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  • #1

Trennung... mit welchen Unterhalsforderungen muss ich rechnen

Ich (m 39) werde mich demnächst von meiner Partnerin trennen.
(Nicht wegen einer andere Frau, sodern weil ich mich nicht dominieren lassen kann)
Wir haben zusammen ein Kind (gerade 1), dass durch einen Verhütungsfehler entstanden ist (welches ich aber wahnsinnig liebe und auch zumir nehmen würde, wenn das irgendwie geht)

Ich verdiene etwa 4000 netto. Sie hatte zuletzt vor der Schwangerschaft etwa 2000 netto verdient. Kann aber in ihrem Job locker auch auf 3000 € kommen (Akademikerin, Möglichkeit der Selbständigkeit)
Wir sind nicht verheiratet.

Welche Betreuungs-Unterhaltsforderungen erwarten mich (Kind nach DD-Tabelle 500 € schon klar...)
 
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  • #2
Fragesteller, deine Frage kann hier nicht beantwortet werden. Zuerst muß klar sein, bei wem das Kind lebt. Ansonsten - ich hoffe, du wirfst deinem Kind nicht in 10 Jahren vor, dass es durch einen Verhütungsfehler entstanden ist. So eine Kaltschnäuzigkeit habe ich selten hier gelesen!
Hat das Kind Sonderbedarf - für irgendwelche Förderungsmaßnahmen? Die musst du natürlich mit bezahlen ! Auch wenn du zur Zahlvater sein solltest - du musst dem Kind ein Geburtstagsgeschenk schicken - das gehört zum zivilen Umgang . Ach ja - auch noch ein Weihnachtsgeschenk ist zu bezahlen !
 
  • #3
In der Praxis bedeutet das, dass eine nichteheliche Mutter während der ersten drei Lebensjahre nicht zu arbeiten braucht -aus keinem Gesichtspunkt heraus-. Sie hat einen Unterhaltsanspruch ohne Rücksicht darauf, ob sie eine Möglichkeit der Fremdbetreuung des Kindes durch Verwandte oder sonstige Institutionen hätte. Die Geburt des Kindes muss auch nicht ursächlich für die Einkommenslosigkeit der Mutter sein. So hat eine Studentin Anspruch auf diesen sog. Betreuungsunterhalt auch dann, wenn sie vor der Geburt des Kindes bereits studierte und ohne eigenes Einkommen war und nach der Geburt des Kindes ihr Studium fortgesetzt hat.

Ab dem dritten Geburtstag des Kindes besteht ein Unterhaltsanspruch dann, wenn es der Billigkeit entspricht.Ein maßgebender Unterschied zum ehelichen Kind bzw. dessen Mutter bei der Unterhaltsfrage besteht in der Höhe des Anspruchs. Die ehelichen Lebensverhältnisse, die das Leben in einer Familie geprägt haben, sind maßgebend auch für den Betreuungsunterhalt der Mutter eines ehelichen Kindes, wenn sich die Eltern trennen und der Vater Unterhalt bezahlen muss. Diese sog. ehelichen Lebensverhältnisse gibt es bei unverheirateten Paaren nicht und werden auch dann nicht angenommen, wenn das Paar in nichtehelicher Lebensgemeinschaft zusammenlebt. Für die Höhe des Unterhaltsanspruches sind allein die Verhältnisse der Kindesmutter maßgebend, d.h., dass sich ihr Unterhaltsanspruch nach ihren Einnahmen richtet. Von Ausnahmen abgesehen, sind das in der Regel Einnahmen aus beruflicher Erwerbstätigkeit. Wenn diese wegen der Betreuung des Kindes wegfallen, muss der Vater grundsätzlich einen Unterhalt in der Höhe zahlen, in der die Mutter aufgrund der Betreuung des Kindes Einnahmen einbüßt. Hat sie vorher nicht gearbeitet oder war krank oder aus anderen Gründen nicht erwerbstätig, so steht ihr ein Mindestunterhaltsanspruch nach der Rechtsprechung von 770,00 EUR zu.
 
