G

Gast

Gast
  • #1

Um mich herum nur Liebesglück und ich als Dauersingle mittendrin

Ich bin jetzt 29 Jahre alt und weiblich. Vor 4 Jahren betrog mich mein Ex mit einer anderen, worauf nach einem versuchten "Neustart" dann die Trennung folgte. Ich konnte ihm einfach nicht mehr vertrauen.
Danach habe ich bestimmt ein Jahr gebraucht, um darüber hinwegzukommen und wieder offen auf Männer zugehen zu können.

Seither will es in Liebesdingen einfach nicht mehr klappen. Ich musste resigniert feststellen, dass die meisten ihren langfristigen Partner schon gefunden haben, auch Akademiker. In meinem großen Freundeskreis fühle ich mich langsam auch wie das fünfte Rad am Wagen, da mittlerweile fast alle (Alterspanne Mitte 20 bis Mitte 30) ihre Hochzeit oder Kinder planen, bzw. schon verheiratet sind und Kinder haben. Ich habe das Gefühl, dass sich alle weiter entwickeln, nur ich bleibe stehen.Ich freue mich für das Glück der anderen, aber mit jeder Hochzeitseinladung und jeder Geburtsanzeige wird mein Herz schwerer...habe auch schon Kontakte zu neuen Leuten geknüpft, aber die teilweise lebenslangen Freundschaften sind eben doch nicht so leicht zu ersetzen.

Ich weiß nicht, es scheint so "normal" zu sein, dass man mit Ende 20, Anfang 30 eben seinen Partner gefunden hat, mit dem man sich eine gemeinsame Zukunft aufbaut. Dass sich bei meiner Generation alles nach hinten verschiebt, kann ich nicht bestätigen. Meinem Umfeld scheint es mühelos zu gelingen. Wer es nicht bis spätestens Anfang 30 geschafft hat, mit dem scheint was nicht zu stimmen...

Dabei weiß ich ja, dass Torschlusspanik und verkrampftes Suchen total kontraproduktiv sind! Dennoch werde ich diese kleine fiese Stimme im Kopf nicht los, die ständig nach dem "Warum?" fragt...

Eine Frage an alle Singles hier: Wie schafft ihr es, vor allem nach langer Singlezeit noch positiv in die Zukunft zu blicken? Besonders als Frau, wenn die Zeit doch eher gegen euch arbeitet als bei Männern?

Freue mich auf regen Austausch!

Frau, 29 Jahre
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ist es denn normal, dass man unbedingt einen Partner braucht, um sein Lebensglück zu finden ?

Gruß m.31
 
G

Gast

Gast
  • #3
Eine Frage an alle Singles hier: Wie schafft ihr es, vor allem nach langer Singlezeit noch positiv in die Zukunft zu blicken?

Indem man Pärchengetue und Kinderbekommen nicht glorifiziert und erzwingen möchte, sondern sich eben sein Leben anderweitig ausbaut. Alles hat eben seine Zeit und deine braucht eben noch etwas. Leben dein Leben derzeitig anderweitig. Erfülle dir Wünsche, reise, genieße deine Freiheit.
Es gibt da einen netten Spruch:

Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.

Meinst du bei deinen Freunden ist mit Baby alles nur Friede Freude Eierkuchen? Jeder hat so seine Problemchen im Leben. Dein Problem ist dein fehlendes Liebesglück, das Problem einer deiner Freundinnen ist vielleicht, dass sie ihre Dehnungsstreifen nicht wegbekommt und sich hässlich findet und das Problem ihres Mannes ist, dass er neben Babygeschrei auch noch das Gejammer seiner Frau ertragen muss, während er das Geld ranschaffen soll. Und Insgeheim beneiden dich vielleicht beide, weil du deine Ruhe hast.
Natürlich werden Probleme wie diese nicht an die Öffentlichkeit getragen, da ist natürlich alles eitel Sonnenschein.
Konzentriere dich also lieber auf dich und dein Leben. Umso bewusster du lebst umso weniger hast du das Gefühl was zu verpassen.
Und wer weiß. Vielleicht findet das Liebes- und Babyglück gerade dann statt, wenn bei deinen Freunden alles in Schutt und Asche liegt. Und vielleicht ist dein Glück dann im Gegensatz zu dem der anderen auch dauerhaft.

w
 
G

Gast

Gast
  • #4
Was mich runterzieht, sind nicht die anderen Leute mit ihren Partnerschaften. Ich finde es viel schlimmer, dass wenn ich mich denn doch mal verliebe, so alle 5 bis 7 Jahre mal, der Mann garantiert verheiratet ist und ich auch nicht wüsste, unter welchen Umständen ein Mann sich wegen einer anderen Frau - in dem Fall ich - trennt, selbst wenn die Beziehung nicht mehr lebendig ist und er mich anziehend findet.

