• #61
ich bleibe einfach die, die zu der er "ja" gesagt hat - kein Verstellen, keine Tricksereien, keine Manipulation sondern ehrlich und offen zu seinen Gefühlen stehen. Die eigene Position vertreten, die des anderen als gleichermaßen berechtigt anerkennen und dann die Schlußfolgerung ziehen:
Zu dieser Einstellung bin ich mittlerweile auch gekommen - Erfahrung hilft.
Und siehe da - es klappt. Aber wohl auch nur dann, wenn sich 2 Menschen finden, die ähnlich denken.
 
  • #62
Ich lese hier auch mit, um meine Menschenkenntnis zu erweitern. Das war aber das erste halbe Jahr am spannendsten, inzwischen kennt man eigentlich fast alles. Nur bei besonders krassen Fällen gehe ich entweder auf die Barrikaden oder denke, es ist ein Fake.
Da ich in einer sehr heilen Welt aufgewachsen bin und auch meine Kollegen und Freunde im Allgemeinen entsprechend ticken, rückt das Forum mein Weltbild ein Stück weit in die Realität, denn die heile Welt ist ja eher das Unnormale, für das man sich sehr anstrengen muss, habe ich gelernt. Ich denke, dass ich auch die Ausreißer nach oben und unten inzwischen erkenne, die hier im Forum "herumpoltern".
Da ich seit Ewigkeiten in einer zufriedenen Beziehung bin, fand ich schon den Forumstitel "Elitepartner" seltsam, inzwischen denke ich mir, auch ich kann etwas hier lernen und basta, es ist nicht nur für Singles.
w34
 
  • #63
Verhalte ich mich wirklich "richtig", zeige ich zu sehr mein Interesse - ich bedanke mich nach einem Date, sage, schreibe, dass ich mich auf das nächste Mal freue ... Antworte relativ zeitnah, wenn ich eine Mitteilung sehe.

So ist es aus meiner Sicht richtig, auf Dauer wirst Du nur damit gut fahren. Für mich ist offener, ehrlicher Umgang miteinander der Schlüssel für eine Beziehung. Die ganzen Spielchen führen doch zu den hier immer wieder diskutierten Fragezeichen und Missverständnissen auf beiden Seiten. Wer nach "Rules" oder sonstigen Buchempfehlungen lebt, dem fehlt Authentizität. Und auch die Handlungsanweisung, falls mal irgendwas ungeplantes passiert.
 
  • #64
Moin,

ja, unterm Strich ist Aufrichtigkeit und Verbindlichkeit das Bessere. Durch Spielchen und ostentative Unverbindlichkeit kann man zwar bei bestimmten Menschen punkten (das kann zB bei Frauen einfach heißen, sie ins Bett zu bekommen, bei Männern, sie zu starker Anhänglichkeit und Sonderanstrengungen bewegen), und jetzt kommts, die man durch Verbindlichkeit nicht soweit bekommen bzw sogar abgeschreckt hätte.

ABER: so etwas hält nicht lange und tut nicht gut. Das Unterbewusstsein spürt, dass da was nicht stimmt. Die erfolgreichsten Spielchenspieler sind daher wohl die ECHTEN Beziehungsgestörten...

manchmal
 
  • #65
Und ich bin misstrauischer geworden, was ich nicht gut finde und ziemlich aktiv dagegen arbeite.
Das möchte ich nicht, das bin ich nicht.

Bist Du wirklich misstrauisch (= negative Erwartung) oder bist Du vorsichtig?
Ich habe das einige Zeit verwechselt. Ich fand mich misstrauisch (= negativ), war das aber garnicht sondern nur vorsichtig (= ok, aus Schaden gelernt). Ich habe mich sozusagen selber blöd geschnackt im Mainstream der global-galaktischen Toleranz von jedem dissozialen Verhalten.

Es war dann viel leichter, als ich mir meiner Menschenkenntnis/meinem Wertekanon vertraute und es mir vollkommen egal war, was andere dazu dachten.

Heute kann ich Misstrauen sehr gut von Vorsicht unterscheiden und bewerte Misstrauen noch nichtmal negativ. Wenn ich jemandem misstraue hat das meistens einen Grund, der durch Lebenserfahrungen hinterlegt ist. Ich irre mich selten - Jobskills nützen doch im Alltag.

Wenn ich misstrauisch bin, dann schaue ich genau hin: welche Erfahrungen werden reaktiviert, wie groß sind die Chancen auf einen positiven Verlauf? Ich sage mittlerweile lieber einmal zuviel nein, als einmal zuviel ja. Für mich hat sich das bewährt. Einmal zuviel "Nein" tut mir nicht weh, möglicherweise verpasse ich positive Erfahrungen.

