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Gast

  • #1

Tochter meiner Freundin treibt diese in den Wahnsinn.

Gruezi. folgendes: meine beste Freundin hat eine 15-järige Tochter. Die Tochter treibt sie i.d. Wahnsinn. Sie kommt nachhause wann sie will, sie trinkt Unmengen an Alkohol, raucht und nimmt wohl auch Drogen. Tabletten hat sie bereits bei ihr gefunden, die Tochter streitet ab und meint: Reg Dich ab. Am Wochenende hat die Tochter zwei Jungs bei sich übernachten lassen, sie lagen morgens nackt gemeinsam im Bett. Meine Freundin ist durchgedreht, ist zu mir gekommen und da ist sie jetzt und sie will nicht mehr zurück. Ich habe mit ihrer Tochter in der Mittagspause gesprochen, aber sie lacht nur und meint, dass ihre Mutter immer alles viel zu eng sehe und sie wolle ausziehen etc. Ich weiß nicht was ich für meine beste Freundin tun kann, ich verstehe auch nicht was mit der Tochter los ist, sie hatten meiner Ansicht nach immer ein sehr vertrautes, nettes und einfach gutes Verhältnis zueinander. Meine Freundin ist nur am Heulen und wütend. w/36
 
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Gast

  • #2
Ich kann zwar wenig bis keine Hinweise geben, was zu tun ist, aber auch mich würde interessieren, was denn ein in Deutschland 16jähriger alles tun darf bzw. welche Pflichten er hat. Insbesondere nachhause kommen, Vaterbesuchszeiten einhalten usw. Dieses Thema haben wir gerade - und man könnte fast meinen, ein 16jähriger darf sich bereits so benehmen, als wäre er 18, nämlich tun und lassen, was er will. Das kann doch nicht richtig sein, denn dann gäbe es die Volljährigkeit doch schon mit 16. Welche Handhabe hat man als Elternteil, bzw. noch schlimmer, als aussortierter Vater, der eigentlich dann nur noch pünktlich zahlen darf oder sonst nichts mehr bestimmen darf. Und vor allem, auch kein Druckmittel hat.
 
  • #3
Wer bei einem 16-jährigen Jugendlichen noch Druckmittel braucht und einsetzt, hat ein Problem.
Meines Erachtens ist Erziehung mit ca. 12 Jahren abgeschlossen, ab da gelten andere Spielregeln.
Abgesehen davon sind die meisten 16-jährigen Mädchen eine wandelnde Katastrophe,meine war zwischen 13 und 19 unerträglich und unzurechnungsfähig.... und ist heute eine wunderbare junge Frau! Gerade Mütter sind für die Mädchen der perfekte Sparringspartner :-(.

Das einzige was man tun kann ist, in Kontakt bleiben und miteinander sprechen aber nicht belehren sondern einfach die eigene Ansicht vertreten. Im Notfall auch Verständnis heucheln auch wenn es einem schon lange abhanden gekommen ist. Und vor allem - sich erinnern, wie man selbst als 16-jährige auf Belehrungen und Druck der Eltern reagiert hat ;-)
 
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Gast

  • #4
Vielleicht hat deine Freundin einfach nur den Fehler gemacht sich wie eine Freundin und nicht wie eine Mutter verhalten zu haben- das rächt sich nun. Die Tochter mangelt es an Respekt und schlicht Angst vor Strafe. Dass man das nun noch rumbiegen kann bezweifle ich ehrlich gesagt, das Kind ist schon fast erwachsen.
Ich hab in dem Alter auch geraucht, getrunken und allerlei Unfug getrieben. Aber ich wusste ganz genau, bekommt meine Mutter das in dem Umfang mit in dem ich das betrieben hab ist Feuer am Dach und Schluss mit Lustig.

Wenn du deiner Freundin einen Rat geben willst dann den: Grenzen setzen!
Wenn sie Drogen findet ab zur Drogenberatung.
Wenn sie Jungs mit nach Hause bringt dann soll sie sie einfach wieder rauswerfen, da gibts gar kein Reden mehr. Sollte sich der Junge wehren dann einfach Polizei rufen, ihre Wohnung, sie bestimmt wer rein darf und raus muss.
Es geht nicht darum, dass die Tochter sofort begreift, dass das schlecht, ungesund oder was auch immer ist- es reicht vollkommen aus wenn sie sich denkt "Gott, den ganzen Ärger will ich mir nicht antun!"

Du sagst deine Freundin ist bei dir und will nicht mehr zurück? Hat sie etwa Angst?
Es wird wirklich Zeit, dass sich deine Freundin mal auf die Beine stellt. Die Tochter testet die Grenzen und deine Freundin gibt nach, nach ,nach.