Meine Beziehung ging vor einem Jahr auseinander und es war gut so. Ich will sie nicht zurück.
Ich sehe bei vielen Paaren, dass die eher nebeneinander leben. Das wollte ich nicht, außerdem hatte ich auch eigene Ziele, die meinem Ex nicht passten.

Und gerade Akademiker scheinen es sehr eilig zu haben, einen Ring an den Finger zu kriegen, zumindest in manchen Bereichen. Die Probleme lösen sie dann hinterher oder es entzweit sich, aber man trennt sich nicht wegen des Ansehens. Ich kenne einen, der nun Alkoholiker ist. Aber noch den Ring am Finger.

Beziehung führen scheint meist nur ein Test zu sein für den Frust-und-Enttäuschungs-Faktor, den man ertragen kann oder wie hoch der Anpassungsfaktor ist. Wer's aushält, schafft vielleicht, irgendwann eine tolle Beziehung zu haben, wenn beide begriffen haben, dass der andere eben so ist, wie er ist, oder man verliert einfach Zeit, bis man sich doch trennt.

Die seltenen Beziehungen, wo es einfach "stimmt" finde ich beneidenswert, kenne ich aber nicht. Selbst die eine Beziehung, die ich dafür hielt, war es nicht, weil der Mann anfing, mit mir zu flirten. Außerdem erzählte seine Partnerin mir auch was, das ich nie vermutet hätte, über diesen Charakter.

Wie blicke ich positiv in die Zukunft?
Das ist bei meiner Exbeziehung nicht so schwierig, weil die durchsetzt war von "mach nicht dies und lass bitte das". Ich bin wieder frei zu tun, was ich will. Ich nutze das nur noch nicht richtig. Nach all den Jahren hat sich das so eingeschliffen, dass ich von allem, was meine Ziele waren, soviel Abstand habe.

Mein Blick in die Zukunft ist jetzt besser, wo ich wieder allein bin. Aber meine Situation ist nicht Deine, ich bin nicht betrogen worden und habe auch nicht betrogen. Wenn man eine ungute Beziehung löst, bevor eine dritte Person da ist, scheint das viel besser zu sein.

Was ich mir wünsche, wäre eine Beziehung mit aufregendem Sexleben, Liebe, Treue, intellektuelle Übereinstimmung und Gemeinsamkeiten wie auch getrennten Aktivitäten. Das kann variieren, aber ich möchte nicht, dass einer der Bereiche völlig tot ist.

Such das mal in Deinem Umfeld, und zwar realistisch und nicht nur oberflächenbetrachtend.
Unter dem will ich es nicht mehr, weil ich gemerkt habe, dass mich alles andere unglücklich macht. Das hat nichts mit "keiner ist gut genug" oder solchem eitlen Gewäsch "ich bin eine Top-Frau blabla" zu tun, sondern ich weiß einfach, dass ich nicht so kompatibel bin und einfach nicht glücklich wäre und der Partner dann ja auch nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Ich kann das gut nach vollziehen - die Zeilen hätten auch von mir stammen können.

Ich kenne viele Frauen, die sich in so einer Phase befinden. Ich selbst bin seit knapp 1,5 Jahren nach einer langen Beziehung Single. Und es gibt durchaus Tage, dass ich in ein schwarzes Loch falle und ähnlich pessimistisch denke.

Aber überwiegend genieße ich die Vorzüge des Single-Daseins: ich bin mein eigener "Chef", kann meine komplette Freizeit so planen wie ich möchte, bin flexibler und offener.
Wenn ich dann so mitbekomme, was in eigenen Beziehungen los ist - da will ich nun wirklich nicht tauschen. Gerade bei den "Verheirateten" und "Eltern".
Hinzu kommt, dass ich den Eindruck haben, dass viele Frauen, die eine Trennung und eine längere Single-Phase hinter sich haben, viel reflektierter und selbstbewusster sowie eigenständiger sind.

