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  • #1

Trennung trotz Baby?

Mein Mann und ich waren vor der Geburt unseres Sohnes sehr glücklich miteinander und das Kind war ein absolutes Wunschkind. Mit seinen Eltern hatte ich ein freundschaftliches Verhältnis.

Kaum war unser Kind geboren hat seine Mutter angefangen ständig bei uns vor der Türe zu stehen und sich in alles einzumischen. Sie ist plötzlich der Ansicht, dass ich mit dem Kind alles falsch mache, zuviel von meinem Mann bei der Versorgung erwarte und darüber hinaus eine äußerst schlechte Hausfrau bin, weshalb sie ständig Essen mitbringt.
Ich wollte mir das nicht gefallen lassen und habe ihr gesagt, dass ich nicht möchte, dass sie so mit mir spricht und ihre Besuche nur willkommen sind, wenn sie sich wie ein Gast verhält, also jegliche Kritik unterlässt und aufhört meinen Mann mit Essen zu versorgen.
Ihre Antwort war natürlich, dass das ja alles nur gut gemeint war und sie mir helfen wollte, weil sie der Ansicht ist, dass ich Hilfe brauchen könnte. Mein Mann war bei diesem Gespräch dabei, war sehr wütend darüber, wie ich mit seiner Mutter gesprochen habe, meinte, ich sei überempfindlich und solle mich bei seiner Mutter entschuldigen.

Dieses Gespräch ist nun einen Monat her, mein Mann hat seit dem kaum mit mir gesprochen und wirft mir vor, ich hätte alles kaputt gemacht. Er liegt mir nur ständig in den Ohren, dass ich doch abstillen solle, damit er den Kleinen mit zu seinen Eltern nehmen kann, da seine Mutter uns wegen mir nicht mehr besuchen wolle und ich egoistisch sei, das Kind so an mich zu binden.

Ich bin sehr enttäuscht von ihm, dass er überhaupt nicht hinter mir steht und bin mir meiner Gefühle für ihn nicht mehr sicher. Es ist keine Besserung in Sicht, da ich nicht einsehe mich so behandeln zu lassen und meine Schwiegermutter und mein Mann der Ansicht sind, dass sie alles richtig gemacht hat und ich gehässig sei. Ich würde dieser Situation eigentlich gerne entfliehen und mich von meinem Mann trennen. Allerdings ist unser Sohn erst 4 Monate alt und ich will ihm das auch nicht antun.

Ich habe keine Ahnung wie ich damit umgehen soll, habt ihr vielleicht einen Rat?

w, 36
 
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  • #2
Ach ja, die lieben Kinder. Ich denke Deine liebe Schwiegermutter ist nur ein Grund aber nicht die Ursache für Euer Beziehungsproblem. Ohne Kinder ist eine Beziehung natürlich viel freier, ungezwungener incl fröhlicher Feiern , spontanen Urlaubsreisen und reichlich Sex. Während der Schwangerschaft wird letzteres schon deutlich weniger, nach der Entbindung spielt Sex für die Frau nur noch völlig untergeordnet, wenn überhaupt. Und der Mann kriegt einen völlig neuen Status, aus der Sicht der Frau und wie es auch der Mann wahrnimmt. Er stürzt von Prio Nr 1 auf gefühlt Prio Nr 5. Denn nun ist sogar die Krabbelgruppe, die Schwimmgruppe, alle Mütter und Kinderkleidung wichtiger als der Vater. Könnte das bei Euch auch so sein, das Du Deine Mutterrolle sehr ernst, vielleicht zu ernst nimmst und Du Dir von keinem was sagen lassen möchtest und schon gar nicht abgeben möchtest?
 
