• #91
Es wäre nicht echt und authentisch, es wäre wie bei einem ganz ganz schlechten Schauspieler. Und das macht keinen Spaß, keinem der Beteiligten.
Der FS scheint es überhaupt nichts auszumachen, dass ihr Mann ihr zuliebe ihre weichere Art von Sex mit ihr praktiziert. Sie schreibt "viel und innig" und dass sie voll auf ihre Kosten käme.
Ihm wird das auch keinen allzu großen Spaß machen. Dieses Wissen stört sie nicht im geringsten. Hat es btw auch die letzten 20 Jahre nicht.

Ob uns das gefallen würde, ist doch Nebensache. Es geht darum, was dieses Paar glücklich macht.
Die FS scheint ihrem Mann nicht dasselbe Entgegenkommen zeigen zu wollen, das er ihr gibt. Und das ist/war der Ausgangs- und Kernpunkt für diese unleidliche Geschichte mit der anderen Frau, mit der die FS nun nicht klar kommt. Es nützt doch nichts, um die Wurzel des Geschehens herumzuphilosophieren.

Es geht auch nicht darum, der FS Vorschriften zu machen, wie sie mit der Situation umgehen sollte. Trennung, Akzeptanz, Kompromissfindung... all das hat die FS bzw. haben sie und ihr Mann selbst zu entscheiden.
Es geht hier um ein in Nuancen sexuell inkompatibles Paar und eine Frau, die dahingehend keine Zugeständnisse machen, den Mann aber behalten will und auch mit der Öffnung der Beziehung nicht klar kommt. Am liebsten wäre ihr wohl, der Mann würde weiter entgegen seinen Bedürfnissen funktionieren, wie er es bereits die letzten 20 Jahre getan hat. Nun hat er nach 20 Jahren aber endlich mal den Mund aufgemacht, und dafür gilt es eine Lösung zu finden.

Diese nachgereichte Information wirft außerdem ein völlig anderes Licht auf die Protagonisten und die Entstehung des hier geschilderten Problems.

Die FS wird sich entscheiden müssen, welchen Weg sie weiter verfolgt. Und da ist es eben so: wenn sie keine Kompromisse eingehen möchte, weil ihr diese Art von Sex zuwider ist, wird sie mit den Konsequenzen leben müssen und sollte auch dahinter stehen. Wir sind alle unseres eigenen (Un-)Glückes Schmied.
 
  • #92
Mein Mann mag eher die "härtete Gangart" beim Sex, wir haben das ausprobiert, ich wusste, das er das mag. Mir gefällt das nicht. Er hat sich mir angepasst, die letzten 20 Jahre hatten wir "meine Art" von Sex. Es war vielleicht von uns beiden illusorisch zu glauben, das würde ewig so weiter gehen. Dann hat er diese Frau getroffen, von der er erst nur das Gefühl hatte, das könnte sexuell funken. Mittlerweile weiss er, dass sie "sexuell die selbe Sprache sprechen". Ansonsten leben sie in verschiedenen Welten.
Genau so etwas hatte ich vermutet, dass es sich um dominanteren Sex handeln könnte. Ist das SM? Du stehst offensichtlich eher auf sanften, zärtlichen Sex. Logisch war dein Mann all die Jahre sexuell frustriert, weil er die sexuelle Erfüllung und Befriedigung nur auf diese Art erreicht. Aber in Wirklichkeit träumte er und wünschte sich diese Art von Sexualität.

Ich wäre viel mehr traurig und enttäuscht, dass ich meinem Mann nicht diese Art von Befriedigung geben kann, wenn ich ihn liebe. Ich müsste schmerzhaft erkennen, dass es sexuell mit uns beiden gar nicht richtig passt.

Du kommst auf deine Kosten, weil er sich dir immer anpasst. Aber denkst du dir nicht dabei, wenn du mit ihm schläfst: "eigentlich ist ihm die Art wie wir die Sexualität leben zu langweilig und er ist überhaupt nicht befriedigt und mag das nicht." Du wärest nicht die einzige "normale" Frau, die mit einem Mann verheiratet ist der entweder devot oder dominant ist und die Männer ein Doppelleben führen, ohne ihre Frauen zu informieren.

Wenigstens weisst du über deinen Mann Bescheid und ob du willst oder nicht so musst du das akzeptieren, denn er wird damit nicht aufhören können. Wenn er seine sexuelle Befriedigung nur in dieser härteren Gangart findet so ist das leider unveränderbar. Das gleiche gilt für Fetischismus und auch für Homosexualität.

Es ist, wie es ist! Du kannst das Wesen deines Mannes nicht ändern und wenn du ihn liebst und bei ihm bleiben willst, so musst du auch die Existenz der anderen Frau akzeptieren und wenn möglich deine Eifersucht abstellen. Und versuchen keine Bilder in deinem Kopf hochkommen zu lassen, wie er seine Befriedigung bei einer anderen Frau findet.

Ich persönlich könnte damit nicht leben es würde mich jeden Tag quälen und ich würde mich von so einem Mann trennen müssen - Liebe hin und Liebe her. Auch mit seiner sexuellen Akt könnte ich nicht umgehen - unabhängig davon ob er eine Geliebte hat oder nicht. So wie ich auch mit Fetischismus nicht umgehen könnte.

Hoffe es gelingt dir, das alles zu akzeptieren.
 
  • #93
Meine Frage bezog/bezieht sich auf das Gefühl der Eifersucht, das war mir bis dahin in unserer Beziehung fremd.

Du bist eifersüchtig, obwohl die Beziehung zwischen den beiden beendet ist. Sie haben sich seit 08/2016 nur 3 mal gesehen haben. Tja, das ist eben nicht beendet. Beendet heißt, sie treffen sie nie mehr.
Du meinst, Du hast die Pfosten in den Boden gehauen und für die beiden bestimmt, wo es lang geht. Aber sie halten sich nicht dran, köcheln ihr eigenes Süppchen, zwar selten, aber sie tun es. Das schafft Dir große Unsicherheit/Komntrollverlust obwohl was anderes verabredet war und das ist der ideale Nährboden für Eifersucht.

Mit der Eifersucht wirst Du nicht fertig, weil Du weißt wie wichtig diese sexuellen Praktiken ihm sind, die nicht Deins sind. Das sagt aber auch, dass Sex mit anderen Partnerinnen ein hohes Beziehungsrisiko ist, denn trotz Eurer Wellbeing-Ehe kann er einer anderen Frau begegnen die ihm beides bietet: guten Sex und eine gute Beziehung. Das weißt Du auch und das befeuert Deine Eifersucht.

