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Gast

  • #1

Stimmt es, dass Wiener mehr zu indirekter Kommunikation neigen?

Stimmt es, dass Wiener eher indirekt kommunizieren und statt zu sagen, dass sie eine Beziehung nicht wollen, eher hinhalten, beschönigen und so tun, als ob alles in Ordnung sei, wenn gar nichts stimmt? Oder ist das ein Klischee? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
 
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Gast

  • #2
Bezogen auf Wiener weiß ich es nicht. Aber ich wage mal zu behaupten, dass das eine allgemeinmenschliche Eigenschaft ist, die man sehr oft antrifft. Ich würde vermuten, dass davon Menschen betroffen sind, die eine geringe Frustrationstoleranz (Anlage) und ein geringes Selbstwertgefühl (Erziehung) haben. Sie fühlen sich immer gleich selbst mitbestraft, wenn sie jemanden enttäuschen und sie denken dann irgendwann, dass sie diese vielen Bestrafungen wohl verdient haben müssen. Da sie sie verdient zu haben glauben, ist es ihnen nicht möglich, den anderen mitverantwortlich für die enttäuschende Situation zu machen, und ihm das ins Gesicht zu sagen, sondern sie geben sich insgeheim z.B. selber die Schuld daran, wenn sie jemanden nicht lieben können. Daher versuchen sie solche unangenehmen Konsequenzen, wie etwa eine klärende Aussprache, nach Kräften zu vermeiden, da dies zu Scham über die Entblößung der eigenen - wenn auch eingebildeten - Mitschuld führen würde.
 
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Gast

  • #3
Aber durch solche Verhaltensweisen machen sich diese Männer ja zu Mitschuldigen! Und provozieren auch, dass der andere sich daneben benimmt. Aber ist das jetzt speziell Wienerisch?
 
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Gast

  • #4
Die Schilderung von #1 klingt eher nach der Beschreibung des typischen bindungsunfähigen Manns. ;-)
 
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Gast

  • #5
He, ich bin aus Wien,
na, ich hoffe nicht, dass das auf mich zutrifft!
Und ich habe ja auch keinen Vergleich zu Nicht-Wienern,
wie kommst du denn darauf?

Ich hab dieses Klischee noch nicht gehört.
 
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Gast

  • #6
Überhöflich und einen Tick zu nett, wenn es darum geht, die eigene Meinung zu sagen!
 
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Gast

  • #7
Ich kann die Erfahrungen von FS teilen.
 
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Gast

  • #8
Es trifft nicht auf Wiener zu, sondern auf MÄNNER ! Und das ist KEIN KLISCHEE !
w/57
 
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Gast

  • #9
So 'n Blödsinn hab' ich ja noch nie gehört. Geschweige denn erlebt, jedenfalls nicht bei Männern. Aber es mag wohl die eine oder andere "Teilzeitwienerin" geben, die das gerne tut?

Aber gut, dass ich mich damit nicht rumärgern muß. Im engsten Freundeskreis gibt es sowas nicht und entferntere Bekannte, die dermaßen "zwischen den Zeilen sprechen" sind mir zu anstrengend. Da bleibt's eh an der Oberfläche. In diesem Sinne: "Baba!"
 
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Gast

  • #10
Ich hatte drei Wiener Freundinnen und kann dies wirklich nicht bestätigen. Die haben immer genau gesagt und auch gehandelt, was sie wollten. Wenn Du jemanden kennen lernst, und die Person möchte nicht, gibt es viele, die das umschreiben, um höflich zu bleiben. Das ist aber überall so, genauso wie es die Brutalen gibt, die dir offen sagen, was Sache ist.

Wenn Du mit der Person zusammen bist, ihr aber noch keine richtige Beziehung hast, dann reagiert jeder Mensch anders, je nach seiner Persönlichkeit. Ich gehe mal davon aus, dass Du in dieser Situation bist. Mach nicht den Fehler mit Verallgemeinerungen, Wenn nichts stimmt, rede mit ihm und sag ihm, was deiner Meinung nach nicht stimmt. Irgendwas wird er dir antworten. Darauf kannst Du wieder entsprechend reagieren und so fort.
 
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Gast

  • #11
Dabei behaupten das Männer immer von Frauen! Österreicher sollen ja eher direkt sein - aber die Wiener sind ja wohl ein bissl anders, nicht?