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Gast

  • #31
Raucher ist ja nicht gleich Raucher.

Wenn sie bisher nur solche Raucher kannte, die zum Rauchen grundsätzlich nach draußen gehen, wo sie auch gleich wieder "auslüften", nach jeder Zigarette aus Rücksicht auf den nichtrauchenden Partner den Mund ausspülen und Kaugummis/Bonbons nehmen, selbst draußen ihm die qualmende Zigarette nicht unter die Nase halten, sowieso täglich nur wenige Zigaretten rauchen, dann war sie womöglich ehrlich, wenn sie sagte es wäre für sie kein Problem, dass du rauchst.

Nun wurde sie aber das erste Mal mit einem Extrem-Raucher konfrontiert, der ihr zumutet sich mit ihm in verqualmten Räumen aufzuhalten, nicht mal von selber ein Fenster öffnet, obwohl er weiß sie fühlt sich mit dem Geruch unwohl, ihr die qualmende Zigarette gar rücksichtslos unter die Nase hält statt sie von alleine in die andere Hand zu nehmen, und der so wie es sich anhört so viel raucht, dass ihm der Zigarettengeruch wohl permanent anhängt.
Den typischen fauligen Mundgeruch eines starken Rauchers lernt sie vielleicht auch das erste Mal kennen.

Die Tatsache, dass sie wußte du rauchst schließt nicht aus, dass sie trotzdem nicht wußte, was da tatsächlich auf sie zu kommt.

Versuche doch mal dein Rauchen so zu gestalten, dass auch IHRE Bedürfnisse nach weniger Gestank erfüllt werden.
Also grundsätzlich nur noch draußen rauchen, vielleicht noch ein paar Minuten warten mit dem reingehen, damit dir auch kein Qualmgeruch mehr anhaftet, und nach JEDER Zigarette aktiv wieder für frischen Atem sorgen. Und mute ihr nicht mehr zu sich in verqualmten Räumen aufzuhalten.
Vielleicht wäre das ja die Lösung für euch.

Zur Erklärung: Ich habe nie versprochen mit dem Rauchen aufzuhören. Trotzdem behauptet sie das, nur weil ich mal erwähnte das ich gerne Nichtraucher wäre.
Der Satz "ich wäre gerne Nichtraucher" hört sich tatsächlich danach an, als würdest du lieber aufhören. Ein Nichtraucher kann sich da gar nicht in den Raucher reinversetzen, dass ein süchtiger Raucher nicht mal eben so "aufhören" kann, nur weil er gerne würde.
Es ist und bleibt eine Drogensucht, genauso wie Alkoholismus und Heroinsucht.
Leider übersehen das immer noch viele, weil die Tabakindustrie es jahrzehntelang geschafft hat, diese Sucht als ledigliche "Angewohnheit" gesellschaftsfähig zu machen und diese dadurch im Alltag zur ganz gewöhnlichen Normalität wurde.

Sie dachte wahrscheinlich, wenn du sowieso lieber Nichtraucher wärst, dann würdest du bei einer nichtrauchenden Partnerin sicher bald ganz die Lust am Rauchen verlieren.
 
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Gast

  • #32
Mein Freund (sind jetzt 3 Jahre zusammen) raucht auch..aber sehr wenig und nicht in der Wohnung..
Mich stört das nicht wirklich..ein bischen vielleicht..
Dein Freund raucht "sehr wenig" und nicht in der Wohnung. Das stört dich aber auch schon "ein bißchen".
Kannst du dann nicht nachvollziehen, dass es seine Partnerin sehr stark stört, wenn der FS nicht nur viel raucht, sondern dazu auch noch drinnen? Nicht mal von sich aus ein Fenster öffnet oder die Zigarette so hält, dass sie der nichtrauchenden Partnerin nicht permanent in die Nase qualmt?

Wir Küssen uns sehr oft haben regelmässig und guten Sex.. Gut wenn er grade eine geraucht hat Küssen wir uns nicht aber sonst leidet der Kussgeschmack nicht so extrem wie hier beschrieben.
Warum küßt du ihn denn dann nicht, wenn er gerade eine geraucht hat?
Bedenke bitte, dass der FS wohl deutlich mehr raucht als dein Freund, entsprechend häufiger auch unangenehm aus dem Mund riecht (als starker Raucher dann sogar permanent).