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  • #3
Dein Mann müsste sich ganz klar auf deine Seite stellen, egal, was seine eigene Mutter sagt oder denkt. Er ist seiner Mutter gegenüber loyaler als zu dir und das wird sich wahrscheinlich so schnell nicht ändern. An deiner Stelle würde ich einen entspannten Moment abpassen, soweit das geht, auf alle Fälle für eine ruhige Atmosphäre sorgen (Babysitter engagieren und ihr geht ins Restaurant?) und ihm klipp und klar sagen, dass eure Ehe akut gefährdet ist, wenn er sich nicht zu dir und eurem Kind bekennt und euch in allem unterstützt. Mache ihm auch klar, wie wichtig er dir ist und gib ihm nicht das Gefühl, du hättest sowieso schon die Trennung beschlossen. Ich an deiner Stelle würde alles daran setzen, ihn zu behalten. Ich kenne einen ganz ähnlichen Fall: Gute Ehe, Harmonie und eine Schwiegermutter, die sich überall einzumischen versucht und eine Ehemann, der brav zu allem nickt, was Mama sagt. In diesem Fall wird erst der Gang der Zeit für eine Veränderung sorgen...
 
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  • #4
Für das Kind ist die Muttermilch sicherlich deutlich wichtiger als der Kontakt zur Großmutter im Säuglingsalter. Das mal gleich vorweg, denn warum das Kind jetzt das Nachsehen haben soll, ist schon mal gar nicht zu verstehen. Diesem Vorschlag komm also bitte schon mal gar nicht nach. Zeig deinem Mann einmal ein paar wissenschaftliche Quellen über die Vorteile des Stillens (jedenfalls mal ein halbes Jahr) und frag ihn, ob er nicht auch meint, dass das Interesse des Kindes vor jenes der Großmutter zu stellen ist. Ich sehe vor allem nicht ein, warum das Kind jetzt zu seiner Großmutter chauffiert werden muss, nur weil sie es nicht schafft, sich in deinem Haus normal zu benehmen.

Ansonsten tust du mir wahnsinnig leid, ich kann dich sehr gut verstehen und verstehe umgekehrt deinen Mann nicht. Kannst du das mit deinem Mann nicht besprechen? Gibt es vielleicht noch einen Großvater, der vermitteln könnte? Oder eine gute Freundin, deren Meinung auch dein Mann schätzt? Ich denke, es wird nur über eine Aussprache gehen, an der vielleicht noch andere teilnehmen, um dann deinem Mann deine Lage vermitteln zu können.

Da ich selber auch ein konsequenter Mensch bin, kann ich deinen Trennungswunsch verstehen. Andererseits ist der Anlaß für sich genommen vielleicht doch ein wenig zu nichtig, um deshalb schon die gesamte Familie zu zerstören. Letztlich kannst du es ja auch relativ bequem aussitzen. Ewig wird dein Mann schon nicht böse sein und zumindest die Schwiegermutter kommt jetzt schon nicht mehr ständig vorbei.
 
  • #5
Oh je! Das ist die typische Falle, in die man plumpst, wenn eine ach so gut meinende Übermutter alles an sich reißt und dabei den Sohn noch auf ihrer Seite weiß. Du tust mir sehr leid! Und selbst wenn Du in den ersten schwierigen Monaten mit dem Erstgeborenen hier und da Fehler gemacht haben solltest, rechtfertigt das nicht das Verhalten deiner Schwiegermutter. Leider auch nicht das Deines Mannes.

Still nicht ab, bevor Du selbst abstillen möchtest! Das ist wunderbar, auf diese Weise eine innige Beziehung zum Baby aufzubauen. Und wenn der Kleine nach sechs Monaten auch das Eine oder Andere zusätzlich probieren möchte, perfekt... Aber abzustillen, nur um ihn zur Oma mitnehmen zu können, die alles besser kann, ist ja wohl das Letzte.

