• #1

Trennung nach 17 Jahren

Hallo,
meine Frau hat nach 17 Jahren Ehe, zwei Kinder 10 und 13, zu mir gesagt nach einem gemeinsamen Urlaub, sie will noch was erleben sie möchte so nicht weiter machen. Sie hat keine Gefühle mehr für mich.
Keine Gespräche mehr über die Beziehung, keine Gespräche wie solls weitergehen.
Nur ich sollte ausziehen, sie bleibt mit den Kinder im Haus fertig.
Hilfe was soll ich tun?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
A

Ares

  • #2
Schnellstens alle Unterlagen sichern und zum Anwalt gehen (Erstberatung). Dir überlegen, ob und wie Du Dir eine Trennung vorstellen könntest und dann gemeinsam mit dem Anwalt überlegen, wie das umzusetzen ist. Und sicher nicht ruckartig ausziehen. Sollte es bei der Trennung bleiben, dann versuchen, diese friedlich, aber zügig in eine Scheidung münden zu lassen.
 
  • #3
Oje, schlimme Situation. Auch die Kinder sind in einem blöden Alter für eine Trennung - sie sind vor/pubertär und bekommen schon alles mit.
Was du tun sollst: wenn nichts mehr zu machen ist, und so klingt es, eine faire Trennung durchziehen. Und stell dich drauf ein, daß alles was jetzt kommt noch viel härter wird als alles was vorher war: deine eigenen Gefühle zurückstecken, die Kinder nicht in Streits einbeziehen, und nur noch (gute) Eltern sein, keine Partner mehr. Jetzt mußt du im Sinne der Kinder agieren.
 
N

nachdenkliche

  • #4
Lieber Joschi, das tut mir sehr leid für Euch alle und ganz besonders für die Kinder.
Es wäre schön, wenn Du Deine Geschichte etwas ausführlicher darstellen könntest.
Was war Euer Problem? Es kann nicht sein, dass von heut auf morgen die Gefühle weg sind. Da gab es eine Vorgeschichte. Erzähle uns etwas darüber. Alles Gute.
 
  • #5
Auf keinen Fall überstürzt aus der eigenen Immobilie ausziehen und erstmal die wichtigsten Dinge regeln. Das wären alle wichtigen Unterlagen kopieren, wenn ein gemeinsames Konto vorhanden ist ein eigenes eröffnen und ab zum Anwalt. Wichtig ist auch keinen Streit vor den Kindern.
 
  • #6
Lieber Joschi,
sicherlich eine unerträgliche Situation. Eine Welt bricht zusammen. So wie sich dein Beitrag liest, kommt die Reaktion deiner Frau aus heiterem Himmel- ohne jegliche Vorahnung.
Wichtig ist jetzt, die Nerven zu behalten und die Kommunikation nicht abzubrechen. Es stehen viele rechtliche Angelegenheiten im Raum, die auf der Sachebene (!) zu klären sind. Sicherlich sind von deiner Seite aus auch auf der Beziehungsebene viele Fragen offen, aber diese zu klären halte ich angesichts deines Berichts für aussichtlos. Wenn ihr eine Kommunikation nicht allein zustandebringt, so solltet ihr unbedingt eine zuständige Erziehungs- und Familienberatungsstelle vor Ort aufsuchen. Sie bieten kostenlose Beratungen und Vermittlungen für getrennte/geschiedene Eltern an. Sie informieren dich über alles weitere...
Viel Kraft und Nerven wünsche ich dir!
Viele Grüße
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #7
Lieber FS,
es tut mir sehr leid, für Dich und eure Kinder!
Ich würde auf jeden Fall zu Anwalt gehen, denn je länger Du wartest, desto mehr ist sie Dir voraus!
Dann würde ich sie bitten mit dir zu einer Paartherapie zu gehen.
Gutes und bestes Argument : Hilfe sich vernünftig und ohne Hass zu trennen = sehr gut für Alle und vorallem für die Kinder.
Ein anderes Argument würde ich ihr auch nicht nennen, sonst wird sie ggf abblocken!

