ja gerade auch ein Mann, dass die Frau, die aus einer Beziehung heraus "warmgewechselt" hat, dann nach 1,5 Jahren doch erstmal eine "Beziehungspause" benötigt. Letztlich klare "Beziehungsvermeidung".
Ich halte von solchen Aktionen gar nichts, vergebene Frauen sind für mich uninteressant und ich hatte einige Erlebnisse, die mich darin bestärkt haben.
 
  • #63
Insofern können wir hier alle über "die Besten" philosophieren, wir gehören nicht dazu und werden auch in der Regel keinen abbekommen. Hier hat jeder einen mehr oder minder großen "Schaden". Ich werfe da gerne den ersten Stein ins Glashaus. Das bedeutet nicht, dass sich nicht noch eine funktionierende Partnerschaften ergeben könnte. Aber den freien Zugriff auf die "Besten" hat hier keiner mehr.

Gerne kannst du dich selbst als schadhaft einordnen, wenn du dich selbst so einschätzt.

Aber hier alle Foristen als "schadhaft" zu bewerten, ist ubergriffig und steht dir nicht zu. Versuch doch einfach mal, an dir und deiner Attitüde zu arbeiten.

Du sagst ja auch selbst, dass du lediglich Zugriff auf "schadhafte" potentielle Partner hast.
Das sind eben schlechte Voraussetzungen für eine glückliche Beziehung.
 
  • #64
Das Problem in der heutigen Zeit ist das Internet und solche Foren hier. Viele Frauen spinnen sich einen Traummann zurecht, wollen ohne Kompromisse auf der berühtem Anforderungsliste hinter jedem Punkt einen Haken setzen. Dass das nicht funktioniert, merken sie aber nach einiger Zeit selber. Aber statt mal klar im Kopf zu werden und zu erkennen, dass das ganze Leben ein einziger Kompromiss ist, kommt man hier in solche Foren und lässt sich von anderen Übriggebliebenen noch weissmachen, dass man alles richtig macht und bestimmt genau der "Eine", der dann alles erfüllt, igendwann von sich aus an der Tür klingelt.

Ich hab im weiblichen Bekanntenkreis zwei abschreckende Beispiele. Bei denen gab es immer mal den ein oder anderen Verehrer, aber halt nie einer, der die 10 von 10 Punkten vollgemacht hat, irgendwas gab es immer auszusetzen. Da macht man sich lieber noch über diejenigen lustig und schmachtet dann weiterhin Jahre lang andere an, die sich nicht für einen interessieren oder schon vergeben sind.

Mittlerweile hat sich die deutlich zu erkennende Torschlusspanik um den 30. Geburtstag jetzt, wo es stramm auf die 40 zugeht, die meisten ihrer Freundinnen verheiratet sind und auch Kinder bekommen haben, zu einer Einnahmequelle für einen Psychodoc gemausert.

Wenn sie dann immer erzählen, wie schwer doch alles ist, den richtigen zu finden, würde ich am liebsten sagen. "Geschieht dir recht, du dumme Pute, bist doch selber schuld."
So denke ich es mir nur und hab weiterhin meine Ruhe.

Gruß
Lenke
M35
 
  • #66
Zur Ausgangsfrage.
Ich habe jetzt mal kurz die ersten Beiträge des Threads von 2010 überflogen. Und auch vieles andere, dass ich u.a. hier auf EP von manchen gelesen habe, bestätigt meine Schlussfolgerungen.
Meinem Eindruck nach übeschätzen sich einige Menschen und suchen die Verantwortung ihres Misserfolges beim gegenüberliegenden Geschlecht. Besonders Partnerplattformen fördern durch ihre Katalogdynamik die aus der Selbstüberschätzung resultierenden Auffälligkeiten, wie einen unsicheren Bindungsstil und negatives Kommunikationsverhalten.
Folglich werden diese Menschen, aufrund ihrer sich kompensatorisch steigernden Selbstübschätzung, mit den Jahren immer mehr den Eindruck gewinnen, dass die Besten vergeben seien.

Demnach trifft das genannte Klischee mit Sicherheit nicht zu. Einerseits handelt es sich bei diesem Eindruck um die beschriebene Selbstdesillusion. Andererseits laufen dann tatsächlich mehr und mehr Menschen herum, die sich nicht mehr für eine Beziehung eignen. Paradoxerweise handelt es sich bei denen nur um genau die, die meinen, dass die Besten vergeben wären.

m37
 
R

Rosalie123

Gast
  • #67
Viele Frauen spinnen sich einen Traummann zurecht, wollen ohne Kompromisse auf der berühtem Anforderungsliste hinter jedem Punkt einen Haken setzen.

Najaaaa, schon mal den Thread zum Thema "Was macht eine Traumfrau für Euch aus" gelesen? Was da in den teils ellenlangen Listen der Männer steht, da fasse ich mir auch an den Kopf und denke, was sind das denn für überzogene Kriterien? Meine Kriterien - von einer gewissen Altersgrenze mal abgesehen - für den "besten" Mann sind übrigens, dass er Weitblick haben sollte, um auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen, er sollte empathiefähig, intelligent, erwachsen und nicht egoistisch sein. Das finde ich nicht gerade überzogen, ist aber in der Realität seeehr schwer zu finden.

Ich denke, dass solche Männer und Frauen, die eben nicht egoistisch durchs Leben gehen, andere zu verstehen versuchen und eine feste Bindung eingehen können und wollen, die Besten und wirklich schon größtenteils vergeben sind. Sie spielen nicht mit den Gefühlen anderer, wissen, was sie wollen, und eiern nicht rum.

Andererseits gibt es halt auch Menschen, die in den 20ern noch nicht so weit sind, erstmal sich selber finden müssen oder - das soll es auch geben - zunächst einfach ohne Partner glücklich sind. Es ist auch eine positive Eigenschaft, zunächst mit sich selber zurechtzukommen und nicht den Erstbesten zu nehmen, weil die Gesellschaft es so vorschreibt oder man nicht alleine sein kann: Das sind die Nicht-Besten, die aber trotzdem in zumeist nicht zufriedenstellenden Beziehungen leben.

