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  • #1

Traualtar ja, Standesamt nein...

Meine langjährige Partnerin (36) möchte unbedingt heiraten. Natürlich ganz in weiß und so... Da wir beide finanziell unabhängig voneinander sind sowie beide schon jeweils ein Kind mit in die Beziehung gebracht haben (dieses Kapitel ist also schon "abgehakt"), würde uns eine Ehe jedoch nicht wirklich irgendwelche Vorteile bringen. Zumindest sehe ich dies als moderner Mann so. Zudem war ich bereits verheiratet und habe einen unschönen, teuren Scheidungskrieg hinter mir, den meine Partnerin größtenteils miterlebt hat. Sie war noch nicht verheiratet und sieht wohl ihre Felle davonschwimmen. Sie bezeichnet es als eines ihrer festen Lebensziele, vor ihrem 40. Geburtstag verheiratet zu sein.

Nun habe ich erfahren, dass man sich als Paar seit Neuestem auch ausschließlich den Segen der Kirche abholen kann, ohne zusätzlich vor den Standesbeamten treten zu müssen. Die Ehe wäre also nur vor Gott, aber nicht vor dem Gesetz gültig. Trotzdem würde eine richtige Hochzeitsfeier stattfinden und die allermeisten Außenstehenden würden den Unterschied wohl gar nicht bemerken.

Wäre so eine "rein kirchliche Ehe" ein gangbarer Weg für euch unabhängige, moderne (aber trotzdem unbedingt heiraten wollende) Frauen?

M43
 
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  • #2
Nein, niemals.
Ich möchte auch den Namen meines Partners tragen usw.

Aber frage doch besser deine Freundin. Vielleicht stimmt sie ja auch einem Ehevertrag zu.
 
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  • #3
Ich (w24) bin generell der Meinung, dass eine Heirat - standesamtlich - heutzutage komplett überholt ist. Die Scheidungsraten sprechen für sich und warum sollte ich mir im Zweifelsfall - zusätzlich zu dem ganzen Kummer - noch den Zirkus mit Anwälten und Co. antun wollen?

Andererseits wünscht sich insgeheim wohl jede Frau, einmal in ihrem Leben ihren Traumprinzen in weiß zu heiraten..
Aus dem Grund wäre ich für eine Heirat "des Rituals wegen" - sei es in einer Kirche, vor einem freien Theologen oder ähnlichem gerne zu haben, wenn ich den richtigen kennenlerne.. aber natürlich darf das ganze drumherum dennoch nicht fehlen..
In ein Standesamt würde man mich jedoch unter keinen Umständen bekommen. Nicht mal, wenn ein Kind unterwegs wäre ;)
 
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  • #4
das kommt darauf an wie deine Partnerin "heiraten" definiert. Wenn ihr die Hochzeitsfeier und das weiße Kleid wichtig sind kann ihr das reichen. Wenn sie aber die rechtliche Sicherheit will dann nicht.

Frag sie was sie dazu sagt.

wenn man an die Zukunft denkt würde eine rechtliche Ehe ihr doch Vorteile bringen z.B. ca. 10 Jahre Witwenrente (bei Durchschnittslebenserwartung) und weniger Erbschaftssteuer
 
  • #5
Lieber FS,

ob Deine Freundin mit diesem "Kompromiss" zufrieden wäre, kann sie freilich nur selbst bekunden. Ich halte es nämlich schon für eben einen solchen.
Warum hast Du soviel Bedenken nochmals zu heiraten? Du sagst, Deine Freundin ist finanziell unabhängig, ihr wollt keine gemeinsamen Kinder mehr... Worin besteht dann die "Gefahr"? Lässt Du Dich möglicherweise noch zu stark von Deinen Erfahrungen/ Prägungen aus der ersten Ehe leiten?

