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  • #1

Umgang mit Kinderlosigkeit?

Für viele scheint ein Leben ohne Kind absolut Sinnlos zu sein. Ich selbst habe kein Kind und mein Freundeskreis besteht auch nur aus Frauen ohne Kind(er). Häufig höre ich jedoch von vielen Kollegen etc. ... ohne Kind hast du etwas verpasst bzw. du wirst es irgendwann bereuen. Niemand macht sich die Mühe den Grund für die Kinderlosigkeit zu hinterfragen. Es wird scheinbar vorrausgesetzt das alle Frauen und alle Männer Kinder bekommen können.
Häufig gehen viele von Egoismus aus. Da wird komplett Stumpf ohne Rücksicht / Empathie dann noch darüber rumgelästert bzw. noch mit dem Finger in der Wunde rumgebohrt.
Wie geht ihr damit um? Entzieht ihr euch diesen Themen? Wenn ja, wie?
Wie legt ihr den (vielleicht vorhandenen) Kinderwunsch ab?

W/41
 
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  • #2
Ganz ehrlich: ja, ich entziehe mich diesem Thema und vermeide Situationen, in denen ich auf den Kinderwunsch angesprochen werden könnte. Ich hatte vor vier Jahren eine Fehlgeburt, habe Endometriose und bisher noch kein Kind zustande gebracht. Ja, so sehen es viele Verwandte und Freunde von mir. Mein Partner und ich mussten uns schon des öfteren unsensible Sprüche anhören. Jedem meine Krankheitsgeschichte auf die Nase binden ist aber keine Option für mich. Selbst meine Eltern, die Bescheid wissen, verstehen es nicht. Sind der Meinung, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und es müsse ja irgendwie gehen...Grundsätzlich könnte ich mir auch ein Leben ohne Kind vorstellen, mein Partner aber nicht. Deshalb reiße ich mich zusammen, aber das Umfeld macht es einem nicht eben leichter...


W/31
 
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  • #3
Ich bin ein 44 Jahre alter kinderloser Mann, aber Gott sei Dank in einer biologisch besseren Situation.

Trotzdem habe ich natürlich mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, wenn ich zum Thema Kinder ausführe, dass ich mir auch auf die nächsten 10 Jahre hinaus vorstellen könnte, noch Vater zu werden und eine mögliche neue Partnerin, mit der das nicht mehr möglich wäre, eine "supertop Spitzenfrau" sein müsste, damit ich mich darauf einlasse, den Kinderwunsch endgültig zu begraben.

Da ich erst nach den Tod meiner Frau in die Stadt ging, in der ich jetzt lebe, wissen nicht so viele Leute über meine Lebensgeschichte bescheid und es wird mir natürlich regelmäßig unterstellt, dass ich zu den Männern gehören würde, die in jüngeren Jahren "familiengründgstechnisch" rumgeeiert hätten und jetzt, nachdem sie sich ausgelebt hätten, noch schnell eine Familie gründen wollen.

Einer geschwätzigen tratschenden Kollegin aus der Buchhaltung, die auf der Weihnachtsfeier (schon ein paar Jahre her) unverhohlen ihre Meinung über mich und meinen späten Kinderwunsch rausgehauen hat, habe ich gesagt, dass es durchaus in jüngeren Jahren eine Frau gegeben habe, mit der ich mir Kinder vorgestellt hatte und ob sie mal ein Bild von ihr sehen wolle; ich würde am Montag vorbei kommen und es ihr zeigen. Neugierig, wie sie war, wollte sie es natürlich sehen! Das habe ich dann am Montag als "großen Bahnhof", in der Kaffeküche jener Abteilung, inszeniert. (mit möglichst vielen Anwesenden; abteilungsbedingt überwiegend Frauen)

Ich habe ihr dann ein Bild mit der (Urnen)Grabplatte mit lesbarer Inschrift überrreicht. Meine Nachfrage in die Runde, ob noch jemand dabei ist, der nochmal genau hingucken möchte ...brachte eine leere Kaffeküche... (die sonst nie leer ist, um die Zeit)

Der Fall ist zwar ein bischen anders gelagert, als der der FS, aber manchmal mit man seinen Mitmenschen ganz gewaltig vor's Schienenbein treten, um Dinge zu verdeutlichen!

m44
 
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  • #4
Ich hatte nie einen Kinderwunsch und lebe völlig problemlos damit. Auch seltsame Prophezeiungen oder Belehrungen anderer sind mir unbekannt. Offenbar bin ich eine Frau, die keine Zweifel an ihrer Entscheidung offen lässt.
 