Einmal zuviel "ja" kann echt schiefgehen und das meide ich eher - zu Recht, weil es ja gut bei mir läuft. Warum sollte ich das aus Übermut zersemmeln?
 
  • #66
Und siehe da - es klappt. Aber wohl auch nur dann, wenn sich 2 Menschen finden, die ähnlich denken

Lieber Tom, ich denke / hoffe, Du weißt , was Du für einen Glückstreffer gemacht hast.
Ich denke, damals wo Du diesen Thread startete, dachtest Du dies auch nicht.

Ja, ich schätze Deine Beiträge auch sehr, Viele Gedankenanstöße, und ich denke, mit Dir könnte ich ausgiebig und heiß diskutieren, und böhse lästern.

Und vielleicht könnte ich Dich sogar davon überzeugen, dass manche Deiner Klischees / Vorurteile revidierbar sind - zumindest was die politische Ebene angeht.
Es gibt einfach verschiedene Sichtweisen, Haltungen, wir leben von Vielfalt - intolerant werde ich nur bei radikalen Randgruppen... (Ich hatte Geschichte Leistungskurs).
Und da kannst Du mich manchmal durchaus auf die Palme bringen, und manchmal kann ich Dir absolut zustimmen. Es ist schön, dass Du hier schreibst.
Danke für das Kompliment letzthin, in meiner Gästerunde wärst Du , wie noch ein paar andere Forist*Innen willkommen.

Ich wünsche Dir, dass es bei Dir trägt. Sie tut Dir gut.
 
  • #67
Ich kenn ja die alten Geschichten nicht, aber es ist witzig, wie @Tom26 hier mit viel Ablenkungs-Geschwurbel seine "Freundin" präsentiert. Er war davor wohl so eine Art "Messias der Unverbindlichkeit", oder?

Denn dass er Strategie-Tipps wollte, hat ihm sicher niemand abgekauft. Er wusste bestimmt auch damals schon alles besser.

Tom26, du schreibst ja auch oft gute, sachliche Kommentare, mit denen man was anfangen kann.

Aber oft geht's dir auch nur um Selbstdarstellung und das wirkt dann eher selbstherrlich und intolerant. Auch deine vielen Vorurteile (zu p.c, grün, links, emanzipiert... ) lassen dich eher engstirnig erscheinen.
Es ist immer wieder interessant zu erfahren, wie man von anderen Menschen gesehen wird. Auch dann, wenn es einem nicht immer schmeichelt. Ja, ich bin altmodisch - das heisst auch, dass wer austeilt (mach ich ja manchmal gerne) auch mal einstecken können muss.
Als Messias oder jemanden, der alles besser weiss, sehe ich mich nicht. Der Vorwurf "Selbstherrlichkeit" ist dagegen nicht neu.
Vorurteile oder Urteile - das ist hier die Frage. Ja, ich bin deutlich positioniert. Und hätte gerne viel weniger oft recht. Intolerant bin ich nur da, wo es um Dinge geht, die nicht nur mich stören. Mir ist es egal, ob jemand monogam leben will - ich muss ja nicht. Aber ich mag diese unterschwelligen moralinsauren Vorwürfe nicht, wenn jemand etwas anderes mag. Ich habe auch nichts gegen Homosexuelle, mag aber nicht täglich mit diesem Thema belästigt werden. Und sehe auch nicht ein, dass die Partys der Herrschaften als "Demonstration" Steuergelder kosten. Das sind nur Beispiele.

Dieser Thread wurde von mir erstellt, da ich in einer für mich sehr ungewohnten Position war. Nämlich am Anfang mit einem Mädel, das mir wirklich mehr bedeutet als Sex. Ja, auch wir Männer, die gerne die Sexualpartnerinnen gewechselt haben, können Fragen haben, wenn etwas von unserer "Normalität" abweicht.
Ein Heiliger werde ich nie sein, war und ist auch nicht mein Bestreben. Seelig bin ich dennoch, denn ich habe sehr viel Glück in meinem Leben.
 
