• #1

Trennung nach 13 Jahren. Kämpfen oder Loslassen?

Hallo Forum, ich lese seit einigen Wochen hier mit, aber habe mich nun entschlossen, doch meinen eigenen Beitrag zu eröffnen.

Vor etwa 8 Wochen hat mir meine Frau offenbart, dass sie sich nicht meher sicher ist was unsere Beziehung angeht. Dieses Hadern/Grübeln geht wohl schon sehr lange (Monate), aber richtig mit mir darüber gesprochen hat sie nie. Nun will sie sich nach 13 Jahren Beziehung, davon fast 9 Jahren verheiratet und 3 Kinder (5,3,1) räumlich von mir trennen. Natürlich ist auch ein neuer Mann mit im Spiel. Sie sagt mir zwar ins Gesicht, sie ist sich nicht sicher mit Ihm und auch empfindet sie noch etwas für mich, aber gleichzeitig schläft sie schon beim neuen. Auch hat sie ihn wohl schon mehrfach geküsst.

Ich empfand unsere Beziehung als harmonisch. Sie hat mein Leben bereichert und war immer für mich da, wenn ich sie gebraucht habe und auch Im Bett war es gut. ich war dafür der klassiche Versorger. Sicher haben wir unsere Differenzen gehabt, aber richtigen Streit hatten wir nie.
Ich bin beruflich sehr viel unterwegs, und unser Familienleben hat sich hauptsächlich auf die Wochenenden fokussiert. Ich habe seit Geburt unseres erste Kindes mich fast ausschließlich auf die Kinder und das Haus konzentriert, um ihr viele Freiheiten zu ermöglichen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie unter der Woche die Kinder versorgt hat und ich beruflich weg war. So kam es, dass wir ein perfektes Team für die Kinder wurden, aber immer weniger als Paar miteinander getan haben.
Die Kommunikation zwischen uns hat sich auf die Kinder verlagert, das "wie geht es dir" "wie war dein Tag" ist weggefallen. Und wir haben immer etwas mit den Kindern getan, sehr, sehr selten als Paar.

Wir haben in den letzten Wochen mehr miteinander geredet als in den letzten Jahren und kennen genau unserer Fehler. Sie hat sich nicht beschwert, was sie stört, weil es ihr ja so gut ging, ich habe mich zu sehr auf Kinder und Haus und zu wenig um mich und sie gekümmert. Mein Ego, die Kinder bestmöglich zu versorgen stand unserem Glück im Weg.

Natürlich habe ich alle Fehler gemacht, die man sich vorstellen kann, emotionaler Zusammenbruch mit tagelangem Heulen, Betteln, Flehen, was sie nur in ihrer Entscheidung, beim anderen zu schlafen, bestärkt hat. Seit einigen Tagen haben wir getrennte Betten und gehen uns aus dem Weg. Ich fühle mich immer noch sehr stark zu ihr hingezogen und habe meine Emotionen und Gedanken nicht im Griff. Sie ist sehr abgeklärt. Sie sagt zwar, es belastet sie, aber Tränen habe ich keine bei ihr gesehen. Sie strahlt jedes Mal, wenn sie dem Neuen schreibt und freut sich, ihn zu sehen. Auch durfte der Neue die Kinder schon kennen lernen

Soll ich sie loslassen, oder soll ich um meine Ehe kämpfen? Ist sie es noch wert, dafür zu kämpfen?
 
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  • #2
Lass sie gehen, denn sie hat sich längst von dir gelöst und du glaubst tatsächlich, dass sie ihn nur geküsst hat und du hast noch Interesse mit ihr eventuell Sex zu haben, nachdem ein anderer Mann mit ihr geschlafen hat, niemals könnte ich das, auf einen Schlag wäre meine Liebe zu ihr weg, kein Vertrauen mehr, nix mehr, ich würde nur noch über die Kinder Kontakt haben, mehr nicht, die Scheidung im Zeitfenster einreichen. Wenn die Frau zu viel Freizeit und Freiheit hat, kommt sie meist auf dumme Gedanken! Für mich gäbe ein zurück nie und nimmer, ich könnte einen solchen Menschen nicht mehr anfassen!
 
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  • #3
Wow, so eine offen deklarierte Affäre findet man hier selten.
Aber vielleicht ist gerade das der Schlüssel zu einem Neustart für euch?
Bald wird sie bemerken, dass das Gras über dem Zaun auch nicht grüner ist.
Du möchtest Deine Frau also auf alle Fälle behalten, was meint denn sie, wie steht sie denn jetzt genau zu Dir? Bitte kläre dass, ob auch sie noch eine Chance für euch sieht. Ansonsten - wirst Du Dich wohl mit Scheidung & Co. abfinden müssen.
ErwinM, 51
 
  • #4
Hallo Trugschluss,
das ist natürlich bitter und ich ich verstehe dich, aber wie du erkannt hast, hast du Fehler gemacht .
Sie hat einen anderen und wird mit der Zeit sehen, dass es nicht besser ist.
Verhalte dich ruhig und souverän und lass sie gehen.
Es macht absolut keinen Sinn, da nach zu jammern, bringt nichts.
Schenke die Kraft dir und deinen Kindern, reiche die Scheidung ein und stell sie vor die vollendete Tatsache, dass ihr ab heute kein Paar mehr seid .
Wünsche dir ein gutes Gelingen.
 
