• #31
Nun, was ist normal und was nicht. Ich denke die Frage kann niemand hier wirklich beantworten.
Wenn es für DICH persönlich befriedigend ist und du damit klar kommst, was spricht dagegen?
Für mich käme es nicht in Frage.
 
  • #32
Ich habe manchmal das Gefühl, dass Frauen, für die Sex nur mit Liebe infrage kommt, diese Einstellung wie eine Auszeichnung vor sich her tragen. Das ärgert mich, obwohl ich im tiefsten Herzen ähnlich ticke. Es ärgert mich v.a. deshalb, weil es sich bei diesem demonstrativ sittsamen Typ oft um Frauen handelt, die einfach sehr viel Glück hatten und früh im Leben den Richtigen gefunden haben. Wenn man früh die (erste) große Liebe trifft, ist es leicht, seinen Prinzipien treu zu bleiben.
Das hat denke ich weniger mit Glück zu tun. Man zieht die Menschen an nach denen man unbewusst "sucht", vorausgesetzt man ist bereit Liebe geben und nehmen zu können. Selbst wenn es mit der ersten Liebe nicht klappt, ist das kein Grund dafür seine Integrität mit Füßen zu treten. Ansonsten gilt: Wer mit Ende 20 noch nie einen Menschen gefunden hat für den er Gefühle entwickeln kann, sollte auch mal bei sich selbst nach der Ursache dafür suchen.
 
  • #33
Ich habe manchmal das Gefühl, dass Frauen, für die Sex nur mit Liebe infrage kommt, diese Einstellung wie eine Auszeichnung vor sich her tragen
Das ist bei mir ein ganz klein wenig der Fall, obwohl ich eigentlich im RL nie über so etwas sprechen würde. Ich behalte diese Einstellung also eigentlich ganz für mich, ohne das irgendwo an die große Glocke zu hängen.

Bei mir war es halt so, dass mein erstes Mal (und die wenigen Male danach) mit diesem einen Mann schmerzhaft waren. Das schrieb ich bereits. Der liebte mich auch nicht. Ich habe damals gedacht: Das soll jetzt das sein, was andere immer so toll finden?
Schon daran sieht man ja, dass da für mich irgend etwas schief gelaufen sein muss. Ich hatte dann auch kein Verlangen mehr nach weiteren Versuchen.

Ganze zweimal war ich danach verliebt, aber das waren beides einseitige Geschichten (obwohl ich deutlich Signale der betreffenden Männer wahrgenommen habe - die sich dann aber eher als Egopush bzw. Ausnutzen meiner Arbeitskraft im Büro herausgestellt haben). Da ist es nie zum Sex gekommen, und ich bin heute sehr froh darüber.

Ich bin - was Verliebtheit angeht - sehr verletzlich geworden. Ich bedaure die vielen Frauen, die hier von ihrem Liebeskummer schreiben, wenn sie nach dem Sex verlassen werden, wirklich sehr (und versuche auch mit meinen Worten zu trösten oder zu helfen).

Gleichzeitig bin ich froh, dass ich in so eine Lage nie gekommen bin. Weil bei mir Sex eben nur mit Liebe und Vertrauen (beiderseits!) geht.
 
  • #34
Zwei Gedanken:

Diese Einstellung hängt auch vom Lebensalter einer Frau ab. Als ich 35 war, hätte ich ähnliches schreiben können. Doch einige Jahre später war alles, aber auch alles anders. Und heute, 14 Jahre später, bin ich "auf der anderen Seite". Heute würde ich ohne Sex verkümmern. Ich brauche es auch, um mich als Frau zu fühlen - und doch ist Sex nicht meine einzige Definition von Frausein.

Ich finde, der nicht in einer Beziehung stattfindende Sex wird immer sehr schnell als "seelen-" oder "lieblos" bezeichnet - vielleicht von Menschen, die tatsächlich unter viel Alkohol mal mit jemand...
Ich gebe nur zu bedenken, dass es zur partnerschaftlichen Liebe doch sehr, sehr viele Varianten gibt! Ich war in jeden Mann, mit dem ich Sex hatte, zumindest verknallt, ich kannte ihn, ich vertraute ihm und er mir. Auch wenn wir keinen Alltag miteinander hatten - wer sagt denn dann, das da nicht trotzdem Zuneigung füreinander da war, aus der Begehren wuchs?

Meine beste Freundin hat ihren allerersten Freund geheiratet, mit dem sie seit 30 Jahren liiert ist und nie einen anderen Sexpartner gehabt. Wir sind trotzdem beste Freundinnen - und wir reden sogar darüber - können uns leben lassen!
 