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  • #4
Euer Kind ist noch ziemlich jung bzw. klein. Deine Ex kann noch bei diesem bleiben und dann musst du für sie auch zahlen.....Ich würde mal sagen, es liegt in deinem Fall bei 2000€! Bei mir waren es auch so 2000€....es wird von dem Gehalt vor dem Kind ausgegangen, ungerecht, ich weiß!
 
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  • #5
Fragesteller, deine Frage kann hier nicht beantwortet werden. Zuerst muß klar sein, bei wem das Kind lebt. Ansonsten - ich hoffe, du wirfst deinem Kind nicht in 10 Jahren vor, dass es durch einen Verhütungsfehler entstanden ist. So eine Kaltschnäuzigkeit habe ich selten hier gelesen!
Hat das Kind Sonderbedarf - für irgendwelche Förderungsmaßnahmen? Die musst du natürlich mit bezahlen ! Auch wenn du zur Zahlvater sein solltest - du musst dem Kind ein Geburtstagsgeschenk schicken - das gehört zum zivilen Umgang . Ach ja - auch noch ein Weihnachtsgeschenk ist zu bezahlen !

OK habe ich blöd dargestellt:
Tatsächlich liebe ich mein Kind und es ist sehr gut so, dass es da ist.
Ich hätte es gerne immer bei mir.

Da ich aber quasi im Hause der Familie meiner Partnerin wohne, und ich als Selbständiger mit laufenden Dienstreisen nur geringe Möglichkeiten zur Kinderbetreuung habe wird das Kind vermutlich bei der Mutter leben (müssen).
Von Gebutstagsgeschenken ...usw. brauchen wir hier nicht zu reden....

Ich rede vom Unterhalt für die Frau...womit muss ich rechnen?
 
  • #6
Entscheidend ist doch, ob und in welchem Umfang sie arbeiten kann. Wenn sie das Kind ganztags selbst betreuen muss, dann steht ihr für die ersten drei Lebensjahre des Kindes der sog. Erziehungsunterhalt zu. Der Mindestbedarf sind ca. 800€ zzgl. des fälligen Kindesunterhalts.

Wenn Deine Partnerin keine andere Möglichkeit hat, als ihre Berufstätigkeit hintanzustellen und Euer Kind liebevoll erzieht, solltest Du so reif sein, ohne Groll zu zahlen. Sinnvoller wäre natürlich, Ihr könntet Erziehung und Betreuung gleichermaßen aufteilen.
 
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  • #7
düsseldorfer liste kannst du den unterhalt fürs kind einsehen,die unverheiratete lebenspartnerin geht leer aus.ich hoffe fürs kind giebst du gerne,wens studiert dann werdens schon mal 22 jahre.verhütungsfehler aber bitte beide.jetzt hast du als vater sogar rechte.
 
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  • #8
lieber Fragesteller,

die Antworten hier sind teilweise falsch. Ein Unterhaltsanspruch ist komplex und abhängig von unterschiedlichen parametern, die nur ein Anwalt , Fachanwalt für Familienrecht, klären kann. Mach eine Erstberatung,d ann weisst Du mehr. Grundsätzlich hat die Mutter eines Kindes unter drei Jahren, die nicht mit dem Vater verheiratet ist einen Unterhaltsanspruch gem. § 1516l BGB. Dem Kind steht der Kindesunterhalt entsprechend der jeweiligen Einkommens- und Altersstufe der Düsseldorfertabelle zu.

Lass Dich professionell beraten. Bist Du sorgeberechtigt?
 
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  • #9
Tschuldigung, aber bin ich jetzt völlig daneben oder könnt ihr nicht richtig lesen?

Der FS schrieb: "Wir sind nicht verheiratet."

Somit gibt es nur den Unterhaltsanspruch des Kindes, den der FS ja bereits durch Lektüre der Düsseldorfer Tabelle ermittelt hat.

Es gibt keinen Anspruch der Frau. "Nur" Kindesunterhalt, mehr nicht.
 
  • #10
Tschuldigung, aber bin ich jetzt völlig daneben oder könnt ihr nicht richtig lesen?

