• #1

Trennung mit Kind. Wer hat Erfahrung damit?

Hallo allseits,

dachte mir, es könnte mir helfen, wenn ich sehe, anderen Usern hier geht es ähnlich oder sie kennen zumindest ähnliche Situationen aus ihrem Umfeld.

Zur Situation:

Ich m/34 stehe nun ziemlich blöd da. Nach 6-jähriger Beziehung, die wie ich zugestehen muss, das bisher Beste war, was mir je widerfahren ist, hat meine damalige Freundin mit mir Schluss gemacht. Die kurze Geschichte dazu. Wir haben ein 2-jähriges Kind und seit etwas mehr als einem Jahr eine Eigentumswohnung. Vor ca. 3 Monaten, als ich merkte, dass meine Freundin ungewohnt distanziert und reserviert war, stellte sich raus, sie will Sex mit anderen Männern. Zugegeben unser Sex war nicht besonders prickelnd seit unser Kind auf der Welt ist, aber sie hatte einfach keine Kraft mehr am Abend und ich dachte mir, auch das geht vorbei.
Sie hat 2 Jahre lang gestillt und kurz vor Ende der Karenz sowas. Jetzt hat sie das Maximum an Freiheit, da wir uns das Kind von der Zeit her aufteilen.
Die letzten Jahre war sie eigentlich immer komplett erschöpft, weil sie wirklich alles für unser Kind gemacht hat - bis zur Selbstaufgabe. Ich hatte so die Hoffnung, wenn ich unser Kind am Abend auch mal hinlegen kann, wenn sie auch nach über 2 Jahren wieder am Abend etwas unternehmen kann - auch alleine ohne mich kein Problem - dass auch unser Sexleben besser wird. Naja, ihres ist es definitv. Nicht mal 3 Wochen hat sie gebraucht um wieder aufs "Pferd" zu steigen. Mein Selbstwertgefühl hat ein "all time low" und noch dazu haben wir ja noch die gemeinsame Wohnung. Bei wem sie übernachtet weiß ich nicht, ich muss bei Freunden unterkommen.

Jemand ähnliche Erfahrungen?
 
  • #2
Ich habe noch keine Trennung mit Kind hinter mir, gebe aber dennoch meine paar Cent dazu. Du kannst es ja überlesen.
So wie es sich für mich liest, ist die Sache nicht mehr zu retten.
Ich hatte so die Hoffnung, wenn ich unser Kind am Abend auch mal hinlegen kann, wenn sie auch nach über 2 Jahren wieder am Abend etwas unternehmen kann - auch alleine ohne mich kein Problem - dass auch unser Sexleben besser wird.
Das abendliche ins Bett bringen wiegt ja nicht die vorhergehende ganztägige Beschäftigung mit einem Kleinkind auf, und allein dadurch regt sich wohl bei den wenigsten Frauen die Libido wieder. Das ist jetzt keine Entschuldigung dafür, dass du ihre Neuorientierung schon 3 Wochen nach der Trennung doof findest.
Die kurze Zeit heißt übersetzt einfach nur, dass es für sie schon viel länger abgeschlossen war. Kennst du den Spruch, Frauen bleiben viel länger in unglücklichen Beziehungen und wollen das Scheitern nicht eingestehen, aber wenn sie sich dann mal trennen, dann war es das auch wirklich?
Das deckt sich in meinen Augen mit deinen Hintergrundinformationen wie seit Jahren für sie unbefriedigender Sex, Kinderbetreuung bis zur Selbstaufgabe, Erschöpfung.
Ich würde die Trennung einleiten und beiderseitig versuchen, fair zu bleiben. Sei aber auch kein gutmütiger Depp und lass dich bei der gemeinsamen Wohnung nicht über den Tisch ziehen.
Alles Gute dir!
W, 27
 
  • #3
Nein. Ich habe keine solchen Erfahrungen. Jedenfalls wäre das eine Geschichte, bei der man gerne ihre Version lesen würde.

Da muss ja irgendetwas vorgefallen sein. Wieso sollte sie von heute auf morgen auf einen Egotrip gehen und alles zertrümmern? Ergibt so für mich keinen Sinn.
 
  • #4
Und was stört dich jetzt genau? Das sie Sex mit anderen Männern hat? Sie ist nun wieder Single und kann machen was sie will. Genau genommen, geht es dich nichts mehr an.