Also, bleib optimistisch, konzentrier auf Dich selber und dann kommt auch bald ein neuer Mann

Liebe Grüße, deine Leidensgenossin w31
 
G

Gast

Gast
  • #6
Hallo liebe FS,

Vermutlich kann ich dir nicht wirklich helfen, da ich eine Leidensgenossin bin. Es geht mir leider genau gleich. Gerade vorgestern habe ich z.B. via FB gesehen, dass eine Bekannte geheiratet hat und schwanger ist. Sie ist zwar eine entfernt Bekannte, aber dennoch hat mir dies wieder einen Stich versetzt und mich getroffen. Vor knapp 6 Monaten hat sich mein Partner nach 16 Jahren getrennt, hat eine neue Frau kennengelernt 20 Jahre jung. Er 33 Jahre.. Eigentlich waren wir gerade in der Familienplanung, Pille abgesetzt, wollten diesen September heiraten.. Und jetzt stehe ich ganz alleine da.. Wenn es mich wieder herunter zieht, versuche ich immer wieder daran zu denken, dass es mir jetzt eigentlich besser ohne ihn geht und dass ich lieber Single bin als mit diesem Mann zusammen bin. Dies ist nicht immer einfach, weil die Umstellung auf ein Singleleben nicht gerade einfach ist, wenn man das halbe Leben mit einem Mann verbracht hat..

Wünsche dir weiterhin viel Glück und Kraft, dass du deinen Weg findest.

w32
 
  • #7
Trotzdem ruhig bleiben. Nichts überstürzen.
Besser den richtigen, als den falschen Partner "am Hals"

So manche ungeduldige Frau um die 30 wurde dann sehr schnell alleinerziehende Mutter.
Will die FS auch AE-Mutter werden ?
Oder besser mehr Geduld haben, aber auch Partnersuche, um einen dauerhaften Partner zu bekommen.

Mit 29 J. kein Grund zur Panik, wegen der Zeit.
Da sind noch über 10-15 Jahre drin, bis zur Familiengründung.

Wenn man länger Single ist, dann aufpassen, daß man nicht bedürftig nach Liebe wirkt. (obwohl man es ist). Das könnte die Leute eher abschrecken.

(m,53)
 
G

Gast

Gast
  • #8
Liebe FS,
ganz einfach: mach Dein Lebensglück nicht von einer Beziehung mit einem Mann abhängig. Es ist eine Option zu leben, wenn auch Deine bevorzugte, aber es geht auch ohne Mann, jedenfalls besser, wie mit dem falschen. Das hast Du ja selber festgestellt.

Ich kann bestätigen, dass mit Mitte 20-30 alle in Partnerschaften sind, die so leben wollen. Wenn Dein Umfeld so geprägt ist, dann ist das für Dich eine schwierige Situation. Deine Chance, in diesem Umfeld im erweiterten Bekanntenkreis einen Partner zu finden, ist größer als wenn Du jetzt auf der Suche nach einem Mann durch die Clubs und Bars ziehst. Da findest Du keinen, sondern nur die Leichtfüße für die unverbindlichen Affären. So kannst Du Jahre in aussichtslosen Affären verplempern und dann haben alle Maenner Panik vor Deiner biologischen Uhr.
Insofern ist es besser, gleich ein Leben ohne Partnerschaft als Option anzudenken.

Das warum ist doch ganz einfach beantwortet: mit 25 hast Du den Mann verloren, mit dem Du an die Zukunft gedacht hast. Du hast es erneut versucht, die anderen Paare haben sich in der Zeit gefunden. Dann ist es doch gescheitert, Du bräuchtest Zeit, damit fertig zu werden - noch mehr Paare, noch weniger Singles in Deinem Umfeld. Da hilft es nur woanders, z.B. im Job die Augen aufzuhalten und zu sehen, ob es einen passenden Mann gibt, dem das gleiche passiert ist. Die wenigen Beziehungsfaehigen und - willigen verschwinden nun in der Masse derjenigen, die nur Affären wollen und sind dementsprechend schwer zu finden.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Liebesglück um dich herum? Warte mal ab und schau dich nach 5 Jahren um dich herum, dann wirst du so einige nicht mehr im Liebesglück sehen! Also bei mir und bei meinen Freunden kommt das sehr negativ an, da wir eben nicht vor haben, diesen zeitlosen Zopf Heirat/Kinder noch mitzumachen, nur um Frau zu befriedigen, das passt schon lange nicht mehr in unsere Zeit von heute, im 21. Jhd! Jede 2. Ehe geht eh in Scheidung, also das Risiko ist sehr hoch, dass es nicht passt und auch nicht lange hält, auch erst recht nicht mit Kinder. Ich glaube, du solltest erst einmal mehr auf dich achten und dafür sorgen; dass dich dein Umfeld diesbezüglich nicht beeinflusst; denn: „es kommt nicht darauf an, dass andere gut finden, was Du tust! Wichtig ist, dass Du es vor Dir selbst verantworten kannst!“ Mich verjagen Frauen, wenn sie mit so was ankommen! Warum lässt du dich von außen so stark beeinflussen, dass du mit dir selbst nicht glücklich sein kannst? Ich möchte keine solche Partnerin, die sich um sich herum anstecken lässt und deshalb ziemlich sicher in ihr Unglück schreitet! Brauchst du Probleme um zu leben, dann mach es! Was ich hier schreibe ist weder negativ noch destruktiv sondern pure Realität, der man mit klaren Blicke ins Auge sehen sollte!
 
