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Gast

  • #1

Studieren, dann arbeiten, dann Schwangerschaft und 2. Studium?

Hallo allerseits,

Ich studiere ein Fach von welchem aus ich ins Lehramt umsatteln kann. Mein Plan ist es mein 1. Studium (Bachelor+ dann Master, bin in den Endzügen) zu beenden, erst in der freien Wirtschaft zu arbeiten, vielleicht bis zu 5 Jahre, um dann mit meinem Partner die Familienplanung anzugehen.

Ich habe jetzt schon panische Angst dass mir mit einem Baby im Elternjahr die Decke auf den Kopf fällt, und so bin ich am überlegen, wie ich die Zeit gestalten könnte.
Ich finde der Lehrberuf geht sehr oft sehr gut mit eine Kinderwunsch überein und auch die Lehrtätigkeit an sich spricht mich an.
Nun frage ich mich, wie die aktuellen "Gesetze" und Möglichkeiten sind, wenn man angenommen einen festen Job ( in der freien Wirtschaft hat), schwanger wird und sich im freien Elternjahr an einer Uni einschreibt (Lehramtskurse belegt und absolviert).
Man würde ja Elterngeld von der Firma bei der man arbeitet/angestellt ist erhalten, fällt diese Unterstützung weg sobald man in der Uni eingeschrieben ist? Ich spiele auch nicht mit dem Gedanken sofort in die Schulen zu gehen, sondern mir einfach in der Zeit die da "lose" ist die Möglichkeit zu eröffnen irgendwann man ein Referendariat an einer Schule machen zu können. Um dann später als Lehrerin zu arbeiten.

Kennt sich damit jemand aus?
Mir ist bewusst, dass das alles Pläne weit in die Zukunft sind, aber mir ist es eben wichtig mal zu schauen, welche Möglichkeiten es gibt.
Mein Ehemann findet den Plan gut und würde mich da auch unterstützen.
.
Meine Frage an euch ist, ob jemand etwas ähnliches durchgezogen hat und ob das so wie ich es beschrieben habe überhaupt realitätsnah ist.

W, 26
 
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Gast

  • #2
Um Himmels Willen, was hast du denn studiert???

Die meisten Fächer kannst du nicht einfach mit ein paar Kursen aufpeppen und wirst dann auf Schüler los gelassen. Es gibt jede Menge arbeitsloser Lehrer und die warten nicht auf einen Quereinsteiger wie dich - das ist Wolkenkuckucksheim. In extremen Phasen - Lehrermangel z.B. in Mathe - gibt es so Quereinstiegsmöglichkeiten, die sind aber mit täglicher Anwesenheit und einem weit über 40-Stunden-Tag verbunden.

Wenn du Lehrerin sein willst, brauchst du eine mittlerweise 7 Jahre währende Ausbildung, die kannst du nicht mit ein paar Kursen nachholen - was glaubst du, was du da lernen willst.... jedenfalls keinen guten Unterricht.

Du kannst es an Privatschulen versuchen, die haben teilweise gelockertere Möglichkeiten, bei weniger Gehalt und einem Schleudersitz und reduzierten Stunden auf Zeit....

Ich kenne eine Kollegin, die hat eine andere Lehramtsausbildung studiert in der Elternzeit, ist gerade kurz vor dem Abschluss - als Voraussetzung hatte die ein komplettes Lehrerstudium. Sie hat ein bisschen was anerkannt bekommen und alle Prüfungen machen müssen... Ich glaube du unterschätzt den Lehrerberuf gnadenlos.....

w - Mache Fortbildungen für fertige Lehrer, die sowas machen, wie du willst. Allerdings kommt es natürlich auch aufs Bundesland an, ich spreche hier von Bayern, woanders gelten andere Richtlinien... viel Glück und Erfolg. Zudem verdienst du teilzeit in der Industrie mehr, als Vollzeit als Lehrerin, wenn du einen guten Job hast...
 
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Gast

  • #3
Du darfst dich doch auch während einem aufrechten Arbeitsverhältnis auf der Uni einschreiben, oder etwa nicht? Warum solltest du das dann im Elternjahr nicht tun dürfen?
Ich würde allerdings dem Arbeitgeber nicht erzählen, dass du vor hast, nicht mehr wieder zu kommen... Sicher ist sicher, lass die Türe offen, bis du fix etwas neues hast.
 
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Gast

  • #4
Ich bin z.Z. in der von dir avisierten Situation. Elternzeit und Uni haben nichts miteinander zu tun.
Du musst nur auch an der Uni Beurlaubung wegen Elternzeit beantragen, parallel zum Arbeitgeber. Ich habe sehr gute Erfahrung mit der Beratungsstelle der Uni gemacht. Dort würde ich auch gleich mit für den Arbeitgeber beraten.
Sowohl an der Uni als auch beim Arbeitgeber kannst du 3 Jahre Elternzeit nehmen, nicht verwechseln mit Elterngeld. Das gibt es nur für Max. 14. Monate.

Zur Praxis muss ich sagen, dass es nicht so einfach ist wie du es dir vorstellst mit Baby zu studieren. Ich komme kaum zum Lernen. Die Decke fällt dir garantiert nicht auf den Kopf mit Kind. Parallel zu meiner Berufstätigkeit (Naturwissenschaften) war es einfacher zu lernen als jetzt.