Dieses Gespräch ist nun einen Monat her, mein Mann hat seit dem kaum mit mir gesprochen und wirft mir vor, ich hätte alles kaputt gemacht
Wenn Du Dich trennen möchtest, ist es nicht der schlechteste Zeitpunkt, es dann zu tun, wenn Du stillst. Klarer kann Deine Zuständigkeit für den Kleinen nicht gezeigt werden. Wenn ich Deinen Text so lese, hätte ich wahrscheinlich sogar Angst, dass mir mein Mann das Kind mit Hilfe seiner Mutter entziehen möchte.
Ich würde dieser Situation eigentlich gerne entfliehen und mich von meinem Mann trennen. Allerdings ist unser Sohn erst 4 Monate alt und ich will ihm das auch nicht antun.
Dein Sohn wird mehr unter Euren Spannungen leiden als unter einer klaren Trennung.
 
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  • #6
Schenk dem Ignoranten Muttersoehnchen das Stillbuch von Hannah Lothrop und schick ihn zurück zu seiner Mama. Damit tust du eurem Sohn einen Gefällen. Kein Gespräch in einem Restaurant bei Kerzenschein, für Romantik ist in dieser Beziehung, die Zeit abgelaufen. Hier geht es nur noch darum klare und deutliche Ansagen zu machen und zwar zum Wohle deines Sohnes.

M48
 
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  • #7
Wie alt ist denn das Schwiegermonster? Vielleicht hilft ja die Natur...

Ganz schön kurzsichtig dein Mann, dass nicht zu seiner eigenen Familie hält und an die von gestern gebunden ist.
 
  • #8
Liebe FS,

bitte stille nicht ab! Nimm Deinen Mann mit zum Kinderarzt, der ihm die Vorteile erklären kann, besorg Info-Material, rede ruhig mit ihm, sag ihm, dass das Stillen nicht für Dich elementar wichtig ist, sondern für das Kleine.

Ich finde den Tipp mit dem Restaurant gut. Organisiere Zweisamkeit, such das Gespräch mit Deinem Mann, vielleicht gibt es ein zärtliches, erotisches Ritual, das ihr beide immer geliebt habt? Zusammen baden, während das Kleine schläft? Kino?

Falls Dein Mann ausdauernd schmollt (so kommt es mir vor), musst Du einen Vermittler suchen- vielleicht einen besten Freund? Bitte sei geduldig, es ist eine schwierige Zeit für Männer - aber Du willst doch sicher Deinem Baby seine Familie erhalten, oder?
 
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  • #9
Das erinnert mich ganz stark an meine Zeit als junge Mutter.
Man ist noch hormonell noch nicht wieder völlig runter, man hat eben ein kleines Baby und ist besonders empfindlich, besonders wenn man angegriffen wird. Und dann kommt die liebe Schwiegermutter, die immer einen passenden Rat hat, die alles besser weiß und dir erklärt, dass du ja immer noch ein kleines Dummchen bist und sie von Kindererziehung ja schließlich viel mehr Ahnung hat. Und sie meint es wirklich gut - nur kommt es eben nicht gut an.
Der Mann steht dann zwischen den Parteien und wird aufgerieben. Natürlich sollte er zu seiner Frau stehen, aber er wird eben auch von seiner Mutter unter Druck gesetzt und hofft, dass seine Frau, mit der er ja öfter zusammen ist, einlenkt, denn vor ihr hat er weniger Angst als vor der eigenen Mutter.
Eine Trennung wäre nicht die Lösung. Du musst einfach versuchen, dich mit deiner Schwiegermutter auszusprechen. Sie muss verstehen, wie es in dir aussieht und wie ihre "Hilfe" bei dir ankommt. Da ich glaube, dass sie es wirklich gut meint, wäre es vielleicht sinnvoll, mit ihr ein Gespräch zu führen. Allerdings mit einer neutralen Person als Schlichter. Frag doch mal deinen Kinderazt, ob er eine Idee hat, wo man Hilfe bekommt, oder bei einer Sozialstation (Caritas) oder so. Dein Mann wird kein geeigneter Vermittler sein, er ist zu stark involviert.