Der FS schrieb: "Wir sind nicht verheiratet."

Also der erste Teil Deiner Frage ist eindeutig mit JA! zu beantworten. Du hast keine Ahnung und alle anderen haben richtig gelesen. Das Kind des Fs ist unter 3 Jahren. Sollte es ausschließlich von seiner Mutter betreut werden und sie daher nicht erwerbstätig sein können, muss der Kindsvater auch Erziehungsunterhalt zahlen.
Aber vielleicht täusche ich mich auch. Du formulierst so selbstbewusst. Möglicherweise bist Du ja vom Fach? Hast Du neue Erkenntnisse über brandaktuelle Gesetzesveränderungen? Teil sie uns mit!
 
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  • #11
Tschuldigung, aber bin ich jetzt völlig daneben oder könnt ihr nicht richtig lesen?

Der FS schrieb: "Wir sind nicht verheiratet."

Somit gibt es nur den Unterhaltsanspruch des Kindes, den der FS ja bereits durch Lektüre der Düsseldorfer Tabelle ermittelt hat.

Es gibt keinen Anspruch der Frau. "Nur" Kindesunterhalt, mehr nicht.

Doch. Wie einige Schreiber hier richtig ausführten, hat die nicht verheiratete Mutter einen Unterhaltsanspruch in den ersten 3 Lebensjahren des Kindes, wenn sie aufgrund der Tatsache, dass sie das gemeinsame Kind aufzieht, nicht ihren Lebensunterhalt selbst verdienen kann. Es wäre ja auch nicht wirklich fair, wenn der Vater des Kindes normal weiterarbeiten kann, weil er sich nicht um die Betreuung kümmern muss, die Mutter aber nicht und sie dann keine Existenzgrundlage hätte und Hartz IV auf Kosten der Allgemeinheit beziehen müsste. In Deutschland gilt da nunmal immer noch - nicht aufgrund der vielerorts geringen Betreuungsmöglichkeiten - die gerne verwendete magische 3-Jahresgrenze.
 
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  • #12
Tschuldigung nochmal, bin #8.
Ich dachte, wenn beide sich um das Kind kümmern wollen und beide in der Lage sind, jeder für sich ein ausreichendes Einkommen zu erzielen und gleichzeitig seit dem 01.08. ein Betreuungsanspruch für U3 Kinder besteht, dann haben beide das gleiche Problem: sie wollen sich beide um das Kind kümmern, müssen aber auch den Lebensunterhalt sicherstellen.

§ 1516l BGB ist allerdings eindeutig. Die Mutter hat die Wahl wie sie sich verhält und der Vater steht in der Pflicht. Die Mutter kann für sich entscheiden, sich um das Kind zu kümmern, nicht arbeiten zu gehen und Unterhalt zu bekommen für mindestens drei Jahre.
Der Vater hat anscheinend keine Wahlmöglichkeit, sondern muss auf die Entscheidung der Mutter reagieren.
 
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  • #13
FS
Danke schon einmal für diese Antworten

Heißt Unterhalt hier, das ich ihren komplettes letztes Gehalt (waren etwa 2000 € netto bei 40 h/Wo) ersetzen muss?

Wir sind in einer Region wo sowohl U3-Plätze, als auch Tagesmütter (öffentlich gefördert), nach letztem Stand Juli, ausreichend zur Verfügung stehen.

Das Kind kommt sowieso ab November für 20 h/ Wo zur Tagesmutter. Dies kann auch ohne weiteres auf 30 h/Wo erhöht werden. Die Oma nimmt das KInd nochmals mind. 6h / Wo

Heißt dies dann, dass sie also für mindestens 30 h Arbeiten arbeiten gehen kann muss) oder ist das nicht so einfach umzurechnen ?
 