W 32
 
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Gast

  • #5
Hier die FS:

an Gast #1:

Ich studiere Chemie und Physik. Demnach rechne ich mir als Lehrämtler gute Chancen ein, da auch Quer einsteigen zu können...?

#2: Ich denke auch, dass man in der freien Wirtschaft tendentiell mehr verdient, allerdings gibts keinen Beruf, in dem man derart viel Ferien hat wie den Lehrberuf. was nicht immer Freizeit bedeutet, aber es bedeutet meist Arbeit zuhause, wo man dann zB. eben gleichzeitig Ferien hat, die die Kinder, sollte man eben welche haben... daher der Gedanke
 
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Gast

  • #6
Hallo

das klingt alles sehr strategisch, sogar das Kinderkriegen ist Teils es Plans.
Ich kenne eine Frau, die ist bei der Stadt angestellt. Sie studiert nebenher auf Bachelor hin an der Uni. Da sie Teilzeit arbeitet weil sonst ihr Rückkehranspruch auf diesen Posten entfiele (sie ist schon über 45, wäre dann dauerhaft in schlecht bezahlten Aushilfsjobs) macht sie beides. Die Uni weiss das und ihr Arbeitgeber weiss das auch.
Als Arbeitgeberin in der freien Wirtschaft, womöglich Betrüb mit weniger als 190 Leuten, würde ich dich nicht als heimlich studierende Mitarbeiterin dulden, ehrlich. Soweit mir bekannt musst du deinen Arbeitgeber immer über jede Nebentätigkeit, auch zeitfüllende andere Aktivitäten die einer beruflichen Ausübung dienen, unterrichten und dir das genehmigen lassen. Ein Jurist hier an Bord ?
 
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Gast

  • #7
Ich verstehe nicht, warum du erst in der freien Wirtschaft arbeiten möchtest, um später als Lehrerin zu arbeiten. Warum sattelst du nicht gleich auf Lehrerin um???

Dann muss ich darüber schmunzeln, dass du Angst hast, dass dir die Decke auf den Kopf fällt. Vom sagen hören, soll das ersten Jahr mit Baby recht anstrengend sein. Langeweile sollte da nicht aufkommen. Außerdem zwingt dich niemand, ein komplettes Jahr zuhause zu bleiben. Dein Arbeitgeber wird sich freuen, wenn du spätestens 6 Monaten nach der Geburt wieder anfängst.

Viel Glück
 
G

Gast

  • #8
Liebe FS, auf der einen Seite ist es bewundernswert, dass du nicht nur in den Tag hineinlebst, solche jungen Leute braucht das Land ;-), aber: Bring doch erst einmal dein Erst-Studium zu Ende, finde einen Arbeitsplatz, sei ein paar Jahre im Beruf, schau, ob du dann noch mit deinem Partner zusammen bist und tatsächlich wie geplant schwanger wirst. Und wenn das alles geklappt haben sollte, dann guck, ob du mit einem Kleinstkind wirklich so viele Kapazitäten frei hast, nebenbei zur Lehrerin "umschulen" zu können.

Ich habe eine toughe, karriereorientierte Freundin (mit sehr viel mehr Lebens- und Berufserfahrung als du), die mit ihrem langjährigen Partner ein Kind plante. Schwangerschaft und Beziehung gingen leider schief, und als es mit einem neuen Mann dann doch noch klappte, kam sofort wieder Teil 2 des Plans, unmittelbar nach dem Mutterschutz wieder in den heiß geliebten Job einsteigen zu wollen, auf den Tisch. Und was war, nachdem sie ihre gesamte Umgebung monatelang mit dieser ambitionierten Radikalplanung beschallt hatte?- Letztendlich hat sie Jahre mit ihrem Kind und dem nachfolgenden zuhause verbracht. Ergo: Nicht alles verläuft immer so, wie man es sich ursprünglich vorstellt.

Und noch ein Hinweis aus der Berufs-Praxis: Unsere Referendare stöhnen auch ohne Kinder ziemlich über die Belastungen; und sooo familienfreundlich ist die Arbeit auch für uns "Ausgelernte" nicht. Man ist zwar in den Ferien und - je nach Schule - auch an manchen Nachmittagen zuhause, hat aber entgegen der landläufigen Meinung dann keineswegs frei. Und wenn man sich nachmittags seinen Kindern und dem Haushalt widmet, sitzt man eben jeden Abend und teilweise auch nachts am Schreibtisch, während viele andere Arbeitnehmer (aus "der freien Wirtschaft") dann ihren wohlverdienten Feierabend genießen.
 
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Gast

  • #9
Hast du dich schon mal um ein Baby/Kleinkind gekümmert? Studieren klappt nur, wenn dein Partner reduziert und mehr zu Hause ist. Warum sollten beide Elternteile im Job kürzer treten, wenn einer eh erstmal komplett zu Hause ist?
Ich würde daher eher früh eine Tagesmutter (ab 6 Monaten) evt. halbtags suchen und dann wieder arbeiten/studieren.

Ich habe nach 4 Monaten wieder 10h/Woche an der Uni gearbeitet, dies aber hauptsächlich von zu Hause aus und abends. Später dann als mein Sohn 8 Monate war wurde er die 10h im Unikindergarten betreut und mit 1 Jahr kam er in die Kita, dort ist er von 8-16 Uhr.
 