Bei mir war der Streit mit der Schwiegermutter ähnlich und es ging über viele Jahre. Ich sollte übrigens auch abstillen, damit ich das Kind abgeben könnte und mir mal einen schönen Tag machen könnte. Sie hat mir dann erklärt, dass so viele Schadstoffe in der Muttermilch sind und ich außerdem meine Figur ruiniere. Jahre später haben wir das noch einmal aufgerollt. Sie hatte es wirklich gut gemeint, sie wollte mir mit ihren Erklärungen nur das schlechte Gewissen nehmen, wenn ich abstille. Bei mir kam damals aber an, dass meine Milch nicht gut genug für ihr Enkelkind ist, dass ich nicht genügend Milch habe, dass sie das Kind haben will und sie mir vorhält, dass ich es ihr absichtlich entziehe.
So unterschiedlich kann man das sehen.
 
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  • #10
Hallo FS

Ich fand den Beitrag von Gast 6 sehr symphatisch :)

Aber Spass beiseite! Ich hatte ein ähnliches Problem. Allerdings, zum Glück auch, bevor Kinder im Spiel waren. Meine Frau und ihre Mutter waren unzertrennlich, selbst bei deiner Distanz von nahezu 3000km!!! Über Skype und unsere tolle, moderne Kommunikationstechnologien war es bei uns so, als ob meine Schwiegermutter bei uns wohnen würde! Jedes noch so kleine Detail wusste sie, von ihren Einmischungen ganz zu schweigen!
Ich habe den Schlussstrich gezogen und bereue es nicht! Das Leben kann so nicht funkitonieren, und auf die Natur würde ich mich da nicht verlassen!

Viel viel Glück und dir und dem Kleinen alles gute!
 
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  • #11
Ich finde das Verhalten der Schwiegermutter und Deines Mannes total indiskutabel. Seine Mutter ist total übergriffig und dass er sich auf seine Seite schlägt, ist ein Schlag in Dein Gesicht.
Ich kann Deinen Wunsch schon verstehen, und dass Du über Trennung nachdenkst.

Den Vorschlag von #2 finde ich sehr gut. So würde ich es auch angehen.

W/43
 
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  • #12
Hallo FS,
Für mich stellt sich die Situation so dar, dass dein Mann und seine Mutter versuchen an einem Strang zu ziehen. Dein Mann hat wohl Schwierigkeiten damit, nicht mehr die erste Geige zu spielen. Vier Monate ist ja noch keine lange Zeit, ihr müsst ja selber erstmal herausfinden wie ihr als junge Familie funktioniert. Wäre auf mich (w55 vier Kinder) in der Anfangszeit jemand so massiv
auf mich zugekommen, hätte es viel Vertrauen zerstöhrt. Ich weiss, dass es, je nachdem wo du wohnst, gerade für junge Familien niederschwellige Angebote gibt: Stillcafe, Hebamme, Familienzentren. Such dir eine vertraute Person, bei der du dich aussprechen kannst, Stärkung holst und versuch eine Perspektive für euch zu entwickeln. Ich habe meine Kinder jeweils mindestens 1,5 J. gestillt.
 
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  • #13
Liebe FS

es ist nicht die erste Schwiegermutter, die eine Ehe zerstört. Der Sohn hatte sich wohl nie abgenabelt. Das kann nicht gut gehen. Mit vier Monaten wird Dein Sohn zwar eine räumliche Veränderung merken, wenn Du umziehst, und er wird vorübergehend unruhiger sein. Doch je früher Du gehst, desto selbstverständlicher ist die Familiensituation später für ihn. Was Du nicht darfst: dem Vater das Kind entziehen. Was das angeht musst Du über Deunen Schatten bringen, sonst nimmst Du dem Kind die Chance eine Beziehung zum Vater aufzubauen. Ich Wünsche Dir alles Gute!
 
