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Gast

  • #1

Trennung aus Vernunft, geht das ?

Eine Trennung aus Vernunftsgründen, jedoch das Herz blutet auf beiden Seiten. Nach 14 Monaten Glücksgefühlen und nach einem möglichen gemeinsamen Weg zu suchen, nun doch Trennung, da einer nicht frei wird , jedoch nur aus finanz. Gründen . Was unternimmt man, um den anderen auszublenden, nicht andauernd an die schönen Zeiten zu denken. Viel weggehen, Kontakte suchen, Freundschaften schließen. Neuen Partner finden ? Oder ist das zu früh ?
 
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Gast

  • #2
Ich war vor vier Wochen in der Situation. Am schlimmsten war die 1. Woche nach der Trennung. Dann bin ich wieder unter die Leute gegangen. Die Zeit heilt Wunden. Allerdings kann man die vielen Gemeinsamkeiten nicht einfach aus dem Gedächtnis löschen, was auch für eine neue Partnerschaft nicht unproblematisch ist. Jetzt schaue ich nach vorne und hoffe, einen neuen Partner zu finden. Man muss nur aufpassen, dass man den Verflossenen bzw. die Verflossene im Nachhinein nicht zu sehr verherrlicht und damit nicht offen genug für eine neue Bekanntschaft ist.
 
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burma

  • #3
ja, das scheint zu gehen. nach etlichen anläufen ist es uns nun endlich möglich einen nur noch freundschaftlichen umgang miteinander zu pflegen. und pflegen ist wirklich so gemeint wie es da steht. man lernt damit umzugehen. rückschläge gibt es immer, darauf muss man gefasst sein. wichtig scheint mir aber auch, das, was man hatte als geschenk zu sehen und nicht traurig rückblickend in depressionen zu verfallen. freunde treffen, kino, singlepartys usw. alles geht. die große freiheit kann auch schön sein.
 
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Gast

  • #4
Ausblenden geht gar nicht. Ablenken geht schon eher, doch Schmerz und Trauer sind wieder da, sobald die Ablenkung weg ist. Was heilt und hilft ist die Zeit. In meinem Fall dauert der Schmerz auch nach 6 Monaten noch an; allerdings nicht mehr ganz so schlimm wie in den ersten Tagen und Wochen.
Sie hat mir eine e-mail geschrieben und mir den Grund mitgeteilt, weshalb sie sich von mir trennen muss. Sie sagte, dass die Trennung sie sehr schmerzt und sie mich immer noch sehr liebt. Das machte es doppelt schlimm für mich. Es wäre für mich einfacher gewesen, hätte sie mir mitgeteilt, dass sie einen anderen Mann gefunden hat oder dass ich ihr nicht genüge, oder, oder...
Wie passt das zusammen ? Sie liebt mich, doch sie muss mich verlassen, weil sie Rücksicht auf ihre Familie nehmen muss.
Romeo und Julia lassen grüßen...
 
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Gast

  • #5
Meine Vernunftstrennung liegt nun mittlerweile zwei Jahre zurück. Am meisten haben mir neue Kontakte und vor allem neue Freundschaften geholfen.

Aber ... ich trage ihn heute noch ganz tief in meinem Herzen und frage mich bei jedem neuen Date, ob es noch einmal jemanden geben wird, der mich so tief berührt und ob ich ein zweites Mal eine so unglaublich schöne Kennenlernphase erleben darf.

Schwierig.

Ich drücke dir ganz ganz fest die Daumen.
 
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Gast

  • #6
Ich habe mich erst kürzlich von meiner Partnerin getrennt. Man könnte sie als Vernunftstrennung bezeichnen, da man während der Beziehung die fundamentalen Unterschiede einfach ausblendete (auf beiden Seiten). Ich habe die Strategie alle Erinnerungen aus der Beziehung zu entfernen. Es klingt zwar sehr hart, aber so kommt man schneller wieder zu sich, anstatt Erinnerungsfotos & etc. immer wieder anzuschauen und den Verlust erneut zu reflektieren. Eine Freundschaft mit meiner Ex könnte ich nicht. Aber diejenigen, die das Schaffen zolle ich meinen Respekt!
Jeder hat sein eigenes Rezept nicht mehr an den/die Ex zu denken. Meins lautet: Arbeit.
 
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Gast

  • #7
danke allen für die Antworten !
 