Ich denke dein Freund achtet die meiste Zeit aus Rücksicht auf dich auf guten Atem, der FS jedoch nicht, sonst würde seine Partnerin nicht sagen er rieche ständig wie eine Kuh aus dem...

Es ist doch super für dich, dass DEIN Freund in deiner Gegenwart Rücksicht nimmt und sich zurück hält.
Der FS tut dies aber nicht und scheint überhaupt keine Rücksicht zu nehmen, wenn er mit ihr in die Raucherlounge einer Bar ausgeht, bei den Eltern im geschlossenen Raum noch verwundert ist, dass sie darum bittet ein Fenster zu öffnen und die Zigarette etwas weiter weg zu halten, damit sie ihr nicht mitten ins Gesicht qualmt.

Wäre deine Toleranz tatsächlich immer noch so groß, wenn dein Freund sich wie der FS verhalten würde? Ich denke nicht, wenn dich selbst sein deutlich rücksichtsvolleres Rauchen bereits "ein bißchen" stört und du ihn jetzt auch schon nicht küssen magst, wenn du die Folgen des Rauchen direkt nach der Zigarette noch deutlich riechst.
 
  • #33
Lieber FS

Wir mir scheint, führt ihr eine Standpunktdiskussion. Die kann nur Verlierer und Gewinner hervorbringen, d.h, keine gute Partnerschaft. Solange du auf deinem Standpunkt beharrst, dass sie ja wusste, auf was sie sich einlässt, kommt es nicht gut.

Ich bin "Fan" der "verständigungsorientieren" Kommunikation, d.h. man tauscht sich über Interessenslagen und nicht über Standpunkte aus und findet einen Konsens.


Ich würde das offene Gespräch suchen. Sagen, dass du verstehst, dass sie rauchen "ekelig" oder was auch immer findet. Dass du auch verstehst, dass sie erst im Zusammenleben gemerkt hat, wie sehr sie es belastet. Zeig ihr einfach, dass du verstehst, um was es ihr geht. Und dann leg ihr deine Empfindungen nahe. Sag ihr, wie es sich für dich anfühlt, wenn sie dies und das sagt. Sag ihr ganz konkret, wie deine Interessenslage aussieht... ihr findet so sicher einen Konsens.

Viel Erfolg!
 
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  • #34
Hör doch einfach damit auf..Das ist der intelligenteste Satz den man zu einem suchtkranken sagen kann.


Verdammt hilfreich und effektiv

Bin mal gespannt wieviel Jahre einige noch brauchen um eine Trennung zwischen einer Krankheit und einer schlechten Angewohnheit vornehmen zu können..

Sucht ist eine krankheit.
 
  • #35
Es ist und bleibt eine Drogensucht, genauso wie Alkoholismus und Heroinsucht.
Leider übersehen das immer noch viele, weil die Tabakindustrie es jahrzehntelang geschafft hat, diese Sucht als ledigliche "Angewohnheit" gesellschaftsfähig zu machen und diese dadurch im Alltag zur ganz gewöhnlichen Normalität wurde.
Es liegt eventuell auch im Sinne des Staates. Durch die Tabaksteuer hat Deutschland über
6 Milliarden Einnahmen (Stand 2008)

Und im November 2012 hatte ja Schäuble die Idee ,die Steuer weiter zu erhöhen um eine Lücke von ca.
5 Milliarden im Haushalt 2014 zu schließen. Lt. einen Bericht des statistischen Bundesamt, würden
diese Personen, auch wenn man die Kosten im Gesundheitswesen einbezieht, mehr Gewinn als Kosten
verursachen.Hier wurden bereits der Kostenpunkt durch das passiv rauchen einkalkuliert.

Die Schuld einfach der Industrie zuzuschieben, ist so wären alle anderen Schuld nur nicht ich selber.

Und solange dies so der Fall ist, wird sich von Seiten des Staates nichts an der Einstellung
ändern.

Wer hat hier den mehr Interesse an den ganzen Rauchern und Trinkern ?

Der Staat oder die Konzerne ?

Gebe es eine Heroinsteuer, wäre aus Sicht des Staates der Konsum auch unbedenklich.:)
 
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Gast

  • #36
Wer hat hier den mehr Interesse an den ganzen Rauchern und Trinkern ?