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  • #14
Doch je früher Du gehst, desto selbstverständlicher ist die Familiensituation später für ihn.

Das ist eine äußerst gewagte These. Kinder sind nicht dumm. Sobald sie im entsprechenden Alter sind, merken sie unweigerlich, dass sich ihre Familienverhältnisse von denen der anderen Kinder grundlegend unterscheiden. Dem Vater eine untergeordnete/entbehrliche Rolle innerhalb der Familienkonstellation beizumessen ist ein fataler Trugschluss, den viele Mütter ziehen. Beispielsweise ließ sich nachweislich feststellen, dass Kinder alleinerziehender Mütter verstärkt unter Depressionen leiden.

Liebe FS, bei allem Verständnis für deine Situation muss ich mich doch fragen, warum du die Trennung als einzige Lösung in Betracht ziehst? Das Problem mit der überfürsorglichen Schwiegermutter tritt sehr häufig auf, muss aber doch nicht gleich mit der Radikallösung behoben werden.

Sprich mit deinem Mann. Mach ihm klar, dass dich das Problem derart belastet, dass du bereits an eurer Beziehung zweifelst und dann findet gemeinsam eine Lösung.
 
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  • #15
Also einmal ganz vorneweg: Du bindest das Kind nicht an Dich, sondern es ist Dein Kind - Euer Kind! Und die Schwiegermutter hat da erst einmal rein gar nichts zu melden! Du bist die Mutter, Du entscheidest! Und heute wird einiges anders gemacht als früher.
Abstillen? Vergiss es!

Dein Mann ist ein Muttersöhnchen!
Und deine Schwiegermutter vergeigt gerade die Möglichkeit, eine liebevolle Bindung zu ihrem Enkelkind aufzubauen. Denn wenn sie sich mit Dir nicht gut stellt, sieht sie ihr Enkelkind eben nicht mehr.
Du kannst ihr sagen, dass sie dir gerne erzählen kann, wie es bei ihr früher gehandhabt wurde, aber du bist du und sie ist sie. Vielleicht übernimmst du einiges, vielleicht nicht. Aber bleib bei DIR. Du machst das alles richtig. Deine Schwiegermutter muss lernen, dass du nun die wichtigste Person für Mann und Kind bist. Ihr müsst erst einmal Eltern werden. Und sie muss ihrer Rolle als Oma lernen.

Trennung? Auf keinen Fall!
Rede mit Deinem Mann! Sag, dass du ihn als deinen Mann und PArtner vermisst. Mach ihm keine Vorwürfe. Bleibt aber beim Reden miteinander. Vielleicht solltet ihr mal übers WE wegfahren? Als kleine Familie?

Alles Gute!
 
  • #16
In jeder Ehe und Familie gibt es aus unterschiedlichen Gründen Streit. Ich finde es verwunderlich, dass Du nach einem Monat an Scheidung denkst. Ihr seid verheiratet und habt ein Kind. Das sollte man nicht einfach wegwerfen.
Ich finde, jeder sollte einen Gang zurückschalten. Das ganze ist eine Scheidung nicht wert. Manche junge Frau wäre über Hilfe und Unterstützung von Mutter/ Schwiegermutter froh. Redet einfach in Ruhe miteinander und versucht die Sache aus der Welt zu schaffen. Bei der Trennung gibt es nur Verlierer.

Sieh es mal so: Immerhin hat Deine Schwiegermutter mindestens ein Kind groß gezogen. Dabei hat sie sicher auch nicht alles richtig gemacht, würde Dir aber gern ihre Fehler ersparen.
 
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  • #17
In jeder Ehe und Familie gibt es aus unterschiedlichen Gründen Streit. Ich finde es verwunderlich, dass Du nach einem Monat an Scheidung denkst. Ihr seid verheiratet und habt ein Kind. Das sollte man nicht einfach wegwerfen.