Letztendlich wird es gerade Dir helfen zu verstehen, Euch um zu akzeptieren oder eine Chance zu finden!
 
  • #8
Lieber FS,
erstmal tief durchatmen, nachdenken und ein paar Infos sammeln für den Beratungstermin beim Anwalt (Unterlagen kopieren). Bist Du Vollzeit berufstätig? Ist Deine Frau berufstätig? Wie ist Euer jeweiliges Einkommen. Wer ist der Hauseigentümer, beide zu gleichen Teilen? Ist das Haus bezahlt bzw. wie sind die Restschulden? Wie war jeweils Eure finanzielle Lage (finanzielle Ruecklagen, Grundbesitz) vor der Ehe und welche Nachweise hast Du darüber? Was Du eingebracht hast, kannst Du auch wieder entnehmen, sofern es noch vorhanden ist.

Welche Vorstellungen hast Du über die Trennung? Wo sollen die Kinder leben und in welchem Umfang kannst und willst Du die Kinderbetreuung leisten? Wenn Deine Frau im Moment den größten Teil der Familienarbeit macht, ist es unwahrscheinlich, dass Du mit einem Mal 50:50 machen kannst, mit entsprechender Haushaltsführung und Kinderbetreuung. Der Anwalt muss wissen, was Du willst und was möglich ist, damit er Dich vernünftig beraten kann. Im Grundsatz ist Deine Frau verpflichtet Halbtags zu arbeiten, bis das jüngere Kind 12 ist. Solange bist Du zu Teilunterhalt für sie verpflichtet, vorausgesetzt sie leistet die überwiegende Kinderbetreuung und Du bist finanziell leistungsfähig. Danach muss sie Vollzeit arbeiten und Du bist nur noch den Kindern gegenüber unterhaltspflichtig.

Wenn Deine Frau sich trennen will, wirst Du kaum was dagegen tun können. Allerdings sollte Dich das nicht zu einem überstürzten Auszug veranlassen. Wenn sie meint, dass sie mit Dir nicht mehr leben kann und will, soll sie doch gehen und das auch finanzieren. Wenn ihr ein gemeinsames Konto habt, dann richte Dir ein eigenes ein, auf welches Du Dein Gehalt umleitest, sodass nur Du Zugriff darauf hast. Mach' ihr klar, dass sie das Gleiche tun soll und definiert, wieviel jeder für die gemeinsamen Fixkosten zahlen muss, um den gemeinsamen Haushalt vorläufig weiterzuführen. Verweigere Zahlungen für unnötige Ausgaben und kauf' nicht die Zuneigung der Kinder - Du brauchst Geld für einen Anwalt, ggfs. Hausverkauf, Notarkosten etc.

Viele Frauen gehen recht unbedarft an die Trennung ran, denken, der Mann geht und sein Geld bleibt. Vielleicht ist sie gespraechsbereit, wenn sie sieht, dass das alles so einfach nicht ist und dass Du Dich nicht von ihr dirigieren lässt.
 
  • #9
Es ist immer traurig wenn eine Familie zerbricht. Sehr wichtig, oberste Priorität haben immer die Kinder egal wie sehr Ihr Euch am Ende streitet. Ein paar erste Tips:
  1. Gemeinsames Haus niemals verlassen Du verläßt damit auch proaktiv deine Kinder was sich negativ auf mögliche zukünftige Gerichtsprozesse auswirken kann
  2. Vermögensunterlagen sichern, auch Ihre in Kopie
  3. Gemeinsames Haus verkaufen dann 50:50 und separate Konten einrichten bzw. gemeinsame auflösen
  4. Trennungsjahr einleiten, Erstberatung bei Fachanwalt für Familienrecht
Solange Ihr nicht streiten dann einigt Euch zuerst auf das Finanzielle und dann sprecht ihr wie ihr das GEMEINSAME Sorgerecht gestalten wollt.
Achtung: Frauen, die die Scheidung wollen sind meist bestens informiert und gut vorbereitet.
Am besten ist das Ihr Euch einvernehmlich trennt und alles in einer Scheidungsfolgevereinbarung festhaltet.