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  • #5
Ich frage mich, wocher Frauen mit Kleinkindern, eins davon ist gerade 1(??) Jahr alt, die Zeit und vor allem Möglichkeiten nehmen, andere Männer kennenzulernen und mit denen Affäre anfangen.
FS, ich bin grundsätzlich auf der Seite der Mütter, die kleine Kinder haben und finde, dass sie die Möglichkeiten haben sollen, volle drei Jahre zuhause zu sein. Hier muss ich auch mit Unverständnis reagieren. Nicht, dass sie meint, eure Beziehung macht sie nicht glücklich, sondern dass sie erstens nichts gesagt hat, zweitens dich belügt, von wegen mit dir ist such nicht sicher, wo doch schon ein neuer da ist und sie dort übernachtet (wie geht das überhaupt?? du hüttest Kinder und sie ist bei ihm??) und drittens sie gibt dir keine Möglichkeit, es besser zu machen. Sie macht es mit sich aus und tschüss. Ich würde sagen, ihr geht es eindeutig zu gut. Stimme der Trennung zu, ich sehe hier keine Chance auf Besserung, da sie sich nicht vertrauenswürdig verhält, reduziere deine Arbeitszeit, bestehe auf 50:50 und schicke sie zur Arbeit. Bin gespannt, ob der Neue Lust auf drei Kleinkinder hat, du bist hier der Depp, der Familie versorgt und deine Frau langweilt sich und amüsiert sich mit der Affäre.
 
  • #6
aber wie du erkannt hast, hast du Fehler gemacht .
Ja das ist wahr, der FS war ein mieser und hat ganz schwerwiegende Fehler gemacht.
Er hat sich den arsch aufgerissen, damit es der Familie an nichts fehlte.
Und war vor allem ganz alleine dafür verantwortlich sich auch ganz allein um eine harmonische Beziehung zu bemühen.
Diese miese Stück Scheisse hat es ja wohl nicht anders verdient als das seine Frau ihn dafür abstraft, dass er sich zu viel um das leibliche Wohl seiner Familie gekümmert hat, anstatt sich alleine um die Paarbeziehung parallel zu kümmern.
Ironie off
Fabelhaft ihm noch so ein Ding in die Schnauze zu hauen.!
M49
 
  • #7
Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie unter der Woche die Kinder versorgt hat und ich beruflich weg war.
Da hättest Du überhaupt kein schlechtes Gewissen haben müssen. Sie konnte sich nur so intensiv um die Kinder kümmern, weil Du es ihr finanziell ermöglicht hast.

Sie hat sich nicht beschwert, was sie stört, weil es ihr ja so gut ging,
Eben!

Sie sagt zwar, es belastet sie, aber Tränen habe ich keine bei ihr gesehen. Sie strahlt jedes Mal, wenn sie dem Neuen schreibt und freut sich, ihn zu sehen.
Dann nimm Dich mal zusammen als Mann und zieh aus. Du bist doch ohnehin die ganze Woche unterwegs. Da wird es ja nicht die Schwierigkeit sein, sich ein möbliertes Zimmer zu nehmen. Reduziere den Kontakt zu ihr auf das nötige Minimum; wahrscheinlich nur noch in Zusammenhang mit den Kindern. Komme erstmal zu Dir und sortiere Dich neu.

Soll ich sie loslassen, oder soll ich um meine Ehe kämpfen? Ist sie es noch wert, dafür zu kämpfen?
Nein. Auf keinen Fall kämpfen. In der aktuellen Konstellation wäre das würdelos. Orientiere Dich neu. Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird sich das mit ihrem Neuen in absehbarer Zeit totlaufen. Welcher Mann will schon drei fremde Kleinkinder an der Hacke? Du solltest Dir überlegen, was Du machst, wenn sie Dich wieder zurück haben will.

Die von Dir angeführten Gründe für das nun scheinbare Scheitern der Ehe halte ich alle nicht für stichhaltig. Der tieferliegende wahre Grund ist ihr Bedürfnis nach sexueller Abwechslung. Der Mensch ist nicht monogam. Darüber solltest Du einmal nachdenken.
 
  • #8
reduziere deine Arbeitszeit, bestehe auf 50:50 und schicke sie zur Arbeit. Bin gespannt, ob der Neue Lust auf drei Kleinkinder hat, du bist hier der Depp, der Familie versorgt und deine Frau langweilt sich und amüsiert sich mit der Affäre.
Ja das wäre auch mein Rat.
50/50-Modell , damit auch sie merkt, was los ist.

Ja sie sitzt ganz offensichtlich dem Trugschluss auf, dass die Wiese draussen grüner ist.
Sie wird ihre ganze Aktion noch bereuen.


Diese miese Stück Scheisse hat es ja wohl nicht anders verdient als das seine Frau ihn dafür abstraft, dass er sich zu viel um das leibliche Wohl seiner Familie gekümmert hat, anstatt sich alleine um die Paarbeziehung parallel zu kümmern.
Ironie off
Fabelhaft ihm noch so ein Ding in die Schnauze zu hauen.!
So ähnlich.
Der FS solltest sich auf das Kommende vorbereiten.
Die Scheidung wird nicht einfach werden.
 
  • #9
Ich danke euch für eure Antworten.
Durch meinen Beruf haben wir uns ganz klassisch"auseinander" gelebt ohne es zu merken oder wahrhaben zu wollen. Sie weil sie nichts gesagt hat und ich der es nicht gemerkt hat (war ja bequem). Wir haben uns zwar immer gesagt wir lieben uns, aber war es noch liebe oder nur Gewohnheit?

Im Nachhinein gesehen hatte ich die letzten Monate vermutlich Depressionen (schon vor Corona) und Sie hat mich einfach durch die Depressionen durch getragen ohne es zu merken. Ich durfte Corona bedingt sogar mehr arbeiten und das gab wohl den Anreiz sich einen Ersatz Mann zu suchen
Auch haben wir die letzten Monate viel neues im Bett probiert was ein Warnsignal hätte sein sollen.

Für mich ist es einfach so frustrierend, dass ich keine Chance bekomme es besser zu machen.
Keine Möglichkeit mein Verhalten zu ändern keine Gelegenheit es zu beweisen daß ich es nicht nur für sie, sondern auch für mich will. Und für die Kinder
Sie hat entschieden mich zu verlassen und ist von einem Bett ins nächste.
Und trotzdem liebe ich sie.
Nicht nur als meine Partnerin seit 13 Jahren, nein auch weil wir eine wirklich schöne und intensive Zeit hatten aus der 3 Kinder geboren wurden.