Ich denke daher, dass noch einige Schätzchen da draußen rumlaufen, die einfach noch nicht den passenden Partner gefunden haben. Also immer positiv denken ;-)
 
  • #68
Versuch doch einfach mal, an dir und deiner Attitüde zu arbeiten.
Das sind eben schlechte Voraussetzungen für eine glückliche Beziehung.

Welche Attitüde meinst Du genau? Ich glaube nicht, dass es schadet, auch mal bei sich selbst zu suchen und nicht stattdessen die "Schuld" immer bei anderen zu suchen und seitenweise Anforderungen zu stellen, die man selbst nicht erfüllt. Das ist die Katalog- und "Besten-"mentalität in SB.
Lies das, was hier als "Beste" definiert wird und überlege, wer denn wirklich an dieses "Idealbild" herankommt.

Jeder hier hat seine leidvollen Erfahrungen und Verletzungen (="Schäden") hinter sich. Wenn Dir das Wort nicht gefällt, ersetze es halt. Wer mit 37 nicht in einer dauerhaften Beziehung lebt, kann die Schuld nicht nur auf die Frauen schieben. Wer daraus folgern kann, dass auch der oder die andere nicht immer perfekt sein muss und das eine oder andere Problem mit sich herumschleppt, hat aus meiner Sicht mehr Chancen auf eine glückliche Beziehung als derjenige, der sich an "den Besten" orientiert und die eigene Ausgangslage verkennt. Es geht ja nicht darum, x-beliebige Partner(innen) zu nehmen.
 
  • #69
Diese Ultra-Beziehungsfähigen, die mit U30 schon auf immer und ewig vom Markt sind, würden zu mir wohl ohnehin nicht passen. Zwar finde ich es beneidenswert, so zu leben - aber ich glaube, dieser Menschenschlag ist für mich zu geradling.
Dabei geht es mir um innere Ambivalenzen, die ich bei solchen Menschen in weniger starkem Maße vermute als bei mir.

Ich denke, früh und fest binden sich i.d.R. Menschen, die über ein relativ klares Wertesystem verfügen. Ein Wertesystem, das zumindest so widerspruchsfrei und stabil ist, dass es mit gutem Gewissen als Entscheidungsgrundlage für folgenschwere Lebensentscheidungen herangezogen werden kann. Das trifft auf mich nicht zu. "Werte" in dem Sinne habe ich nicht; meine Sicht auf die Welt schlägt manchmal von einer Minute zur anderen ins komplette Gegenteil um.

Deshalb denke ich, dass ich mit einem der früh und dauerhaft Verpartnerten ohnehin nicht richtig harmonieren würde. Vielleicht rede ich mir das auch nur ein, aber ich denke, dass solche Menschen sehr anders ticken als ich. Eben "wissen, was sie wollen" und "mit beiden Beinen im Leben stehen", wie es immer so schön heißt. Das ist nicht das, was ich suche. Generell geht es mir nicht unbedingt um eine klassische Beziehung - ich suche Liebe, ja, aber bezüglich der Frage, wie genau die dann gelebt wird, wäre ich wohl recht flexibel.

Insofern sind solche früh verbandelten Männer für mich nicht die unerreichbaren "Besten", denen ich nachtrauere.

Leider sind aber auch die nicht besonders geradlinigen, gefestigten, sondern eher etwas paradoxen Männer, zu denen ich mich hingezogen fühle, fast immer auf die eine oder andere Weise verbandelt. Zumindest in der hübschen und/oder charismatischen Version, der ich leider schwer widerstehen kann.

Aber letztlich bringt es doch auch wenig, über diese Frage zu diskutieren - möchte hier jemand ernsthaft für immer alle Hoffnungen auf einen passenden Partner begraben?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #70
Ich glaube nicht, dass die Besten bereits vergeben sind. Aber ich denke, dass es mit steigendem Alter immer unwahrscheinlicher wird, den für sich Besten zu finden und selbst die/der Beste für den Partner zu sein.

Wenn man sich in jungen Jahren bindet, ist das ja oft dem Zufall geschuldet. Jüngere Menschen sind oft einfach kompromissbereiter. Wenn man dann noch wen trifft, den man toll findet, ist alles gut. Dabei ist das "toll finden" vielfach an gar nicht so viele Anforderungsgrundlagen gebunden. Es gäbe als viele Beste und man könnte selbst für viele der Beste sein.
Mit mehr Lebenserfahrung verliert sich ein Teil der Kompromissbereitschaft, man weiß genau was man will und vor Allem was nicht. Da es einem potenziellen Partner genauso geht, ist eine gute Partnerschaft also nur dann möglich, wenn es zwischen beiden ganz genau passt. Und damit ergibt sich die schwindende Wahrscheinlichkeit, den Menschen zu treffen, der Single ist und bei dem sich die gegenseitigen Anforderungen an ein Gegenüber decken. Es gibt also kaum noch einen Besten und man wäre dies auch nur für ganz, ganz wenige Andere. So kann sich mit fortschreitendem Alter/Lebenserfahrung schon mal der Eindruck aufdrängen, die Besten seien bereits alle vergeben.
 
  • #71
Wenn man sich in jungen Jahren bindet, ist das ja oft dem Zufall geschuldet. Jüngere Menschen sind oft einfach kompromissbereiter. Wenn man dann noch wen trifft, den man toll findet, ist alles gut. Dabei ist das "toll finden" vielfach an gar nicht so viele Anforderungsgrundlagen gebunden. ...
Mit mehr Lebenserfahrung verliert sich ein Teil der Kompromissbereitschaft, man weiß genau was man will und vor Allem was nicht.

Das bedeutet doch aber, dass man als junger Mensch nur nicht weiß, was man will und was man braucht. Man kann sich nach meiner Auffassung nur in die eine Richtung entwickelt, die sich für einen selbst richtig anfühlt. Wenn man sich denn entwickelt. Dh. es ist wirklich ein Zufall, wenn man den besten, also passendsten Partner gefunden hat in jungen Jahren.

Wie schon geschrieben, sehe ich viele Paare, die in ihrer Entwicklung stehengeblieben sind. Männer benehmen sich wie kleine Jungs, Frauen wie deren Mütter. Von mir selber weiß ich, dass sowas nicht passiert, dass man sich so behandeln lässt oder den Partner wie ein Kleinkind behandelt, wenn man sich selbst als Erwachsenen und den Partner ebenso als Erwachsenen sieht.