Mal die wichtigten Aspekte betrachend: Was kann schon im Fall einer Scheidung geschehen?
- Unterhalt für sie? Höchstens im Trennungsjahr, aber nur wenn Du mehr als sie verdienst. Sie hat doch ihr Auskommen!
- Rentenansprüche teilen? Ziemliches Nullsummenspiel wenn ihr beide gleichviel verdient habt!
- Zugewinn teilen? Das kann man mit Gütertrennung und Ehevertrag wasserdicht regeln.

Das Institut der Ehe bietet doch in Eurem Fall eher Vorteile. Ihr könnt bessere Lohnsteuerklassen erhalten, ggf. vom Splittingvorteil profitieren (auch wenn das bei zwei Berufstätigen nicht so viel ausmachen dürfte), im Todesfall erhält der Hinterbliebene eine Rente und im Krankheitsfall ist auch vieles leichter (auch wenn man trotzdem eine Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung formulieren sollte).

Wenn Du Dir mit Deiner Lebenspartnerin wirklich sicher bist, dann gehe doch den ganzen Weg! Viel Glück!
 
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  • #6
Das ist eine gute Idee. Es reicht vollkommen, wenn es vor Gott gültig ist. Das ist wichtiger, als wenn es staatlich nur ein Papier ist. Also ich find das eine gute Idee nur kirchlich zu heiraten. Dann bist du unabhängig vom Staat und der kann dir nichts reinreden.
 
  • #7
Die Ehe wäre also .... nicht vor dem Gesetz gültig. Trotzdem würde eine richtige Hochzeitsfeier stattfinden und die allermeisten Außenstehenden würden den Unterschied wohl gar nicht bemerken.
Wenn es heraus kommt, fühlen sich die Leute belogen ?

Wie will man das -dann- den Familien, Freundeskreis etc. erklären ?
"Wir sind verheiratet...... aber auch wiederum nicht"

Eine kirchliche Ehe wird m.E. nicht "vor Gott" sondern in dieser Kirche = Konfession geschlossen.
Und müßte dann ggf. auch von Denen geschieden werden.

Ich habe sehr großes Verständnis, wenn man sich die gesetzlichen Nachteile einer standesamtlichen Ehe ersparen will. Die ja noch über eine Scheidung lebenslang hinaus ragen.

Wenn die Partnerin + Braut auch so viel Verständnis hat, dann wäre eine rein kirchliche Hochzeit vielleicht ein Ausweg ?

Ich will am liebsten weder auf dem Standesamt noch in einer Kirche heiraten.
Weil ich mit Beidem und deren Gesetze etc. nichts zu tun haben will.

Wenn, dann eine komplett eigene Hochzeit, z.B. mit einem freiberuflichen Seelsorger, sowie dem Freundeskreis + Hochzeitsgesellschaft als Trauzeugen.
Auch mit Ringen, Braut im Brautkleid usw.
Ich brauche keine Institutionen als "Krücke." Wir sind vor uns selbst, und vor unseren Freunden verheiratet.

Eine Ehe ist nicht "zwei Ringe und ein Trauschein."
Eine Ehe ist eine innige Lebensgemeinschaft, die täglich aufs Neue bewiesen wird.
 
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  • #8
Sehr rationales denken, FS ... wenn eine Ehe keine Vorteile bringt, muß man sie ja nicht eingehen. Da würde mir (w) etwas entscheidendes fehlen!

Wie wär es denn mit dem als Grund: Liebe - und weil man eine Beziehung mit diesem einem Menschen als so besonders empfindet und das große Bedürfnis hat, das auf diese Weise zu zeigen.

Du schreibst zudem nicht gerade liebevoll über einen HerzenswunschDeiner Partnerin : sie sieht ihre Felle davon schwimmen ....

Es gibt nichts schöneres, als den Menschen, den man liebt und mit dem man eine Beziehung als so besonders empfindet, auch zu heiraten und dabei spielen finanzielle Vorteile überhaupt keine Rolle. Da Deine Partnerin ja finanziell nicht bedürftig ist, bräuchtest Du ja diesebezüglich eh keine Angst zu haben.