G

Gast

Gast
  • #10
Erstens ist es mit 29 NICHT unwahrscheinlicher als mit einem anderen Alter, sich zu verlieben und einen Partner zu findne.
Zweitens: Warte nochmal 5 Jahre: Die ersten Trennungen und Rosenkriege werden in deinem Bekanntenkreis auftauchen.
 
  • #11
Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner.

Wahrscheinlich nicht wenige, wünschen sich wieder SIngle ohne Verpflichtungen und Babygeschrei zu sein.

Du kannst die anderen beobachten und deren Fehler dann umschiffen. Viele verfrühte Ehen sind mit 35 schon wieder geschieden.

Du musst deinen Weg finden. Der eine ist mit einer Million zufrieden, der andere mit einem Toastbrot.
Mach dein Ding.
 
G

Gast

Gast
  • #12
Ich arbeite in der Paarberatung und höre täglich, was so in (langjährigen) Beziehungen passiert (oder auch nicht).

Die Variante, dass man es gemeinsam zu einigem Vermögen brachte aber zusammen bleibt, weil man keinesfalls irgend welche Abstriche machen will, ist sehr häufig.

Was viele Menschen dafür bereit sind, hinzunehmen, bzw. auf was sie dafür bereit sind, zu verzichten, erstaunt mich immer wieder.

Das trifft sicher nicht für alle Beziehungen zu, es gibt ja auch glückliche.

Eine Beziehung ist mitnichten ein Garant für Glück und Singlesein heißt nicht automatisch, unglücklich sein zu müssen.
Fokussiere Dich auf die Möglichkeiten, die Du hast und nicht auf das, was Du nicht hast!
 
G

Gast

Gast
  • #13
Hey, mach dir doch nicht so viel Stress. Sei offen, flirte etwas offensiver als das graue Mauerblümchen und du wirst Männer kennenlernen. Dann ist sicher irgendwann dein Traumboy dabei hehe.

Ich muss dir allerdings auch sagen, dass ich jetzt ein paar Dates mit Frauen hatte, die Torschlusspanik hatten. Mein letztes Date meinte beim allerersten Treffen, sie suche nur etwas festes. DIe Hände im Schoß verhakt, strenger Gesichtsausdruck und die Frustration (über andere Dates? Ihr Singledasein?) war ihr deutlich anzusehen. Und sie übertrug all diesen Frust auf mich bzw. unser Date.

Eigentlich fand ich sie sehr attraktiv, aber sie wirkte einfach unentspannt. Und man kann nicht beim ersten Date von festen Beziehungen reden. Ganz ehrlich, das ist lächerlich. Man trifft sich zum ersten Mal. Manche Frauen verstehen das einfach nicht. Sie wollen am liebsten Heiraten und Kinder kriegen. Und das innerhalb der nächsten drei Wochen.

Ich komme wirklich mit den verschiedensten Persönlichkeiten klar und habe keine extremen Anforderungen an Frauen. Aber die ersten Dates muss man einfach gute Laune verbreiten und sich von seiner besten Seite zeigen. Kein Stress, keine Ängste, keine Torschlusspanik, keine traurigen Blicke.
 
G

Gast

Gast
  • #14
Hallo, mir ging es ähnlich als ich mit 29 Jahren Singel war. Da hatte ich dieses Gefühl auch. Doch dann habe ich meinen Mann gefunden und nun bin ich 32, verheiratet und erwarte unser 2. Kind.
Wenn du zu fristriert bist strahlst du das auch aus und das ist kontraproduktiv bei der Partnersuche. Wenn ein Mann schon von weitem merkt, dass du unzufrieden bist dann meidet er dich als potentielle Partnerin!
 