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  • #14
Männer wie Du sind echt das Allerletzte, so respektlos. Diese ganze Rechnerei hier. Vielleicht machst Du erstmal reinen Tisch mit Deiner Partnerin. Wenn ich das so wüsste, wärst Du für mich als neuer Partner schon unten durch. Du willst Dich trennen, schön und gut aber so verlogen hinter ihrem Rücken den Tagesablauf des Kindes planen zu wollen um ein paar Euro zu sparen geht gar nicht. Du kannst das sowieso nicht entscheiden. Da hat sie noch ein Wörtchen mitzureden. w27
 
  • #15

Ich gebe Dir Recht mit tausend Ausrufungszeichen. Seine Vorstellungen sind dreist- vor allem angesichts der Tatsache, dass er sich frank und frei das Recht herausnimmt viel arbeiten zu wollen/können/dürfen und sein Kind wenig zu betreuen.

ich als Selbständiger mit laufenden Dienstreisen nur geringe Möglichkeiten zur Kinderbetreuung habe wird das Kind vermutlich bei der Mutter leben (müssen).
Von der Kindsmutter hingegen erwartet er, dass sie viel arbeitet und viel Zeit in die Betreuung des Kindes investiert und am besten ganz auf Unterhalt verzichtet. Schließlich rechnet er sogar noch vor/ oder schreibt Ihr vor, dass sie sich ja auch selbstständig machen könnte.

Du hast völlig Recht mit Deiner Kritik. Ich bin auch immer wieder darüber erschüttert, wie viele Menschen bereit sind, für ein paar gesparte Euros jeglichen Anstand zu verlieren!
 
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  • #16
In Deutschland gilt da nunmal immer noch - nicht aufgrund der vielerorts geringen Betreuungsmöglichkeiten - die gerne verwendete magische 3-Jahresgrenze.

Man beachte: Im § 1615l steht, daß der Unterhaltsanspruch der Frau für mindestens - ich betone MINDESTENS - drei Jahre besteht. Man kann das gar nicht oft genug betonen, da viele Männer glauben, es wären maximal drei Jahre. Böses Erwachen vor Gericht vorprogrammiert.

m
 
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  • #17
Lieber FS,

ich wünsche Dir, dass die FS sich entscheidet, arbeiten zu gehen und Dir das Kind - abgesehen von Besuchszeiten, komplett übergibt. Ich hoffe dann nur, dass Du Deinen Job die nächsten Jahre hinten anstellst und Dich auch kümmerst. Ist nicht so dolle ein 1-Jähriges Kind täglich 10 Stunden abzuschieben. Wo soll da Deine Liebe erkennbar sein. Alle sollen nach Deinen Vorstellungen funktionieren???

Das Kind ist schon aufgrund Deiner Schreiberei hier ganz sicher, deutlich besser bei der Mutter aufgehoben. Du erhebst für Dich den Anspruch, Du kannst zeitlich nicht. Das ist oberdreist und begründet viele Fälle, wo der Unterhalt für die Frauen deutlich höher ausfallen müsste, schon allein wegen der Nachteile, die durch den Ausfall langfristig bestehen. Ich hoffe der Gesetzgeber ist hier mal auf der Frauenseite.

Leider ist mir auch klar, dass Du nicht mal ein schlechtes Gewissen haben wirst.... Menschen wie Dir, wünsche ich wirklich mal tief zu fallen, damit sie mal zur Vernunft kommen. Du hast diese Frau gepo....t, die Folge ist eine sehr lange Verbindlichkeit. Dumm gelaufen für Dich? Ich kann nur den Kopf schütteln.
 
  • #18
Man beachte: Im § 1615l steht, daß der Unterhaltsanspruch der Frau für mindestens - ich betone MINDESTENS - drei Jahre besteht. Man kann das gar nicht oft genug betonen, da viele Männer glauben, es wären maximal drei Jahre. Böses Erwachen vor Gericht vorprogrammiert.

Wo genau ist denn eigentlich das Problem? Das ist doch absolut sinnvoll, dass es darin so formuliert ist. Wie soll denn eine Mutter, die aufgrund äußerer Umstände nicht arbeiten KANN, euer GEMEINSAMES Kind denn aufziehen? Auch sie muss essen, Miete bezahlen, ggf. ein Auto unterhalten, Altersvorsorge betreiben... Die Gerichte sind doch heute alle darauf ausgerichtet, das möglichst beide Eltern erwerbstätig sind (was ja auch gut ist), also werden sie einer Mutter nicht ohne besondere Gründe Erziehungsunterhalt, über das 3. Lj. des Kindes, hinaus zugestehen!
<mod.>
 
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  • #19
FS:
Warum drescht ihr hier auf mich ein?
Ist das die erste Trennung?
Nur mal zur Erklärung:
Die Trennung geht nicht direkt von mir aus. Es ist auch keine andere Frau im Spiel.