Warum solltest du vor seinen außerehelichen Abenteuern eifersüchtig sein? Du wusstest nichts von seinen Wünschen und dass er es mit einer anderen Frau umsetzt. Das ist jetzt anders und die Änderung bewirkt vieles.

Eure geöffnete Ehe kann nicht funktionieren, weil Du sie widerwillig geöffnet hast, unter dem Druck seiner Bedürfnisse (Eherisiko), nicht weil Du es gern getan hast und die gleichen Bedürfnisse hast.

Mag sein, dass Du in Eurer Ehe voll auf Deine Kosten kommst, aber Deine Emotionen signalisieren Dir trotzdem Gefahr: Du sitzt auf dem Schleudersitz und während er mit einer anderen Frau (Deiner Erlaubnis, andere Frauen zu suchen) einen Fallschirm am Sitz des Eherisikos hat, trägst Du das Risiko ins Bodenlose zu fallen. Das lässt Dich am Rad drehen, emotional und irgendwann auch mal psychisch-vegetativ.

Vielleicht kommt noch hinzu
- dass tief in Dir das Risiko vor unangenehmen übertragbaren Krankheiten tickt, das bei den genannten sexuellen Praktiken nunmal erhöht ist
- Du befürchtest, dass er nun auf den Geschmack gekommen ist und sich von Dir Dir in Bälde garkeine Regeln mehr vorgeben lässt
- .....
Das ist alles zu Recht beunruhigend und Eifersucht ist die psycische Reaktion, die Dich zur Verteidigung des Istzustands treiben soll.
 
  • #94
Liebe TS,

Ich habe deinen letzten Beitrag gelesen und habe verstanden dass deine Eifersucht dein einziges Problem ist? Wenn das so ist, ist die einzige Chance dass du dich wieder besser fühlen kannst, genau das was oben steht. Dein Mann schläft mit dir, so wie du es möchtest und du schreibst es ist befriedigend für dich.
Warum kannst du ihm nicht auch ab und zu den Wunsch erfüllen und Sex mit ihm haben, wie er es mag? Besprecht doch vorher, was für dich gar nicht geht oder einigt euch auf eine abgeschwächte Form, dafür gibt es aber dann auch kein "Fremdv....." mehr. Die Frau mit der er sich zum Sex trifft, trifft er ja nicht all zu häufig, dh. es würde ihm sicher reichen, ab und zu mal " seine Art" von Sex zu bekommen.
So kommt auch er auf seine Kosten (denn ich glaube dass er den Blümchen Sex mit dir schon auch genießt) und dein Opfer ist relativ klein, wenn du den Mann den du liebst nicht mehr teilen musst.

Ich weiß viele werden jetzt sagen Opfer bringen, hin halten oder etwas tun was man nicht möchte haben in einer Beziehung nichts zu suchen. Stimmt! Aber wenn es wirklich nur an einer Nuance scheitert und die Beziehung ansonsten noch erfüllend und befriedigend für die TS ist, wäre sich trennen der falsche Weg.

Was ich aber nach wie vor nicht gutheißen kann ist, dass du liebe TS dich mit etwas arrangieren willst, was dir aber in der Seele weh tut, was deine Eifersucht ganz klar zeigt.

Die Eifersucht wird nicht vergehen, solange du deinen Mann noch liebst. Darauf brauchst du nicht hoffen und dagegen gibt es auch kein Mittel.
Wenn es dir mal nichts mehr ausmacht dass er mit einer anderen schläft, dann ist ER dir egal und eure Ehe am Ende.

Misch die Karten neu. Rede mit ihm, erkläre eure Abmachung als nichtig weil sie dir nicht gut tut und schlage ihm vor ihm entgegen zu kommen, ab und an. Nähert euch langsam an so dass du deine persönliche Grenze finden kannst, dass muss ihm dann halt reichen. Aber akzeptiere nicht mehr dass es Sex mit anderen Frauen hat, denn du nimmst einen Schaden dadurch, den er nie mehr gut machen kann.

Vielleicht ist das ein Weg für euch?
 
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  • #95
Es war vielleicht von uns beiden illusorisch zu glauben, das würde ewig so weiter gehen. Dann hat er diese Frau getroffen, von der er erst nur das Gefühl hatte, das könnte sexuell funken. Mittlerweile weiss er, dass sie "sexuell die selbe Sprache sprechen".
Natürlich war es illusorisch - vor allem von dir - zu glauben, dein Mann würde ewig auf seine sexuellen Bedürfnisse verzichten und sich nur dir anpassen. Er war wohl aus Liebe zu dir "gezwungen" 20 Jahren sozusagen Erdbeeren zu essen, obwohl ihm die Bananen besser schmecken. Er tat das freiwillig für dich und im Grunde genommen hat er all die Jahre aus Liebe zu dir auf seine sexuelle Befriedigung verzichtet. Das war eigentlich gar nicht egoistisch von ihm, wie wir alle hier bis jetzt geglaubt haben.
Seit mein Mann mir von dieser Frau erzählt hat (also schon bevor er erstmals mit ihr im Bett war), haben wir viele intensive Gespräche geführt. Dass es mir in unserer Beziehung immer mal wieder an Emotionalität gefehlt hat wurde darin auch beredet. Er hat das erkannt und kommt mir in diesem Bereich sehr entgegen.
Dann kannst du aber in deiner Ehe nicht vollends glücklich gewesen sein. Dein Mann scheint oder schien nicht fähig zu sein Gefühle zu zeigen und auszudrücken. Bist du in der Ehe emotional verhungert? Wie kann dann die Sexualität innig und intensiv sein, wenn die Emotionen seinerseits unterdrückt zu sein scheinen? Kennt dein Mann Zärtlichkeit im Sinn so wie man z.B. eine Katze zärtlich streichelt?
Ich kann mir vorstellen, dass solche Männer ihre Gefühle weg gesperrt haben und das zeigt sich nicht nur in der härteren Sexualität.
Meine Frage bezog/bezieht sich auf das Gefühl der Eifersucht, das war mir bis dahin in unserer Beziehung fremd. So wie frisch Verliebten wohl Streit, Wut und Trauer fremd sind.
Du hast starke Selbstzweifel, eine Eifersucht die aus jeder Pore austritt und auch Rachegedanken, wie du eingangs geschrieben hast. Selbstzweifel, dass du deinem Mann nicht sexuell genügst und nicht wie die anderen Frau bist oder weil du dich ihm nicht als ebenbürtige Frau empfindest, die ihrem Mann die sexuelle Befriedigung geben kann? Hast du Rachegelüste gegenüber der anderen Frau oder deines Mannes?