G

Gast

Gast
  • #15
Besonders als Frau, wenn die Zeit doch eher gegen euch arbeitet als bei Männern?

Ob die Zeit gegen Dich arbeitet, hängt davon ab, welchem Diktat Du Dich unterwirfst. Von den früh geschlossenen Ehen lösen sich viele auch früh wieder auf. Wertmaßstäbe verschieben sich, oder sie waren von vorneherein so geeicht, daß die Zeit keineswegs gegen die Frau arbeitet. Sage ich als Verweigerer einer zu frühen Eheschließung, der als Mittdreißiger eine Mittdreißigerin, die seine Wertmaßstäbe teilt, dem Junggemüse vorgezogen hätte. Hat nur leider nicht geklappt.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Ach liebe fragende, hier schreibt dir noch eine "Leidensgenossin". Ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen, denn ich bin selbst der einzige Dauersingle im Freundeskreis. Tut schon irgendwie weh, den Anderen beim "Nestbau" zuzuschauen, während man selbst noch nicht mal einen Partner hat...

Aber ich weiß (genau so gut wie du wahrscheinlich), dass man in dieser Angelegenheit nichts erzwingen kann. Obwohl ich mir wieder eine feste Beziehung wünsche, bin ich mit den restlichen Bereichen meines Lebens doch ganz zufrieden.

Ich finde, dass Gesellschaft und Umfeld einen Single da ganz schön unter Druck setzen können, weil Ehe-Kinder-Haus für die meisten Menschen halt der typische Lebenslauf ist. Wer da nicht "konform" mitzieht, muss irgendwie komisch sein...

Ich lasse mich wahrscheinlich auch von diesem Gruppenzwang beeinflussen, weil ich tief im Inneren weiß, dass Hochzeiten und Kinder auch einen gewaltigen Einfluss auf die Freundschaften haben können. Singles und Paare leben dann in unterschiedlichen Welten und die Gefahr ist groß, dass man sich auseinander lebt...und davor habe ich schon etwas Angst.

Liebe Grüße!
 
G

Gast

Gast
  • #17
Ach ja- auch ich bin eine Leidensgenossin. Das Gute ist also wie du siehst schon mal, du bist nicht allein! ;-)
Momentan ist es aber auch ätzend- ständig neue Hochzeitsfotos und Babymeldungen bei Facebook und Co. Da will man sich doch am liebsten schon gar nicht mehr einloggen. Eine Freundin schwanger und viele vergeben, Hausbau usw. Und ich? Ich bin nach mehreren gescheiterten und ziemlich chaotischen Beziehungen nun mit 30 immer noch oder wieder Single.

Klar, man hört immer, dass es am wichtigsten ist allein glücklich zu sein und dass man das nicht von einem Partner abhängig machen sollte. Leuchtet ja auch ein- nur wie soll man ein ausfülltes, glückliches Leben haben, wenn am Wochenende immer weniger zustande kommt weil viele mit ihrem Partnern zuhause bleiben oder eher auch unter Paaren was unternehmen.
Es ist eben nicht mehr wie mit Anfang bis Mitte 20, wo wie viel mehr unterwegs waren und gefeiert haben. Irgendwie kommt's mir vor als war es etwas unbeschwerter, lockerer... Man hatte nicht das Alter im Hinterkopf.

Was ich ausstrahle weiß ich nicht- glaube aber nicht, dass es besonders negativ ist.
Und auch habe ich bei meiner letzten "Begegnung" mit einem Mann nichts dergleichen angesprochen, dass ich mir mit dem richtigen Partner schon eine Beziehung wünschen würde.
Ich hab keinerlei Druck gemacht, im Gegenteil- es war mehr als locker alles und lief super. Und plötzlich war es doch nichts. Vorbei bevor es überhaupt angefangen hat.

Wahrscheinlich muss man es einfach so hinnehmen. Erzwingen kann man nichts und alles hat ja eigentlich seinen Sinn im Leben. Darauf sollten wir vielleicht einfach vertrauen. Eine Beziehung eingehen, nur um demnächst zu heiraten und Kinder zu bekommen liegt mir jedenfalls fern.
 
  • #18
Lach, ich weiß nur, dass gerade ich als unabhängige Singlefrau von all meinen verheirateten Kolleginnen beneidet werde, welche zwischen Doppelbelastung, Familie, Ehemann, Kinder, Haus, Küche und Herd und Job ganz schön gestresst sind.