Wie kann ich meine Liebe zu ihr in die Wut und den Hass verwandeln ohne dass die Kinder der Sündenbock sind?
 
  • #10
Ok wie ihr Beide kommuniziert habt und welche Fehler wer gemacht hat, wage ich nicht zu beurteilen.
Aber ich bewerte ihr Verhalten und das solltest Du auch....
Sie hat gerade ziemlich Oberwasser und das macht sie in keinster Form symphathisch.
Wäre mehr als gesund, dass Du auf diese Damen mal sauer wirst. Denn auf ein weiches Kissen, schlägt es sich leichter und Du siehst angeschlagen etwas nicht: Deine Kinder!
Diese jetzt schon mit zum neuen zu nehmen, ist rücksichtslos schädlich!

Ja da gehört Deine Faust mal auf den Tisch und da solltest Du gerade und vor ihnen stehen.

Im Moment fühlt sie sich von 2 Männern begehrt und geliebt und abgesichert.
Zieh ihr zumindest ein paar Zähne.
Nimm Urlaub und schick sie weg....
Du kannst gehen, interessiert nicht aber die Kinder bleiben.
Geh jeden Schritt vor ihr....im Job gucken wie 50:50 Kinderbetreuung geht. Zum Anwalt etc

Da wird ihr Thron gewaltig wackeln...ob sie hilfreich mit leichtem Schlag, auf den Hinterkopf fällt, weiss ich nicht
Aber zu sehen was man wirklich alles verliert für eine Zeit der Femme fatale, kann hilfreich sein.

Ja Du bist mit Recht traurig...aber jetzt nur noch wenn Du alleine bist
 
  • #11
Sie hat sich nicht beschwert, was sie stört, weil es ihr ja so gut ging,
Mein Ego, die Kinder bestmöglich zu versorgen stand unserem Glück im Weg.
So, jetzt kratz mal bitte als Mann deine Selbstachtung wieder auf!

Zu einer Beziehung gehören nämlich zwei! Und es müssen auch zwei daran arbeiten!

Auch wenn du den Fehler gemacht hast und nicht richtig mit ihr geredet und als Paar nichts unternommen hast. Sie hätte es genauso gut vorschlagen/kommunizieren können! Sie hat in der Hinsicht genauso gehandelt wie du, nämlich gar nicht! Also nicht nur den Fehler bei dir suchen!
Natürlich ist auch ein neuer Mann mit im Spiel. Sie sagt mir zwar ins Gesicht, sie ist sich nicht sicher mit Ihm und auch empfindet sie noch etwas für mich, aber gleichzeitig schläft sie schon beim neuen. Auch hat sie ihn wohl schon mehrfach geküsst.
Sorry, aber das ist ein Unding von ihrer Seite aus. Wenn es nicht mehr passt, dann trennen. Aber nicht dich irgendwie warm halten und dabei schon im anderen Bett rumhüpfen (sorry für die Wortwahl!).
Ich frage mich, wocher Frauen mit Kleinkindern, eins davon ist gerade 1(??) Jahr alt, die Zeit und vor allem Möglichkeiten nehmen, andere Männer kennenzulernen und mit denen Affäre anfangen.
dito, ich auch!

Gehe erstmal auf Abstand, auch wenn es weh tut. Kontakt möglichst nur wegen/über die Kinder. Vielleicht erkennt sie ja, dass der Vater und Versorger ja doch kein so schlechter Kerl war. Aber ob du dann von deiner Seite es nochmal probieren willst...Nach der Aktion mit dem anderen Kerl wäre mir das zuwider.

m, 33 getrennt nach 8-jähriger Beziehung mit einem Kind
 
  • #12
Was ich noch sagen will, alle zwei Jahre kam ein Kind, also soo schlecht kann eure Ehe nicht gewesen sein. Und weil das jüngste 1 Jahr alt ist, dann sagen bestehen die Probleme erst seit zwei Jahren, abgesehen davon habt ihr letzte Monate auch Sex, also sehe ich da nix, sie fühlt sich ungeliebte. Sofern ich weiss, mit ungeliebten Menschen wollen Frauen keinen Sex. Ausserdem seid ihr seit 13 Jahren zusammen und 7 ohne Kinder gelebt. Ich nehme an, in 7 Jahren kann mann feststellen, ob der Mann der passende ist. Also irgendwie habe ich das Gefühl, du wurdest hier nach Strich und Faden verarscht. Kratz die Reste deiner Selbstachtung zusammen und Liebe hier oder Liebe her, die fängt bei Selbstliebe an. Deine Frau kannst du weiter lieben, aber das ist kein Grund, sich selber zu missachten oder sich von ihr respektlos behandeln zu lassen.
 
  • #13
Ich habe seit Geburt unseres erste Kindes mich fast ausschließlich auf die Kinder und das Haus konzentriert, um ihr viele Freiheiten zu ermöglichen.
Generell denke ich, ist das Ganze erledigt. Ihr solltet Euch sauber trennen, schauen, wie Ihr es regelt in Zukunft.

Aber, mir fallen Widersprüche auf.
Du bist immer da für die Kinder...
OK, klar, aber nur Samstag /Sonntag, vielleicht noch Freitag Abend, entsprechend müde?
Sonntag am Packen?

Also über der Woche, sprich den gesamten Alltag hatte sie. Von Haushalt, Kinder, Verwaltungskram - Bank, Behörden, Versicherungen, etc. Da ist sie alleine, Sozialkontakte außerhalb von Müttertreffen schwierig - ich wundere mich, wie sie die Affäre geschafft hat, ohne Babysitter?
In solchen Konstellationen ist die Partnerin dann oft nicht nur alleine, sondern einsam?
Mit wem reden, lachen, etc.? Nähe, außer mit den Kindern - und das ist kein Ersatz.