Seine sexuellen Neigungen und Praktiken haben nichts mit dir zu tun und auch nichts mit anderen Frauen. Es ist wie es ist und es ist müssig zu forschen, warum er so geworden ist. Du bist wie du bist - beides ist in Ordnung.

Nun fand er auch eine Frau, die sexuell die gleiche Sprache spricht. Und genau das macht dich so eifersüchtig, dass sie ihm das gibt, was du nicht geben kannst aufgrund deiner Persönlichkeit. Die Angst ihn an diese Frau zu verlieren ist auch immer präsent, denn das Risiko besteht.
 
  • #96
Liebe @ZweiteChance, lass' Dich von den negativen Kommentaren hier nicht runterziehen. Die meisten meinen es bestimmt gut, aber die Konstellation einer offenen Beziehung überfordert viele Menschen ganz einfach in ihrem Vorstellungsvermögen. Was sicherlich auch daran liegt, dass die Zahl derer, die überhaupt eine aktuelle Jahrzehnte andauernde gute Beziehung führen, marginal sein dürfte - was auch die entsprechende Beratungskompetenz eingeschränkt.

Ich denke, das ist im Moment der Punkt, an dem ich stehe. Die Trauer darüber, dass wir einander in sexueller Hinsicht nicht gleichermassen befriedigen können.
Ja, so würde ich Deine Situation auch einschätzen.
Aber ich schätze es zudem auch so ein, dass Du verstehst, dass alles im Leben seinen Preis hat und man sich manche Dinge auch erarbeiten muss. Gerade in Sachen Liebe ist es eine große Herausforderung an das Selbst, dem geliebten Menschen Freiheit - auch und gerade in sexueller Hinsicht - zuzugestehen.

Aber glaub' mir, wenn es einem gelingt, macht man sich und dem Partner eines der größten Geschenke überhaupt: echte Freiheit. Und zwar Freiheit zuzüglich zu der verbindlichen Liebe, die man füreinander fühlt.
 
  • #97
Der FS scheint es überhaupt nichts auszumachen, dass ihr Mann ihr zuliebe ihre weichere Art von Sex mit ihr praktiziert. Sie schreibt "viel und innig" und dass sie voll auf ihre Kosten käme.
Ihm wird das auch keinen allzu großen Spaß machen. Dieses Wissen stört sie nicht im geringsten. Hat es btw auch die letzten 20 Jahre nicht.
Lass dich nicht verunsichern, es ist schön, dass ihr viel Sex habt, der auch innig ist. Und nur weil deinem Mann hin und wieder etwas anderes fehlt, heißt das nicht, dass es ihm keinen allzu großen Spaß macht. Mein Mann und ich haben auch "viel und innig" Sex und beide großen Spaß dran, er ist erfüllen. Und dann kommt nach einer Zeit ein Punkt, an dem dieser Sex einfach nicht mehr reicht und ein anderes Bedürfnis befriedigt werden muss, damit es wieder schön und erfüllend wird. So ähnlich stelle ich es mir bei deinem Mann auch vor. Leider ist mein letzter ausführlicher Post nicht veröffentlicht worden (warum auch immer), aber ich versuch es nochmal im Schnellverfahren. Dein Mann hat zwanzig Jahre auf deine Bedürfnisse Rücksicht genommen, und ihr seid im Dialog. Du bist eifersüchtig, traurig und verletzt, weil du ihm nicht komplett alles geben kannst, was er gerne möchte. Im Umkehrschluss wird auch er eine Trauer spüren, dass er das von dir nicht bekommen kann, weil er sich diese besonderen Erlebnisse vielleicht auch eben mit dir wünscht. Jetzt seid ihr schon länger an dem Punkt, wo er das Fehlende sich von außen holt. Das finde ich nicht schlimm, aber es ist eine Illussion zu glauben, dass das ohne negative Gefühle funktioniert. Unsere besondere Sexualität hat sich auch im Laufe vieler Jahre entwickelt, mit vielen Gesprächen, aber auch mit negativen Gefühlen, die verarbeitet und zugelassen werden mussten. Es hat sich aber gelohnt, aber es hat eben auch Geduld, Liebe und stetiges Weiterentwickeln gebraucht. Heute sind wir komplett eifersuchtsfrei und vertrauensvoll. Nehmt euch die Zeit (ein Jahr ist da nichts), lass deine Gefühle zu, redet viel und vor allem: stabilisiert eure Beziehung durch schöne gemeinsame Erlebnisse, die eure Partnerschaft trotz fehlender sexueller Nuancen einzigartig machen. Akzeptiert beide, dass der Partner nicht die eierlegende Wollmilchsau ist. Mach sexuell nichts, was du nicht möchtest - damit wirst du unglücklich. Aber vielleicht gibt es auch da noch Neues zu entdecken für euch gemeinsam. Zeit, Reden und beiderseitiges Verständnis scheint mir in eurer Lage der Schlüssel zu sein. Und ansonsten finde ich den letzten Beitrag von noreia einfach treffend.
 
  • #98
@ZweiteChance ,
ich finde es toll, das dein Mann auf deine sexuellen Wünsche Rücksicht nimmt und dich mit seinen Wünschen nicht überfordern möchte. Vielleicht kannst du sie ja nicht erfüllen? und somit sucht er sich eine Partnerin die das tut.

Es bleibt jedoch ein Spiel mit dem Feuer, denn Sex verbindet nunmal (manchmal) die Menschen. Es kann nämlich durchaus sein das er sich verliebt. Du hast ja selber gemerkt, die andere Frau wollte nicht nur das Betthäschen sein und hat es beendet.
Du vergisst aber auch, das viele Frauen in den "Kampfmodus" wechseln, wenn Sie sich verlieben und denn Mann für sich gewinnen möchten (weshalb sie sich wieder gemeldet hat).
Nunja, und manchmal gewinnt eben die Nebenbuhlerin, besonders wenn sie auch noch finanzielle Sicherheit bieten kann.

Diese Sorgen wird dir aber keiner nehmen können, auch dein Mann nicht, denn er weiß ja nicht ob er sich verlieben wird und was die Zukunft bringt.
 