Da rufen tagsüber Gatte, Kinder und Oma an, jeder will was, die Kolleginnen müssen terminieren, verschieben, Kunden vertrösten, in der Mittagspause zum Supermarkt hetzen, das Auto abends auftanken, die Kids abholen und wohl abends für den genervten Gatten noch ein Ohr haben.

Sorry, liebe andere Singles, das erspar ich mir abends nach dem Sportclub in meiner Wellnessbadewanne mit Rosenöl und Kerzchen am Rand. Von weitem hör ich dann den AB, wo genervte verh. Freundinnen ihr Leid klagen.

Also......aber es gibt auch tolle Beziehungen, logisch, aber wenige, so eine such ich auch noch, bin dann immer am überlegen, wenn ich in der Wanne liege - grins
 
G

Gast

Gast
  • #19
Hallo Liebe FS,

unsere Situationen sind vergleichbar, meine letzte Beziehung endete vor 1,5 Jahren und ich bin 29. Du fragst wie andere es schaffen nach langer Singlezeit noch positiv in die Zukunft zu blicken: Ich habe aus den Umständen das -was ich denke- beste draus gemacht. Ich habe mir eine neue Stelle gesucht für die ich (meist ;) ) jeden Tag gern aufstehe. Ich habe mir eine sehr schöne Wohnung gesucht. Ich hatte als Kind den Wunsch eine bestimmte Sportart zu machen (Tennis). Seit einem Jahr spiele ich regelmäßig in einer netten gemischten Damenrunde und auch schon ganz gut. Ich koche ab und zu -für mich allein- sehr aufwändig. Ich habe wenige, dafür sehr sehr liebe Freundinnen und Freunde. Ich halte regelmäßig kontakt zu meinen Schwestern und Verwandten. Und für die freue ich mich auch von Herzen wenn etwas positives in Ihrem Leben passiert.

Und jetzt noch zu der Sache mit der Zeit die gegen uns arbeitet (deine Formulierung). Wir sind 29, nicht 39 (wobei einige Damen lt diesem Forum auch mit dem Alter noch schwanger werden :) )! schau mal, denkst du das leben hört mit 30+x auf schön zu sein? Bitte nicht. das leben hat noch so viele Überraschungen und Erfahrungen. Kinder kannst du auch noch mit 32,33... bekommen. halt nicht mehr eine fussballmannschaft. verlieben kann man sich mit ü70 noch!

mein tipp für dich: mach das beste aus deiner Situation, Hobbies, Job, liebe menschen um dich.... such nicht verkrampft. geh positiv durch die welt. akzeptiere dass es dir auch mal schlecht geht und dich das glück der anderen ankotzt! das vergeht wieder. so momente habe ich auch. wenn dann auf einmal dein Traummann vor der tür steht werden die anderen sich auch mit dir freuen.
ich schreibe jetzt bewusst nicht, wie es derzeit um meine liebesdinge steht, das war auch gar nicht deine frage.
alles gute für dich :)
 
G

Gast

Gast
  • #20
Also, vielleicht bin ich ja auch nur aus anderem Holz geschnitzt, aber wenn ich mitbekomme, wie viele meiner Altersgenossinnen sich heutzutage noch über einen Mann an ihrer Seite definieren, fasse ich mir echt an den Kopf...liebe Fragestellerin, bist du nur mit Partner etwas wert?

Ich finde es schlimm, dass die Gesellschaft Singles heute trotz aller Fortschrittlichkeit noch suggeriert, dass mit einem als Single etwas nicht stimme...es ist doch eigentlich alles eine Farce, wenn man sich die Scheidungsraten ansieht (und nein, das ist weder frustriert oder pessimistisch, sondern einfach nur realistisch.) Warte mal ab, wie das Glück in deinem Umfeld in 10 Jahren aussieht...

Außerdem solltest du eine Partnerschaft/Ehe, bzw. die Elternschaft nicht so glorifizieren, da es auch hier zwei Seiten der Medaille gibt (auch wenn Paare, bzw. Eltern das selten offen zugeben...).

Ich persönlich habe mir mein Leben immer so gestaltet, wie ich es möchte, und eigene Ziele verfolgt. Und so hat manch toller Mann mein Leben gekreuzt. Und ich bin weiter frohen Mutes, dass ich nochmal jemand Passenden treffe, ohne mich unter Druck setzen zu lassen.

