• #61
Lieber @manchmal, grundsätzlich gebe ich dir recht das kurz gesagt nicht alles schwarz oder weiß ist. Aber so wie die FS schon jetzt darunter leidet, wird es sie kaputt machen. Das gibt es nichts schön zu reden.
M46
 
  • #62
Und dann hat man das Drama, man liebt sich, kann sich kein Leben ohne den Partner vorstellen, aber wirklich dauerhaft auf Sexualität verzichten? Für immer?
Was hat man in dieser Situation denn für Möglichkeiten? Man kann sich trennen und die große Liebe aufgeben mit der Gewissheit, dass - falls man noch mal jemanden wieder so sehr lieben würde - man in einigen Jahren erneut an dem Punkt wäre.

Mag sein, dass du das so erlebt hast, ich kenne das auch.
Aber der Mann liebt seine Frau nicht über alles und für ihn ist es alles auch kein Drama. Er hat einfach Lust auf seine Affäre und wie es seiner Frau geht ist ihm ziemlich egal.
es war nicht so, dass er mit ihr geredet hat, sie haben auch nicht gemeinsam beschlossen, die Beziehung "zu öffnen".
Nein! Er hat seit längerem eine Geliebte, also rede es nicht schön und lass die Drama-Komponente von der übergroßen Liebe mal weg.
 
  • #63
"In guten wie in schlechten Zeiten" hiess es, als wir geheiratet haben.- einfach die Flinte ins Korn zu werfen, sprich sich zu trennen, entspricht nicht meiner Auffassung dieses Gelübtes. ..
.... Bei einer Therapeutin war/bin ich; sie hat übrigens nicht zur Trennung geraten.

Ich hatte gehofft, hier Menschen zu treffen, die bei einem Seitensprung nicht gleich mit der Moralkeule für (vermeintliche) Gerechtigkeit sorgen

Du willst also, dass hier einige aus dem Forum sagen, dass Trennung keine Lösung ist, dass das nur eine Phase ist und dass irgendwann alles wieder gut wird!?
Übrigens DÜRFEN Therapeuten grundsätzlich nicht zur Trennung raten.
Zum Ehegelübte: Das impliziert aber auch die Monogamie!

Und dein Mann hatte keinen "Seitensprung", wie du es verharmlost, sondern er hat eine Geliebte seit 2(?) Jahren und gedenkt auch nicht, dies zu beenden.

Du hoffst, dass dir jemand hier schreibt, dass alles nicht so schlimm ist, aber es IST nunmal schlimm. Und es geht Dir nicht halb so gut, wie du schreibst.


Deine Situation wie sie ist ist unwürdig. Das hat nichts mit Moralkeule zu tun. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt,, dass man es nicht wahrhaben will.
In guten wie in schlechten Zeiten zueinander stehen heißt aber erst einmal, dass man als Paar zusammenhält. Deiner lässt dich alleine und ohne sein Fremdgehen müsstest du nicht leiden.

Meinst du, dass du besser bist, wenn du an der Ehe festhältst? Meinst du, es ist besser, sich betrügen zu lassen und dafür eine Ehe bestehen zu lassen als sich zu trennen und neu anzufangen?
Hast du nicht auch das Recht auf einen Mann, der nur Dich will?

Du hast Scheuklappen auf und willst nur einen Mann - Deinen! Deiner will dich aber nicht.

Natürlich gibt es viele Ehen, in denen der Mann jahrelang fremdgegangen ist. Das sind aber Frauen, denen es zu unkomfortabel gewesen wäre, einen Neuanfang zu starten. Die lieber die Demütigungen hinnahmen, dafür aber im geschützten Nest blieben und nach außen einen auf heile Welt machten.

Frage dich eben mal, wo du in 10 Jahren stehen willst?! Meinst du, dass du dann froh bist, geblieben zu sein (dein Mann wird dann immer noch Geliebte haben) oder ob du dann eher denkst: Wieso habe ich den Schritt nicht gewagt?

Du gehst zu einer Therapeutin.
Du redest von Schmerzgrenze...

Aber jetzt ist plötzlich alles nicht so schlimm und du willst nur etwas von Leuten hören, die es geschafft haben, bei ihrem Mann zu bleiben trotz anderer Frau.

Niemals mehr möchte ich diese Situation wieder haben, denn ich weiß, dass es sich ganz tief drinnen in einem sehr schlimm anfühlt, auch wenn man nach außen vorgibt, es sei alles in Ordnung. Das ist es nicht. Du bist die Putzfrau, sie die Geliebte.
Polygamie in anderen Ländern geht aber anders:

“… so heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier . Doch wenn ihr fürchtet, sie nicht gleich behandeln zu können, dann (heiratet) eine.” (Quran 4:3)
 
  • #64
Polygamie in anderen Ländern geht aber anders:

“… so heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier . Doch wenn ihr fürchtet, sie nicht gleich behandeln zu können, dann (heiratet) eine.” (Quran 4:3)
in der Tat gibt es Polygamie in anderen Ländern und Kulturen aber über die internen Problemen, über die Intrigen und die Eifersüchteleien, über die Feindseligkeiten darüber redet niemand, sondern redet sich die Polygamie schön und die Frauen müssen sich diesem Schicksal fügen, weil sie wirtschaftlich abhängig sind.

Ein junger Afrikaner erzählte, dass die zweite oder dritte Frau seines Vaters seine Mutter und ihm das Leben schwer gemacht hatte und den Jungen vergiften wollte! Und er selbst ist gegen Polygamie und würde nur eine Frau heiraten!

Polygamie ist nur für die Männer ein Paradies auf Erden aber für die Frauen die Hölle, so auch für dich glaube ich liebe FS und du versuchst dich selbst zu belügen und zu betrügen, dass du die Affäre deines Mannes akzeptieren und tolerieren kannst. Vielleicht hoffst du insgeheim dein Mann würde gesättigt und der Geliebten überdrüssig und würde sie verlassen und reumütig zu dir kommen und zu dir stehen.

