• #91
Ich weiß nicht, wie du Eure anfänglichen Gespräche wahrgenommen hast. Aber bei uns damals habe ich deutlich herausfühlen können, dass er sich für seine Frau verantwortlich gefühlt hat und seine Familie nicht verlieren wollte. Aber eben nicht mehr glücklich mit ihr war und sich nun eine Lösung durch mich versprach.
Dass auf jeden Fall. Verantwortung für die Frau und Angst die Kinder zu verlieren. Angst nochmal alles falsch zu machen- er hatte schonmal Kinder, die Trennung war wohl eher unschön und Kinder wurden fern gehalten. Andererseits war er wohl eher Mittel zum Zweck. Ausgesorgt leben. Von dem was er erzählt hat war das Ziel- meiner Meinung nach- eher schnell Kinder bekommen und den Mann sich dann vom Hals halten und bequemes Leben haben. Da er viel unterwegs und auswärts arbeitete vor Corona lebte eben jeder sein Leben. Er suchte den Fehler warum es wieder nicht funktionierte bei sich. War aber eben hin und her gerissen.. ob es mit anderer nicht wieder so ist, ob er wieder seine Kinder nicht sehen darf, Arbeit, Arbeit, Arbeit. Und dann bin ich in dieses Drama noch rein gestolpert.

Und kurioserweise war er wohl in der ersten Beziehung (jung, sie schnell schwanger, Verpflichtung erfüllt) auch mal an dem Punkt. Eine Frau übern Weg gelaufen, bei der da mehr war und sich für die Verpflichtung entschieden. So war da nu ein dreifaches Dilemma. Deswegen hab ich ihn auch oft wieder zurück geschoben. Egal wie man es dreht.. es gibt Verlierer.
Ja, (Selbst)Kontrolle aufgeben war ja nicht ok zu Beginn. Das meine ich mit Fundament ....ihr begegnet euch nicht authentisch. Angst vor Nähe ?
Ja wahrscheinlich bei beiden. Ich tu mich schwer damit mich auf jemanden einzulassen, jemand der zum ersten Mal wirklich körperliche Nähe erfährt und genießt wohl auch. Das Fundament ist wohl ziemlich wacklig.

Warum eingelassen? Ich kann es gar nicht so genau sagen. Liebe. So richtig doll und schlimm. Noch intensiver als mein ersten Mal. So bisschen Sympathie war auch mal bei anderen Männern aber dieses Gefühl erst 2x. Und die naive Hoffnung, dass das reichen würde. Dass es irgendwie schon geht. Nachdem sich die Kisten immer wieder öffneten.

Mit der Putzhilfe hab ich mal auf Gesprächsliste gesetzt. Es wäre realistisch betrachtet eine Erleichterung ja. Warum ich mich da so unwohl fühle, kann ich nicht so richtig erklären. Für mich ist das eindringen in Privatsphäre. Wie auch Handwerker. Bin ich wohl auch komisch.
 

Laleila

Cilia
  • #92
Er hatte schonmal? Sind sie tot?
Nein, dann hat er einfach noch weitere Kinder.
die Trennung war wohl eher unschön und Kinder wurden fern gehalten. Andererseits war er wohl eher Mittel zum Zweck. Ausgesorgt leben.
Klingt schwer nach dem Opfergerede von einigen Männern.
Von dem was er erzählt hat war das Ziel- meiner Meinung nach- eher schnell Kinder bekommen und den Mann sich dann vom Hals halten und bequemes Leben haben.
Von dem bisschen Kindesunterhalt kann sich niemand ein bequemes Leben machen, er hilft maximal die Kinder ein bisschen besser durchzubekommen. Extrem unsympathisches, abwertende Gerede, passt zu seinem unempathischen Verhalten, der Schuldumkehr, die er Dir gegenüber betreibt (er verletzt Dich bis Du weinst. Weinst Du wirft er Dir vor ihm zu manipulieren.)
Es tut regelrecht weh das alles zu lesen.

Putzhilfe (...)Warum ich mich da so unwohl fühle, kann ich nicht so richtig erklären. Für mich ist das eindringen in Privatsphäre. Wie auch Handwerker. Bin ich wohl auch komisch.
Komisch: Vielleicht
Allein damit: Nein

Das ist der Hauptgrund, warum ich keine Haushaltshilfe habe.
Ich hasse es, wenn ich fremde Menschen in mein Haus lassen muss. Freunde, Bekannte, Nachbarn sind herzlich willkommen. Aber schon den Schornsteinfeger ist für mich jedesmal ein Akt. Seit ein paar Jahren ist da eine junge Schornsteinfegerin, damit kann ich besser umgehen, zumal der Besuch kurz ist, sie auf direkten Wegen auf Dach und/oder Keller geht und nach ein paar Minuten wieder geht, aber es nervt mich.
Der Gedanke, dass da mehrmals die Woche oder tagtäglich eine Fremde für mindestens eine Stunde hier hin und her wirbelt ist für mich ein Albtraum.
Für mich ist mein Haus aber auch mehr als der Platz an dem ich wohne.
Es ist mein Refugium, ein geschützter, intimer Ort.
 
