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  • #1

Thema: Zum Partner ziehen-Aufteilung der Mietkosten?

bitte um neutrale Denkanstöße. Dieses Forum gefällt mir weil es sehr gute Ansichten gibt.
Ich (w/39) sehe gerade zu, wie meine beste Freundin einen für mich nicht nachvollziehbaren Weg geht. jeder soll machen was er will, nur ich kann da irgendwie nicht tatenlos zusehen, deshalb würde ich gerne wissen, wie das so im allgemeinen gehandhabt wird.
Im konkreten Fall ist meine beste Freundin zu ihrem Freund gezogen. Weil er eine größere Wohnung hat und weil er es unbedingt so wollte. Meine Freundin putzt, wäscht, macht die ganze Wohnung sauber, kauft ein, er ist ein starker Esser :), sie kümmert sich darum, daß die Wohnung sauber ist und kocht auch für ihn, da er wenig Zeit hat.
es verlangt dieser Mann die halben Mietkosten, was wesentlich mehr als der Betrag ist, den meine Freundin für ihre alte Wohnung gezahlt hat. Sie "soll" sich in Zukunft auch an den Unterhaltungskosten (er geht sehr gerne aus und fährt sehr gerne am Wochenende weg) zur Hälfte beteiligen.
Kurzum: Meine Freundin hat seit dem Zusammenwohnen deutlich höhere Lebenskosten als vorher.
ich würde das niemals tun, aber scheinbar sieht meine Freundin das irgendwie anders...
ich lebe es in meiner Partnerschaft so, daß ich zwar auch viel in unserer gemeinsamen Wohnung mache, aber da ich für die ganzen Lebensmittel, den ganzen Haushalt usw. aufkomme, war das bei uns nie Thema. mein partner würde niemals von mir eine miete verlangen.

danke für Meinungen!
 
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  • #2
Meine Partnerin zahlt auch eine Art Miete(pauschal inkl.aller Nenbenkosten und Telefon) an mich,es ist aber weniger als wenn sie allein für eine mittelgroße Whg für sich aufkommen müßte.Sie soll ja nicht mein Haus finanzieren,also auch keine Hälfte meiner Darlehnsabgaben-aber zum Nullpreis gibts ja auch in einer EHE nichts!Lebensmittel,Haushalt und sonstige Dinge des gemeinsamen Lebens teilen wir hälftig,oder sie gleichen sich am Ende in irgendeiner Form aus,nur nicht zu kleinlich werden.Ich als Mann bin haushaltstechnisch und handwerklich sehr fit,aber Frauen oft nur in haushaltstechnischen Dingen,also teilt man es so auf,daß am Ende beide zufrieden sind.Ohne das ich die Absicht hatte,ist man dann gewissermaßen schnell in der klassischen Rollenverteilung,bei einigen mag es dann auch umgekehrt sein.Unser Urlaub,gemeinsame Hobbies,Essen gehen balancieren bei der Finanzierung von hälftig bis gegenseitigem Wohltun,also kein finanzielles Spießertum.Bei uns passt es so..
Deine Freundin sollte mit ihrem Partner Reden und für beide faire Grundvereinbarungen für das Beziehungsleben,von Haushalt,Lebenshaltungskosten,Miete usw. besprechen und festlegen,womit beide ohne sich ausgenutzt vorzukommen leben können.So wie das aus deinem Text raus zu lesen ist,wird es nicht ewig gehen-partnerschaftlich Fair sieht anders aus!

m49
 
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  • #3
Ich persönlich würde es bei Doppelverdienern so machen:

Alle fixen Kosten (Miete, Autos, gemeinsame Versicherungen, Wohnungsausstattung, Urlaub, Haushaltsgeld) etwa nach dem Verhältnis des Gehalts aufteilen.

Und alles was nebenher so anfällt (Klamotten kaufen, Privatvergnügen, Hobbies, Frisör, Beauty, ...) soll jeder für sich berappen.

Und wenns zusammen weg geht (Kino, Essen, Kultur u.s.w.) da soll mal der eine, mal der andere bezaheln.
Nicht hart "abwechselnd", sondern halt so, dass sich keiner übervorteilt vorkommt. (das sollte man eigentlich ohne Planung hinbekommen.)