Der Staat oder die Konzerne ?
Sogar für uns Nichtraucher hat das Rauchen positive Folgen.
Würden alle Raucher plötzlich aufhören gäbe es eine neue Steuer, um die Einnahmeverluste auszugleichen, und die müßte ich auch als Nichtraucher zahlen.

Außerdem ist es nun mal Fakt und wissenschaftlich belegt, dass jahrzehntelanges Rauchen den gesamten Organismus so sehr schädigt (es gibt da nicht nur den Lungenkrebs), dass fast alle Raucher durch ihren Tabakkonsum deutlich früher sterben werden. Die Wenigsten bilden da eine Ausnahme.
Komischerweise wollen aber fast alle Raucher das nicht wahrhaben, sondern glauben allen Ernstes, dass gerade SIE eine dieser ganz wenigen Ausnahmen sein werden, die sich damit nicht ca. 20 Jahre ihres Lebens nehmen.

Soll mir nur Recht sein. Ich möchte später gar nicht mit noch mehr Rentnern das teilen müssen, was es dann noch zu verteilen gibt.

Also bitte liebe Raucher bleibt bei eurer Sucht. Allerdings so, dass ich es nicht riechen muß! ;-)
 
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Gast

  • #37
Für eine(n) Raucher(in) sollte ein(e) Nichtraucher(in) ein No-Go und ein Ausschlußkriterium sein - ohne wenn und aber!
 
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Gast

  • #38
Tatsächlich habe ich auch inzwischen erlebt, dass Rauchen zum Beziehungskiller wird. Nämlich wenn es dominant wird und überhand nimmt. Ich habe selbst auch mal geraucht und bin Gelegenheitsraucherin, alle paar Wochen rauche ich mal eine bis 5 Zigaretten bei rauchenden Freunden, oder auf Geburtstagen. Natürlich vertrage ich das dann nicht und ich frage mich wie ich das vorher überhaupt gepackt habe ohne was zu merken. Ich kann auch gut daneben stehen, wenn vor dem Abschied auf der Straße noch geraucht wird, ohne Lust auf Zigaretten zu verspüren! Ich dachte jedenfalls, ich komme mit einem Raucher klar. Aber!!: Es war Sommer und ich habe eine Balkon. Ich konnte mir bald nicht mehr in meiner eigenen Wohnung aussuchen wo wir uns aufhalten. Nach dem Aufwachen erst mal rausrennen und 2 selbstgedrehte. Vor seinem Büroplatz stand eine Bierbank auf der er am Tag stundenlang saß und qualmte. Abends wurde hysterisch auf die Tube gedrückt und so getan als müsste man bis 1 Uhr nachts nacharbeiten. Du kannst nirgends mit dem Anderen hingehen, wo nicht geraucht wird, du musst ständig wie ein Hund beim Gassigehen rumwarten bis zum Abschied noch 2 gequalmt worden sind. Das Essen kam auch mir damals immer zu früh und heute bin ich die Idiotin die auf die Handtaschen aufpassen darf, wenn plötzlich alle von der Tarantel gestochen aufspringen und mitten im Gespräch zum Rauchen rausrennen. Dann kam aber der Winter und ich wollte nicht morgens in die nach Qualm stinkende Küche kommen. Das war mir dann doch zu fies. Auf die Idee zu kommen, sich erst mal anzuziehen und dann auf den Balkon zu gehen oder sich in WZ Fenster zu stellen, war zu viel verlangt also hat er Schluss gemacht. Ganz einfach. Wie ich über die ekligen Nikotinflossen gelernt habe hinwegzusehen weiß ich bis heute nicht. Fest steht: Die Beziehung wurde nicht von mir sondern von der Sucht gekillt. Da kam erst mal nach der Zigarette lange nichts. Ich bin so dankbar endlich einen Nichtraucher zu haben. Das sind eine Menge Probleme weniger.
 
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  • #39
Tatsächlich habe ich auch inzwischen erlebt, dass Rauchen zum Beziehungskiller wird. Nämlich wenn es dominant wird
Das ist mal ein Gesichtspunkt, zu dem hier bisher noch gar nichts geschrieben wurde.
Das Thema "Dominanz".