  • #93
Du musst natürlich selbst wissen, was für dich richtig ist.

Aber mit Verlaub: Er wird sicherlich nicht ganz unbeteiligt an dem Scheitern seiner Beziehungen gewesen sein. Und wenn er sich seinen Kindern gegenüber genauso verhält, dann wundert es mich nicht, dass man da als Mutter einen Riegel vorschiebt. Wirklich etwas verstanden hat er nicht. Man siehe seine Opferhaltung. Verantwortung übernehmen, ist definitiv nicht seins.

Er erfüllt brav, was Frau von ihm erwartet ( Verpflichtung ). Aber dann hört es auch schon auf.

Wie geht er mit seinen Kindern um? Wie ist dein Verhältnis zu ihnen ?
 
  • #94
Nein da in dem Fall gar nicht. Dass sind Zusammenhänge die ich mir aus Bruchstücken zusammen gereimt habe, er redet darüber nicht, da kommt manchmal nur ein Teilchen raus und mit der Zeit werden die Teilchen zu einem Bild. Was sicher auch 2Seiten hat aber ich kenne ja die vorherige zb und was mich immer total irritiert hat war diese Distanz die sie zu ihm gehalten hat. Mit den Bruchstücken dass es körperliche Nähe nur gab wenn Kinder gewollt waren und es danach abrupt wieder Abstand gehalten wurde und ihrer Art absolut gar nicht an Arbeit interessiert zu sein.. einfach in den Tag leben- ich kenne so Frauen, da werden die Männer nach Kontostand ausgesucht. Meins wäre es nicht aber dass muss jeder selbst wissen.

Der Unterhalt.. äh.. dafür muss ich 30Std arbeiten. ;) Plus Kindergeld, plus die Kinder gehen 2x mit Papa einkaufen, der alles kauft was sie gerne essen, dass diese Dinge im neuen Zuhause sind plus mietfrei wohnen- ich glaube so schlecht hat sie es nicht getroffen. Die Schulden mit den sie in Beziehung gekommen ist, hat er bezahlt. Er bezahlt nur die Putzfrau und den Gärtner nicht mehr. Dass muss sie jetzt selbst übernehmen.

Mit den Kindern ist er sehr liebevoll, eher zu lasch. Grenzen setzen wäre manchmal anzuraten. Aber da sie es von Mama nicht kennen, hat er wohl Angst, dass sie dann nicht mehr zu ihm wollen wenn er es tun würde. Mit denen wird man mal Freude haben. Ich hab da kaum Berührungspunkte bisher. Er erzählt nur immer viel von den Tagen zusammen. Daraus setz ich mir so meine Bilder zusammen.

Mit der ersten, dass dort viel schief gelaufen, dass weiß er. Die Kinder wurden da tatsächlich aus Rache fern gehalten und Papa schlecht gemacht. Einer redet bis heute nicht mit ihm weil er Familie zerstört haben soll mit Trennung. Auch sowas wäre nicht mein Weg aber auch sowas kommt vor. Verletzte Eitelkeit auf Seiten der Frauen.



Dazwischen gab es wohl eher lose Beziehungen.
Für mich ist mein Haus aber auch mehr als der Platz an dem ich wohne.
Es ist mein Refugium, ein geschützter, intimer Ort.
Ja so ist es bei mir auch und daher tu ich mich da schwer. Einen Handwerker hatte ich jetzt 3x da- bei dem geht's inzwischen. Der Schornsteinfeger und ich sind inzwischen auch schon per du, kommt auch 2x im Jahr.. vermutlich muss die Sympathie stimmen, dann ginge es.
 

Laleila

Cilia
  • #95
Nein da in dem Fall gar nicht. Dass sind Zusammenhänge die ich mir aus Bruchstücken zusammen gereimt habe, er redet darüber nicht, da kommt manchmal nur ein Teilchen raus und mit der Zeit werden die Teilchen zu einem Bild. Was sicher auch 2Seiten hat aber ich kenne ja die vorherige zb und was mich immer total irritiert hat war diese Distanz die sie zu ihm gehalten hat. Mit den Bruchstücken dass es körperliche Nähe nur gab wenn Kinder gewollt waren und es danach abrupt wieder Abstand gehalten wurde und ihrer Art absolut gar nicht an Arbeit interessiert zu sein.. einfach in den Tag leben- ich kenne so Frauen, da werden die Männer nach Kontostand ausgesucht. Meins wäre es nicht aber dass muss jeder selbst wissen.

Der Unterhalt.. äh.. dafür muss ich 30Std arbeiten. ;) Plus Kindergeld, plus die Kinder gehen 2x mit Papa einkaufen, der alles kauft was sie gerne essen, dass diese Dinge im neuen Zuhause sind plus mietfrei wohnen- ich glaube so schlecht hat sie es nicht getroffen. Die Schulden mit den sie in Beziehung gekommen ist, hat er bezahlt. Er bezahlt nur die Putzfrau und den Gärtner nicht mehr. Dass muss sie jetzt selbst übernehmen.