Viel Glück!
 
  • #10
Sie möchte die Trennung, dann soll sie auch ausziehen. Die Kinder sind in einem Alter, wo sie schon mitreden können wohin sie wollen. Da sie die Veränderung will, soll sie auch gehen. Ich würde nicht so einfach auf die Kinder verzichten, die auch schon in einem Alter sind wo sie nicht mehr so viel Betreuung brauchen. w54
 
A

Arcturus

  • #11
Hallo,
meine Frau hat nach 17 Jahren Ehe, zwei Kinder 10 und 13, zu mir gesagt nach einem gemeinsamen Urlaub, sie will noch was erleben sie möchte so nicht weiter machen. Sie hat keine Gefühle mehr für mich.
Willkommen im Klub.
Hat sie eventuell sogar gesagt, daß Du Dich nicht weiterentwickelt hättest? Deine Situation war meine Situation von 2 Jahren.

Wichtig:
1. Nicht ausziehen, nur weil sie will. Wenn die Klügeren immer nachgeben, wird die Welt bald von den Dummen regiert.
2. Ich gehe davon aus, daß Du derjenige bist, der mit seinem Einkommen Familie und Immobilie finanziert und sie ihr Einkommen für Hobbies nutzt - dann sage ihr ganz klar, wenn sie versuchen sollte, Dich mit rechtlichen Mitteln aus dem Haus zu drängen, Du sofort die Zahlung für das Haus einstellst.
Verhindere auf jeden Fall, daß Du derjenige bist, der ihren Trennungsunterhalt, Kindesunterhalt UND das Haus zahlt - "damit die Kinder ihre gewohnte Umgebung behalten"
Wenn sie im Haus wohnen möchte und Du raus sollst, muß sie das Haus ALLEIN finanzieren, d.h. von Trennungsunterhalt und Kindesunterhalt.
Du brauchst von jetzt ab alles Geld nach Abzug der Unterhalte für Dich.

Beispiel: bei mir hat es geholfen: Meine Frau hat zugestimmt, daß ich mit den Kindern im Haus bleibe und ihr einen angemessenen Unterhalt zahle, den wir zwischen uns vereinbart haben. Seitdem ein fast immer entspanntes Verhältnis.

Laß Dich auf keinen Fall dazu "überreden", sie mehr zu finanzieren, als Du gesetzlich mußt.
Legendär sind nämlich solche Fälle, wo er auszieht, das Haus weiter abzahlt ("der Kinder wegen"), Frau und Kinder unterhält und selber am Existenzminimum in einer 1-Raum-Sozialwohnung wohnt.

Du hast ein Recht auf ein würdevolles Leben nach der Familie, genauso wie sie die Pflicht hat, für ihr eigenes und das Auskommen der Kinder gleichermaßen wie Du zu sorgen.
Sie hat definitv kein Recht, ihr Leben und Haus auf Deine Kosten zu finanzieren. Das ist von jetzt an ihre Angelegenheit, wenn Du wirklich raus mußt.

Wer im Haus wohnen bleibt, soll es komplett bezahlen. Geht das nicht - dann verkaufen. Wenn sie mit dem Kinder-Wohlfühl-Argument kommt, sag ihr, daß eine Trennung auch einen Preis für sie und die Kinder hat.

Am wichtigsten aber: Sachlich bleiben, Sachlich bleiben, Sachlich bleiben. NICHT streiten. Wirtschaftliche Fakten knallhart kommunizieren, durchziehen und nicht vom Weg abweichen.

