• #301
Klar, aber selbst bei unberechtigten Erwartungen kannst du niemandem verwehren oder vorschreiben, ob er sich deshalb trennt?
Vorschreiben kann man da eh nichts. Aber als einer von vielen Ratgebenden hier im Forum, kann man einen Ratsuchenden natürlich darauf hinweisen, das ist deine Erwartungen weniger bis gar nicht berechtigt sind?! Davon könnte derjenige sogar für die Zukunft was lernen, nämlich sich hinterfragen, wie berechtigt seine konkreten Erwartungen sind.
Das Gegenteil wäre, jedermann zu sagen: oh, deine Erwartungen, deine Wünsche deine Bedürfnisse, sollten das Maß aller Dinge für dich sein. Jemand anders befriedigt sie nicht? Trenne dich von diesem anderen und belege ihn mit Kontaktsperre.
Ein Mittelweg liegt darin zu sagen: dein Wunsch und dein Bedürfnis erkenne ich an, aber sind sie wirklich so wichtig, dass ihre Nichterfüllung gleich radikale Schritte bzw ein Beziehungsende erfordert?
 
  • #302
Vorschreiben kann man da eh nichts. Aber als einer von vielen Ratgebenden hier im Forum, kann man einen Ratsuchenden natürlich darauf hinweisen, das ist deine Erwartungen weniger bis gar nicht berechtigt sind?!
Ja klar, aber auch das geht ja immer nur aus der eigenen Sicht. Im anderen Thread empfindest du die Erwartungen des FS schon fast als Stalking, ich halte sie für relativ normal, nur die Angebetete passt eben so gar nicht zu seinen Erwartungen an eine Beziehung. Ändern würde ich mittlerweile z.B. nur noch etwas, was mich selbst an mir stört, z.B. Unausgeglichenheit (soweit beeinflussbar) oder Kontrollsucht (wenn ich sie hätte). Mein Nähe/Distanzbedürfnis gehört aber definitiv nicht dazu, sicher kann man die eigenen Grenzen da minimal anpassen, aber mehr auch nicht. Klafft das zu sehr auseinander, ist eine Trennung sicher die bessere Alternative, da sonst langfristig immer einer leiden wird.
Davon könnte derjenige sogar für die Zukunft was lernen, nämlich sich hinterfragen, wie berechtigt seine konkreten Erwartungen sind.
Da gebe ich dir recht, ABER auch, siehe oben.
Das Gegenteil wäre, jedermann zu sagen: oh, deine Erwartungen, deine Wünsche deine Bedürfnisse, sollten das Maß aller Dinge für dich sein. Jemand anders befriedigt sie nicht? Trenne dich von diesem anderen und belege ihn mit Kontaktsperre.
Das finde ich ein wenig zu überspitzt und so ist es auch nicht gemeint. Letztlich ist es immer eine Sache zwischen beiden Partnern, wenn es Diskrepanzen gibt, wie diese damit umgehen. Werden Grundbedürfnisse nicht erfüllt, wird es eben schwierig..

Würde mein Partner z.B. zur Fortsetzung der Beziehung von mir erwarten, dass ich Trainingseinheiten für Triathlonwettkämpfe in seiner Preisklasse absolviere und auch an allen Wettkämpfen teilnähme, wäre ich raus - weil es für mich total überzogene Erwartungen wären, da ich mit einer solchen Anspruchshaltung an sich auch ein Problem hätte..
Entweder wir könnten uns auf einen Kompromiss einigen und es reicht ihm, was ich freiwillig an Sport absolviere oder es wäre für ihn SO wichtig, dass er ohne die Erfüllung die Beziehung eben beenden müsste oder ich.
Ein Mittelweg liegt darin zu sagen: dein Wunsch und dein Bedürfnis erkenne ich an, aber sind sie wirklich so wichtig, dass ihre Nichterfüllung gleich radikale Schritte bzw ein Beziehungsende erfordert?
Der Ansatz allgemein gesehen ist gut, aber eben immer eine individuelle "Verhandlungssache" zwischen den jeweiligen Partnern. Denn was der eine als unmöglich empfindet, sieht ein anderer als halbwegs normal bzw. erfüllbar an und es entsteht erst gar kein Problem.
 