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Gast

  • #8
Bitte versteh mich nicht falsch wenn du nachfolgendes ließt, ich weiss jmd. zu verlieren den man liebt tut immer sehr weh.
Meiner Erfahrung nach ist eine Trennung aus Vernunft absoluter Unsinn oder einfach nur eine bequeme Ausrede dafür, dass wenigstens der eine Part nicht bereit ist, sein bisheriges Leben aufzugeben.
Mach dir eins klar, wenn 2 Menschen sich wirklich lieben, ist Geld eines der letzten Dinge worüber die sich Gedanken machen. Klar geht es nicht ohne, aber ich glaube nicht dass du so wenig Geld verdienst, dass dein Partner mit dir dann in absoluter Armut leben muß.
Wach auf und lass den Kopf nicht hängen, es gibt in einer Partnerschaft viele Dinge für die es sich loht zu kämpfen aber in einem solchen Fall wär es verschenkte Kraft.
Darum sehe ich eure Trennung auch nicht als aus Vernunft, sondern als Grund von Geld.
Das solltest du so akzeptieren und auch verarbeiten.
Bewegung an frischer Luft hilft den Kopf frei zu bekommen. Finger weg von Alkohol und Drogen, das schafft nur noch mehr Probleme.
Stürze dich nicht in eine neue Beziehung wenn du nicht mit der alten abgeschlossen hast, damit machst du nur andere Menschen unglücklich und leidest am Ende selber.
Sei realistisch denk drüber nach und vergrab den Kopf nicht im Sand.
Ich wünsche dir viel Glück und allen anderen, die das hier lesen, den passenden Partner zu finden. Grüße Matze
 
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Gast

  • #9
Eine Trennung aus Vernunft ist für mich denkbar, wenn ein Partner innerhalb der Beziehung Single bleibt. Dann muß man aus Selbstschutz gehen. Mein Partner liebt mich noch immer sehr, doch er ist nicht bereit, nur annähernd meine Bedürfnisse und die der Familie zu erfüllen. Single in einer Beziehung bleiben ist tödlich für den anderen. Das ist der Grund unserer Trennung. Es kann nicht immer nur einer für den anderen da sein und ihm hinterherlaufen. Das tut so weh, dass man sich letztendlich trennt und hofft, den Partner zu finden, der die Familie in den Vordergrund stellt und sich selbst dabei wohl fühlt.
Nur "Miteinander" ist eine Beziehung etwas wert. Und ich bin mir zuviel wert um nur für andere da zu sein. Da gehe ich lieber, bleibe so lange alleine, bis ich neues Vertrauen in eine erfüllte Beziehung setze. Aber Geld oder Mißerfolg oder mangelndes Selbstvertrauen darf eine Beziehung nicht zerstören!
 
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Gast

  • #10
Denke mir mal Trennung aus Vernunft ist auch oft nötig um sich vielleicht selbst zu finden. In meinen Fall erfolgt die Trennung nach 11 Jahren und 4 Monaten weil unsere Charaktäre so sehr ausgeprägt sind das sich keine vernünftige Streitkultur eingestellt hat. Ich meine damit das man z.B auf den Partner zugehen muss und man sich für seine eigene Überreaktion entschuldigen sollte. Nicht erst abwartet bis sich die Wogen mit der Zeit geglättet haben. Damit tötet man Gefühle und man zeigt sich nicht gerade respektvoll. Also ist es doch besser sich bei Einsicht eventuell mit Vernunft zu Trennen um vielleicht den Partner zu finden, der mit solch einer Mentalität umgehen kann. Selber läuft einen sonst die Zeit davon und man lebt nicht wirklich in einer "glücklichen" Beziehung. Warum dann nicht eventuelle spätere Freundschaft.
 
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Gast

  • #11
Ich glaube nicht an eine Trennung aus Vernunft!
Ich glaube dir,das es im moment sehr schmerzt,aber wenn dieser mensch dich WIRKLICH geliebt hätte,dann hätte er/sie dich nicht einfach "gehen lassen"
Die zeit heilt alle Wunden.Du wirst sehen,da kommt jemand anderes...
Oder er/sie kommt vielleicht zurück?
 
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Gast

  • #12
Ich sehe hier die "Vernunft" nicht. Mir fällt beim besten Willen kein vernünftiger Grund für eine Trennung ein, wenn sich beide noch lieben...
 