Nein - die von Dir genannte Variante, ist in etwa so, wie einem Kind einen Lutscher geben, um es von etwas anderem abzulenken. Das ist halbherzig.
 
  • #9
Lieber Fragesteller,

wenn einer von euch beiden Mitglied der katholischen Kirche ist, funktioniert Euer Modell der nur-kirchlichen-Eheschließung nicht, da Du bereits einmal verheiratet warst und das Eheversprechen offensichtlich gebrochen hast.
Außerdem benötigt ihr für die Durchführung einer kirchlichen Trauung ohne vorausgegangene bürgerliche Eheschließung eine Dispens vom Ortsbischof, die nur in begründeten Ausnahmefällen erteilt wird.
 
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  • #10
Mir würde eine kirchliche Hochzeit genügen. Es geht mir um das Ritual, darum, dass mein Partner mit seinem Ja-Wort deutlich macht, dass ich die Frau bin für die er sich entschieden hat. Das wünsche ich mir. Ob das bei deiner Freundin auch so ist musst du sie fragen. Möglich ist es jedenfalls.
 
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  • #11
Ich finde das ziemlich scheinheilig. Nur vor Gott? Das klingt so gläubig, ehrlich und reif überlegt. Aber das ist es nicht, denn im Grunde genommen hast du doch nur Angst, dass die Beziehung nicht hält und dann ist man fein raus, denn dann muss man sich nicht scheiden lassen.
Die ursprünglich kirchliche Trauung lautet "bis dass der Tod euch scheidet".
Also entweder man heiratet oder man heiratet nicht. Von mir aus kann man auch einfach eine besondere Feier machen, in der ihr eure Partnerschaft feiert. Aber bitte, sei so gut und lass Gott und die Kirche aus dem Spiel.
 
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  • #12
Ich finde es unfair, eine Frau für die Charakterfehler der ersten Frau büßen zu lassen. Besser wäre eine vernünftige Wahl. Wenn beide etwa gleich viel verdienen und die Frau dem Mann nicht "den Rücken freihalten" will - dann ist größte Vorsicht geboten - besteht sowieso kein nennenswertes Risiko, anderenfalls kann man für den Fall des Scheiterns der Ehe einen Ehevertrag schließen, was ich sinnvoll finde. Dann gibt es bei Scheitern der Ehe keine Vor- oder Nachteile, wenn das "Ziel" erreicht wird, aber nur Vorteile. Meines Erachtens muss man der zweiten Frau mindestens so viel bieten wie der ersten, sonst wird sie stets (berechtigt) unzufrieden sein. Ich habe meiner Frau wenige Tage nach dem Scheidungstermin einen Antrag gemacht und bin in diesem zweiten Anlauf - übrigens ohne Ehevertrag, aber mit einer Frau, die selbst auch Leistung bringt - sehr glücklich geworden. Übrigens würde ich nicht davon ausgehen, dass für eine so junge Frau, auch wenn sie schon ein Kind hat, das Thema "gemeinsames Kind" abgeschlossen ist. In einem Ehevertrag würde ich deshalb auch das berücksichtigen.
 
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  • #13
Ich denke nicht, dass sie von deinem Vorschlag begeistert sein wird, es sei denn sie ist ein sehr gläubiger Mensch.
Es geht doch darum, dass ihr offiziell Mann und Frau seid, auch vor dem Gesetz.
Ehevertrag ist ok, aber es geht doch nicht nur darum, ne nette Party in weiß zu feiern und weils dazu gehört eben in der Kirche.
Wie gesagt wurde, heißt es auch vor Gott: "in guten und in schlechten Zeiten und bis dass der Tod Euch scheidet"...
Wenn du dir das nicht vorstellen kannst, dann lass es! Ich hab auch ne Scheidung hinter mir - na und!? Finanzielles kann man vorher klären, Rechtliches auch.

w,40
 
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  • #14
Also ich verstehe dich schon irgendwie.
Ich bin w45, habe auch schon eine Scheidung hinter mir und sage im Moment: Nie wieder!