Google auch mal "Männermagazin TV Ratgeber Trennung"
 
  • #12
Verhindere auf jeden Fall, daß Du derjenige bist, der ihren Trennungsunterhalt, Kindesunterhalt UND das Haus zahlt - "damit die Kinder ihre gewohnte Umgebung behalten"
Wenn sie im Haus wohnen möchte und Du raus sollst, muß sie das Haus ALLEIN finanzieren, d.h. von Trennungsunterhalt und Kindesunterhalt.
Lieber FS,
das ist vollkommen richtig. Wenn Du ihr Unterhalt zahlen musst, weil Dein Einkommen das zulässt, dann muss sie davon das Haus finanzieren, wenn sie darin wohnen bleiben will. Dann solltest Du Dich darum kümmern, aus dem Grundbuch herauszukommen, d.h. sie muss Dich auszahlen oder Dein im Haus steckendes Eigenkapital gegen Unterhaltszahlungen verrechnen. Sowas klärt man sinnvollerweise in einem notariellen Scheidungsfolgenvertrag (reduziert die Scheidungskosten enorm), verlangt aber Kooperation zwischen beiden. Der Vertrag wird vom Gericht auf Fairness und Rechtsgültigkeit geprüft, damit zukünftige finanzielle Probleme nicht an Vater Staat delegiert werden.
Wenn noch Schulden auf dem Haus sind, spricht die Bank ebenfalls ein Wörtchen mit, d.h. sie lässt Euch nicht unbedingt machen, was ihr wollt, z.B. Deine Frau allein die Kredite und das Haus übernehmen. Die Bank hält sich immer an den Zahlungsfähigen.

Schau in die aktuelle "Düsseldorfer Tabelle". Da siehst Du, wie hoch gemessen an Deinem Einkommen
- Dein Selbstbehalt ist (der kommt immer zuerst, damit Du kein Sozialfall wirst)
- der Unterhalt je Kind ist (vorrangig vor Ehegattenunterhalt)
- der Aufstockungsunterhalt für Deine Frau ist (sofern dann noch was zu verteilen ist).
Dort wird das Nettoeinkommen genannt. Berechne bitte ein, dass sich Deine Steuerklasse ändert, wenn Du Dich trennst, d.h. Du weniger Einkommen hast. Die erforderlichen Brutto-/Nettorechner findest Du im Internet.

Ich bin nicht ganz sicher, aber wenn Du Unterhalt zahlst und teilweise die Kinder betreust, bekommst Du m. E. die Hälfte des Kindergeldes.
In jeder größeren Stadt gibt es Vereine, die Scheidungsfälle gegen einen geringen Vereinsbeitrag beraten und übrigens auch Mentoring zur Klärung der finanziellen und sozialen (Kinder) Scheidungsfolgen zwischen dem Paar anbieten, was ich viel sinnvoller finde als direkt zum Anwalt zu gehen.
 
  • #13
Hi Joshi,

du hast deine Frau verloren oder deine Lebensperspektive. Es gibt eine Neue. Immer. Jeder Mensch stirbt nicht nur einmal.

Ich bin seit 16 Jahren von meinem Exmann und Vater meiner Söhne getrennt und habe sicher supersehr lange gebraucht, bis ich meinen konditionierten Lebensentwurf als falsche Idee über Bord geworfen habe, mit viel Hähme und Grinsen von außen.

Ich bin ein Mensch, voller Freude, Tiefe, Gefühl und Gelassenheit, aber natürlich bin ich ich auch ein Mensch mit Wünschen und Bedürfnissen.

Ich mag gerne die Vorstellung, einen Menschen zu haben, den ich jederzeit, wenn es mir gut geht oder noch besser umarmen oder befliegen kann.

Ich mag frei sein und alles mit meinem geliebten Menschen teilen. Ich teile so gerne , denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass alles, was ich teile sich verdoppelt.

Und wenn ich alleine bin, bin ich noch lange nicht einsam und mir fehlt nix, außer ein Körper, ein Wesen, das ich kuscheln kann.

Ich weiß, dass alles genau dann kommt, wenn es sich wirklich richtig anfühlen kann und jeder sich darauf einlassen will.

Alles Liebe, Rocaille.
 
