• #31
Sie erzählte mir sogar von früheren Ereignissen in der Kindheit, früheren schweren Beziehungsproblemen, problematische Beziehung zu ihrer Mutter. Wegen diesen Vorfällen war sie auch in Therapie hat Essstörungen davongetragen.

Ungeachtet dessen, dass ich immer denke, beide haben einen Anteil, würde ich in solchen Fällen schon sagen, es gibt irrationale Handlungen, bei denen auch nicht nachvollziebar oder verständlich ist, wie die Partnerin dann handelt. Vermutlich hat der Tod des Vaters dann irgend etwas ausgelöst, gegen das Du keine Chance hast und für das Du auch keine Verantwortung hast.
Im Grunde kannst Du nur als nächste Partnerin eine wählen, die keine psychischen Probleme hat.
 
  • #32
Hallo @Lebens_Lust

Ja, ich habe auch den Verdacht, dass der Todesfall eine Art Initialzünder war.
Genau wissen kann ich es natürlich nicht und werde es wohl nie erfahren.
Und dass beide einen Teil zu einem Ereignis beitragen, würde ich auch immer bejahen.

Aber in diesem Fall hat es mich einfach kalt erwischt, da wir (so dachte ich) nie Probleme hatten, geschweige schweren Streit.
Ihre Probleme/Vergangenheit hat mich zwar aufhorchen lassen. Aber ich dachte nach/mit der Therapie sei sie "geheilt".
Sie kam mir auch immer als normaler, fröhlicher Mensch vor. Gut schlechte Stimmung hat jeder mal.
Aber vermutlich kann man sich als (einigermaßen) gesunder Mensch nur schwer in solche Schicksale hineinversetzen.

Das ist eigentlich auch mein größtes Problem deshalb. Ich kann ihre Entscheidung aus meiner Sicht rational einfach nach allem erlebten nicht nachvollziehen. Das macht es einfach nicht leichter einen Schlussstrich zu ziehen...
 
  • #33
4 1/2 Monate zusammen, aber es war alles perfekt. Wir haben fast alles gemeinsam gemacht, sie hat mich mit Geschenken und Mitbringseln überhäuft, war total unkopmliziert und es gab nie Streit. Sie erzählte von der großen Liebe und ich habe mich dadurch von ihr abhängig machen lassen. Umso geschockter war ich, als sie mich aus fadenscheinigen Gründen aus heiterem Himmel verlassen hatte.
Hast du sie auch mit liebevollen Aufmerksamkeiten bedacht? War das Geben und Nehmen bei euch ausgewogen? Oder ist es für dich nur dann perfekt, wenn's nach deinen Vorstellungen läuft? Und soll "fadenscheinig" heissen, dass du ihre Gründe nicht ernst nimmst?
Es war eine wunderbare Beziehung. Wir haben uns in allen, wirklich allen Dingen verstanden, hatten den selben Humor, konnten uns alles erzählen. Wir waren wie füreinander gemacht, wie man das so denkt. Kein Streit, keine Differenzen.
Tja, das mit der perfekten Passung ist leider oft eine Illusion. In der anfänglichen Verliebtheit passen sich viele Frauen eben perfekt an den begehrten Mann an, finden alles toll, was er toll findet (umgekehrt passiert das sicher auch, aber Frauen werden immer noch mehr zur Anpassung sozialisiert).

Perfekt war es wahrscheinlich nur deshalb, weil diese Frauen ihre eigenen Interessen erstmal zurückgestellt haben für euch. Mit der Zeit kommen die aber wieder, und dann muss der Partner sich auch mal beweisen, ob da überhaupt genug Interesse für das Leben der Frau da ist. Hattet ihr das?
Als dann ihr Vater vor einer OP stand schwankte schon ihre Stimmung (ist auch absolut verständlich). Aber gegenüber mir trat erstmals eine Distanz und Kälte auf, was mir Sorgen machte und worüber wir auch redeten.
Als dann aber ihr Vater starb bekam diese Distanz und Kälte nochmals eine neue Qualität; bis sie letztlich Schluss machte.
Der Umgang mit Schmerz und Trauer ist sehr heikel. Möglicherweise hast du dich unsensibel geäussert und zB irgendwelche Plattitüden abgelassen wie "Zeit heilt alle Wunden" bla bla, warst vielleicht sogar unterschwellig sauer, weil's nicht mehr so unbeschwert war wie vorher. Das kann man in so einer Situation einfach nicht ertragen.

Ich will euch beiden nichts unterstellen, aber ihr hattet vermutlich euren Anteil an der rapiden "Abkühlung", ganz ohne den Ex-Partnerinnen jetzt psychische Erkrankungen anzudichten.
 
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