  • #35
oder ob es noch viel mehr Frauen gibt die genauso empfinden wie ich, und bisher auch nur in vertrauens und liebevollen Beziehungen Sex hatten.
Warum fragst Du explizit nur die Frauen? Traust Du Männern keine vergleichbare Einstellung zu? Weil Männer immer gleich mit dem „Katze im Sack” Argument kommen? Nicht alle – ich bin auch als Mann so eingestellt, daß Sex nur im Rahmen einer Beziehung in Frage kommt. Es ist auch schon mal ein Beziehungsversuch daran gescheitert, obwohl ich die Frau so eingeschätzt hatte wie Dich, Fragestellerin.

Unsere Einstellung ist in der modernen Gesellschaft zu selten, als daß sie ohne üble Unterstellungen (traut sich nicht, hat etwas zu verbergen etc.) einfach akzeptiert würde. Ich wünsche Dir dennoch viel Glück, vielleicht begegnen wir einander ja mal irgendwo.
 
  • #36
Ich finde, der nicht in einer Beziehung stattfindende Sex wird immer sehr schnell als "seelen-" oder "lieblos" bezeichnet - vielleicht von Menschen, die tatsächlich unter viel Alkohol mal mit jemand...
Ich gebe nur zu bedenken, dass es zur partnerschaftlichen Liebe doch sehr, sehr viele Varianten gibt!
ich finde auch, dass der Sex außerhalb einer Beziehung immer so runtergeredet wird, als könne man da nicht ebensolche Gefühle entwickeln...?!
Es mag ja Menschen geben, die einfach Sex haben, aber wenn man ehrlich ist, ist es doch nie nur Sex und Sex ist auch nie bedeutungslos. Ich bin auch ein wesentlich sexuelleres Wesen als die FS, trotzdem hatten die Männer ALLE immer Gefühle für mich und ich für sie. Ohne Gefühl könnte ich keinen Sex haben und das geht den meisten Männern auch so.
Es ist keine Auszeichnung, nur einen Mann gehabt zu haben und auch keine, Sex nicht besonders zu brauchen.
Wenn ich höre, dass eine Frau nur mit einem Mann Sex hatte und es ihr dann nicht mal gefallen hat und sie ab da nur noch Angst hat vor der Liebe und gar dem Sex, dann macht mich das traurig aber auch stutzig!?
Man kann nicht schwimmen lernen ohne sich nass zu machen und es passiert jeden Tag 2 Mio mal, dass irgendeiner auf der Welt enttäuscht oder verlassen wird. So ist das Leben und das gehört zur Liebe dazu. Und ob man da nun Sex hatte oder nicht ist doch egal. Wichtig sollte doch sein, dass man Spaß und positive Gefühle beim Sex hat und dass man den Glauben an die Liebe nicht verliert. Nur weil eine oder zwei Beziehungen oder Affären nichts wurden, muss man doch nicht gleich alles vermeiden!?
Jeder wie er will und wenn ich eine schöne Beziehung habe, ist Sex mit nur einem Mann bis ans Ende meiner Tage natürlich das Beste/ Wünschenswerteste...
Ich habe auch niemals einen Mann betrogen und würde ich auch nicht tun, aber Männer und Begegnungen meiden, nur um Herzschmerz zu vermeiden ist auch keine Lösung.
Und ich finde Sex auch außerhalb einer festen Beziehung wichtig, allerdings muss es sich zumindest beziehungsähnlich anfühlen. ONS hatte ich nie.
 
  • #37
Dein Verhalten entspricht wohl der Norm der Frauen unserer Gesellschaft, insofern sie die Möglichkeit haben, zu wählen. Auch ich hatte mehrere, lange Jahre keinen Sex, weil ich eine Beziehungsauszeit brauchte und dann niemanden „einfach so“ kennen lernte. Allerdings hatte ich dann Orgasmen im Schlaf.

Ich glaube überhaupt nicht daran, wie es oben von einem Teilnehmer geschrieben wird, dass Frauen weniger Trieb haben, sondern daran, dass dieser seit Jahrhunderten stark gesellschaftlich gedrosselt wurde und immer noch wird. Das hat nichts mit Naturgegebenheit zu tun. Davon abgesehen folgt der weibliche Trieb einem anderen Rhythmus als dem männlichen, eben die Sache mit dem Eisprung, das mag den Eindruck vom "niedrigeren Trieb" erwecken. Auch suchen sich Frauen ihren Partner viel sorgfältiger, das kommt dazu. Das heisst aber nicht, dass sie weniger Bedürfnisse haben. Vielleicht haben sie auch verlernt, diese zu erkennen.