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Gast

  • #10
Zu deiner Frage: nein, das hätte keine Auswirkungen auf dein Elterngeld.

Zu den Bedenken meiner Vorschreiber (dein Plan geht nicht auf, du unterschätzt den Lehrerberuf) kann ich nichts sagen.Ich sehe allerdings ein ganz anderes Problem: du unterschätzt die Mutterschaft, insbesondere mit einem kleinen Baby! Ich frage mich, wie du dir das vorstellst? Dass du morgens dein Baby schulterst und mit diesem fit, ausgeschlafen und geistig aufnahmefähig in der Uni sitzt und dein Baby derweil schläft und deshalb nicht stört? Oder wo willst du es in dieser Zeit abgeben? Die Realität sieht so aus, dass du unter permanentem Schlafmangel leiden wirst und aufgrund dessen teilweise sogar über deinen Namen und dein Geburtsdatum einige Sekunden nachdenken werden musst. Dann kommt hinzu, dass sich Babys in der Uni selten ruhig verhalten und du somit ständig mit ihm rausgehen musst, damit es nicht stört (habe das selber bei Kommilitonen mit Baby erlebt). Solltest du es abgeben wollen, wirst du (hoffentlich) feststellen, dass das deinem dann vorhandenen Mutterinstinkt total wiederstrebt, insbesondere, wenn du das mehrmals die Woche vorhaben solltest.

Deshalb mein Rat: werde erstmal Mutter, dann regeln sich die Dinge von selbst und die wirst schnell merken, was für dich (und das Kind) geht und was nicht.
 
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Gast

  • #11
Hallo FS,
erkundige dich doch mal bei der zuständigen Elterngeldstelle. Sollte über www.bmfsfj.de zu finden sein bzw. in der Broschüre "Elterngeld und Elternzeit", ich glaube, die gibt es auch online.
Als Arbeitnehmerin darfst du maximal 30 h während der Elternzeit arbeiten (-der Verdienst wird jedoch auf das dir zustehende Elterngeld angerechnet), Studenten bekommen ebenfalls Elterngeld, ohne Ihre Ausbildung unterbrechen oder in der Stundenanzahl reduzieren zu müssen. Wie das genau bei dem von dir angestrebten Modell wäre, weiß ich nicht genau. Vermutlich würde es funktionieren: Volles dir zustehendes Elterngeld und die Möglichkeit zu studieren.
ABER: Wie ich aus deinem Text lese, scheint das alles Zukunftsmusik zu sein, du möchtest das wohl frühestens in einigen Jahren so machen. Wie die Gesetzeslage dann aussieht, kann dir heute noch niemand sagen. Bei Elterngeld und Elternzeit hat sich in den Jahren seit Einführung im Schnitt alle zwei Jahre was geändert (-auch nächstes Jahr steht wieder eine deutliche Änderung an).
Hast du dich schon erkundigt, ob dein geplantes Modell - ein Jahr lang Lehramtskurse nachholen - überhaupt funktioniert und ausreichend ist, um als Lehrerin arbeiten zu können? Das erscheint mir ehrlich gesagt etwas wenig. Und die Referendariatszeiten sind zwar gekürzt worden, aber mindestens ein Jahr müsstest du in fünf Jahren wohl immer noch einplanen. Wie meine Vorschreiber schon anmerkten: Ein Lehramtsstudium ist sehr aufwändig, Quereinsteiger haben derzeit nur in Mangelfächern (soweit ich weiß derzeit Mathe, Physik, Chemie, Latein) Chancen - und das auch nicht überall! Je nach Bundesland gibt es auch immer wieder Einstellungsstopps.
Mach dich erst mal schlau, ob deine Ideen überhaupt realistisch umsetzbar wären (-wie gesagt, nach dem HEUTIGEN Stand der Dinge - in ein paar Jahren kann schon wieder alles ganz anders sein).
 
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Gast

  • #12
Liebe FS , hier ist nochmals Gast 3, warum studierst du nicht gleich Lehramt mit. Ich weiß nicht, ob das möglich ist, da ich mich im Lehramt gar nicht auskenne. Aber der Unterschied zur reinen Naturwissenschaft dürfte doch im Pädagogikbereich liegen. Erkundige dich doch jetzt. Dann kannst du zwischen freier Wirtschaft und Lehramt wählen. Was man direkt in jungen Jahren machen kann, sollte man. Mit Kindern verschieben sich die Prioritäten. Gerade wenn du schon einen guten Berufsabschluss mit Job hast, muss man sich ganz schön zur Disziplin zwingen alten Zielen treu zu bleiben und nicht zu denken, was solls. Ist eben schade, wenn du schon viel investiert hast.
Ich weiß ehrlich nicht , ob ich mich heute noch einmal auf einen derart langen Ausbildungsweg einließe. Ich zweifle auch, ob ich es schaffe und es überhaupt noch will. Andererseits tut es gut ein Ziel zu haben, auf das man hinarbeiten kann neben der Familie.

Ich würde mich erkundigen. Eigentlich gibt es immer Wege, viel Glück
 
G

Gast

  • #13
Aus eigener Erfahrung: ein Baby und Haushalt lasten tatsächlich absolut nicht aus, die Zeit schon zum Lernen zu nutzen, macht also Sinn. In den Zeiten, in denen Du in der Uni bist, muss die Betreuung des Kindes aber gewährleistet sein, ich würde mich an der Uni selbst erkundigen. Ich finde den Plan sehr gut.
 