Kommen Raucher und Nichtraucher zusammen an einem Ort wo das Rauchen nicht verboten ist, dann ist es tatsächlich so, dass der Raucher derjenige ist, der die "Macht" hat die Situation zu bestimmen. Er dominiert.

Sicher betreffen die folgenden Aussagen nicht alle Raucher, nämlich überhaupt nicht die Rücksichtnehmenden. Einige (auch der FS) sollten sich allerdings mal ehrlich hinterfragen, ob sie sich darin wieder finden:

DER RAUCHER entscheidet, ob die Raumluft rauchfrei bleibt oder nicht, bzw. wie stark die Rauchkonzentration werden darf, indem ER entscheidet, wieviele Zigaretten er raucht.
Das Fenster öffnen zum Rauchabzug? Geht ja gar nicht, dann verliert er doch die alleinige Macht über die Raumluft...

ER entscheidet also, ob sein gegenüber gezwungen ist ebenfalls passiv mitzurauchen oder nicht.
ER entscheidet, ob die Kleidung der Partnerin ebenfalls nach Qualm stinken wird, oder nicht.
ER entscheidet gnädig, ob er als Rechtshänder auch mal die linke Hand zum rauchen nimmt, damit ein Nichtraucher nicht direkt vollgequalmt wird.

Und in Bezug auf die Freundin des FS hier: wehrt sie sich gegen diese seine Dominanz wird sie als intolerant dargestellt.

Es war die letzten Jahrzehnte immer so, dass wenn rauchende und nichtrauchende Menschen zusammen kamen, es grundsätzlich die Raucher waren, welche die Situation bestimmten. Indem sie entweder rücksichtslos rauchten, oder auch gnädigerweise Rücksicht auf die Bedürfnisse der Nichtraucher nahmen.
Immer wenn ein Raucher sich in Gegenwart eines Nichtrauchers eine Zigarette anzündet übt er damit in dem Moment auch eine gewisse Macht über diesen und seine Gesundheit aus.

Seit es immer mehr Rauchverbote gibt an öffentlichen Orten gibt es doch einige Raucher, die sich darüber aufregen nicht mehr "frei" entscheiden zu können, wann und wo sie rauchen können. Wo aber war bisher die Freiheit der Nichtraucher selber zu entscheiden, ob sie gezwungen werden ebenfalls (passiv) mitzurauchen? Warum eigentlich dieses Unverständnis einiger Raucher - gefällt es ihnen nicht, nun weniger "Macht" ausüben zu können?

Hört nicht jede persönliche Freiheit dort auf, wo sie die Freiheit eines anderen Menschen einschränkt - und verhält man sich dominant, wenn man dafür kein Einsehen hat? Ich denke ja.

FS, fühlst du dich durch deine Freundin "entmachtet", wenn sie sich gegen die Dominanz deines Rauchens wehrt?
Das soll jetzt nicht Vorwurfsvoll klingen sondern lediglich zum Nachdenken anregen, warum es dir eigentlich so schwer fällt auf ihre Bedürfnisse mehr Rückicht zu nehmen.
 
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  • #40
@ # 38

Da ist was dran.
Ich war mit einem Raucher verheiratet, der nie Rücksicht nahm. Es wurde in jedem Raum der Wohnung geraucht, lediglich das Schlafzimmer konnte ich rauchfrei halten, aber er stand nachts immer mal wieder auf um eine Zigarette zu rauchen, dann kam er ins Bett und der ganze Raum hat gestunken. Meine Bitte, doch zum Rauchen auf den Balkon zu gehen oder wenigstens auf seinen Hobbyraum zu beschränken, warf er mir Intoleranz vor. Er leerte den Aschenbecher nie aus und rauchte sogar im Auto. Wenn der Rauch zu mir zog und ich mit den Händen wedelte, war ich zickig und hab völlig übertrieben. Wenn ich (damals, vor 20 Jahren) im Flugzeug einen Nichtraucherplatz wollte, musste er sich durchsetzen und wir saßen dann doch in der Raucherabteilung.
Nach meiner Scheidung wollte ich nie wieder einen Raucher, aber habe dann einen sehr netten Mann getroffen, der ebenfalls geraucht hat. Ich wollte lange nichts mit ihm anfangen, aber dann habe ich gemerkt, dass er anders war. Er raucht grundsätzlich nur auf der Terrasse, fragt immer, ob es mich stört und nimmt einfach Rücksicht. Er putzt sogar nach dem Rauchen die Zähne, wenn er mit mir zusammen ist.
Es geht also auch anders.
 
