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  • #1

Umgang des Kindes mit Vaterfamilie

Hallo,

hat jemand Erfahrung über Einigung, schlimmstenfalls richterliche Entscheidung zur Umgangsregelung mit dem KV?

Situation: Kind entstammt aus einem Seitensprung / Affäre. KV hat nie mit dem Kind zusammen gelebt. Er lebt nachwievor mit seiner Frau und deren Kindern zusammen. KV und Frau wollen so schnell wie möglich und auch häufig Umgang mit dem unehelichen Kind in der KV-Familie.

Hintergrund der Frage:

Könnte das im Seitensprung gezeugte Kind von der betrogenen Ehefrau und Mutter in Spannungssituationen mit ihren Ehemann bewusst oder unbewusst als „lebender Beweis“ angesehen und bewusst oder unbewusst von ihr zum Nachteil des Kindes (der Untreuebeweis) gegen dasselbe gehandelt werden? Somit das Kindswohl durch Kontakt zu dieser Frau gefährdet sein?

Danke für Hinweise
 
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  • #2
Wie alt ist das Kind ?
Wie alt sind seine / ihre Geschwister ?

Willst dem Kind seine Geschwister vorenthalten nur wegen andauernden Streitereien ?
 
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  • #3
Nein.
Das alles hört sich doch alles so an, als ob DU dem Kindesvater den Umgang blockieren möchtest.
Du hast von einem verheirateten Mann ein Kind bekommen, du hast diese Situation mit hervor gerufen.
Kindesunterhalt nimmst du doch bestimmt auch dankend gern an, oder?
Also, bemühe dich um ein entspanntes Verhältnis, alles ANDERE wäre wohl Kindeswohlgefährdend.
[Mod]
 
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  • #4
Es kommt nur darauf an was für das Kind das beste ist. Es hat ein Recht auf seinen Vater und der Einfluss des Mannes ist sehr wichtig für seine Entwicklung. Die Ehefrau des Kindsvaters möchte ja den Umgang auch und wird sich mit der Situation auseinandergesetzt haben. Also: Umgang ermöglichen und keine Probleme herbeireden wo (noch) keine sind. Das bringt das Kind in einen schrecklichen Loyalitätskonflikt. Frau, 49
 
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  • #5
Ok, du bist die Mutter dieses Kindes und willst auf jeden Fall verhindern, dass der Vater - außer üppig zu zahlen!!! - nichts von dem Kind hat.

Du konstruierst hier Horrorgeschichten, nur um selbst gut da zu stehen.

Hoffentlich gibt dir hier niemand auch nur einen Tipp. Geht's noch? Der Vater hat schließlich ein Recht auf SEIN Kind. Egal, wie es entstanden ist. Immerhin hat er auch Pflichten, nämlich zu zahlen. Darauf würdest du wohl auch nicht verzichten! Kopfschüttel w45
 
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  • #6
Deine technokratische, lieb- und alternativlose Darstellung lässt nichts Gutes erahnen und mir eine Gänsehaut über den Rücken laufen.

Bist Du Dir sicher, dass Du das Kindeswohl im Blick hast?

T46m
 
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  • #7
Für mich klingt Deine Geschichte nach einer Frau, die aus höchst egoistischen Motiven ein Kind haben wollte, den Unterhalt natürlich gerne mitnimmt, aber den Vater ansonsten völlig ausschließen möchte.

Nun klappt es nicht so, wie Madame es sich vorgestellt hat und schon werden Horrormärchen inszeniert, um den eigenen Willen durchzusetzen...

Dein Kind tut mir von Herzen leid!

w
 
  • #8
Nein, könnte nicht.. da erstmal davon ausgegangen werden muss das Beide, der Vater (der heisst nicht nur "KV" ) und seine Ehefrau, geistig gesund sind und auch in Streitsituationen einen liebevollen Umgang haben. Die Bereitschaft das uneheliche Kind in die Famillie aufzunehmen zeugt zu dem von Reife und Größe.. ganz besonders von der Ehefrau.. d.h. höre auf dich dagegen zu wehren und achte das Kindeswohl..
 
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  • #9
Also da sollte sich Frau vorher überlegen von wem sie schwanger wird.