Mit den Kindern ist er sehr liebevoll, eher zu lasch. Grenzen setzen wäre manchmal anzuraten. Aber da sie es von Mama nicht kennen, hat er wohl Angst, dass sie dann nicht mehr zu ihm wollen wenn er es tun würde. Mit denen wird man mal Freude haben. Ich hab da kaum Berührungspunkte bisher. Er erzählt nur immer viel von den Tagen zusammen. Daraus setz ich mir so meine Bilder zusammen.

Mit der ersten, dass dort viel schief gelaufen, dass weiß er. Die Kinder wurden da tatsächlich aus Rache fern gehalten und Papa schlecht gemacht. Einer redet bis heute nicht mit ihm weil er Familie zerstört haben soll mit Trennung. Auch sowas wäre nicht mein Weg aber auch sowas kommt vor. Verletzte Eitelkeit auf Seiten der Frauen.
Ich denke Du redest ihn Dir "gut". Denk Mal nach warum Du das tust.
30 Stunden arbeiten für Kindergeld (mehrere Kinder) ist ein Witz. Er müsste ihr noch den Freizeitausfall bezahlen und zwar für 50% der gesamten Betreuungszeit, dann käme es annähernd an fair heran.
Dass beide Frauen bei seiner cholerischen Schreiberei nicht im Guten mit ihm auseinander gingen ist absolut verständlich.
Rache, mit der Beurteilung wäre ich vorsichtig. Ich würde als Mutter auch 5 Mal überlegen ob ich meine Kinder einem Mann mit einer Impulskontrollstörung, welche dieser für normale Streitkultur hält, anvertrauen würde. Eher nicht.
Davon abgesehen, waren es ihm wichtig Zeit mit den Kindern zu verbringen hatte er auf den Umgang bestanden, Jugendamt und im notwendigen Fall, das Gericht eingebunden. Ich kenne Väter bei denen die Ex keine Chance hatte die Kinder fern zu halten, weil sie sich den Umgang erkämpften

Lies nochmal Deinen Eingangspost und hinterfrage Deine jetzige Verteidigungshaltung.
 
  • #96
lauten Diskussionen mit Hieben unter der Gürtellinie und dann wieder die Problematik laut= Panik bei mir.
Das ist aber auch keine „normale“ Reaktion auf eine Beleidigung ( Panik). Du scheinst psychische Probleme zu haben, deren Ursprung woanders liegt.

Hier wäre eine Therapie für dich ratsam. Denn das hat nichts mit der Beziehung zu tun. Er triggert lediglich eine alte Wunde in dir. Und die kann auch Ursache für deine starke Anziehung ihm gegenüber sein. Er spiegelt dir etwas.
was mich immer total irritiert hat war diese Distanz
wenn er Verletzlichkeit mit Manipulation gleichsetzt ( hier würde ich mir mal Gedanken über seine Tränenausbrüche machen ), dann entsteht logischerweise eine unterkühlte Stimmung daheim. Man darf sich ihm gegenüber ja nicht offensichtlich schwach zeigen. Aber dann beschwert er sich, dass es „keine Liebe/Zuwendung“ von seitens der Frau gäbe. Macht Sinn ja, wenn ich Menschen emotional nah an mich heranholen will, dann beleidige ich sie auch erstmal und strafe sie dann mit Verachtung ab, wenn sie verletzt sind. Sowas schafft Vertrauen und einen „sicheren Raum“ zwischen zwei Menschen, wo sich jeder so zeigen kann, wie er ist.
Tage wo er mich anstrahlte und meinte er hätte eine Lösung und würde reden und hat man Tage später gefragt wie es gelaufen ist, Explosion, Beschuldigungen, dass ich mich in Dinge mische..
Weil du kein Mitspracherecht hast. Auch hier: die Frauen haben sich versorgen lassen, weil sie es unbedingt so wollten, oder weil er dieses Machtgefälle in einer Beziehung braucht ? Eventuell hängt beides zusammen ?

Du solltest anfangen seine Motivation zu hinterfragen. Kein Mensch tut etwas, von dem er selbst nicht auch etwas hat.
Der Unterhalt.. äh.. dafür muss ich 30Std arbeiten. ;)
du musst aber auch seine Kinder nicht großziehen und über die Runden bekommen. Er schenkt seiner Ex nichts, sondern beteiligt sich an der Verantwortung für seine Kinder.

Hier kann ich deine Haltung leider überhaupt nicht nachvollziehen.

Ich bin mal direkt: ich glaube, du hast in deiner Persönlichkeit einen großen Schatten ausgebildet und wünscht dir unbewusst versorgt zu werden ( emotional und finanziell ). Und er braucht Kontrolle und Macht in einer Beziehung, um sich auf eine Frau einzulassen -> Matching.

Ihr habt beide miteinander ins Klo gegriffen. Er nahm an, dass du „anders“ bist und stellt jetzt fest, dass dem nicht so ist. Und du hast gedacht, dass er dir Schutz und Geborgenheit bieten kann, weil er ja so „stark“ ist und musst leider feststellen, dass dieses „stark sein“ seine Schattenseiten hat.