Aber ich sag auch: Wenn SIE z.B. trotz Arbeit den ganzen Haushalt schmeißt und sich auch für putzen und kochen nicht zu schade ist, dann würd ich das als Partner bei der finanziellen Aufteilung durchaus berücksichtigen.
Einfach als kleinen Beweis der Wertschätzung.
Das kann ich jetzt aber schlecht konkret beziffern.

m28
 
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  • #4
Korrekt und fair ist die Aufteilung nicht, auch die Lebenshaltungskosten sollten gerecht geteilt werden. Es geht nicht, dass sie da alles bezahlt, so habe ich es jedenfalls verstanden.
Sie steht sich finanziell schlechter mit ihm zusammen, als zu der Zeit, wo sie noch alleine wohnte und nimmt es scheinbar so hin. Vielleicht hat der Mann gewisse Qualitäten, die ihn so wertvoll machen? Oder deine Freundin ist froh überhaupt einen Mann zu haben?

Für mich wäre die aufteilung jedenfalls nichts. Das hätte aber vorher geklärt werden müssen. Wie soll sie da jetzt noch ohne Stress etwas ändern?
 
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  • #5
Alles sollte 50:50 sein. Ganz einfach.

Stürzt ein Umzug des neues Partners (z.b in eine größere Wohnung oder ein Haus) in den finanziellen Ruin, sollten Alternativen ausgearbeitet werden (z.b. Umzug dann zusammen in ein billigeres oder gleichwertigeres Objekt).
 
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  • #6
Wohnung sollte 50:50 aufgeteilt werden.
Ich wohne jetzt in einer winzigen Wohnung mit moderaten Kosten (prozentual gesehen aber natürlich viel zu hoch, wie bei allen Single-Apartements) Ziehe ich in eine größere, habe ich mehr Komfort und auch mehr Kosten - logisch. Ziehe ich mit jemandem zusammen, ist mein Wohnkomfort auch größer: mehr Platz,vielleicht ein Balkon oder terasse, größeres BAd etc.. Dann zahle ich natürlich auch mehr. Ich kann ja nicht verlangen auf immer und ewig meine geringe Miete zu zahlen, egal wohin oder zu wem ich ziehe.
Ich kenne aber einige Freundinnen von mir, die genau das tun: sich vom Mann aushalten lassen und ganz selbstverständlich darauf pochen, dass sie ja in einer Beziehung sind und der Partner so etwas nicht verlangen kann. Selbst würden sie aber nie jemanden bei sich kostenlos aufnehmen.
Soviel dazu.

Wenn sie freiwillig kocht ist das ihr Ding. Haushalt soll auch 50:50 geteilt werden. Ist dies nicht der Fall, muss ganz automatisch derjenige der weniger macht, irgendeinen Ausgleich finden: zB. öfter einladen. Die vermehrten Kosten für Nahrung muss er übernehmen. Männer haben sehr oft kein Gefühl dafür wieviel sie eigtl. essen und wie wenig Frauen, bzw. wie riesig die Kostenunterschiede sind. Ich glaube alle Frauen wissen wovon ich rede.

Aber: wenn deine Freundin alles ok findet wie es läuft, dann lass sie doch. Es gibt frauen die sich gern um jemanden kümmern, für jmd. kochen und evtl. auch kochen. Sie empfinden das das nicht als schlimm. (das ist jetzt nicht sarkastisch oder herablassend gemeint sondern ernst)
 
  • #7
Es ist doch nun wirklich mehr als selbstverständlich, dass die Mietkosten und deren Nebenkosten von Beiden zu gleichen Teilen getragen wird. Ob deine Freundin den Haushalt macht oder nicht hat damit überhaupt nichts zu tun. Wenn die Wohnung größer ist und sie jetzt mehr Kosten hat, ist ja nicht ungewöhnlich, sie hat ja auch mehr Komfort. Dies hat sie auch vorher gewußt und wenn sie sich das nicht leisten kann, hätte sie nicht einziehen dürfen. Warum du davon ausgehst, dass sie sich nicht zu 50 % beteiligen sollte, ist mir schleierhaft. Und was das Paar mit seiner Freizeit macht, wie die arbeiten aufgeteilt werden, dass ist ja überall anders und unabhängig von den kosten. Ich würde nie den gesamten Haushalt machen und wenn sie keine Lust hat so oft auszugehen wie er, haben sie vielleicht einfach zu unterschiedliche Interessen, dass eine dauerhafte Beziehung schwierig wird. Ungewöhnlich ist es aber nicht und warum du dich in die Beziehung einmischt, kann ich auch nicht nachvollziehen. Wenn deine Freundin dich wohl fühlt ist doch alles in Ordnung. Du musst ja nicht so leben.
 