Aber was du vor hast, dass "gildet" bestimmt nicht bei deiner Partnerin. Und ich würde damit auch nicht zufrieden sein.
Ehe heißt für mich nicht "steuerliche Vorteile", oder so. Da habe ich damals keine Sekunde dran gedacht als ich es AMTLICH machte.
Am besten du erzählst das mal deiner Freundin.....mache dich auf eine heisse Diskussion gefasst.
 
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  • #15
Ich finde das ziemlich scheinheilig. Nur vor Gott? Das klingt so gläubig, ehrlich und reif überlegt. Aber das ist es nicht, denn im Grunde genommen hast du doch nur Angst, dass die Beziehung nicht hält und dann ist man fein raus, denn dann muss man sich nicht scheiden lassen.
.
Lieber FS, genau so empfinde ich das. Wenn Du mein Partner bist und mir Deinen Vorschlag machst (nur eine kirchliche Trauung), würde mich das abstoßen und ich würde die Beziehung mit Dir beenden. Solche Männer wie Du sollten lieber alleine bleiben-mit ihren ewigen Ängsten. Du willst nur die schönen Seiten einer Frau erleben und sobald es zu Konflikten kommt und finanziellen Situationen, die Die nicht passen, Dich aus der Affäre rausziehen.

Entweder richtig heiraten (inkl. Standesamt) oder Dir eine Partnerin suchen, die gar nicht heiraten möchte (diese Frauen gibt es auch). Für mich ist Dein Vorschlag absolut unakzeptabel.
 
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  • #16
Wenn Du nicht heiraten willst ob Standesamt oder Kirche dann lass es .... Du belügst Deine Partnerin - Deine Freunde und Familie und vor allem Dich selbst !

Alternativ :

buch einen romantischen Urlaub zu zweit und lasst euch an einem Traumstrand z.B. durch ein Landesrituell trauen dies gilt dann symbolisch und ist nicht Rechtsverbindlich in Deutschland vielleicht kannst Du und Sie mit diesem Symbolischen Akt eure Liebe besiegeln....

Falls doch Heirat kannst Du Deine bedenken wg. schlechter Erfahrung ja auch vertraglich regeln was Vermögen und Unterhaltsanspruch bei Trennung betrifft....

Viel Erfolg...

m45
 
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  • #17
Eine rein klerikal geschlossene Ehe ist immer noch problematisch, da kirchenrechtliche Probleme auftreten können. Bis jetzt war eine solche Ehe nur in Österreich möglich, da mit der Inkrafttretung des Bürgerlichen Gesetzbuches die kirchliche Eheschließung an gesetzlicher Legitimität verlor.
Viele Geistliche lassen sich auch auf diese Form der Eheschließung nicht ein; auch bringt sie eine Menge Papierkram mit sich. Am Besten die Finger davon lassen - bin selber katholische Theologin und kenne den Laden ein wenig.
 
  • #18
Ich vermute mal, du bist entweder emotional noch nicht so weit (Scheidung noch nicht lang genug her) oder sie ist nicht die Richtige. Du sprichst ja sehr sachlich und leicht abwertend von den Wünschen der Frau, mit der du zusammen bist. Vielleicht denkst du noch mal grundsätzlich über deine Haltung zu ihr nach?
Ich schließe eine zweite Heirat bei mir nicht aus, warte aber auf den Mann, bei dem alles in mir JA schreit. Solange du mit einem Jein unterwegs bist, ist das Heiraten generell keine gute Idee.
 
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  • #19
Nein, niemals.
Ich möchte auch den Namen meines Partners tragen usw.