  • #68
Dieser Thread wurde von mir erstellt, da ich in einer für mich sehr ungewohnten Position war. Nämlich am Anfang mit einem Mädel, das mir wirklich mehr bedeutet als Sex.
Und das auf deine alten Tage, was? Ist das Leben nicht schön?
So jetzt zurück zum Thema, sonst kicken mich die Moderatoren wieder aus der Kurve.
Bleib mal so wie du bist und werd hier nicht zur Fummeltrine :) Har,Har.
Ich kann die genannte Kritik nicht ganz nachvollziehen, weil ich finde, dass auch gerade du, wenn man deine Anfangsbeiträge gelesen hast und die heutigen ließt, man doch gut erkennt, dass du nicht irgendein Laberhannes bist, sondern dir auch Gedanken wie viele hier machst.
Ich finde diese Eigenschaft tausendmal Sympat... ach wat weiß ich wie das geschrieben wird, als wenn du hier immer wieder nur auf Krawall heraus wärst und vorgefertigte Sätze herunterbeten würdest.
Du bist ein Kerl der auch mal gerne auf den Putz haut, aber gleichzeitig weiß, wann der Schweinhund der in "uns" ist drin zu bleiben hat.
Du hast Ecken und Kanten wie alle hier, stehst aber dazu, aber nicht ohne auch über diese wieder nachzudenken.
Das ist Menschlich, dass finde ich Ehrlich und gut.
Du bist von deinem Mädel eingefangen worden, was dir sichtlich gut tut und darüber freue ich mich für dich sehr.
Du weichst von deinem alten Weg einfach etwas ab ohne Kontaktsperre oder alten Blockaden. ;)
24 Kölsch tssssss. Du Strahleman
m48

P.S. Danke @void für die wünsche
 
  • #69
Verhalte ich mich wirklich "richtig", zeige ich zu sehr mein Interesse
Das wäre doch nur dann der Fall, wenn dahinter die vielzitierte Bedürftigkeit stünde. Wer ein begeisterungsfähiger Mensch ist, ohne andere zu überwalzen oder ein bestimmtes Bild transportieren zu wollen (z.B. begeistert in die Hände klatschen und wie ein kleines Mädchen kichern, weil man sich als süß darstellen will - so eine kannte ich vom Studium), kann doch nichts falsch machen, wenn er zeigt, dass er Interesse hat. Wenn dem anderen das zu viel ist, passt er halt nicht oder schleppt Misstrauensprobleme mit sich rum oder persönliche Abneigung gegen Menschen, die offen Gefühle zeigen.

Ich würde es auf die Formel reduzieren: Wenn mein Verhalten zu anderen Menschen zu dem führt, was ich mir wünsche, mache ich nichts falsch im Sinne von "verhalte ich mich in meinem Interesse richtig" (kann ja immer noch ethisch total schlecht sein und für den anderen mies, aber darum geht es ja bei Dir nicht, Du willst ja niemanden hinter die Fichte führen, damit Du das bekommst, was Du willst).
Das schließt ja auch ein, dass wenn einem immer dasselbe passiert u/o sich immer wieder Leute abwenden, man selbst was falsch macht, und sei es bei der Wahl der Freunde/Partner/Bekannten, bei denen man nicht mitkriegt, dass sie einen gar nicht schätzen. Wenn es mal einer ist, der sich abwendet und sowieso komisch wirkt, wird ER das Problem haben.

Bist Du wirklich misstrauisch (= negative Erwartung) oder bist Du vorsichtig?
Finde ich total wichtig zu unterscheiden. Ich würde sagen: Vorsicht entsteht aus Menschenkenntnis und Lebenserfahrung, Misstrauen aus Angst und gerade aus Mangel an Menschenkenntnis und Lebenserfahrung.
Schließt leider nicht aus, dass man einem Spezi begegnen könnte, der einen was lehrt, das man nicht für möglich hielt. Die eigenen Maßstäbe des ethischen Verhaltens sind ja keineswegs auch die anderer, aber davon geht man leider automatisch aus, wenn man auf einem Gebiet noch keine schlechte Erfahrung mit Menschen machte und überrascht wird von dem dreisten Verhalten.
 
  • #71
@Tom und alle die nach langer Zeit der Unabhängigkeit doch noch sozusagen in den Hafen der Beziehung eingelaufen sind:

Was gerade bei dieser Frau anders als bei denen zuvor, woran merkt ihr dass da mehr als Sex ist?
Es wird wohl auch das Alter eine gewisse Rolle spielen, eine gewisse Reife die vorher nicht da war. Aber dennoch würde mich das brennend interessieren.

Und um zum Thema was zu sagen:
Bin auch gegen künstliche Strategien, mit Authentizität kommt man glaube ich bei dem richtigen, der richtigen an, aber dafür ist viel Selbstreflexion notwendig, um bei sich auch wirklich anzukommen und wenn das ist, dann sortiert man vermutlich die Falschen sofort aus, oder begegnen einem gar nicht.
 
  • #72
Bist Du wirklich misstrauisch (= negative Erwartung) oder bist Du vorsichtig?

