• #1

Tut sich trennen SO weh? Angst vor´m allein sein?

Ich habe mich nach 14 Jahren und vielen Versuchen die Beziehung zu kitten von meinem Mann getrennt.
Ich wohne aber noch in unserer Wohnung bei ihm.
Obwohl mir meine Argumente selber schlüssig erscheinen frage ich mich dennoch oft ob ich das "richtige" tue.
Ich kann es nicht ertragen wenn er Alkohol trinkt, er tut es aber gerne mal.
Ich habe keinerlei Lust auf Sex mit ihm oder Körperlichkeit die über keusche Umarmungen hinaus gehen.
Seitdem ich aber mit dem Gedanken spielte mich zu trennen krampfte sich jedes mal mein Bauch zusammen wenn ich daran dachte wie sehr er mich liebt oder wenn ich ihn mir alleine in der Wohnung vorstellte. Der Gedanke an Trennung tat mir sehr weh. Nun sind wir "getrennt", führen aber unser "Bruder - Schwester" Leben weiter wie bisher. Ich möchte plötzlich wieder in den Arm genommen werden und bin damit auch ganz entspannt, seitdem er nicht mehr versucht mich zu küssen ect.
Auszug ist geplant für Mitte März - ich habe Angst davor.
Warum tut Trennen so weh? Oder ist da noch Liebe und es tut mir deshalb so weh?
Meine Freundin sagt ich verwechsle Freundschaft mit Liebe - kann das sein? Ist es einfach weil wir uns so lange kennen? Ich war 16 und er 19 als wir uns kennen lernten...
 
G

Gast

  • #2
Ehrlich gesagt, wundert es mich, dass er dich SO liebt.Du schreibst nur, was dich alles an ihm stört. Sex oder gar nur Berührungen sind dir zutiefst unangenehm. Er trinkt Alkohol - heisst das, er ist Alkoholiker? Ich verstehe ehrlich gesagt, dein ganzes Posting nicht.

W38
 
  • #3
Hallo,
Der Mensch ist nun mal ein "Rudeltier". Wir haben Millionen Jahre in Gruppen, Sippen, Familien gelebt. Noch bis vor wenigen Generationen mit mehreren Generationen unter einem Dach. Der Ausschluss aus der Gesellschaft galt seit Menschengedenken als schwerste Bestrafung und so sind mit der Vorstellung, allein zu sein, Urängste verbunden.
Deine Reaktion ist also aus meiner Sicht völlig normal und muss mit Liebe nichts zu tun haben.

Ich würde Dir dringend raten, Dir einerseits therapeutische Hilfe zu suchen, um nicht tiefer in den Strudel hineinzugeraten. Außerdem verbringe viel zeit mit Deinen Freunden. Diese können Dir am besten helfen.
Viel Erfolg!
 
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G

Gast

  • #4
Warum hast Du ihn das angetan und ihn geheiratet, wenn Du ihn nicht liebst? Wäre es dann nicht das beste gewesen, ihr wäret nie zusammengekommen? Hattest Du schon am Tag Eurer Hochzeit das Gefühl, ihn nicht zu lieben?

m.
 
G

Gast

  • #5
Liebe FS,

er ist dein erster Mann im Leben gewesen. Schade, dass dir damals keiner gesagt hat, dass eine kluge Frau nie den ersten Mann im Leben heiraten sollte.

Dir fehlt die Erfahrung einer Trennung. Angst brauchst du nicht zu haben. Es geht im Leben immer weiter. Hole dir eine Stütze, Freundin, Eltern oder vielleicht auch prof. Hilfe seitens einer kirchlichen Lebensberatung.

Freue dich, du stehst am Anfang eines neuen Lebens. Du kannst so viel gutes über dich selbst entdecken und bist hoffentlich finanziell unabhängig.

Ich empfehle dir noch ein Buch: Liebe dich selbst und es ist egal wen man heiratet. Der Buchtitel ist etwas irritierend, aber wer das Buch wirklich gelesen und verstanden hat, wird das ganze Thema Liebe aus ganz neuen Augen sehen und auch seelisch heilen können.

Mir hat das Buch die Augen geöffnete, ich hätte es gerne 20 Jahre früher gelesen. Ich hätte mir einiges an Kummer und Zweifel, Sorgen, Ängste erspart.

w 49
 
  • #6
Ehrlich gesagt, wundert es mich, dass er dich SO liebt.Du schreibst nur, was dich alles an ihm stört. Sex oder gar nur Berührungen sind dir zutiefst unangenehm. Er trinkt Alkohol - heisst das, er ist Alkoholiker? Ich verstehe ehrlich gesagt, dein ganzes Posting nicht.