DAS LEBEN IST SCHÖN, AUCH ALS SINGLE!:)

Gruß von w,30
 
G

Gast

Gast
  • #21
auch eine Leidensgenossin:

stelle dabei fest dass alle Männer die mich interessieren verheiratete Familienväter sind. Egal was ich auch für Männer treffe die mir gefallen, sie sind in Partnerschaften. Das macht nochmehr Frust.
Ich bin auch gerade wieder unglücklich in einen Mann verliebt der sich niemals für mich trennen würde. Mehr als ein kleiner Flirt wird es niemals sein.

ich versuche mein Leben mit meinen Interessen zu leben, mich nicht von all den Paaren und Familien runterziehen zu lassen. Ich denke du musst dich damit auseinander setzen dass du vielleicht allein bleibst. Mach eine Partnerschaft nicht zum Hauptlebensinhalt. Konzentriere sich auf andere Dinge die dir ebenso Freude machen können. Notfalls ganz neu anfangen, umziehen, neue Arbeit, neues Umfeld. w 34
 
G

Gast

Gast
  • #22
Als ich in ner Beziehung war, hätte ich auch Singles beneidet, wenn welche in meiner Umgebung gewesen wären. Ausnahmslos alle Beziehungen, die ich gesehen habe, waren nicht so, dass ich neidisch war.
Nun bin ich wieder Single und bin immer noch nicht neidisch auf diese Beziehungen. Ich denke manchmal, ich hätte sehr gern einen Partner. Aber wenn man sich so eine Phantasie baut, ist die ja immer schöner als das, was tatsächlich ist.
Selbst die Traummänner, die einem so begegnen und die man nicht als Partner haben wird, würden irgendwann mal nicht traumhaft sein. Es würde auch in dieser Beziehung Probleme geben und wenn ich mir das Leben der Frauen an ihrer Seite ansehe, möchte ich das ehrlich gesagt auch nicht führen, weil die alle ihre Lebensentscheidungen auf den Erhalt der Beziehung ausrichten, während der Mann schon mal sagt, er will beruflich woanders hin und sich da ne kleine Wohnung nehmen statt weiter im abzuzahlenden Haus zu wohnen. Würde mir als Partnerin nicht gefallen, wenn ich da so weit hintenan stehen müsste und dann jede Woche allein im Haus wäre.

Also allein auf den Status "Beziehung" neidisch zu sein, würde mir nicht einfallen. Ich möchte schon eine Beziehung, in der der Frust sich sozusagen lohnt. Das, was ich im Umfeld sehen kann, ist nicht so.
 
G

Gast

Gast
  • #23
...also, wenn ich mir die genervten (langjährigen) Paare in meinem Umfeld so anschaue, die zum Teil auch Eltern sind, bin ich irgendwie froh, dass der Kelch bisher an mir vorübergegangen ist.;-) Ich möchte mit keinem aus meinem Umfeld tauschen, der sich in einer Beziehung befindet. Das sag ich nicht mal aus Neid oder Frust, es ist wirklich so!

Ich denke schon, dass du langjährige Partnerschaft und Kinder idealisierst, da beides auch seine Schattenseiten hat. Wie jemand anderes schon weiter oben schrieb: Vielleicht beneiden dich die Paare auch insgeheim um die Freiheiten, die du hast?

w,31
 
G

Gast

Gast
  • #24
Mir ging es von 20 bis 27 so. Alle um mich herum waren in Partnerschaften , ich hatte eine traurige Trennung hinter mir . Lange fiel es mir schwer damit abzuschließen. Ich fühlte mich einsam und aus diesem Gefühl Bin ich dann in zwei Affairen gelandet, die mich noch unglücklicher gemacht haben.
Ich hatte auch immer ein "warum" im Kopf. Immer wenn ich allein war - also immer wenn ich nicht bei der Arbeit war; ich habe allein gewohnt , entfernt von meinem zuhause - habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, mal bewusst , mal unterbewusst. Zurückblickend war es einfach ein notwendiger Reifeprozess. Das klingt jetzt sicher idiotisch, aber ich habe zu mir selbst gefunden, einfach war es nicht und leider brauchte ich 7 Jahre bis der Groschen gefallen ist.