Natürlich hat der Vater ein Recht auf sein Kind, so wie das Kind auf den Vater. Im Grunde könnte der Vater auch auf das alleinige Sorgetecht klagen, weil er dem Kind eine intakte Familie mit seiner Frau bieten kann.

Leider hast Du nicht geschrieben wie alt das Kind ist und seit wann weiß der Vater von seinem Glück. Wenn Du gehofft hast, der Vater gibt Dir Geld und wird vom Kind nichts wissen wollen oder er verlässt seine Frau oder sie ihn, dann hast Du Pech gehabt.

Wenn der Vater sich für das Kind interessiert, dann ist es was gutes. Das Kind froh sein.
 
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  • #10
Wie alt ist das Kind ungefähr?
Bau eine gute, ehrliche und offene Beziehung zu deinem Kind auf - dein Kind muss dir vertrauen und dir alles erzählen. Wenn das Kind mal in eine problematische Situation kommt, wird es zu dir kommen - egal ob es Probleme mit dem Kindesvater, der Stiefmutter oder irgendwem anderen hat.
 
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  • #11
UN-Kinderrechtskonvention:
Artikel 9 — Trennung von den Eltern; persönlicher Umgang
„(3) Die Vertragsstaaten achten das Recht des Kindes, das von einem oder beiden Elternteilen getrennt ist, regelmäßige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen zu pflegen, soweit dies nicht dem Wohl des Kindes widerspricht.“


§ 1684 BGB: Umgang des Kindes mit den Eltern
(1) Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.

(2) Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet.

(3) Das Familiengericht kann über den Umfang des Umgangsrechts entscheiden und seine Ausübung, auch gegenüber Dritten, näher regeln. Es kann die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung der in Absatz 2 geregelten Pflicht anhalten. Wird die Pflicht nach Absatz 2 dauerhaft oder wiederholt erheblich verletzt, kann das Familiengericht auch eine Pflegschaft für die Durchführung des Umgangs anordnen (Umgangspflegschaft). Die Umgangspflegschaft umfasst das Recht, die Herausgabe des Kindes zur Durchführung des Umgangs zu verlangen und für die Dauer des Umgangs dessen Aufenthalt zu bestimmen. Die Anordnung ist zu befristen. Für den Ersatz von Aufwendungen und die Vergütung des Umgangspflegers gilt § 277 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit entsprechend.

(4) Das Familiengericht kann das Umgangsrecht oder den Vollzug früherer Entscheidungen über das Umgangsrecht einschränken oder ausschließen, soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Eine Entscheidung, die das Umgangsrecht oder seinen Vollzug für längere Zeit oder auf Dauer einschränkt oder ausschließt, kann nur ergehen, wenn andernfalls das Wohl des Kindes gefährdet wäre. Das Familiengericht kann insbesondere anordnen, dass der Umgang nur stattfinden darf, wenn ein mitwirkungsbereiter Dritter anwesend ist. Dritter kann auch ein Träger der Jugendhilfe oder ein Verein sein; dieser bestimmt dann jeweils, welche Einzelperson die Aufgabe wahrnimmt.


Wenn ein Kind nach dem Willen der Mutter den Vater nicht braucht,
dann braucht das Kind vom Vater auch keinen Unterhalt.
 
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  • #12
Ich finde, das Kind hat ein Recht auf seinen Vater, auch wenn er offensichtlich ein Schwächling ist. Die Bedenken, das Kind zu der Ehefrau des Vaters zu bringen, teile ich aber absolut. Ich glaube nämlich nicht an die überschäumende Liebe der Ehefrauen, die einen Mann zurück nehmen, der eine andere Frau liebt oder geliebt hat. Ich hätte auch Angst, dass das Kind für den Mann (oder seine Mutter, denn Ehefrauen geben absurderweise ja meistens der anderen Frau die Schuld) gequält wird. Weil die Ehefrau sicher keinen Umgang bei Dir will, was ich auch verstehe, sollte der Umgang in neutraler Umgebung stattfinden.
 
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  • #13
Meine beste Freundin ( eine liebe und anständige Frau ) formulierte neulich in Bezug auf das uneheliche Kind ihres Mannes: Ach wenn doch ein Stein vom Himmel viele und den Bastard erschlagen würde. Keine andere Frau soll ein Kinde mit ihm teilen ausser mir.