Meine Partnerin irgendwann angefangen, die Beziehung dominieren zu wollen, sich mit mir bösartig gestritten und immer wieder die Beziehung grundlegend infrage gestellt; sich selbst aber niemals.

Die Schwangeschaft war und geplant die Hölle für mich und alle anderen Familienmitglieder (ihrer eigenen Familie) auch. Sie wollte das Kind nicht, hat über Abtreibung nachgedacht.

Ich hatte das Kind auch nicht geplant, mich aber sehr darüber gefreut und mich aber der Verantwortung gestellt.

Ich bin ganz und gar nicht kaltschnäuzig, ganz im Gegenteil!
Ich möchte mit meiner Partnerin einen liebevollen, herzlichen und verzeihenden (ich rede hier nicht von fremdgehen oder soetwas...) Umgang haben, welchen ich auch selbst lebe und gebe.Auch in vorigen Beziehungen.

Sie kann das so aber nicht und sieht Nachgeben gar als Schwäche.

Ich habe viel gegeben (nicht nur materiell).
Nach dem letzten Streit jetzte habe ich ihrer Beziehungsauflösungs-Drohung einfach statt gegeben. Ich bin zu müde, um noch iregndwas mit ihr am Laufen zu halten.

Meinem Kind soll es gutgehen, klar bin ich auch bereit, Teilzeit zu arbeiten, um das zu erreichen.
 
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  • #20
Wo genau ist denn eigentlich das Problem? Das ist doch absolut sinnvoll, dass es darin so formuliert ist. Wie soll denn eine Mutter, die aufgrund äußerer Umstände nicht arbeiten KANN, euer GEMEINSAMES Kind denn aufziehen? Auch sie muss essen, Miete bezahlen, ggf. ein Auto unterhalten, Altersvorsorge betreiben... Die Gerichte sind doch heute alle darauf ausgerichtet, das möglichst beide Eltern erwerbstätig sind (was ja auch gut ist), also werden sie einer Mutter nicht ohne besondere Gründe Erziehungsunterhalt, über das 3. Lj. des Kindes, hinaus zugestehen!
<mod.>

Auch ein Mann muß essen, Miete zahlen, Auto unterhalten, etc. Wenn er aber nicht zahlen KANN, interessiert dies weder das Gericht, noch das Jugendamt.
Der genannte Paragraph enthält eine Wischi-Waschi-Klausel "blabla - solange - blabla - der Billigkeit entspricht - blabla - Belange des Kindes - blabla", wonach der Mann praktisch für alle Ewigkeit zum Unterhalt verurteilt werden kann, und wie man hört, ist dies inzwischen eher die Regel, denn die Ausnahme. Das macht den Familienstand "alleinerziehend" ja so attraktiv.

m
 
  • #21
Auch ein Mann muß essen, Miete zahlen, Auto unterhalten, etc. Wenn er aber nicht zahlen KANN, interessiert dies weder das Gericht, noch das Jugendamt.

Selbstverständlich interessiert das. Wenn Du ein arbeitsloser Vater ohne Einkommen bist, dann kannst Du in der Tat nicht zahlen. Dann gibt es Unterhaltsvorschuss für die Mutter und wenn sie aufgrund der Betreuung des Kindes nicht arbeiten kann, dann gibt ALG-2. Ein Grund übrigens, warum der Familienstand "alleinerziehend" eben nicht beliebt ist. Wer lebt schon gerne von H4?

