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Gast

  • #61
Liebe FS, man merkt, Du hast keine Kinder sonst würdest Du nicht so einen Schwachsinn fragen und derart abwegige Theorien aufstellen. w51
Ja, genau...Du böse FS....hast keine Kinder und traust Dich mit der Thematik, symbiotische Vater-Tochter-Beziehung, auseinander zu setzen. So was unverfrorenes aber auch! Als kinderlose sollten Dir dafür eigentlich ein paar Gehirnzellen fehlen, so wie allen kinderlosen Singels hier bei EP, die sich eine glückliche Beziehung wünschen und noch nichtmal Nachwuchs geworfen haben. Ironie beiseite.

Sowohl in diesem Forum, als auch anderswo, existieren viele Erfahrungsberichte über das Scheitern von Beziehungen, weil ein Elternteil nicht in der Lage war "Platz zu schaffen" für einen erwachsenen Partner. Weil es zu ungesunden Verschiebungen der Ebenen Partner/Kind gekommen ist - eben durch die individuelle Entwicklungsgeschichte der jeweiligen Partnerschaft.

Es ist definitiv nicht normal, wenn Väter ihre Töchter anhimmeln, als seien diese ihre Partnerin und "alles" mit diesen besprechen, weil sie für immer und ewig die wichtigste Vertraute von Papi ist. Das ist schon ein emotionler Mißbrauch. Über einige Übereltern, die meinen hier ihre eindimensionale Abhängigkeitsschau - getarnt als Gutmensch-Elternschaft - vor sich herzutragen zu müssen, kann ich mich nur schütteln. In Zufkunft werde ich über deren Antworten noch nicht mal mehr hinweg lesen. Davon wird mir nämlich langsam schlecht. w - kinderlos, mit Stiefsohn
 
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Gast

  • #62
Ja, genau...Du böse FS....hast keine Kinder und traust Dich mit der Thematik, symbiotische Vater-Tochter-Beziehung, auseinander zu setzen.
Der Hund scheint hier nicht in der Vater-Kind Beziehung begraben zu sein. Die Frage ist doch eher welches Familienmodell als Maßstab genommen wird. Schwarz-weiß gesprochen gibt es in unserem Kulturkreis zwei Varianten:

a) Das "italienische-katholische" oder "Nesthocker" Modell. Bei diesem stehen alle Mitglieder der weiteren Familie in Kontakt und interagieren ständig über alle Altersgrenzen hinweg. Oft kreist dabei die Welt um die Familie bis der Tod sie scheidet.

b) Das "norddeutsch-protestantische" oder "Nestflüchter"-Modell. Bei diesem ist Familie eine Lebensabschnittsaktivität. Die Kinder werden zu früher Selbständigkeit erzogen und mit 18 Jahren sollten Sie auf eigenen Beinen zu stehen. Familie ist ab dann ein Feiertagsthema. Ansonsten wird Indiviudualität groß geschrieben.

Beide Modelle haben Vor-und Nachteile und keines ist per se besser als das andere.Ich habe selbst erlebt wie inkompatibel reinrassige A-B Kombinationen sind. Das ist wie eine multi-kulti Beziehung - Mißverständnisse und Unverständnis sind vorprogrammiert.

Auf den oben zitierten Beitrag bezogen heißt dies daß eine "symbiotische" Vater-Tochter Beziehung bei A gerne gesehen wird, während Sie für einem B-Partner anathema sind. Kann man lösen, aber multi-kulti ist nicht jederfraus Sache.