G

Gast

  • #14
Hier die FS:

Erst mal vielen Lieben Dank an all die Antworter/innen. Gerade auch was die Auskunft Elterngeld etc betrafen.

Ich geh einfach mal grob durch, wo mir Kommentare o.ä. Einfallen:

Gast #5:
ja das klingt in der Tat alles sehr strategisch. Allerdings bin ich einfach in einem Alter, in dem man oder zumindest ich mir ein paar Luftschlösser kreieren will. Mich interessiert was möglich ist und ich weiß, dass einem das Leben meist einen Strich durch die Rechnung macht, aber dann kann man den vorhandenen Plan vielleicht ummünzen.
Auch weiß ich, dass es eigentlich sinnlos ist von ungeborenen Kindern zu sprechen, aber ich habe einfach eine Motivation und ein gewisses bestreben, sodass ich mich mal grob orientieren möchte, wie andere das gemacht haben, und auch um zu sehen, was einem eher geraten wird, oder wovon einem abgeraten wird.
Es stimmt natürlich, dass es je nach Betriebsgröße einfach ein muss ist die Pläne offenzulegen, aber davor scheue ich mich nicht. Ich spiele stets mit offenen Karten, besonders wen jemand danach fragt.

Gast#6
Direkt ins Lehramt möchte ich nicht, weil mich die freie wirtschaft einfach interessiert und Laborarbeiten, in der Schule niemals den Umfang haben wie man ihn in der Wirtschaft erleben darf. Was ja auch in Ordnung ist, weil man mit Schülern zu tun hat, die oft noch nie von der Materie gehört haben, aber mich interessiert eben auch dieses Feld. Jetzt ins Lehramt umzusatteln wäre nicht ohne Verlängerung des Studiums möglich, das will ich (noch) nicht. Das Lehramt ist halt wie gesagt längerfristig attraktiv, weil man zur gleichen Zeit wie das Kind zB. Ferien hätte.

Gast #8 & 9
An den ganzen Babys in Familie und Freundeskreis, sehe, ich, dass man mit Kindern geade auch neugeborenen wirklich viel zu tun hat, aber das was zu tun ist, ist ja doch irgendwie eintönig, wenn es nicht gerade ums spielen und bespaßen des Kindes geht. Ich habe langjährige Erfahrung was Babysitten angeht und auch schon mal über längere Zeiträume meine Neffen betreut. Es ist anstrengend ja, aber zu vielen Vorlesungen muss man für gewöhnlich nicht anwesend sein (da hilft eine Auskunft der Studienberat7ung weiter), demnach kann man sich die Lernzeit zuhause frei einteilen bzw. auch nach dem Kind richten. Sollte das Kind behindert sein, autistisch oder wegen anderen Gründen mehr Aufmerksamkeit benötigen, ist es für mich völlig klar, das der Plan nicht so umsetzbar sein wird, da das keinen Vorrang hat.
 
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Gast

  • #15
Nochmal die FS:

Gast #9
Nochmal zur Uni, hätte ich gleich auf Lehramt umgesattelt hätte ich außer einem Seminar (pädagogik, 2h/woche) keine einzige Lehramts-Vorlesung mit Anwesenheitspflicht. Aber ich gehe auch völlig mit deiner letzten Aussage überein!

Das mit der Betrreuung von 10 h die Woche finde ich gut, allerdings bin ich in den ersten Lebensjahren nicht wirklich für eine 8-16h Betreuung in einer Kita, später ja. Damit möchte ich keine Grunddiskussion vom Zaun brechen, ob eine frühe Betreuung nun förderlich oder schädlich ist, das ist einfach meine Einstellung. Da würde dann mein Mann fürs zweite Jahr in Elternzeit gehen, was er sich auch so vorstellt. Ich glaube das müsste auch rein rechtlich gehen...

Gast #10
ja das ist Zukunftsmusik, und sicherlich werden sich da die ein oder anderen Gesetzte wieder verändern, da werde ich mich dann auf dem Laufenden halten. Mich interessiert aktuell, was momentan Stand der Dinge und Möglichkeiten ist. Danke für den Link!
Und ja Referendariatszeit kommt zu dem nachholen der Kurse dazu.


Gast #1
Über Teilzeitarbeit in der freien Wirtschaft habe ich mich zB. Noch gar nicht so gekümmert, bzw mich da acuh nicht informiert, das kommt natürlich ganz darauf an, wo man arbeitet und in welchem Bereich. Da ich nicht in die Grundlagenforschung gehen möchte sondern eher in die Produktion ist es wahrscheinlicher, dass so ein Teilzeitjob möglich ist. Danke für den Input!

Gast#12
Danke für die Antwort, ich denke halt auch, dass es genug Arbeit gibt zuhaus, aber ich möchte keine Person werden, die den Boden spiegelglattpoliert, weil sie sonst neben den Kindern nichts mehr zu tun hat. Ich brauche ein bischen Futter fürs Hirn und hier und da wieder einen Input. Es gibt ja Unis mit Kinderkrippen/Kindergärten, wo man die kleinen mal für 2 Stunden betreuen lassen kann....nach doch einigem Gegenwind (was ich toll finde, weil es inspiriert), bin ich doch froh, dass ich nicht die einzige bin die sich da mit Kind und Haus dann doch unterforder fühlt. Wie schon mal angemerkt, jedes Kind ist anders ich kenn ein Schreikind, da käme man zu nichts und dann gibt’s da noch den Engel der Familie, der seit er auf der Welt ist, nur einmal schreit nachts.
 
