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  • #1

Thema Gefühle in Männerfreundschaften

Unter Frauen habe ich erlebt, dass sie glauben, dass Männer in Ihren Freundschaften zueinander nicht über Ihre Gefühle oder auch Probleme in einer Partnerschaft sprechen. Meine Meinung (w28): natürlich gibt es Männer denen das nicht so leicht fällt, doch die Meisten, die ich kenne, haben einen sehr guten Freund mit dem sie auch Liebeskummer und andere persönliche Befindlichkeiten besprechen. Mir ist das sehr wichtig, dass ein Partner Bezugspersonen zur Reflexion hat, auch wenn das nicht bedeutet, dass man die Probleme nicht zuerst mal in der Paarbeziehung besprechen sollte. Oft habe ich allerdings erlebt, dass diese Freundschaften über schwere Zeiten in der Beziehung eine gute und wichtige Stütze waren. Wie seht ihr das?
 
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  • #2
Ich, Mann, sag, über Gefühle reden sowas gibt es überhaupt nicht, es ist mir zuwider mich auszuheulen und dann noch bei einem anderen Mann, um Gottes Willen, käme überhaupt nicht auf die Idee. Unter Männern redet man über Möpse und Ärsche, trinkt Bier und drischt Skat, alles andere sind Fremdkörper. Ein passendes Zitat zu Männerfreundschaften wäre eines von Red Forman: "Du verstehst eben nichts von Männerfreundschaften, im Grunde ignorieren wir einander, bis einer mal einen Touchdown erzielt."
 
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  • #3
Ich (m/30) habe einen sehr guten Schulfreund aus Schulzeiten (bereits seit der 5. Klasse waren wir sehr dicke befreundet).

In den letzten Jahren haben wir uns teilweise länger nicht gesehen; zuletzt über 3 1/2 Jahre nicht. Vor 10 Tagen haben wir uns dann mal wieder getroffen: wie früher, in jeder Hinsicht. Es war gar keine Frage, auch über (sehr!) persönliche Dinge zu reden - das kam alles wie selbstverständlich und ohne daß einer von uns auch nur einen Moment lang ein Problem hätte haben müssen mit seiner Offenheit. Und das, obwohl wir sonst beide nicht diejenigen sind, die ihre Gefühle groß "nach draußen tragen".

Mit einem weiteren Kumpel ist es ähnlich. Obwohl wir auf den ersten Blick sehr unterschiedlich sind, verbindet uns inzwischen auch schon eine 15jährige Freundschaft. Auch hier haben wir schon viel gemeinsam erlebt, das uns ziemlich zusammengeschweißt und die Freundschaft hat noch intensiver werden lassen.

Von daher: ja, das gibt es sehr wohl, liebe Fragestellerin (in unserem Alter vielleicht sogar noch mehr als in der Vätergeneration).
 
  • #4
@1
Werd erwachsen.

@FS
Selbstverständlich braucht man(n) gute Freunde für ALLE Probleme. Das ist nun nicht unbedingt ein tränenüberströmtes In-den-Arm nehmen, aber thematisch geht es neben der Zustimmung, dass die Ex ne dumme Kuh ist eben auch um eigene Gefühle, Befindlichkeiten, Defizite etc.

Glücklicherweise habe ich sehr gute Freunde, die ich seit meiner Schulzeit kenne. Der ehrliche Austausch hilft ungemein, vor Allem dass man(n) merkt mit seiner Meinung und seinen Gefühlen nicht so allein steht,dass es anderen ähnlich geht. Mit wem sollte man über so etwas sonst sprechen können als mit guten Freunden.

m44
 
  • #5
Liebe FS, ich teile Deine Erfahrung. Die Männer, die ich näher kennen gelernt habe, hatten meist auch einen sehr langjährigen besten Kumpel, mit dem sie sicherlich nicht ständig über sehr persönliche Dinge oder Gefühle gesprochen haben - es aber doch konnten, wenn es gerade einen konkreten Anlass dazu gab (z.B. Liebeskummer). Und ich finde das auch gut so.
 
  • #6
Mit männl. Freunden lache, saufe, rülpse und furze ich.
Mit weibl. Freunden lache, saufe und rede ich.
 
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  • #7
Ich m, 53 habe einen wirklich guten Freund, kann mir allerdings nicht oder niemals vorstellen, mit dem über Partner, Liebeskummer usw. zu reden. Weiß auch das Frauen mit Freundinnen über alles reden können und sich gegenseitig trösten können, Männer (wie singt Grönemayr - Männer..... usw.) können das glaube ich nicht.
 
  • #8
Ich bestätige hiermit die Existenz von Männern, die sich mit besten Freunden auch über ihre Sorgen und Befindlichkeiten offen austauschen. Wer das nicht kann, ist arm dran und vermutlich auch weniger für eine Beziehung geeignet.