Liebe FS, eins interessiert mich aber schon: du wirst wahrscheinlich auf einen Mann stossen, der bei einer heutigen 35-jährigen Frau eine gewisse sexuelle Erfahrung erwartet. Hier sagen dir alle Männer in Chor, du lägest richtig, aber das sind wahrscheinlich die Gleichen, die eine Frau langsam aber sicher ablehen würden, weil sie dies und jenes nicht kann oder nicht machen will. Thema Doppelmoral. Welche Gedanken machst du dir darüber, ist das vielleicht der Grund deiner Frage hier?
 
  • #38
Ich kenne in meinem privaten und beruflichen Umfeld ausschließlich Frauen, welche sich erst in einer Beziehung dem Mann gegenüber sexuell öffnen können und denen Sex in einer hinreichenden Liebesbeziehung erst dann schön ist. Dies ist ganz normal. Bei einer leichtlebigen und umtriebigen Frau würde ich stutzig werden, weil es nach meinen Erfahrungen eher sehr selten ist.
Liebe FSin leider bist Du nicht in dem Bereich die ONE and ONLY, es ist keinesfalls so aussergewöhnlich oder so besonders wie Du denkst, sondern viele Frauen, wie auch ich, ticken wie Du.
Und was habe ich nun davon? Einzig das der Mann das ganze Programm abspulen muss und viele Männer, da Beziehungsmodell, schnell abspringen. Doch das macht mich weder besser noch schlechter, noch interessanter, noch geduldiger als Mensch oder noch erfolgreicher bei der Partnersuche.
 
  • #39
Die Leute die lockerer veranlagt sind, müssen wohl nicht so sehr auf sich aufpassen
Ich denke, das ist ein wichtiger Punkt.
Aus meiner ganz und gar subjektiven Perspektive kann ich einfach so gar nicht nachvollziehen, dass
1. man sich mit Außer-Beziehungs-Sex wirklich was Gutes tut und
2. einem das tatsächlich was gibt.

Das geht so völlig an meinem eigenen Empfinden vorbei und überhaupt nicht in meinen Kopf. Obwohl ich mich bei anderen Dingen durchaus sehr gut in Menschen einfühlen kann ...
 
  • #40
Einer der Vorteile für Frauen mit geringerem Bedürfnis nach Sex ist der, dass sie gegen scheinbar charmante Verführertypen gut gewappnet sind, wie man auch aus dem Eingangspost der FS rauslesen kann. Sie verfallen nicht gleich in Komplexe und bleiben sich selbst treu, wenn sie merken dass der Mann bindungsscheu zu sein scheint. Das nenne ich Selbsbewusstsein.

Andere Frauen finden sich da schnell im Jägermodus wieder, weil sie die Vorstellung dieser "tolle" Mann könne sie nicht wollen, nicht ertragen können. Besonders auf diese sogenannten "Alpha-Männer" wirkt dies unweiblich, sodass diese Frauen gleich in der Affärenschublade landen. Oft sind es dann die "standhaften" Frauen wie auch die FS, bei denen diese Typen irgendwann schwach werden und eine feste Bindung eingehen, vorausgesetzt sie sind sicher dass die Frau auch authentisch ist. Das kann man nicht spielen.

So ist das Leben und das gehört zur Liebe dazu. Und ob man da nun Sex hatte oder nicht ist doch egal. Wichtig sollte doch sein, dass man Spaß und positive Gefühle beim Sex hat und dass man den Glauben an die Liebe nicht verliert. Nur weil eine oder zwei Beziehungen oder Affären nichts wurden, muss man doch nicht gleich alles vermeiden!?
Allerdings muss/sollte man nicht seine Lebensphilosophie ändern, nur weil man nicht alleine sein kann. Wer sich vordergründig nach Sex sehnt darf so handeln wie du propagierst, für andere wäre das aber kontraproduktiv.
 
  • #41
Bevor die Diskussion in eine Richtung geht, die auch ich mit meinem Beitrag keinesfalls wollte:

Es ist absolut nichts Besonderes, nur einen oder vielleicht sogar keinen Sexpartner gehabt zu haben.

Im Gegenteil dachte ich in meinen jüngeren Jahren schon, eine Ausnahme zu sein. Allerdings nicht im positiven Sinne, sondern eher in Richtung: Die ist aber komisch.

Deswegen habe ich im RL NIE über so etwas Intimes gesprochen. Es wäre mir sogar damals peinlich gewesen.