Sicher, das ist keine Lösung. Dieser Schnellschuss der FS führe ich allerdings auf die hormonelle Umstellung so kurz nach der Geburt zurück. Sie ist jetzt (von natur aus) voll und ganz Mutter und greift jeden an, der ihr und ihrem Kind gefährlich werden könnte. Wie eine Löwenmutter. Das ist völlig normal.

Manche junge Frau wäre über Hilfe und Unterstützung von Mutter/ Schwiegermutter froh. Redet einfach in Ruhe miteinander und versucht die Sache aus der Welt zu schaffen. Bei der Trennung gibt es nur Verlierer.

Ja, man ist froh über Hilfe und Unterstützung. Aber das ist es hier nicht, sie will keine Hilfe und keine Unterstützung. Beides wird ihr aufgedrängt und sie muss sich dagegen wehren.
Die Oma muss lernen, dann zu helfen, wenn sie um Hilfe gebeten wird.

Sieh es mal so: Immerhin hat Deine Schwiegermutter mindestens ein Kind groß gezogen. Dabei hat sie sicher auch nicht alles richtig gemacht, würde Dir aber gern ihre Fehler ersparen.

Ja, sie hat ein Kind großgezogen. Sie hat aber IHR Kind großgezogen und hat deswegen nicht das Recht, ein anderes Kind großzuziehen. Sie hatte als junge Frau wohl auch das Recht auf eigene Fehler und diese sollte sie auch der Schwiegertochter zugestehen. Nachdem sie ihren Sohn trotz der Erziehungsfehler gut erzogen hat, dürfte das die Schwiegertocher doch wohl auch können. Sie zeigt ihr aber, dass sie ihr das nicht zutraut.
Solche Äußerungen wie sie solle mit dem Stillen aufhören - das geht absolut nicht. Das geht sie nichts an und das greift in die natürlichste Verbindung von Mutter und Kind ein.

Deine Äußerungen sind typisch für einen Mann - so könnte auch der Ehemann der FS reagieren. Jede Frau, die selbst schon in der Situation der FS war, wird sie verstehen. Sie MUSS sich gegen diese Einmischungen wehren, das ist sie sich, ihrem Kind und ihrer Ehe schuldig.
Die Frage ist nur wie. Ich wäre für ein offenes Gespräch, möglichst in neutraler Umgebung, damit es nicht zum lauten Streit kommt. Aber es muss ausgesprochen werden.
 
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  • #18
Dingend mit Mann und dessen Mutter zum Familientherapeuten!!!
Wenn Mutter nicht mitmacht, dann halt nur mit ihm - aber mit dem späteren Ziel, dass Du Dich auch mit ihr persönlich auseinandersetzen kannst (im geschützten Umfeld beim Therapeuten)

Wenn da gar nichts bei rauskommt, kannst du immer noch Deinen Mann verlassen. Aber nicht jetzt schon.

Übrigens wird es nicht gehen ohne Anerkennung dessen, dass Dein Mann in einer scheiß-unbequemen zwische Dir und seiner Mutters steht. Gar keine frage, dass Du seine Unterstützung forderst und fordern darfst. Aber so berechtigt diese Fordreung auch ist: Dass er sie gerade nicht erfüllen kann ist nicht, weil er "böse" ist oder so, sondern halt weil er mit seiner Mutter irgendwie verstrickt ist. Da hilft "fordern" nicht, das wäre so wie zu fordern: "hab jetzt gute Laune" oder "sei doch mal entspannt" - das geht nicht.

Viele Glück!!
 
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  • #19
Übrigens wird es nicht gehen ohne Anerkennung dessen, dass Dein Mann in einer scheiß-unbequemen zwische Dir und seiner Mutters steht. Gar keine frage, dass Du seine Unterstützung forderst und fordern darfst. Aber so berechtigt diese Fordreung auch ist: Dass er sie gerade nicht erfüllen kann ist nicht, weil er "böse" ist oder so, sondern halt weil er mit seiner Mutter irgendwie verstrickt ist. Da hilft "fordern" nicht, das wäre so wie zu fordern: "hab jetzt gute Laune" oder "sei doch mal entspannt" - das geht nicht.