Nein, das wird er nicht, denn er lebt mit dieser Frau etwas aus, was er mit dir nicht leben kann und dieses "Mehr" in der Sexualität wird ihn auch an ihr, wenn es schon nicht geschehen ist, emotional binden. Wenn der Sex mit ihr aufregender und erfüllender ist so hat er keinen Grund, die Geliebte fallen zu lassen.

Und wenn es nicht diese Geliebte ist, wird es irgendwann eine andere sein. Denn der Grund sei seine sexuelle Frustration aber statt sich selbst sauber zu trennen und scheiden zu lassen, zwingt dich fast diesem Deal zu zustimmen, damit nur er die Vorteile behalten kann. Würde er dich lieben und achten, so würde er sich lieber selbst von dir trennen, statt dich seelisch leiden zu lassen und dann seine sexuellen Bedürfnisse ausleben wollen. Er wüsste was er dir damit antut und wie er dich verletzt! .

Eure Ehe ist nichts anderes als nur eine Wohngemeinschaft, wo er seinem Vergnügen ausserhalb fröhnt, während du derweil den Haushalt machen musst.
 
  • #65
Polygamie ist nur für die Männer ein Paradies auf Erden aber für die Frauen die Hölle, so auch für dich glaube ich liebe FS und du versuchst dich selbst zu belügen und zu betrügen, dass du die Affäre deines Mannes akzeptieren und tolerieren kannst.
...
Eure Ehe ist nichts anderes als nur eine Wohngemeinschaft, wo er seinem Vergnügen ausserhalb fröhnt, während du derweil den Haushalt machen musst.

Dem zweiten Teil ist nichts mehr hinzuzufügen und dass er seine Frau nicht liebt ist offensichtlich.
Ich habe nicht gesagt, dass ich ein Anhänger der Polygamie bin, aber dass es Kulturen gibt in denen eine Frau durch die Polygamie nicht unbedingt das Nachsehen haben muss. Im Fall der FS hat sie nur die Nachteile. Es ist unwürdig und natürlich belügt sie sich selber, weil sie es sonst nicht aushält.
Sie meint, wir wüssten gar nichts, weil wir ja ihren Mann nicht kennen und nicht wissen, dass er auch zu ihr lieb und nett ist... kann aber dazu nur sagen, dass mein Mann am nettesten zu mir war, wenn er wieder eine Affäre am laufen hatte. Es ist trotzdem demütigend und du musst es beenden.
 
  • #66
Es wäre besser wenn hier wirklich nur solche Foristen zu diesem Thema posten würden, die damit selbst eigene Erfahrungen als Betroffene gemacht haben, in der Rolle des Ehemannes. Denn Theorien sind das eine, die harte Realität das andere. Ich jedenfalls weiß 100%ig, dass ich meinen Mann *liebe*, auch wenn das Begehren weg ist! Es lässt sich auch nicht wieder herbeireden! So etwas gibt es also! Genau wie das Gegenteil das es häufig gibt: Begehren ohne Liebe!
 
  • #67
Dann bleib halt bei ihm. Sicherlich kannst du dich damit arrangieren, das schaffen andere Frauen schließlich auch.
Schließlich soll man Schönes nicht einfach wegwerfen, und die Tatsache, dass er sich mit einer anderen sexuell vergnügt, kann man ausblenden, wen man nur will. Nichts ist perfekt.
Ansonsten ist können dir die Experten von "Treue ist keine Lösung", weiterhelfen oder du fragst einfach Ms. Tramp oder H. Klinton, wie man sich arrangiert. Beispiele gibt's genug.
 
  • #68
Es wäre besser wenn hier wirklich nur solche Foristen zu diesem Thema posten würden, die damit selbst eigene Erfahrungen als Betroffene gemacht haben, in der Rolle des Ehemannes. Denn Theorien sind das eine, die harte Realität das andere. Ich jedenfalls weiß 100%ig, dass ich meinen Mann *liebe*, auch wenn das Begehren weg ist! Es lässt sich auch nicht wieder herbeireden! So etwas gibt es also! Genau wie das Gegenteil das es häufig gibt: Begehren ohne Liebe!
Das kann schon sein, aber was mutest du damit dem Anderen zu?
Ich kenne die Situation auch, dass das Begehren trotz Liebe weg war - die Konsequenz ist dann aber die Trennung, weil ich begehrt werden will und das nicht mit Untreue oder arrangiertem geduldetem Fremdgehen erkaufen will.
Was ist denn das für eine Beziehung, wenn man mit jemand anderem schläft? Wie gesagt ist es niemals "nur Sex". Es ist feige, dann nicht die Konsequenzen zu ziehen und eben zu gehen. Trotz Liebe.
Oder eben bequem.
 
  • #69
Zweite Chance, du kannst hier noch soviele Ratschläge oder Empfehlungen bekommen, am Ende kommt es auf Dich an. Du triffst die Entscheidung für Dich und dein Leben. Solltest du die jetzige Situation auf Dauer nicht ertragen können, musst Du sie beenden. Wenn nicht, wirst du immer Leiden und die Unzufriedenheit über die Situation und Vorstellung wird dich auf Dauer zermürben. Ich habe den Eindruck, dass du die jetzige Situation nur sehr schwer erträgst. Schön das du Verständnis für deinen Mann zeigst, aber wie geht es dir wirklich. Denke mal darüber nach. Was hätte dein Mann gemacht, wenn du ihm diesen Vorschlag unterbreitet hättest. Wäre er so tolerant gewesen wie du? In einer Partnerschaft sollen sich immer beide wohl fühlen, wenn das nicht mehr der Fall ist, muss eine für beide Seiten akzeptable Lösung gefunden werden. Nicht nur auf Kosten eines Partners. Ich habe den Eindruck, das du auf Dauer verlierst und auf der Strecke bleibst. 60M
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #70
Ich selbst habe damit keine Erfahrung, habe allerdings eine Freundin die in einer offenen Beziehung lebt.
Vorher war sie jedoch in einer langjährigen monogamen Beziehung und hätte es sich offen auch nicht vorstellen können.