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  • #5
Hi FS!
Ich habe ein Kind und ich denke, mir steht es überhaupt nicht zu über Kinderlose in irgendeiner weise herzuziehen. Das muss jeder für sich selbst entscheiden und manchmal kann der Betreffende auch gar nichts tun.
Und wenn ich ganz ehrlich bin, es gibt Tage, da fragt man sich, weshalb man eigentlich ein Kind hat und diese Tage sind gar nicht so selten.
Es gibt Kinder, die wirklich anstrengend sind. ( Wir haben so eins, sie ist gesund, vollkommen normale entwicklung, aber anstrengend)
Was ich sagen will, ob man ohne Kinder wirklich was verpasst hat, das kann ich nicht beurteilen, dass muss jeder für sich solbst entscheiden!
m(35)
 
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  • #6
Ich antworte immer, dass ich ebenso egoistisch Nein zu Kindern sage wie der oder die Fragende egoistisch Ja zu Kindern gesagt hat.

Wenn dann von der anderen Seite hintergeworfen wird, dass Kinder zu haben oder zu kriegen etwas natürliches und nichts egoistisches ist, drehe ich mich wortlos um und gehe, weil es offensichtlich ist, dass die andere Seite meine Antwort nicht verstanden hat.

m, 35
 
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  • #7
Häufig höre ich jedoch von vielen Kollegen etc. ... ohne Kind hast du etwas verpasst bzw. du wirst es irgendwann bereuen. Niemand macht sich die Mühe den Grund für die Kinderlosigkeit zu hinterfragen. Es wird scheinbar vorrausgesetzt das alle Frauen und alle Männer Kinder bekommen können.

Ich kann aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen. Mir geht dieses gedankenlose Geplapper vom tollen Leben mit Kindern daher einfach nur noch auf den Geist.

Bei Kollegen reagiere ich nicht mehr auf die ständigen Erzählungen von der ach so tollen Familie, in meinem Freundeskreis sind die Leute sensibler, da bin ich noch nie so angesprochen worden bzw. jeder erzählt genauso mal von den Problemen mit seinen Kindern, obwohl von meinen gesundheitlichen Problemen in beiden Bereichen niemand weiß.

Natürlich wünschen wir uns alle, mit 25 die Traumpartnerin oder den Traumpartner zu finden und eine Familie zu haben. Bei manchen klappt es, bei manchen nicht, ich denke auch nicht, dass der Mensch an sich deshalb fehlerhaft ist. Ich erzähle meiner Nachbarin mit Hirntumor auch nicht dauernd, wie toll das Leben doch ist, wenn man gesund ist.

Ich habe es unabhängig davon auch nie als "besser" oder "schlechter" empfunden, wenn jemand Kinder haben will oder nicht. Jeder hat die freie Wahl.

m
 
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  • #8
Warum definierst du dich über Frauen und Muttis? Definiere dich lieber über das, was Männer sagen! Letztendlich willst du Männer beeindrucken, nicht Frauen!

Ansonsten, ja du polarisierst.

Weißt du, andere Leute gönnen dir generell nichts und sind immer neidisch! Besonders wenn du sehr schön bist, sehr auffallend, eine tolle Figur hast und frei bist und Dinge erlauben kannst, die andere nicht können! Das fällt irgendwann irgendwem auf. Menschen mögen das nicht, wenn sich einer über der Masse erhebt und was besseres ist.