Da gebe ich dir vollkommen recht. Der Mann sitzt zwischen den Stühlen. Als Frau mit größeren Kindern kann man das vielleicht eher verstehen. Wenn ich mir vorstelle, dass meine Schwiegertochter erwartet, mein Sohn solle sich zwischen ihr und mir entscheiden. Nein, das geht nicht, egal was ich als Schwiegermutter getan habe. Aber ich selbst würde ihn natürlich auch nie vor die Wahl stellen.
Das Problem muss in erster Linie zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter gelöst werden. Eigentlich sollte die Mutter des Mannes mit ihrer (scheinbarer) Erfahrung doch wissen, wie man sich als junge Mutter fühlt. Es wäre an ihr, ihre Hilfe anzubieten ohne sie aufzudrängen.
Ich glaube auch, eine Familientherapie wäre eine gute Lösung.
 
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  • #20
Ich sehe hier nirgends ein Problem zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter. Einzig und allein das Muttersöhnchen hat hier ein Problem, vor dem er sich feige drueckt. Er hat jetzt eine eigene Familie, die er vor Uebergriffen zu bewahren hat, und wenn es die eigene Mutter ist. Ich wäre nicht gern der Sohn von so einem Weichei.

M48
 
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  • #21
dein mann ist ja ein schätzchen. er sollte seiner mutter klipp und klar sagen: bis hier hin und nicht weiter. tja und wenn er das nicht kann, würde ich an deiner stelle zu den schwiegereltern fahren und denen mal genau die situation erklären. wenn junior schon zu überfordert ist, mußt du das heft in die hand nehmen.

du wirst doch wegen solch einem "quatsch" nicht deine ehe aufs spiel setzen, es sei denn......dies ist nur 1 vorfall aus vielen.

dein mann muss lernen dass er eine eigene familie hat und zu dieser steht MANN

w54
 
  • #22
Die FS ist keine "Gebärmaschine" die das gewünschte Kind + Enkelkind "abliefert."

Kindeswohl hat Vorrang. Somit auch die Muttermilch. Sie ist enorm wichtig für jedes Kind.
Die Schwiegermutter hat danach immer noch Zeit genug, um sich als Oma zu betätigen.
Aber darf nicht egoistisch über das Kind bestimmen. Es ist nicht das Kind der Schwiegermutter - basta !
Außerdem hat sie juristisch m.E. keine Rechte an dem Kind. Und das kann für sie ggf. auch ganz anders ausgehen.

Man muß hier aufpassen, daß die Schwiegermutter sich nicht noch mehr in eine "Mutterrolle" hinein steigert. Und den Enkel und ihren Sohn weiter und extremer bemuttern will.

Nicht daß die Schwiegermutter vielleicht eines Tages der FS ihr Kind m.o.w. entzieht.
Weil sie glaubt, alles besser zu können als die FS ?
Und stets mit ihrer Überzeugung:"Aber ich habe es doch nur gut gemeint."
Auch dann, wenn sie von der Polizei in Handschellen gelegt wird, und sich vor Gericht wegen Kindesentzug verantworten muß ? - Soweit sollte man es nicht kommen lassen.

Der Mann sollte zu seiner Frau und seinem Kind stehen. Und nicht "waschlappenweich" seiner Mutter "gehorchen" wollen.

Die FS muß für ihr Kind kämpfen. Das Kind ist hilflos und braucht seine Mutter, eigentlich seine Eltern, die es schützen und verteidigen.