W38
Ich kann nicht sagen warum er mich liebt, das kann er selber nicht. Es ist einfach so und er erwartet auch nichts von mir - so drückt er selber sich aus.
Nein, er ist wohl kein Alkoholiker, kann aber schwer eine Party überstehen ohne am nächsten Morgen völlig betrunken heim zu kommen. Ich habe eine schwere Aversion dagegen, weil meine Mutter Alkoholikerin ist und ich als Kind jeden Tag hilflos und damit überfordert war mich um Mama zu kümmern.
Ich schreibe nur was mich an ihm stört, weil es darum geht, dass ich der Initiator der Trennung war und nachhaken möchte ob meine Gründe plausibel erscheinen...

LG Primus
 
  • #7
Ich empfehle dir noch ein Buch: Liebe dich selbst und es ist egal wen man heiratet. Der Buchtitel ist etwas irritierend, aber wer das Buch wirklich gelesen und verstanden hat, wird das ganze Thema Liebe aus ganz neuen Augen sehen und auch seelisch heilen können.

w 49
Ich habe Angst, dass mich dieses Buch noch mehr durcheinander bringt. Ich glaube so schon, dass ich kein Recht habe ihm das anzutun...
 
  • #8
Warum hast Du ihn das angetan und ihn geheiratet, wenn Du ihn nicht liebst? Wäre es dann nicht das beste gewesen, ihr wäret nie zusammengekommen? Hattest Du schon am Tag Eurer Hochzeit das Gefühl, ihn nicht zu lieben?

m.
Nein! Ich tat alles in bestem Wissen und Gewissen und war überzeugt ihn zu lieben.
Ich liebe ihn auch jetzt wohl noch - zumindest platonisch. Die Körperlichkeit fehlt.
 
G

Gast

  • #9
Du solltest dieses Buch (Liebe dich selbst ...) NICHT lesen. In der gegenwärtigen Situation brauchst Du anderes als das! Es gibt bessere Ratgeber, als diesen!

Du siehst einer ziemlichen Veränderung in Deinem Leben entgegen, mußt Dich vielen Situationen ohne Mann an Deiner Seite stellen und bist das nicht gewohnt - das ängstigt zunächst einmal. Was Du hast, auch wenn es Dich nicht glücklich macht, weißt Du - was da kommt natürlich noch nicht. Dieses Gefühl spürst Du gerade und es verunsichert Dich.

In vielen Jahren des Zusammenseins ist natürlich ein Gefühl der Vertrautheit entstanden, Du kennst diesen Mann und viele seiner Facetten - das hat mit Liebe nichts zu tun, ob es als Freundschaft Bestand haben könnte, wird sich zeigen müssen.

Du glaubst, es wäre nicht in Ordnung, ihm die Trennung anzutun?? Ist es denn in Ordnung, Dir das Zusammenleben ohne Liebe weiter anzutun??

Es ist unehrlich, sich selbst und dem Partner gegenüber, ein Leben weiterzuleben, dass nicht mehr zu Dir paßt! Das solltest Du Dir bewußt machen.
Du hast die Pflicht, Dir und Deinem Partner gegenüber, diesbezüglich aufrichtig und auch konsequent zu sein, Euch die Chance auf ein neues Glück in anderer Konstellation zu geben.
 
G

Gast

  • #10
Liebe FS,

ich kann es Dir gut nachfühlen, wie es in Dir momentan zugeht. Nach 14 Jahren eine so gravierende Lebensänderung herbeizuführen, bedeutet sehr viel.
Ihr habt eine lange-sehr wichtige Zeit-miteinander verbracht. Du bist so um die dreissig, das ist jetzt ein Erwachsenenalter, im Gegensatz zu 16 Jahren, als ihr zusammengekommen seid.
Damals wusstest DU sicherlich nicht genau, was Du wolltest.
Das ist eben jetzt anders.

Ich rate Dir von Herzen: Mach Dir nicht so großen Druck. Geh nach Deinem Gefühl. Ich denke, Dir fehlt irgendetwas in Deiner jetzigen Beziehung, was DU vielleicht noch nicht benennen kannst, brauchst Du auch nicht.
Irgendwas in Dir hat vielleicht Sehnsucht nach einer Liebesbeziehung, die von Anziehung und einer anderen Form von Liebe geprägt ist.
Ich bin überzeugt davon, dass DU Deinem Partner und umgekehrt sehr viel bedeutest. Ihr werdet ja auch nach Deinem Auszug noch Kontakt miteinander haben, da ihr Euch ja nicht im Streit trennt.
Lass Dir Zeit, schaut Euch an, wie es Euch dann so geht, vielleicht ergeben sich Gespräche oder auch nicht.
Du solltest es auch mal wissen, wie es ist, alleine zu leben. Vielleicht brauchst Du auch nur diese Erfahrung.
Es ist ja alles immer änderbar. Vielleicht brauchst Du nur eine Zeit für Dich alleine und wer weiss, was kommt!