  • #8
Das mit den 50:50 ist zwar nur fair, kann aber auch juristische Nachteile bringen.
Bei einer Mietwohnung muss erst einmal der Vermieter damit einverstanden beziehungsweise
Informiert sein. Wenn nicht, dann hast du deine Wohnung nämlich ohne Absprache untervermietet.

Bei Eigentum wird es noch komplizierter in den Fall derTrennung, da Du dann denn „anderen“
nicht einfach von heute auf morgen „auf die Straße“setzen kannst. Wenn der/diejenige nachweisen
kann, dass er/sie „Miete“ bezahlt, existiert auch ein Mietverhältnis ohne Vertrag.
Einer Bekannten von mir ist es so ergangen und nach ca. 6 Monaten hat sie dann endlich ihren EX mit
Anwaltskosten und „Handgeld“ endlich aus ihrem Haus herausbekommen.
 
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  • #9
Eine 50:50-Aufteilung aller Kosten -also Miete, Nebenkosten, Lebensmittel u. anderer Bedarf, der gemeinsam verbraucht wird, ist fair und normal. Ich weiß nicht, warum das immer wieder zur Debatte gestellt wird. Auch das Bestreben, das interessanterweise immer nur von Frauen kommt, die Kostenanteile prozentual den jeweiligen Gehältern anzupassen, finde ich abstrus. Warum soll derjenige, der mehr verdient, auch privat mehr zahlen? Der hat wahrscheinlich eine längere oder aufwendigere Ausbildung oder ein Studium absolviert und jahrelang viel weniger verdient, als die (jetzt) schlechter verdienende Freundin, die mit 16 nach Realschulabschluss eine (bereits entlohnte) Lehre anfing.

Wenn Du die Kostenaufteilung in Deiner Beziehung anders handhabst, ist das doch Dein Ding. Scheinbar hast Du eben mit Deinem Partner vereinbart, dass daß Du deinen Teil der Kosten durch Hausarbeit in Naturalien "abarbeitest" plus Bezahlung der Lebensmittel, die vermutlich deutlich billiger kommen, als ein Mietanteil.
Nun siehst Du bei Deiner Freundin, dass sie ähnliche "Naturalleistungen" erbringt, wie Du, dafür von ihrem Freund aber nicht "entlohnt" wird, wie Du. Das ist aber ihr Ding und wenn sie eine andere Kostenverteilung will, muss sie eben mit dem Freund verhandeln.

Ich persönlich wäre mir zu schade und habe es finanziell auch nicht nötig, mich als Putzfrau, Köchin und Hauswirtschafterin vom Partner mit Mieterlass bezahlen zu lassen. Meine bisherigen Beziehungen waren auf Augenhöhe, also gleiche Rechte, Kosten und auch Pflichten für Beide. Lediglich bei einem Partner habe ich teils die gemeinsamen Urlaube bezahlt, weil er durch Unterhaltszahlungen wenig Geld hatte.

w, 51
 
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  • #10
Vielleicht möchte sich Deine Freundin durch ihr finanzielles Entgegenkommen und ihre Haushaltsdienstleistungen als "Ehefrau qualifizieren"? Irgendetwas an dieser Konstellation muss ihr das Ungleichgewicht akzeptabel erscheinen lassen.

w/50
 
  • #11
Was ne Frage?