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Gast

  • #16
Der Plan ist sehr gut, bleibt nur zu hoffen, dass Du nicht ein Schreikind bekommst - denn damit kannst Du alle Pläne erst einmal vergessen...
 
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Gast

  • #17
Aus eigener Erfahrung: ein Baby und Haushalt lasten tatsächlich absolut nicht aus, die Zeit schon zum Lernen zu nutzen, macht also Sinn.
Also bitte... wirklich BITTE! Es kommt auch auf das Kind an, es gibt ganz selten Baby, die schreien kaum, schlafen viel und wenn die Mutter dem Baby keine Brust gibt, kann das Kind mit Ersatzmilch schnell locker 8h durchschlafen. Wenn eine Frau stillt, kann es beim Wachstumsschub passieren, dass sie alle 2h stillen muss, das kann dann immer bis zu 30min dauern. Dann gibt es die 3 Monats Koliken und und und... ach und dann kommen auch schon die Zähne...

Hier ein kleines Beispiel http://www.vaterfreuden.de/partnerschaft/leben-mit-kind/junge-eltern-%E2%80%93-was-menschen-ohne-kinder-nicht-nachvollziehen-k%C3%B6nnen

Aber vielleicht haben hier ein paar eine Puppe zu Hause und halten es für ein Baby ;-)

FS, Dir wir sicher die Decke auf den Kopf fallen aber sicher nicht aus Langeweile!
 
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Gast

  • #18
Liebe FS,
Respekt, kluge Überlegungen. Meine Vorschreiber haben dich bereits auf Unwägbarkeiten des Lebens hingewiesen, planen kann man ja trotzdem.

Als ehem. Lehrerin, die ebenfalls den Beruf aus Leidenschaft für die Fächer, Kinderkompatibilität und grundlegendem Spaß an Lehrtätigkeiten gewählt hatte ... möchte ich dir folgendes mit auf den Weg geben:
Mit Kind wirst du unter der Woche erst nach 20 Uhr und dann oft bis Mitternacht am Schreibtisch sitzen. Die Sonntage muss dein Partner zum Großteil alleine mit dem Kind verbringen - auch da sitzt du über Unterrichtsvorbereitungen.
Ferien - Vorsicht, da fällt mehr Arbeit an, als so manch Außenstehender vermuten mag.
Das Wichtigste: Die Innenperspektive Lehramt so schnell wie möglich austesten. Mache ein Praktikum an einer Schule und zwar bevor du in die freie Wirtschaft entschwindest. Erst nach mehreren Wochen mit hoher Unterrichtsbelastung weißt du ein wenig mehr, ob du für den Job geeignet bist. Das ist etwas anderes, als Unterrichten generell zu mögen. Du musst den spezifischen Stresspegel aushalten können.

Das Büchlein "Lebenslang Lehrer?" ist für Lehrer gedacht, die Zweifel an ihrem Beruf haben. Es gibt mehrere Verweise auf Eignungstests für Lehramtsanwärter. Ich empfehle diese Lektüre allen Freunden, die mit dem Gedanken eines Quereinstiegs spielen. Auch wenn einige Erlebnisberichte nur für Insider in ihrer ganzen Dramatik verstanden werden können: Du bekommst auf 50% der Seiten einen schonungslosen Blick auf den Job geliefert, der sich auch dir erschließen wird.

Auch gut: Mit Lehrern über ihren Beruf unterhalten - vor allem mit Lehrkräften, die Vollzeit arbeiten und keinen Dienst nach Vorschrift schieben.
Denke daran: Unterrichten macht ein Drittel der Arbeitszeit aus. Zumindest Stundendeputat x 2,5, dann hast du deine tatsächliche Arbeitsbelastung. Und das auch nur, wenn du sehr gut strukturiert bist.

Viel Glück auf den Wegen, die du einschlagen wirst.
 
G

Gast

  • #19
Auweia! Also wenn die "vielen" Ferien dein Anreiz sind, Lehrerin zu werden, tu den Schülern einen Gefallen und lass es sein. Mein Freund ist Lehrer. Wenn er nicht in der Schule ist, sitzt er am Schreibtisch, bereitet den Unterricht vor, korrigiert Test und überlegt sich Aufgaben für Klausuren.

Richtige Ferien hat er nur im Sommer und zu Weihnachten. Die anderen Ferien werden ebenfalls zum korrigieren von Tests und Unterrichtsplanung genutzt. Du bist als Lehrerin auch abhängig von den Schulferien und kannst dir nicht mal eben frei nehmen. Von den Arbeitszeiten her ist Lehrer kein Traumberuf, es sein denn du arbeitest Teilzeit, dann kann man Glück haben.
 
G

Gast

  • #20
Leute wie du machen mich wirklich wütend.
Du willst also Lehrerin werden, weil du dann viele Ferien hast und weil der Job familienkompatibel ist.
In der freien Wirtschaft reicht dein Fachwissen vielleicht aus. Aber in der Schule solltest du auch Kinder erziehen und den Stoff didaktisch gut vermitteln können. Bei Leuten wie dir muss man sich nicht über die ganzen Vorurteile über Lehrer wundern.