Zu mir sind früher auch häufig neidische, dickere Frauen gekommen und haben gesagt: "Tja, Mädel, in 10 Jahren hast du auch keine so schlanke Taille mehr." Und dann wurde gelacht und gelacht. War wohl als Provokation gemeint? Ich bin Leistungssportlerin von Kindesbeinen an und Sport ist mein Leben, das sieht man mir auch an. Man missgönnt mir meinen Erfolg, aber ich sage nichts.

Wichtig ist, nicht zurück zu provozieren, sodern dezent den Rückzug wählen und weiter sein Ding zu machen und dahinter zu stehen, was man tun will im Leben.

Je älter man wird, desto mehr nehmen solche Sprüche ab. Heute fühlen sich die anderen noch überlegen, später sehen sie selbst, was sie von ihren Kindern haben. Einige werden von ihren Blagen selber verprügelt, andere werden kirminell, einige wollen von ihren Eltern nichts mehr wissen.
Glaube ja nicht, die Leute haben es einfach! Man sieht ihnen die Sorgenfalten später im Gesicht an, was sie mit ihren Kindern und Ehemännern alles durchmachen mussten. Da lache ich heute schon in mich rein und freue mich meiner Unbeschwertheit.
 
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  • #9
Ehrlich gesagt bin ich noch nie in irgendeiner Weise deshalb von jemandem dumm angemacht worden, ebenso wenig wie ich es täte.
Ich stelle aber generell weder meine Person noch mein Leben zur öffentlichen Diskussion. Was jemand hinter meinem Rücken senkt oder sagt, ist mir egal, ist sein gutes Recht, wie auch das meine !

W33
 
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  • #10
Hallo FS,
dem Thema 'entziehen' kannst Du dich nur wenn Du innerlich Frieden gefunden hast und eins mit deiner Lebenssituation bist. Selbst wenn Du gute/coole Antworten gibst, hilft dir das nicht viel solange Du das Thema bzw. ungelöste Problem mit dir herum trägst. Ich fürchte daran kommst Du nicht vorbei,

Ich (M41) bin auch kinderlos und nicht traurig deswegen. Hat nicht sein sollen, dafür habe ich viele andere Dinge. Wenn mich jemand kritisch darauf anspricht, würde ich so in der Richtung antworten, dass jemand der sein Lebensglück auf dem Rücken von jemand anderen (Partner und Kinder) aufbaut, viel richtig gemacht haben muss im Leben.
 
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  • #11
Es ist sicher ein Unterschied, ob man mit Ü30 oder mit Ü40 als Frau kinderlos ist. Bei jüngeren Frauen ist es ja noch nicht endgültig entschieden, da können ja auch noch Kinder kommen.

Wenn ich gefragt werde, sage ich immer, dass es sich bei mir nicht so ergeben hat. Es hat bei mir gesundheitliche Ursachen, ich bin ungewollt kinderlos und habe mir immer eigene KInder gewünscht.

Was mich traurig macht, wenn Männer mir bei Dates erzählen, wie gerne sie Vater sind und wie wichtig ihnen ihre Kinder sind. Sagen sogar, dass ich da nicht mitreden kann. Sie suggerieren dann oft, dass ich gewollt kinderlos bin und andere Prioritäten in meinem Leben gesetzt habe. Das können sie dann gar nicht verstehen und ich habe mir dann leider schon den ein oder anderen Spruch angehört, der mich auch getroffen und verletzt hat. Ich will dann ja auch nicht jeden Mann gleich beim 1. Date aufklären, warum ich kinderlos bin.

Ich habe es für mich akzeptiert und auch gelernt damit umzugehen. Das Akzeptieren wird mit der Zeit einfacher, wenn die biologische Uhr abgelaufen ist. Ich habe jetzt mein Leben anders ausgerichtet und kann es nun auch ohne Kinder genießen. Freundinnen sind AE, ich beneide sie nicht wirklich...

WÜ40
 
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  • #12
Häufig höre ich jedoch von vielen Kollegen etc. ... ohne Kind hast du etwas verpasst bzw. du wirst es irgendwann bereuen.