Dieses den Partner Verantwortlichmachen für das eigene Seelenheil und die Enttäuschung, dass das nicht funktioniert, haben manche Menschen in Partnerschaften auch nie bearbeitet. Ich denke, daraus folgt, dass man wenigstens die Kontrolle über das Verhalten kriegen will, dass es beim Partner zwar nicht von innen kommt, dass er einem das Seelenheil verschafft, aber wenigstens er so abgerichtet wird, dass er es auf Befehl tut und man sich das als Zuneigung interpretieren kann.

Vielleicht ertragen sie sich durch manche Kompromisse, aber wenn man das Genörgel der Frauen, das Mauern der Männer und das, was die sagen, wenn es mal Gelegenheit gibt, hört, dann ist da nicht ein Kompromiss gefunden worden, sondern es wird immer noch bearbeitet.

Da es einem potenziellen Partner genauso geht, ist eine gute Partnerschaft also nur dann möglich, wenn es zwischen beiden ganz genau passt
Ich denke, da man mit dem Reifwerden auch mehr sieht, was eine Beziehung ist, also nicht das rosa Wolkenkuckucksheim, in dem der Partner genau passend gemacht wird, wenn er es nicht ist, ist man auch entspannter, was die Macken des anderen angeht. Man kennt seine eigenen und hofft auf Toleranz, also gibt man das auch umgedreht.
Das ist nun nicht bei jedem so, es gibt natürlich auch Singles, die nicht reflektieren und wieder in eine Partnerschaft gehen.
 
  • #72
Das bedeutet doch aber, dass man als junger Mensch nur nicht weiß, was man will und was man braucht.
Ich denke, da man mit dem Reifwerden auch mehr sieht, was eine Beziehung ist, also nicht das rosa Wolkenkuckucksheim, in dem der Partner genau passend gemacht wird, wenn er es nicht ist, ist man auch entspannter, was die Macken des anderen angeht.
Wenn man jung ist kennt man nur seine eigenen Bedürfnisse nicht und wenn man älter ist man tolerant?
Ich hab da andere Erfahrungen, echte Toleranz und Offenheit ist vornehmlich in jungen Jahren gegeben.
In älteren Jahren ist es dann entweder der Wunsch nach dem perfekten Partner -man bleibt lieber allein, als Kompromisse einzugehen. Oder man nimmt eben die Macken in Kauf - aber oft nicht aus Toleranz, sondern eher aus Mangel an besser passenden Kandidaten gepaart mit einem großen Wunsch nach Partnerschaft.
 
  • #73
Was heißt denn "jung"?

Mit Schaudern denke ich an die Paare, die mit 16 Jahren zusammen gekommen sind und mit 40 ihre adoleszenten Kinder am Küchentisch sitzen haben.
Immer Paar gewesen, nie als eigenständige Person gelebt und gewachsen.
Ihr mögt das gut finden, mich erinnert es mehr an dörfliche Strukturen in den Bergen vor 150 Jahren.
 
  • #74
Wenn man jung ist kennt man nur seine eigenen Bedürfnisse nicht und wenn man älter ist man tolerant?
Ja, wenn man gesehen hat, dass das, was man als Partner wollte, nur ein Märchenwesen war, was die Welt heil machen sollte, und nun begriffen hat, dass zwei unterschiedliche Menschen zusammen kommen, die auch mal unterschiedliche Bedürfnisse haben. Und weil man gemerkt hat, dass man sich nicht an alles anpassen kann und es dem Partner auch nicht abverlangt, dass er aus "Liebe" irgendwas tun soll, was er nicht möchte.
Und wenn man jung ist, ist man noch unausgegoren, was den Charakter angeht. Nach der Midlifecrisis z.B. weiß man viel mehr darüber, wo man seine Energien verschwendet hat und was man nicht mehr will. Wenn man reflektiert hat und nicht nur blind einen jüngeren Partner gesucht hat, um sich noch mal wie "jung" zu fühlen.

Ich hab da andere Erfahrungen, echte Toleranz und Offenheit ist vornehmlich in jungen Jahren gegeben.
Gut, dann war das bei Dir anders. Ich war auch "tolerant", ich hab nämlich gar nicht drauf geachtet, was ICH will, sondern immer nur versucht, perfekt für andere zu funktionieren. Weil ich dachte, dann wird man geliebt.
 
  • #75
Immer Paar gewesen, nie als eigenständige Person gelebt und gewachsen.
Na, das liegt wohl an jedem selbst und an dem, was für ihn Partnerschaft bedeutet.
Ich bin mittlerweile 40 und über die Hälfte meines Lebens bereits verheiratet. Allerdings hab ich Beziehung nie als Lebensinhalt begriffen, sondern nur als Ergänzung meines eigenen Lebens.
Und sowohl meinen Mann als auch mich, gibt es öfter allein denn als Paar, weil wir beide es sehr schätzen, unseren Freiraum zu haben. Für uns beide ist absolut wichtig, dass wir in jedem Bereich machen können, was wir wollen. Ohne jede Einschränkung.
Für mich macht gerade das eine gute Beziehung aus, man gibt sich gegenseitig (Frei)Raum, als einzelner Mensch zu wachsen, aber immer mit dem Halt, den eine Beziehung leisten kann.

Leuten in Paarbeziehungen Eigenständigkeit abzusprechen halte ich für zu kurz gedacht. Sicherlich gibt es so "Wir-Paare", die es nur noch im Doppelpack gibt, aber das dürfte doch nicht so weit verbreitet sein, dass man es zur Regel machen kann.

Mod: Bitte kommen Sie zurück zum Ausgangsthema.
 
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  • #76
Antwort auf das Ausgangsthema:

Teils - teils.

Mein Mann ist vergeben - somit stützt es die These, dass die Besten vergeben sind.

Er ist genau DIE Mischung, die ich brauche und gesucht habe - Macher, Entscheider, durchsetzungsfähig, ein bisschen Macho und Kamikaze, gleichzeitig von einem unglaublichen Einfühlungsvermögen, sehr sensibel und sich und andere hinterfragend.