Und am Wochenende? Da ist Familienzeit - viel Freiräume wird es da nicht gegeben haben für sie. Paarzeit ja auch nicht.

Ihr habt Euch für dieses Modell entschieden, aber als perfektes Team sehe ich Euch nicht.
Für Dich hat es funktioniert, Du machst Job, kannst Dich 100% darauf konzentrieren, und das ganze andere Lästige erledigt Frau.

Und in der Bilanz habt Ihr Euch auf diesem Weg auch verloren.

Du solltest Dir jetzt die Gedanken machen, wie es weitergeht.
Da Du ja sicher weiterhin so arbeitest, sind die Radikallösungen gar nicht realisierbar.
Und auch irgendwelche Betreuungsmodelle genauso wenig.

Es wird nur auch hier der klassische Weg bleiben.
Betreuung bleibt bei ihr, Du könntest ja gar nicht.
Die Kinder sind klein, also voller Unterhalt auch für sie, da Arbeit nicht zumutbar,, zumindest jetzt.
Du suchst Dir eine neue Wohnung - da sie die Kinder hat, werden sie im jetzigen Zuhause bleiben, falls finanzierbar.
Und dann wirst Du die Kinder alle 14tage sehen und in den Ferien.
Das sind die Realitäten.

Was Dir nichts nützt, ist jetzt einen Krieg anzufangen, da leiden nur die Kinder.
Auch so ein Gezeter wie hier von manchen - die böse unverantwortliche Frau... Bringt null. Versucht es gütlich hinzubekommen.
Ihr habt beide Euren Anteil, diese Art Partnerschaft - wo einer die ganze Woche weg ist - klappt bei wenigen Paaren.

Oder Alternative - ihr redet, sucht Wege, macht einen Neuanfang.
Müsst ihr aber beide wollen - und dann muss sich mit Deinem Beruf etwas grundlegend ändern.
Ich glaube, dass Ihre Affäre nur eine Flucht ist. Aus dieser Situation heraus, kein guter Weg sicher, und verantwortungsvoll geht anders.
Ich will sie nicht entschuldigen, ich finde persönlich, dass das so gar nicht geht - aber das nützt Dir wenig.

Du solltest ins Überlegen gehen, was empfindest Du, was willst Du und was ist realisierbar.

Bitte vergiss bei allen nicht, da sind 3 Kinder, und Du bist der Vater.

@Süsse65, es gibt keine Schuldfrage, und es gibt Unterhaltspflichten.

W, 51
 
  • #14
Aber, mir fallen Widersprüche auf.
Du bist immer da für die Kinder...
OK, klar, aber nur Samstag /Sonntag, vielleicht noch Freitag Abend, entsprechend müde?
Sonntag am Packen?

Also über der Woche, sprich den gesamten Alltag hatte sie. Von Haushalt, Kinder, Verwaltungskram - Bank, Behörden, Versicherungen, etc. Da ist sie alleine, Sozialkontakte außerhalb von Müttertreffen schwierig - ich wundere mich, wie sie die Affäre geschafft hat, ohne Babysitter?
In solchen Konstellationen ist die Partnerin dann oft nicht nur alleine, sondern einsam?
Mit wem reden, lachen, etc.? Nähe, außer mit den Kindern - und das ist kein Ersatz.

Und am Wochenende? Da ist Familienzeit - viel Freiräume wird es da nicht gegeben haben für sie. Paarzeit ja auch nicht.

Ihr habt Euch für dieses Modell entschieden, aber als perfektes Team sehe ich Euch nicht.
Für Dich hat es funktioniert, Du machst Job, kannst Dich 100% darauf konzentrieren, und das ganze andere Lästige erledigt Frau.

Und in der Bilanz habt Ihr Euch auf diesem Weg auch verloren.


W, 51
Genau so war es. Ich war der Wochenend-Papa und sie die Unter der Woche-Hausmama.
Wir haben uns hier verloren. Das Schlimme ist, ich habe sie immer gefragt ob es für Sie ok ist. Sie hat sich sehr sehr selten "beschwert". Eigentlich nur wenn die Kinder krank waren und ich grad eben nicht da. Wobei ich immer sofort nach Hause gefahren bin wenn etwas war um Sie zu unterstützen. Ich habe Sie regelmäßig gefragt ob Sie mich noch liebt, ob alles Ok ist.. Ob es in Ordnung für sie ist so viel ohne mich zu sein. Und bis vor der Aussprache vor 8 wochen hat sie jedes Mal ja gesagt. Und nach außen hin hat sie sogar gesagt sie ist froh wenn sie "ihr Ding" machen kann. Ich war CORONA bedingt 4 oder 5 Wochen am Stück zu Hause. Sie war froh als ich dann mal wiede weg war. Ob Sie sich zu dem Zeitpunkt schon verliebt hatte... wer weiß.

Ich danke euch für den Zuspruch (an mein Selbstwertgefühl) und eure Meinungen.

Hat noch jemand einen Tipp wie man mit dem Schmerz im Herzen umgehen soll. Mit dem Vermissen der Berührungen und Zärtlichkeiten. Wie kann ich meine Liebe zu Ihr in die Wut und den Hass verwandeln, den ich brauche, um abschließen zu können. Ich werde sie oft sehen. Sehr oft sogar. Einfach weil ich meine Kinder vermissen werde.
 
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  • #15
Wow... Lieber FS,
ich kann mich hier nur einigen anschließen, das, was deine Frau macht rühmt sie nun wirklich nicht. Sie hat also eine Affäre ( wie schafft sie das überhaupt mit solch kleinen Kindern???), die sie Dir nicht nur offen zugibt sondern sogar ganz frech auf die Nase bindet. Wenn ihr euch trennen wollt, bzw. sie, dann solltest Du stark sein: lass Dich so nicht behandeln. Plane jetzt dein Leben ohne sie: schau wie das mit dem Wohnen, Job, Kindern wird. Ausziehen würde ich nicht. Ich verstehe auch nicht manche hier, die schreiben, Du hättest Schuld: bei was denn? Ja Du hast viel gearbeitet, um eben eine fünfköpfige Familie zu finanzieren. Das ist doch normal, dass Du da automatisch weniger Zeit hattest und es wäre die Aufgabe deiner Frau Zuhause für Dich die richtige Atmosphäre zu kreieren. Sonst könnte sie ja auch arbeiten: ich kenne durchaus Familien mit drei Kindern, wo die Frau wenigstens Teilzeit arbeiten geht. Ich würde Dir auch raten zum Psychologen zu gehen, um an deinem Selbstwertgefühl zu arbeiten.