Meine Jugendzeit - die 1980er Jahre - habe ich so in Erinnerung, dass es eher ein Manko war, zu ruhig und ernst zu sein. Da galt man schnell als "Rühr mich nicht an" bei den Jungs. Die mochten solche Mädchen nicht.

Trotzdem bereue ich es überhaupt nicht so zu leben, wie ich nun mal lebe. Ich bin ein glücklicher Single - unglücklich war ich immer nur dann, wenn ich (unglücklich) verliebt war.

Sollte ich mich je wieder mit Haut und Haaren verlieben (im Moment glaube ich kaum dran, aber wer weiß...), dann könnte ich mit einem tollen verständnisvollen Mann auch Sex haben. Da bin ich sicher. Aber sonst brauche ich das nicht.
 
  • #42
Ich dachte früher, ich könnte guten Sex nur in einer stabilen Beziehung haben. Nach der Trennung aus der bisher längsten Beziehung merkte ich aber, dass das doch nicht stimmt für mich.
Es kommt bei mir nicht so sehr drauf an, wie verbindlich ich mit einem Menschen zusammen sein werde. Sondern darauf, wie empathisch, offen und freundlich der Mensch ist, mit dem ich Sex habe. Ich habe dem Leben auch als Single einige lustvolle und tiefe Momente abgewonnen (neben den vielleicht beinahe obligatorischen miesen Erfahrungen). Es fiel mir ein wenig leichter, mutig und offen zu meinen Wünschen zu stehen, wo man keine grosse Geschichte hatte und mit seinen Geständnissen wenig aufs Spiel setzte. Und ich habe die erstaunliche Erfahrung gemacht, dass ein beinahe Fremder einen manchmal intuitiv gerade dort versteht, wo man zuvor bei seinem Partner jahrelang auf taube Ohren stiess.
 
  • #43
Mir kräuseln sich die glatten Haare, wenn ich in Beiträgen lese, dass Frauen sich "begehrt" fühlen möchten, wenn sie Sex außerhalb von festen Bindungen haben.

Was heisst denn begehrt werden, wenn es einem Mann grad mal egal ist, wer die Frau ist, die ihn ran lässt?

Besagte Männer begehren nicht, sie lassen Druck ab.

Als Frau muss ich mich überhaupt nicht "begehrt" fühlen, es gibt mir nichts, sofern es "nur" um begehren über den Sex geht, geliebt, geachtet und respektiert zu werden das ersehne ich allerdings.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #44
Aus meiner ganz und gar subjektiven Perspektive kann ich einfach so gar nicht nachvollziehen, dass
1. man sich mit Außer-Beziehungs-Sex wirklich was Gutes tut und
2. einem das tatsächlich was gibt.
Wer etwas noch nie probiert hat, der kann das oft nicht nachvollziehen. - Schon gar nicht, wenn man seit Jahren unter Depressionen leidet, wie du hier bereits eingeräumt hast (negatives Denken, negative Erwartungshaltung!). Depressive haben nachweislich weniger Partner und bleiben meist bei ihren Partnern. Dass Depressive nicht gerade vor Lebensfreude, Lust auf etwas Neues und Lebensenergie strotzen und unter mangelnder Libido leiden, ist wohl eine Binsenweisheit.

Mit Liebe hat erfüllender Sex nicht unbedingt zu tun, sondern mit Können.

Wer natürlich nur wenige Partner hatte, der meint Sex gehört halt so und für einige ist es wohl auch gut, denn wenn sie wüßten, wie Sex noch sein kann, dann würden sie ihren Partner auf der Stelle verlassen :)

Mangelndes sexuelles Verlangen hat meist etwas mit mit psychischen Problemen oder dem Hormonspiegel zu tun. Das wird Klug... "Heiko" auch noch lernen, wenn er endlich mal mit seinem Studium anfängt.

Das Schlimmste ist nicht, solche Störungen zu haben, sondern seine Störung als ein Qualitätsmerkmal umzudefinieren nur um sich nicht mit der Realität konfrontieren zu müssen, dass ein gesundheitlicher Defekt vorliegt!

Sexualität gehört zu den Primärtrieben wie das Bedürfnis nach Nahrung, Wasser, Sauerstoff, Ruhe und Entspannung)
(vgl. Sigmund Freud)

Unberührtheit bis 25, über 15 Jahre keinen Sex wie "Herakles" und ein Verhalten wie das der FS stehen für absolute EXTREME. Der Norm entspricht das jedenfalls nicht! Absolutely not!