Solche Leute würde ich auslachen, weil das doch die größten Loser sagen und so auch aussehen. Und mein kompletter Bekanntenkreis würde mitlachen. Tut mir leid, ist aber so. In meinem Kreis werden Leute mit Kinder schlecht akzeptiert und hintenrum ausgebuht, weil das alles Erfolgsmenschen sind mit bisschen besserer Bildung sind, wo man sich Kinder von weggelaufenen Männern, heuchlerische Ehe oder kaputte Beziehungsumstände rein aus Vernunft nicht mehr leisten kann. Ein kluger Mensch lässt sich in heutiger Zeit darauf auch nicht mehr ein, außer man ist ein Träumer. Auch der Status Mama oder Daddy sind überholte Relikte, mit denen man höchstens Mitleid erntet, weil man damit fast immer in Harz 4 und Armut rutscht.
Sowas kann nur von gemütlichen, dicklichen Frauen kommen oder von Männern, die absolut gar nichts darstellen im Leben und jetzt bisschen mit zerbrochenem Familienglück angeben wollen.
Und auf sowas bist du neidisch? Wo arbeitest du denn? Sind das alles ehemalige Hauptschüler und Bronx-Kolleginnen, die mit 16 schon Kinderbuggy schieben von One-Night-Stand-Gelage? Vielleicht fragst du die mal, ob sie nicht in der Lage waren, richtig mit Kondom zu verhüten? Und pass auf, die sagen dir ganz ehrlich, die Pille hat versagt und das Kondom ist geplatzt. 100%ig. Man sieht also, die checken es vorne und hinten nicht.
 
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  • #13
Liebe Forengemeinde,

seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage für einen Beitrag über Kinderlosigkeit. Ich finde es immmer wieder hart, wieviele Emotionen hier bei den Gästen in den Antworten mitschwinngen. Gerade bei Gast Nr. 11 .. woher kommt soviele negatives? Es ist doch normal, dass wenn man selbst keine Kinder hat (egal ob gewollt oder ungewollt) dann kann man nicht wissen "ob es toll ist mit denne oder nicht" warum soviel Hass? Meine beste Freundin stamm aus einer reichen Familie, Einzelkind. Sie kennt solche "Bekanntenkreise" wie bei dir.. und hat bewusst darauf verzichtet in die Fußstapfen Ihrer Eltern zu treten... ja Sie ist komplett ausgestiegen aus dem ganzen.. und hat mit knapp 19 einen Buggy geschoben... Ihr Mann arbeitet und verdient "normal"...und Sie ist eines der glücklichsten Mamis die ich kenne! Jedem ist es doch selbst überlassen, warum dieses bashing gegeneinander!
Aberum nicht am Thema vorbei zu rutschen. Es gibt Frauen die UNGEWOLLT kindelos sind, wie FS es beschreibt! Das ist der Knackpunkt. Falls der Kinderwunsch schweren Herzens abgelegt worden ist, das Herz aber noch blutet, dann denke ich hilft nur darüber offen zu reden, reden , reden reden, bis es für einen selbst Teil des Ichs wird.

Am eigenen Beispiel, ich wurde als Kind von meinem Vater verprügelt... in der Pubretät hat sich das an einigen Verhaltensweisen zu Männern geäußert.... und ich hab oft darüber ruhig gegrübelt... und irgendwann hab ich es jedem erzählt...jedem bei Thema und Gelegenheit...die ersten male war es schwer...die nächsten leichter und leichter... irgendwann hab ich beim erzählen mich selbst analysiert..meinen Vater, es versucht mir selbst (während des erzählens anderen ) beizubringen und und und. ..und irgendwann hat es einfach nicht weh getan. Es ist wie es ist.. das ist meine Vergangenheit.... und mein Vater hat sich auch so benommen, weil er mit ein paar Sachen nich tklar kam, weil er selbst eine schwere Kindheit hatte etc.