Solange man seine persönliche Mitte nicht gefunden hat, ist man leider nur halbstark, weil man schnell aus dem Gleichgewicht gerät.
 
  • #97
Nein überhaupt nicht, ich mach auch Dinge lieber wie putzen. :) Ich brauche nur eine gewisse Ordnung und Sauberkeit Zuhause- er ist der Typ Chaos. Wo er war sind Verpackungsreste und Krümel- an guten Tagen wird er nur Krümelmonster genannt aber manchmal nervt es eben auch. Er wäre auch höchst beleidigt wenn ich was dazu bezahlen wollen würde (auch so ein "Kampfplatz" - Geld.
Er hat sich selber als Gast definiert durch seinen immer offenen Fluchtweg. Wenn er Dauergast ist, warum räumst du ihm die Krümel hinterher?
Oh so wars nicht gemeint. Es ist einfach so, dass Arbeitnehmer eben doch zu sehr großen Teilen anders ticken als Selbständige. Dass ist nicht wertend und nicht abfällig gemeint. Und oft beneide ich die Kollegen tatsächlich um diese Fähigkeit Probleme rechts und links ihres Arbeitsgebietes einfach nicht zu sehen, erst aktiv zu werden wenn vom Chef ein muss kommt.. :)
Glaub ich dir nicht. Du formulierst es so, dass ich eher denke, du bist insgeheim stolz auf dein links und rechts gucken.
Finde ich grundsätzlich auch gut, mache ich aber nur, wenn ich die Kapazitäten dafür habe, aus purem Selbstschutz.
Als Selbstständiger bekommst du fürs links-rechts gucken entsprechend Belohnung (oder musst es machen, weils sonst negative Auswirkungen hat). Als Angestellter muss man überlegen, wo man steht. Ich mache das auf Sicht: JETZT habe ich Kapa, jetzt mache ich Sachen über das reine Soll hinaus. In einem halben Jahr habe ich privat vermehrt Stress warum auch immer, da mache ich Scheuklappen und nur das soll.
Du bist jetzt nicht in der Lage, an Karriere zu denken, also MUSST du Scheuklappen aufsetzen. Wenn du (schweren Herzens) deine Ponys und anderen Tiere weggegeben hast, eine bezahlbare kleine Wohnung gefunden hast und den Typen nur auf der Arbeit siehst wegen Trennung, DANN kannst du wieder unternehmerisch denken.
Ich weiß, das ist nicht leicht. Aber die Tiere haben eine ganz niedrige Priorität, wenn du wirklich am/im Burnout bist.
Kopf geht vor Bauch... Alles Gute.

W u40
 
  • #98
Für mich habe ich festgestellt, ist es eher so, dass nach dem ganzen zurück rudern, Gefühle immer wieder in Kiste stopfen, die Beziehung nicht so richtig mmhh.. "normal" ? verläuft.
Eine Gedankenanregung: ist er wirklich verliebt in dich? Versuch die Beziehung mal zu betrachten in der Hinsicht, ob er dich einfach nur ausnutzt? Ein Mann, der nur bei mir schläft, wenn ER Lust auf mich hat, und mir ansonsten nur seine Krümel dalässt - ich würde mir vorkommen wie eine bequeme Matratze.
Nur du kannst wissen, ob etwas an dieser Idee stimmt.
 
  • #99
Aber da sie es von Mama nicht kennen, hat er wohl Angst, dass sie dann nicht mehr zu ihm wollen wenn er es tun würde. Mit denen wird man mal Freude haben.
Einer redet bis heute nicht mit ihm weil er Familie zerstört haben soll mit Trennung. Auch sowas wäre nicht mein Weg aber auch sowas kommt vor. Verletzte Eitelkeit auf Seiten der Frauen.
Bevor Du über andere Frauen und deren Kindern urteilst, solltest Du lieber erst mal versuchen, Deine Baustellen in den Griff zu kriegen. Sorry, Du kriegst Dein Leben selbst nicht geregelt und erlaubst Dir hier derlei Urteil!
So langsam bekomme ich einen Eindruck davon, warum sich Dein Freund mit Dir unwohl fühlt.
 
  • #100
30 Stunden arbeiten für Kindergeld (mehrere Kinder) ist ein Witz. Er müsste ihr noch den Freizeitausfall bezahlen und zwar für 50% der gesamten Betreuungszeit, dann käme es annähernd an fair heran.
Wenn die Frau Kinder möchte, unbedingt und sich da gegen den Willen des Partners durchsetzt, dann reicht es nicht wenn sie höheren 4stelligen Betrag monatlich bekommt? :) Betreuungszeit.. die Kinder sind von 8-17 Uhr in Kita, Mama macht derweil mit Ponies was, FreundinnenKaffee trinken usw, 2x die Woche dürfen sie früher gehen- wenn der Vater sie abholt, danach gehen sie zur Oma, Oma kümmert sich um ins Bett bringen etc, ein Wochenendtag sind sie wieder beim Vater, bleibt ein Tag die Woche wo man sich wirklich um die Kinder kümmert. Vorher gab es Babysitter anstatt Oma.