Bei der Lösung eures Problems hättest du früher ansetzen müssen.
Hast du sie mit dem Kind unterstützt, Fläschen gegeben, die Windeln gewechselt, bist nachts auch mal aufgestanden oder ist alles an ihr hängengeblieben? Wenn letzeres zutrifft, ist es kein Wunder, wenn sie abends zu müde zum Sex war. Ein Baby fordert viel Aufmerksamkeit. Das merken einige Männer erst, wenn sie sich selbst mal komplett alleine um das Baby kümmern sollen.
Momentan genießt sie vermutlich ihre Freiheit, die sie die letzten zwei Jahre nicht mehr hatte. Ich kann das schon irgendwie verstehen, auch wenn es für dich natürlich nicht schön ist. Die Unterstützung hätte früher kommen müssen.
 
  • #5
Na, dann trennst du dich halt. Ich verstehe deinen Post so, dass ihr die Wohnung bereits vermietet habt, deshalb übernachtet ihr beide aushäusig. Es hätte übrigens schlimmer kommen können, ihr hättet verheiratet sein können.

Was zu tun ist, weißt du ja. Zuerst solltest du testen lassen, ob das wirklich dein Kind ist oder ob die Gute ihrem "Hobby" schon früher nachgegangen ist. Dann wird die Wohnung verkauft, und du darfst bis zum Studienende des Kindes dafür bezahlen. Warum man eine gemeinsame Wohnung mit einer Lebensabschnittsgefährtin kaufen musste, erschließt sich mir nicht ganz, aber das Kind ist ja schon in den Brunnen gefallen. Für die Zukunft: In einer temporären Beziehung behält ein jeder seine Wohnung.
 
  • #6
... die wie ich zugestehen muss, das bisher Beste war, was mir je widerfahren ist, ...

Sie sieht das offenbar anders herum nicht so. Woran könnte es liegen?

Zugegeben unser Sex war nicht besonders prickelnd seit unser Kind auf der Welt ist, aber sie hatte einfach keine Kraft mehr am Abend und ich dachte mir, auch das geht vorbei.

Passt nicht zusammen. Es scheint nicht an ihr zu liegen, dass der Sex nicht besonders prickelnd war...
Auch da wieder: Deine "Leistung" in der Partnerschaft scheint in jeder Hinsicht ungenügend zu sein. Was ist Deine Frage? Die Beziehung scheint wegen mangelnder Beteiligung Deinerseits beendet zu sein.

  • kümmere Dich um Dein Kind
  • sorge für eine reibungslose Trennung
  • kümmere Dich nicht mehr darum, wo Deine Exfreundin übernachtet
  • lerne etwas draus für die nächste Beziehung
  • sei froh, dass Du so schlau warst, nicht zu heiraten
 
  • #7
Wir haben ein 2-jähriges Kind und seit etwas mehr als einem Jahr eine Eigentumswohnung

Vielleicht hat sie sich ja etwas mehr Verbindlichkeit gewünscht als nur beide zu 50% im Grundbuch zu stehen. Unverheiratet mit dem Kind ein paar Jahre zu pausieren, ist ganz allein ihr Risiko. Du hattest während dieser Zeit Deinen Job und musst keine Karriere-Einbußen befürchten oder Lücken in der Rente.

Ich hatte so die Hoffnung, wenn ich unser Kind am Abend auch mal hinlegen kann, wenn sie auch nach über 2 Jahren wieder am Abend etwas unternehmen kann - auch alleine ohne mich kein Problem - dass auch unser Sexleben besser wird.

Tja, das reichte wohl nicht, Abends das Kind mal "hinlegen". Für ein besseres Sex-Leben muss man sich wohl mehr einfallen lassen.

Beantworte Dir selbst folgende Fragen:

Wer hat sich hauptsächlich um das Kind gekümmert?
Wer sich um Arzt-Termine, Vorsorge, etc. gekümmert?
Bei wem von euch beiden ist das Kind versichert und warum?
Wessen Nachnahmen trägt das Kind?
Habt Ihr das gemeinsame Sorgerecht?
Wer ist nachts aufgestanden ?
Wer von Euch beiden hat eine Ehe ausgeschlossen?

W52
 
  • #8
Jetzt hat sie das Maximum an Freiheit, da wir uns das Kind von der Zeit her aufteilen.
Sie hat nicht das Maximum an Freiheit - sie ht genausoviel Freiheit wie Du. Immerhin hat sie sich die letzten 2 Jahre nonstop um euer Kind gekümmert und wird das jetzt immer noch tagsüber tun, wenn Du arbeitest.