  • #304
Der Ansatz allgemein gesehen ist gut, aber eben immer eine individuelle "Verhandlungssache" zwischen den jeweiligen Partnern.
Ich glaube, es ist zunächst nicht mal eine Verhandlungssache zwischen den Partnern. Es ist zunächst mal eine Verhandlungssache sozusagen in einem selbst.
Verhandlungssache zwischen den Partnern kann nur sein, ob sie sich Dienstag, Donnerstag oder Samstag oder von Dienstag bis Samstag oder nur Dienstag treffen. Verhandlungssache in einem selbst wäre dann, wir mit dem Verhandlungsergebnis der Verhandlung zwischen den Partnern umgeht.
 
  • #305
Aber das kommt doch ganz auf die Erwartungen an! Es gibt berechtigte und unberechtigte Erwartungen, oder?
Nein, Du kannst alle Erwartungen haben, die Du willst, ob sie erfüllt werden, ist die andere Sache.
Wer eine Beziehung führt, die nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, hat den falschen Partner.
Raum für Kompromisse und Flexibilität ist deswegen trotzdem da, eigene Vorstellungen, Erwartungen bedeutet, geht es mir an diesem Punkt gut damit, ist es mir egal oder stört es mich. Stört es mich zeigt es, Partner passt nicht.
 
  • #306
Für stellt sich die Frage was sie Beziehung wert war wenn sich einer wegen sexuellen Nebensächlichkeit trennt
Für Dich stellt sich die Frage, für jemand anderen ist Kondom oder nicht eine wichtige Frage, da hängt das Wohlgefühl beim Sex ab, und was für einen Nebensache ist dem anderen wichtig. Eine Partnerschaft, in der ich mich nicht zufrieden fühle, ist nichts wert.
 
  • #307
Für Dich stellt sich die Frage, für jemand anderen ist Kondom oder nicht eine wichtige Frage, da hängt das Wohlgefühl beim Sex ab, und was für einen Nebensache ist dem anderen wichtig. Eine Partnerschaft, in der ich mich nicht zufrieden fühle, ist nichts wert.
Benutzt ihr denn alle Kondome mit Reißnägeln innen drin oder mit Tabasco von innen beschichtet?
Die paar Prozent, wenn überhaupt, die man ganz eventuell weniger spürt, zu so einem Drama machen. Völlig unverständlich.
 
  • #308
Wer eine Beziehung führt, die nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, hat den falschen Partner.
Ganz genau
Und nach vielen Jahren kann die Kompromissfähigkeit in einigen wenigen Punkten auch steigen.

Es gibt Frauen, die würden einen selbsternannten "Sexexperten" hochkant rausschmeissen, da er nur einmal im Jahr kann und / oder will. Und Sex mehr oder weniger nur aus Büchern kennt. Seine Kondome dürfte er bestimmt mitnehmen. Andere Frauen dagegen sind mit einem solchen ganz zufrieden - weil sie anderweitig ausgelastet sind oder selbst keine Lust haben. Und die 5 Minuten an Weihnachten eben ertragen..... oder auch mal vergessen.

Männer haben Bedürfnisse.
Frauen haben Bedürfnisse.

Stimmen die nicht überein - bleibt es bei einem Glas Wein.
 
  • #309
Benutzt ihr denn alle Kondome mit Reißnägeln innen drin oder mit Tabasco von innen beschichtet?
Die paar Prozent, wenn überhaupt, die man ganz eventuell weniger spürt, zu so einem Drama machen. Völlig unverständlich.
Ich glaube die strikte Ablehnung von Kondomen hat am ehesten einen psychischen Hintergrund.

Sie ist jedenfalls rational nicht zu begründen also insgesamt irrational.

Dazu gehört auch das Ausblenden, dass nur Kondome und sonst nichts anderes vor der Übertragung sexueller Krankheiten schützt und die Pille mit vielfältigen gesundheitlichen Nachteilen für die Frau verbunden ist.

Die These, dass man Menschen ansieht, dass sie mit einer entsprechenden Krankheit infiziert bzw. "sauber" sind kommt mir vor wie der Glaube an Voodoo.

Und kurz vor einer geplanten Elternschaft, dass war hier doch auch ein Aspekt (?), die Pille anzusetzen hat etwas von Wissenschaftsleugnung.