Er musste heiraten, weil seine Ex schwanger wurde, stürzte sich in Arbeit und Sport, blieb wegen der sehr geliebten Kinder sehr lange und trennte sich irgendwann, als nur noch Kälte von seiner Ex kam. Dann war er auf der Suche, bemerkte irgendwann, dass er viel zu oberflächlich gesucht hatte und beschloss, so lange alleine zu bleiben bis die Richtige kommen würde.

So bin ich nun auch vergeben und das stützt eher die These, dass gerade die kratzbürstigsten Weiber die besten Männer ab bekommen. Tut mir Leid, aber ich gebe ihn nicht mehr her.
 
  • #77
Er ist genau DIE Mischung, die ich brauche und gesucht habe -

Schönes Beispiel. "Den" Besten gibt es wohl kaum. Denn:

Er musste heiraten, weil seine Ex schwanger wurde, stürzte sich in Arbeit und Sport, blieb wegen der sehr geliebten Kinder sehr lange und trennte sich irgendwann, als nur noch Kälte von seiner Ex kam.

Fragen wir doch mal die Ex, was die so dazu sagen würde...(?)
Die würde sicher schreiben, alles war in Ordnung, wir waren glücklich, kaum dass Kinder da waren, war er wie verwandelt und hat sich weder um mich noch um die Kinder gekümmert, stattdessen Ausreden gefunden (arbeiten) und für Sport immer Zeit gehabt, aber nicht für seine Familie, keine Mithilfe im Haushalt, die Ehefrau war nur noch für Kinder, Essen und Bett gut genug. Ihr würde hier geraten werden, sich das nicht gefallen zu lassen und klare Grenzen zu setzen (="Kälte").

Ein schönes Beispiel dafür, dass das mit den "Besten" objektiv gesehen Unsinn ist.
 
  • #78
Ein schönes Beispiel dafür, dass das mit den "Besten" objektiv gesehen Unsinn ist.

Also DAS stimmt nun defintiv, die Menschen und ihr Verhalten ändern sich und "rütteln" sich sozusagen gegenseitig zu Recht.

Das habe ich auch schon oft hier geschrieben. Mein Ex passt hoffentlich auch besser zu seiner Neuen, obwohl er sich schon mehrfach trennen wollte. Aber das ist schlicht sein Problem.

Im Falle der Ex meines Mannes kann ich ihre Sicht der Dinge ein wenig beurteilen, weil es wegen der gemeinsamen Kinder immer noch relativ häufig Kontakt gibt: Ihr tut es Leid um das Ende der Ehe, es geht ihr zwar ganz gut mit ihrem jetzigen Partner, sie meldet sich aber auffallend häufig bei meinem Mann und will Dinge besprechen. Er ist eher genervt und antwortet ziemlich einsilbig, ich ziehe mich grinsend zurück und lasse liebe Grüße ausrichten...
 
  • #79
Insofern können wir hier alle über "die Besten" philosophieren, wir gehören nicht dazu und werden auch in der Regel keinen abbekommen. Hier hat jeder einen mehr oder minder großen "Schaden". Ich werfe da gerne den ersten Stein ins Glashaus.
Was ist denn "hier"? Das Forum? Du kannst gerne den ersten Stein ins Glashaus werfen, aber nur für dich. Ich würde mich da bspw. nicht anschließen. Mich wundert der Zusammenhang, dass Schreiben in einem Forum gleichbedeutend mit keiner von den Besten sein soll. Dabei las ich hier auch schon von Frauen, die Probleme damit hatten, dass der Partner zu attraktiv für sie sei.

Inakzeptabel ist für mich aber ein Mann, der sich selbst für nicht gut hält und potentielle Frauen gleich im Voraus mit rein- oder besser gesagt runterzieht. Gruselig. So jemand würde ja selbst bei einem Hauptgewinn unter den Frauen nach dem Problem suchen, nach dem Motto: "Wenn sie mit mir zusammen ist, muss irgendetwas an ihr unattraktiv sein, ich muss nur lange genug suchen."
Welche Attitüde meinst Du genau? Ich glaube nicht, dass es schadet, auch mal bei sich selbst zu suchen
Natürlich kann es nicht schaden, Probleme bei sich selbst zu suchen, aber mit der Absicht der Verbesserung. Nicht mit der Absicht, sich selbst schlecht zu reden und damit auch gleich eine mögliche Beziehung mit Aussagen wie: "Hauptsache es funktioniert irgendwie." Wenn du bei dir selbst suchen willst, solltest du mal versuchen, dir vorzustellen, wie das auf eine Frau wirkt. Wie verzweifelt muss eine Frau denn sein, eine Beziehung einzugehen, bei der jegliche Hoffnung darauf, dass die Beziehung etwas besonderes wird, dass die Frau als "Nummer 1" gesehen wird, eben die große romantische Liebe, von vornherein müffelig ausgeschlossen wird. Verlieben ist mit der Einstellung unmöglich.

Gerade Männer können, selbst wenn sie aus diversen Gründen "unattraktiv" sein mögen, punkten durch Dinge wie Männlichkeit, Stärke, und auf der anderen Seite viel Liebe und Vergötterung (ohne dabei weicheiig zu werden, sondern so, dass die Frau davon profitiert) für die tolle Frau, die sich auf sie einlässt. Die Frau muss irgendeinen Gewinn aus einer Beziehung haben, genau wie der Mann. Das ist natürlich nicht möglich, wenn man nur voller Hass und Frust auf Frauen ist. Ich z. B. habe überhaupt kein Problem damit, einen tollen Mann zu vergöttern (im "normalen" Rahmen) und toll darzustellen, niemals käme mir da ein Satz hoch, der dem Mann das nicht gönnen würde. Ich finde es unglaublich, wie man von jemandem, mit dem man eine Beziehung haben will, gefrustet und negativ sprechen kann. Von denen, die man nicht will, klar. Aber Frust in seine Vorstellung von "Liebe" einfließen zu lassen, ist bedenklich.
 
  • #80
Mich wundert der Zusammenhang, dass Schreiben in einem Forum gleichbedeutend mit keiner von den Besten sein soll.

Ich habe (aus meiner Sicht) definiert, dass "die Besten" langjährig in glücklichen Beziehungen leben und daher nicht auf SB anzutreffen sind. Ich habe auch nicht von "irgendwelchen" Foren geschrieben. Ich bin aber auch reflektiert genug, zu erkennen, dass ich in Partnerschaften schon Fehler gemacht habe. Man kann ja dazulernen. Davon, dass ich (oder natürlich auch andere hier) deshalb "nicht gut" oder nicht attraktiv bin, habe ich nichts geschrieben, abgewertet hast Du, nicht ich.