Aber frage doch besser deine Freundin. Vielleicht stimmt sie ja auch einem Ehevertrag zu.
Der Beitrag war an UNABHÄNGIGE, MODERNE FRAUEN gerichtet und eben nicht an diejenigen, die durch einen Nameswechsel und diesen ganzen Blödsinn die eigene Identität auslöschen.

Ich denke, die Ehe als Institution hat komplett ausgedient. An der Liebe zueinander ändert ein Trauschein nichts. Also für mich wäre eine kirchliche Hochzeit mehr als ausreichend. Alles andere ist überflüssig.

w /34
 
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  • #20
Deine Freundin verdient gut, war noch nie verheiratet, will keine weiteren Kinder... an ihrer Stelle würde ich "ja" zur "nur" kirchlichen Feier mit anschließender Hochzeitsfete, denn es scheint mir so, daß SIE das größere Risiko trägt, wenn sie dich heiratet.

Wenn dir etwas passieren sollte (bleib bitte gesund und verliere deine Arbeit nicht!), muss sie womöglich für dein Kind unf deine Ex-Ehefrau sorgen?

SIE bittet dir Sicherheit durch eine 100% Heirat. Nicht umgekehrt. Du willst dich vor ihrem Geschenk schützen? Da wäre ich aber ganz schön sauer, als deine Freundin.
 
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  • #21
Diese Frage habe ich mir selber sschon gestellt.( w 51).Mein Partner und ich sind seit 2 Jahren ein Paar. Wir leben zusammen. Beide haben wir Kinder aus unseren alten Beziehungen. Ich bin Witwe er ist geschieden. Gerne würden wir unseren Zusammenhalt auch nach außen zeigen, aber heiraten kommt für mich nicht in Frage. Ich würde zu viele Nachteile dadurch haben. Der wichtigste Grund ist, meine Witwenrente würde wegfallen.
Soviel zu den Umständen. Jetzt kommt das Gefühl ins Spiel.
Für mich gibt die Hochzeit mit Namensänderung und allem was dazu gehört, ein anders Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die Beziehung zu meinem versorbenen Mann war nach der Hochzeit inniger und selbstbewusster. Die Hochzeit gab mir das Gefühl eine Familie zu haben. Jemanden der feste zu mir gehört, der so zu mir gehört wie Vater, Mutter oder Schwester. Durch die Kinder wurde dieses Gefühl noch stärker. Ich vermisse es.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses innige Gefühl zu meinem Freund aufbauen kann, ohne zu heiraten. Trennend sind dabei auch die Kinder. Ich mag seine Kinder sehr gerne, aber ich liebe seine Kinder nicht. Sie bleiben ein wenig fremd. Ich denke, er sieht das genauso mit meinen Kindern. Er mag sie, aber er liebt sie nicht.
Eine Hochzeit würde mir schon das Gefühl geben, jetzt ist es amtlich, wir sind ein Paar. Da gibt es jetzt nichts mehr dazwischen. Eine Hochzeit ohne amtlichen Hintergrund ist für mich eine Farce. So richtig würde ich mich daran nicht gebunden fühlen. Mir fehlt der Glaube.Die innere Einstellung dann nicht richtig. Solange ich nicht daran glaube, unsere Beziehung hat Bestand bis an mein Lebensende, solange brauche ich nicht zu heiraten. Bei dem kleinsten Zweifel daran ist Hochzeit Dummheit. Du hast nicht das Gefühl, die Ehe hat bestand. Du magst das Risiko nicht eingehen. Dann sei ehrlich zu Dir und Deiner Partnerin. Heirate nicht. Denn wenn Zweifel bestehen, dann braucht man auch nicht zu heiraten. Deine Freundin möchte von Dir die Sicherheit, die ich oben beschrieben habe. Ob da eine Farce reicht?DAs musst du Dich fragen und auch sie. Wäre für dich so eine Hochzeit ausreichend? Wäre sie wirklch bindend?
Mach Dir und auch ihr klar, kein Amt, keine Kirche ist für euch beide bindend. Beide habt ihr eine Ehe schon hinter euch. Scheidungen sind für euch also normal. Unter den Umständen hat eine Hochzeit für euch keine Bedeutung mehr.
 