Tut mir Leid, ich habe da einfach zu oft mitbekommen wie Partner nach Bankkonto und nicht nach Liebe ausgesucht wurden. Pferdadamen sind da sehr eigen. Wie schnell versucht wurde schwanger zu sein, nicht weil man Kinder wirklich wollte, sondern um ihn zu binden und das gehen finanziell und emotional zu erschweren- ob dass hier so war, keine Ahnung aber vieles spricht dafür und sowas regt mich auf und finde ich höchst unfair. Wenn man Ansprüche ans Leben hat, die teuer sind, dann sind dafür nicht lebenslang die Eltern zuständig und auf keinen Fall der potentielle Partner, dann muss man selbst mal arbeiten und lernen auf eigenen Füßen zu stehen. Dieses spielen mit Gefühlen und Kinder bekommen um abgesichert zu sein finde ich einfach widerlich. Und ja dass gibt es.

Bevor Du über andere Frauen und deren Kindern urteilst, solltest Du lieber erst mal versuchen, Deine Baustellen in den Griff zu kriegen. Sorry, Du kriegst Dein Leben selbst nicht geregelt und erlaubst Dir hier derlei Urteil!
Ich urteile nicht, jeder wie er es für richtig hält. Aber Kinder vom Vater fern halten weil der sich trennt und der Familie alles überlässt, Haus, Geld etc- mies. Meine Meinung, muss man nicht teilen. Dass hat nix mit Schreien zu tun. Da geht es um verletzte Eitelkeit.
 
  • #101
Die Kinder werden nicht angeschrien, dass habe ich noch nie erlebt und glaube ich auch nicht. Und Kinder wo Mama zuguckt wie sie andere Menschen mit Stöcken traktieren um ihren Willen zu bekommen, die schreien bis es kein Morgen mehr gibt um ihren Willen zu bekommen und dann auch kriegen- ja dass halte ich für bedenklich. Ich habe keine eigenen Kinder, ich habe "nur" Ferienkinder betreut und Neffen und Nichten. Solch Verhalten ist schwierig, da kann man nur auf Erzieher und Lehrer hoffen.


ich glaube, du hast in deiner Persönlichkeit einen großen Schatten ausgebildet und wünscht dir unbewusst versorgt zu werden
Dass könnte sein, man ist vielleicht einfach müde immer alles allein zu regeln. Man sehnt sich unbewusst danach, dass da jemand ist, der einen ab und zu auffängt- nicht komplett aber eben geben und nehmen. Teilweise stimmt sicher auch der 2. Teil. Er hat mehr Kontrolle wenn er alles bestimmt und muss sich in diese neue Rollenverteilung erst hinein finden. Aber dass findet er in dieser Beziehung auch gut, dass er auch mal entspannen kann, nicht alles planen muss. Ich habe übernächste Woche Termin für Erstgespräch, ich hab schon angefangen mir Notizen zu machen, Punkte die man drehen und wenden kann.. mir ist immer wichtig, alles aus jeder Perspektive zu sehen. Wahrscheinlich verzettele ich mich dabei oft, meine Gefühle wollen jemanden als "doof" einstufen weil verletzte Eitelkeit, weil Trigger getriggert, weil.. und mein Hang zum Perspektivwechsel versteht den anderen zu gut und dann ist Kopf vs Verstand und ein permanenter Zwiespalt der einen in Wahnsinn treibt. Da muss man wohl mal drüber reden und Lösungen finden.

" Eine Gedankenanregung: ist er wirklich verliebt in dich?"

Ja definitiv. Dass merkt man. Ich bin ja ein höchst misstrauischer Mensch aber diese warmen Blicke, wenn er manchmal denkt ich beobachte ihn nicht, dieses fallen lassen beim in Arm nehmen.. schwierig zu beschreiben, aber ja doch definitiv. Er ist einfach vom Kopf oft ganz woanders, ihn stört Unordnung nicht, Krümel- egal.

"Aber die Tiere haben eine ganz niedrige Priorität, wenn du wirklich am/im Burnout bist.

Kopf geht vor Bauch... Alles Gute."
 
  • #102
Vielen Dank für die lieben Wünsche Hammel. Hast du Tiere? Menschen mit Kindern würde man doch auch nicht raten die abzugeben. :) Die Plüschdinger machen Arbeit, kosten- sicher alles Vernunftpunkte zum abgeben aber.. sie sind auch eine Struktur im Alltag. Sie sind an dunklen Tagen ein Grund aufzustehen, sie sind der Grund Arbeit liegen zu lassen und was schönes mit ihnen zu machen. Sie sind der Grund warum ich nie ganz abgeglitten bin. Sie bringen einen zum Lachen, zum raus gehen, sorgen dafür, dass man sich kümmert, bringen Kontakt zu anderen Menschen, sind einfach da wenn man traurig und müde ist. Dass ist nicht aufzuwiegen. Das aufzugeben, heißt die Sonne aus meinem Leben zu verbannen, das schlechte Gewissen ihnen nicht ihr versprochenes Zuhause für immer gegeben zu haben, würde mich für immer quälen. Ich muss einen Weg so finden und ich denke dass werde ich auch. Hab ich schon immer irgendwie. Die letzten 2Jahre waren einfach in vielerlei Hinsicht besonders belastend. 2 schwere Verluste, viel Arbeit, dieses Gefühlschaos, viel wieder hoch geholt, was gut vergraben war- ich werd es schon irgendwie sortieren und dann eine Entscheidung treffen. Entscheidungen mit klarem Kopf zu treffen ist besser als in Momenten wo man grade durcheinander ist.
 