m
 
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Gast

  • #63
Ein schwieriges Thema, das ich zwiegespielten betrachten. Einerseits weiß ich sehr gut, was mit einem ungesunden Verhältnis zwischen Vater und Kind gemeint ist, weil auch mein Vater sehr auf mich fixiert ist. Ich würde niemals behaupten, dass er mich als Partnerersatz betrachtet, aber ich bin der Dreh- und Angelpunkt seines Lebens. Wie er zu sagen pflegt: "Zuerst kommst du, und dann kommt lange nichts." Er leidet sehr darunter, dass ich längst mein eigenes Leben führe und nicht so engen Kontakt wünsche, wie er ihn sich erhofft. Meine Kindheitsjahre waren für meinen Vater die kostbarste Zeit seines Lebens und davon konnte er sich nie lösen. Nie gab es eine Frau, die ihm auch nur annähernd so wichtig war, auch meine eigene Mutter nicht. Das torpedierte nicht nur die elterliche Beziehung, sondern auch andere Beziehungsanbahnungen in seinem Leben. Eine Frau suchte mit mir sogar das Gespräch, weil sie dem Irrtum unterlag, ich würde die Beziehung aus Eifersucht sabotieren. Ich konnte ihr nicht helfen, denn ich war niemals die treibende Kraft dahinter, dass mein Vater weibliche Bekanntschaften auf den hinteren Platz verwies. Im Gegenteil, es wäre erleichternd, wäre ich nicht mehr der einzige Lebenssinn für ihn. Denn es ist belastend zu wissen, dass das Glück eines Menschen so vollkommen von mir abhängt, und ich will mir nicht vorstellen, was geschehen würde, sollte mir etwas zustoßen.

Das Verhalten meines Vaters ist sicherlich nicht gesund, aber ich halte es durchaus für normal und richtig, dass Kinder eine höhere Priorität haben, als ein neuer Partner. Der Familie ist man normalerweise weitaus länger verbunden, ich halte es daher nur für verständlich, dass man seine Kinder, Eltern oder Geschwister nicht plötzlich für einen Menschen zurückstellt, den man gerade ein oder zwei Jahre kennt. In einem solchen Fall mit Familienmitgliedern konkurrieren zu wollen, halte ich für ein unreifes Verhalten. Man kann nicht in das Leben eines Menschen schneien und sofort höchste Priorität erwarten. Denn das ist die gegenteilige Extremposition, die ich für nicht weniger ungesund halte, als das Verhalten eines Elternteils, dessen Leben sich alleine um seinen Nachwuchs dreht. Ich halte es für wichtig, den Stellenwert der Kinder zu akzeptieren und eher darauf zu achten, ob der Partner einem genug Liebe, Respekt und Aufmerksamkeit schenkt, als darauf zu lugen, ob seine Kinder noch mehr davon bekommen.

26, w
 
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Gast

  • #64
zu 62 Danke für die ehrlich offene Einsicht in dieses Thema. Ich musste als Neue leider sehr unter der boshaften Tochter meines Freundes leiden. Es stimmt generell, das Kinder Priorität geniessen sollen, ich bin der Meinung. Diese darf jedoch nicht zum Schaden der neuen Frau missbraucht werden, so das Mobbing, üble Nachrede oder Aggression gegen sie verwendet, toleriert, ausgeblendet oder entschuldigt werden. Da hört der Spaß auf. Ich wünsche allen Kindern, egal welcher Altersgruppe einen tollen, liebenden Vater und das den Frauen die sich für sie entscheiden
das Gefühl erspart bleibt für den Haushalt und fürs Bett gut genug zu sein und sich erst nach und nach herauskristallisiert das sie nicht geliebt werden und ersetzbar sind.
 
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Gast

  • #65
Liebe FS

er lebte für seine Tochter. Die war 13 und wusste das ganz gut !
Sie liess auch nicht zu das irgend jemand dazwischen kam.
Ich schon gar nicht.


Das führte dazu dass er einerseits immer sagte er sehne sich nach einer neuen Partnerschaft so sehr denn Vater sein könne ja nicht alles ausfüllen.
Ausserdem werde das Mädel ja auch bald flügge.
Das war die rationale Ebene.
Aber gefühlsmässig war da so eine enge Bindung zwischen ihm und seiner Tochter. Das ging schon ins Krankhafte, Besitzergreifende. Wir durften nicht mal zusammen auf dem Sofa sitzen
und in einem Fotoalbum blättern, seine Tochter und ich.