  • #14
ich würde dir und acturus "therationalmale" empfehlen. Das ist ein Blog.
Da stehen viele gute Tips drin. Warum Frauen die Ehe aufgeben.

Wie alt seid ihr beide? Deine Frau ist bestimmt 34-37?
 
  • #15
Probier das Wechselmodell mit hälftigem Kindsumgang zu kriegen. Lieber das eigene Arbeitspensum reduzieren. So hat man mehr Zeit für die Kinder und deine Frau hat mehr Zeit "um was zu erleben".

Bis sie merkt, daß die Arbeitswelt kein Zuckerschlecken ist und einer Ü30 die Männer nicht die Bude einrennen.

Laß dich bloß nicht auf "für die Kinder ist nur die Mutter zuständig" ein und setz das Wechselmodell durch. Nicht weichkochen lassen.
 
  • #16
... und nochmal, da irgendwie nicht angekommen: Google mal nach "vatersein".
Super Forum mit vielen Tips und Infos gerade für die Anfangszeit, wo man sich noch im Schockzustand befindet. Du solltest mußt jetzt die richtigen Hebel umlegen, um auf alles vorbereitet zu sein.
Mach Dich auf jedenfall für das GEMEINSAME Sorgerecht mit dem hälftigen Wechselmodell stark.
Solange Ihr noch sachlich ruhig miteinander reden könnt klärt das Finanzielle, denn ansonsten kann das später als schönes Druckmittel genutzt werden wenn es um die Kinder geht.
 
A

Arcturus

  • #17
ich würde dir und acturus "therationalmale" empfehlen. Das ist ein Blog.
Da stehen viele gute Tips drin. Warum Frauen die Ehe aufgeben.

Wie alt seid ihr beide? Deine Frau ist bestimmt 34-37?
Lieber FS
Also den Blog würde ich ebenfalls empfehlen.
Allerdings mehr für Deine spätere weitere Entwicklung als Mann und zum Erkennen und Verarbeiten der Zusammenhängen, die in Deine jetzige Misere geführt haben.
Dort kannst Du nämlich erkennen, warum es so kam wie es jetzt kam und lernen, das später in einer neuen Beziehung zu vermeiden.

Für Deine aktuelle Lage (Haus,Unterhalt, Dokumente, Ausziehen) hast Du ja schon übereinstimmend alles Wichtige beschrieben bekommen.

m47

@bigger: warum meine Frau in den Sack gehauen hat, weiß ich mittlerweile - es ist einer der Standardgründe (siehe auch meinen Beitrag)
https://www.elitepartner.de/forum/f...ng-der-maenner-trennungsgrund-nummer-1.63713/
 
  • #18
Wenn ich so manche Kommentare wie oben lese, kommt mir das Schaudern. In den Kampfmodus zu schalten, den manche empfehlen, sobald die Trennung besiegelt ist, ist kein guter Ratschlag. Für mich hört sich das eher nach Trotz und Beleidigtsein und gekränkte Ehre an. "Geld zusammenhalten, jetzt soll sie sehen, wie sie klarkommt ohne mich".Puuh!
Viele hier haben schon ihre Erfahrungen mit einer Trennung/Scheidung gemacht. Eigentlich sollte man reflektieren, wie es besser ablaufen könnte. Auf die Wortwahl kommt es an und das sollte so machner hier beherzigen.
Also: Lass dich nicht aufstacheln von Kommentaren und privaten Rechtsempfehlungen. Nur weil deine Frau sich von dir trennen möchte und du ausziehen solltest, heißt es nicht, dass sie geldgierig und eigensüchtig ist. Es geht hier nicht um sie oder dich sondern um die Kinder. Und es ist totaler Quatsch zu behaupten, dir würde ein Nachteil entstehen, wenn du ausziehst. Du behälst natürlich das Sorgerecht und Umgangsrecht hast du auch. Wie und ob ihr den Umgang regelt, wird sich zeigen- mit oder ohne Gericht. Was das Wechselmodell betrifft... da sind so einige Voraussetzungen da, die aber nichts damit zu tun haben, dass du ausgezogen bist. Besprich das mit einem Anwalt und geh zu einer Familienberatungsstelle vor Ort.
Viele Grüße
A.
 