Ich bleibe dabei: wer mit 30+ nicht glücklich verheiratet ist, gehört nicht zu "den Besten" (im Sinne einer halbwegs "objektiven" Beurteilung), was Partnerschaften anbelangt. Dass man dann trotzdem eine tolle Beziehung hinbekommen kann, ist eine völlig andere Aussage.

Wenn man darauf so heftig reagiert wie Du, woran liegt das?
 
  • #81
Ich bleibe dabei: wer mit 30+ nicht glücklich verheiratet ist, gehört nicht zu "den Besten" (im Sinne einer halbwegs "objektiven" Beurteilung), was Partnerschaften anbelangt.
Gut, das ist deine sehr eigenwillige Definition, die ich nicht teile, und die keineswegs objektiv ist, sondern vollkommen untauglich in der Sache. Dein "Objektiv" sagt nichts aus über die Qualität der Beziehung und die Attraktivität des Partners, es hat nichts mit dem zu tun, über das hier geredet wird, merkst du das nicht?

Ich definiere die Besten eben u. a. durch Attraktivität, Fähigkeiten und dadurch, was sie in einem anderen Menschen auslösen, wie sie sind. Ob die Besten in einer Beziehung sind oder nicht und was für Beziehungserfahrungen sie haben, ist mir vollkommen egal. Ich mache mein Urteil nicht von andern Partnern oder irgendwelchen Vorerfahrungen abhängig, sondern von dem, was ich bei einem Menschen sehe, mitbekomme und erlebe.

Wenn man darauf so heftig reagiert wie Du, woran liegt das?
Wenn man Widerspruch als heftige Reaktion empfindet, woran liegt das? Wie definierst du "heftig"?

Ich habe meine Meinung geschrieben, dass ich deine Auffassung, dass die Besten keine Single mehr seien, zum einen nicht teile, zum anderen auch unattraktiv für eine Beziehung finde. Diese Einstellung klingt nach Frust, nach nicht genug Mühe in der Beziehung und extrem niedrigen Erwartungen. Viele Frauen träumen aber von einer besonderen, einmaligen Beziehung, auf die sie stolz sind. Und sie können diese auch haben, es hängt von ihnen selbst ab, was sie daraus machen, und auf wen sie sich einlassen. Ein negativer Mann, der von vornherein sagt: "Hauptsache es funktioniert, wir sind eh die Übriggebliebenen", zeigt damit ja schon, dass er gar keine Lust hat, eine "großartige, wunderschöne Beziehung" zumindest anzustreben.

Wenn du der Meinung bist, dass dir diese Einstellung hilft und gut tut, ist das vollkommen dir überlassen. Aber Kritik musst du schon ertragen können.

Du fühlst dich schlecht, weil du noch Single bist, fühlst dich dabei wahnsinnig reflektiert, und willst der Frau deine "Reflektion" andichten. Aber du wirst keine Frau finden, die dieser Theorie zustimmt und sich schlecht fühlt, weil sie Ü30 Single ist. Wahrscheinlich weil sie so irrational sind und deine intelligente Definition nicht verstehen. *Ironie off* Die meisten Frauen sind viel zu stolz und anspruchsvoll für deine Einstellung und du wirst sie nicht vom Gegenteil überzeugen.

Dir war es anscheinend nicht möglich, etwas für dich aus Beziehungen zu lernen, ohne das auch gleich von der Frauenwelt zu erwarten. Vielleicht stört dich der Gedanke, Fehler gemacht zu haben, wenn eine potentielle Partnerin das nicht ebenso von sich behauptet.
 
  • #82
Viele Frauen träumen aber von einer besonderen, einmaligen Beziehung, auf die sie stolz sind.

Ja, das mag der Kern der Aussage sein. Viele Frauen träumen von "den Besten" und merken nicht, dass vielleicht passende Partner jeden Tag an ihnen vorbeilaufen, aber die sind nicht "gut genug". Das ist das für manche Frauen typische "Prinzessinnengehabe". Das sind die, die von "perfekten" Männern schwärmen, obwohl alle rundherum nur den Kopf schütteln.
Diese Frauen schreiben dann in der Regel, sie seien lieber alleine, als einen Partner zu haben, der nicht gut genug ist. Jede sucht sich das so aus, wie sie das haben möchte. Viele Frauen sind übrigens gar nicht so wählerisch, wie Du Dich hier gibst.

Ein negativer Mann, der von vornherein sagt: "Hauptsache es funktioniert, wir sind eh die Übriggebliebenen", zeigt damit ja schon, dass er gar keine Lust hat, eine "großartige, wunderschöne Beziehung" zumindest anzustreben.

Das ist richtig. Habe ich aber nie geschrieben.

Du fühlst dich schlecht, weil du noch Single bist, fühlst dich dabei wahnsinnig reflektiert, und willst der Frau deine "Reflektion" andichten.

Ich bin in den letzen 20 Jahren 3 mal kurzzeitig Single gewesen und bin es im Moment auch nicht. Im Grunde war ich immer nur so lange Single, bis ich die vergangene Beziehung für mich verarbeitet hatte.
Auch, weil ich nicht mehr "den Besten" hinterherlaufen, möglichst noch, obwohl sie verheiratet sind. Ich nehme passende Partnerinnen, mit denen ich realistisch eine glückliche Beziehung haben kann. Und ich beende die Beziehung, wenn ich nicht mehr glücklich bin. Ich himmele nicht die an, die "die Besten" sind, die ich aber nicht bekomme. Das habe ich vor 30 Jahren 2x erfolglos gemacht und daraus gelernt.