Der Platz den er mir zuweisen wollte war der der bequemen Daueraffäre. Ich aber suche eine Familie und ich würde auch eine heiraten, aber so geht es halt nicht weiter. Daher haben wir us jetzt getrennt. Seine Tochter kommt ünrigens gar nicht so oft zu ihrem Zahlpapa vorbei obwohl sie in derselben Strasse wohnt !
 
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Gast

  • #66
Ich höre zufrieden und reserviert klingende Sätze wie "wir haben gerade zusammen gekocht und sehen nun einen Film" oder "am WE machen wir Dies und Jenes".

Was habt ihr für Erfahrungen diesbezüglich gemacht? Die Frage richtet sich sowohl an "betoffene" Männer als auch an Frauen.

Kann es sein, dass es häufiger so ist bei Männern mit älteren Töchtern?

Ich bin eine betroffene Exfreundin, eines Vaters mit "Tochter-Komplex". Man kann nicht verallgemeinern, dass dies ein spezielles Verhalten Alleinerziehender ist. In meinem Fall trifft aber zu, dass der Vater an seiner bereits erwachsenen Tochter(23J.) klammerte, nachdem seine Ehe gescheitert war.

Ich hatte nie die Chane eine vollwertige Partnerin an seiner Seite zu werden. Er hatte (unbeabsichtigt, unbewusst aus seiner seelsichen Not heraus) seine Tochter direkt auf den emotionalen Platz seiner Exfrau gesetzt, nachdem diese ihn verlassen hat. Die Tochter hat diesen Platz auch mir gegenüber vehement verteidigt, so dass nie eine partnerschaftliche Intimität zwischen mir und ihrem Vater entstehen konnte. Im Grunde gab es nur ein einziges "Wir-Gefühl" und das bezog sich auf meinen Exfreund und seine Tochter. Mir wurde immer wieder verdeutlicht, dass zwischen beide kein Blatt passt.

Für mich war das sehr schwierig. Die Tochter tat mir ab einem bestimmten Punkt auch leid, denn die Verantwortung die ihr Vater ihr zuschob, war viel zu schwer und einfach Fehl am Platz. Ein Gespäch mit ihm darüber zu führen- auch im Sinne der Tochter - schlug fehl, da er sofort mit Widerstand reagierte. Sie ist die Tochter - nicht sein Frauersatz.

Zuletzt bekam ich mit, dass beide gemeisam in den Urlaub gefahren sind (auf Wunsch meines Exfreundes), nachdem sich auch der nächste Freund von der Tochter getrennt hat und auch ich die Reißleine ziehen musste, da ich ziemlich durch die Sitution verletzt wurde. Der Urlaub war wohl nicht so erholsam, da die Tochter plötzlich psychosomatische Beschwerden zeigte.

Unser Beziehungsproblem lag nie an mangelden, gegenseitigen Gefühlen sondern daran, dass mein Exfreund nie seine gescheiterte Beziehung aufgearbeitet hat und somit nicht verstanden hat, was er seiner Tochter und auch mir mit seinem besitzergreifenden Fehlverhalten antut. Man kann als Frau keine Beziehung mit so einem Vater aufbauen - denn er ist schlichtweg nicht beziehungsbereit für eine neue erwachsene Frau in seinem Leben. Eine Tragödie für alle Beteiligten. Da kann man nur noch der Verantwortung für sich selbst nachkommen (wenn der Partner keine Verantwortung für sein Verhalten übernimmt) und sich aus der ausweglosen Situation befreien. w
 
  • #67
Ich bin eine betroffene Exfreundin, eines Vaters mit "Tochter-Komplex". Man kann nicht verallgemeinern, dass dies ein spezielles Verhalten Alleinerziehender ist. In meinem Fall trifft aber zu, dass der Vater an seiner bereits erwachsenen Tochter(23J.) klammerte, nachdem seine Ehe gescheitert war.