  • #19
Danke für die Tipps,
ich bin 47 und meine Frau 44.
Ich bin selbstständig meine Frau arbeitet halbtags.
Ich bin ausgezogen wegen den Kindern, zahle Kinderunterhalt, für meine Frau nichts.
2014 war schwer meine Frau hatte eine Rücken-Op, danach Kur, während der Kur ist ihr Vater verstorben, habe mich um alles gekümmert in der Zeit, Firma, Haushalt, Kinder, Hund, Beerdigung Schwiegervater, Umzug von meiner Schwiegermutter, Garten und alles was so anfiel. Dann starb mein bester Freund auch selbstständig, habe dann seiner Frau geholfen mit dem Geschäft.
Das hatte sich 2015 ausgewirkt, ich war ausgebrannt konnte nicht mehr habe mich aus dem Loch rausgearbeitet alles wieder auf die Reihe bekommen. Dann endlich Urlaub, endlich, und dann sagt meine Frau sie hat keine Gefühle mehr, sie will noch was von ihren Leben haben, am Anfang Gespräche was schiefgelaufen ist, dann brauchte sie Zeit zum nachdenken, bin 1 Woche zu meinen Bruder gezogen danach ging nichts mehr. Bei der Paarberatung sagte sie erst nichts , ich fing an zu reden dann sagte sie auf einmal "ich glaube ich will die Trennung". Ich bekam heraus, dass sie sich in einen 12 Jahre Jüngeren verliebt hat, per Internet aber der wollte nichts von ihr. Sie sagte dann, sie bekommt in nicht aus den Kopf. Ich hatte noch nichtmal eine Chance. Bin in ein tiefes Loch gefallen, 30 kg Gewicht verloren, bin ihr hinterhergelaufen, hab um sie gekämpft aber keine Reaktion von ihr.
Firma und Haus stehen auf der Kippe, blicke jetzt wieder nach vorne um das Ruder nochmal rumzureissen. Kümmere mich um meine Kinder die sind mein ein und alles, und ich liebe meine Frau noch immer.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
N

nachdenkliche

  • #21
Hallo Joschi, schön dass Du mal etwas ausführlicher schreibst wie es zu der Trennung kam. Alle hier haben Dir lediglich praktische Tipps gegeben, wie Du die Trennung, das finanzielle, das Haus und die Sorge um die Kinder bewältigst, dass hätte Dir auch ein Anwalt sagen können. Ich kam mir schon richtig blöde vor.
Es tut mir sehr leid für Dich. Du liebst Deine Frau noch immer?
Versuche für Dein Kinder da zu sein, ich denke, das schaffst Du..Hast Du denn gar nichts gemerkt die ganze Zeit?
Das erschüttert mich richtig. Ich hoffe, Du hast Hilfe und Unterstützung in Deiner Familie. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft! Sch... Internet, was?
 
A

Arcturus

  • #22
Ich bin selbstständig meine Frau arbeitet halbtags.
Ich bin ausgezogen wegen den Kindern, zahle Kinderunterhalt, für meine Frau nichts.
Sorry aber ich kann es nicht fassen:
Ausgezogen wegen der Kinder? Konnten die Dich nicht mehr leiden?
Du glaubtst doch nicht wirklich, daß Deine Kinder edle Motive sehen, wenn Du aus dem Haus gehst! Die fühlen sich schlicht und einfach sitzengelassen.