Mir ist es jedenfalls genauso gegangen wie Dir. Ich bin damals von meinem damaligen Partner einfach gegangen. Ich bin jetzt 45 Jahre alt und sehr dankbar für meinen Mut.
Ich hatte dieselben Ängste wie Du, aber ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diesen Schritt damals gemacht habe. Ich bin wirklich erst damals erwachsen geworden, selbständig und bin erst damals draufgekommen, was ich wirklich will. Klar isst nicht immer einfach gewesen, aber wäre ich geblieben, wäre ich zum unselbständigen Hausmütterchen mutiert...
Alles gute!
 
  • #11
Dieses Gefühl spürst Du gerade und es verunsichert Dich.
Das kann sein, ja. Ich weiß, dass ich mich nach so vielen malen jetzt mal endgültig abnabeln muss - oder eben DA bleiben?


*
In vielen Jahren des Zusammenseins ist natürlich ein Gefühl der Vertrautheit entstanden, Du kennst diesen Mann und viele seiner Facetten - das hat mit Liebe nichts zu tun, ob es als Freundschaft Bestand haben könnte, wird sich zeigen müssen.
Wie unterscheidet sich denn Liebe dazu?
Ich denke schon, dass ich ihn "liebe" - nur würde ich mit meinem Bruder genauso "intim" werden wie mir meinem Mann - eben gar nicht...
Ist das das Zünglein an der Waage? Dass man in meinem Alter noch an "Anziehung" glauben darf?

LG Primus
 
  • #12
Liebe FS,

ich kann es Dir gut nachfühlen, wie es in Dir momentan zugeht. Nach 14 Jahren eine so gravierende Lebensänderung herbeizuführen, bedeutet sehr viel.
Ihr habt eine lange-sehr wichtige Zeit-miteinander verbracht. Du bist so um die dreissig, das ist jetzt ein Erwachsenenalter, im Gegensatz zu 16 Jahren, als ihr zusammengekommen seid.
Damals wusstest DU sicherlich nicht genau, was Du wolltest.
Das ist eben jetzt anders.
Damals wusste ich nur, dass ich von zuhause weg wollte!!! Mama am trinken und zu Papa auf´s Land ziehen wollte ich in dem Alter auch partout nicht!
Mein Mann kam da vielleicht sehr recht. Er hatte ein Auto und bot die Möglichkeit zumindest zeitweise dem Alltag zu entfliehen.
Mittlerweile habe ich auch ein knappes Jahr Therapie hinter mir, und habe gelernt, dass ich auf mich achten darf und auch meine Bedürfnisse mal im Vordergrund stehen dürfen. Trotzdem kommt es mir egoistisch vor, wenn ich sage dass ich nicht ertrage wenn er betrunken ist. Andererseits, wenn er sagt er möchte es nicht aufgeben denke ich mir, es ist sein gutes Recht Alkohol zu trinken...


Ich rate Dir von Herzen: Mach Dir nicht so großen Druck. Geh nach Deinem Gefühl. Ich denke, Dir fehlt irgendetwas in Deiner jetzigen Beziehung, was DU vielleicht noch nicht benennen kannst, brauchst Du auch nicht.
Irgendwas in Dir hat vielleicht Sehnsucht nach einer Liebesbeziehung, die von Anziehung und einer anderen Form von Liebe geprägt ist.
Ich weiß ja, dass es sowas gibt - zumindest habe ich es mit meinem Exfreund erfahren. Er ging auf meine Bedürfnisse ein, war auch bereit Veränderungen herbei zu führen, konnte sich über die Beziehung unterhalten und war fürsorglich und liebevoll... UND es beruhte auf Gegenseitigkeit. Ich konnte ihm dasselbe geben ohne das Gefühl zu haben ich tue es gegen meinen Willen... So wie bei Mama z.B. oder eben meinem Mann wenn er einen getrunken hat.
Naja, und der Sex war auch gut und ich hatte Lust dazu, nicht so wie bei meinem Mann.
 
G

Gast

  • #13
ganz genau. Damals, mit 16 Jahren wolltest Du nur von zu Hause weg und da kam Dein Mann eben genau recht-wie Du schreibst.
Damals warst DU aber 16 Jahre alt und -was völlig normal ist, in so einem Alter-hast Du viele Dinge gar nicht weiter hinterfragt.
Möglicherweise hattest Du ja damals auch gar keine andere Wahl.
Aber jetzt bist Du erwachsen und hast ein viel größeres Potenzial, Deine Wünsche, Deine Sehnsüchte umzusetzen. So wie es für DICH passt.
Was ich als wichtig finde: Dein Mann kann Dich nicht glücklich machen. Das kannst nur Du. Aber auch hier: mach Dir nicht so großen Druck.