  • #103
Vielen Dank für die lieben Wünsche Hammel. Hast du Tiere? Menschen mit Kindern würde man doch auch nicht raten die abzugeben. :)
Ja da verstehe ich dich, nur denke ich, dass es eine Lösung wäre für ein akutes Problem. Evtl. kann man die Tiere auch erstmal bei Bekannten unterstellen, Ponys in Pflege geben, kenne mich da nicht aus.
Ich bin halt eher so unterwegs: Wo liegt das Problem? Mindmap mit ALLEN Lösungen, dann Pro und Contra. Das hilft mir bei emotionaler Verstrickung.
Probleme von Fremden sehen ja auch meist einfacher aus für Außenstehende. Wenn man selbst drinsteckt, ist man nicht so radikal.
 
  • #104
Hallo, ich wollte ja mal Rückmeldung geben..

Ich war jetzt 3x bei Beratung. Vorher noch ein "Vorfall" wo er heimlich mit Exfreundin weggefahren ist. Hats mir nicht gesagt um mich nicht zu belasten. Die Kinder fahren mit ihm allein nicht. Da war ich schon angeschlagen. Wir hatten Vereinbarungen getroffen, waren meiner Meinung nach auf gutem Weg und dann sowas.. und nichtmal Entschuldigung, sondern nur "geht um die Kinder, ich liebe dich, nicht sie, da ist es egal ob sie mitkommt"- wahrscheinlich eine Perspektivfrage.

Nach dem ersten Gespräch mit Therapeutin, drei Tage nach diesem "Vertrauensbruch" , hats mir völlig die Füße weg gezogen und am nächsten Tag heftiger Streit weil Nervenzusammenbruch meinerseits. Er sich komplett distanziert, eiskalt, mich allein sitzen lassen, was mich dazu brachte- als ich mich gefangen hatte- nochmal bei ihm zu klingeln (war im Auto passiert) und das vernünftige Gespräch zu suchen. Naja wohl nicht so gute Idee gewesen. Er mir Tür vor der Nase zugeschlagen.. kommt nicht so gut wenn man eh grad nervlich am Ende... kein Notaus, ich war mal ausnahmsweise richtig sauer.

Momentan ist Abstand und Sendepause. Ich habe alles auseinander gefusselt bekommen und bin trotzdem irgendwie nicht schlauer als zuvor. Habe aber zumindest einen gewissen "Frieden" geschlossen.

Kurz gefasst ist das "Problem" auf meiner Seite, lange zurück liegende schwere Belastungen, die ich als abgehakt betrachtet hatte, weil sie mich emotional gar nicht berühren. Rückblickend betrachtet, hab ich die Verzweiflung und Ausweglosigkeit in der Situation, einfach irgendwie abgekapselt. Und in so Ausnahmesituationen wie die letzten 2Jahre kommen die Strategien die geholfen haben zu überleben, wieder hoch. Versuche aus der Situation zu flüchten- Job aufgeben, Beziehung beenden- und weil dass gefühlt nicht ging und irgendwann auch noch der emotionale Druck in Streits dazu kam, der Notausknopf, der bewährte. Wo ich nicht mehr wirklich ansprechbar bin, irgendwie funktioniere und 2, 3Tage brauche um mich wieder zu fangen.

Bei ihm löste dass Hilflosigkeit aus. Und Frust. Probleme nicht lösen zu können hasst er. Dazu immer wieder meine "Trennungen". Er ist dann aufgrund seiner Erfahrungen so, dass er sich emotional völlig distanziert um sich zu schützen. Mir letztendlich die Tür vor der Nase zuschlägt, mich mit Nervenzusammenbruch allein sitzen lässt. Diese Kälte und nicht auf mich eingehen- ich hab diese zwei völlig unterschiedlichen Menschen nie zusammen gebracht, Misstrauen, Angst ausgenutzt zu werden.. ein absoluter Teufelskreis auf beiden Seiten.
 
  • #105
Klar hat jeder Recht, wenn er sagt, nicht sein Problem, dass ich ne Meise hab. Natürlich ist er nicht mein Psychiater. Aber ein bisschen hofft man natürlich, dass es jemanden gibt, der einen dann in Arm nimmt, der einen einfach hält bis die Welt wieder heller wird aber dass kann er nicht, dafür berührt ihn diese Verzweiflung zu sehr und er zieht sich zurück um nicht verletzt zu werden, um sich nicht hilflos zu fühlen.