Vergegenwärtige es Dir doch mal: Die besprochene Ausgangssituation war, dass die Mutter Deines Kindes dieses ganztags betreut und aufgrund von ihr nicht zu verantwortenden Umständen nicht (oder nur in begrenztem Umfang) erwerbstätig sein kann. D. h. sie hat (im Gegensatz zu Dir, dem Vater dieses Kindes!) kein Einkommen, keine Rentenversicherung, keine Arbeitslosenversicherung, schlicht keine Mittel zum Leben (Essen!). Wie stellst Du Dir das denn praktisch vor? Eine Frau erzieht, hegt und pflegt das gemeinsame Kind zum Nulltarif und zum Dank geht sie im Alter ins Armenhaus? Wolltest Du nur polemisieren oder meinst Du das tatsächlich ernst???
 
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  • #22
Finde das Herumgehacke auf dem FS nicht nett. Männer gehen Probleme sehr sachorientiert und zielstrebig an. In dem Thread geht es um wirtschaftliche Interessen.
Männer können ihr Kind auch über alles lieben, ohne dies im Internet in wolkigen Liebesbekundungen zur Schau zu stellen, wenn man nur mal nach den Unterhaltsansprüchen fragt.
 
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  • #23
FS
Danke schon einmal für diese Antworten

Heißt Unterhalt hier, das ich ihren komplettes letztes Gehalt (waren etwa 2000 € netto bei 40 h/Wo) ersetzen muss?

Wir sind in einer Region wo sowohl U3-Plätze, als auch Tagesmütter (öffentlich gefördert), nach letztem Stand Juli, ausreichend zur Verfügung stehen.

Das Kind kommt sowieso ab November für 20 h/ Wo zur Tagesmutter. Dies kann auch ohne weiteres auf 30 h/Wo erhöht werden. Die Oma nimmt das KInd nochmals mind. 6h / Wo

Heißt dies dann, dass sie also für mindestens 30 h Arbeiten arbeiten gehen kann muss) oder ist das nicht so einfach umzurechnen ?

Ich glaube das ist hier zwecklos. Anscheinend sind keine Männer dabei die in der Situation stecken und wenigstens eine Hausnummer geben können. Geh zum Anwalt und lass dich dort beraten. Vielleicht gibt es auch ein Amt wo du dir Rat geben lassen kannst. Sicher ist, das du Alimente nach der Düsseldorfer Tabelle zahlen musst. Wahrscheinlich ist es auch ein Unterschied ob du verheiratet bist oder nicht. Du drückst dich auch wirr aus: Erst war die Schwangerschaft geplant, dann wollte sie die Abtreibung? Verhütungsfehler? Geplant aber doch Verhütungsfehler? So oder so. Es ist jetzt da und braucht deine Erziehung und Liebe. Natürlich auch finanzielle Unterstützung. Ich wundere mich ansonsten ehrlich gesagt über dieses Gekeife hier. Natürlich nur von Frauen. Was bitte ist in Ordnung daran einem Mann der deutlich sagt, das er kein Kind will eins unterzuschieben. Ich kenne inzwischen einige davon. An eine normale Beziehung ist mit denen nicht mehr zu denken. Und lassen wir doch bitte mal die Mär vom Verhütungsfehler. Den gibt es nicht. Mir kann auch keine erzählen, dass sie nicht genau weiß wann der Eisprung ist. Warum bitte soll ein Mann nicht sagen dürfen das er sich betrogen fühlt, wenn er kein Kind wollte und mit der Verhütung belogen worden ist? Ich finde es auch nicht "das allerletzte" ausrechnen zu wollen wie man das Geld aufbringt und wie viel das denn sein wird. Das ist doch normal das man da an Informationen kommen muss? Was die Rente anbelangt: Die fällt bei den meisten Frauen auch ohne Kinder mager aus. Arbeitslosigkeit und schlechtere Bezahlung und kaum noch unbefristete Jobs, daher kein Geld für große Altersvorsorgen (400/Monat müssen es schon sein), tun ihr eigenes dazu. Ganz ohne Kind.
 