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  • #22
Der Beitrag war an UNABHÄNGIGE, MODERNE FRAUEN gerichtet und eben nicht an diejenigen, die durch einen Nameswechsel und diesen ganzen Blödsinn die eigene Identität auslöschen.

w /34
Vorsicht-auch unabhängige, moderne Frauen finden die Heirat schön-bitte sprich nicht für ALLE unabhängige, moderne Frauen. Denn das, was Du schreibst, trifft längst nicht auf jede unabhängige, moderne Frau zu.Ich wünsche dem FS eine Frau mit Deiner Einstellung.

Übrigens kann man einen Doppelnamen tragen. Und auch wenn man den Namen des Ehepartners einnimmt, löscht man nicht dadurch seine Identität.

Die Frage Heirat-ja/nein ist zentral in einer Beziehung und es ist sinnvoller auf Dauer, wenn beide die gleiche Einstellung dazu haben. Wenn sich beide Partner in dieser Frage nicht einig sind, wird immer einer darunter leiden und irgendwann mal die Beziehung beenden, weil sie nicht für einen stimmig ist.
 
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  • #23
Der Beitrag war an UNABHÄNGIGE, MODERNE FRAUEN gerichtet und eben nicht an diejenigen, die durch einen Nameswechsel und diesen ganzen Blödsinn die eigene Identität auslöschen.

Ich denke, die Ehe als Institution hat komplett ausgedient. An der Liebe zueinander ändert ein Trauschein nichts. Also für mich wäre eine kirchliche Hochzeit mehr als ausreichend. Alles andere ist überflüssig.

w /34
Da bist Du aber reichlich inkonsequent. Wenn keine Hochzeit, dann auch nicht kirchlich. Was ist den das Tolle daran? Das weisse Kleid? Die ganze Aufmerksamkeit für einen Tag? Die Geschenke? Und dann noch "vor Gott"...aus Liebe? Ich würde das Blasphemie nennen.
 
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  • #24
Eine Ehe mit Hintertürchen ist eine Scheinehe.

Mich würdest Du entweder ganz oder gar nicht bekommen, aber so halbe Sachen sprechen für lauwarme Gefühle, also eher gar nicht. Muss der Vorteil denn immer mit spitzem Bleistift kalkuliert werden?

Eine unabhängige, moderne Frau gibt sich nicht mit halben Sachen zufrieden, das wäre ja ein Rückschritt.
 
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  • #25
Der Weg ist nur dann gangbar, wenn beide tiefgläubig sind und ihnen am Segen Gottes mehr liegt, als an der rechtlichen Seite, das kann aber beinahe nicht sein, ein liebender Gläubiger rechnet nicht die finanziellen Vorteile aus.

In jedem anderem Falle ist eine derartige Ehe reine Verlogenheit. Eine Heirat aus optischen Gründen, mehr ist die Deine LG wohl nicht wert?
 
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  • #26
Also, du warst schon einmal verheiratet - auch kirchlich? Dann kommt für dich eine kirchliche Heirat, sprich sich das Sakrament der Ehe erteilen zu lassen, nicht in Frage. Außer, du hast deine erste Ehe durch die Kirche für nichtig erklären lassen.
Dir bleibt dann tatsächlich nur der Weg, dass ihr euch den Segen in der Kirche geben lasst. Als verheiratet geltet ihr aber dann auch in der Kirche nicht.
Meinem Freund und mir bleibt leider nur der Weg, uns den Segen geben zu lassen, da ich bereits verheiratet gewesen bin (katholische Trauung unter Beteiligung eines evangelischen Pfarrers). Eine kirchlicheTrauung wäre für uns nur möglich, wenn ich die Annullierung bei der Kirche beantragen würde. Aber dann hätte ich das Gefühl, meine Kinder zu verraten.
w/46
 