Der Kindsvater muß noch Einiges lernen. Vermutlich ist dies sein erstes, leibliches Kind.
Also mit ihm Geduld haben. Und viel mit ihm reden. Aber nicht zaghaft, sondern partnerschaftlich.
Und wenns nötig ist, eher wie eine Lehrerin.

Das muß keine Trennung sein. Es ist besser, wenn die Familie zusammen bleibt.
Aber der Kindsvater muß noch lernen, und die Schwiegermutter muß Distanz lernen.
Beurteilung und Kritik an der Kinderversorgung und Haushalt steht dem Mann+Kindsvater zu, nicht der Schwiegermutter. Denn die FS kritisiert ja auch nicht deren Haushalt etc.

Denn eine Trennung wäre ungleich drastischer. Die Mutter beschafft sich ggf. das alleinige Sorgerecht.
Der Kindsvater bekommt nur sein Umgangsrecht. Und die Schwiegermutter Hausverbot. Und allenfals Fotos von ihrem Enkel. Denn rechtlich kann es auch so werden.

Die FS ist weit stärker, als sie selber glaubt. Sowohl rechtlich, als auch persönlich.
Ein Gespräch oder Telefonat mit dem Jugendamt kann sie beraten und aufklären.
Und auch den Kontakt mit einem Mütter- und Familienzentrum suchen.
So merkt die FS, daß sie nicht "alleine" mit dem Kind da steht. Sondern Verbündete haben kann.
 
  • #23
Liebe FS, gib bitte nicht zu schnell auf!

Bitte deine Schwiegermutter, euch für ein paar Wochen alleine zu lassen, um das Eltern- Dasein zu zweit genießen zu können.

Für dich und das Baby ist es schädlich, wenn du jetzt ein solches, persönliches Problem mit dir herum schleppst. Du brauchst jetzt alle Kraft, um dich um dein Kind zu kümmern, und um wieder ein gutes Verhältnis mit deinem Mann zu erlangen. Er müsste sich jetzt wirklich beschützend vor seine kleine Familie stellen, sich (selbstverständlich!) eindeutig auf deine Seite schlagen und deine Bitte um eine Besuchspause unterstützen. Mit der Geburt eures Kindes ist er nicht in erster Linie Sohn, sondern Vater mit Verantwortung für das Wohl der Familie.
 
  • #24
Das gleiche Problem hatte ich mit meiner eigenen Mutter!
Als unser erstes Kind geboren war, entwickelte sie plötzlich Muttergefühle für den Enkel. Nichts konnte ich richtig machen, alles wußte sie besser. Ich habe sie auch relativ häufig mit dem Baby besucht. Und das ganze hat mich ziemlich aufgeregt, sodaß meine Muttermilch weniger wurde, um schließlich fast ganz zu versiegen.
Darauf hin habe ich meiner Mutter klipp und klar gesagt, daß dies mein Kind sei und ich allein entscheide, welche Windeln ich meinem Kind wie umbinde (damals gab es noch die Stoffwindeln). Auch da kam das Argument, aber ich will dir doch nur helfen! Nein, du hilfst mir nicht hab ich gesagt, meinen Sohn in den Kinderwagen geschnürt und bin gegangen.
Als hernach die Anrufen kamen, was denn los sei usw. auch von meinem Vater, ist mein Mann ans Telefon gegangen und hat erklärt, daß ein solcher Machtkampf mir und dem Baby nicht gut täten und wir sie deshalb vorerst meiden würden.
Sicherlich hatte ich da mit meinem Mann mehr Glück, aber was ich dir hiermit sagen möchte: Es ist euer Kind und euer Leben und wenn dein Mann findet, du hättest alles kaputt gemacht, dann würde ich ihn vorläufig in dem Glauben lassen, soll er doch zu Mama gehen, was glaubst du, was die ihm erzählen wird! Ehe im Eimer, das Goldenkelchen komplett aus ihrem Einflußbereich weg. Die wird schneller auf dich zukommen, als du denkst....und dann bestimmst du die Regeln.
 
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