Was ich damit sagen will, ist folgendes:
Oft steht man sich selbst im Weg ohne es zu merken. Gefühle wie Selbstzweifeln sind sicher nicht schön, aber sie sagen einem auch etwas.
Wenn man sie akzeptiert, zulässt und benennt, gleichzeitig kritisch reflektiert und sich analytisch damit auseinandersetzt, dann bewegt man sich persönlich weiter.
Was mir geholfen hat, ich habe irgendwann aufgehört , darüber nachzudenken, was in 10 Jahren ist, gerade hinsichtlich des Frauenthemas Kinder und Familie, sprich biologische Uhr. Man lebt in der Gegenwart, nicht in der Zukunft. Es ist nicht so wichtig positiv in die Zukunft zu schauen. Die Gegenwart kannst du viel unmittelbarer gestalten. Immer wenn die depressiven Attacken kamen, habe ich sie zwar ausgelebt ( Heulen, Selbstmitleid USW. ) , aber nur einen Abend. Am nächsten Abend habe ich mir Sport auferlegt, weil ich mich danach gut fühle und für den nächsten Tag Ausgehen oder ich bin besonders gestylt zur Arbeit. Das hat mich von der Grübelei abgelenkt und die Distanz als Voraussetzung reflektierter Analyse meiner Depressionsanfälle geschaffen.
So wirklich bemerkt habe ich es nicht, aber ich habe mich dadurch sehr verändert zum Positiven, war glücklich wie es ist und dann kam nach und nach alles , was ich mir vorher gewünscht habe.

So hab ich es gemacht, vielleicht ist ja hilfreich,

Lg
 
G

Gast

Gast
  • #25
Liebe FS, bitte laß dir nicht einreden, daß mit dir was nicht stimmt! Ich habe das seinerzeit mit mir machen lassen und habe mich mehr oder weniger aus "Druck" auf einen Mann eingelassen, mit dem es nicht wirklich gepaßt hat. Diesen habe ich dann auch geheiratet. Es war zutiefst dumm, unreif und auch sehr unfair ihm gegenüber, denn er hat mich wirklich geliebt. Ich bin nicht stolz darauf!

Kaum hatte ich einen Ring am Finger, ließen die bohrenden Fragen und die schiefen Blicke von "Freunden" und Familie schlagartig nach und ich war nur froh, endlich dazuzugehören. Der Preis dafür war eine Ehe mit einem Mann, der mich zwar immer gut behandelte, den ich aber einfach nicht liebte. Das hielt ich 6 Jahre durch und trennte mich dann.

Heute weiß ich, daß ich mich nie von meinem Umfeld derart hätte unter Druck setzen lassen dürfen. Und daß es wahren Freunden egal ist, ob ich nun einen Partner habe oder nicht.

Deswegen: Laß deine Freunde ihr Leben leben und dich um Himmels Willen nicht zu irgendwelchen Torschlußpanik-Aktionen hinreißen. Damit wirst du langfristig nicht glücklich werden...deine Zeit wird auch kommen und der richtige Partner ebenso.

Alles Liebe, w(45)
 
G

Gast

Gast
  • #26
Na ja, ich bin auch in deinem Alter (29) und nun schon seit *rechne* knapp 6 Jahren Single.
Manchmal finde ich es schade, keinen Partner an meiner Seite zu haben, aber ich warte lieber auf den "Richtigen", der meine Vorstellungen von einer Beziehung teilt.

Ich möchte nämlich eine Beziehung auf "Augenhöhe" führen, in der beide gleichberechtigt und gleichermaßen gefordert sind. In den Partnerschaften/Ehen um mich herum ist es jedoch nur so, dass die Frau ihr ganzes Leben auf den Mann ausrichtet und ständig zurücksteckt, sei es beruflich oder persönlich, während der Herr sein Ding durchzieht und umgekehrt nicht zu Kompromissen bereit ist. Und das will ich einfach nicht!

Auch lasse ich mich nicht von meiner biologischen Uhr kirre machen. Kinder kann ich mir durchaus vorstellen, aber nur in einer stabilen, gleichberechtigten Beziehung. Und solange ich diese nicht habe, kommen Kinder eben nicht in Frage. Alles andere ist meiner Meinung nach "Das Pferd von hinten aufzäumen"...

Deswegen:Mach dich nicht verrückt!
 
G

Gast

Gast
  • #27
Liebe FS, der Blick auf die Dinge und Deine Einstellung im Leben sind entscheidend. Was liebst Du gerade an Deinem Singledasein ? Lerne, den Moment zu genießen. Richte Deinen Blick auf andere Dinge, auf das Hier und Jetzt. Richte Dein Leben ein, wie es Dir gefällt, hab Spaß und geh Deinen Interessen nach. Wer mit sich allein glücklich sein kann, kann es dann auch in einer Partnerschaft.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft !

w (P.S. eine, die keine Partnerschaft führen o. Kinder haben wird - auch das gibt es)
 
Top