Natürlich werden Miet- Lebenshaltungs- und Nebenkosten 50/50 geteilt. was denn sonst? Ausnahmen nur wenns eine überfordern würde oder einer eheblich mehr verdient und seinen deutlich höheren Lebensstandart beibehalten möchte. Im Falle Deiner Freundin kapier ichs aber nicht. Wie kann es sein dass eine Halbe Ortsübliche Miete deutllich mehr ist als eine volle? Vor allem wenn man die NK mitrechnet.

Bei uns haben sich die Kosten deutlich reduziert, und das obwohl ich die doppelte Wohnfläche habe und dazu noch im Ballungsraum leben. So sehr dass wir mit dem gesparten Geld die Putzperle bezahlen können.
 
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  • #12
Wenn es sich um eine Mietwohnung handelt, ist für mich (w27) völlig logisch, dass jeder die Hälfte der Kosten trägt. Und auch ansonsten alles gerecht aufgeteilt wird, oder jeder etwas bestimmtes übernimmt, sodass in Summe wieder für jeden die Hälfte der Kosten für alle gemeinsame Ausgaben rauskommen.
Wenn sich durch die größere Wohnung und evtl gehobeneren Lebensstil jetzt für deine Freundin die Kosten erhöht haben, kann man nichts machen. Größere Wohnungen kosten halt mehr als kleine Wohnungen, auch Liebe ändert nichts an m²-Preisen.
Sofern deine Freundin keinen Sachwalter benötigt, hoffe ich doch, dass sie ihre Finanzen überblicken kann - womöglich sogar besser als du, oder weißt du über das genaue Einkommen und Ausgaben deiner Freundin so gut Bescheid?

Wenn es sich um eine Eigentumswohnung des Freundes handelt (und er womöglich noch den Kredit dafür abbezahlt), ist die Diskussion (und meine Meinung darüber) eine andere - darüber gibt es aber schon irgendwo einen eigenen Thread.
 
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  • #13
Meine Freundin putzt, wäscht, macht die ganze Wohnung sauber, kauft ein, er ist ein starker Esser :), sie kümmert sich darum, daß die Wohnung sauber ist und kocht auch für ihn, da er wenig Zeit hat.
es verlangt dieser Mann die halben Mietkosten, was wesentlich mehr als der Betrag ist, den meine Freundin für ihre alte Wohnung gezahlt hat. Sie "soll" sich in Zukunft auch an den Unterhaltungskosten (er geht sehr gerne aus und fährt sehr gerne am Wochenende weg) zur Hälfte beteiligen.

Sie übernimmt also die komplette Haushaltsführung alleine, ist zuständig für Sauberkeit der Wohnung und für's Essen (einschließlich Einkaufen - das verstehe ich jetzt mal so, dass sie die Einkäufe auch alleine bezahlt). Und dann soll sie auch noch die Hälfte der Miete und die Hälfte der Unterhaltungskosten übernehmen?
Sorry, aber wer hier antwortet dies wäre gerecht, der hat den Text wohl nicht richtig gelesen, bzw. verstanden.

Nein, das ist so weder partnerschaftlich, noch ist es gerecht. Deine Freundin wird schlichtweg ausgenutzt.
Allerdings wirst DU daran nichts ändern können. Das muß deine Freundin schon von sich aus wollen.

w (43)
 
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  • #14
Der Meinung 50:50, die hier oft propagiet wird stimme ich überhaupt nicht zu.
Durch das Zusammenziehen werden auf beiden Seiten etliche Kosten gespart. Gleichzeitig können zusätzliche Kosten entstehen, z.B. bei dem umziehenden Partner für längeren Arbeitsweg. Diese Ersparnis abzgl. der zus. Kosten wird dann hälftig geteilt und diese Hälfte überweist der Umziehende dem Anderen als Mietausgleich. Schliesslich sollen beide Partner von dem Umzug profitieren, und das nicht nur emotional sondern auch finanziell. Verbrauchskosten und Lebenshalrung werden 50:50 geteilt. Weitere Zahlungen ( Miete usw.) finden nicht statt. Eine Teilung der Hausarbeit muß jedes Paar für sich, bezogen auf die persönliche Situation, finden. Versuche, hier mit Geld zu rechnen müssen schief gehen, weil man Hausarbeit nicht in Euros beziffern kann. Sonst hätten alle Hausfrauen schhon längst ein eigenes Gehalt. m,53
 
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