Ich hatte nie die Chane eine vollwertige Partnerin an seiner Seite zu werden. Er hatte (unbeabsichtigt, unbewusst aus seiner seelsichen Not heraus) seine Tochter direkt auf den emotionalen Platz seiner Exfrau gesetzt, nachdem diese ihn verlassen hat. Die Tochter hat diesen Platz auch mir gegenüber vehement verteidigt, so dass nie eine partnerschaftliche Intimität zwischen mir und ihrem Vater entstehen konnte. Im Grunde gab es nur ein einziges "Wir-Gefühl" und das bezog sich auf meinen Exfreund und seine Tochter. Mir wurde immer wieder verdeutlicht, dass zwischen beide kein Blatt passt.

Für mich war das sehr schwierig. Die Tochter tat mir ab einem bestimmten Punkt auch leid, denn die Verantwortung die ihr Vater ihr zuschob, war viel zu schwer und einfach Fehl am Platz. Ein Gespäch mit ihm darüber zu führen- auch im Sinne der Tochter - schlug fehl, da er sofort mit Widerstand reagierte. Sie ist die Tochter - nicht sein Frauersatz.

Zuletzt bekam ich mit, dass beide gemeisam in den Urlaub gefahren sind (auf Wunsch meines Exfreundes), nachdem sich auch der nächste Freund von der Tochter getrennt hat und auch ich die Reißleine ziehen musste, da ich ziemlich durch die Sitution verletzt wurde. Der Urlaub war wohl nicht so erholsam, da die Tochter plötzlich psychosomatische Beschwerden zeigte.

Unser Beziehungsproblem lag nie an mangelden, gegenseitigen Gefühlen sondern daran, dass mein Exfreund nie seine gescheiterte Beziehung aufgearbeitet hat und somit nicht verstanden hat, was er seiner Tochter und auch mir mit seinem besitzergreifenden Fehlverhalten antut. Man kann als Frau keine Beziehung mit so einem Vater aufbauen - denn er ist schlichtweg nicht beziehungsbereit für eine neue erwachsene Frau in seinem Leben. Eine Tragödie für alle Beteiligten. Da kann man nur noch der Verantwortung für sich selbst nachkommen (wenn der Partner keine Verantwortung für sein Verhalten übernimmt) und sich aus der ausweglosen Situation befreien. w
exakt so eine Beziehung habe ich auch hinter mir, ziehe dieselben Rückschlüsse.
 
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  • #68
Hallo liebe FS und fast 100 % der Antworten , ja! ja, ja???genau diese Situation habe ich auch erlebt, genau diese! das Ganze ging 2 Jahre. Wegen einer größeren Entfernung und den lieben kleinen habe. Wir uns nur am Wochenende und ab und zu in der Woche gesehen. Am Anfang war alles super und so nach und nach ging es nur noch um die Kinder. Dabei magisch Kinde und man hätte sich auch in der Mitte treffen können! mal mit! mal ohne Kinder. Letzen Endes habe ich das verhaltenmeines Expartners als sehr egoistisch gefunden, da wirklich erst Kinder, Beruf, Freunde, Familie , Hobbys u d dann erst ich kamen. Er hast einen Exfrau immer schlecht gemacht und das hat mich schon lange gestört, da eine Beziehung nie nur wegen einer Person scheitert. Das trifft hier sicher auch auf mich zu. Aber Ihr weißt gar nicht, wie sehr Ihr meinen Trennungsschmerz lindert, ich habe mir also nicht nur alles eingebildet. vielen lieben Dank!
 
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Gast

  • #69
Ich spreche mal als Tochter. Meiner Mutter war lebtags immer eine Helikoptermutter und wollte mich nie aus ihrem Leben gehen lassen. Für sie gab es nur eine Welt aus Mütterchen und Kindchen, dazu Kuchen essen, Kaffee trinken, den ganzen Tag und jede Freizeit zusammensitzen, Händchen täscheln, Töchterchen umarmen, abknutschen, gemeinsam im Bett schlafen. Sie gab auch zu, sie hat mich nur geboren, damit ich immer für sie da bin und sie verpflege und sie würde mir kein eigenes Leben gönnen, nur ein Leben mit ihr zusammen. Sie war wirklich krank - geistig.
In ihrer Welt gab es keine Männer und keine Akzeptanz für Leute, die sich zwischen sie und mich drängelten. Selbst der Psychologe konnte nicht weiter helfen und stieß gegen eine Mutter-Mauer.