Was sehe ich als Aussenstehende für Unterschiede zwischen Euch und diesem Paar?
Sie wurde dort abgeholt wo sie stand und langsam Schritt für Schritt mitgenommen. Hatte immer wieder die Chance zu sagen stopp.
Was nicht passiert ist: sie musste nicht die Frage beantworten ob er eine Geliebte haben darf.
Es gab kein: von 0 auf 100
Es gibt keine festen Geliebten und sie sitzt auch nicht alleine Zuhause.


Ich glaube selbst nicht, dass ich in einer offenen Beziehung leben möchte und würde wohl so leiden wie Du.
Deine Eifersucht finde ich persönlich also völlig natürlich und berechtigt.
Ich müsste mich also trennen...

Das ist Deine Entscheidung...

Was aber sicherlich völlig falsch gemacht wurde, ist die Art und Weise wie diese Beziehung geöffnet wurde. Nämlich nur einseitig, weil Du dafür gar nicht offen bist.
Wenn Du es also leben möchtest, dann solltest du Deinen Weg dorthin finden.
Und Deinen Mann bitten bis dahin sein Verhältnis auf Eis zu legen und mit dir zusammen den Weg zu finden.
Wenn Du aus Liebe diesen Weg versuchen möchtest, dann sollte er diesen aus Liebe mit Dir gehen.
Bis jetzt hat er Dich damit allein gelassen!
 
  • #71
Liebe FS,

auch ich finde, dass das Verhalten deines Mannes nicht gerade von großem Respekt zeugt. Du schreibst, dass du immer davon ausgegangen bist eine glückliche Ehe zu führen. Er war lange Zeit nicht zufrieden mit eurem Sexleben, aber anstatt dir als seiner Lebenspartnerin der er die Treue geschworen hat die Chance zu geben, dies zu ändern, hat er sich auf hinterhältige Weise eine Geliebte gesucht und dich dann vor vollendete Tatsachen gestellt. Klingt nicht besonders fair wenn du mich fragst...
Mich beschleicht der Verdacht, dass es hier gar nicht um irgendwelche speziellen Praktiken oder Arten von Sex geht, die du mit ihm nicht ausleben willst oder könntest, sondern er einfach nur mal Lust auf "Frischfleisch" hat, oder was genau meint er mit "die gleiche Sprache sprechen"?

Ich möchte dich davor warnen, dich zu sehr auf seine Aussagen zu verlassen was die vermeintlich nicht vorhandene Gefahr der Affäre für eure Ehe angeht. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass eine Affäre oder Bettgeschichte nicht lange nur eine solche bleibt. Vielleicht stellst du dir vor, dass man nach dem Sex einfach wieder getrennte Wege geht und keine weitere Verbindung zueinander hat. Aber irgendwann werden die Gespräche intensiver, man entdeckt Gemeinsamkeiten, fühlt sich dem anderen verbunden. Dann fängt man an, den anderen wert zu schätzen und auch außerhalb der Bettkante etwas gemeinsam zu unternehmen bis sich die zunächst freundschaftlichen Gefühle zu Liebe entwickeln.
Ich kann mir vorstellen, dass dein Mann zum jetzigen Zeitpunkt wirklich nicht vorhat, dich zu verlassen und eine neue Beziehung einzugehen, aber irgendwann schleichen sich eben doch Gefühle ein, die man nicht vorhergesehen hat. Wer dann als Häufchen Elend zurück bleibt bist du...

Ich kann dir nur raten, zu dir selbst und deinen Gefühlen zu stehen und ihm zu sagen, wie sehr dich die Situation belastet. Ihr habt euch gegenseitig Respekt und Loyalität geschworen und dass schwierige Zeiten GEMEINSAM angegangen werden. Er spuckt gerade darauf, warum also hältst du immer noch so an dieser für dich schädlichen Verbindung fest?

Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke für diesen Weg.

W, 30
 
  • #72
In polyamoristischen Beziehungen herrscht das Prinzip der Offenheit und Transparenz. Dein Mann hat sich, wie oben schon geschrieben wurde, hintenrum eine Geliebte besorgt, um Nuancen auszuleben.
Welche überhaupt? Und wie läuft das Ganze praktisch ab?
Dh. Was sagt er dir wenn er zur Geliebten fährt? Schatz, ich komme heute später, bin beim Sport, Überstunden? Oder fährt er mal während der Mittagspause hin? Wie geht's dir, wenn du weisst, er ist dort? Was sagt ihr den Kindern? Papa ist bei der Arbeit?
Kleine Kinder kann man leicht täuschen, nichts leichter als das.
Warum also nicht bei der Wahrheit bleiben? Papa ist bei einer anderen Frau. Das kann man den Kindern nicht zumuten?
Also ist die Schlussfolgerung, Papa macht etwas, wie Spielen, Drogen nehmen, etc., was man vor den Kindern verbergen muss.
Es zieht also die Lüge in eurer Familienleben ein. Eines Tages erfahren die Kinder davon, und werden dich bemitleiden oder verachten, ihren Vater deswegen vielleicht sogar hassen. Du belügt dich selbst, denn ihr wisst genau, dass sein Handeln nicht integer ist, und du deckst es.
 