  • #99
Dein Mann hat zwanzig Jahre auf deine Bedürfnisse Rücksicht genommen, und ihr seid im Dialog. Du bist eifersüchtig, traurig und verletzt, weil du ihm nicht komplett alles geben kannst, was er gerne möchte. Im Umkehrschluss wird auch er eine Trauer spüren, dass er das von dir nicht bekommen kann, weil er sich diese besonderen Erlebnisse vielleicht auch eben mit dir wünscht. Jetzt seid ihr schon länger an dem Punkt, wo er das Fehlende sich von außen holt. Das finde ich nicht schlimm, aber es ist eine Illussion zu glauben, dass das ohne negative Gefühle funktioniert.
Das denke ich auch, beide sind bestimmt sehr traurig, dass sie sexuell nicht die gleiche Sprache sprechen gerade in so einem wichtigen Lebensbereich. Wäre ich auch alles: eifersüchtig, wütend, enttäuscht, verletzt, rachsüchtig!

Bezahlt sie nicht einen zu hohen Preis dafür, dass sie nur nicht alleine ist?

Und wie ich schon in #58 schrieb
Ein Mensch spürt doch nach spätestens einem Jahr, ob ein Paar sexuell zusammen harmoniert und ob einem Mann die Sexualität, so wie sie ist ihm genügt, ihn befriedigt und alleine mit dir glücklich werden lässt eben wenn oder weil er dich liebt!
So frage ich mich, warum sie sich nicht getrennt hatten noch bevor es Kinder gab? Sie wusste immer, dass sie nicht auf der gleichen sexuellen Welle reiten und er härtere Gangart braucht. Jetzt haben beide den Salat, weil sich eigene (also seine) Bedürfnisse nicht auf Dauer unterdrücken lassen können. Ihr Mann litt immer darunter, er war frustriert - wie er ihr öffnete. Und hätte das ganze Leben gelitten. Das wenige Spass, die er selbst mit ihr hatte konnte niemals darüber hinwegtäuschen, dass sie sich beide selbst etwas vormachten bzw. sich selbst belogen.

Das Gefühl: wir können uns gerade in der Sexualität nicht geben, was wir brauchen oder was nur er braucht um glückselig und befriedigt einzuschlafen, wird trotzdem das ganze Leben bleiben.

Verzichten könnte er vielleicht sogar das ganze Leben auf italienisches Essen ihr zu Liebe als auf befriedigende Sexualität. Oder heimlich essen - und dabei nicht mal schlechtes Gewissen haben sondern es geniessen.

@ZweiteChance wenn du wüsstest, dass du in 5 mon. einen Mann kennenlernst mit dem es noch sexuell passt und harmoniert und beide vollends glücklich und befriedigt nebeneinander liegt, würdest du dich von deinem Mann trennen oder immer bei ihm bleiben?
Sich das zu beantworten zeigt, ob du nur Angst vor dem Alleinsein hast oder nicht.

Ansonsten musst du immer - trotz Therapie - einen hohen seelischen Preis zahlen mit vorwiegend negativen Gefühlen. Willst du das für den Rest deines Lebens?
 
  • #100
Ich möchte hier keinen Rat an die FS geben, den ich habe keinen. Ich äußere mich nur zum Thema "härtete Gangart" beim Sex.
Bei einigen Damen geht ja wieder die Fantasie durch (@Mandoline glaubt es gehe um SM und Analsex), @Samtina glaubt wohl, dass alle Frauen nur sanften Blümchensex mögen. Da muss ich stark widersprechen, es gibt viele Frauen, die die "härtete Gangart" beim Sex" mögen.
Ich habe es selbst erlebt. Ich bin ganz gut gebaut (etwas mehr als der Durchschnittsmann). Meine erste längere Freundin war und ist es auch heute noch, eine zierliche Frau. Wildes draufrumv* war bei ihr einfach anatomisch nicht möglich. Trotzdem hatten wir 10 Jahre schönen Kuschelsex, ich müsste halt aufpassen nicht zu wild zu werden und immer nur halb reinst*. Das hat mich lange nicht gestört, ich kannte es ja auch nicht anders. Wir haben uns gut verstanden, leider (oder vielleicht auch zum Glück) gingen unsere Lebenswege nach unserer Studienzeit auseinander. Erst danach habe ich den wilden animalischen Sex kennengelernt und musste feststellen, dass ich tatsächlich etwas verpasst hatte.
Jetzt mit über 50 bin ich ruhiger und kuscheliger geworden und nun habe ich schon zweimal Frauen im Bett gehabt, die es ganz wild wollten. Sie forderten echte 'high performence'. Das brauche ich jetzt nicht mehr. Es ist schon eine merkwürdige Welt.
Insofern kann ich den Mann der FS schon gut verstehen.
Liebe FS vielleicht wird dein Mann auch mit dem Alter ruhiger und ihm reicht eurer Kuschelsex.
 
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  • #101
Es geht ja nicht um besser oder schlechter. Aber persönliche Vorlieben sind für beide nun mal schwer veränderbar.
Und führen schnell zum ungesunden Überschreiten der persönlichen Grenzen. Inwieweit die FS damit leben kann, dass sich ihr Mann eine bestimmte Form des Sexes außerhalb holt, kann nur sie selbst entscheiden.
 
  • #102
Ich verstehe das alles nicht (und doch...).
Ich kann nur von mir sagen: wenn ich eine Frau liebe, dann ist das wichtiger als irgendeine sexuelle Praktik. Wenn wir also nicht gerade von Extremen sprechen (Beispiel: "nur im Dunkeln unter der Decke"...), dann stellt sich die Frage doch nur, wenn die Praktik mir wichtiger ist als die Person.

Womit ich nicht sage, sexuelle "Passung" im weitesten Sinne sei nicht bedeutsam. Nur habe ich selbst (bei überschaubarer diesbezüglicher Erfahrung) NIE erlebt, dass dergleichen zu einem Problem wurde (ausgenommen, zugegeben, eine ganz frühe Erfahrung in sozusagen grauer Vorzeit).
 