Ich war früher misstrauischer, - ich denke es hatte seine Berechtigung - habe an mir gearbeitet, und bin bei ähnlichem Resultat angekommen wie Du. Und auch @void hat es treffend nochmal von einer anderen Seite beleuchtet.
Meinem Bauchgefühl vertraue ich, und kann ich auch.
Unvorsichtig bin ich nicht, manchmal riskiere ich, habe mir dann aber gut mein WorstCase Szenario überlegt und wäge ab. Meine Grenzen kenne ich.
Das gefällt mir gut, weil ich denke, dass ich heute mehr wage, und damit viele positive Erfahrungen gemacht habe.

Das Misstrauen wird aber hier beim Lesen doch manchmal angefeuert. Wenn es heißt, dies oder jenes geht nicht, oder wenn ich die diversen Interpretationen von bestimmtem Verhalten lese - da kommt dann mein Gedanke, das tue ich ja auch, wirkt das SO (?!), DAS will ich gar nicht - oder man wäre naiv, wenn. .. Und ich merke, dass ich mit diesen Geschichten im Hintergrund nicht mehr ganz so unbefangen agiere / reagiere.

Dabei denke ich, dass Partnerfindung wirklich nur gut wird, wenn man ganz und gar bei sich bleibt und man andererseits mit Offenheit und Vertrauensvorschuss heran geht.
Jede*r Mensch ist individuell, also ist es immer wieder anders.

Wobei es trotzdem Verhaltens- Persönlichkeitszüge gibt, bei denen ich , wenn ich diese nur im Ansatz bemerke, zu mache. Da brauche und will ich keinen weiteren Check.
Am Anfang wartete ich dann noch ein paar Dates, Stichwort Realitätscheck, - es bestätigte sich immer.
Also kein Misstrauen, aber begründete und bewährte Vorsicht.
 
  • #73
Und ich merke, dass ich mit diesen Geschichten im Hintergrund nicht mehr ganz so unbefangen agiere / reagiere.

Dabei denke ich, dass Partnerfindung wirklich nur gut wird, wenn man ganz und gar bei sich bleibt und man andererseits mit Offenheit und Vertrauensvorschuss heran geht.
Für mich passen beide Abschnitte durchaus zusammen. Man kann doch sein Verhalten hinterfragen und ändern, wenn man irgendwelche Erkenntnisse gemacht hat oder sich nicht mehr sicher ist, ob man nicht anders als beabsichtigt rüberkommt.

Ich bin auch der Meinung, dass Partnerschaft nur gut wird, wenn man sich authentisch gibt, aber wenn ich irgendwas als richtig erkannt habe und nur noch nicht richtig umsetzen kann, bin ich ja trotzdem authentisch, wenn ich mich hier bremse.

Vertrauensvorschuss und Offensein für jemanden - ich denke, das geht nur ganz individuell. Wie Du hab ich auch bestimmte Punkte, wo ich gleich den Kontakt beenden würde.
 
  • #74
Was gerade bei dieser Frau anders als bei denen zuvor, woran merkt ihr dass da mehr als Sex ist?
Au weia, MoonRiver,
diese Frage zu beantworten ist sehr komplex. Und ich denke, ich werde hier niemals alle Facetten ausleuchten können.
Ich versuche mich an einer Antwort, mit der du etwas anfangen kannst. Denn ein Feigling war ich noch nie.
Zunächst war es für mich sehr wichtig, dass es da eine Frau gibt, die versucht, mich zu verstehen. Nicht an meiner Vergangenheit herumdeutet, sondern mich so akzeptiert, wie ich bin. Offen anspricht, was sie gerne möchte. Und auch akzeptiert, wenn sie mich einmal nicht überzeugen kann. Sie bietet weder Perfektion noch fordert sie diese. Und kann dennoch vertrauen. Ja, das alles darf natürlich keine Einbahnstrasse sein.
Wir sind beide neugierig darauf, was dem jeweils anderen gefällt, akzeptieren beide kleine Macken ... und auch grössere. Lebensfreude und Zusammenhalt - in einem Satz möchte ich es so ausdrücken:
Egal, in welcher Situation ich bin - der Gedanke daran, dass V. mein Mädel ist, erfüllt mich immer mit Freude und Stolz.
V. weiss das. Und ich weiss das von ihr. Zweifel gibt es keine. Vielleicht ist auch das Teil des Zaubers.

Meine Gedanken - sind diese für dich hilfreich? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur eines - Mann sollte immer offen sein, der Frau zu begegnen, die "SIE" ist. Und dann sein Glück nicht festzurren wollen, sondern der Mann bleiben, an den sich dieses Glück anschmiegt.
Eine bessere Strategie habe ich nicht.
 
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