Auf "perfekt" zu beharren, macht nur Sinn, wenn man selbst "perfekt" ist. "Vollkommen untauglich" ist ganz am anderen Ende der Skala. Ich komme in der Attraktivitätsskala irgendwo etwas hinter "perfekt", das bedeutet ja nicht, dass ich ein Gnom bin, ständig alkoholisiert, Frauen schlage und betrüge und unter der Brücke schlafe. "Perfekte" Frauen suchen "perfektere" Partner, das kann ich nicht bieten, da bin ich einfach realistisch. Das fängt mit Aussehen an und geht mit anderen Faktoren weiter. Frauen tendieren immer dazu, sich "nach oben" zu orientieren, deshalb bleiben viele "perfekte" Frauen alleine. Andersherum, wenn ich eine Frau mit "Attraktivität" und "Fähigkeiten" suche, die alleine mit formalen Punkten "auf Augenhöhe" ist, wird die Luft sehr dünn.

Das, was Du als "frustriert" definierst, ist für mich einfach realistisch. Und: ich will auch gar keine Prinzessinnen. ich kenne ein paar, mir ist das zu anstrengend.
 
  • #83
Gerade Männer können, selbst wenn sie aus diversen Gründen "unattraktiv" sein mögen, punkten durch Dinge wie Männlichkeit, Stärke, und auf der anderen Seite viel Liebe und Vergötterung (ohne dabei weicheiig zu werden, sondern so, dass die Frau davon profitiert) für die tolle Frau, die sich auf sie einlässt.

Damit tun beide genau das, was ich schreibe: beide rücken von dem "perfekten" Bild "des Besten" ab hin zu einer realistischen Variante. Denn die Männer nehmen ja auch die Frau, die "sich auf sie einlässt".

Wenn ich die "beste Frau" suchen würde, dann wäre die 15 Jahre jünger als ich, wollte noch Familie, hätte mindestens promoviert, sehr guten Job (trotzdem Zeit genug für die Beziehung), Jahreseinkommen > 100.000 Euro, schlank, sportlich und natürlich trotzdem "weiblich", keine Veganerin, Nichtraucherin, keine Haustiere und ich würde sicher noch ein paar Faktoren auf die Liste setzen können, wenn ich suche. Wenn ich jetzt mal die charakterlichen und persönlichen Faktoren völlig außen vor lasse, kann ich da wahrscheinlich lange suchen, denn diese Frau hat ja auch ihre Vorstellungen.

Also mache ich an der einen oder anderen Stelle Abstriche. Ich finde das gesund.
 
  • #84
Den "Besten" definiere ich nicht über irgendwelche äußeren Merkmale, sondern einzig und allein darüber, ob dieser Mensch mich glücklich macht, ob ich ihn liebe, mich von ihm geliebt fühle - ist das nicht gegeben ist derjenige für mich nicht der Beste. Da bin ich absolut der gleichen Meinung wie @schoko. Warum soll ich mit jemandem zusammen sein, den die oberflächliche Allgemeinheit ohne ihn wirklich als Partner zu kennen aufgrund irgendwelcher Äußerlichkeiten als den "Besten" definiert? Alles, was @Lebens_Lust unter den "Besten" versteht sind ausschließlich Äußerlichkeiten. Selbst wenn das Idealbild erfüllt ist - ist es denn Garant dafür, dass man sich liebt und einander glücklich macht? Ganz sicher nicht. Deshalb interessieren mich auch nicht die gängigen Kriterien, die Männer so gerne über sich angeben, erfolgreich, sportlich, Blabla.... Was genau habe ICH davon, als dass mich das interessieren soll. Sein Erfolg ist nicht mein Erfolg und umgekehrt. Das einzige, was mich interessiert, ist die Persönlichkeit des anderen denn nur das hat eine nachhaltige Auswirkung auf mich und auf uns, darauf, ob wir miteinander glücklich werden. Dann interessiert es mich nicht, was sich andere alles leisten können, es interessiert mich nicht, wie andere Männer aussehen und ich gucke sie mir auch nicht an und mache mir auch keine Gedanken um sie denn mein Partner ist für mich der Beste - sonst wäre ich nicht mit ihm zusammen. Und ich möchte nicht, dass jemand mit mir zusammen ist während er sich überlegt, dass er bei irgendwelchen anderen "Besten" keine Chance hat.
Wer natürlich eher eine mehr oder weniger Interessengemeinschaft statt eine Liebe Leben möchte definiert die "Besten" anders als ich es tue. Ist ja ok und jedermanns eigene Sache aber dann kommen diese zwei Weltanschauungen nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Da helfen keine endlosen Diskussionen. Müssen die aber auch nicht, solange die sich voneinander fern halten, bevor jemand unnötig verletzt wird. Ich möchte lieben und geliebt werden, die andere Konstellation hatte ich schon, ich war für meinen Ex Mann die Beste und er war ein toller Mann und ich habe ihn über alles geliebt, wir hatten ein wunderbares Miteinander und er ist ein ganz großartiger Mensch, geliebt hat er mich deshalb aber leider nicht. Also bin ich eine dieser angeblichen "Besten", die mit Anfang 30 "besetzt" war und mit 40 entscheiden hatte, lieber nicht mehr die "Beste" zu sein, sondern lieber alleine und "Ausschussware" zu sein als an fehlender Liebe einzugehen.
Und gerade weil ich eine uneingeschränkt vertrauensvolle Beziehung hatte bin ich für laue Geschichten nicht zu haben im vollen Bewusstsein der Tatsache, dass ich höchstwahrscheinlich alleine bleiben werde. Ich bin kein glücklicher Single aber auch nicht verzweifelt, also alles gut.
 
  • #85
Ja, das mag der Kern der Aussage sein. Viele Frauen träumen von "den Besten" und merken nicht, dass vielleicht passende Partner jeden Tag an ihnen vorbeilaufen, aber die sind nicht "gut genug". Das ist das für manche Frauen typische "Prinzessinnengehabe".

Das, was du da geschrieben hast, klingt ja gerade gefrustet. Die Frauen nehmen nicht die, die sie sollen, sind zu wählerisch. Und das Abwertende über "Prinzessinnengehabe". Es gibt verschiedene Arten glücklich zu werden und bspw. auch Frauen in Beziehungen mit einem Mann, der eher unscheinbar, aber dennoch charmant ist. Aber diese Männer sind sehr stolz auf ihre Frauen und zeigen das und reden nicht muffelig davon, dass sie ja auch nicht "die Beste" ist. Und natürlich ist es auch möglich, dass Frauen länger suchen und mit ihrem Traumprinzen zusammenkommen. Wenn das einem Mann zu lange dauert, kann er ja selbst seine Ansprüche runterschrauben. Jeder hat die Wahl. Sich hinzustellen, Ansprüche zu haben und zu motzen, dass das andere Geschlecht zu hohe hätte, ist kindisch.