Alles Gute
w, 33
 
  • #16
Dafür gibt es leider keine Medizin wie nur die Zeit die dann für dich arbeitet die Vorgänge zu verarbeiten .
Am einfachsten musst du dir den Betrug ihrerseits an dich und euren Kindern vor Augen halten damit du halbwegs abschließen kannst und musst .
Ein Comeback würde ich Dir nicht wünschen und macht auch keinen Sinn,außer ihr öffnet die Beziehung.
Dein Fehler war ,Du warst viel zu gut für Sie .
Den Betrug konntest Du nicht merken da Du beruflich eingespannt warst um Geld zu verdienen.
Auch nachdem Du es erfahren hast ,hätte ich nicht angehalten um diese vergebene liebe.
Auch wenn ihr schöne Zeiten miteinander verbracht habt .
Die Leidtragenden sind die Kinder ,und Du ,dass Du dafür auch noch zahlen kannst für ihre Selbstlosigkeit .
 
  • #17
Hat noch jemand einen Tipp wie man mit dem Schmerz im Herzen umgehen soll. Mit dem Vermissen der Berührungen und Zärtlichkeiten. Wie kann ich meine Liebe zu Ihr in die Wut und den Hass verwandeln, den ich brauche, um abschließen zu können. Ich werde sie oft sehen. Sehr oft sogar. Einfach weil ich meine Kinder vermissen werde.
Lieber FS,
Du kannst es Dir nicht befehlen, ausserdem sollte nicht Hass dein Ziel sein sondern Gleichgültigkeit, bzw. Annahme der Situation. Dafür braucht es Zeit. Ich denke Du bist noch nicht soweit dass Du es akzeptiert hast und hoffst immer noch sie kommt zurück und gibt euch eine Chance. Ich denke Du schaffst es nicht unbedingt ohne die Hilfe von außen.
 
  • #18
Ich würde mich nicht so selbst geißeln. Du klingst nicht so, als hättest du sie die ganzen Jahre alleine gelassen. Ihr habt euch das so aufgeteilt und als es für sie dann vielleicht zu viel war, hat sie nichts gesagt. Dafür kannst du ja nun auch nichts. Wie man mit so kleinen Kindern eine Affäre anfängt, wundert mich auch; ich kenne keine Mutter, die dafür noch Energie hat bei einem 1-jährigen Kind, geschweige denn bei dreien...
Ich finde auch nicht, dass du dich falsch verhalten hast bei der Trennung, weil du gejammert und geweint hast. Das ist normales Verhalten und emotional; ich denke nicht, dass es großartig was ändert, wenn man da auf cool macht. Vielleicht kurzfristig, da wirken solchen psychologischen Tricks, aber doch nicht, wenn der andere jemand anderen liebt o.ä. Es spricht finde ich eher für dich, dass du offen zeigst, was du fühlst.
Die Perspektive deiner Frau ist sicher noch einmal eine andere, aber so ist das ja eben bei Trennungen häufig.
Die weitere Entwicklung wird wohl die Zeit zeigen.. Ich würde immer davon ausgehen, dass die Trennung endgültig ist, um nicht zu viel zu hoffen, aber sicher ist in diesem Stadium nichts...
Es tut mir sehr leid für dich! Wenn übrigens doch noch die Wut auf deine Frau kommt, dann ist das auch normal, das gehört ebenfalls dazu, so sind die Phasen bei einer Trennung.
w, 37
 
  • #19
Lieber FS ich habe das ähnlich erlebt, ausser, Gott sei Dank, einer Affäre von Ihr. Meine Frau hat mich verlassen nach 25 Jahren. Das war vor über 6 Jahren. So lange habe ich gehofft und auch teilweise verarbeitet; meinen und ihren Anteil. Vor 2 Wochen hat sie sich mit Ihrem neuen Lebenspartner ein Haus gekauft, jetzt hab selbst ich es kapiert, dass das nichts mehr wird. ..lach. Wir hatten und haben stets einen liebevollen wertschätzenden Umgang miteinander und ich denke, das wird auch so bleiben. Sie hat nichts Schlechtes gemacht. Was ich aber nie mehr in meinem Leben machen werde, ist, um eine Beziehung zu kämpfen, denn das bringt überhaupt nichts. Entweder es läuft oder eben nicht. Ich hab jetzt mit dem Thema abgeschlossen. Ich fühle mich, trotz anfänglichem Schock über die Neuigkeit mit dem Hauskauf, endlich befreit. Vielleicht hilft Dir das ein wenig bei Deiner Entscheidungsfindung.
Ich denke, eine Frau braucht mindestens 2 Männer in ihrem Leben. Einen zuverlässigen Partner, mit dem sie die Aufzucht der Kinder bewältigen und dann einen passenden Partner, mit dem sie den Rest des Lebens geniessen kann. Viel Glück Dir und bitte hasse sie nicht, das macht deinen Körper und Deine Seele kaputt.
 
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  • #20
Wie kann ich meine Liebe zu Ihr in die Wut und den Hass verwandeln, den ich brauche, um abschließen zu können
Du kannst auch so abschließen, zumindest ohne Hass.
Es gab gute Zeiten, ihr habt 3 gemeinsame Kinder.