  • #73
Dann bleib halt bei ihm. Sicherlich kannst du dich damit arrangieren, das schaffen andere Frauen schließlich auch.
Schließlich soll man Schönes nicht einfach wegwerfen, und die Tatsache, dass er sich mit einer anderen sexuell vergnügt, kann man ausblenden, wen man nur will. Nichts ist perfekt.
Ansonsten ist können dir die Experten von "Treue ist keine Lösung", weiterhelfen oder du fragst einfach Ms. Tramp oder H. Klinton, wie man sich arrangiert. Beispiele gibt's genug.
Wer sind denn Ms Tramp und H. Klinton? Meinst du Mrs. Trump und Hillary Clinton?
Wer kann das bitteschön ausblenden, dass der eigene Ehemann sich mit einer Anderen sexuell vergnügt, während man selber zuhause sitzt bei den gemeinsamen Kindern? Ich kenne niemanden und bei der Clinton-Affäre ging es nicht um eine 2jährige Affäre.
Nach 2 Jahren bist du deinem Geliebten schon sehr nah und kennst ihn sehr gut, teilst viele Gedanken mit ihm, das ist weit mehr als nur Sex. Bei längeren Affären spielen immer Gefühle auch eine Rolle. Und die Ehefrau ist außen vor, kennt ihren Mann nicht mehr, weiß nicht mehr, was in ihm vorgeht und was er fühlt.Weiß nicht mehr, was sie ihm glauben soll, will aber jedes nette Wort glauben. Wer kann das ausblenden? Man kann es vielleicht ausblenden, wenn er mal hier und mal da eine Frau für 1-2 Nächte hat oder bei ner Geschäftsreise. Aber so eine feste lange Affäre ausblenden? Geht nicht! Er schickt ihr Nachrichten, er ist gedanklich bei ihr. Du schreckst zusammen, wenn das Handy piept, weil sie es sein könnte.
Ich finde es sehr gut, was @pixi67 und @Lillylein geschrieben haben.
Die FS hat keine offene Beziehung. Sie schreibt selber, dass ihr danach nicht ist. Ihr Mann hat sie einfach vor vollendete Tatsachen gestellt, sieht, dass sie leidet, aber hat weiterhin seinen Spaß - Egoismus in Reinform.
Sie ist so schwach, dass sie sich nicht von ihm trennen will und lieber versucht, irgendetwas Positives zu finden in der ganzen Sache, sie würde ihrer Ehe lieber noch 1000 Chancen geben und sich noch mehr verbiegen, obwohl es ihr jetzt schon sehr schlecht geht. Aber nach außen lacht sie und versucht sogar hier im Forum die Starke zu mimen. Denn wenn sie nicht zugibt, dass sie tief verletzt ist und es ihr schlecht geht, muss sie ihn ja nicht verlassen.
Für sie ist momentan alles besser, als Schluss zu machen - das ist ein Werdeprozess. Sie will sogar so verständnisvoll sein, dass sie nicht einmal fordert, dass er seine Affäre beendet, obwohl er es ihr angeboten hat (was schon frech ist). Mich macht die Geschichte einfach nur traurig, weil es klar ist, dass sie daran kaputt gehen wird. Das tut ja schon beim Lesen weh!
 
  • #74
In polyamoristischen Beziehungen herrscht das Prinzip der Offenheit und Transparenz. Dein Mann hat sich, wie oben schon geschrieben wurde, hintenrum eine Geliebte besorgt, um Nuancen auszuleben.
Welche überhaupt? Und wie läuft das Ganze praktisch ab?
Das können nur ganz "kleine" bestimmte sexuelle Praktiken sein, wie OV oder auch AV. Ein gebundener Mann suchte online, eine Frau und war bereit Geld zu zahlen, um einfach einmal orale Befriedigung zu erleben.
Nicht alle Frauen mögen diese Praktik(en). Oder es kann sich auch darum handeln, dass er die Sexualität ausserhalb des Bettes ausleben will und wenn es auch nur in einem anderen Zimmer ist. Das wären die "harmloseren" Variant

Schwieriger ist es wenn es sich um Fetischismus oder eben SM handeln würde. Doch obwohl ich der FS die Frage stellte, worum es genau geht, haben wir keine Antworten bekommen

Die FS hat keine offene Beziehung. Sie schreibt selber, dass ihr danach nicht ist. Ihr Mann hat sie einfach vor vollendete Tatsachen gestellt, sieht, dass sie leidet, aber hat weiterhin seinen Spaß - Egoismus in Reinform.
Sie ist so schwach, dass sie sich nicht von ihm trennen will und lieber versucht, irgendetwas Positives zu finden in der ganzen Sache, sie würde ihrer Ehe lieber noch 1000 Chancen geben und sich noch mehr verbiegen, obwohl es ihr jetzt schon sehr schlecht geht.
Liebe @ZweiteChance meinst du mit deinem Nickname dass dein Mann dir eine 2. Chance gibt, indem er von sich aus diese Affäre beendet und dir dann wieder sexuell treu wird und bleibt? Das wird er nicht denn er hätte es schon längstens getan oder gar keine Affäre begonnen, denn er war ja offenbar jahrelang sexuell frustriert und nicht du!

Wie @Lillylein schreibt ist man dem Partner schuldig zuerst immer mit ihm über die eigenen sexuellen Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen. Deshalb hat man ja auch eine Ehe, um miteinander alles zu besprechen. Du schreibst liebe FS, dass es dich extrem verletzt hat, dass er kein Vertrauen in dir hatte. Hat er überhaupt jemals seine sexuellen Wünsche und Bedürfnisse dir gegenüber geäussert oder erst als er eine Geliebte gefunden hatte? Wenn er nicht mit dir sprach so ging er vielleicht automatisch davon aus:
"meine Wünsche und Bedürfnisse kann ich meiner Frau nicht anvertrauen, denn sie wird entsetzt sein und kein Verständnis haben, weil ich sie gut kenne. Sie wird erwarten, dass ich aus Liebe zu ihr darauf verzichte aber ich kann und will das nicht."