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  • #28
Die Ehe ist vor allem eine WIRTSCHAFTSGEMEINSCHAFT und hat nur nebenbei mit Romantik usw. zu tun. Das merkt man spätestens bei einer Scheidung, wenn man seinen Zugewinn aus einer Erbschaft teilen muss, für den anderen lebenslang zu Zahlungen herangezogen wird bis zur Pfändung des gesamten Vermögens, falls dieser ein Pflegefall wird (z.B. jahrelang ins Koma fällt, im Heim gepflegt wird für tausende im Monat) usw. usw.
Ich denke, diese gravierenden Konsequenzen sind den meisten gar nicht klar. Risikolos ist das Eingehen einer Ehe nur für vermögenslose Leute mit normalem bzw. geringem Einkommen, die können sich sogar noch kostenlos scheiden lassen (Prozeßkostenhilfe). Für Leute mit Vermögen bzw. höherem Einkommen, ist das Eingehen einer Ehe ein unkalkulierbares Risiko, denn Eheverträge werden auch nicht selten von Richtern für ungültig erklärt.

Falls es also wirklich möglich sein sollte, eine kirchliche romantische Zeremonie abzuhalten ohne rechtliche Kosequenzen, halte ich das für eine gute Alternative, wenn der Partner unbedingt heiraten will. - Allein mir fehlt der Glaube, dass der Staat den anderen finanziell ungeschoren lässt im Falle der Hilfsbedürftigkeit des anderen. Sogar bei Sozialhilfe, heute Hartz4 u.ä. wird ja berücksichtigt, ob jemand mit einem Partner zusammen lebt oder nicht, d.h. der finanziell besser Gestellte hat bei einer Ehe immer die A...karte.
w 48
 
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  • #29
ich denke nicht, dass die Freundin sich damit zufrieden gibt. Denn sie will heiraten - heißt für mich: um wenigstens abgesichert, ggf. zukünftig versorgt zu sein. Wäre nicht die erste Frau, die dann die Arbeitszeit verkürzt oder doch noch schwanger wird... Ups, ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Überleg es dir gut. Wenn sie dich wirklich liebt, wartet sie auch. Ihr könnt auch noch mit 60 heiraten und sie ist rententechnisch abgesichert. Dann kannst du dir sicher sein, dass sie wirklich dich liebt und dass sie weiter gearbeitet und sich selbst versorgt hat - und beide Rentenansprüche usw. gesichert sind. w/43
 
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  • #30
ich denke nicht, dass die Freundin sich damit zufrieden gibt. Denn sie will heiraten - heißt für mich: um wenigstens abgesichert, ggf. zukünftig versorgt zu sein. Wäre nicht die erste Frau, die dann die Arbeitszeit verkürzt oder doch noch schwanger wird... Ups, ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Ich muss immer wieder staunen, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt hat.

Bitte Männer, sagt uns bereits beim ersten Treffen, dass ihr niemals (wieder) heiraten wollt! So kann sich von Anfang an gleich mit gleichem gesellen.

Nein, eine kirchliche Trauung allein ist keine Alternative, sondern wieder mal nur eins-einem die Liebe vortäuschen, um gewisse Vorteile (Nähe, Sex) in Anspruch zu nehmen.

Entweder offen und ehrlich der Partnerin sagen, dass man keine Verbindlichkeit und Verantwortung übernehmen möchte und sie entscheiden lassen, ob sie so einen Partner haben will. Lieber FS, merkst Du nicht wie lächerlich Du dich mit Deinem Vorschlag machst.

Da man hier auch die Stimmen einiger Frauen liest, die Deinen Vorschlag gut finden, wärest Du schon mal gut beraten, bei Deiner nächsten Beziehung (die kommt bestimmt) bereits am Anfang diese Frage zu klären und Deinen Standpunkt zu offenbaren.
 
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