Karenz heißt, Du lebst in Österreichisch. Keine Ahnung, wie es die rechtliche Situation mit einer gemeinsamen Eigentumswohnung ist und wie dort das Sorgerecht und Unterhalt für die Kindsmutter gehandelt wird. Da solltest Du besserin einem. at-Forum nachfragen. In Deutschland würdest Du Dich mit Deinem Auszug bereits in eine ungünstige Situation bringen Aufgabe des gemeinsamen Wohnorts), zumal Mutter und Kind höheres Schutzbedruerfnis haben.

Ich wäre nicht ausgezogen, sondern hätte erst die Wohnung verkauft. Ach ne, ich hätte unverheiratet garkeine gemeinsame Wohnung gekauft, um nicht in Deiner Situation zu sein - aber das hilft Dir jetzt nicht.

Unterkommen bei einem Freund, keine Ahnung, wo sie übernachtet? Und wo ist dann noch gleich das Baby? Ich verstehe Deine Situation nicht, um Dir irgendwas zum friedlichen Umgang und zu einer Trennung sagen zu können. Reich' mal ein paar Infos nach.
 
  • #9
Ich mache auch gerade eine Trennung mit Kindern durch, aber meine Situation ist mit deiner nicht vergleichbar.
Ich kann Dir nur raten Dich nicht "runterziehen" zu lassen sondern den Stier bei den Hörnern zu packen. Such Dir eine Wohnung die Dir gefällt, findet eine sinnvolle Umgangsregelung für das Kind und dann richte Dich in Deinem Singledasein so ein wie Du es möchtest. Freu Dich darauf, endlich auch mal Dinge tun zu können die bisher schwierig waren. So werde ich es auch machen...
 
  • #10
Hallo barbar,
Versuche deinen Fokus mit Disziplin und Willensstärke ( sonst keine Chance aus dieser Sache gut rauszukommen) von den Warum und Wieso und Handlungen deiner Freundin abzuziehen. Im Moment ist es so wie es ist und fertig.
Konzentriere dich auf DICH ,deinen positiven Umgang mit deinem Kind und kümmere dich um die Wohnung ,das eventuell die gerechte Aufteilung erfolgt. Das deine Freundin so locker drauf ist,lässt vermuten das sie aus irgendeinen Grund glaubt das das mit der Wohnung zu IHREN Gunsten ausgeht ?
Ich würde dir nicht empfehlen deine Freundin jemals wieder zurückzunehmen.Sie schläft gerade mit anderen Männern und hat sich damit gegen dich entschieden. Höchstens falls sie mal zurückkommt aus Bequemlichkeit oder anderen materiellen Begünstigugnen . Du hast f ür sie unbewusst sowieso keinen Wert mehr wenn du für SIE als potenzielle Partnerin(Stichwort ) Versöhnung ) noch Interesse hättest.
Wenn dann alle Vernunftsachen erledigt sind ,DANN darfst du dich gerne damit geistig ausseinander setzen was dein Anteil an dieser Sache war ,oder auch warum dir sowas widerfahren ist.Damit du frisch geläutert,um segensreiche Erfahrungen erweitert bist und um dann neue Wege zu gehen in eine neue gute Zukunft.
 
  • #11
Es ist selten der Sex allein. Häufig eine Kombination aus mangelndem Interesse für Kommunikation, Verständnis für die Bedürfnisse des anderen und Arbeiten an der Beziehung.
Es ist doch sehr ungewöhnlich, dass heute alle Beziehungen so früh scheitern. Und das erst nach 3 Jahren?????
Was hast du für die Beziehung getan, außer zu denken, "das geht wieder vorbei"?
 
  • #12
Irgendetwas kommt mir komisch vor. Vielleicht liegt das aber auch an fehlenden Informationen. Bist du sicher, dass es ihr Ziel war, allgemein mit anderen Männern zu schlafen? Oder vielleicht eher mit einem ganz bestimmten anderen Mann? Den sie kennengelernt hat und daher plötzlich reserviert und kühl war? Vielleicht ging es daher dann auch so schnell? Dann könnte ich ihr Verhalten eher nachvollziehen. Denn völlig erschöpft hat man ja tatsächlich wenig Lust auf Sex und das war sie ja zum Zeitpunkt der Trennung. Wie kann dann Sex so einen großen Stellenwert haben, dass sie loszieht, ihn mit Fremden zu suchen? Oder sucht sie etwas anderes wie Geborgenheit und dafür steht der Sex? Habt ihr nie darüber gesprochen? Hmmm, ...
 
