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Gast

  • #61
Als Akademikerin sehe ich mir das Dschungelcamp nur deshalb nicht an, weil es mich deprimiert, wie sich Menschen demütigen lassen. Aber wenn ich mal Lust auf Schrott im Fernsehen habe, dann darf es mal irgendwas anderes mit unterirdischem Niveau sein. Mir muss auch kein Mann vorlügen, er sähe NIEEEEEEE Pornos.
Ansonsten geben mir Romane und Filme auf Arte mehr...doch die Abwechslung macht es. Und bei schlechter Laune hilft nichts besser als meine DVD von "Vier Fäuste für ein Halleluja".

Ist doch wie beim Sex, beim Essen oder der Einrichtung-immer nur Niveau wird langweilig:)
 
  • #62
Dem O tempora, o mores füge ich gerne noch Sic transit gloria mundi hinzu, wenn diese widerwärtige Sendung den Grimme Preis auch noch gewinnt.
Ist das nicht schön? Wie man sich hier über die Unterschicht erheben kann indem man Unterhaltung um der Unterhaltung willen geiselt?

Mich übrigens interessiert dieses Champ schlichtweg nicht, aber es würde mir niemals einfallen jemanden deshalb zu bewerten. Machmal braucht man einfach seichte Unterhaltung ohne den Zentralrechner ständig auf "Anspruch" laufen zu lassen. Alle Tage Hummer schmeckt auch nicht, manchmal brauchts einfach Pommes Schranke und ein Bier.

Dann lese ich in der Morgenzeitung: "Deutscher Jude gewinnt Kockshow in Israel und verbindet die Völker". Sag da keiner mehr seichte Unterhaltung wäre nicht auch für was gut.
 
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Gast

  • #63
ob es etwas mit dem Bildungsgrad zu tun hat, kann ich gar nicht einschätzen. Ich finde so etwas einfach sehr langweilig, genauso wie diese Gerichts-Sendungen oder Super-Nanny oder Bauer sucht Frau etc. etc. pp. -- Ich finde es einfach gähnend langweilig und empfinde Sendungen über Geschichte, Naturwissenschaft, Weltgeschehen als interessant, und meistens gibt es auf den Öffentlich-rechtlichen eben öfter solche für mich interessanten Sendungen.
Habe aber keinen Hochschulabschluss sondern nur gutes Abi plus abgebrochenes Studium. Also ob es etwas mit dem zu tun hat, was allgemein unter "Bildung" verstanden wird - kann ich mir eigentlich eher nicht vorstellen.
Ist auch die Frage, wie man "Unterschicht" definiert. Ich habe mittlerweile schon genug dumme Reiche kennengelernt und ebenso normal schlaue oder sogar besonders schlaue Arme, dass man es jedenfalls nicht (nur) an finanzieller Misere festmachen kann. Aber wohl auch nicht am Schulabschluss.
Ich kann jedenfalls nicht verstehen, was an Dschungelcamp oder so etwas wie Big Brother seinerzeit interessant sein soll. Bereits das, was man zwangsläufig mitbekommen muss, ob man will oder nicht, aus den Medien und aus Erzählungen Anderer, löst nur Gähnen aus.
 
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Gast

  • #64
Mir kann Keiner erzählen, dass er nicht auch mal irgendwelchen Schrott anschaut, ganz egal, welche Bildung er genossen hat.

Boxkämpfe, zum Beispiel, bei dem sich zwei Menschen krankenhausreif schlagen - der reinste Irrsinn, oder Formel 1- Rennen, dieses stupide Herumrasen im Kreis: Ist das etwa niveauvollere Fernsehunterhaltung?

Ich denke nicht! Es ist aber ok für mich, wenn es den jeweiligen Interessenten zur Entspannung dient.
Ich hasse Boxen und ich bin sofort zu Tode gelangweilt wenn ich auch nur für 3 min. in Autorennen reinzappe. Sowas gibt's also auch. Außerdem möchte ich weder Körperverletzung für Geld noch Umweltverschmutzung für Geld unterstützen.
W
 
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Gast

  • #65
Ich finde, die Frage zeugt schon von einem bedenklichen Intelligenzgrad! Ich gehe sogar soweit, zu sagen, dass der geistig gesunde Mensch von Natur aus neugierig ist und alles wissen und sehen will, egal was es ist.. Um mithalten zu können, sich behaupten zu können, aus Selbsterhaltungstrieb, aus Gefahren lernen zu können, Abenteuer erleben - ein Naturgesetz, dagegen kann sich kaum einer befreien. Sei es, ein Naturspektakel, das man toll findet, einen Unfall oder eben das Dschungelcamp im Fernsehen.
Ich schaue das Dschungelcamp eigentlich nicht wirklich, denn ich lese abends von 20 bis 24 Uhr lieber ein oder zwei Bücher in der Zeit, wonach ich mich auch noch nach 10 Jahren erinnern kann, also hab ich mehr davon.

Trotzdem ist ein Mensch, der an allem aggressiv-desinteressiert scheint (indem er es verspottet oder kleinredet) ein sehr ungemütlicher Zeitgenosse, mit dem ich nicht Freund sein will.

Sagen wir es doch mal direkt: jemand der das Dschungelcamp und diverse andere Nachmittagssendungen im Fernsehen nicht kennt, der wird doch nicht selten schon als Hinterweltner in unserer modernen Gesellschaft betitelt, genauso wie jemand, der kein Handy besitzt oder kein Internet hat. Man muss überall dabei sein, überall mitmachen, alles erlebt haben, sonst ist man ein Aussätziger.

Für mich ist die Frage überflüssig und peinlich. Ihr streitet euch hier über die Frage, wer ist besser, wer schaut was - solche Dekadenzprobleme kennt man in Afrika nicht. Ein Grund sich zu schämen.