Ich musste mich im hohen Alter wirklich losreißen von ihr. Ohne standhaften Mann an meiner Seite, mit gewisser Präsenz, Dominanz und Autorität, hätte ich das niemals geschafft. Erst mein Partner hat meiner Mutter ein Stopschild gezeigt und ordentlich bei uns daheim auf den Tisch gehauen.
Ich kenne daher das Problem. Ich konnte jahrzehntelang nichts ohne meine Mutter machen. Kein Urlaub, kein Alleinsein. Sie redete mir stets ein, dass im Leben nur die Mutter zählt und diese gesellschaftlich veralteten Ansichten nutzte sie zu ihrem Vorteil aus, wann immer es ging.

Ich bin wirklich froh, dass wir uns voneinander gelöst haben und die Zeiten vorbei sind. Ich wünsche mir diese Zeit niemals wieder zurück. Das war damals alles wirklich so schlimm und es hat viele Spuren hinterlassen.

Meine Tendenz: so eine Art Mutter/Vater kann man von alleine nicht ändern. Selbst ein Psychologe stößt hier an seine Grenzen.
 
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Gast

  • #70
Ja, bei vielen getrennten Männern ist das so, egal, ob sie Töchter oder Söhne haben. Am schlimmsten ist es bei denen, die mit ihrer Exbeziehung zur Exfrau noch nicht im Reinen sind und dann ständig über die Exfrau meckern oder alles so machen, wie es die Exfrau wünscht. Oder die Männer, die ihre Kinder alle 14 Tage haben, die haben dann eben für die neue Freundin nur das andere Wochenende Zeit. Alleinerziehende Frauen öffnen ihren Familienrahmen meistens viel früher, weil sie auch nicht so viel Möglichkeiten der Kinderbetreuung haben wie die Männer, die oft noch ihre Eltern im Hintergrund haben, die das Kind mitbetreuen/erziehen oder oft sogar noch im gleichen Haus wohnen. Wenn er dich nach einem halben Jahr immer noch nicht einbezieht und gemeinsam mit dir und seiner Tochter Dinge unternimmt, dann vergiss ihn, dann wird das nichts. Für das Kind ist es auch nicht gut, denn es könnte sehr wohl damit umgehen, dass Papa sich wieder verliebt, wenn er es denn einfach dem Kind offen sagen würde.
 
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Gast

  • #71
Schade, aber auch meine Beziehung ist daran zerbrochen. Ich w51 habe nach der Trennung ein Dreivierteljahr gebraucht, um zu verstehen, was da eigentlich alles abgelaufen ist. Es war mit vielen Schmerzen für mich und die Kinder verbunden. Die Schuld ist primär ganz klar beim Vater zu suchen. Ich war z.T. eifersüchtig auf eine 12 jährige, die sich auf den Boden warf und auch sonst noch so einiges einfallen ließ, um ihren Willen durchzusetzen. Auch mit 13j. Sich wie ein Kleinkind benahm und an Papas Hand und auf seinen Schoß wollte. Meine Versuche mit ihr was gemeinsam zu unternehmen, waren nur teilweise erfolgreich. Der Vater sah in diesem verhalten nur die Schuld bei der bösen Exfrau. Mit Abstand betrachtet war sie die wesentlich vernünftigere von den beiden. Der liebe Vater hat es nämlich durchaus genossen, dass seine Tochter mich ausbooten wollte. Er war völlig unfähig Grenzen zu setzen. Dazu fing er zunehmend an, seine Tochter als Frau zu behandeln. Wie bitte soll denn ein Kind damit umgehen, von mir mal ganz zu schweigen. Die Tochter hat sich dann geritzt und ist in der Psychiatrie gelandet. Mir war damals nie ganz klar, ob sie nicht auch damit etwas erzwingen wollte, zumal sie die Therapie als 14j. abgebrochen hat. Ihren Vater will sie nicht mehr sehen. Aus heutiger Sicht habe ich viel Mitgefühl mit der Tochter und auch den anderen Kindern. Vieles würde ich jetzt anders machen, aber wie so viele hier, ist man auch einfach überfordert. Ich wünsche diesem Herrn sicher nichts gutes. Er hat durch seinen Egoismus der ein emotionaler Missbrauch ist, seine Kinder und eine Zeitlang auch mich auf dem gewissen. Den Kindern wünsche ich alles Gute.
 