Sexualität ist eine riesengrosse Macht und zieht vor allem die Männer magisch an und zwar alles, was neu, aufregender, abwechslungsreicher ist. Ein "Mehr an Nuancen" lehnt kein Mann ab!
 
  • #75
Hast du mal eingehakt, was ihm denn sexuell fehlt ?
Kannst und willst du ihm das nicht geben ?
Weiss er, dass du inzwischen unter deinem OK leidest ?

Frag dich einfach mal, was du tun könntest, denn getrennt ist schnell, aber der Krieg dauert ewig.
 
  • #76
Du bist verletzt und eifersüchtig. Völlig zu recht. Nun versuchst Du, auf heile Welt zu machen. Das wird Dir auf Dauer nicht gelingen. Du machst jetzt schon eine Therapie. Sorry, aber willst Du wirklich behaupten, dass es Dir nicht schlecht geht? Es ist nicht cool und Du wirst in seinen Augen nicht an Respekt gewinnen, wenn Du Dich so "deckeln" lässt. Was macht das mit Dir, Deinen Vorstellungen von einer Ehe, mit Deinem Vertrauen? Ich denke, die Antwort weißt Du selbst ganz genau. Du zahlst für dieses "Arrangement" einen zu hohen Preis. Du bist erst um die 40 und hast noch so viel vor Dir. Wo siehst Du Dich und diese Ehe in einem Jahr? In 5 oder 10 Jahren? Dann sind Deine Kinder vielleicht aus dem Haus und leben ihr eigenes Leben. Dein Mann hat sich vielleicht getrennt und lebt nun mit der Affäre. Oder einer wieder anderen Frau. Und Du? Bist mit über 50 allein und hast so viele Jahre aufs falsche Pferd gesetzt...
 
  • #77
Man sollte als Paar zeitnah drüber reden, wenn sexuell nur noch wenig od nichts läuft. Und zwar lange, bevor einer von beiden ein Auge auf eine andere Person wirft! Zwar kann man verschwundenes Begehren nicht wieder herbeireden, aber die Paarbeziehung auf seelisch- geistiger Ebene wird weiter gefestigt durch vertrauensvolle, offene Gespräche und gemeinsames Überlegen, was man tun könnte, welche Kompromisse man finden könnte. - Alleingänge, Lügen, vollendete Tatsachen Schaffen zerstört Vertrauen, selbst wenn es nach einer Weile gebeichtet wird, und ist eben unfaires, nicht partnerschaftliches Verhalten. Polyamorie würde bedeuten, beide Frauen immer liebevoll und partnerschaftlich zu behandeln, somit auch ehrlich. Und taktvoll: Wieso muss der Mann der FS die Geliebte vor ihr in den höchsten Tönen loben? - Vielleicht kann die FS es schaffen, auch mehr eigene Wege zu gehen, sodass sie unabhängiger wird emotional.
 
  • #78
Man sollte als Paar zeitnah drüber reden, wenn sexuell nur noch wenig od nichts läuft. Und zwar lange, bevor einer von beiden ein Auge auf eine andere Person wirft! Zwar kann man verschwundenes Begehren nicht wieder herbeireden, aber die Paarbeziehung auf seelisch- geistiger Ebene wird weiter gefestigt durch vertrauensvolle, offene Gespräche und gemeinsames Überlegen, was man tun könnte, welche Kompromisse man finden könnte. - Alleingänge, Lügen, vollendete Tatsachen Schaffen zerstört Vertrauen, selbst wenn es nach einer Weile gebeichtet wird, und ist eben unfaires, nicht partnerschaftliches Verhalten.
Mit Verlaub aber das ist ein völliger Unsinn! Keine polyamore Beziehung hat überlebt bzw. funktioniert ohne seelische Blessuren mindestens eines Beteiligten. Diese Erfahrung und diesen Selbstbetrug machte auch die Paartherapeutin Julia Onken höchstpersönlich, um weise daraus zu gehen und diesen Selbstbetrug selbst zu erkennen.

Selbst bei rechtzeitigem und einem offenen, ehrlichen Gespräch will der eine Partner keine offene Beziehung führen, denn so stellt sich kein Paar das Leben vor! Sie ist nun mal monogam veranlagt und leidet seit dem Geständnis ihres Mannes wie ein Hund.

Ob man das jahrelang zuvor anspricht, wenn man nicht mehr sexuell zufrieden ist oder ob man den Partner vor vollendeten Tatsachen stellt, so ändert das nichts am seelischen Leiden der Partnerin, wie sie schreibt
Seit seinem Geständnis ist es jetzt genau ein Jahr her, ein Jahr, das für mich sehr schwierig war. Als ich meinem Mann zugestand, eine aussereheliche Beziehung zu führen wusste ich nicht, was auf mich zukommen wird. Dass es nicht einfach sein würde war ich mir bewusst. Erst jetzt, nachdem sich die Wogen des ersten Sturmes geglättet haben merke ich, wie sich dieser Seitensprung auf mich und die Sicht, die ich auf unsere Beziehung habe, auswirken. Ich merke, wie tief ich verletzt bin, wie sehr mein Vertrauen in ihn und unsere Beziehung erschüttert ist.
Weiter versucht sie sich mit aller Gewalt zur Akzeptanz und Toleranz zu zwingen nur aus purer Verlustangst
Doch da meldet sich immer wieder die Eifersucht. Es gibt Tage an denen geifert sie mir förmlich aus jeder Pore. Ich werde von Selbstzweifel geplagt, von Rachegedanken, von Verlustängsten - dann dreht das Karussell und ich finde den Knopf zum Abschalten nicht. Ich frage mich dann, ob ich die Situation irgend wann WIRKLICH akzeptieren werde.
Warum tun sich die Frauen das an? Kein Mann auf der Welt ist es wert dass Frau als psychischen Wrack seinetwegen endet. Und ich bin sicher: solche Männer verlieren komplett den Respekt vor den Frauen, die sich ihr egoistisches selbstsüchtiges Verhalten gefallen lassen!