Der Sexualtrieb ist eng verknüpft mit der seelischen und körperlichen Gesundheit!
 
  • #45
Mir persönlich wäre es zu primitiv und zuwenig, nur wegen Sex zusammen zu kommen. Ich will mit der Frau mehr zusammen fühlen und erleben, als nur bis zum Orgasmus.

Noch schlimmer wäre für mich eine Prostituierte. Die ihren Körper nur hinhält, wegen dem Geld dafür. Da würde mir Alles vergehen.

Ich verurteile die Menschen nicht, die nur für Sex zusammen sind.
Ich verurteile auch keine Prostituierten. Aber ich persönlich mag es nicht auf diese Art.

Sondern Selbstachtung statt rein tiebhaftes Verhalten. Und Achtung des Gegenübers. Dem man ein rein triebhaftes Verhalten nicht antun will. Ich halte das für sehr normal.
Vielleicht denkt und fühlt die FS auch so ?

Es mag Interessen geben, wo man sich einsam und unsicher fühlt.
Weil man keinen Anderen kennt, der ebenso denkt.
Aber je mehr Gleichgesinnte man erfährt, desto stärker und überzeugter wird man.
(m,53)
 
  • #46
Mir kräuseln sich die glatten Haare, wenn ich in Beiträgen lese, dass Frauen sich "begehrt" fühlen möchten, wenn sie Sex außerhalb von festen Bindungen haben.
So manche sexuell attraktive Frauen genießen es schon, wenn sie sexuell begehrt werden. Und setzen dafür ansprechende Kleidung, Make-up, etc. ein. Das Ziel der Meisten ist aber nicht Sex, sondern nur das prickelnde Gefühl begehrt zu werden.

Es gibt aber auch das Gegenteil. Frauen, die es anwidert, wenn sie von Männern angeschaut werden, nur aus sexuellem Interesse/Trieb.
 
  • #47
Mit Liebe hat erfüllender Sex nicht unbedingt zu tun, sondern mit Können
Mit beidem, würde ich meinen ;). DANN wird es richtig gut. Es ist ja nicht so, als ob man mit nur EINEM Partner nicht alles mögliche lernen und ausprobieren könnte. Ich glaube, du würdest dich wundern.

Der Sexualtrieb ist eng verknüpft mit der seelischen und körperlichen Gesundheit!
Körperlich bin ich topfit (wenn man von meiner Abneigung gegen Sport absieht). Meine depressiven Episoden habe ich nur in besonderen Belastungssituationen. Zudem habe ich in meinem Leben schon ziemlich viele neue Dinge gewagt (neuen Partner suchen ist dafür nicht nötig). Ich finde mich in deiner Beschreibung also nur bedingt wieder.
Und an die Sache mit dem Grundtrieb kann ich einfach nicht glauben, da man ohne Sex sehr wohl ein erfülltes und glückliches Leben führen kann. Ohne Essen und ohne Schlaf allerdings eher nicht ;).
 
  • #48
Die FS hat Post von gleichartig veranlagten Frauen erhalten, die sie auch dringend erbeten hatte. Ich würde ihr empfehlen einmal Opern aus der Zeit Mozarts anzuschauen, z.b. Cosi van tutte , aber auch andere zeitgenössische Opern: Sexualität spielte bereits damals eine große Rolle im Leben. Die FS scheint aber völlig auf Sexualität verzichten zu können. Dann sollte sie sich auch dazu bekennen, sonst wird sie im Leben nur Enttäuschungen erleben.
 
  • #49
Mir persönlich wäre es zu primitiv und zuwenig, nur wegen Sex zusammen zu kommen. Ich will mit der Frau mehr zusammen fühlen und erleben, als nur bis zum Orgasmus.
Merkst du an dieser Stelle nicht, wie kurzgedacht das ist? Und wie wertend? Wer hat denn hier geschrieben, dass man bei Sex, der nicht in der Beziehung stattfindet NICHTS FÜHLT? Woher weißt du denn, wie so eine Verbindung beschaffen ist und wie sie läuft? Die Begegnung, die ich und einige andere hier meinen, beinhaltet dann doch schon weit mehr als den Sex. Meine Affärenpartner und ich haben sich immer sehr genau kennen gelernt. Die Gespräche nach dem Sex waren teils die tiefgründigsten und vertrautesten, die ich hatte...

Es ist generell schade, dass diese DIskussion so ideologisiert ist. Dass hier wertend und moralisierend aufeinander eingedroschen wird, wer denn nun Recht hat und wer es richtig macht. Wie "Ekel" und "Abscheu" als "Warnzeichen" einer "gesunden Moral" wie eine Keule benutzt werden.