  • #103
Ich kann Jana nur recht geben, dein Mann verwirklicht sein Leben ohne auf dich Rücksicht zu nehmen. Du scheinst nur noch da zu sein, um ihn den Rücken von allem Unangenehmen frei zu halten. Widmet er dir jetzt eine besondere Aufmerksamkeit, oder ist er besonders Aufmerksam und liebevoll zu dir während er eine Beziehung zu der neuen Partnerin hat? Wenn nein, bist du nur noch für das Alltägliche da. Dein Mann kann dir noch soviel beteuern, aber letztendlich interessiert er sich nur noch für seine neue Partnerin. Du bist praktisch nur noch Beiwerk. Auch wenn dein Mann irgendwann mal die Beziehung zu der anderen Frau beenden sollte (glaube ich nicht) wird er dich mit ihr vergleichen. Diesen Vergleich kannst du nur verlieren (sie war praktisch nur für die schönen Dinge da). Lass dich von einem Anwalt beraten und fange ein neues Leben an. Es wird etwas dauern, aber du wirst sehen, dass es auch wieder sonnenschein in deinem Leben geben wird.
Mann 60
 
  • #104
@ZweiteChance wenn du wüsstest, dass du in 5 mon. einen Mann kennenlernst mit dem es noch sexuell passt und harmoniert und beide vollends glücklich und befriedigt nebeneinander liegt, würdest du dich von deinem Mann trennen oder immer bei ihm bleiben?
Sich das zu beantworten zeigt, ob du nur Angst vor dem Alleinsein hast oder nicht.

Ansonsten musst du immer - trotz Therapie - einen hohen seelischen Preis zahlen mit vorwiegend negativen Gefühlen. Willst du das für den Rest deines Lebens?
Man kann es auch andersrum aufzäumen, die FS (und ihre Familie) würdem meines Erachtens eher einen sehr hohen Preis zahlen, wenn sie sich nach 20 guten Jahren und immernoch grundsätzlichem Wohlfühlens in der Partnerschaft aufgrund der Tatsache trennen würde, dass ihr Mann hin und wieder mal die härtere Gangart braucht bzw. möchte. Das ist absurd. Er pflegt keine Affäre mit allem Drum und Dran plus Gefühlen und vernachlässigt die FS. Er hatte drei sexuelle Abenteuer... und selbstverständlich tut es weh und verursacht Eifersucht, wenn man hört, dass jemand anderem dem Partner gibt, was man nicht geben kann. Es geht um gelegentlichen Sex und beide sind im Dialog miteinander. Auch wenn es bei einigen nicht ins Weltbild passt: es geht nur um Sex, das funktioniert bei einigen Männlein und Weiblein sehr gut... Die FS macht eine Therapie, setzt sich mit ihren Eifersuchtsgefühlen auseinander und erscheint recht reflektiert. Aber eben außerhalb der Norm und erntet deswegen viele Beiträge, die gar nicht auf ihre Persönlichkeit und Situation zugeschnitten ist. Ich rate ihr nach wie vor, sich weiterhin auseinander zu setzen und sich und ihrer Partnerschaft Zeit zu geben.
 
  • #105
Eine "Liebe", die mich traurig macht, bräuchte ich nicht.

Das könnte ich mir auch durch nichts schön reden!

Und irgendwo hat jemand geschrieben: es wäre kein Problem, wenn der Partner verschiedene Sexual-Partner hätte, nur bitte ja nicht nur EINEN weiteren... Viel Spaß mit den Geschlechtskrankheiten wünsche ich da nur.

Und: nein Kondome schützen nicht vor allen Krankheiten. Siehe im Internet nach unter: HPV-Virus, jede sechste Frau hat(te) mindestens 1 Mal in ihrem Leben eine solche Erkrankung. Die Viren halten sich jahrelang im Körper der Frau und ein Mann überträgt sie zahlreich auf andere Frauen. Jede Gebärmutter-Krebs-Erkrankte weist HVP-Viren in sich auf... Merken wir den Zusammenhang?

Mich würde es ekeln. Und vor Gruseln schaudern lassen.
 
  • #106
Ich finde es ziemlich ungeheuerlich, dass hier manche der FS quasi vorwerfen, ihrem Mann in punkto "härtere Gangart" nicht entgegenzukommen. Ob damit nun "wildes" Gerammel oder SM-Spielchen mit Peitschen & Co. gemeint sind, ist letztlich völlig egal...Vermutlich tut ihr das, worauf er steht, einfach WEH?! Soll sie das über sich ergehen lassen nach dem Motto: Augen zu und durch, oder was?

Würden sie eine "abgeschwächte" Variante praktizieren, hätte er vermutlich ein bisschen Spaß und sie ein bisschen Schmerzen. Es würde ihr z.B. nicht so weh tun wie der Bohrer beim Zahnarzt, sondern nur so doll wie ein Wespenstich. Toll..

Sorry, es mag einem Menschen möglich sein, auf die weichere Gangart umzuschalten, obwohl er härteren Sex bevorzugt.
Umgekehrt stelle ich mir das eher schwierig vor.

Sehe ich ganz genauso. Es ist natürlich traurig für den Mann, wenn er nicht ganz auf seine Kosten kommt. Aber Schmerzen und/oder Ekel beim Sex sind ja wohl wesentlich schlimmer als ein bisschen Langeweile.

Man kann wohl nicht von ihm erwarten, ein Leben lang seine Bedürfnisse zu unterdrücken. Aber dass sie aus Liebe zu ihm "die Zähne zusammenbeißt", kommt m.E. noch weniger in Frage. Zumal sexuell im weitesten Sinne normal gepolte Männer Sex eh nur genießen, wenn auch die Frau Spaß hat.

Da finde ich ihren Versuch, sich mit einer offenen Beziehung zu arrangieren, noch sinnvoller. Allerdings hat sich der Mann mit seinen Heimlichkeiten in meinen Augen selbst disqualifiziert.
 
  • #107
Man kann es auch andersrum aufzäumen, die FS (und ihre Familie) würdem meines Erachtens eher einen sehr hohen Preis zahlen, wenn sie sich nach 20 guten Jahren und immernoch grundsätzlichem Wohlfühlens in der Partnerschaft aufgrund der Tatsache trennen würde, dass ihr Mann hin und wieder mal die härtere Gangart braucht bzw. möchte. Das ist absurd. Er pflegt keine Affäre mit allem Drum und Dran plus Gefühlen und vernachlässigt die FS. Er hatte drei sexuelle Abenteuer...
Er hatte regelmässig 3 Monate (!) sexuellen Kontakt mit ihr. Er hätte lieber länger aber sie beendete diese Beziehung aber danach trafen sie sich trotzdem seit August 2016 noch drei Mal - noch mal bitte genauer nachlesen. Beendet ist also der Kontakt zu dieser Frau in keinster Weise. Möglich kann es sein, dass er das in Zukunft heimlich tun wird, weil seine Frau das nicht mehr will und nicht zustimmen kann!

Was aber Menschen vergessen ist, dass man niemals in den Kopf eines anderen schauen kann und auch nicht wissen kann, ob sich ihr Mann nicht doch in diese Frau verliebt hat. Er würde das auch nicht sagen selbst wenn es so wäre, wein 95 % der verheirateten Männer sowieso ihre Familien für eine Geliebte nicht verlassen - sogar dann wenn sie verliebt sind. Weil sie auch beides so leben können.