Und übrigens: Wenn eine Frau mit einem, der im Vergleich zu ihr auf den ersten Blick unscheinbar ist zusammenkommt, dann, sofern sie eine schöne, bewundernwerte Beziehung führt, weiß sie seine guten Seiten eben zu schätzen und wertet ihn nicht als zweite Wahl ab. Das wichtige ist, dass Menschen für den Menschen, für den sie sich entscheiden, viel tun und viel Bewunderung und Liebe übrig haben und sagen können: "Das ist mein Held, meine Nummer 1" Was für eine Wahl sie letztlich auch treffen. Jemanden zu wählen und ihn/sie nicht den Held/die Prinzessin/die Nummer 1 sein zu lassen ist muffelig, schlecht gelaunt, frustend. Das sind Beziehungen, die keiner haben will. Das andere, die "Nummer 1-Beziehungen" sind Beziehungen, die man beneidet, bewundert und die es gemeinsam zu etwas bringen.
 
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  • #86
Ich für mich habe keinen solchen Kriterienkatalog für einen "objektiv" Besten Mann.
Das Wort " Beste" ist für mich ein Synonym für eine (Ab-)Wertung von Menschen, ein Maßstab, den niemand erfüllen kann. Wer ist eigentich der/ die "Schlechte/ste"?

Der "Beste" ist für mich der Mann, mit dem ich eine stimmige Partnerschaft führen kann, mich wohl fühle, den ich liebe - ich definiere das für mich wie @EarlyWinter und @schoko.
Da bin ich nicht kompromissbereit, da bin ich lieber Single - ist das Prinzessinnengehabe?

Meine Kriterien sind rein subjektiv, das fängt bei Haltungen, Verhaltensweisen, Denkmustern an, die ich bei einem potentiellen Partner für unabdingbar halte - Vertrauen, Humor, Empathie, Toleranz, Begeisterungsfähigkeit, Zärtlichkeit, etc.
(NoGo - z.B. Eifersucht, Misstrauen, Klammern, Geiz, gewisse polit. Haltungen).
Anderes ist überbrückbar, auch eine Chance zur persönlichen Entwicklung, bereichernd, Impulsgeber. Zu ähnlich ist fade.

Es gibt meine, wenige, Aussehenskriterien, ich mag einfach Männer, die etwas größer sind als ich (möchte schon noch mit Highheels nicht größer sein). Lieber den Waschbär als überschlankes Waschbrett. Ich möchte einen für mich attraktiven Mann, was die Attraktivität konkret ausmacht, kann ich nicht sagen. Es ist mehr der Blick, das Lächeln, die Mimik.
Aber umgekehrt findet auch nicht jeder Mann eine Frau mit Modellmaßen attraktiv.

Ob Promotion, beruflicher Erfolg, etc. sind für mich nur insoweit relevant, dass ich mir ein gewisses Bildungsniveau wünsche, dass Gespräche, gemeinsame Interessen möglich sind, unabhängig von Bildungstiteln.
Er sollte ein gesichertes Einkommen haben - Karriere ist für mich kein Kriterium. Ich bin zu vielen beruflich erfolgreichen Männern begegnet, hart an der Grenze zum Burn-Out und so eingebunden, so dass für eine Partnerschaft kein Raum ist.
Gemeinsame Zeit ist mir wichtig und nicht 14tägig die Kalenderlücke.

Thema "Schaden"?
@Lebens_Lust, mich hat Deine persönliche (Ab-)Wertung sehr betroffen gemacht.
Wir haben in unserem Leben alle prägende Erfahrungen gemacht, positive, negative, manche sehr extreme.
Für mich kommt es bei einem Menschen darauf an, ob sie / er sich entwickelt hat, wie negative Erfahrungen verarbeitet wurden, wie sich die gesamte Persönlichkeitsentwicklung gestaltet hat.

Ob jemand sich früh lange gebunden hat, sagt vielleicht etwas über Beziehungsfähigkeit aus, aber vielleicht auch über Leidensfähigkeit, Passivität - ich kenne langfristig gebundene glückliche Paare, die gemeinsam Höhen und Tiefen bewältigten, aber noch viel mehr bessere / schlechtere WGs. Und ausreichend langjährige destruktive Partnerschaften.

Beziehungsfähig bedeutet für mich - nicht Beziehung um jeden Preis, sondern nur dann wenn es stimmig ist, beidseitig.
Und die dazugehörige Bereitschaft, Beziehung wert zuschätzen und entsprechend zu pflegen.
Mit dem für mich subjektiv Besten.
 
  • #87
Zum "besten Menschen" und "Prinzessinengehabe", kurz auch Romantik genannt, noch etwas von dieser Seite: Ich möchte zu einem Mann auch sagen können: "Es ist unglaublich schön mit dir" oder "Du bist mein Traummann, ich kann kaum glauben dich unter all den Männern gefunden zu haben", ohne dass der Mann denkt, häh, wie kann sie das denn denken, ich bin doch nur "mittelmäßig" und Mühe gegeben habe ich mir auch nicht.

Jeder, der beziehungsmäßig faule, mit allem unzufriedene, uncharmante Männer, sog. "Anti-Prinzen" kennt, weiß, dass man diese nie als Traummann sehen kann, ja noch nicht einmal als einen "angenehm normalen" Richtigen. Sie würden damit nicht umgehen können und man kann für einen unaufmerksamen, muffeligen,gewollt mittelmäßigen Mann auch nicht die liebende Frau sein, weil es so fern der Realität ist, bspw. einem unaufmerksamen, unempathischen Mann zu sagen: Du bist so aufmerksam und einfühlsam. Oder einem Mann, der selbst sagt, man sei nicht seine Traumfrau, sagen, er sei der Traummann für einen. Schließlich ist man oder "Frau" sich was Wert. Schade ist es nur für den Mann, wenn der sich nichts wert ist.