Wenn sich die Männer und Frauen jahrelang ohne Sex sehr gut fühlen, dann ist das eben ihr Ding. Sie werden ihre Gründe haben und ihre Energien anderweitig einsetzen. Ich komme aber nicht auf die Idee, sie deswegen mit Schlamm zu bewerfen.
 
  • #50
Liebe Leute,

ihr streitet gerade um Kaisers Bart.

Ich bin schon ziemlich alt und habe einige sehr krass unterschiedliche Lebensphasen hinter mir. Phasen des sozial äußerst aktiven Lebens, in denen ich viele Menschen kennen gelernt habe und sich auch viele Männer für mich interessiert haben - was extrem überwiegend einfach nur prickelnd und spannend war und nur zu einigen ganz wenigen, sehr leidenschaftlichen Affairen führte - Phasen in Beziehungen, in denen es mir gut ging und ich völlig problemlos beiderseitig treu lebte - eine lange Phase von mehr als 13 Jahren, in denen ich völlig abstinent lebte und nur für die Kinder da war.

Das geht alles zusammen und für Alles gab es eine Zeit.

Aber auch in den Affairen, in denen beiden klar war, dass das höchstens "ineinander verschossen" war und keine Liebe, erlebte ich intensives Begehren. Die Männer setzten Himmel und Hölle in Bewegung um mich zu sehen, waren extrem aufgeregt, zwischen uns brannte die Luft - und dann soll der Sex fade sein wie kalter Kaffee? Der soll nur gut sein in einer langjährig vertrauten Beziehung? Sorry, wer das nicht erlebt hat, kann einfach nicht mitreden.

Kein Mensch verurteilt Monogamisten mit drei Partnern im Leben. Die entsprechenden Damen und Herren können aber leider einfach nicht beurteilen, was eine leidenschaftliche Affaire sein kann.

Natürlich ist guter Sex am besten in einer vertrauten, geborgenen Beziehung und dann fehlt mir Null, Null. Aber das Leben hat nicht nur eine Dimension. Punkt.
 
  • #51
Das Schlimmste ist nicht, solche Störungen zu haben, sondern seine Störung als ein Qualitätsmerkmal umzudefinieren nur um sich nicht mit der Realität konfrontieren zu müssen, dass ein gesundheitlicher Defekt vorliegt!

Der Sexualtrieb ist eng verknüpft mit der seelischen und körperlichen Gesundheit!
Die Stärke des Sexualtriebes hängt maßgeblich vom Testosteron-Hormon ab, und zwar bei beiden Geschlechtern. An den Fruchtbaren Tagen sollte sie natürlich ansteigen. Frauen reagieren zwar sensibler auf das Hormon, aber der Wert ist bei ihnen um so vieles geringer dass er sich in einer schwächeren Libido widerspiegelt. Bei Frauen in den 40ern steigt der Testosteronspiegel an, was eine stärkere Libido bewirken kann. Nach den Wechseljahren sinkt er aber wieder ab, daher ist es nicht selten der Fall dass Frauen in den 40ern viel Lust haben, in den 50ern aber nicht mehr. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je weniger Testosteron desto weniger Libido. Anders ausgedrückt: je unmännlicher bzw. weiblicher eine Frau/Mann, desto geringer ihre Libido.

Ansonsten spielt natürlich auch der seelische Faktor eine Rolle, dabei handelt es sich allerdings nicht um eine schwache, sondern um eine gestörte Libido, davon ist hier aber nicht die Rede, zumal die FS nach eigenen Angaben durchaus Lust verspürt wenn sie einen Partner hat.
 
  • #52
In meinem Leben verlief es ähnlich, Sex ohne Liebe (oder zumindest starke Verliebtheit) war und ist für mich ein No-Go, ebenso wie Sex vor einer längeren Kennlernphase. Ein Sexualpartner ist in Deinem Alter sicherlich wenig und wird eher die Minderheit darstellen, aber das ist ja kein Makel, im Gegenteil, Du bist Deiner Einstellung und Deinem Bedürfnis bisher treu geblieben und das ist gut so! Kein Bedüfnis nach Sexualität zu haben, wenn man Single ist - auch wenn dieser Zustand jahrelang andauern sollte - halte ich ebenfalls für normal, das geht mir auch so.
 