Wenn die Ehe tatsächlich so gut wäre, so hätte sie diese Frage hier gar nicht stellen müssen und hätte schon längstens die sexuelle Neigungen und Vorlieben ihres Mannes akzeptiert und sich damit arrangiert. Gerade, weil sie darunter sehr leidet hat sie auch hier um Rat gebeten.

Und in der Tat: eine Ehe oder Liebesbeziehung die mich mehr traurig als glücklich macht, die brauche ich auch nicht, wie @yellow bee schreibt.

Aber die meisten Menschen harren in ihrem Unglück aus, aus purer Angst allein zu sein. Nehmen Trauer, Wut, Verzweiflung, Eifersucht, Enttäuschung, Angst und das ständige Risiko, dass der Mann sich doch vielleicht trennt vielleicht für den Rest ihres Lebens in Kauf und werden wie manche Sterbende im Bett realisieren, dass sie sich jetzt in trennen müssen. Irgendwann ist es für alles zu spät und es gibt kein zurück mehr.

Sie muss es wissen, ob sie für den Rest des Lebens so leben wiill oder nicht. Sie ist erst anfangs 40 unf nicht 60!
 
  • #108
Er hatte regelmässig 3 Monate (!) sexuellen Kontakt mit ihr. Er hätte lieber länger aber sie beendete diese Beziehung aber danach trafen sie sich trotzdem seit August 2016 noch drei Mal - noch mal bitte genauer nachlesen. Beendet ist also der Kontakt zu dieser Frau in keinster Weise. Möglich kann es sein, dass er das in Zukunft heimlich tun wird, weil seine Frau das nicht mehr will und nicht zustimmen kann!
Vielleicht liest du den Rest mal genauer. Fakt ist, dass sie regelmäßig sexuellen Kontakt hatten - nach den strikten Regeln der Ehefrau. Was regelmäßig heißt wissen wir nicht. Danach noch drei Mal in einem längeren Zeitraum. Die FS und ihr Mann setzen sich auseinander, sie haben "seinen" Sex probiert - ist nichts für die FS. Das ist legitim und irgendwann muss man eine Lösung finden, wenn es für einen der Beteiligten nicht mehr passt. Die FS ist recht reflektiert und fragt hier lediglich, wie sie mit ihrem Eifersuchtsgefühl umgehen soll, unter dem sie manchmal unglaublich leidet. Aber eben nur manchmal. Ansonsten ist sie sich über ihre Situation schon sehr bewusst. Und dieses "manchmal" ist eben nach solch langer und zufriedener Ehezeit eine Motivation, nach Lösungen zu suchen, bei denen es nicht sofort um Trennung geht. Das raten in der Regel nur Menschen, die noch nie so eine lange Beziehung hatten und die bezüglich sehr langer(!) exklusiver Sexualität ein eher theoretisches Bild haben, aber nicht aus Erfahrung sprechen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Trennung die schlechteste aller Lösungen ist und dass das Durchleben dieser Trauer für beide und das darüber reden zu einer Festigung der Beziehung führen kann, wenn man offen, ehrlich und respektvoll miteinander umgeht. Und bislang haben sie doch den Weg ganz gut beschritten, er wird irgendwann weniger steinig...
 
  • #109
Hm, ob ihr Mann traurig ist, das dieser Weg der Sexualität nicht gemeinsam beschritten werden kann? Auch wenn wir von ihm hier nur indirekt erfahren, er kommt etwas kühl rüber.
Immerhin stand die FS vor vollendeten Tatsachen.
 
  • #110
Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Trennung die schlechteste aller Lösungen ist und dass das Durchleben dieser Trauer für beide und das darüber reden zu einer Festigung der Beziehung führen kann, wenn man offen, ehrlich und respektvoll miteinander umgeht. Und bislang haben sie doch den Weg ganz gut beschritten, er wird irgendwann weniger steinig...
Zweite Chance hat sie sich als Nickname gegeben. Zweite Chance für was genau? Dass ihr Mann auf seine sexuellen Bedürfnisse und Wünsche verzichtet und eben immer treu bleibt? Ich denke, es ist genau das, was sie sich wünscht, dass er die Geliebte nie wieder trifft. Das wird dann aber nicht können, denn es ist eine sexuelle Neigung die er nicht einfach, wie ein Mantel ablegen kann.

Es gibt drei Lösungen:

1) sie sucht sich auch einen Lover und lebt die Sexualität mit ihm aus, damit sie weniger eifersüchtig und nicht mehr so sehr auf ihren Mann fixiert ist. Ihr Ehemann gesteht ihr auch zu, dass sie Sex mit jemand anderem hat, d.h. seinerseits ist die Beziehung beidseitig geöffnet.
2) sie akzeptiert die Liebhaberin ihres Mannes, ohne zu wissen, ob das überhaupt jemals endet und, ob es für sie eine 2. Chance gibt, wie sich das wünscht. Möglich ist auch, dass diese Frau selbst zum 2. Mal die Beziehung beendet und wenn ja wird es sich vermutlich eine andere suchen, die die gleiche sexuelle Sprache spricht, damit er befriedigt ist. Und sie die negativen Gefühlen zulässt und immer leidet
3) oder sie trennt sich von ihrem Mann und zieht mit den Kindern in eine eigene Wohnung ein.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Ehe sich nicht negativ auf die Kinder auswirkt, wo sie doch spüren dass die Eltern nicht zusammenpassen bzw. eine Art gut funktionierende WG führen. Niemand kann mir sagen, dass die Kinder die dicke Luft zwischen den Eltern nicht spüren wenn der Mann von der Geliebten nach Hause kommt.

Kinder (ich war ja auch ein Kind) spürt immer die Stimmung zwischen den Eltern. Es ist für die Kinder ein negatives Beispiel für ihren eigenes Liebesleben im Erwachsenenalter. Sie lernen, dass die Eheleute mit anderen Sex haben dürfen und dass sie sich nicht zu drei verpflichtet fühlen müssen. Das finde ich das schlimmste überhaupt für die Kinder.

Meiner Meinung nach war diese Ehe ein Fehler noch grösser Fehler war, Kinder auf die Welt zu setzen, die darunter dann auch leiden. Wie erklärt man den Kindern, wenn sie Fragen stellen warum ihr Vater zu einer anderen Frau geht? "Es ist eine gute Kollegin", wird man ihnen sagen und sie belügen. Und das tun zu können muss man sich zuerst selbst belügen.
 