Ich muss lernen mit Konflikten besser umzugehen, mich raus zu nehmen, mich abzugrenzen eh Notaus passiert aber trotzdem natürlich meine Meinung kund tun. Nicht einfach, mal sehen wo es hin führt.

Schwierig. Weil es so schade ist, jetzt, wo man die Dynamiken entfusselt hat, nicht gemeinsam dran arbeiten zu können. Schade, dass da soviel Faktoren zusammen kamen, die so einen Teufelskreis ausgelöst haben. Ich denke unter anderen Bedingungen hätte es funktioniert, weil einfach die grundsätzliche Chemie stimmt.

In meinem Bekanntenkreis haben zwei lose Freundinnen und eine gute Freundin aktuell und im letzten Jahr geheiratet und man selbst... kriegt es nicht auf die Reihe überhaupt eine Beziehung zu führen. Wird man es je? Momentan ist da auch einfach viel Angst vor der Zukunft. Was werden wird. Aktuell ist schon Alltag irgendwie hinkriegen ein Problem, Arbeit ist grad in weiter Ferne aber eigentlich muss ich nächste Woche wieder. War jetzt knapp 2Wochen Zuhause, viel geschlafen und immer noch erschöpft. Dass mag ja verständlicherweise kein Partner haben. Eine Partnerschaft soll ja was schönes sein und sich nicht drum kümmern müssen, dass der Partner sich nicht aus Haus aussperrt, sich nicht drum kümmern müssen, dass Essen Zuhause ist usw. Dann ist es allein einfacher. Ich verstehe dass, ich verstehe, dass er sich da abgrenzen muss aber natürlich ist man trotzdem etwas enttäuscht und sagt sich, dass man ohne ihn, vor 2Jahren, zwar auch allein war aber eben nicht in diesem Loch. Man ist sauer auf sich, sich darauf eingelassen zu haben, anstatt weiter sein friedliches Leben allein gelebt zu haben. Dass hat immer besser funktioniert. Nun gilt es möglichst fix Scherben aufzukehren und wieder alles neu zu sortieren.

Aber etwas positives gibt es doch. Ich weiß zumindest, dass da eben ein Problem besteht, was ich bisher einfach galant umschifft habe. Durch niemand zu dicht ran lassen, durch Konflikten aus dem Weg gehen wo möglich. Vielleicht hilft diese Episode zumindest im zukünftigen Leben. Mal schauen. Zu irgendwas wirds gut gewesen sein und es gab ja auch wunderbare Stunden und Tage.
 
  • #106
ein absoluter Teufelskreis auf beiden Seiten.
Nein.

Er war nicht ehrlich @Anne321 .
Wäre er ehrlich gewesen, dann wäre es nicht zum Streit gekommen.
Von daher gäbe es auch keinen Teufelskreis.
Ehrlichkeit ist wichtig in einer Partnerschaft.
Wer nicht ehrlich ist, der provoziert Missverständnisse und Misstrauen.

Wer fährt denn ohne einen Ton zu sagen mit der Ex in den Urlaub?

Klar hat jeder Recht, wenn er sagt, nicht sein Problem, dass ich ne Meise hab.
Wieso lässt du dir das einreden?
Ich muss lernen mit Konflikten besser umzugehen, mich raus zu nehmen
Weshalb lässt du dich so abspeisen.
Du WILLST die Schuld auf dich nehmen.
Frag dich mal warum?

Ich denke unter anderen Bedingungen hätte es funktioniert, weil einfach die grundsätzliche Chemie stimmt.
Nein.
Die grundsätzliche Chemie stimmt nicht.

Er kann mit dir machen was er will. Er kann dich beleidigen, wie er will, verarschen wie er will, anlügen wie er will, emotional missbrauchen wie er will, manipulieren wie er will.
Wahrscheinlich könnte er dich sogar schlagen.
Du wirst immer wieder ankommen.
An der Beziehung wird sich nichts ändern.
 
  • #107
Genau da liegt mein Problem. Ich verstehe warum andere so sind wie sie sind. Hier habe ich lange gebraucht, weil es so widersprüchlich war. Und wenn ich mich eingefühlt habe, dann kann ich nicht mehr "sauer" sein bzw wenn dass doch mal passiert, tut es mir hinterher leid, weil der andere aus seiner Perspektive ja "Recht" hat. Klingt wohl schräg oder? Diese Abgrenzung verstehen und ich, meine Gefühle, meine Meinung, dass klappt nicht. Schon große Veranstaltungen sind schwierig, diese ganzen Emotionen, Stimmen- ich bin danach völlig fertig. Es ist auch schön aber auch sehr anstrengend.
Solang ich also niemanden dicht an mich ran lasse, Beziehungen oberflächlich lasse, klappt es, dann gerate ich nicht in solche Konflikte. Und doch bräuchte ich momentan einfach jemanden der mich in Arm nimmt.. aber da ist eben niemand und wahrscheinlich wird es da auch nicht nochmal jemanden geben. Vertrauen können ist eh nicht meine Stärke und nach der Aktion jetzt, umso weniger. Weil man sich selbst grad nicht mehr vertraut.
 