Redet darüber...es gibt so viele Menschen die jünger sind und die momentan sich nicht bewusst sind, dass sie auch eventuel ungewollt kinderlos bleiben werden, wenn sie sich jetzt schon nicht Gedanken über Ihre Zukunft machen.. weil alles so "möglich" in der Zukunft erscheint.

w (24)
 
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  • #14
Liebe FS,
das ist der Neid der unglücklichen Familienväter und -mütter auf Dein komfortables Singleleben. Wer glücklich in seinem Familienleben ist, kann sich sehr gut reindenken, dass man auch in anderen Lebensformen glücklich sein kann.
Diejenigen, die von "verpasstem Lebensglück" reden, sind nach meiner Meinung in ihrem Lebensmodell garnicht zufrieden, sondern müssen sich das erzählen, um selber dran zu glauben. Am liebsten möchten sie schreiend aus ihrem eigenen Leben davonrennen.
w
 
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  • #15
An FS:

Ich bin eine 41-jährige bewusst kinderlose Frau und kenne die Situation.

Ich gehe bei diesem Thema und diversen distanzlosen Fragen/Kommentaren auf Konfrontation. Wer mir etwas unterstellen will, bekommt dann auch gerne Antworten wie:

"Es gibt im Leben noch anderes, als sich zu vermehren", "Ich tue nur was gegen die Überbevölkerung" etc..

Im Prinzip ist es so, dass ich schon früh den Geschmack daran fand, die Welt zu erkunden, Abenteuerreisen zu machen, Land und Leute kennenzulernen, und mich das Kinderkiregen und auch Kinder selbst nicht interessieren. Das ist einfach so.

Meinem Partner geht es ähnlich, in unserem Bekanntenkreis gibt es allerdings keine Diskussion darüber, wohl weil wir beide aus dem Kinderkriege-Alter auch raus sind.

w, 41
 
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  • #16
Vielleicht liegt das an meinem Alter, aber ich kenne das überhaupt nicht!
Gerade, weil ich eine der wenigen über 30 jährigen Frauen bin, die keinen Mann hat und keine Kinder, viel unterwegs bin (welche Frau mit über 30 geht schon allein in Diskos?), frei bin und alles machen und mitmachen kann, für jeden Spaß aufgelegt bin, werde ich ständig gelobt für meinen erstklassigen Stil, kinderlos und ohne Mann geblieben zu sein. Ich gelte als "nicht verbraucht" und "erstklassige deutsche Vorbildsfrau" (wobei ich sagen muss, dass ich Halbausländerin bin, aber das weiß ja niemand). Ich höre nur Lob von den Männern und das gibt mir Selbstbestätigung, alles richtig gemacht zu haben.
Was hättest du von Kindern von verschiedenen Beziehungen? Heute wärst du ohnehin alleinerziehend!

Lediglich ein paar alte Waschweiber munkeln darüber, ich solle doch endlich mal diesen oder jenen Mann heiraten, aber die sind doch kein Vorbild! Die haben daheim selber einen Mann, über den sie schimpfen und sind alt! Genauso wie die Eltern! Die Leute haben für mich absolut keinen Einblick in den heutigen Zeitgeist und man kann sich auf jede Leute und deren Erfahrungswert und Ratschlag überhaupt nicht verlassen!
Man kann sich heute nicht vom erstbesten Mann ein Kind anhängen lassen, sonst endet man später alleinerziehend und das Kind wächst ohne Vaterfigur auf. Ich fand es einfach schon immer sehr wichtig, dass das Kind einen vorhandenen Vater hat für eine gesunde Entwicklung. Aber scheinbar kommt man da erst heute allmählich dahinter...

Ein Kind um jeden Preis ist egoistisch. Man muss doch auch mal an das Kind denken! Aber glaub mir, Leute mit Kinder, denken nicht so weit, die sehen nur das Schöne und was gerade passiert. Was in 20 Jahren mal ist, soweit können die gar nicht denken! Also sei vernünftig und schalte den Kopf ein, wenn andere es nicht tun!
 
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  • #17
Ich bin auch kinderlos. Gern wird ja unterstellt, daß man nur zu bequem für ein Kind ist oder es vor lauter studiererei verpaßt hat.
Dann fahre ich den Konfrontationskurs. Gern sag ich einfach lapidar "Ich hasse Kinder" und dann ist betretenes Schweigen und Ruhe.