  • #111
Vielen Dank erneut für die vielen Beiträge.

Speziellen Dank an Tulaya und noreia, die den Weg der etwas anderen Beziehung schon länger gehen und deren Texte mich aus diesem Grund sehr angesprochen haben. Danach hatte ich ja auch gefragt - nach Erfahrungen von Menschen, die bei sexueller Untreue (sie sie nur ein one-night-stand oder eine länger anhaltende Affaire) nicht gleich nach Trennung schreien sondern bereit waren, Neuland zu betreten. Von ihnen zu lesen, dass dieser Weg sehr wohl gangbar ist , ist für mich sehr hilfreich. Ich danke ihnen für ihr Einfühlungsvermögen, ihr Verständnis und ihre Reflektiertheit.

Mein Mann und ich werden diese zweite Chance packen und gemeinsam den neu eingeschlagenen Weg beschreiten im Bewusstsein, dass das nicht ohne Ängste und Trauer von beiden Seiten her gehen wird; es ist mitnichten so, dass mein Mann sich leichtherzig in diese Affaire gestürzt hat. Die zweite Chance gilt für uns beide, für ihn und für mich, und für uns als Paar, als WIR.

Gerne lese ich neue Beiträge, werde mich jedoch nicht mehr dazu äussern.

Liebe Grüsse, ZweiteChance.
 
  • #112
Liebe ZweiteChance, das freut mich sehr zu hören und ich glaube dir unbesehen, dass ihr beide nicht leichtfertig mit dieser Situation umgeht. Ich wünsche alles alles Gute dafür! Zwei Dinge würde ich euch noch ans Herz legen: Einige gemeinsame Therapiestunden helfen oft ungemein beim Reden, ein guter Therapeut wird die richtigen Impulse setzen. Darüber hinaus (auch wenn es nicht billig ist), würde ich euch eine Paartantramassage in einem seriösen(!) Studio empfehlen. Aus zwei Grunden: Erstens wird jeder von einer eigenen Therapeutin/einem eigenen Therapeuten (gern gegengeschlechtlich) massiert und du wirst vermutlich die Erfahrung machen, wie sehr die Person, die dich massiert, als individuelle Persönlichkeit in den Hintergrund tritt und nur das Erlebnis, das Spüren, die Erfahrung wichtig wird. Zweitens -auch wenn man nur nebeneinander massiert wird- habe ich die Erfahrung gemacht, es verbindet mit dem Partner und gibt auch neue Impulse für das eigene Liebesleben. Alles Liebe!
 
  • #113
Speziellen Dank an Tulaya und noreia, die den Weg der etwas anderen Beziehung schon länger gehen und deren Texte mich aus diesem Grund sehr angesprochen haben. Danach hatte ich ja auch gefragt - nach Erfahrungen von Menschen, die bei sexueller Untreue (sie sie nur ein one-night-stand oder eine länger anhaltende Affaire) nicht gleich nach Trennung schreien sondern bereit waren, Neuland zu betreten. Von ihnen zu lesen, dass dieser Weg sehr wohl gangbar ist , ist für mich sehr hilfreich. Ich danke ihnen für ihr Einfühlungsvermögen, ihr Verständnis und ihre Reflektiertheit.
Ich habe ja bisher nichts geschrieben, eben weil du nach Schicksalgenossinen gefragt hattest, ob oder wie sie es geschafft haben, damit umzugehen.

Aber nun kann ich es mir nicht verklemmen, dich darauf aufmerksam zu machen, dass Tulaya und Noreia anders als du, freiwillig und gewünscht eine offene Beziehug führen. Tulaya holt sich einen anderen Mann ins Bett, während ihr Ehemann meistens nur zuguckt. Der Mann von Noreia aber scheint keinen Bedarf zu haben, denn er macht von der geöffneten Beziehung angeblich keinen Gebrauch.
Während du also im Bett liegst und vor Eifersucht nicht schlafen kannst, wälzen sich vielleicht gerade beide Userinen mit einem anderen Mann im Bett, oder träumen von ihm.

Gerne lese ich neue Beiträge, werde mich jedoch nicht mehr dazu äussern.
Das ist ok, wünsche dir auch alles Gute bei deinem Vorhaben, Neuland zu betreten, aber schreibst du vielleicht mal, wie es ausgegangen ist (ob du die Eifersucht besiegt hast oder sie dich)?
"...Denn ich glaube immer noch mehr an die Wahrheit der frühern Empfindung als an die der spätern Betrachtung." (Spruch von Sophie Tieck)
 
  • #114
Warum auch immer man es positiv darstellt, daß es erstrebenswert oder machbar sein oder von persönlicher Reife und bedingzngsloser Liebesfähigkeit zeugen soll, eine "offene" Beziehung zu leben, ist derjenigen eigene Sache. Auch wenn hier nicht gewünscht ist, daß sich jemand äußert, der so nicht leben will (und der daher auch bereit ist, die Konsequenzen zu tragen) kommen mir mehr Gesichtspunkte in den Sinn:

für mich ist die Liebe, Ehrlichkeit und Offenheit des Gatten zu seiner Ehefrau mehr als fraglich. Inzwischen auch über die kompletten Ehejahre hinweg.

Ums Geld geht es nicht zufällig?

Die eine (???) Dritte im Bunde macht das anstandslos für immer mit? Stellt keine Ansprüche, wird nicht schwangr/krank/in irgendeiner Form bedürftig - verliebt sich sicher nicht?



Eine Dritte im Bund soll/muß es also sein!??? Speziell diese! Von der er "ahnt", daß sie sexuell paßt. Nicht irgendeine.
WIE AHNT man das???
Warum holt er sich das, was ER WILL (NICHT braucht) denn eigentlich nicht bei einer (stets wechselnden) Professionellen? Wie hat man erfüllende Sexualität, wenn man weiß, er ißt das Essen aus (was eigentlich? Pflicht, Höflichkeit, Mitleid, Schuldgefühl, Gegenleistung,...?) - aber er kann den Gang ins Lieblingslokal, den er (endlich?) Froh ist, ihn nicht verheimlichen zu müssen, kaum abwarten?

Nach 20 Jahren damit so anzukommen!
Es ist das Normalste der Welt, bei sowas eifersüchtig zu sein. Er gefährdet die gesamre Familie und will dafür noch den roten Teppich ausgelegt bekommen. Wie abhängig ist man und wie schwach, solch eine Demütigung auch noch lernen wollen zu ertragen? Ich "könnte" das nur unter Drogen. Wieviele Frauen machen Zugeständnisse im Sex aus LIEBE und der Mann merkt es nie?!!

