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Gast

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  • #31
Der betroffene Partner ist dann in der Zwickmühle. Macht er vorzeitig Schluss, weil er um da Risiko weiß und es ihm zu hoch ist, handelt er sicher aus Sicht des sich in Therapie befindenden falsch, der dann vielleicht noch mehr leidet - egal, wie dieser später im Falle weiterer Erkenntnis handeln wird. Unterstützt er jahrelang und wird dann verlassen, wird er sich vielleicht selbst verfluchen.

hier nochmal #28:

Kann jedem Angehörigen von psychisch Kranken nur empfehlen, "das Spiel" nicht jahrelang mitzumachen. Ein Jahr reicht. Wenn der Partner sich danach immer noch in erster Linie um sich selbst kümmert/auf sich selbst bezogen ist und keinerlei Anstalten macht, sich um die Beziehung/den anderen zu kümmern, dann sollte die Beziehung beendet werden.

Ansonsten verplempert man wertvolle Lebenszeit.

Spreche aus eigener, leidvoller Erfahrung.

Empathie und Moral in allen Ehren, aber psychisch kranke leben in einer anderen Welt.
 
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  • #32
Nun sollte es ja nicht nur das Ziel des Therapeuten sein, dass der Erkrankte das lebt was er wirklich will , sondern auch das des Partners ! Oder irre ich da?
 
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  • #33
Ich denke zu aller erst muss man sich fragen: was will ich eigentlich? Will ich meinem Partner helfen? Habe ich Angst vor den finanziellen Ruin? Was bin ich bereit zu opfern? Und so einfach und lapidar es auch klingt: Man muss für sich eine pro und contra Liste anlegen! Und man sollte je nachdem was überwiegt auch danach handeln. Vor allem sollte man seinem Partner klarmachen wie weit er gehen kann beziehungsweise was man bereit ist auszuhalten. Wenn in der Therapie vermittelt wird dass man auf sich selber kucken muss, dann gilt das gleiche natürlich für einen selber auch. Jemand der seinen Egoismus in den Vordergrund stellt, dem kann man auch nur mit Egoismus begegnen wenn man dabei Schaden nimmt. Es macht keinen Sinn nur die Bedürfnisse des anderen zu befriedigen. Natürlich hat man mit jemandem zu tun der krank ist und somit vielleicht auch nicht voll verantwortlich für sein tun ist. Aber man kann nicht helfen wenn man selbst von der ganzen Situation in der Art beeinträchtigt ist, dass man nur unter Schmerzen geben kann.
 
  • #34
Tja, das hilft dir jetzt nicht wirklich weiter, aber ich glaube der Therapeut hat therapiert, ohne an die Folgen zu denken. Heutzutage scheint man ohne Rücksicht auf Verluste Wehwehchen zu pflegen, ja noch zu erzeugen um etwas zum therapieren zu haben.
Ich vermute, deiner Frau wird es auch nicht besser gehen, wenn sie allein ist, ein Grund mehr, wieder zum Therapeuten zu rennen. Alles in allem ein lukratives Geschäft, nur eben nicht für dich.
Ich hab mich auch bewußt für das Wort Wehwehchen entschieden, denn so schlimm eine Sache auch ist, man kann im Laufe der Zeit auch drüber weg kommen, nichts anderes mussten unsere Großmütter nach dem Krieg tun.
In diesem Sinn,viel Glück dir!
 
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