Ich hoffe die Ehefrau bei Dir denkt anders.
 
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  • #14
Ich finde, das Kind hat ein Recht auf seinen Vater, auch wenn er offensichtlich ein Schwächling ist. Die Bedenken, das Kind zu der Ehefrau des Vaters zu bringen, teile ich aber absolut. Ich glaube nämlich nicht an die überschäumende Liebe der Ehefrauen, die einen Mann zurück nehmen, der eine andere Frau liebt oder geliebt hat. Ich hätte auch Angst, dass das Kind für den Mann (oder seine Mutter, denn Ehefrauen geben absurderweise ja meistens der anderen Frau die Schuld) gequält wird. Weil die Ehefrau sicher keinen Umgang bei Dir will, was ich auch verstehe, sollte der Umgang in neutraler Umgebung stattfinden.
Äh, geht es noch? Der Mann ist wohl eher stark. Über die Hintergründe der "Beziehung" von KV und KM (ja, die Abkürzung gibt es auch) wissen wir doch nichts. Könnte doch auch sein, dass die KM nur ein Kind OHNE Vater wollte und sich deshalb ganz gezielt einen verheirateten Mann ausgesucht hat? Und wenn die EHEpartner es noch einmal miteinander versuchen wollen, warum nicht? Die KM will den Mann ja ganz offensichtlich NICHT an ihrer Seite für ein gemeinsames Leben.
Also liebe KM, lass dem Kind mal den Vater und dessen Frau. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dem Kind etwas Böses will. Oder kommen da bei dir Phantasien durch, was du in der Situation der Ehefrau machen würdest?
w/46, selbst Scheidungskind und geschieden
 
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  • #15
Meine beste Freundin ( eine liebe und anständige Frau ) formulierte neulich in Bezug auf das uneheliche Kind ihres Mannes: Ach wenn doch ein Stein vom Himmel viele und den Bastard erschlagen würde. Keine andere Frau soll ein Kinde mit ihm teilen ausser mir.

Ich denke, so eine Frau würde den Kontakt des Mannes zum Kind verbieten und ihn nicht unterstützt. Hier weiß keiner, wie oder was in der Ehe gelaufen ist oder warum der Mann fremd gegangen ist. Das Kind ist jetzt da und es ist in der Familie gewünscht.

Die FS kann dem Vater das Kind nicht vorenthalten. Der Vater kann auch auf das alleinige Sorgerecht klagen.
 
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  • #16
Meine beste Freundin ( eine liebe und anständige Frau ) formulierte neulich in Bezug auf das uneheliche Kind ihres Mannes: Ach wenn doch ein Stein vom Himmel viele und den Bastard erschlagen würde. Keine andere Frau soll ein Kinde mit ihm teilen ausser mir.



Ich hoffe die Ehefrau bei Dir denkt anders.

Das ist wenigstens ehrlich. Ich habe meine Exfrau für die Frau, die ich liebe, verlassen, trotz Existenzgefährdung. Vorher hatten meine damalige Geliebte und ich beschlossen, ein Kind zu bekommen, sie hat es mir nicht untergeschoben. Die Fehlgeburt hat meine Exfrau, die mich seinerzeit selbst tatsächlich mit dem Kind (eines anderen) in die Ehe gedrängt hatte, kommentiert mit: "Gottseidank ist das Stück Scheiße jetzt im Müll gelandet. Das wär ja noch schöner, wenn der Bastard meinem Kind (stimmt, es war ja nicht meins, wie sich später erwiesen hat) das Erbe wegnehmen würde." Damals war ich keine fünfzig und hatte nicht Absicht, bald zu sterben. Ich vermute auch, dass Heuchelei dahinter ist.
 
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  • #17
KV und Frau wollen so schnell wie möglich und auch häufig Umgang mit dem unehelichen Kind in der KV-Familie.

Ich kann mir nur einen Grund vorstellen, warum die betrogene Frau unbedingt möglichst schnell und häufig das Resultat seines Seitensprunges vor Augen haben möchte - das Ziel dem Kind ein intaktes Familienleben zu bieten, verbunden mit dem Versuch des Mannes vor Gericht zu bewirken, dass das Kind im eigenen Haushalt aufwächst. Somit würden Kindesunterhalt und Unterhalt für die Mutter in den ersten 3 Jahren wegfallen (verdient er evtl. überdurchschnittlich gut, so dass relativ hohe Unterhaltskosten anfallen würden?), stattdessen müßte die Mutter dann wieder arbeiten gehen und selber Unterhalt für das Kind zahlen.