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  • #24
Ich glaube das ist hier zwecklos. Anscheinend sind keine Männer dabei die in der Situation stecken und wenigstens eine Hausnummer geben können. Geh zum Anwalt und lass dich dort beraten. Vielleicht gibt es auch ein Amt wo du dir Rat geben lassen kannst. Sicher ist, das du Alimente nach der Düsseldorfer Tabelle zahlen musst. Wahrscheinlich ist es auch ein Unterschied ob du verheiratet bist oder nicht. Du drückst dich auch wirr aus: Erst war die Schwangerschaft geplant, dann wollte sie die Abtreibung? Verhütungsfehler? Geplant aber doch Verhütungsfehler? So oder so. Es ist jetzt da und braucht deine Erziehung und Liebe. Natürlich auch finanzielle Unterstützung. Ich wundere mich ansonsten ehrlich gesagt über dieses Gekeife hier. Natürlich nur von Frauen. Was bitte ist in Ordnung daran einem Mann der deutlich sagt, das er kein Kind will eins unterzuschieben. Ich kenne inzwischen einige davon. An eine normale Beziehung ist mit denen nicht mehr zu denken. Und lassen wir doch bitte mal die Mär vom Verhütungsfehler. Den gibt es nicht. Mir kann auch keine erzählen, dass sie nicht genau weiß wann der Eisprung ist. Warum bitte soll ein Mann nicht sagen dürfen das er sich betrogen fühlt, wenn er kein Kind wollte und mit der Verhütung belogen worden ist? Ich finde es auch nicht "das allerletzte" ausrechnen zu wollen wie man das Geld aufbringt und wie viel das denn sein wird. Das ist doch normal das man da an Informationen kommen muss? Was die Rente anbelangt: Die fällt bei den meisten Frauen auch ohne Kinder mager aus. Arbeitslosigkeit und schlechtere Bezahlung und kaum noch unbefristete Jobs, daher kein Geld für große Altersvorsorgen (400/Monat müssen es schon sein), tun ihr eigenes dazu. Ganz ohne Kind.

FS
Habe mich verschrieben , das Kind war ungeplant, vor allem vor ihr. Sie hing enorm an ihrem früheren Single-Partyleben. (Seit der Geburt des Kindes aber nicht mehr, dass will ich ihr lassen.)

Sie hat materiell heute und auch in Zukuft nichts schlimmes zu befürchten, ist Unternehmerstochter, wohnt mietfrei in einem großen Haus, hat einen Firmenwagen, und ist akademisch gut ausgebildet .

Sie kann soviel oder auch sowenig, wie sie will in der Geschäftsführung der Firma mitarbeiten.

Ich nehme das Kind gerne, glaube dann aber, dass unsere GmbH-Startup mit mir in Teilzeit wohl nicht mehr richtig laufen wird.

Wohin ich ziehe weiß ich noch nicht, deshalb frage ich mich ja auch wie das wirtschaftlich für mich aussehen wird.

So und jetzt reichts auch mit den Rechtfertigungen. Ich werden dann mal zum Anwalt gehen, hatte gehofft jemand hätte hier ähnliche Erfahrungen....
 
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  • #26
FS:
Warum drescht ihr hier auf mich ein?

... Sie wollte das Kind nicht, hat über Abtreibung nachgedacht.

... Ich hatte das Kind auch nicht geplant, mich aber sehr darüber gefreut und mich aber der Verantwortung gestellt.

FS, war doch klar, dass die AE-Ladys dich hier in der Luft zerreißen.
Mann, was ist denn das für eine Frau. Nimm das Kind zu Dir wenn Du kannst, Du bist der bessere Elternteil. Dann kann sie wieder Party machen. Wie alt ist sie?

So, ich zahle für zwei Verhütungsfehler und habe nur zu einem Kontakt.
Zahlen tue ich für beide. Bin Akademiker und mein Verdienst ist entsprechend.
Kind 1. ist von Partnerin, nicht verheiratet, die in der Endphase der Beziehung mich wohl durch das Kind zu binden versucht hat. Aber irgendwie griff die Pille da wohl nicht. Nach 6 Jahren!
Kind 2. Ist aus einer Affäre ... auch da versagte die Pille irgendwie. Nach 3 Monaten!

