• #61
...Und zurück zur FS: ich habe es nicht so verstanden, dass der Freund sie bedrängt hat oder gar zwingen wollte. Er hat mit ihr darüber geredet. Moralisch sch*** aber reden ist noch lange keine Nötigung.

Nein, er hat mich nicht bedrängt oder versucht zu zwingen. Er hatte es am Anfang vorgeschlagen, was ich allerdings auch schon abwegig fand und abgelehnt habe.
Bedrängt hat mich mit ihrer WhatsApp seine erwachsene Tochter mit den Argumenten (Beziehung ist doch sowieso gescheitert, das Kind hätte bei uns keine Chance auf junge, glückliche und verheiratete Eltern, andere Paare wollen ein Kind etc pp).
Zu dieser habe allerdings kurz nachher über sämtliche „Kanäle“ den Kontakt abgebrochen,. Es tut kurz vor der Geburt nicht gerade gut sich über eine junge Erwachsene aufzuregen, die sich wie ein pubertierender Teenager verhält. Ich denke auch nicht - egal wie der Vater seine Vaterrolle ausfüllt - das sie später der richtige Umgang für meine ungeborene Tochter ist. Leider hat sich mein Ex hinsichtlich der WhatsApp auf die Seite seiner Tochter gestellt (ich sollte mit ihr nicht diskutieren, es wäre doch nicht schön wenn es mit ihr eskaliert, ich solle ihn nicht gegen sie aufbringen ..)

Gegenüber seinem kleinen Sohn aus zweiter Ehe ist er ein sehr liebevoller und fürsorglicher Vater der viel Zeit mit ihm verbringt. Das er für seine Tochter aus der ersten Ehe damals weniger Zeit hatte lag damals vorrangig an der beruflichen Situation. er baute damals gerade seine Karriere auf. So etwas ist schade, kommt aber in vielen Familien vor. Ihre Mutter wird hauptsächlich die Familienarbeit übernommen haben während er Karriere machte. Dieses Rollenmodell das einer sich mehr um das Kind kümmert und zu Hause bleibt während der andere Karriere macht ist kein unübliches. Heute will sie diese Zeit nachholen und fordert sie ein.

Als Erwachsene sieht sie wieviel Zeit ihr Vater mit dem viel jüngeren Halbbruder verbringt und ein weiteres Halbgeschwisterchen sieht sie vermutlich auch als Gefahr für sich (Erbe, Zeit des Vaters) an, aber man sollte meinen das man mit knapp über zwanzig erwachsen ist.

Aber der hochschwangeren Ex Partnerin eine Adoption kurz vor der Geburt vorzuschlagen ging ganz einfach nicht. Mal davon abgesehen das nur die Eltern an dem Kind beteiligt sind und nicht die Halbgeschwister ist es einfach sehr übergriffig.

Wie mein Ex die Vaterrolle ausfüllen will ist fraglich und bleibt abzuwarten. Sich erst zu freuen, dann umzuschwenken (will keine neue Familie), dann zu normalisieren um dann kurz vor der Geburt in der Beziehung den Schlussstrich zu ziehen ist auf jeden Fall etwas was ich anderen Frauen in einer ähnlichen Situation nicht wünsche.
 
  • #62
Ich bin entsetzt, wie viele schreiben, streiche ihn.
Ich bin ganz bei @Lionne69.
Er ist der Vater. Ob er seine Vaterrolle erfüllen wird, wird sich zeigen. Eher nicht, wenn er schon 2mal versagt hat.

Die "Leute" schreiben das, weil er das Kind nicht WILL. Er will, das das Kind weg ist. Genau darauf beziehen sich die Leute.
Er hatte auf Abtreibung gehofft - zu spät. Seine zweitbeste Wahl ist die Adoption. Auch da ist er aus allen Pflichten raus, muss keine soziale Vaterrolle übernehmen und auch keine finanziellen Pflichten. Deutlicher als er kann ein Mann nicht "nein" zum ungewollten Kind sagen.

seine zweite kaum 14 Stunden später ob man es noch abtreiben oder zur Adoption freigeben könnte?
Er hat Abtreibung und Adoption ins Spiel gebracht. Die FS will nur sein "nein" nicht hören und und in ihrer Illusionswolke hängen bleiben.
Sie arbeitet sich an der Tochter ab, die nur den Wunsch des Mannes nachplappert, das Kind möge verschwinden aus seinem und auch ihrem Leben.

Eine Verleugnung und Ablehnung des Vaters fällt auf das Kind zurück, auf den Selbstwert, die Identität.
Das sagt hier doch keiner, sondern "als Partner und Vater kriegst Du ihn nicht zurück, also nimm wenigstens sein Geld, um es Dir als AE etwas leichter zu machen".
Dass ein Kind das Recht hat, zu wissen, wer sein Vater ist und dass dieser mit ihm nichts zu tun haben will - wobei man Letzeres und erst Recht den Wunsch nach Abtreibung/Adoption dem Kind so nicht mitteilen sollte, um ihm nicht zu schaden.

Als diese in das Leben seiner Tochter trat war diese ein junger Teenager, ihre Mutter lebte noch und ist vor ca vier Jahren gestorben - die erste Ehe war aber schon länger geschieden. Die erste Ehe hielt inklusive vorheriger Beziehung fast zwanzig Jahre. Quasi von der Schulbank bis zur Scheidung.

Der Mann hat ganz richtig erkannt: er kann Familie mit Kindern nicht. Darum sind alle seine Beziehungen mit relativ jungen Kindern zerbrochen.
Aus diesem Grund will er Familie mit Kind nicht noch ein weiteres Mal versuchen, sondern verlässt Dich vor der Geburt.
 
  • #63
Kontaktabbruch? Die beiden bekommen ein Kind.
Egal, wie er sich in der Beziehung verhalten hat: Er bleibt der Vater und sehr wichtig für das Kind.
Identitätsfindung und Wurzeln sollten für keinen Elternteil Fremdwörter sein, das eigene Wohlbefinden ist dabei hintan zu stellen.
Die eigene Kränkung spielt bei halbwegs Erwachsenen keine Rolle.

w, 53
 
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