Wenn es Dir hilft, dann rufe Dir immer wieder ins Gedächtnis, sie hat gelogen, Dich betrogen. Dann kommt die Wut schon...
Es ist nicht mehr die Frau, die Du liebst.

Ansonsten, lass Dir die Zeit, trauern, enttäuscht sein, wütend.
Lenke Dich ab, rede mit Freunden, mach das, was Dir gut tut.
Reduziere den Kontakt auf das Notwendige.

Es gibt genug zu tun, worauf Du Dich jetzt konzentrieren musst, dass Du Ablenkung findest.

W, 51
 
  • #21
Hass ist kein guter Weg, weil du dich trotzdem ja weiter mit ihr beschäftigst. Herzschmerz kann man nicht auf Knopfdruck umschalten, ausserdem bist du ja noch in Schockstarre und hast eigentlich gar nicht realisiert, was passiert ist. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass sie deinen Kindern Familie wegnimmt, um mit einem Typen rumzuvög.. Ihr ist langweilig, während du rackerst.
Also über der Woche, sprich den gesamten Alltag hatte sie. Von Haushalt, Kinder, Verwaltungskram - Bank, Behörden, Versicherungen, etc. Da ist sie alleine, Sozialkontakte außerhalb von Müttertreffen schwierig - ich wundere mich, wie sie die Affäre geschafft hat, ohne Babysitter?
In solchen Konstellationen ist die Partnerin dann oft nicht nur alleine, sondern einsam?
Mit wem reden, lachen, etc.? Nähe, außer mit den Kindern - und das ist kein Ersatz.
Sie hat sich nie beschwert, trotzt Nachfragen seitens des Ehemannes. Drei Kinder fallen nicht vom Himmel und man merkt schon beim ersten, ob der Vater engagiert ist und man bekommt dann keine zwei zusätzliche, wenn das nicht so ist. Ausserdem sollte sie sich vernachlässigt fühlen, sagt man was, aber man geht keine Affäre ein und schon gar nicht involviert die Kinder, wenn der Vater noch daheim wohnt und Eheleute noch nicht mal getrennt sind. Was passiert, wenn es mit dem Neuen nicht klappt - Mutter entsorgt mal schnell wieder eine Bezugsperson der Kinder?
 
  • #22
Für mich ist es einfach so frustrierend, dass ich keine Chance bekomme es besser zu machen.
DAS sollte Dich nicht frustrieren.
Ihr habt geredet, Du hast gefragt - da hätte sie es sagen können?!

Natürlich habt Ihr Euch verloren, aber es müssen auch beide in Verbindung bleiben wollen. Sie hat nichts gesagt. Und ein Ausrutscher kann es nicht sein, mit einem einjährigen ist Affäre nur mit Aufwand möglich, also geplant.

Wir können weiter spekulieren - nein, sie kommt nicht sympathisch an, nützt es?

Nach Deinen Ergänzungen könnte man spekulieren - die Frau, die vor allem Kinder wollte, den Versorger, aber nicht den Mann. Das war ihr zu fad, also Affäre für den Kick, fürs Ego?
Aber so ganz berechnend kann sie auch nicht sein - ein Affärenmann, der eine Frau mit 3 Kindern will? Etwas unglaubwürdig.
Oder möchte sie ohne Kinder gehen?

Trotzdem, ich würde schauen, wie soll es weiter gehen, statt über ihre Motive zu grübeln. Frage sie direkt, vielleicht antwortet sie Dir? Ihr redet ja miteinander?
Aber wichtig ist das, was wird, nicht das was war.
Was willst Du? Willst Du die Ehe noch retten? Willst Du die Trennung? Wenn Du die Scheidung willst, willst Du nach der klassischen Ehe die klassischen Regeln bzgl. Umgang?
Oder möchtest Du evtl. doch was anderes - Wechselmodell, Du die Kinder? Wäre natürlich ein ganz anderes Leben, der jetzige Job wird wohl damit nicht gehen.

Diesen Gedanken allerdings solltest Du lassen
Mein Ego, die Kinder bestmöglich zu versorgen stand unserem Glück im Weg.
Für Euer Glück wart ihr beide verantwortlich, die Egonummer hat sie durchgezogen, und sich beruflich zu engagieren um gut zu versorgen hat nichts mit Ego zu tun, höchstens mit dem Setzen falscher Prioritäten.
Aber siehe oben, die Prioritäten habt Ihr gemeinsam gesetzt.
Wenn jemand sagt, mir geht s gut, muss man das glauben können.

W, 51
 
  • #23
Da is wohl einiges ziemlich schief gelaufen. Ich würde eine klare Trennung einleiten und vor allem eine gute Lösung für die Kinder suchen. 50/50, wenn möglich. Wie sich das dann weiter entwickelt, wirst Du sehen...
 
  • #24
Wieder möchte ich euch für eure Antworten, Anregungen und Ideen danken.

Wenn ich jetzt noch sage dass meine Frau eigentlich immer spätestens 6 Monate nach Geburt 20-30 std die Woche gearbeitet hat (Tagesmutter und Kita), fallen hier einige vom Glauben endgültig ab wie das alles funktioniert hat. Aber so war es. Wir hatten als „Familie“ eigentlich nur Samstag Nachmittag und Sonntags. Und das eigentlich seit wir uns kennen. Daher hab ich die Zeit am Wochenende mit den Kindern intensiv genossen und vielleicht nicht genug auf Ihre Bedürfnisse geachtet. Und vor allem darüber geredet

Immerhin wir reden noch miteinander wie es weitergeht. Auszug, SCheidung, Finanzen. Ohne schreien. Wir sind uns einig dass die Kinder die absolute Priorität haben vor allem anderen. Auch wenn die neue Situation sicher nicht einfach ist, durch meine berufliche situation ändert sich nicht viel für unsere kinder. Ich war immer schon weg. Jetzt bin ich eben noch mehr weg. Aber meinen beruf kann und werde ich ändern. Daran soll meine Beziehung zu den Kindern nicht noch mehr leiden

Sie sagt immer wieder sie ist sich nicht sicher was es ist mit dem neuen /und ob es was werden kann, aber das ihre Gefühle einfach einer rationalen Entscheidung im weg stehen.
Das gleiche gilt wohl auch für mich wenn ich euren antworten glaub. Meine Liebe zu ihr ist noch da und lässt mich nicht klar denken, dass das was sie da tut gleichzusetzen ist mit Gewalt in der Ehe.
Sie hat mich emotional tief verletzt und trotzdem will ich bei ihr sein

Ich würde mir wünschen dass Sie sich einfach eine Auszeit von allem nimmt um mal nachzudenken.
 