Jetzt werden die Damen natürlich sagen das Verhütung nicht nur Frauensache ist!
Stimmt, deswegen habe ich mich jetzt auch sterilisieren lassen. Auf Überraschung 3. habe ich keine Lust.
Zu den Finanzen: Meine Ersparnissse sind aufgebraucht und ich habe noch soviel im Monat um meine kleine 2 Zimmer-Whg, Auto und meine Versorgung zu bezahlen. Mein Sport ist auf tägliches laufen beschränkt. Ansonsten wars das für mich. Meine Perspektiven sind bescheiden. An Partnersuche mag ich garnicht denken.
m42
 
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  • #27
An FS

Lass dich von vielen Damen, die einen Hass auf Männer haben nicht unterkriegen.

Wünsche dir das Beste und alles Gute!

m34
 
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  • #28
Hallo,

kann den Mann irgendwie verstehen. Nicht immer treffen die brühmten Klischees auf alle Männer zu.
Mir gings so:
Bis zur Entbindung war alles gut.
Danach begann das Drama. Meine Freundin kam nicht mehr so recht auf die Beine. Ich stand morgens mit dem Kind auf, ging zur Arbeit, kam nach Hause und kümmerte mich um Beide. Dies war so während der ersten 8 Monate. Dann fing mein Elternurlaub an, danach nahm ich noch ein halbes Jahr unbezahlten Urlaub um beim Kind zu sein.
In der Zeit ging es mit der Beziehung steil bergab. Dies auch sehr viel weil ich die Frau nach der Entbindung nicht mehr wiedererkannte. Sie verweigerte trotz verschiedener Symptome die sie zeigte jede ärztliche Hilfe. Nun sitzt sie in meinem Haus und übernimmt lediglich die laufenden Kosten. Ich immer noch im unbezahlten Urlaub sehe nun zu wie mein Kontostand kleiner wird. Leider kann ich nicht zurück in mein Haus, da sie mir das geteilte Sorgerecht vorenthält und mich immer wieder mit dem Kontakt zu meinem Sohn erpresst. So wird die Geschichte auch noch eine Zeit weitergehen, bis wir uns endlich vor Gericht sehen.
Also verurteilt nicht immer nur die Männer, es gibt Frauen, die sehr perfide Spielchen treiben können.
 
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  • #29
Die Sache ist doch ganz einfach: wenn es so leicht ist mit Tagesmutter usw., dann nimm du das Kind zu dir, arbeite Teilzeit und sie zahlt dir Unterhalt.
Wenn man die ganzen frauenfeindlichen Komentare hier liest, kann ich echt verstehen, warum immer weniger Frauen (gerade jüngere Akademikerinnen) bereit sind, Kinder zu kriegen! Das liegt nicht an Krippenplätzen, sondern an solchen Vätern.
 
  • #30
Hallo FS,

Also ich finde es gar nicht so schlecht dass Du Dir Gedanken machst- auch das Kind zu Dir zu nehmen. Das geht aber nur wenn Du Sie auf dieselbe Idee bringen kannst, da nicht verheiratet sind Deine rechtlichen Möglichkeiten und Rechte sehr klein. Du kannst Sie nicht einmal zwingen die Vaterschaft genetisch zu klären.

Ich denke aber da Sie ja das Kind nicht wirklich wollte könnte die Chance bestehen dass Sie Dir das Kind zur Betreuung überlässt. Das geht aber nur MIT Ihr nicht gegen Sie. Daher musst Du auch die Trennung vernünftig hinbekommen. Zeitlich kann das gehen, mit Tagesmutter und der Hilfe von Freunden, Familie und ggf. der Oma.
Sie wollte das Kind nicht, also ist nicht zwingend eine gute Mutter, das kannst Du sicher mindestens genauso gut.

Ich rede vom Unterhalt für die Frau...womit muss ich rechnen?
Das kann Dir nur ein Anwalt wirklich beantworten. Dafür müssen viel zu viele Umstände mit einberechnet werden.

Ich würde aber erst einmal versuchen das Sorgerecht für das Kind zu bekommen und die Betreuung dann zu organisieren.
 
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