Man darf nicht zuviel diskutieren mit den Teenies, die reden einem in Grund und Boden bis man nicht mal mehr weiß um was es eigentlich ging. Auf eine negative Antwort folgen 30 Minuten Gejammer und ständiges "Warum??". Dieses Warum wird nie gestillt, das geht ewig weiter wenn man nicht stoppt.

Aber wie gesagt, ich weiß nicht ob das nun noch wirklich fruchtet. Wenn es in die andere Richtung läuft, die Tochter etwa handgreiflich wird, wegläuft usw dann bitte Hilfe von Profis holen.

Dass die tochter raucht, trinkt usw ist ansich ja nicht soo wild, haben wir wohl alle mehr oder minder gemacht. Dass sie sich nicht mehr die Mühe macht es zu verheimlichen und glaubt sie könnte sich alles erlauben ist das eigentliche Problem.
 
  • #5
da sollte deine Freundin mal eine Beratungsstelle aufsuchen, vielleicht ist das ja alles noch normal und alles so seltsam dargestellt. Vorbild sein ist in demAlter sehr wichtig, dier Kinder respektvoll behandeln, sich so benehmen wie man will das das Mädel sich benimmt. Und positiv verstärken
 
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Gast

  • #6
Ich würde deiner Freundin raten zum Jugendamt zu gehen,um dort das Verhalten der Tochter mitzuteilen,um Rat zu fragen was die betreffende Mutter machen soll.
 
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Gast

  • #7
Da Deine Freundin offenbar Angst vor ihrer minderjährigen Tochter hat, bzw. sich ohnmächtig dem grenzsuchenden und promiskuitiven Verhalten ihrer Teenie-Tochter ausgeliefert fühlt, bleibt ihr in dem Fall nur der Weg zum Jugendamt, um dort dann Unterstützung und Rat bei ihrer Erziehungsaufgabe zu bekommen.
Vor einigen Jahren war eine FReundin von mir mal in einer ähnlichen Lage mit ihrer damals ebenfalls 15-jährigen Tochter...Lange hatte sie auch geklagt und gejammert, dass sie und ihr Mann sich nicht mehr mit ihr zu helfen wissen, denn diese hatte ebenfalls wechselnde Männerbekanntschaften mit nach Hause gebracht (dazu manchmal ganze Horden von Jungs), getrunken, geraucht, geklaut (auch vor Kreditkarten nicht Halt gemacht)....und sich selbst damals so angezogen wie eine Nutte...... Meine Freundin ist seinerzeit dann beim Jugendamt gewesen zur Beratung, war positiv überrascht über die kompetente und verständnisvolle Hilfe im Gespräch - und gemeinsam mit den Eltern wurde dann beschlossen, dass das Mädchen für 3 Monate in eine andere Pflegefamilie soll auf Probe, um zu sehen, dass erstens eine absolute Grenze erreicht ist, dass es auch woanders Regeln des Zusammenlebens gibt ebenso wie gewisse Pflchten usw..... Das Experiment ging auf......die Tochter kam nach 3 Monaten zurück, war erst noch zurückgezogen, aber veränderte sich und ihren Freundeskreis allmählich, und kam auf eine andere Schule..... sie machte dann mit Verspätung tatsächlich noch ihr Abi und studiert inzwischen im Ausland und verhält sich wie eine ganz normale junge Frau.
Mit der Geschichte will ich Dir Mut machen, Deiner Freundin zu raten, dass sie jetzt handeln muss - mit professioneller Hilfe....
 
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Gast

  • #8
Ich empfehle der FS selber noch eine Therapie zu machen, denn anscheinend scheint ihr doch eine gewisse emotionale Reife zu fehlen, sonst wären die Erziehungsfehler nicht passiert.

Es gibt auch Familientherapien, wo Mutter und Tochter gemeinsam therapiert werden können.

Fang an, liebe FS, du kannst nur wachsen, dein Kind wird auch durch deine "Arbeit" profitieren und tue es auch für die nächste Generation.

w 47
 
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Gast

  • #9
Oh vielen Dank für die vielen Tipps. Meine Freundin ist zwischenzeitlich wieder nach Hause und wir treffen uns heute abend. Ich drucke mir hier alles aus und gebe es ihr. Sie wird nicht böse auf mich sein, sie weiß, dass ich mir Sorgen mache und ihr helfen möchte. Sie selbst würde nie auf die Idee kommen, ein Forum zu befragen. Ja, sie muss Grenzen setzen, das stimmt wirklich. Die Tochter ist echt ein Sausewind und hat es faustdick hinter den Ohren, aber sie ist eine ganz liebe und nette absolut. Aber ich glaube sie nimmt ihre Mutter nicht wirklich ernst und manchmal könnt man meinen, dass die Mutter das Kind ist. Ich bin sehr gespannt wie meine Freundin reagieren wird auf Eure verschiedenen Tipps und Anregungen. Ich danke Euch Allen. Vielen Dank und Euch allen einen guten Tag.