Du rechnest dir also gute Jobchancen in deinen Fächern aus? In Bayern wachsen die Wartelisten für sämtliche Lehrämter (RS, Gym etc.) immer weiter an. Es ist derzeit so düster wie schon seit Jahren nicht mehr. Auch mit deiner Kombination haben viele meiner Kollegen keine feste Stelle bekommen.

Was die Arbeitszeit von Lehrern betrifft, kann ich meiner Vorgängerin (Gast 1:40Uhr vom 7.11.2014) nur beipflichten. Ich lege meine Schulaufgaben im Fach Deutsch so, dass sie vor den Ferien stattfinden, damit ich die gesamten Ferien über Zeit für die Korrekturen habe. Da ist nicht viel mit Ferien. Die einzigen Ferien, in denen man kaum etwas zu tun hat, sind die Sommerferien. Aber ansonsten bin ich mit meinen zwei Sprachen komplett ausgelastet. Derzeit bin ich an einer Ganztagsschule und habe dort Unterricht von 8.10Uhr bis 16.00Uhr. Wenn ich dann kurz nach 17.00Uhr zu Hause bin, bin ich dermaßen platt, dass ich mir derzeit nicht einmal mehr vorstellen kann, Kinder in die Welt zu setzen.
Verabschiede dich von den idyllischen Gedanken, die du mit dem Lehrerdasein verbindest.

Ein Lehramtstudium dauert in der Regel sechs Jahre, vielleicht fünf Jahre ohne Auslandsaufenthalt.
Hinzu kommen zwei Jahre Referendariat.

Um Lehrer zu werden, brauchst du demnach sieben bis acht Jahre.
Das macht man nicht mal eben "nebenbei"....
 
G

Gast

  • #21
Ein Lehramtsstudium ist sehr aufwändig, Quereinsteiger haben derzeit nur in Mangelfächern (soweit ich weiß derzeit Mathe, Physik, Chemie, Latein) Chancen - und das auch nicht überall! Je nach Bundesland gibt es auch immer wieder Einstellungsstopps.

Ein Lehramtsstudium ist sicher kein besonders aufwändiges Studium.
Lehrer versuchen sich ja als neue Elite bzw. in staatstragender Position darzustellen ,um ihre absolut überkommenen Privilegien abzusichern.
Gerade aufgrund dieser Privilegien will ja die FS LA studieren, was keine besonders gute Motivation ist.

Dass Referendare klagen, spricht nicht gerade für die Referendare.
Peinlich.
 
G

Gast

  • #22
Leute wie du machen mich wirklich wütend.

In der freien Wirtschaft reicht dein Fachwissen vielleicht aus. Aber in der Schule solltest du auch Kinder erziehen und den Stoff didaktisch gut vermitteln können. Bei Leuten wie dir muss man sich nicht über die ganzen Vorurteile über Lehrer wundern.
.
Naja. Das Fachwissen ist im Lehramtsstudium im Vergleich zum Vollfachstudium natürlich auf niedererem Niveau abgefragt.
Auch die Mindestpunktzahlen sind zB bei Mathematik geringer.

Dass sich Lehrämtler in jüngerer Vergangenheit mit Vollakademikern vergleichen liegt daran, dass die Generation Y in manchen Fächern nur noch Lehramt studiert.
Manche Institute an bestimmten Universitäten sind somit "lehramtsdominiert".

Es ist schon anmaßend das Anforderungsprofil der "freien Wirtschaft" mit einem Lehramtsstudium zu vergleichen.
Die Pädagogik ,die eben kein Psychologiestudium ist, wird sträflichst vernachlässigt und kann leicht nachgeholt werden.
 
G

Gast

  • #23
Da ich nicht in die Grundlagenforschung gehen möchte sondern eher in die Produktion ist es wahrscheinlicher, dass so ein Teilzeitjob möglich ist.
FS, das was Du möchtest ist der Wirtschaft sowas von egal! Und so wie es sich bei Dir anhört, möchtest Du keinen Doktor machen, da kannst Du dich ohne einen Titel in der Wirtschaft dumm und dämlich suchen - aber gut. Hier ein Beispiel für Dich http://www.academics.de/wissenschaft/was_chemiker_verdienen_37377.html ohne einen Doktor bist Du FAST ein Nichts! Und wenn ein Chemiker in die Produktion will, dann braucht er technische Chemie und nicht nur einfach Chemie aber gut! In der Produktion werden Akademiker als Leiter eingestellt und ob das in Teilzeit geht? Naja!

FS, auch wenn Du es Dir nicht vorstellen kannst aber die Welt wartet nicht auf Dich und Deine Arbeitskraft. Weder die Wirtschaft, noch die Schule - Du bist für beides nicht ausreichen qualifiziert oder es gibt genug, die deutlich besser qualifiziert sind. Du solltest aufwachen!

FS, ich kenne solche Trullas, wie Dich. Die meinen, sie machen ihr Studium fertig, bekommen ihre Kinderchen und arbeiten nebenbei Teilzeit ohne einen Titel, damit ihnen nicht langweilig wird oder sie verblöden.

Viel Erfolg oder besser gesagt Glück bei Deinem Plan... Ich hoffe, der Aufprall wird nicht zuharrt und kommt möglichst bald.
 