  • #108
Er mir Tür vor der Nase zugeschlagen.. kommt nicht so gut wenn man eh grad nervlich am Ende... kein Notaus, ich war mal ausnahmsweise richtig sauer.
Die Wut würde ich mir bewahren.

Aber du suchst in einem Mann auch die Lösung für dein Problem und das wird immer schiefgehen…

Du kannst nicht in einer Partnerschaft nachholen, was dir wahrscheinlich schon als Kind gefehlt hat. Du drängst damit einen Menschen in eine Rolle, in der er nicht sein möchte.

Er mag kalt reagieren, aber wie du schon selbst schreibst, verbirgt sich dahinter eben pure Hilflosigkeit.

Mach einfach mal eine Therapie - und zwar für dich und nicht für irgendeinen Typen …
 
  • #109
Dein Problem ist, dass du dich in völlige emotionale Abhängigkeit begibst.
Du bist überhaupt nicht bei dir selbst, sondern immer nur beim Anderen. Es immer nur dem Anderen recht machen wollen.
Du nimmst dich so sehr zurück, bist du dich in Luft auflöst.

Ja eine Trennung ist erstmal schwer. Aber es wird dir solange nicht besser gehen, bis du gelernt hast auf eigenen Beinen zu stehen. Für dich einzustehen.
Anstatt dich wie so ein emotionales, weinerliches Bündel in völliger Abhängigkeit herumschupsen zu lassen.
Du gehst überhaupt nicht mehr aufrecht.

Wie lange willst du noch so weitermachen?
Glaubst du, es gibt kein Leben nach diesem Typen?

Seine Eigenschaften sind nicht besonders lobenswert.
Wahrscheinlich weißt du nicht mal, warum du ihn überhaupt liebst. Du bist nur noch Opfer deiner eigenen Emotionen.

Stoppe das doch endlich mal.
 
  • #110
Ob ich was suche? Keine Ahnung. Ich bin ja recht naiv und unbefangen an die Sache.

Klar wollte ich ein bisschen Verbindlichkeit- und konnte sie mit jeder Zauderei und Zurückweisung immer weniger selbst geben- klar wollte ich Ehrlichkeit und wissen wo man steht. Nicht die 5.Geige sein. Vielleicht auch mal aufgefangen werden, nicht therapiert, nur einfach wissen, da ist jemand der bedingungslos hinter mir steht und einfach mal meine Hand hält wenn ich dass brauch. Ich weiß nicht ob dass so unnormal ist? Gegeben habe ich Liebe, Zuneigung, Wärme, Geduld.. und Vertrauen. Was mir sehr schwer fällt. Aber ich habe mir gesagt, dass Vertrauen wichtig ist. Diese Ambivalenz in ihm, diese "ausweglose" Situation, dieses Gefühl festzustecken, dass hat alles vergrabene wieder vor geholt und so haben "Kleinigkeiten", über die man normalerweise geredet und gestritten hätte, gereicht um mich in diesen emotionalen Ausnahmezustand zu versetzen, wo man nur noch zittert und in der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit fest steckt. Wo man ein emotionales Wrack ist.

Natürlich sucht man da die Schuld bei sich, weil dass nicht normal ist. Ich wusste nichtmal mehr, dass diese Gefühle noch existieren, dass ist alles 19Jahre her.. Normalerweise hätte man ihm gesagt "ey du, so nicht.." oder "dass verletzt mich, wie möchten wir dass lösen?" oder oder.. so hat man sich selbst als schwach und nicht in der Lage, sich selbst zu steuern disqualifiziert. Als nicht gesprächsbereit und fähig. Er hatte so Panikmomente auch, nicht so schlimm wie meine Ausfälle aber auch schon heftig. Arzt und Krankheit sind da die Auslöser. Ich habe ihn vorsichtig in Arm genommen, ruhig mit ihm geredet, beruhigt. Dass würde mir wahrscheinlich auch helfen da nicht so tief abzurutschen. So war es auch immer ein Dilemma aus "es darf nicht passieren" und zack noch mehr Druck und kontraproduktiv... aber man kann eben nicht erwarten, dass andere dasselbe leisten können und wollen. Dass ist eigentlich eine Lektion die ich schon früh gelernt habe. Hilfe geben finden alle cool, wenn man sie selbst braucht, steht man allein da. Schade aber ja, für mich, um mich besser zu verstehen werde ich Therapie machen, soweit es Arbeit zulässt (3Termine die Woche sind da utopisch) aber dieses Misstrauen wird bleiben. Dass hat sich grad so tief eingebrannt und ich weiß nicht ob ich dass gut finde. Ich möchte eigentlich nicht so misstrauisch und auf Habacht sein. Ich möchte, dass die Welt ein Ort voller Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ist, wo jeder sein kann wie er ist. Aber wenn man dann nur ausgenutzt und liegen gelassen wird, muss man wohl lernen sich zu schützen. Diese diffuse Angst, die mich grad durch die Tage begleitet, die muss irgendwie wieder weg, dass bin nicht ich, dass ist nicht schön.
 
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