Liebe bekommt man geschenkt aber Respekt muss man sich verdienen!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
T

theoclepper

Gast
  • #79
Man sollte als Paar zeitnah drüber reden, wenn sexuell nur noch wenig od nichts läuft. Und zwar lange, bevor einer von beiden ein Auge auf eine andere Person wirft! Zwar kann man verschwundenes Begehren nicht wieder herbeireden, aber die Paarbeziehung auf seelisch- geistiger Ebene wird weiter gefestigt durch vertrauensvolle, offene Gespräche und gemeinsames Überlegen, was man tun könnte, welche Kompromisse man finden könnte. - Alleingänge, Lügen, vollendete Tatsachen Schaffen zerstört Vertrauen, selbst wenn es nach einer Weile gebeichtet wird, und ist eben unfaires, nicht partnerschaftliches Verhalten. Polyamorie würde bedeuten, beide Frauen immer liebevoll und partnerschaftlich zu behandeln, somit auch ehrlich. Und taktvoll: Wieso muss der Mann der FS die Geliebte vor ihr in den höchsten Tönen loben? - Vielleicht kann die FS es schaffen, auch mehr eigene Wege zu gehen, sodass sie unabhängiger wird emotional.

Danke, Darling, auch für deine anderen Post hier.
Ich bin erstaunt, in wie vielen Beiträgen eigene Grenzen und Ansichten als imperative Gesetzmäßigkeiten dargestellt werden.
Ich habe schon einige Frauen kennengelernt, die den hier teilweise vertretenen Normvorstellungen rein gar nicht entsprechen....

@ZweiteChance: Nicht jeder kann das. Manche können´s, manche lernen´s [iSv: das Leben lehrt], anderen geht´s komplett gegen den Strich. Wenn du schreibst: Wie lange dauert sowas?, bist du möglicherweise der dritte Typ. Aber wer soll dir das sagen können?
Achte jedenfalls drauf, dass "der Deal" fair bleibt, d.h. keine Rechte für ihn, die du nicht auch selbst in Anspruch nehmen dürftest.
Ich persönlich hätte ein viel größeres Problem damit, wenn meine Partnerin eine emotional-erotische Beziehung zu jemanden aufbauen würde, als wenn sie mit jemandem hauptsächlich nur rumvögelt. Zu letzterem spreche ich aus Erfahrung. An meiner Wertschätzung und Liebe für diese Frau hat das damals nichts geändert. Wir hatten aber auch von Anfang an eine aufrichtige, von gegenseitiger Wertschätzung geprägte Beziehung (in der z.B. nicht jeder alles sagen musste, aber keiner lügen durfte). Das hat mir sehr geholfen, in so einer eher ungewöhnlichen Fragstellung das Vertrauen zu bewahren. (Das ist möglicherweise schwer nachzuvollziehen, wenn man Wertschätzung und Monogamie für dasselbe hält.)

Lass dir hier nix einreden, ergründe selbst. Wenn´s nicht geht, geht es nicht. Gehe aber davon aus, dass nichts "vorbeigehen" wird.

alles Gute!
 
  • #80
Ich finde zwei Beiträge sehr interessant. Die von Burmakatze und die von Tomyi. Der Beitrag von Burmakatze finde ich überlegenswert für unserer Gesellschaft, ob es diese Modelle künftig bis hin zu einer gesellschaftlichen Akzeptanz schaffen und somit auch von uns umsetzbar sein werden. Was gesellschaftlich nämlich nicht akzeptiert ist, trauen wir uns oft selbst nicht zu leben.

Für Dich persönlich sehe ich jedoch den Beitrag von Tomyi als den richtige an. Was du schreibst wirkt einseitig. Ich sehe auch keinerlei entgegenkommen deines Mannes. Wenn doch dann teil uns das doch bitte mit. Wenn es tatsächlich, wie die meisten hier vermuten, glaube auch ich das es nicht gut geht.

Ich wünsch Dir alles erdenklich Gute

M (47)
 
  • #81
Vielen Dank für die vielen Antworten.

Mein Mann trifft diese Frau noch nicht mal ein Jahr, von zweijährigem Betrug habe ich nie gesprochen. Vor nicht ganz zwei Jahren sind sie sich über den Weg gelaufen. Vor einem Jahr hat er mir von ihr erzählt. Regelmässig haben sie sich während dreier Monate im letzten Jahr getroffen. Strikt nach Regeln, die ich aufgestellt habe. Danach hat sie das Verhältnis beendet. Seither haben sie sich drei Mal getroffen (genau: seit August 16).

Mein Mann mag eher die "härtete Gangart" beim Sex, wir haben das ausprobiert, ich wusste, das er das mag. Mir gefällt das nicht. Er hat sich mir angepasst, die letzten 20 Jahre hatten wir "meine Art" von Sex. Es war vielleicht von uns beiden illusorisch zu glauben, das würde ewig so weiter gehen. Dann hat er diese Frau getroffen, von der er erst nur das Gefühl hatte, das könnte sexuell funken. Mittlerweile weiss er, dass sie "sexuell die selbe Sprache sprechen". Ansonsten leben sie in verschiedenen Welten. Er hat sie nicht ein einziges Mal "in den höchsten Tönen" vor mir gelobt, wie das einige gelesen haben wollen. Nur dass der Sex mit ihr für ihn sehr befriedigend ist.
Seit mein Mann mir von dieser Frau erzählt hat (also schon bevor er erstmals mit ihr im Bett war), haben wir viele intensive Gespräche geführt. Dass es mir in unserer Beziehung immer mal wieder an Emotionalität gefehlt hat wurde darin auch beredet. Er hat das erkannt und kommt mir in diesem Bereich sehr entgegen. Wir haben sehr viel Gemeinsames und auch wenn ich den Sturm der Entrüstung bereits ahne: wir haben viel und innigen Sex. Ich komme voll und ganz auf meine Rechnung.
Belüge ich mich selbst? Ich denke nicht. Ich bin mir meine Zweifel und unangenehmen Gefühle sehr wohl bewusst und berede das auch immer wieder mit meinem Mann. Meine Frage bezog/bezieht sich auf das Gefühl der Eifersucht, das war mir bis dahin in unserer Beziehung fremd. So wie frisch Verliebten wohl Streit, Wut und Trauer fremd sind. Mit der Zeit lernt man, dass auch das zu einer Partnerschaft gehört, das man lernt damit umzugehen, es als Teil der Beziehung zu akzeptieren (damit meine ich nicht, dass es zur Normalität verkommt).
Ich danke besonders denjenigen, die in einer offenen Beziehung leben um ihre Beiträge. Von ihnen zu lesen, dass die Öffnung ihrer Beziehung nicht ohne Trauer stattgefunden hat. Ich denke, das ist im Moment der Punkt, an dem ich stehe. Die Trauer darüber, dass wir einander in sexueller Hinsicht nicht gleichermassen befriedigen können.
 