Gehe liebevoll mit Dir um, schau auf Dich und finde heraus, was Dich glücklich macht. Das ist keine leichte Aufgabe, die braucht Zeit.
Alles gute!
 
G

Gast

  • #14
Mittlerweile habe ich auch ein knappes Jahr Therapie hinter mir, und habe gelernt, dass ich auf mich achten darf und auch meine Bedürfnisse mal im Vordergrund stehen dürfen. Trotzdem kommt es mir egoistisch vor, wenn ich sage dass ich nicht ertrage wenn er betrunken ist. Andererseits, wenn er sagt er möchte es nicht aufgeben denke ich mir, es ist sein gutes Recht Alkohol zu trinken...
Liebe FS
Deine Zeilen oben erscheinen mir in Deinem ganzen Dilemma DIE Aussage zu sein, die Dich weiterbringt: Du hast Deine Bedürfnisse entdeckt ("ich mag nicht, wenn er mich küsst - ich ertrage es nicht, wenn er Alkohol trinkt - ich liebe ihn, aber ohne Körperlichkeit") und traust Dich nicht, diesen nachzugehen. Du hast durch die Therapie eine Sicht in Deine Bedürfnis-Welt bekommen, doch GELERNT, dass Du auf Dich achten darfst und Deine Bedürfnisse im Vordergrund stehen dürfen, das hast Du meiner Meinung nach noch nicht.
Diesen Lernschritt hast Du noch vor Dir: indem Du Dich von Deinem Mann endgültig trennst. Die Trennung macht Dir aber grauenhaft Angst. Dabei ist es genau das, was Du brauchst.
Raus aus den alten Schuhen, rein ins neue Leben. Es ist völlig normal, dass Trennung weh tut. Kinder von Alkoholikern haben es schwer, sich abzugrenzen. Bei Deiner Mama hast Du es geschafft. Das ist eine grosse Leistung. Doch diese Co-Abhängigkeit macht es Dir schwer, nun für DICH zu schauen. Hast Du diesen Sprung geschafft, hast Du sehr viel für Dein Leben und für Dich getan. Es bedeutet Veränderung. Davor haben alle Menschen Angst, weil sie Ungewissheit birgt. Ich wünsche Dir, dass Du Deine Angst überwindest und ausbrechen kannst.
 
  • #15
Heute Nacht habe ich geträumt ich hätte mich von ihm getrennt - so ist es ja auch.
Er wurde mir fremd im Traum und zog die Gesellschaft anderer der meinen vor - so wie er es auch schon im Sommer getan hat.
Es waren plötzlich Menschen da die meinten ihn besser zu kennen als ich und ich wurde eifersüchtig?

Als ich wach wurde war ich sehr traurig und habe geweint.
Ich habe solche Träume seit Jahren. Die Kernaussage ist immer dieselbe: Ich lechze nach seiner Aufmerksamkeit und er lässt mich links liegen. Angefangen hat das als er mich vor Jahren mal mit einer Freundin betrogen hat...
Ist das nun ein Kindheitstrauma, weil Mama getrunken hat als ich klein war? Projiziere ich die Person meiner Mutter auf meinen Mann? Ist es einfach nur die Angst vor dem allein sein?
Vielleicht will mir mein Unterbewusstsein auch einfach sagen, dass es Zeit ist los zu lassen? Und das seit Jahren..?
 
G

Gast

  • #16
Ist das nun ein Kindheitstrauma, weil Mama getrunken hat als ich klein war? Projiziere ich die Person meiner Mutter auf meinen Mann? Ist es einfach nur die Angst vor dem allein sein?
Vielleicht will mir mein Unterbewusstsein auch einfach sagen, dass es Zeit ist los zu lassen? Und das seit Jahren..?
Wir sind hier keine Psychologen. Aber auch ein erfahrener Psychologe könnte dir die Antwort nicht geben, da du dich nicht in seiner Therapie befindest.

Rein theoretisch versuche ich dir eine Antwort zu geben.

Es ist möglich, dass deine alle Beziehungen von den Ereignissen deiner Kindheit nicht nur belastet, sondern auch gesteuert werden.
Wenn das der Fall ist, dass du aus der Schleife seit deiner Kindheit nicht herauskommst. Dass du immer Partner suchst, wo du um ihre Aufmerksamkeit wie früher in deiner Kindheit bei deiner Mutter betteln musst, sollst du eine Tiefentherapie (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) ins Auge fassen. Diese Art von Therapie bietet nicht jeder Therapeut. Daher Erkundige dich bevor du einen Termin ausmachst. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du unter den o.a. Begriffen im Internet recherchieren.
Alles Gute