  • #13
Lieber Barbar,

was ich nicht verstehe ist Deine Sache mit der Eigentums-Wohnung: ich nehme mal an, die ist noch nicht abbezahlt? Sie muss doch - auch wenn sie entscheidet, plötzlich bei einem neuen Mann zu übernachten, für den Teil ihrer Zahlungen aufkommen. Dann könntest Du doch ganz normal erst mal eine Zeit lang noch weiter dort wohnen. Und wenn ihr Euch entscheidet, die Wohnung zu verkaufen, dann ist doch Geld da, Dir eine kleinere Wohnung zu kaufen oder zu mieten?

Mir kommst Du irgendwie recht unselbständig, fast schon kindlich rüber. Und jammernd. Das meine ich nicht böse, sondern vielleicht hilft Dir das, zu sehen, wo Du zukünftig BEI DIR ansetzen könntest.

Ich denke, Deine Frau hat sich schon sehr lange emotional von Dir distanziert. Vielleicht schon mit der Geburt oder sogar schon noch früher? Danach hat sie vielleicht öfters Müdigkeit einfach nur "vorgeschoben" und sich erst trennen getraut, als sie einen neuen Mann kennengelernt hat.

Kopf hoch! Sei für Euer Kind da!
 
  • #14
Es ist doch sehr ungewöhnlich, dass heute alle Beziehungen so früh scheitern. Und das erst nach 3 Jahren?????
Was hast du für die Beziehung getan, außer zu denken, "das geht wieder vorbei"?
Das sehe ich komplett anders, erstens ist das heute ganz normal das Beziehungen scheitern, auch nach kurzer Zeit, auch mit Kind, Kind ist keine Begründung zu bleiben und zum zweiten gehören grundsätzlich immer zwei dazu, wenn der eine nicht mehr möchte oder nicht mehr möchte, weil er sein gestecktes Ziel erreicht hat (z.B. Kind!) kann der anderen machen was er will, er wird nichts Positives dabei gewinnen können! Ich kenne einige Frauen die nur ein Ziel hatten, geschwängert zu werden, sie haben es mir genauso direkt gesagt, toll!
 
  • #15
Danke für die Beteiligung.

Ich werde mal nicht zitieren, aber etwas aufklären. All jene die meinen ich hätte mich zu wenig um mein Kind gekümmert, dürfen dies weiterhin behaupten, jedoch bitte dies beurteilen.
Wir haben geteiltes Sorgerecht. Von Anfang an. Wir beide wollten dies. Dieses Kind ist definitiv ein Wunschkind und von mir.
Zum Alltag und wie ich mich eingebracht habe. Vom ersten Tag an haben wir uns das Aufstehen mit dem Kleinen geteilt. Windelwechseln, baden etc. Ich wollte meiner Freundin so viel wie möglich abnehmen. Wenn sie mal um 3 in der Früh aufstehen musste, dann bin ich am Vormittag für 2-3 Stunden spazieren gegangen, damit sie schlafen oder baden kann. Als ich wieder zu arbeiten begann (hatte die ersten 2 Wochen Urlaub um ihr zu helfen und natürlich meinen Nachwuchs zu geniessen) hat es in etwa so ausgesehen, dass ich bis 17 in der Arbeit war, gleich heim und gleich mein Kind genommen und spazieren oder Leute besuchen gegangen, damit meine Freundin etwas Ruhe findet. Ja, ich weiß es geht sicher immer mehr, aber was ich hatte war Zeit, Geduld und vor allem dir Kraft und das habe ich gegeben.
Das mit dem Schlafen war insofern ein Problem, weil sie eben gestillt hat und wenn unser kleiner unruhig geworden ist, hat sie ihm die Brust gegeben. Das konnte ich leider nicht. Das gleiche Problem beim Schlafenlegen... ohne Brust konnte er nicht. Ihr tat es schon richtig weh und nach ca. 1 h hinlegen - sprich liegen im dunklen Raum - war sie meist völlig entnervt und meinte immer, dass ihr Abend schon gelaufen sei.
Ich habe es ihr schon sehr bald angeboten, ich möge ihn doch hinlegen. Sie meinte sie bringt es nicht übers Herz, wenn er weint. Was er allerdings in ihrer Anwesenheit auch tat.
Nein, ich möchte mich nicht als den tollen Papi und Freund darstellen, urteilt selber. Wir beide haben uns um unser Familie so gut es ging gekümmert. Meiner Freundin ist es - so scheint mir - einfach gewaltig über den Kopf gewachsen. Ich habe ihr schon die längste Zeit angeboten, dass wir wo hin fahren. Oder sie alleine...
Nix davon wollte sie, weil sie Angst hatte das Kind könnte ohne sie nicht und widerum diese Gewissheit, hielt sie stets zuhause.