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  • #41
Ein Nichtraucher kann sich da gar nicht in den Raucher reinversetzen, dass ein süchtiger Raucher nicht mal eben so "aufhören" kann, nur weil er gerne würde.
Es ist und bleibt eine Drogensucht, genauso wie Alkoholismus und Heroinsucht.
Leider übersehen das immer noch viele, weil die Tabakindustrie es jahrzehntelang geschafft hat, diese Sucht als ledigliche "Angewohnheit" gesellschaftsfähig zu machen und diese dadurch im Alltag zur ganz gewöhnlichen Normalität wurde.
Mag sein, dass Rauchen eine Sucht ist, aber eine kleine, und es ist absolut anmaßend, Rauchen mit Alkoholismus und Heroinsucht gleichzusetzen. Mit dem Rauchen aufzuhören, führt körperlich allenfalls zu Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen und Müdigkeit, und das hat ein ansonsten gesunder Körper in drei Wochen im Griff. Ich habe selbst lange geraucht, von heute auf morgen ohne jegliches Hilfsmittel aufgehört und bin stattdessen Joggen gegangen. Alles eine Sache der Disziplin.
 
  • #42
Lieber FS

Sorry- aber das kannst Du nicht verstehen. Ich gehe schlichtweg davon aus, dass sie es sich nicht so schlimm vorgestellt hat. Dazu noch bist Du ja ein überall-Raucher. Es ist schon ein Riesenunterschied ob Du nur draussen rauchst oder in Ihrer Gegenwart.

Dein Standpunkt: "Ich Rauche, das weiss Sie und ich sch*** drauf dass Sie Nichtreucherin ist und blas ihr den Qualm mit seinen 240 Giften direkt ins Gesicht".
Ich wette, würdest Du nur draussen rauchen, und nicht in Ihrer Gegenwart, wärs halb so schlimm.

Und ich wette auch, dass Sie es unterschätzt hat. Wer als NR noch nie einen Raucher geküsst hat, hat keine Ahnung wie eklig das schmeckt. Und jetzt sind die ersten Hormone vorbei und sie merkt es jetzt so richtig.

Sorry- Du kannst nur zwei Dinge tun, entweder die Beziehung beenden oder eben mit dem Rauchen aufhören.

Deine Wahl ist also klar: Fluppe oder Frau.

@35
Würden alle Raucher plötzlich aufhören gäbe es eine neue Steuer, um die Einnahmeverluste auszugleichen, und die müßte ich auch als Nichtraucher zahlen.
Wenn wir die Folgen des Rauchens gegenrechnen (Krankenhaus, Ausfall, etc. pp.) wäre es für die Allgemeinheit besser die Raucher rauchen nicht mehr. Für die Kosten einer Lungenkrebsbehandlung kannst Du verdammt lange Rente zahlen. Und da ca. 30% der Zigaretten mittlerweise an der Steuer vorbei gekauft werden geht die Rechnung noch weniger auf.
 
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  • #43
Der FS hier !

Danke für eure Antworten !
Erstaunt bin ich ich schon über hier teilweise geäusserte Meinungen,manchml erweckt es sogar den Eindruck als wäre ich an der Situation "Schuld".

Ich muß allerdings noch einiges klarstellen.
Ich rauche NIEMALS in meiner Wohnung ! Ich rauche nur auf meinem Balkon,ausnahmslos.
Die Situation mit dem öffnen der Fenster war in der Wohnung meiner Eltern,sie rauchen tatsächlich beide in der Wohnung und selbstverständlich gehe in dann nicht vor die Tür wenn ich selber eine rauche.

Der Frau zuliebe dampfe ich oft E-Zigarette statt richtig zu rauchen.Mittlerweile sagt sie aber selbst dazu ich solle es doch einschränken. Riechen tut da nichts. Ich habe sie mal gefragt warum sie mich bittet E-Zigarette zu dampfen wenn ich doch Lungenschmerzen davon bekomme...