  • #25
Ich würde mir wünschen dass Sie sich einfach eine Auszeit von allem nimmt um mal nachzudenken.
Beide! Nehmt euch beide eine Auszeit! Ich weiß nicht so recht, irgendwie hab´ ich das Gefühl, dass ihr beide euch noch zusammenraufen könnt!
Lasst mal ein wenig abkühlen, dann redet wirklich konstruktiv miteinander, ev. unter der Hilfe von Paarberatung / Paartherapie.
Eure Ehe war anscheinend nicht so schlecht, als dass man sie gleich aufgeben sollte. Siehe Eheversprechen!
ErwinM, 51
 
  • #26
Ich würde mir wünschen dass Sie sich einfach eine Auszeit von allem nimmt um mal nachzudenken.
Macht das beide, Du brauchst sie auch.
Oder weißt Du was DU willst?

Willst Du die Trennung?

Auch Dein Wunsch bestimmt die Zukunft - nicht nur ihre Entscheidung.

Übrigens ist es durchaus hilfreich, alle relevanten Fakten gleich zu benennen, und nicht scheibchenweise.
Wenn man Dich nach dem klassischen Familienmodell fragt, und Du bejahst es, meint man üblicherweise Frau zuhause, bei so kleinen Kindern, und Mann berufstätig.
Damit gibst Du Raum für viel Spekulation.

Bei Euch ist es wohl anders, sie hat ihr Einkommen, Du sicher mehr bei Vollzeit, das was bleibt, ist, dass Du wirklich sehr viel abwesend bist und damit zwangsläufig aus dem Alltag abwesend.
Und nach wie vor sehe ich so eine Konstellation immer als schwierig für Paare an. Manchen gelingt es, andere verlieren sich dabei.

W, 51
 
  • #27
@ErwinM. Genau das tun wir jetzt. Abstand voneinander. Nur, dass Sie eben schon einen neuen Parnter neben sich im Bett hat. Ich weiß nicht ob ich jemals wieder das gleiche vertrauen zu ihr aufbauen kann wie ich es hatte, es tut doch sehr weh, dass ich schnell entsogt wurde. Siehe die kritischen kommentare der anderen Foristen oben.
Sie hat mich einmal betrogen weil lange belogen, wie soll ich ihr jemals wieder vertrauen konnen

Wir haben gestern abend und heute nochmals geredet, Sie gibt auch scheibchenweise immer mehr von den Problmen preis über die sie mit mir nie so deutlich gesprochen hat. Heute meinte Sie, dass Sie sich freut, dass der neue endlich mal etwas mit IHR (ohne Kinder) unternimmt. Sie war also einsam, hat es aber nie deutlich zu mir gesagt. oder ich habe es nicht gehört.
Auch hat Sie gesagt, dass sie sich nicht sicher ist, ob sie in 5-10 Jahren an dem gleichen Punkt wieder ist. Sie erkennt glaube ich das wir unsere Probleme nicht aufgearbeitet haben.

Den Termin der Paartherapie habe ich schon gemacht. Aber ich weiß nicht ob Sie nur mir zurliebe (oder als Alibi) mitgeht oder ob sie es auch wirklich will. Siehe oben. Wenn man schon mit dem neuen Zärtlichkeiten austauscht, wie soll es da einen weg zurück geben? Ist die Paartherapie dann nur eine Trennungsbegleitung?
Die Partnerschaft öffnen und als 3er Beziehung leben? Ein Mann für das Reden, lachen, zuhören und Spaß haben, und einer als Ver- und Fürsorger?
Nein, ich möchte keine Zweckgemeinschaft mit einer Frau die eigentlich einen anderen liebt und sich ihre Glücklichkeit dort holt, ich möchte eine Beziehung auf Augenhöhe. Ja das ist egoistisch weil die Kinder leiden werden, aber sie leiden auch in einer beschissenen Ehe. Und Sie hat sehr viel kaputt gemacht in den letzten Wochen. Vielleicht finden wir nochmals zusammen, aber ich möchte kein "Ersatzteil" sein, das man so herzlos austauschen kann.

Vielleicht müssen wir jetzt beide erstmal eine "schlechte" Beziehung für einige Jahre haben bevor wir erkennen welches Glück wir miteinender hatten. Es tut mir nur leid um meine Kinder
 
  • #28
Der neue Mann ist in meinen Augen kein neuer Partner, er ist nur das "Element" hier, das Deiner Frau den Anstoß gegeben hat, die ganze Unzufriedenheit in ihrem Leben endlich zu sehen und hinter sich lassen zu wollen.

Hat DIR denn nie was gefehlt an eurer Beziehung? Ich meine, da ist eine Beziehung, A ist glücklich, so wie es ist, B nicht, weil es xyz Gründe gibt. Die waren doch für A dann aber alle nicht wichtig. A vermisste weder die Zweisamkeit mit B noch mehr Zeit mit den Kindern.
Warum muss Dir Deine Frau sagen, dass ihr zu wenig Zeit miteinander verbringt und gar kein Paar mehr seid? Die Frau würde sich ja wünschen, der Mann würde das auch vermissen, und nicht, dass sie ihm das erst sagen muss "fällt dir eigentlich nicht auf, dass wir gar kein Paar mehr sind".