  • #82
Suuuper Geschichte, echt!

Wenn alles so easy ist für dich bleibe bei ihm. Dem tollen Hecht! Das Leben mit ihm ist schön und der Sex auch, obwohl er sein bestes Stück mit deinem Einverständnis noch in eine andere Frau steckt. Parallel zu dir. Widerlich! Ich jedenfalls würde ihn mit der Kneifzange nicht mehr anfassen.

Trotz deiner Trauer, Eifersuchtsattacken und der gut gemeinten Ratschläge hier bist du noch lang lang lang lang nicht an dem Punkt angekommen um ihm Grenzen aufzuzeigen. Noch nicht so weit unten, dass es dir reicht. „Klick“ hat es noch nicht in deinem Kopf macht.

Aber wie sage ich immer: Ein Mensch der nicht hören will, noch nicht einmal auf die Signale seines eigenen Körpers hört, muss verdammt tief fallen. Erst dann reagiert er.

Äh, warum fragst du uns überhaupt?
 
  • #83
Lust & Sinnlichkeit wollen hervorgelockt und nicht traktiert werden!
Sei froh wenn du den Rammler los bist.
So viele Frauen haben Zonen in der Vagina, wo sie kein Gefühl mehr haben ... und sie glauben es wäre normal, weil sie kennen es nicht anders, und weil sie nie einen Mann hatten, der mit ihnen sexuelle Liebe praktizierte ...
So viele Frauen sind depressiv und vernebelt, weil sie den Wust der fremden Emotionen und Abstumpfung und jahrelangen Frust in sich tragen. Die Frau nimmt den Mann in sich auf. Einer der Unterleib und Herz nicht verbinden kann, sondern abdriftet in pure Geilheit, ist kein Segen für die Frauen!
Da stumpft ja jede Frau ab, wenn einer der selber nicht allzuviel fühlt auf 'härtere Gangart' macht ... Ist doch sonnenklar, dass feine Nervenbereiche dann taub werden, wenn sie anstatt liebevoll heilsam stimuliert, nur traktiert werden.
Lies die Bücher 'sexuelle Liebe auf göttliche Weise'
und 'Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest'

Meide diesen Mann!
In jeder Hinsicht!
Alles Gute!
 
  • #84
Liebe FS,
dein Nachtrag macht für mich die Sache immer unverständlicher.
Du drehst und wendest dich nach allen Seiten, lässt deinen Mann lieber fremdv.. und leidest darunter, als dass ihr euch in euren sexuellen Vorlieben zu einem Kompromiss durchringt.

Ich mag auch lieber die "härtere Gangart", aber wenn ich vor der Wahl stünde, dass mein Partner in einer ansonsten absolut gut funktionierenden Beziehung lieber "Blümchensex" mag, dann gäbe es eben Blümchen, und ich würde ihn bitten, mir zuliebe ab und zu mal etwas mehr Gas zu geben.

Ich bin sicher kein Verfechter davon, dass eine Frau alles tun soll, was dem Mann behagt, selbst wenn sie dabei Schmerzen leidet oder ähnliches.
Aber ich als Frau habe schon Interesse daran, dass mein Mann den Sex mit mir genießt und mich begehrt, und daher würde ich auch über den einen oder anderen kleinen Schatten springen. Wir sprechen hier ja von Nuancen.

Du hingegen scheinst kein gesteigertes Interesse daran zu haben, deinem Mann sexuell entgegen zu kommen. Er hingegen tut dies bei eurem gemeinsamen Sex durchaus. Ihn wird das ja auch nicht gerade sonderlich anmachen, deine Art von Sex zu haben. Ich frage mich, warum du nicht dasselbe für ihn tun kannst. Mir wäre mit Sicherheit alles genehmer, als dass er sich wegen meiner Sturheit mit einer anderen Frau vergnügen müsste.

Leider hast du wohl den Zeitpunkt verpasst, an dem diese Art von Kompromiss möglich gewesen wäre. Nun hat er bei der anderen Frau die wilde Drecksau spielen können und für sein Empfinden richtig guten Sex erlebt. Selbst wenn du ihm jetzt halbherzig entgegenkommen würdest, wäre doch immer der Sex mit der Anderen als Messlatte in seinem Hinterkopf. Selbst gemachtes Leid..

Was du tun kannst? Zu deiner Entscheidung stehen, sie verinnerlichen. Du hast diese Entscheidung getroffen, und zwar mit allen Konsequenzen. Falls du wieder mal unter Eifersuchtsattacken leidest, kannst du dir dessen bewusst werden. Dir vorstellen, wie unerträglich der härtere Sex mit ihm ist, und deinen Frieden mit deiner Entscheidung machen.
 