Ob da jetzt länger was im Busch war ihrerseits, kann ich nur raten. Da ich sie natürlich gefragt habe, wann, wie, wo, wer,... die Angaben variieren eigentlich von mal zu mal. Letztens meinte sie, seit der Geburt vom Kind ist meine Anziehung auf sie sehr gesunken. Ist jetzt nicht weiter verwunderlich wie ich meine - hormonell bedingt.

Und ja auch das ist mir recht schnell klar geworden, dass sie freilich viel mehr Zeit gehabt haben wird, sich mit dem allem auseinander zu setzen und mir natürlich die Chronologie subjektiv betrachtet äußerst kurz daher kommt.
 
  • #16
Das passiert doch jeden Tag zu Tausenden, also nichts Neues. Eine solche Story habe ich hundertfach gehört und gelesen, zieh das einfach durch und fertig, da gibt es kein Zurück!

Es passiert tagtäglich tausenden und abertausenden Menschen auf der ganzen Welt. Aber nur weil, auch täglich Millionen Menschen sterben, heißt es nicht, dass es für einen selber Scheiße ist, wenn man damit konfrontiert wird. Ist schon klar, dass vermutlich jeder 5te auf der Straße eine ähnliche Geschichte parat hätte.
Durchziehen und nach Vorne blicken ist aber wohl wirklich das einzige.
 
  • #17
Beantworte Dir selbst folgende Fragen:

Wer hat sich hauptsächlich um das Kind gekümmert?
Wer sich um Arzt-Termine, Vorsorge, etc. gekümmert?
Bei wem von euch beiden ist das Kind versichert und warum?
Wessen Nachnahmen trägt das Kind?
Habt Ihr das gemeinsame Sorgerecht?
Wer ist nachts aufgestanden ?
Wer von Euch beiden hat eine Ehe ausgeschlossen?

W52[/QUOTE]

Die Antworten auf deine Fragen:

Sie hat sich hauptsächlich um das Kind gekümmert. War aber auch in Karenz. Täglich bis 17 Uhr arbeiten, lässt einem leider nicht so viel Zeit. Ich habe jede freie Minute - auch im Urlaub meinem Kind gewidmet. Ich liebe ihn über alles und jeden.

Auch hier Sie. Arzttermine hat sie arrangiert. Begleitet habe ich sie aber sooft es ging und mich auch um Impfungen oä gekümmert.

Das Kind ist bei ihr mitversichert. Bei einer Sozialversicherung dachten wir da nicht so daran, bei wem er jetzt versichert sein soll.

Das Kind trägt beide Nachnamen von uns. Sie hat sogar drauf bestanden, dass mein Name an erster Stelle steht.

Wir haben das gemeinsame Sorgerecht.

Nachts musste niemand wirklich aufstehen. Anfangs wenn nachts noch die Windeln zu wechseln waren, haben wir uns das geteilt. Ansonsten schläft unser kleiner aber im Bett bei uns und sie hat ihn einfach gestillt. Da konnte ich nix machen. Obwohl es natürlich praktisch für mich war.

Wir beide haben eine Ehe ausgeschlossen, wobei Sie bereits verheiratet war für 6 Monate.

Und machen kann man sicherlich immer mehr. Manchmal vl. weniger. Manchmal anders und manchmal sollte man die Dinge so lassen wie sie sind.
 
  • #18
Nein. Ich habe keine solchen Erfahrungen. Jedenfalls wäre das eine Geschichte, bei der man gerne ihre Version lesen würde.

Da muss ja irgendetwas vorgefallen sein. Wieso sollte sie von heute auf morgen auf einen Egotrip gehen und alles zertrümmern? Ergibt so für mich keinen Sinn.

Glaub mir eines, ihre Geschichte dazu würde ich auch gerne lesen. Ich will jedoch verflucht sein, wenn ich wüsste was es denn nun war. Ich lebe derzeit damit, dass es ein sehr giftiger Mix aus Stress, Erschöpfung, chronischer Übermüdung und auch Monotonie etc. gewesen sein muss. Well, shit happens
 
  • #19
Lieber FS,
nun, wie Du schreibst, hast Du unterstützend gemacht, was einem berufstätigen Menschen möglich ist. Deine Partnerin war eben unfähig mit einem Baby umzugehen und parallel eine Beziehung zu führen. Ich habe von vielen Frauen gehört, dass sie an den Schlafunterbrechungen zu leiden hatten, wenn sie stillten.
Manche haben darüber ihre Partnerschaft in den Sand gesetzt, die Intelligenteren haben die Milch abgepumpt und den Partner in die Kinderversorgung mit eingebunden, damit sie nicht am Rad drehen und die Beziehung scheitert.