G

Gast

  • #24
Hier die FS:

Jetzt geht’s aber los.
Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass ich nicht nur Lehrerin werden will, weil ich denke, dass jede Ferien dann auch Freizeit sind. Mir ist schon klar, dass man korrigieren muss und auch den Unterricht vorbereiten. Ich habe viele Familienmitglieder die als Lehrkraft tätig sind, von Mathe über Deutsch bis hin zu Kunst und Sport. Ich weiß, dass es auch viel Arbeit bedeutet, eben weil ein guter Unterricht wichtig ist.
Ich sage NICHT, dass ich mich auf der faulen Haut ausruhen will, nur ist es wenn ich in den Ferien meine freie Zeit einteilen kann einfacher mal schnell zB ein Kind zum Sport zu fahren oder schnell mal zu Mittag zu kochen. Das meine ich mit familienfreundlich.

Gast 19:
Ich bin selbst aus Bayern und in Bayern aufgewachsen und ja die Bayern sind sehr überzeugt von sich die „Elite Deutschlands“ wie uns immer wieder eingebleut wurde. Aber ich muss da mal eins sagen, so toll und elitär ist Bayern auch wieder nicht. Wer sagt dass ich in Bayern bleibe?
Ich hatte Lehrer, deren Unterricht hätte man in der Pfeife rauchen können. Diese Lehrer haben mich sehr wütend gemacht und ich habe mich auch nicht gescheut den Lehrern zu sagen, dass sie in den Ferien zu arbeiten haben um einen ordentlichen gut recherchierten Unterricht halten zu können. Ich kenne Lehrkräfte die sind selbst mit den 3.5er Abischnitt aus der Schule und suhlen sich nun in ihrer Sicherheit des Beamtenstatus.
Ich sehe an den (weiblichen) Familienmitgliedern, dass Lehrersein nicht nur Ferien bedeutet, was bei uns in BAYERN(!) an den Hauptschulen, nein entschuldige MITTELSCHULEN, zur Zeit los ist. Meine Tante ist da mehr Sozialpädagogin als Lehrerin, weil überall die Mittel fehlen.

Meine Schwester ist noch in der Schule, bei ihr wurden in den MINT Fächern Leute eingesetzt die noch niemals auch nur ansatzweise irgendwie pädagogische Seminare belegt hatten. Die kamen aus der Freien wirtschaft in die Klassenzimmer, die eigene Schulzeit weit hinter sich gelassen, da konntest du die didaktischen Mittel mit der Lupe suchen. Das ist DEIN BAYERN so sieht das nämlich aus. Traurig aber wahr.

Zudem sind Sprachen eindeutig zeitaufwändiger zu korrigieren als naturwissenschaftliche Fächer. Wenn jeder Schüler bis zu 12 Seiten Klausur abgibt ist es einfach zeitaufwendiger diese Arbeit zu korrigieren, als wie wenn man 30 Physikklausuren korrigieren muss à 5 Seiten. Da gibt es meist nur wenige Lösungswege und eine richtige Lösung. Ich war lange genug in der Schule um das mitzubekommen.

Ich habe Respekt vor der Arbeit als Lehrer/in, aber so dramatisch wie Sie das darstellen ist es wohl nur wenn entweder man eine überengagierte, perfektionistische Lehrkraft ist, Sprachen Geschichte oder Soziales unterrichtet oder sein Chaos nicht unter Kontrolle hat.

Entschuldige, aber ob ich auch Kinder erziehen kann oder den Stoff gut vermitteln kann, können Sie wohl kaum beurteilen.
 
G

Gast

  • #25
Gast 18:

Dass Ihr Freund nur zu Weihnachten und im Sommer „richtig“ Ferien hat, ist auch gut s, so sollte das auch sein. Mich reizt die freie Zeit, weil ich mir vorstelle etwas flexibler zu sein, wenn, wie schon erwähnt, zB. Mal das Kind krank ist oder mal schnell irgendwo hingefahren werden muss. Ich sehen immer nur, dass die Leute sagen, sie hocken viel am Schreibtisch, ja das Stimmt, dafür haben sie sehr viel mehr freie Tage im Jahr, die sie halt dann auch zur Arbeit nutzen können.
In meiner Uni heißt es nicht Ferien sondern vorlesungsfreie Zeit und so war und ist es auch. Man hat keien Vorlesungen, gelernt werden muss dennoch, weil zB die Tests anstehen.

Gast 17
Vielen Dank für Ihre Antwort,
ich denke ein Praktikum an einer Schule, als Aushilfe zum Beispiel, ist bei mir im Falle einer Umsattelung auf jeden Fall geplant.