  • #54
Die Männer setzten Himmel und Hölle in Bewegung um mich zu sehen, waren extrem aufgeregt, zwischen uns brannte die Luft...
Aha, aber es kam trotzdem zu keiner Beziehung, warum eigentlich nicht? Existiert dieses Brennen nicht, wenn der Sexpartner auch der Lebenspartner ist? Sind bindungsunwillige Menschen in dieser Frage anders? Dann hätte die FS tatsächlich etwas versäumt – und ich auch. Glaube ich aber nicht.
 
  • #55
Hier ist auch ein seltenes Exemplar. Ich bin bis 22 1/2 Jungfrau gewesen, weil ich immer auf eine richtige, tiefere Beziehung warten wollte. Und ich bin ziemlich attraktiv (soll nicht arrogant klingen) und seit Jahren immer auf Partys unterwegs...es gibt solche "ungewöhnlichen" Frauen also noch. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie Frauen sich in den 20ern oder älter gerne die "Hörner abstoßen" wie Männer - ohne gar nichts außer Sex vom Mann zu erwarten. Dafür finde ich Sex viel zu intim,was man einer fremden Person von sich preisgibt. Und ich glaube,dass viele Männer, wenn es um eine ernste Beziehung geht,viel konservativer sind als sie zugeben würden. Mein Freund z.B. hat viel Erfahrung und fande es toll,dass ich Jungfrau war und wurde dadurch sogar noch interessanter.
 
  • #56
Die FS scheint aber völlig auf Sexualität verzichten zu können. Dann sollte sie sich auch dazu bekennen, sonst wird sie im Leben nur Enttäuschungen erleben.
Walter hat es überspitzt dargestellt, aber im Grunde meint er schon das Richtige.
Eine Frau die abseits von Beziehungen überhaupt kein Sex hat (also auch nicht mit sich selbst oder in ihrer Phantasie) kann für eine Mann nicht gerade der ideale Beziehungspartner sein.
Es würde ja bedeuten, dass der Mann (in meinem Falle also ich) die Sexualität der Partnerin begründen oder erst auslösen würde. Das will ich aber nicht. So eine Frau kommt mir nicht (mehr) ins Haus.

Meine Partnerin hat ihren Trieb und Sexualität und zwar unahängig von mir. Damit meine ich nicht, dass sie mir untreu wäre (würde mich zumindest überraschen), sondern dass sie auch mal sexuelle Anspielungen in Medien auf sich wirken lassen kann und auch masturbiert. Auch in ihrer Sprache und ihrem Verhalten schwingt immer mit, dass sie sexuell aktiv Frau ist.
Danach habe ich auch gesucht. Vorher hatte ich etwas anderes.....
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #57
Das Schlimmste ist nicht, solche Störungen zu haben, sondern seine Störung als ein Qualitätsmerkmal umzudefinieren nur um sich nicht mit der Realität konfrontieren zu müssen, dass ein gesundheitlicher Defekt vorliegt!

Sexualität gehört zu den Primärtrieben wie das Bedürfnis nach Nahrung, Wasser, Sauerstoff, Ruhe und Entspannung)
(vgl. Sigmund Freud)

Unberührtheit bis 25, über 15 Jahre keinen Sex wie "Herakles" und ein Verhalten wie das der FS stehen für absolute EXTREME. Der Norm entspricht das jedenfalls nicht! Absolutely not!

Der Sexualtrieb ist eng verknüpft mit der seelischen und körperlichen Gesundheit!
Das Schlimmste ist für mich ein Mangel an Akzeptanz von Vielfalt, so wie es hier deutlich wird. Wenn die FS (und andere mit ähnlicher Einstellung) zufrieden sind, dann ist es gut. Wenn andere einen promisken Lebensstil pflegen, dann ist das auch ok, solange sie sich und andere schützen.
Aber einen starken Sexualtrieb als gesund anzusehen und alles andere als krank zu bezeichnen, ist ziemlich daneben. Das Extrem ist die Nymphomanie, und das ist eine Krankheit!

Die FS schreibt außerdem, dass sie in einer Beziehung Sex hat, aber Vertrautheit sucht. Es ist eben nicht jede(r) der Typ für ONS und Swingerclub. Das ist nicht krank, sondern das ist einfach so zu akzeptieren und völlig normal.

Ach ja, und weil mir das in dem oben zitierten Beitrag auch noch aufgefallen ist: Bei seinem Partner bleibt man also wegen der Depression, ah ja....
 
  • #58
Also sorry, es ist einfach Quatsch zu behaupten, Frauen ab 50 hätten einfach wegen der "Hormone" keine Lust auf Sex.