Was Ihr habt ist keine DICH zufriedenstellende Abmachung. Denn davon, daß auch Du fremdsexen darfst, hast Du nichts.
Was also zahlt er Dir/bekommst Du als Schmerzensgeld, was seinen Willen für Dich erträglich/lebbar macht? Nichts?
Er hat alles!?

Tut mir leid. Aber mir kommen auch Zweifel, ob die Frage nicht ein Mann stellt, der eine Frau hat, die mit seinem Egoismus (in der Konstellation zu recht) nicht klarkommt.
 
  • #115
Eben. Es macht eine Unterschied, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Und dass du nur Erfolgsberichte möchtest, andere Beiträge aber "duldest", nun ja.
Sorry, ich kaufe dir deine hier zur Schau gestellte Stärke nicht ab.
Ich denke, es nagt an deiner Seele, es wird dich überallhin begleiten.
Es ist eben nicht so, dass dein Mann ab und zu ohne dich italienisch Essen geht, weil die Pasta Zuhause nicht schmeckt.
Natürlich kann man jetzt mit Psychobegriffen um sich werfen, ihr wachst gemeinsam dran, und dein Mann ist ja auch so traurig, dass er sein bestes Stück in eine andere versenken muss, man könnte auch einfach sagen, er vög. .. fremd.
 
  • #116
Aber nun kann ich es mir nicht verklemmen, dich darauf aufmerksam zu machen, dass Tulaya und Noreia anders als du, freiwillig und gewünscht eine offene Beziehug führen. Tulaya holt sich einen anderen Mann ins Bett, während ihr Ehemann meistens nur zuguckt. Der Mann von Noreia aber scheint keinen Bedarf zu haben, denn er macht von der geöffneten Beziehung angeblich keinen Gebrauch.
Während du also im Bett liegst und vor Eifersucht nicht schlafen kannst, wälzen sich vielleicht gerade beide Userinen mit einem anderen Mann im Bett, oder träumen von ihm.
Was mich betrifft nicht ganz richtig. Mein Mann macht mit... Davon abgesehen, hat mein Mann schon Wünsche gehabt, bei denen ich keine Rolle spielte, weil ich da keine Lust drauf hatte bzw. ihm etwas Spezielles nicht geben konnte/wollte. Das war am "Anfang" unserer jetzigen speziellen Sexualität. Er hat ein paar Mal ganz alleine seine Erfahrungen gemacht. Währenddessen habe ich mich nicht vor Eifersucht im Bett gewälzt, es war völlig okay für mich. Und das Entscheidende: Wir haben das gemacht, was ich der FS dringend ans Herz lege. Vorher und auch hinterher ausführlich darüber geredet. Ihm hat es körperlich sehr gut gefallen - das war für mich nicht ausschließlich leicht. Aber wir haben wirklich viel geredet, sehr offen, das macht verletzlich und schweisst gleichzeitig zusammen. Wir haben viele gemeinsame Nenner gesucht und ausgelebt, und sind heute da, wo wir sind. Nämlich zufrieden. Und den Weg wünsche ich auch der FS auch, ich glaube nicht, dass es sich grundsätzlich so sehr von meinem unterscheidet.
 
  • #117
Ich würde dir zum Schluss da du schon beschlossen hast dich nicht zu trennen weil Deinemann zu bleiben etwas F empfehlen und ich glaube das wird dir einigermassen helfen.

Da du von Anfang an wusstest, dass dein Mann härteren Sex bevorzugt und du das gar nicht magst und dass dein Mann das nicht abstellen kann der Knopfdruck und das es ein Teil seines Wesens ist. Das wird offensichtlich auch immer so bleiben, dass dein Mann diese Art von Sexualität wenn nicht mit dieser geliebten doch vielleicht später mit einer anderen ausleben muss, damit er glücklich und befriedigt ist. Das ist eine unveränderliche Tatsachen, die du akzeptieren musst.

Aber dir würde es extrem helfen die Gefühle von starker Eifersucht, Wut, Rachegefühle und Selbstzweifel zu minimieren oder sogar fast bzw zu spüren. Dein Mann tickt anders und du auch anders und das ist nicht im Einklang.

Gegen diesen negativen Gefühlen kann dir helfen wenn du dir selbst einen Liebhaber suchst dir genau gleich wie du gestrickt ist und mit dem du sexuell auf der gleichen Welle schwimmen kannst. Das wir jetzt zwei positive Effekte haben:

1) du wirst von deinem Mann nicht mehr emotional abhängig und wirst nicht an ihn dein ganzes Glück hängen, du bekommst eine grosse innere Distanz von ihm und seiner Sexualität.

2) du wirst von einem anderen Mann für dich selbst die Bestätigung bekommen, eine begejrenswerte attraktive Frau zu sein.

Wenn du schon beschlossen hast in deiner Ehe zu bleiben, dann könnte dir das (ein anderer Mann) helfen damit für den Rest des Lebens umzugehen.

Vergiss nie: die sexuelle Prägung und die sexuellen Neigungen sind ein fester Bestandteil einer Persönlichkeit und deinen Sohn sich sehr schwer.

Mir kam auch noch ein zusätzlicher Gedanke in den Sinn: wenn dein Mann SM praktiziert, so weiss man aus Studien bzw. Befragungen an mehr als 3000 SM-Anhänger, dass 38 % dieser Anhänger in der Kindheit massive körperliche Gewalt im Elternhaus erfahren haben. Dieses Trauma und das damit verbundene Gefühl der Machtlosigkeit und ausgeliefert sein, versuchen sie später über die harte Sexualität zu verarbeiten, indem sie selbst sich nicht mehr machtlos und hilflos fühlen wollen. Sie wollen sich nie mehr hilflos und ohnmächtig fühlen, sondern den anderen dominieren. Für den fehlenden Vater oder die Mutter gegen die eigentlich diese Härte und Wut gerichtet sein sollte (als Rache und Bestrafung) wird stellvertretend eine Frau genommen.

P.S. Ich weiss von einigen Männern, die SM praktizieren mit denen ich geredet und gechattet hatte, dass sie massiv und sehr hart misshandelt wurden. Das las ich auch in einem Forum von einem ehemals praktizierendem SM-Anhänger. Ob das bei deinem Mann zutrifft, weiss ich nicht, wenn doch dann bräuchte er eigentlich Psychotherapie, um dieses Trauma anders zu verarbeiten.
 
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