Gast 20
Im Gegensatz zu vielen früheren Lehrern die ich hatte, möchte ich mich eben nicht auf den Privilegien ausruhen, was uns teilweise serviert wurde, war wirklich unter aller Sau. Das habe ich derjenigen Lehrkraft dann auch so gesagt. Dadurch bin ich natürlich (negativ) aufgefallen, aber ich hatte derart Schlagkräftige Argumente, dass selbst der Schuldirektor mit dem ich das ein oder andere mal Bekanntschaft machte, dann fast machtlos war. Ich hatte auch sehr gute Lehrer/innen, die sehr gut strukturiert waren, und die sich eben weil sich ein gutes Grundequippment hatten gar nicht mehr so viel arbeit hatten, sondern eben das was sie als Grundstock hatten nur immer mal wieder aktualisieren mussten (MINT-Fächer).
Gast 18:

Dass Ihr Freund nur zu Weihnachten und im Sommer „richtig“ Ferien hat, ist auch gut s, so sollte das auch sein. Mich reizt die freie Zeit, weil ich mir vorstelle etwas flexibler zu sein, wenn, wie schon erwähnt, zB. Mal das Kind krank ist oder mal schnell irgendwo hingefahren werden muss. Ich sehen immer nur, dass die Leute sagen, sie hocken viel am Schreibtisch, ja das Stimmt, dafür haben sie sehr viel mehr freie Tage im Jahr, die sie halt dann auch zur Arbeit nutzen können.
In meiner Uni heißt es nicht Ferien sondern vorlesungsfreie Zeit und so war und ist es auch. Man hat keien Vorlesungen, gelernt werden muss dennoch, weil zB die Tests anstehen.

Gast 17
Vielen Dank für Ihre Antwort,
ich denke ein Praktikum an einer Schule, als Aushilfe zum Beispiel, ist bei mir im Falle einer Umsattelung auf jeden Fall geplant.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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Gast

  • #26
Last but not least, nochmal ich, die FS

Gast 20
Im Gegensatz zu vielen früheren Lehrern die ich hatte, möchte ich mich eben nicht auf den Privilegien ausruhen, was uns teilweise serviert wurde, war wirklich unter aller Sau. Das habe ich derjenigen Lehrkraft dann auch so gesagt. Dadurch bin ich natürlich (negativ) aufgefallen, aber ich hatte derart Schlagkräftige Argumente, dass selbst der Schuldirektor mit dem ich das ein oder andere mal Bekanntschaft machte, dann fast machtlos war. Ich hatte auch sehr gute Lehrer/innen, die sehr gut strukturiert waren, und die sich eben weil sich ein gutes Grundequippment hatten gar nicht mehr so viel arbeit hatten, sondern eben das was sie als Grundstock hatten nur immer mal wieder aktualisieren mussten (MINT-Fächer).
 
G

Gast

  • #27
Ich kann dir aus der Sicht einer jungen Lehrerin den guten Rat geben, bevor du das Lehramtstudium aufnimmst, über mehrere Wochen in eine Schule zu gehen und zu hospititeren!!! Und dort einen Lehrer oder eine Lehrerin mit deiner angestrebten Fächerkombination zu begleiten. Es ist nicht vergleichbar, ob du den Schulbetrieb von deiner eigenen Schulzeit oder als Lehrperson kennst. Auch Berichte deiner Familienangehörigen ersetzen nicht die persönliche Erfahrung, da die Stresstoleranz bei jedem unterschiedlich ist.
Die Belastung, die den Beruf ausmacht, ist insbesondere die Erziehungsarbeit und das Disziplinieren der Schülerschaft über das eigentliche Unterrichten hinaus. Weiterhin der Lärmpegel in Pausen oder bei Freiarbeit. Hinzu kommt das Motivieren der Schülerschaft.Die ersten 5 Berufsjahre sind sehr sehr hart.
Der Vorteil der Flexibiltät am Nachmittag und in den Ferien ist absolut nicht zu verachten. Du solltest dir aber bewusst machen, dass du dafür die Probleme und die Arbeit mit nach Hause nimmst und es eine hohe Kunst sein wird abzuschalten. Du wirst dafür die Abende, wenn die Kinder schlafen und am Sonntag, arbeiten, um am nächsten Tag ab 7:20 Uhr gut gerüstet vor der Klasse zu stehen.
Wenn du zuächst eh erst in die Wirtschaft willst, hast du ja zum Glück noch viel Zeit, dir das gut zu überlegen :)
w 33 mit Kleinkind
 
G

Gast

  • #28
Ich befinde mich in den Endzügen meines Lehramtsstudiums und habe eine kleine Tochter. Im vergangenen Semester hatte ich mein sog. Praxissemester durchlaufen und kann dir berichten, dass Familie und Schule zumindest während der Ausbildungszeit keinesfalls so einfach unter den Hut zu bekommen sind. Ich habe viele Nächte bis um zwei Uhr an den Vorbereitungen gesessen, um dann gegen sechs wieder aufzustehen und in die Schule zu fahren. Ich war am Rande meiner Belastbarkeit und nahm gehörig an Gewicht ab, mein Kreislauf spielte des Schlafmangels wegen verückt. Für meine Zeit im Referendariat (inklusive der anstehenden Prüfungen) erwarte ich keine Besserung der Situation. Ich halte deinen Plan daher für etwas überambitioniert. Sicher ist es möglich, in den Beruf einzusteigen und einige Bundesländer bieten da auch sehr gute Möglichkeiten. In deiner Situation würde ich das Pferd allerdings nicht von hinten aufzäumen, sondern direkt umschulen und dann ein Kind bekommen. Zumindest hätte das den Vorteil, dass du die wirklich strapaziöse Zeit des Referendariats dann ohne Kind durchmachen könntest. Btw. Hartnäckig hält sich immer noch die Vorstellung, dass Lehrer morgens Recht und nachmittags frei haben. Vielleicht kannst du ein Hospitationspraktikum in einer Schule absolvieren und dich mit der tatsächlichen Arbeits- und Belastungssituation im Lehrberuf auseinander setzen. Viel Erfolg! :)