Ich denke, das Thema ist für euch durch, die Trennung bereits umgesetzt. Jetzt geht es für Dich nur noch um Schadensbegrenzung für Deine Zukunft, die Klärung, wie zukünftig die Versorgung eures Kindes erfolgen soll, wer welchen Anteil übernimmt bzw. übernehmen kann, was mit der gemeinsamen Wohnung passiert etc.

Tja, dass Deine Anziehungskraft nach der Geburt im freien Fall nach unten ist, das hat die Natur so eingerichtet damit das Kind überlebt - ist für die Zukunft halt wichtiger, als dass der Mann Sex hat. Das ist eine Frage der Bindungshormone, die bei der Geburt ausgeschüttet werden, die gelten für das Kind, nicht für Dich.

Wie schade, dass die sexuell so aufgeklärte aber ungebildete junge Generation von diesen Themen Null Ahnung hat, sie daher nicht handeln kann und daher so viele Beziehungen scheitern, die garnicht scheitern müssten, wenn Aufklärung etwas weiter gefasst wäre als Verhütung und sexuelle Praktiken.

Für Dich war es in Deinem bisherigen Leben die beste Beziehung. Du kannst nur draus lernen und das Erlernte beim nächsten Mal einbringen, die Frau nicht alles machen lassen beim Kind, um dann als Verlierer vom Hof zu gehen sondern als Vater von vornherein aktiv mitbestimmen - zu Not Zusatzfutter nachts statt stillen etc. Dafür musst Du Dich aber informieren und aktiv werden, statt Dir von der Mutter Vorgaben machen zu lassen und dann vor einem Trümmerhaufen zu stehen. So geht Partnerschaft heute - ist kein alleiniges Frauenthema mehr.
 
  • #20
Wenn deine Freundin dich nicht mehr attraktiv findet, dann ist es besser, getrennte Wege zu gehen. Wer da wann und wie lange sich um das Kind kümmert, spielt bzgl. der Trennung keine Rolle.
Möglicherweise glaubst du, der perfekte Vater zu sein, möglicherweise bist du es. Das spielt aber keine Rolle bzw. reicht nicht. Das sind gesellschaftlich vermittelte Rollenvorstellungen. Wenn deine Freundin auf den perfekten Vater nicht steht, dann ist das so und ihr passt nicht zusammen.

Daher "Mund abwischen", weiter machen, sich um das Kind kümmern und keine Hoffnungen bzgl. der Beziehung haben bzw. die Frau auch nicht mehr zurück nehmen.
 
  • #21
Das ist eine Frage der Bindungshormone, die bei der Geburt ausgeschüttet werden, die gelten für das Kind, nicht für Dich.

Wie schade, dass die sexuell so aufgeklärte aber ungebildete junge Generation von diesen Themen Null Ahnung hat, sie daher nicht handeln kann und daher so viele Beziehungen scheitern, die garnicht scheitern müssten, wenn Aufklärung etwas weiter gefasst wäre als Verhütung und sexuelle Praktiken.
Da scheint aber jemand selber nicht aufgepasst zu haben-zu behaupten,dass Frauen die Lust und Liebe zu ihren Männern abhanden kommt nach der Geburt..na ja..die tausende glückliche Familien leben wegen Kindern und Geld zusammen,klar.. Frau und Mann verlieren Lust,wenn Beziehung auf Sex und als reine Kopfsache adgebaut wurde,wer Ver(Bindung) zu einander hatte,wird sie auch mit Kindern ethalten.Sie wird sogar stärker.Die Freundin des FS war bloß 6 Monate verheiratet.Vll.beantwortet das Teil seiner Fragen.Ver(bindlich) ist das nicht besonders.
 
  • #22
Schwierig das von außen zu beurteilen und es sicher bitter für dich, so abserviert zu werden. Warum musst du bei Freunden unterkommen? Ich würde mein Revier nicht einfach so aufgeben. Du musst dich damit abfinden, dass es erst mal vorbei ist, woran auch immer wer Anteil hat. Du hast dich zumindest bemüht, dich auch um dein Kind zu kümmern und sie konnte/wollte nicht abgeben. Als Paar sich gemeinsam ums Kind zu kümmern und mal ohne das Kind was zu machen, war wohl nicht möglich. Schade.
 
