• #31
Na, das ist schon recht selektive Wahrnehmung deinerseits. Was ist ausgerechnet am Sex in dieser Situation so grundverkehrt?
Außerdem eine vielleicht unnötige, hemmende Fixierung auf traditionelle Beziehungsmodelle („alles oder gar nichts“) - wegen des Kindes ist man ja sowieso gewissermaßen aneinander gebunden, auch wenn es momentan keine tiefe emotionale Verbundenheit ist.
„Traditionelle Beziehungsmodelle“ haben sich nicht grundlos durchgesetzt.

Der Mensch strebt nun einmal nach einem gewissen Grad an Sicherheit, weil das eines seiner Grundbedürfnisse darstellt. Und dahingehend sind alle Menschen gleich.

Nun gibt es eben auch Menschen - wie dich wahrscheinlich - die eine Beziehung nicht als sicher erleben, aufgrund gemachter Erfahrungen. Und die Sicherheit eben eher in der Unabhängigkeit von Beziehungen suchen. Das ist legitim. Aber ein Großteil der Menschen tickt eben so nicht. Und auch das ist legitim.

Die FS leidet unter der gegenwärtigen Situation. Sie kann das nicht und sollte hier Verantwortung für sich übernehmen, indem sie aufhört emotionale Sicherheit bei einem Menschen zu suchen, der ihr keine geben kann.
 
N

Nordlicht444

Gast
  • #32
Eure Beziehung war lange Zeit nicht gut. Es passt nicht zwischen euch und ich denke auch, dass ein neuer Partner, irgendwann, besser wäre. Es sind einfach zu viele Verletzungen zwischen euch vorgefallen, die die Beziehung immer belasten würden. Meiner Meinung nach kannst du die Vorstellung, dass ihr als Familie getrennt lebt noch nicht akzeptieren, weil du das Bild im Kopf hattest, dass ihr euer Kind gemeinsam aufzieht. Ich denke, du solltest dir z.B. viele Internetseiten über alleinerz. Mütter durchlesen. Durch die Informationen wirst du mehr und mehr in die Lage versetzt, dich an dein neues Leben zu gewöhnen, mit deiner neuen Rolle klar zu kommen und die Angst davor zu verlieren. Du hast so starke Verlustangst, dass du dich an einen Mann klammerst und gar nicht erkennst, dass es nicht funktioniert zwischen euch. Das wirst du erst später erkennen und dann greifst du dir an den Kopf, dass du so lange an der nicht funktionierenden Beziehung festgehalten hast.
 
  • #33
Ihr wart 7 Jahre vor dem Kind zusammen und 1,5 Jahre nach dem Kind. In den 7 Jahren vorher, warst du immer mal wieder schwierig, aufgrund unverarbeiteter Geschichten aus der Kindheit.
Nach der Schwangerschaft warst du dann erst recht schwierig, weil überfordert und vieles (erst recht) wieder hochkam.
Er konnte dir nichts recht machen.

Mich interessiert eines:
Weshalb bist du wegen vergangener Geschichten "schwierig", so dass er dir nichts recht machen konnte?
Was hat er mit deiner Vergangenheit zu tun?

Ansonsten würde ich mir keine all zu großen Hoffnungen machen. Der Mann hat sich für eine Trennung entschieden.
Er zieht das durch. Eine Umkehr ist eher unwahrscheinlich.
Er hat das nach einer langen Beziehung entschieden.
Wie du so drauf bist, war ihm nicht neu. Ich denke also nicht, dass das unbedingt NUR an deinem Verhalten gelegen hat.

Sondern dass die Beziehung ihren zeitlichen Zenit erreicht hat.
Dass er immer mal wieder sagt "kann man nicht wissen", ist eher der sanfte Weg "Nein" zu sagen. Er hat offenbar gemerkt, dass du etwas am Rad drehst, wenn er dich konkret zurückweist.
Im Grunde hat er dir aber deutlich gesagt, dass er dich nicht mehr liebt und die Beziehung DESHALB nicht mehr will.
Verstehst du.....
Manchmal endet Liebe.
Auch dann wenn man sich 100% fein verhält.

Stoppe diese Selbstgeisselung.
Entspanne dich.
Lass die Dinge sein, wie sie sind, ohne etwas erzwingen zu wollen.
 
  • #34
:( da ich sehr früh meinen Vater verloren habe und meine Mutter mit mir überfordert war, habe ich nicht wirklich gelernt wie man liebt, dass man sich umarmt, dem anderen was Gutes tut.. ich habe ihn stattdessen unterdrückt, um mich besser zu fühlen und meinen nicht vorhandenen Selbstwert damit zu stärken. Was natürlich absolut nicht geht. Ich wollte zu viel Zeit am liebsten 24/7…
Also kann man auf Gesagtes nicht viel legen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #35
:( da ich sehr früh meinen Vater verloren habe und meine Mutter mit mir überfordert war, habe ich nicht wirklich gelernt wie man liebt, dass man sich umarmt, dem anderen was Gutes tut.. ich habe ihn stattdessen unterdrückt, um mich besser zu fühlen und meinen nicht vorhandenen Selbstwert damit zu stärken. Was natürlich absolut nicht geht. Ich wollte zu viel Zeit am liebsten 24/7…
Also kann man auf Gesagtes nicht viel legen?
Höre auf, dich auf ihn und auf das, was er gesagt oder nicht gesagt hat, zu konzentrieren! Was ihr hattet, war eine toxische Beziehung, nichts wirklich Gutes. Ihr habt ein Kind. Möchtest du diese Muster an das Kind weitergeben? Nein? Dann such dir einen wirklich passenden Therapeuten, richte dich darauf ein, dass das nicht mal eben geht, dich selbst zu ändern, sondern dass das ein harter und auch schmerzhafter Weg wird. Tu es für dich und dein Kind, NICHT, um ihn zurückzugewinnen. Du musst erstmal lernen, mit dir selbst zufrieden zu sein, Selbstwert zu haben. Was er macht oder tut, ist völlig irrelevant. Bleib bei dir.
 
  • #36
Doch man kann auf Gesagtes etwas legen.
Nur hat er eben konkret gesagt, dass er sich nicht vorstellen kann, dass es nochmal etwas wird.

Jetzt schau, er wird nicht verschwunden sein aus deinem Leben. Sondern immer der Papa der Kleinen sein. Wer weiß, vielleicht lebt es sich viel entspannter in getrennten Wohnungen.

Es tut mir sehr leid, dass du so eine schwierige Kindheit hattest. Es ist nicht leicht die Prägung abzulegen. Du kannst aber offenbar schon genießen, dass er nett ist und sich um Euch kümmert, auch finanziell. Von daher kannst du positive Zuwendung schon richtig einordnen. Das ist eine gute Voraussetzung, dass eine Therapie zum Erfolg führt.
 
  • #37
wegen des Kindes ist man ja sowieso gewissermaßen aneinander gebunden, auch wenn es momentan keine tiefe emotionale Verbundenheit ist.
Und wegen des Kindes soll man ohne emotionale Verbundenheit Sex haben, wo zumindest ein Partner sich Hoffnungen macht.
Das ergibt doch gar keinen Sinn, ausser das beide sich schon kennen als Expartner. Mit Familie hat das nichts zu tun, das Kind hat nix davon, wenn die Eltern nicht mehr zusammen sind und Sex haben.
Es bekommt alle Stimmungen mit und heraus kommt dann vielleicht ein verwirrtes Kind, dass später auch mal toxische Beziehungen gut findet.
 
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