Ich selber habe von 2008 bis 2011 nicht geraucht. Von heute auf morgen aufgehört und 2 Wochen die Hölle durchgemacht.
In meiner rauchfreien Zeit habe ich meine vorige Beziehung kennengelernt. Sie rauchte,ich nicht. Es wäre mir niemals in den Sinn gekommen sie im Nachhinein dafür Vorträge zu halten. Und nein,das war auch überhaupt kein Thema für mich. 5 min nach der letzten Zigarette küsste ich sie auch gerne. Es war auch nicht der Grund der Trennung und ich habe auch nicht wegen ihr wieder mit dem Rauchen angefangen.
 
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  • #44
Lieber FS,

ich finde es kurios, dass Deine Freundin Dich jetzt sogar von der E-Zigarette abhalten will. Ich rauche die selbst und sie ist wirklich völlig ohne Geruch und Nachgeschmack. Mir scheint da eher ein Machtkampf seitens Deiner Freundin stattzufinden, die austestet, wie weit sie Dich im Griff hat.

Sie hat sich jetzt tief in das Thema Rauchen und die notwendige "Bekehrung" Deiner Person verrannt. Es scheint nicht mehr nur um ihre eigenen Mißempfindungen, die sie durch Dein Rauchen hat, zu gehen, sondern ums Prinzip. Das macht die Sache umso schwieriger, denn Prinzipienreitern geht es nicht mehr um die eigentliche Sache/ das grundlegende Problem und problembezogene Lösungen, sondern eben ... ums Prinzip.

Daher meine Frage: ist sie auch bei anderen Streit- oder Kritikthemen so rigide und prinzipienhaft? Kann sie Kompromisse schliessen oder bist eher Du derjenige, der des lieben Friedens Willen nachgibt? Wie würde sie reagieren, wenn DU etwas an ihr kritisierst und sie bittest, es Dir zu liebe zu ändern? Wie alt seit ihr eigentlich?

Ihr seid jetzt 3 Monate ein Paar, plant schon sehr die Zukunft (in meinen Augen viel zu früh) und habt bereits in der rosaroten Verliebtheitsphase ein ganz gravierendes Problem. Ich an Deiner Stelle würde die Beziehung daher nochmal kritisch überdenken, ob in eurem Fall die beiderseitige Streitkultur und Kompromissfähigkeit ausreichen, um auch mit weiteren Problemen fertigzuwerden. Das bezweifle ich angesichts des Verhaltens Deiner Freundin nämlich. Und nein, Du bist nicht schuld an der Situation. Lass Dir von den Raucher-Bashern hier nichts einreden, die ziehen mit solchen Postings ihr eigenes Ego hoch. Es ist immer leicht, Süchtige zu verteufeln, wenn man selbst nie eine solche Abhängigkeit gehabt und überwunden hat.

w, 51
 
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  • #45
Ich sehe Rauchen nicht aus Beziehungskiller, ganz einfach, weil es für mich so zu gar keiner Beziehung kommen kann, wenn die Frau raucht. Für Affäre/ONS kann ich es nicht beurteilen, weil ich danach nicht suche und noch nie gesucht habe.

Ich hatte einmal das "freudige" Erlebnis, dass eine Frau beim zweiten Date beim Spatzierengehen plötzlich eine Zigarette rausholte, sie sah meinen Blick, sah, dass aus meinen Augen jeglicher Glanz beim Betrachten von ihr gewichen war. Wir schwiegen, aber wussten beide ganz genau, was das bedeutete.
 
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Gast

  • #46
FS, hast du dir schon einmal überlegt, dass deine Freundin, jetzt nachdem sie sich verliebt hat in dich, Angst bekommt um deine Gesundheit?

Erstmal lernt man sich ja nur kennen und schaut, was daraus wird.
Nun hat sie sich Hals über Kopf in dich verknallt, plant die Zukunft mit dir, ihr redet schon von Kindern. Und da denkt man halt schon mal ein paar Jährchen weiter in die Zukunft.

Sie wird keinen rauchenden Vater für ihre Kinder wollen.
Sie dachte aufgrund deiner Aussage, dass du lieber Nichtraucher wärst, dass sich das Problem schnell erledigen wird, wenn es paßt zwischen euch.
Sie möchte gerne mit dir alt werden, und dich nicht schon frühzeitig verlieren aufgrund einer der zahlreichen Krankheiten, die fast jeden langjährigen Raucher ab einem gewissen Alter betreffen.
Sie möchte kein Kind zeugen mit einem Mann, dessen Erbgut durch das Rauchen geschädigt ist.