Meine Kinderlosigkeit ist nur teilweise gewollt. Ich wäre nur mit viel medizinischen und finanziellen Aufwand schwanger geworden. Daher mein Entschluß kinderlos zu bleiben.

Wenn ich meine zahlreichen Neffen und Nichten oder die Kinder meiner Freundinnen sehe, sage ich mir, nein du hast nicht unbedingt etwas verpaßt.

Jeder sollte selbst entscheiden, welches Lebensmotto er im Leben hat. Ob mit oder ohne Kinder.

w
 
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  • #18
Du musst deinen Umkreis wechseln! Du bist kinderlos, also stürz dich ins Leben, wo Singlemänner sind nicht wo Leute von ihren pobeligen Kindern und Ehemännern angeben in Strickkursen und Familienrunden! Denn da gehörst du meiner Ansicht nach nicht hin!

Meiner Ansicht nach treiben sich Frauen wie du in spießigen Kreisen umher und leben ein langweiliges Leben und geben damit ein passendes Opfer für solche Angriffe ab. Vermutlich hat man Mitleid mit dir, weil du statt in die Disko und in Kneipen, lieber auf langweiligen Familientreffs herumhängst, wo sich Paare und Familien begegnen. Du sitzt da allein.
Da würde ich mich auch fragen, was ist mit dir los? Bist du überhaupt glücklich und aktiv? Wenn du glücklich und zufrieden mit dir bist, dann zeig das auch und suche gezielt Orte auf, wo man eben NICHT als Paar, NICHT mit seinem EHEMANN, und NICHT mit Kindern unterwegs ist. Gehe also nicht im Sommerurlaub dort hin, wo Familien mit Kindern sind, such dir Action und Abenteuer für Weihnachtstage und Silvester und häng nicht bei deiner langweiligen Großfamilie herum!

Du musst auch mal ein bisschen zeigen, dass du dein Leben gut allein ausgefüllt hast und deine Lebenszeit nun mal keine Kinder zulässt.
Sonst ist dein Verhalten echt komisch.

Andere Leute haben nun mal den Drang, andere umerziehen zu wollen. Ein Großteil der (deutschen) Menschen kritisiert und anaylisert erstmal und ist dir damit immer feindlich gesinnt, wenn du was hast oder nicht hast. Das ist die deutsche Mentalität eben.
 
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  • #19
das ist der Neid der unglücklichen Familienväter und -mütter auf Dein komfortables Singleleben. Wer glücklich in seinem Familienleben ist, kann sich sehr gut reindenken, dass man auch in anderen Lebensformen glücklich sein kann.
Diejenigen, die von "verpasstem Lebensglück" reden, sind nach meiner Meinung in ihrem Lebensmodell garnicht zufrieden, sondern müssen sich das erzählen, um selber dran zu glauben. Am liebsten möchten sie schreiend aus ihrem eigenen Leben davonrennen.

Ich glaube eher, dass Menschen, die unzufrieden mit ihrer Situation sind besonders empfindlich auf an sich harmlose Äußerungen anderer reagieren. Verständlich mag es sein, aber halt auch egozentrisch.
Derartiges wie hier beschrieben , ist mir nie passiert.

Ich würde auch niemals davon ausgehen jemand sei auf mein
Leben eifersüchtig wie hier von Mitsingles immer laut proklamiert.
 
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  • #20
Ich will dann ja auch nicht jeden Mann gleich beim 1. Date aufklären, warum ich kinderlos bin.

Freundinnen sind AE, ich beneide sie nicht wirklich...

WÜ40

Also ich bin Single-Mum, und meine kinderlosen Freundinnen beneiden mich.
Aber das ist eine andere Sache.

Ich würde bei einem Date schon sagen, dass Du gerne ein Kind gehabt hättest, es sich aber nicht ergeben hat. Finde ich schon einen Unterschied.

Ich habe 2 Kinder und würde mich nie anmaßen zu behaupten, dass ein kinderloses Leben sinnlos ist!?
HALLO? Es ist eben nur Ich-bezogener, aber das ist ja eigentlich nichts Schlechtes, ich hätte manchmal gerne mehr Ich-bezogenes Leben :)

Ich würde nie einer kinderlosen Freunden an den Kopf knallen: "Wieso hast Du keine Kinder!?"
Das ist genauso ne doofe Frage wie früher immer mit 25+: "Wieso hast Du keinen Freund?"
Blöde Frage.