  • #23
Ich habe folgende Erfahrung gemacht:
Als die Kids klein waren, hat es mir nur bedingt geholfen, wenn mir jmd "objektiv" die Arbeit abgenommen hat. Ich war emotional und kognitiv völlig ausgehungert - das war der Knackpunkt. Ich habe keine Zeit per se "für mich" gebraucht.
Aufgebaut hat mich immer, wenn jmd kam und sich einen Moment lang um mich gekümmert hat, genauso wie ich mich den langen Tag um das Kind. Mir einen Tee gekocht, mich eingewickelt, mit mir gesprochen, mir vollste Aufmerksamkeit geschenkt hat. Das war Balsam für die Seele und ich konnte wieder "leisten".
Mir hat es leider nicht geholfen, wenn jmd das Kind genommen hat und ich völlig einsam zurück blieb. Fürs Ausgehen hatte ich nicht immer Kraft. Aber wenn jmd sich um mein Seelenwohl gekümmert hat, das hat extrem aufgebaut...
Vllt geht es anderen Frauen ähnlich und vllt kümmert sich der Mann so wie er kann um Kind und Haushalt, aber setzt leider, leider am falschen Ende an... da wo ein anderer dann ins Spiel kommt und diese Lücke füllt :(
 
  • #24
Ich habe noch keine Trennung mit Kind hinter mir, gebe aber dennoch meine paar Cent dazu. Du kannst es ja überlesen.
So wie es sich für mich liest, ist die Sache nicht mehr zu retten.

Das abendliche ins Bett bringen wiegt ja nicht die vorhergehende ganztägige Beschäftigung mit einem Kleinkind auf, und allein dadurch regt sich wohl bei den wenigsten Frauen die Libido wieder. Das ist jetzt keine Entschuldigung dafür, dass du ihre Neuorientierung schon 3 Wochen nach der Trennung doof findest.
Die kurze Zeit heißt übersetzt einfach nur, dass es für sie schon viel länger abgeschlossen war. Kennst du den Spruch, Frauen bleiben viel länger in unglücklichen Beziehungen und wollen das Scheitern nicht eingestehen, aber wenn sie sich dann mal trennen, dann war es das auch wirklich?
Das deckt sich in meinen Augen mit deinen Hintergrundinformationen wie seit Jahren für sie unbefriedigender Sex, Kinderbetreuung bis zur Selbstaufgabe, Erschöpfung.
Ich würde die Trennung einleiten und beiderseitig versuchen, fair zu bleiben. Sei aber auch kein gutmütiger Depp und lass dich bei der gemeinsamen Wohnung nicht über den Tisch ziehen.
Alles Gute dir!
W, 27

Wäre auch für die Trennung - nur: Glaubt wirklich irgendwer das sie fair bleibt? (Trennungen sind nicht einfach und meist teuer - für Männer! Rein finanziell gesehen stehen Frauen danach meist besser da als die Männer!)

Ich glaube es nämlich nicht, denn selbst wenn das selbst so gewählt war das sie fast die gesamte Kinderbetreuung gemacht hat, so wird er sich das jetzt vorwerfen lassen müssen und auch am unerfüllten Sex-Leben wird sie wohl ihm die Schuld geben (obwohl ich nicht glaube das er die ganze Zeit keine Lust hatte, nein sie wird ihm indirekt ihre eigenen Lustlosigkeit vorwerfen (!)...habe das schon öfter erlebt (Verwandtschaft, Freunde - zum Glück meist ohne Kinder!))

Ich sehe das mit "nach 3 Wochen was neues" als schlimm an, denn das zeigt das ihr an der letzten Beziehung mit dem FS nichts lag!

Ich wünsche dir, FS, viel Glück und hoffe das es nicht so kommt, bereite dich aber auf eine Auseinandersetzung mit ihr vor!
 
  • #25
Rein finanziell gesehen stehen Frauen danach meist besser da als die Männer
Wo hast du denn diese Behauptung her? Laut Statistik lebt ein Großteil der Alleinerziehenden von Hartz IV. Und Zweidrittel der Väter zahlen keinen oder weniger Unterhalt, als sie müssten. Die eingeschränkten Möglichkeiten zur Erwerbsarbeit durch die Kinderbetreuung, verbessern die finanzielle Situation auch nicht gerade.
 