Kannst du diese Gedanken verstehen?

Sie weiß, dass eure gemeinsamen Zukunftsträume sich für sie mit dir nur dann verwirklichen lassen, wenn du mit dem Rauchen aufhörst.
Du wirst dich entscheiden müssen, was dir nun wichtiger ist für dein Leben - weiter rauchen und auf eine gemeinsame Zukunft und die Familie mit ihr verzichten, oder den Kippen lebwohl zu sagen.

Hoffe nicht darauf, dass du weiter rauchen kannst und ihr werdet trotzdem zusammen bleiben.
Hier wird das Rauchen ganz klar zum Beziehungskiller werden, wenn du weiter daran fest hältst.

Selbst wenn du noch tausend mal sagst sie wußte es doch vorher - sie hat nun festgestellt, dass sie sich was vorgemacht hat, dass sie eben nicht mit einem Raucher leben kann, und sie wird es auch nicht tun. Eine gemeinsame Zukunft wird es nur ohne Zigaretten geben, da führt kein Weg dran vorbei. Schaffst du es nicht deine Sucht zu bekämpfen, dann WIRST du sie weider verlieren. Hoffentlich sind dir die Kippen das dann Wert.
 
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Gast

  • #47
Lieber FS,

nach deinem letzten Beitrag habe ich den Eindruck, als ob es deiner Partnerin gar nichts ums Rauchen an sich geht, sondern um die Macht in eurer Verbindung. Tatsache ist: Du hast ihr nichts vorgemacht, das Rauchen nicht verheimlicht und gehst immer an die frische Luft, wenn du dir eine ansteckst. Du nimmst Rücksicht, steigst auf E-Zigaretten um und hast dir einen Termin beim Arzt geben lassen.

Ich bin selbst Raucherin und vertrete die folgende Meinung: Ich stehe offen dazu, dass ich rauche und überlasse einem NR die Entscheidung, ob er sich auf mich einlassen möchte. Wenn er mich wegen der Zigaretten nicht will, dann akzeptiere ich das. Falls er meint es würde ihm nichts ausmachen, darf er später auch nicht meckern. Ich hatte diesbezüglich immer Glück und andere Paare in meiner Familie auch. Wobei bei uns ausschließlich Frauen rauchen und ich das Gefühl habe, dass Nichtraucherinnen wesentlich intoleranter sind als Nichtraucher. Ein guter Freund von mir musste seiner Partnerin zuliebe nach ca. 4 Jahren Beziehung das Rauchen aufgeben, sonst hätte sie ihn verlassen.
 
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Gast

  • #48
Ein guter Freund von mir musste seiner Partnerin zuliebe nach ca. 4 Jahren Beziehung das Rauchen aufgeben, sonst hätte sie ihn verlassen.
NEIN - das ist ja schrecklich!!
Jemand hat seine Sucht erolgreich bekämpft, weil ihm seine Beziehung wichtiger war als seine Droge! *ironieaus*

Sorry, aber das hört sich so an, als wäre er in deinen Augen jetzt schlechter dran, als würdest du ihn deshalb bedauern. Meinst du nicht, er hat auf Dauer ein besseres Leben mit Partnerin und ohne Suchtkrankheit, statt anders herum?
Hättest du denn genausoviel Mitgefühl für einen Alkoholiker, der trocken wird, damit seinen Partnerin ihn nicht verläßt, und der deshalb nun gar keinen Wein mehr genießen kann?

Manchmal denke ich, einige Raucher (die selber von ihrer Sucht nicht los kommen) haben ein Problem damit, dass immer mehr Raucher sich dazu entschließen ein rauchfreies Leben zu führen (weil es ihnen nur Vorteile bringt), denn je weniger Raucher es im direkten Umfeld gibt, desdo unangenehmer wird es natürlich für den einzelnen Raucher selbst - wer gehört schon gerne zu einer immer kleiner werdenden Minderheit, die dazu auch noch von immer mehr Menschen gemieden wird?!
 