Und Du zahlst Deiner Frau nichts?
Wieder ein Lacher. Der Trennungsunterhalt ist ein Rechtsanspruch der nichtmal mit einem notariell beurkundeten Vertrag zwischen beiden Eheleuten aufgegeben werden kann. Vergiß es besser gleich!
Wenn Deine Frau Dich schon aus dem Haus haben wollte, wird sie nicht mit der Wimper zucken, den gesamten Trennungsunterhalt zum Scheidungstermin nachzufordern. Und wenn das nur 300 Euro/Monat sind, macht das ohne Verzugszinsen zum Scheidungstermin in zwei Jahren schon 7.200 €.
Und glaube ja nicht, daß Du keinen Trennungunterhalt zahlen mußt, weil Deine Firma runter ist und kein Geld erwirtschaftet.
Selbst wenn Du einen Anwalt nimmst, wird der nicht verhindern können, daß der Anwalt Deiner Frau in Übereinstimmung mit dem Gericht ein fiktives Einkommen festlegt. Danach wird sich dann der Trennungs- und spätere nacheheliche Unterhalt bemessen. Dies wird besonders bei Selbständigen (aber auch abhängig Beschäftigten) gemacht, wo davon schon allein wegen der Selbständigkeit davon ausgegenagen wird, daß der Mann sein Einkommen klein rechnet. -> einfach mal googeln

Deine Frau hat gerade ihren zweiten Frühling plus Midlife-Crisis. Da werden ihr Kosten egal sein und sie wird diesen Frühling um jeden Preis behalten wollen - koste es was es wolle und da kommst Du wieder ins Spiel.

Nochmal die eindringliche Warnung: Wenn Sie Dich mit aller Macht aus dem Haus haben wollte, keine Gefühle mehr für Dich hat, dann wird ihr in kürzester Zeit Dein weiteres Wohlergeben am A vorbeigehen, egal ob Du der Vater ihrer Kinder bist oder nicht. Wenn Du erstmal auch aus ihrem emotionalen Umfeld durch räumliche Trennung verschwunden bist, bist Du nur noch der Mann der die Kinder alle 14 Tage hat und das Geld bringt - sonst nichts.

Versuch eine Scheidungsvereinbarung vorher (!) hinzukriegen, zahle Trennungsunterhalt und Kindesunterhalt gemäß gesetzl. Regeln, sonst bist Du am Ende am Ende.

m47
 
  • #23
Wie bereits erwähnt ist es am Besten wenn man ganz sachlich alle Punkte klärt. Die Ehe scheint ja nunmal wirklich dahin, ob er nun was gemerkt hat oder nicht. Seine Frau will nicht mehr und läßt sich auch anscheinend nicht mehr auf Ihn ein, geschweige denn das man noch ordentlich mit Ihr reden kann.

Lieber FS, wie du selbst schon festgestellt hast sollte dein Fokus nun auf den Kindern sein. Atme tief durch und laß die Vergangenheit hinter dir, so weh es auch tut. Deine Kinder brauchen dich jetzt, besonders wo deine Frau momentan sehr labil zu sein scheint. Ich wäre nicht ausgezogene alleine der Kinder wegen. Und ja, sollte es mal um einen Sorgerechtsstreit gehen (was ich nicht hoffe) dann wird auch auf solche Kleinigkeiten geschaut, nämlich, wer hat das gemeinsame Haus verlassen.

Ich wünsche Dir nur das Beste und paß auf Dich auf!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
A

Ares

  • #24
Der Trennungsunterhalt ist ein Rechtsanspruch der nichtmal mit einem notariell beurkundeten Vertrag zwischen beiden Eheleuten aufgegeben werden kann.
Trennungsunterhalt kann ab dem Zeitpunkt gefordert werden, ab dem man Auskunft über Einkommen und Vermögen verlangt hat. Rückwirkend nicht.
Dem FS ist zu raten: schnellstens zum Anwalt und nach einem Jahr zügig scheiden lassen. Vermögensfragen sollte er möglichst vorher außergerichlich klären, das wird billiger.
 