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Gast

  • #13
Welch Paradoxon, Trennung und Vernunft in einem Satz. Am verlogensten klingt die Begründung, wegen Geld. Einige sollten mal ihr Ego beiseite schieben und sich mal mehr dem "Wir Denken" widmen.
 
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Gast

  • #14
Ich denke schon, dass es eine Trennung aus Vernunft gibt, Zum Beispiel dann, wenn (wie oben schon jemand erwähnte) der eine Part Single trotz Beziehung bleibt. Oder, wenn man charakterlich auf der gleichen Wellenlänge ist, aber die Vorstellungen von Beziehungsinhalten schwer auseinander gehen. Wie z.B. Part 1 braucht viel Nähe und Geborgenheit, aber Part 2 will nicht über seinen Schatten springen, obwohl ihm eigentlich nicht danach ist. Oder wenn Part 1 gerne über Probleme redet und diskutiert, Part 2 aber alles lieber mit sich selbst ausmacht. Auf lange Sicht ist dies keine Basis um glücklich zu werden, egal wie stark die Gefühle außerhalb dieser Diskrepanzen sind. Geld sehe ich allerdings nur perpesktivisch gesehen als Problem, nämlich dann, wenn einer der Partner nicht mir Geld umgehen kann und sich kopfüber bedenkenlos in Schulden stürzt und an einem Lebensstandard festhält, den er sich gar nicht erlauben kann...Das zeugt von wenig Verantwortungsgefühl.
 
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Gast

  • #15
zu Nr. 13
die Trennung aus Vernunft?! Schwierig... Klar die Argumente treffen zum Teil schon zu, ABER man soll nicht vergessen, wenn sich 2 lieben (und ich meine wirklich lieben) dann findet man Wege, wie man sie gemeinsam lösen kann. Die jeweiligen Partner müssen sich gegenseitig unterstützen. Jeder hat Gründe warum er so ist, sei es weil er in früher zeit verletzt wurde oder sonst was, aber dann soll der jetztige Partner in unterstützen und ihm helfen anders zu werden. So lange man Gefühle für jemanden hat, soll man so lange daran gemeinsam Arbeiten....
Also die Sichtweise von Nr. 13 ist verständlich, aber soll man gleich die Beziehung beenden, obwohl Gefühle da sind? NEIN....
 
  • #16
Besser als "Trennung aus Vernunft " wäre sicher gewesen, aus GRÜNDEN der Vernunft keine Beziehung zu jemand Vergebenen zu beginnen!

Es ist doch immer die gleiche Geschichte für die, welche sich auf anderweitig Gebundene einlassen. Das heulende Elend kommt fast immer, und dann ist das Jammern groß.
Die Ausreden derer, die sich dann (scheinbar) nicht trennen können, sind doch immer die gleichen. Sie WÜRDEN ja gerne, aber... In deinem Fall sind es die Finanzen, andere Ausreden gibt es zur Genüge. Von Kindern angefangen bis zur dementen Ehefrau.

Nun aber zu deiner Frage:
Lass dir Zeit! Eine solche Enttäuschung überwindet man nicht so schnell. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass mir folgendes nach dem Verlust meines Ehemannes gut getan hat:

Weinen, bei meiner Freundin jammern und schimpfen, mich trösten lassen. Und wenn genügend Zeit vergangen ist, erhebst du dein Haupt aus der Asche und schaust dich um.

Dann entdeckst du zu deiner Überraschung, dass es da noch massenweise passende Partner für dich außer , außer diesem einen. (Die nicht vergeben sind)
 
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Gast

  • #17
Auch ich habe das hinter mir: ich wollte Familienleben mit Kind (und seinen beiden schon vorhandenen), er konnte sich ein weiteres Kind nicht vorstellen. Liebe war auf beiden Seiten starkt und auch das Verständnis für die Gründe des jeweils anderen. Wir haben uns ziemlich schwer getan, sind immer wieder rückfällig geworden. Aber letztlich glaube ich, wenn er mich wirklich geliebt hätte, hätte er mich nicht gehen lassen.

Also, Kopf hoch, es treten neue Menschen in Dein Leben, die Deine Wünsche und Einstellungen besser teilen können!

Und Freunde sind das Wichtigste! Pflege Deine guten Freundschaften immer, auch wenn Du neu verliebt bist!
 
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