Ich denke, je reifer und selbstbewusster ein Mann ist, umso weniger hat er es nötig irgendwelchen Klischees zu entsprechen (siehe z.B. #1) und kann zu allem, was ihn ausmacht, stehen.
 
  • #9
Männer reden über Gefühle...:

"Isch hab das Gefühl dat Bier is alle"

Natürlich reden wir Männer auch mal über unsere Gefühle, aber nicht wenns akut ist. Erst später und auch nicht so oft. Also so alle 10 Jahre vielleicht mal. Wieso? Keine Ahnung, ist eben so. Komischerweise haben wir Jungs dafür dann doch eher weibliche Freundinnen (also Frauen mit denen wir aus welchen Gründen auch immer nie im Bett waren, die Schwester beispielsweise) Wer das mit einer Ex bespricht ist noch an Ihr Interessiert.

Es gibt Ausnahmen- Frauenversteher zum Beispiel.
 
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  • #10
@5

Also für weibliche Freund fallen mir da aber doch noch deutlich bessere Dinge ein.
Reden kann ich auch mit meinen männlichen Freunden.
 
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  • #11
Ja, und ich finde, Männer müssen unbedingt einen besten Freund haben, dem sie alles über die aktuelle Flamme erzählen, sich seine Meinung einholen, den Freund die neue Flamme bewerten lassen - die Beziehung bewerten lassen. Am besten, wenn der beste Freund die Flamme noch gar nicht persönlich kennt. Oder erst später kennenlernt, wenn die Beziehung schon auseinander ist.
 
  • #12
@9

Dir ist aber schon klar, das es sich um Freunde handelt, keine Poppfreunde!? Nicht mehr und nicht weniger.
 
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  • #13
Ich habe einen guten Freund, mit dem ich alles bespreche, inklusive Liebeskummer, Probleme an der Arbeit, in der Familie etc. Eigentlich sind es zwei, mit dem einen spreche ich allerdings seltener.
Die Gespräche finden allerdings in einer recht normalen Atmosphäre statt. Anders ausgedrückt fallen wir uns nicht gegenseitig um den Hals und trösten uns oder so ähnlich. Das ist vielleicht der Unterschied zu Frauen. Dennoch kann ich mit den beiden meine Probleme jederzeit besprechen und gemeinsam darüber nachdenken.
 
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  • #14
Nein über so etwas rede ich definitiv nicht mit Freunden, wenn es Probleme in der Beziehung gibt dann rede ich darüber mit meiner Freundin und nicht mit einem meiner Freunde. Was soll das denn bitte bringen?
Über Gefühle rede ich auch nur mit genau der Person die diese Gefühle betreffen, alles andere ist schwachsinnig.
 
  • #15
In einer richtigen Freundschaft kann man über alles sprechen, ansonsten wäre es
für mich nur eine Bekanntschaft.
 
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  • #16
Das tut man vielleicht während der Schulzeit. Aber bestimmt nicht, wenn man verheiratet ist. Dafür ist der (Ehe-)Partner da.
 
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  • #17
Ich (w) gehöre zur älteren Generation, und wenn ich so zurück denke, wie schlecht mich mein ex bei seinen Freunden und Bekannten dargestellt hat... dann kann ich nur sagen, dass Männer schon darüber sprechen. Aber ob es ihnen dabei um Gefühle geht oder nur um eine Bestätigung ihrer verschraubten Ansichten ist oder nur Gedankentausch, Hilfestellung oder Luftablassen handelt weiß ich nicht. Oder sich selbst als Opfer nach dem Motto: - ich armer Mann, sie böse Frau - darstellen, um Mitleid zu erwecken kann ich auch nachvollziehen. Oder sich austauschen, wie der andere mit einer anderen anbaggern kann, obwohl er verheiratet ist kann ich auch vermuten. Selten hat das Gespräch mit seinen Freunden zu einer Lösung geholfen, ganz das Gegenteil: "Freund X hat mir geraten, ich sollte dir .." (agressive Aussage) Freund Y sagte mir vorige Tage, ich sollte nicht so ein Trottel sein. Daher glaube ich schon, dass sich Männer austauschen, um den Freund eine tolle Frau zu empfehlen, anstatt ihm zu helfen mit seine Gefühlen besser umzugehen und seine Probleme richtig einzuordnen: "Du, reiß dich zusammen und flirte nicht so offensichtlich mit der" " Sag mal, wieso gaffst du nach der, deine Frau sieht doch noch sehr gut aus" "He, glotz doch nicht so zum anderen Tisch rüber, die Kleine wird doch schon ganz rot" "Du bist VERHEIRATET, schon vergessen? Klär das doch zuerst mit deiner Frau"
 
  • #18
Huh? wozu gibt es die "beste Freundin"? Ich geh' ja auch nicht zum Klempner um mir den Rechner erklären zu lassen.
 
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