Wir hatten als „Familie“ eigentlich nur Samstag Nachmittag und Sonntags. Und das eigentlich seit wir uns kennen.
Hm. Also als Paar sich verlieren kann man sich nur, wenn man sich mal hatte. Ich finde das, was bei euch war, eigentlich auch ohne Kinder sehr wenig. Das ist kein Vorwurf, wenn Du einen Beruf hast, der Dir so viel bringt, ist das in Ordnung. Aber irgendwie siehst Du Dich so sehr als Opfer der bösen Frau, die nicht redete über Probleme. Ich sehe hier die Umstände echt ungünstig.

Sie hat sich das vielleicht auch alles anders gewünscht, aber wusste das noch gar nicht, bevor das alles so passierte. Manchmal denkt man, man schafft irgendwas schon, weil man es unbedingt will, und dann macht einem der Gefühlsanteil doch einen Strich durch die Rechnung, obwohl man vom Kopf her wollte, dass alles gelingt. Wenn man hineinrutscht in Situationen, gibt es auch keinen ausmachbaren bestimmten Zeitpunkt, an dem man hätte sagen können "Ab hier wird es für mich nicht mehr schön, wir müssen reden".

Ich finde Lügen und Betrügen verwerflich. Aber in manchen Fällen wundert es mich nicht, warum weder das Bedürfnis noch der Antrieb da war zum Reden über Probleme, die man mit der Beziehung hat. Ich denke zwar, das hätte ihr auffallen müssen, als sie zum ersten Mal den anderen Mann küssen wollte bzw. als ihr zum ersten Mal auffiel, dass sie sich fremdverliebt hat. Aber ich finde es nicht ungewöhnlich, dass sie, so allein sie den Alltag immer bewältigt hat, hier auch nicht dachte, dass ihr mal reden müsstet. Ihr habt das ja sowieso nie getan und Du warst auch viel zu selten da. Verstehst Du, was ich meine? Sie fühlte sich vielleicht sowieso quasi "alleinlebend", hat jede Entscheidung ohne Dich fällen müssen, statt sie groß mit Dir zu besprechen. Ich denke, so ist das auch mit dem anderen Mann dann "einfach passiert".
 
  • #29
Ich empfand unsere Beziehung als harmonisch. Sie hat mein Leben bereichert und war immer für mich da, wenn ich sie gebraucht habe und auch Im Bett war es gut. ich war dafür der klassiche Versorger. Sicher haben wir unsere Differenzen gehabt, aber richtigen Streit hatten wir nie.
[...]Ich habe seit Geburt unseres erste Kindes mich fast ausschließlich auf die Kinder und das Haus konzentriert, um ihr viele Freiheiten zu ermöglichen. ...
Stimmt mit Deinen nachgereichten Infos überhaupt nicht überein. Ich schreibe das, weil ich denke, dass Du Dich zu sehr als Opfer siehst, und sogar nach Wut und Hass fragst.
Sie war immer für Dich da, wenn Du sie gebraucht hast. Sie konnte Dich nur an den WEs brauchen, wenn ich das richtig sehe, den Alltag mit 3 Kindern bewältigte sie allein neben ihrer Arbeit, dh der klassische Versorger bist Du jetzt auch nicht gewesen.

Richtig Streit kann man mE auch kaum haben in eurer Lage. Erstens fehlen die Streitpunkte, die ich im Alltag, den ihr gar nicht hattet, verorten würde, zweitens - wenn man sich so wenig sieht wie ihr, streitet man mE eher nicht, weil man sich das bisschen Zeit nicht auch noch verderben will und weil man denkt, dass das Problem sowieso sonntag abend wieder weg sein wird. Da kann man dann sein Ding machen, so wie man es will, und muss sich nicht drüber streiten, ob Socken irgendwo liegen, wer den Müll rausbringt und wer mehr Zeit für sich hat, weil er weniger die Kinder betreut. Bei euch gab es keine rumliegenden Socken, den Müll brachte sowieso sie immer raus und die Kinderbetreuung unter der Woche, wo man Sport machen will oder irgendwas anderes, war auch ihr Ding.

Du hast Dich seit der Geburt der Kinder fast ausschließlich auf Haus und Kinder konzentriert, um Deiner Frau viel Freiheit zu ermöglichen? Von Samstag bis Sonntag abend. Ist sie dann ausgegangen, weil sie an dem Abend die Kinder nicht hatte?
Ich hätte eher vermutet, dass das Haus sauber war am WE, Du vielleicht mal gekocht hast, Deine Wäsche vielleicht selbst machtest.

Gutes Team für die Kinder - weiß nicht. Im Alltag kein Vater da. (kein Vorwurf, nur Feststellung)
Und eher "wie war deine Woche", statt "wie war dein Tag". Das finde ich wichtig, weil eine Bez. ohne Alltag wirklich DÜNN ist und man nicht alles von der Woche am WE erzählt, womit man sich rumschlug.


Meine Liebe zu ihr ist noch da und lässt mich nicht klar denken, dass das was sie da tut gleichzusetzen ist mit Gewalt in der Ehe.
?

Komm runter von dem Bild, was Du von Dir und ihr zeichnest, würde ich sagen. Ich verstehe, dass Du durch den Betrug verletzt bist und ich sage nochmal, dass ich das verwerflich finde. Aber für ein Weiterkommen beim Bewältigen der Situation würde ich sagen: Sieh, dass eine Beziehung, so wie ihr BEIDE sie geführt habt, kaum eine Grundlage hat für gemeinsames Über-Probleme-Reden und Gutes-Team.
 
  • #30
Ja, mir auch.
Versucht, den Schaden bei den Kindern so klein wie möglich zu halten.
Das der Schaden für die Kinder eintreten wird, ist leider schon unausweichlich.
Daran kannst Du auch nichts mehr ändern.

Versucht, die Trennung mit so wenig wie möglich mit Schuldzuweisungen und gegenseitigen Angriffen zu meistern.
Das ist alles , was man Dir raten kann.