Aber jeden das seine. Ich bin also keineswegs für eine Kondompflicht 😎
 
  • #311
Klar ist eine Trennung immer legitim.
Für stellt sich die Frage was sie Beziehung wert war wenn sich einer wegen sexuellen Nebensächlichkeit trennt
Also für mich ist es keine Nebensächlichkeit, denn Sex gehört für mich zu einer Beziehung dazu und ist wichtig, demzufolge auch, dass ich mich dabei wohl fühle.

Das gestehe ich einem Mann genauso zu, wenn er meint, sich mit Kondom nicht wohlfühlen zu können.

Aber zu dem Zeitpunkt zu dem ich das feststelle ist es doch noch keine Beziehung? Das ist die Kennenlernphase. Und nach ein paar Mal Sex würde ich auch über dieses Thema sprechen.

Es wäre für mich also keine 'Beziehungen hinwerfen', sondern lediglich ein 'Kennenlernen abbrechen' mit einem sexuell nicht passfähigen Partner.
Daher halte ich es durchaus für angebracht, mit dem Sex nicht allzu lange beim Kennenlernen zu warten.
 
  • #312
Es gibt Frauen, die würden einen selbsternannten "Sexexperten" hochkant rausschmeissen, da er nur einmal im Jahr kann und / oder will. Und Sex mehr oder weniger nur aus Büchern kennt. Seine Kondome dürfte er bestimmt mitnehmen.
Na, mal wieder ein unmotivierter persönlicher Angriff, der mit der Thematik nix zu tun hat.
So alt und doch kein bisschen Weise?
 
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  • #313
Passung, fehlende Passung zieht sich durch alle Fragen um Partnerschaft, Partnerschaften scheitern an fehlender oder verschwundener Passung, und Passung betrifft gerade auch Sex, ob wenig /viel Gewicht, Vorlieben, Neigungen. Es ist ok, wenn jemandem Sex und alles drumherum nicht wichtig ist, so jemand braucht den Partner, der das auch so sieht, ein anderer Mensch braucht jemand anderen.
Daher halte ich es durchaus für angebracht, mit dem Sex nicht allzu lange beim Kennenlernen zu warten
Zum Kennenlernen gehören alle Seiten eines Menschens.
 
  • #314
Aha ...... nun, dann werden wir doch mal deutlicher.

Es gibt Menschen, die unfallfrei keinen Liter Wasser warm bekommen. Wenn diese Leute dann versuchen, anderen, die immerhin Spaghetti hinbekommen, Ravioli erwärmen können oder ein Kotelett braten .... und zwar ohne die ganze Küche zu zerlegen, gegenüber den Sternekoch rauszuhängen, dann ist das einfach nur lächerlich.

Die paar Prozent, wenn überhaupt, die man ganz eventuell weniger spürt, zu so einem Drama machen. Völlig unverständlich

..... meinte der "Sexprotz", der einmal im Jahr .......
 
  • #315
Aha ...... nun, dann werden wir doch mal deutlicher.

Es gibt Menschen, die unfallfrei keinen Liter Wasser warm bekommen. Wenn diese Leute dann versuchen, anderen, die immerhin Spaghetti hinbekommen, Ravioli erwärmen können oder ein Kotelett braten .... und zwar ohne die ganze Küche zu zerlegen, gegenüber den Sternekoch rauszuhängen, dann ist das einfach nur lächerlich.



..... meinte der "Sexprotz", der einmal im Jahr .......
Du hast es also wirklich nicht verstanden. Naja, ist dann hat so.
 
  • #318
Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen ungeschützt bei einem ONs und Sex mit meinem Partner. Wenn ich meinem Partner misstrauen würde, beende ich.
Ein Kondom KANN als Schutz genutzt werden, muss nicht und die Nutzung ist nicht zwangsläufig ein Ausdruck von Misstrauen, der Eine mag nur mit, die Andere ohne, wie Geschmack insgesamt individuell ist.
Schade, solche Unterschiede zu erklären.
 
  • #319
Die These, dass man Menschen ansieht, dass sie mit einer entsprechenden Krankheit infiziert bzw. "sauber" sind kommt mir vor wie der Glaube an Voodoo.
Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen ungeschützt bei einem ONs und Sex mit meinem Partner.
Es geht in beiden Fällen darum, jemanden einschätzen zu können. Oder zu glauben, dass man das kann. Ich habe zB nie ONS gehabt, aber ob es bei einem Mal bleibt, wusste ich davor ja auch nicht.
 
  • #320
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