"Prinzessin" klingt zwar kitschig, aber wer will nicht seinen Prinzen haben und Romantik erleben. Natürlich kann man manche Unaufmerksamkeit oder komische Bemerkung eines ungeschickten Mannes auch mit Humor nehmen, aber nur wenn durchkommt, dass er nur ungeschickt ist, nicht aber gleichgültig und ignorant. Ein gutes Beispiel dafür sind Männer, die mit echter Romantik (kein Kitsch) nicht so recht etwas anfangen können, aber, wenn sie merken, was das ein oder andere ihrer Frau bedeutet, selbst weich werden und es ihnen etwas wert ist, ihr die Freude zu machen.

Wenn jemand sich in einer Beziehung befindet und sagt, er habe "Abstriche gemacht" (alleine das Wort Abstriche), dann ist es zweifelhaft, ob da so etwas wie Liebe für die Partnerin vorhanden ist.
 
  • #88
Wenn man gerade nicht den Besten Partner hat, dann sind selbstverständlich immer die Besten vergeben...

Was aber nun den oder die Beste eigentlich ausmacht, das dürfte sehr von der eigenen Lebenssituation und Entwicklung abhängen...

Ich flirte z.B. gerade mit einer Frau, die sehr schlechte Erfahrungen mit Männern hat. Und für die dürfte der Beste jemand sein, der sehr liebevoll, geduldig und reflektiert ist...

In ihrem Umfeld gibt es solche Männer im Grunde nicht. Schon gar nicht frei verfügbar...

Ich hatte kurz mit einer anderen Frau geflirtet, die schon Ende 30 ist und noch kein Kind hat und doch noch ihren Kinderwunsch erfüllen will.

Für die wäre der Beste jemand, der ein gesichertes Einkommen hat und bereit ist, sehr bald ein Kind in die Welt zu setzen...

Umgekehrt habe ich z.B. Zweifel, dass für mich eine Frau mit höchsten Ansprüchen, größter Attraktivität und höchster Bildung die Beste wäre...

Erfahrungsgemäß ist es für Menschen mittlerer Attraktivität einfacher einen Partner zu finden.

Allerdings wird der Partner, der den Besten erwischt hat, besonders viel in die Partnerschaft investieren, so daß die Besten dann trotzdem nicht so leicht zu finden sind...
 
  • #89
"Prinzessin" klingt zwar kitschig, aber wer will nicht seinen Prinzen haben und Romantik erleben.

Prinzessin hat in diesem Zusammenhang wenig mit Romantik zu tun, sondern bezieht sich eher auf die "Prinzessin auf der Erbse".

Wenn jemand sich in einer Beziehung befindet und sagt, er habe "Abstriche gemacht" (alleine das Wort Abstriche), dann ist es zweifelhaft, ob da so etwas wie Liebe für die Partnerin vorhanden ist.

Also ich liebe auch die Macken meiner Partnerin und sie meine.
Die Ausgangsfrage, und auf die habe ich mich ja bezogen, ist in gewisser Weise falsch gestellt. Natürlich ist eine Partnerin immer "die Beste" (real die beste, die zu haben war, was für mich keine Abwertung ist).
Die in der Ausgangsfrage getroffene Unterscheidung zwischen "Beste" und "Übriggebliebene" ist falsch. Objektiv gibt es keine "Besten". Jeder sieht das subjektiv für sich selbst. Und natürlich gibt es dann Frauen oder Männer, bei denen viele "objektiv" denken, sie seine "die Besten". Die sind eben in der Summe ihrer Eigenschaften für viele attraktiv. Ob sie deshalb "die Besten" sind, ist noch lange nicht sicher.
Und wer ein Leben lang diesen "Besten" hinterherrennt, der kann das natürlich tun. Ich sehe es eben einfach anders.

Und auch wenn die "Abwertung" hier betroffen macht, bin ich der Ansicht, dass auf SB viele Menschen aktiv sind, die eher Probleme haben, im RL einen Partner zu finden. Und wenn ich hier mitlese, dann haben viele auch schon problematische Partnerschaften hinter sich. Dann ist eine neue, unbelastete Partnerschaft schwierig. Für mich ein Grund, auf SB nicht mehr aktiv zu sein. Meine Erfahrung ist, dass hier viele Frauen sind, die den Prinzen auf dem weißen Pferd suchen, selbst so tun, als seien sie eine Prinzessin, aber eben keine sind (und umgekehrt). Das ist einfach meine Erfahrung aus einem Dutzend Treffen und einer Reihe Kontakte, die im Vorfeld endeten. Mir ist schon klar, dass jetzt der Eimer Häme "selbst schuld" geleert wird. Dazu habe ich ja auch schon was geschrieben. Und natürlich kann ja jeder dazu eine andere Meinung haben.
 
  • #90
Ich finde das Thema "unsicheres Bindungsverhalten" sehr interessant.

Ich hatte auch eine von jahrelangen Ablehnungserfahrungen geprägte Kindheit. Sicher hat die auch mein Bindungsverhalten und meinen Selbstwert geprägt.

Allerdings habe ich keine schlechten Beziehungserfahrungen. Mit den meisten Frauen bin ich freundschaftlich an dem Punkt auseinander, als sich beide emotional von der Beziehung gelöst hatten.

Der Unterschied ist vielleicht der, dass ich nicht leide, wenn ich keine Beziehung habe und mir nicht einbilde, dass ich nur mit einer Familie glücklich sein kann.

Mein Familienbild war so schlecht, dass ich nicht darauf erpicht war, Kinder in die Welt zu setzen.

Ich habe es in allen meinen Beziehungen auch nie erlebt, dass es einen schweren Vertrauensbruch gegeben hätte.

Bei mir hat sich die Kindheit eher negativ im beruflichen und gesundheitlichen Bereich ausgewirkt.

Was sich dann auch mittelbar auf meine Beziehungschancen ausgewirkt hat.

Eines sollte man aber Wissen: Für die eigenen Gefühle ist man immer alleine selbst verantwortlich.

Der Partner kann nichts dafür, wenn man aufgrund von Vorerfahrungen in bestimmten Situationen Angst, Wut, Trauer, Ekel oder Freude spürt.

Und man ist auch nicht verdammt, seine Erlebnismuster und Reaktionsmuster für immer beizubehalten. Allerdings gibt es wesentliche Veränderungen nicht ohne eigene Anstrengung im Sinne von Reflexion und Bewußtwerden der eigenen Muster.

Alleine geht das viel schwerer als mit Hilfe.
 
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