  • #85
Hallo FS,

ich mag nicht so weit gehen wie @Leopardin. Meine Freiheit ist die der anderen und umgekehrt.

Ich habe mir noch mal Deine Frage und Antworten durchgelesen.

Ich sehe hierzu eine klare Mehrheit, die Eure Vereinbarung für sich ablehnen, aber auch das Unverständnis was Dich wirklich im Innersten bewegt.

Warum genau bist Du enttäuscht, verletzt und erschüttert?

Dein Mann hat Dir Eure Differenzen eröffnet. Du kanntest/kennst (nun) diese und magst diese nicht erfüllen. Ansonsten stimmt, laut Deiner Aussage, alles (andere) und Du hast der Öffnung der Beziehung zugestimmt.

Was genau befürchtest Du?
Was sind Deine Ängste?
Was und wie fühlst Du, wenn Dein Mann bei seiner Gespielin ist?
Bist Du wirklich der Überzeugung, dass die Erlaubnis für Deinen Mann seine sexuellen Besonderheiten auszuleben alles andere (wieder) so gut werden läßt wie erhofft?

Was ist Dein Vorteil aus der Vereinbarung?

Ich lese in Deinen Worten nichts Konkretes und erwarte auch nicht wirklich Antworten, aber vielleicht wäre es ein Ansatz mal GANZ genau in sich reinzuhören und -zufühlen und äußere Normen und Werte mal ganz weit weg zu lassen, auch die in diesem Forum, auch meine.
 
  • #86
Liebe Zweitechance,
Ich finde das erstmal von Dir sehr mutig (verzweifelt?) hier so offen zu schreiben.
Was Du erlebst, wäre für mich der pure Albtraum.
Wie ich an Deiner Stelle reagieren würde, kann ich nicht sagen, vielleicht hätte ich auch erstmal versucht so zu handeln. Das hängt ja alles vom Zustand der Partnerschaft ab. Ich kann mich auch nicht in die Gefühlswelt Deines Partners hineinversetzen, dass dieser Drang so stark ist, dass man das um jeden Preis ausleben muss und dabei seine gute Partnerschaft vielleicht sogar die Liebe seines Lebens riskiert. Für mich ist das wirklich unvorstellbar.

Nu ja, aber wenn es denn so ist und Du deine Leidensfähigkeit austesten möchtest, wäre es vielleicht eine Möglichkeit, dass ihr gemeinsam in solche Clubs geht. Da kann er seine sexuellen Wünsche ausleben und Du machst, was Du möchtest. Aber dann macht er es nicht irgendwo allein mit der Frau. Vielleicht nimmt dir das was von deinem Leid?
 
  • #87
Sorry, es mag einem Menschen möglich sein, auf die weichere Gangart umzuschalten, obwohl er härteren Sex bevorzugt.
Umgekehrt stelle ich mir das eher schwierig vor.
Härterer Sex ist manchmal auch mit anderen Praktiken verbunden, und es kann eher verstörend sein, sich darauf einlassen und damit seine persönlichen Grenzen zu überschreiten. Man kann es ausprobieren, aber es ist nicht für jeden das richtige.
Zu sagen selbst Schuld, finde ich schwierig. Jemanden der beim scharfen Essen Schmerzen hat, wird einfach nie Chili lieben.
 
  • #88
Mein Mann mag eher die "härtete Gangart" beim Sex, wir haben das ausprobiert, ich wusste, das er das mag. Mir gefällt das nicht. Er hat sich mir angepasst, die letzten 20 Jahre hatten wir "meine Art" von Sex.
........
wir haben viel und innigen Sex. Ich komme voll und ganz auf meine Rechnung.
Belüge ich mich selbst? Ich denke nicht.

Ich finde ihr belügt euch gegenseitig und das offenbar seit nun mehr 20 Jahren, zumindest sexuell gesehen. Du weißt seit 20 Jahren, das ihm der Sex mit dir wohl nie wirklich gut gefallen hat und das ihm etwas gefehlt hat. Aber da er sich dir ja angepasst hat und du dadurch auf "deine Rechnung" gekommen bist, war es dir egal, ob er auch auf seine Kosten kommt.
Das sowas auf Dauer nicht gut gehen kann, sollte doch eigentlich klar sein. Ich wundere mich, das es überhaupt so lange funktioniert hat.

Schuld seit ihr beide an der Situation. Denn man merkt sehr schnell, ob man sexuell auf einer Wellenlänge liegt. Ist dem nicht so, sollten beide die Konsequenzen daraus ziehen, das im gegenseitigen Interesse.
 
  • #89
Ich mag auch lieber die "härtere Gangart", aber wenn ich vor der Wahl stünde, dass mein Partner in einer ansonsten absolut gut funktionierenden Beziehung lieber "Blümchensex" mag, dann gäbe es eben Blümchen, und ich würde ihn bitten, mir zuliebe ab und zu mal etwas mehr Gas zu geben.

Ich glaube das Problem wäre dabei aber, selbst wenn dein Partner dir den Gefallen tun würde, es würde dir nicht gefallen. Weil du genau wüsstest und vor allem merken würdest, das er das nur macht, um dir einen Gefallen zu tun. Es wäre nicht echt und authentisch, es wäre wie bei einem ganz ganz schlechten Schauspieler. Und das macht keinen Spaß, keinem der Beteiligten.
 
  • #90
In dem Buch Soul Sex sind anschauliche Beispiele von Frauen, die dem Mann zuliebe alles mögliche mitmachen. Das geht aber nur, weil sie sich selber dann nicht mehr spüren.
Dh nicht, dass die Bedürfnisse des Mannes falsch sind, nur eben sehr unterschiedlich.
Tatsächlich kam mir noch ein anderer Gedanke : turnt dich der Gedanke an, dass dein Mann, wenn er mit dir schläft, noch mit einer anderen Frau Sex hat?
 
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