  • #72
Zu
Er hatte (unbeabsichtigt, unbewusst aus seiner seelischen Not heraus) seine Tochter direkt auf den emotionalen Platz seiner Exfrau gesetzt, nachdem diese ihn verlassen hat.
Das kann auch schon während einer Ehe geschehen, wenn das Paar sich emotional nichts zu geben hat. Also nicht erst oder nur beim Verlassenwerden.

Der liebe Vater hat es nämlich durchaus genossen, dass seine Tochter mich ausbooten wollte. Er war völlig unfähig Grenzen zu setzen. Dazu fing er zunehmend an, seine Tochter als Frau zu behandeln.
Genau genommen ist das psychischer Missbrauch, das muss auch einmal sehr deutlich gesagt werden. Ich habe exakt auch diese Komponenten damals festgestellt gehabt, auch wie beschrieben, dass da so einbisschen durchkam, dass 'er' das Ganze auch ein wenig genoss. Genau genommen ist das krank, und es wurde demjenigen ähnliches als Kind angetan. Wenn man anfängt, auch die Situation des Mannes als Kind zu hinhterfragen, was ich damals getan habe damit ich verstehen konnte was passierte (und auch, weil dann der Vorwurf kam ich wäre notorisch eifersüchtig - was nämlich ganz und gar nicht die Ursache war, warum mich die ganzen Manipulationen störten), findet man einiges an Hinweisen. Aber als Frau ist niemand Psychotherapeut des Mannes - zusammenhalten, den anderen verstehen, ist eine Sache. Nur wollen sie meist nicht verstanden werden, weil die hinab zu tauchen wo die Ursachen liegen, abgewehrt statt begrüsst wird.

Und wissen kann das auch niemand vorher. Nur um dem vorzubeugen dass wieder sehr schlaue Menschen auf die Idee kommen festzustellen, dass hier die Frauen sich wohl die falschen Männer aussuchen. 'Meiner' war so etwas von selbstbewusst auftretend und mit hoher gesellschaftlicher Anerkennung, niemand würde ahnen, dass da etliches und was da so im Dunkeln munkelt.
 
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Gast

  • #73
Zu lille w 46 Gast 71
Das mit der gesellschaftlichen Stellung kenne ich nur zu gut. Meiner war Manager , ganz aktiv in der kath. Gemeinde. Jeder hielt ihn für sooo angenehm und lieb...es ist schon erstaunlich, wie die Gesellschaft dann wegschaut. Auch er hat ganz öffentlich seine Exfrau überall schlecht gemacht. An den psychischen Problemen der Kinder war sie natürlich allein schuld. Auch mir wurde vorgeworfen ich sei eifersüchtig auf seine Tochter, also die Schuld liegt bei mir. Wie sich die Bilder gleichen....Heute weiß ich, dass auch in diesem Fall ein psychischer Missbrauch vor allem der Tochter von seiner Seite stattgefunden hat. Das hat sowohl seine Tochter als auch mich irritiert. Ob sich das Mädchen davon je wieder erholen wird, ist fraglich. Selbst ich habe Monate gebraucht, um die Zusammenhänge zu verstehen, denn Liebe macht erst einmal blind. Allerdings war da von Anfang an ein gewisses Unbehagen...zu Recht wie ich heute weiß
 
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Gast

  • #74
Es wird in den Medien soviel über Beziehungen geredet und geschrieben. Vielleicht liest das hier ein Journalist und versucht diese Problematik mal zu hinterfragen, z.B. mit Pädagogen, Soziologen und Psychologen. Die Überväter und Mütter agieren sicher nicht aus Böswilligkeit , sondern ich vermute aus Unkenntnis der fatalen Folgen und auch eigener Unfähigkeit/ Unsicherheit.
 
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