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Gast

  • #49
Meinst du nicht, er hat auf Dauer ein besseres Leben mit Partnerin und ohne Suchtkrankheit, statt anders herum?
Hättest du denn genausoviel Mitgefühl für einen Alkoholiker, der trocken wird, damit seinen Partnerin ihn nicht verläßt, und der deshalb nun gar keinen Wein mehr genießen kann?
Ich respektiere jeden Raucher und Alkoholiker, der von seiner Sucht loskommt. Es ist aber wichtig, dass dieser Mensch freiwillig aktiv wird, weil er sich selbst und seiner eigenen Gesundheit etwas Gutes tun möchte. Mir gefällt es nicht, wenn Leute ihren Partnern etwas aufzwingen möchten. Dann sollen sie sich halt einen NR suchen.
 
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Gast

  • #50
Es geht doch nicht ums Rauchen sondern darum dass sie eine Beziehung wollte und nun versucht, dich so zu ändern dass du auch dazu passt.
Sie wusste es von Anfang an und dachte sich bestimmt „habe ich ihn erst mal dann kann ich ihn schon ändern“.
Frag sie doch direkt was sie sonst noch stört denn dies wird nach dem rauchen der nächste Punkt, an dem sie sich aufhängen wird.
So ticken Frauen nun mal
w, 41
 
G

Gast

  • #51
Ich glaube nicht, dass es der Frau hier um Macht geht. Sie hat ganz einfach erkannt, dass sie in dieser Beziehung nicht glücklich werden wird, wenn der FS weiter raucht. Nicht, weil sie ihn erziehen will, sondern weil sie sich mit diesem ständigen Geruch an ihm und aus seinem Hals nicht wohl fühlt.
Solange er raucht mag sie ihn einfach nicht riechen. Ist es denn wirklich zuviel verlangt, dass eine Frau sich einen Partner wünscht, den sie gerne riechen mag?
Offensichtlich hatte sie das unterschätzt. Bis sie angefangen hat es zu spüren.

Wieso ist es für einige Raucher nur so schwer zu verstehen, dass Nichtraucher, welche das Rauchen stört, nur aus einem Grund nicht permanent mit diesem Gestank belästigt werden wollen: weil sie sich in dem Moment vor dieser Geruchsbelästigung ekeln?!

Wäre hier eine andere unangenehme Geruchsquelle die Ursache des Streits (z.B. ungepflegt sein, oder 10 Katzen in der Wohnung mir entsprechendem Geruch auch in seiner Kleidung), dann würden die Raucher hier sicher auch nicht schreiben, sie solle sich damit abfinden.

Natürlich kann man nun sagen, dann soll sie doch gehen. Das hätte sie vermutlich auch längst getan - wenn sie nicht bereits so tiefe Gefühle für den FS hätte.
Genauso wenig will der FS hören "Dann mach doch Schluß" - das hätte er ebenfalls längst getan, wenn da nicht seine Gefühle für diese Frau wären.

Er wird selbstverständlich nur freiwillig aufhören können, denn ohne den eigenen Willen dazu wird er es vermutlich gar nicht schaffen.
Ein Abhängiger, dessen Sucht sein Leben nicht beeinträchtigt, weil sie ihm keine Nachteile bringt, der sieht in der Regel gar keinen Grund damit aufzuhören. Wozu auch? Warum sich einen anstrengenden Entzug antun, wenn man mit der Droge genauso gut leben kann und auf nichts verzichten muß. "Freiwillig" aufhören tun nur diejenigen, welche Nachteile durch ihre Sucht erleben und diese nicht (mehr) wollen.

Wenn der FS sich nun dazu entschließen sollte mit dem Rauchen aufzuhören, dann letztendlich nicht, weil seine Partnerin ihn dazu gezwungen hat, sondern weil er eingesehen hat, dass sie ansonsten die Beziehung über kurz oder lang beenden wird, weil sie mit seinem Geruch UNGLÜCKLICH ist, und er stattdessen dann doch lieber FREIWILLIG auf das Rauchen verzichtet.
Sie kann ihn gar nicht zwingen, ER trifft am Ende die Entscheidung für sich.

Kein Süchtiger läßt sich zwingen seine Sucht aufzugeben, wenn er das nicht auch von sich aus will. Eher verzichtet er dann eben auf andere Dinge.
 
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