FS, kann man dir Anhand deines Lebenswandels evtl. unterstellen, es wäre zum Wohle des Kindes besser es würde beim Vater aufwachsen?
Mal abgesehen davon ob so ein Anliegen vor Gericht Erfolg haben würde, die Bedenken der FS diesbezüglich kann ich sehr gut verstehen.

Wie der Vater seine Frau dazu bekommen hat "so schnell wie möglich und auch häufig Umgang mit dem unehelichen Kind" haben zu wollen wissen wir nicht. Vorstellbar wäre, dass er es zur Bedingung gemacht hat, damit er sie nicht verläßt, oder sie hat es zur Bedingung gemacht, damit sie ihn nicht verläßt, weil sie ihrerseits nicht akzeptiert, dass ein Teil seines Einkommens nun regelmäßig an eine andere Frau fließen soll.

Sehr unwahrscheinlich dagegen ist, dass die betrogene Frau so ein selbstloser Mensch ist, dass sie sich freut über das außereheliche Vaterglück ihres untreuen Mannes und mit ihm zusammen diese glücklichen Stunden der Vaterfreuden nun unbedingt teilen möchte.
Natürlich wird sie dieses Kind in ihrem Innern stets ablehnen, aus genau den Gründen wie FS sie hier anführt. Und selbstverständlich wird ein Kind das dann früher oder später auch spüren.

Daher glaube ich auch nicht, dass er es durchsetzen wird, dass das Kind dauerhaft zu ihm kommt, Richter sind ja nun auch nicht blöd und können genausoweit denken.
Außer die Mutter erweist sich aufgrund ihres Lebenswandels als unfähige Mutter, bei der das Kindeswohl gefährdet sein könnte.

Also FS, sorge unbedingt dafür, dass es nichts geben wird, was er in einem Sorgerechtsstreit gegen dich verwenden könnte. Dann wird er dir das Kind auch nicht wegnehmen können.
 
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  • #18
Im Gegensatz zu den anderen Schreibern kann ich deine Gedanken verstehen. Die Frau des Vaters hat sich dem Vater zuliebe bereit erklärt, den Kontakt zum Kind zu akzeptieren, bringt ihm aber sicher keine positiven Gefühle entgegen. Sie wird ihm vielleicht nicht bewusst schaden, aber durch die unterbewusste Ablehnung kann es zu unschönen Situationen für das Kind kommen. Wenn sie mit dem Kind alleine und unbeobachtet ist, wird sie sich kaum liebevoll kümmern.
Solange die Frau des Vaters aber kein Fehlverhalten gezeigt hat, wirst du keine Chance haben, den Kontakt zu unterbinden. Ich würde versuchen mit Hilfe des Jugendamtes den Vater zu bitten, das Kind möglichst nicht mit seiner Frau alleine zu lassen und genau beobachten, ob dir nach dem Aufenthalt beim Vater Veränderungen bei deinem Kind auffallen.
Alles Gute!
 
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  • #19
Liebe FS,
der Vater Deines Kindes hat ein Umgangsrecht, solange er nachweisbar das Wohl des Kindes nicht nachhaltig gefährdet. Die Betonung liegt auf nachweisbar nicht auf Deinen abstrusen Konstrukten. Lass Dich beim Jugendamt beraten, dort sind sie zuständig und rechtskundig.

Wenn Du nicht gewollt hättest, dass er Kontakt zum Kind hat, hättest Du darauf verzichten sollen, ihn bei der Geburt als Vater anzugeben. Intelligenter wäre es gewesen, garnicht erst eine Affäre mit einem vergebenen Mann anzufangen oder zu verhüten.
Hätte, hätte Fahrradkette. Du hast diese Entscheidungen so getroffen, nun haben sie Konsequenzen - einen Vater mit Umgangsrecht, der diesem auch nachkommt. Pech gehabt, dass Dein perfider Plan, ihn zum rechtlosen Zahlvater zu machen keine rechtliche Basis hat und nicht aufgeht.
w, 50
 
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