  • #26
Rein finanziell gesehen stehen Frauen danach meist besser da als die Männer!)
Ich finde das ist immer Hausgemachter Pudding, wenn es denn so ist.
Nach meiner Trennung und anschließender Scheidung meiner Exfrau steht weder Sie noch ich, schlechter da als vorher. Zumindest finanziell gesehen und das ist doch was für die meisten zählt bei einer Trennung, oder.
Wenn zwei Erwachsene es nicht nach so vielen Gemeinsamen Jahren auf die Reihe bekommen eine Trennung für beide Seiten Möglichst erträglich zu machen, dann sind sie schlicht und ergreifend selbst Schuld. Wenn sie es nicht hinbekommen, nach einer Phase von Trauer, Zorn, Wut, Enttäuschtheit und was weiß ich was uns da alles noch wiederfahren ist, wieder auf einen menschlichen Weg zu finden, dann hatten diese beiden Menschen nie etwas Gemeinsames in ihrer Beziehung. Meine Meinung. Ich bekämpfe doch nicht den Menschen biss aufs Verderben, denn ich scheinbar einmal sehr geliebt habe und mit ihm einen langen Weg gemeinsam gegangen bin.
Ich bin als Mann gegangen ohne mich aus meiner Verantwortung zu ziehen. Und ich bin sicher das meine Exfrau es nicht anders gemacht hätte im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
m47
 
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  • #27
Manchmal geht es aber nicht mehr um die Kinder, sondern nur um seinen eigenen Vorteil. Ich kenne einen Fall, wo der Vater der Kinder immer sehr, sehr teurere Geschenke kauft, weil es seine EX sich dies nicht leisten kann und in den Augen der Kinder, ist der Vater der Gute und die Mutter die Böse.
Bevor jetzt jemand schreibt, dass der Mann mehr Unterhalt bezahlen soll, dass hat auch die Exfrau schon versucht und ist immer vor Gericht gescheitert.

Na, ja, wo hier der "eigene Vorteil" als Vater liegt kann ich nicht so ganz erkennen. Man kauft die Sachen für die Kinder ja nicht, um der ex-Frau eins auszuwischen, sondern weil die Kinder den Bedarf haben bzw. es sich wünschen, man es sich leisten kann und die Kinder es von der Mutter nicht bekämen bzw. man sich als Eltern abspricht, wer was kauft.
Die Alternative, das Geld lieber freiwillig der Mutter/ex-Frau zu geben, obwohl das Familiengericht dies als nicht rechtens angesehen hat, ist für mich nicht ganz einleuchtend.
 
  • #28
Man kauft die Sachen für die Kinder ja nicht, um der ex-Frau eins auszuwischen, sondern weil die Kinder den Bedarf haben
Das ist sehr blauäugig gedacht.

Bei Scheidungen, die einvernehmlich enden, ist dies der Fall, aber bei Scheidungen, die nicht einvernehmlich enden, sieht dies ganz anders aus. Da wird oft das Kind auch als Druckmittel benutzt und so selten ist dies auch wieder nicht. Ich kenne einen Fall, wo dies so ist. Wenn das Kind dies oder das braucht, dann geht es nicht darum, ob es sinnvoll ist, sondern nur darum, wie man seine EX damit schädigen kann.

Ebenso kenne ich eine AE, wo jede Woche die Betreuerin vom Jugendamt vorbei kommt. Nicht weil die Frau so schlecht ist, sondern weil jede Woche eine Meldung vom Exmann kommt. Das Jugendamt weiß zwar, dass die Anschuldigungen immer haltlos sind, aber sie müssen immer nachgehen. Sollten sich die Anschuldigungen irgendwann als wahr entwickeln und man hat nichts gemacht, dann liest man gleich in den Medien, wie schlecht das Jugendamt den Anschuldigungen nachgeht. Auch hier geht es nicht um das Wohl des Kindes, sondern nur darum um seine EX zu schädigen.
 
  • #29
Dann ist der eine der große Held, für die Kinder das Paradies - und im Alltag Zuhause plagt sich dann der andere Elternteil mit Pflichten
Das gilt aber nicht nur für die Eltern. Heute hat z.B. mein Neffe Geburtstag und er wünscht sich nichts mehr wie einen Hund und es wäre für mich das kleinste Problem diesen Wunsch zu erfüllen und ein guter Onkel zu sein. Jedoch bespreche ich dies vorher mit meiner Schwester und ich weiß, dass sie keinen Hund beaufsichtigen möchte. Dann hat sie außer 2 Kindern nicht einen Hund zusätzlich.
Lieber bin ein schlechter Onkel als ein schlechter Bruder. Einen Ruf mit dem schlechten Bruder hatte ich schon damals bei meiner ca. 10 Jahre jüngeren Schwester.:)

Jedes Jahr werden im Sommer auf der Autobahn Tiere ausgesetzt, die zu Weihnachten verschenkt wurden und ich muss nicht dafür sorgen, dass es noch mehre Tiere werden. Lieber bin ich ein schlechter Onkel.
 
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