  • #25
@Acturus
Ausziehen wegen der Kinder kann einfach heißen : Damit diese Zuhause keinen täglichen Streit erleben.
Die Kinder sollen nicht aus ihrem Umfeld gerissen werden = Der, der mehr Zeit für sie hat, bleibt mit Ihnen da wohnen.
Oft muss man dann keinen Trennungsunterhalt bezahlen, weil man zb auf die Miete verzichtet.
Um für die Kinder eine ruhige Situation in dem traurigen Erlebnis zu schaffen, schaffen es einige Paare sich zu einigen!
 
A

Arcturus

  • #26
@Acturus
Ausziehen wegen der Kinder kann einfach heißen : Damit diese Zuhause keinen täglichen Streit erleben.
......
Um für die Kinder eine ruhige Situation in dem traurigen Erlebnis zu schaffen, schaffen es einige Paare sich zu einigen!
Naja, ist relativ.
Wenn die Einigung so aussieht, daß sie sagt" Ich liebe Dich nicht mehr und möchte, daß Du sofort ausziehst" ist das keine Einigung.
Auch hatte der FS berichtet, daß es KEINEN Streit vorher gab. Warum also überstürzt ausziehen?
Sie hat gesagt "Ich will Dich nicht mehr also troll Dich." DAS ist einseitig. Da ist nichts von "übereinstimmend" oder "einigen". Das war einfach eine Forderung der er nachgekommen ist.

Und was die Kinder betrifft: die Kinder werden später nur noch wissen: "Papa ist damals sofort einfach so weggegangen."
Denn die Mutter wird den Kindern gegenüber definitiv NICHT gesagt haben "Ich will, daß euer Vater das Haus verläßt, weil ich ihn nicht mehr liebe." Keine Frau sagt sowas offen.

Also nehmen Kinder IMMER an, der Vater wäre ihretwegen weggegangen. Frag mal die vielen Scheidungskinder.

Meine Kinder hatten sich übrigens gewünscht, daß meine EX Heiligabend mit uns zusammen verbringt. Habe ich natürlich möglich gemacht obwohl es mir emotional schwerfiel.
Ob die Frau des FS genauso kompromißbereit ist, wage ich zu bezweifeln.

Was betrifft:
"Oft muss man dann keinen Trennungsunterhalt bezahlen, weil man zb auf die Miete verzichtet."
Ist halbrichtig. Grundsätzlich ist Trennungsunterhalt in bar und nicht in Naturalien zu leisten. (Rechtsgrundastz) Einfach nur zu sagen: "Ich verrechne den Unterhalt mit der Miete" reicht rechtlich nicht. Wenn der Unterhalt nicht als solcher kenntlich überwiesen/quittiert wird muß im Streitfall immer (!) nachgezahlt werden.
Der Hinweis "ich habe es mit XY" verrechnet führt immer zur Nachzahlung, wenn nicht eine schriftliche Vereinbarung (die das Gericht sehr genau prüft) darüber vorliegt.
Im Zweifelsfall verlangt das Gericht IMMER die Nachzahlung, wenn eine Benachteilung auch nur "zu vermuten" (Gerichtssprech) ist.

Ich habe mich da vor unserer Regelung vollumfänglich in Gerichtsurteilen schlau gemacht.
So überweist mir meine EX das anteilige Kindergeld VOLL und ich überweise ihr den Unterhalt VOLL. Eine Verrechnung findet nicht statt obwohl rein rechnerisch möglich.

m47 und nicht auf den Kopf gefallen
 
  • #27
Und was die Kinder betrifft: die Kinder werden später nur noch wissen: "Papa ist damals sofort einfach so weggegangen."
Denn die Mutter wird den Kindern gegenüber definitiv NICHT gesagt haben "Ich will, daß euer Vater das Haus verläßt, weil ich ihn nicht mehr liebe." Keine Frau sagt sowas offen.

Also nehmen Kinder IMMER an, der Vater wäre ihretwegen weggegangen. Frag mal die vielen Scheidungskinder.
Genau das habe ich gemeint. Indem der Vater das gemeinsame Haus verläßt heißt es dann von der Frau "... schaut Kinder, ER hat uns verlassen ...". Was glaubt Ihr was die Kinder denken werden?