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Gast

  • #1

Trennung, neue Parterschaft und die Moral

Nachdem ich mich auf Grund unübewindlicher Divergenzen und Alkoholmissbrauch seitens meines Ehemannes sowie einer seit langem bestehenden emotionalen Entfernung von diesem getrennt habe, bin ich kurz nach der ausgesprochenen Trennung eine neue Partnerschaft eingegangen und habe eine eigene Wohnung genommen. Alleine wohnen möchte ich auf jeden Fall mindestens bis zu dem Zeitpunkt, bis die Scheidung offiziell ausgesprochen wurde.

Die Scheidung ist mittlerweile beim Amtsgericht eingereicht. Mit meinem noch nicht geschiedenen Mann pflege ich eine freundliche und höfliche Kommunikation, es bestehen keine nicht aufgearbeiteten emotionalen Altlasten weder bei ihm noch bei mir.

Ich erlebe hier und da und besonders im Familienkreis (Geschwister, Schwager), dass mir ein eisiger Wind entgegenweht. Mit meinem Freund bin ich nun ja schon eine ganze Weile zusammen und diese Beziehung wird von der Familie komplett ignoriert, was mich natürlich auch belastet.

Verbietet es die Moral im 21. Jahrhundert nach wie vor, dieses Leben zu leben? Hätte ich wegen der Moral auf diesen wunderbaren Mann verzichten sollen? Hätte ich ihm etwa sagen sollen, er solle gefälligst auf mich warten bis ich vor dem Gericht geschieden bin?

w,51
 
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Gast

  • #2
In ländlichen und/oder katholischen Gebieten scheint dies noch immer ein Thema zu sein. ABER, mach dir nichts draus und lass sie reden. Ist doch Quatsch, ich hatte diesen Fall auch. Und schlußendlich hilft dir nämlich niemand von diesen Lästermäulern - im Gegenteil, wahrscheinlich sind sie noch neidisch, dass du nun eine liebevollen Partner hast und sie hingegen weiter in der trüben Alltagssuppe leben müssen, sich aber nicht trauen, mal Nägel mit Köpfen zu machen. Denn was sollen die Leute sagen... Merkst du was?!?
 
  • #3
Bloß nicht. Moral war schon immer etwas sehr relatives, und nur weil deine Familie noch im letzten Jahrtausend verhaftet ist, musst du dir deshalb nicht dein Leben kaputt machen. Idealerweise ignorierst du die Sticheleien selbstbewusst und gehst gar nicht darauf ein. Bist stolz darauf, dein Leben wieder in der Hand zu haben.
 
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Gast

  • #4
Lies mal ein schönes Buch, das bringt dich auf andere Gedanken. Du bist 51, ich vermute, deine Eltern kommen noch aus der Kriegszeit - schwierige Leute, sag ich da nur. Möchte man nix gerne mit solchen zu tun haben....

Früher hat man sowas nicht gerne gesehen, dass man sich scheiden lässt und am besten sollte man ja sowieso den Mann heiraten, denn die Eltern wollen und Liebe ist sowieso verpöhnt, die Frau hat sich nach dem Mann zu richten! Dass deine Familie lieber will, dass du bei einem ignoranten Alkoholiker bleibst, anstatt dir einen liebevollen Mann zu suchen, ist einfach typisch und sollte dir ein Warnschuss sein! Deine Familie will dir nix Gutes, auch wenn sie immer wieder beteuern, dass sie "nur das beste" für dich wollen. Sie wollen dich fügsam!

Moralisch ganz weit unten ist einfach nur deine Familie und du solltest dich davon gar nicht beeindrucken lassen. Sei glücklich und stolz auf deinen neuen Partner.
 
  • #5
Lass sie reden, du sagtest ja schon, dass ihr länger emotional getrennt seid; also hattest du dich schon viel eher verabschiedet. Was die Form sagt ist Köppenick

m.30
 
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Gast

  • #6
Nein, denn es ist Dein Leben und nicht das Deiner Familie.
Wenn Du mit Deinem Noch Mann eine faire und ehrliche Trennung hattest und er auch damit klar kommt, ist das doch in Ordnung.
Wer Dich liebt und Dich mag wird Deine Entscheidung verstehen und Dich unterstützen.