Ich wollte immer Kinder, habe aber in Kauf genommen, sie mit einem Mann zu haben, der dafür nicht so ganz geeignet ist. Jetzt bin ich von ihm getrennt.
Für mich kam ein Leben ohne Kinder nicht in Frage, für mich wäre es sinnlos, aber die Leben meiner kinderlosen Freundinnen sind schön, spannend, lustig, interessant.
Es gibt Momente, da beneide ich sie auch, nur tauschen wollte ich nicht.

Wenn man erst mal verheiratet war und Kinder hat, wird man auch von niemandem mehr belämmert, wieso man keinen Freund hat oder nicht wieder heiratet oder ähnlich unsensibler Quatsch.

Finde es total unsensibel von Deinen Kollegen, Dir an den Kopf zu knallen, dass Du was verpasst hast im Leben ohne die Hintergründe zu kennen.
Klar verpasst man was. Wenn man ein Leben mit Kindern wichtig findet, ist das auch schlimm.
Aber MIT Kindern verpasst man ja auch einiges.

Ich bin schon froh, dass ich Kinder habe, damit mir solche Idioten erspart bleiben, die mir erzählen, was ich in meinem Leben falsch gemacht habe.
Als Alleinerziehende ist man da außen vor :)

w,41
 
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  • #21
Ich muss sagen, ich bin weder ein Kindertyp, noch wollte ich jemals Kinder. Mein Umfeld weiß also einfach, woran es bei mir ist. Ich wirke einfach nicht so bedürftig bzw. verzweifelt. Mein Leben ist spannend und ausgefüllt. Ich kann Dinge tun, die andere eben mit Kindern unwahrscheinlich tun können und das ist ein unbezahlbares Gut:

- Ich kann kommen und gehen wann ich will oder 5 Tage wegbleiben, ohne jemanden Bescheid geben oder mich zu rechtfertigen oder um Erlaubnis zu fragen
- ich muss mich nicht nach Urzeiten oder Personen richten
- kann überall dabei sein (Zelten, Urlaub, Spontantrip, Konzerte, Diskos) ohne erst einen Babysitter zu arrangieren oder meine Freunde auf Warteliste setzen zu müssen, um ihnen 5 Minuten vorher absagen zu müssen, weil ich dann doch keinen Babysitter mehr gefundne habe.

Mich nervt das immer unglaublich an anderen Menschen mit Kindern und Partner. Man kann mit den Leuten praktisch nichts machen und sie sind schlechte Freunde. Sie müssen um Punkt 24 Uhr daheim sein, sie stehen im Kino früher auf oder verschwinden wortlos in Runden, um schnell nach Hause zu gehen. Sie können absolut keinen Tag/keine Stunde zu viel wegbleiben oder dürfen gar nichts, sie haben kein Auto, weil der Partner gerade das Auto hat. Echt, solche Typen hasse ich regelrecht mittlerweile, wenn man das mal ein paar Jahre mitmacht. Ich habe da praktisch ohnehin schon das Gefühl, ich habe ein imaginäres Kind, wenn ich solche Freunde oder Bekanntschaften um mich habe.
 
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  • #22
Mich nervt das immer unglaublich an anderen Menschen mit Kindern und Partner. Man kann mit den Leuten praktisch nichts machen und sie sind schlechte Freunde.
Ich habe da praktisch ohnehin schon das Gefühl, ich habe ein imaginäres Kind, wenn ich solche Freunde oder Bekanntschaften um mich habe.

Ich finde Kinder zwar auch nicht so toll, aber das, was du beschreibst, ist völlig normal, wenn man Familie hat, da verschieben sich einfach die Prioritäten und z.B. Freunde werden einfach weniger wichtig bzw. sind halt oft das fünfte Rad am Wagen. Ganz normal, Familie hat dann eben Vorrang.
 
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