Aus dem Umfeld kenne ich Frauen auch über 60, die es noch "krachen" lassen, will sagen, denen Sex eben sehr wichtig ist.

Auch wenn ich mit 52 immernoch auf die Wechseljahre warte, wäre endlich froh, den ganzen weiblichen Kram hinter mir zu lassen, habe ich aus einem einfachen Grund keine Lust auf Sex, erstens gefallen mir optisch die meisten Männer nicht, zu klein, zu schmächtig, Hühnerbrust und dürre Beine, wo soll da - für mich - sexuelles Begehren herkommen, sorry nochmal, aber innere Werte allein machen mich nicht scharf.

Zweitens muss bei mir eine Vertrauens- und Gefühlsbasis aufgebaut sein, wenn die fehlt, interessiert mich Sex eben null.

Das ich hormonell oder mental oder sonstwie gestört bin, nur weil ich nicht herumpoppe ist geradezu grotesk.
 
  • #59
Also sorry, es ist einfach Quatsch zu behaupten, Frauen ab 50 hätten einfach wegen der "Hormone" keine Lust auf Sex.

Aus dem Umfeld kenne ich Frauen auch über 60, die es noch "krachen" lassen, will sagen, denen Sex eben sehr wichtig ist.
Der messbare tatsächliche Testosteronwert muss nicht immer mit der Menge an Testosteron der das Kind im Mutterleib ausgesetzt war übereinstimmen. Letzteres hat natürlich auch Auswirkungen auf die Hirnentwicklung und die Verschaltung des Sexualzentrums. So wurde bei Versuchen mit Testosteron-Substitution bei Frauen festgestellt, dass ihre Libido zwar anstieg, allerdings nicht in dem Maße wie man es aufgrund des Blutspiegels hätte annehmen können. Die Erklärung dafür liegt einfach darin dass die Körperzellen der Frau nicht dazu entwickelt sind solch hohe Mengen an Testosteron aufzunehmen. Der messbare Wert ist also nicht der alleinige Faktor. Es kann also auch Ausnahmen geben, wie du durchaus richtig festgestellt hast.

Grundsätzlich ist es aber schon so, dass der Östrogenwert ab etwa 40 Jahren absinkt und der Testosteronwert leicht ansteigt. Einige Jahre später sinkt in der Regel aber auch der Testosteronspiegel, der ja eine große Rolle in Sachen Libidostärke spielt. Junge Frauen haben normalerweise viel Östrogen aber verhältnismäßig wenig Testosteron, daher also in der Regel weniger Libido als ihre Geschlechtsgenossinen in den 40ern. Spätestens nach den Wechseljahren sinkt die Libido aber in der Regel wieder.
 
  • #60
Die Einstellung der FS als krankhaft oder gestört zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück. Nicht mal komplette Asexualität ist krankhaft, sondern schlichtweg eine Veranlagung, die andere zu akzeptieren haben. Und man könnte L_a_r_a auch entgegnen, dass es für Frauen krankhaft sei, außerhalb ihrer fruchtbaren Tage Sex zu haben. Tue ich aber nicht, weil ich mir nicht anmaße, über die sexuellen Bedürfnisse anderer Leute zu urteilen.

Wie ich oben schrieb, akzeptiere ich sowohl die romantische Vorstellung, dass Sex und Liebe zusammengehören, als auch lockerere Herangehensweisen. Wobei ich allerdings Aussagen wie "Sex ist für mich ein Grundbedürfnis wie Essen und Trinken" schon befremdlich finde. Nicht verwerflich, aber befremdlich, da meilenweit weg von meinem eigenen Empfinden. Ich glaube, ein Mann mit dieser Einstellung würde nicht zu mir passen. Da hätte ich Angst, dass der Sex im Alltag eher nebenbei "abgehandelt" wird, so wie man sich auch mal zwischendrin fix nen Müsliriegel reinschiebt, weil der Magen gerade knurrt. Ich finde nicht, dass Sex immer zu einem riesen Event aufgebauscht werden muss und brauche auch kein tolles Ambiente wie Kerzen oder Rosenblätter - im Gegenteil: die Vorstellung, spontan übereinander herzufallen, finde ich super:) Aber mir ist es schon wichtig, dass beide den Sex nicht als alltägliche Selbstverständlichkeit empfinden, sondern als etwas besonderes, verbindendes, dem sie sich mit allen Sinnen hingeben. Ich würde - egal ob in einer festen Beziehung oder einer Affäre - immer spüren wollen, dass der Mann gerade mit MIR Sex hat. Dass er eben nicht nur einen Trieb wie Hunger oder Durst befriedigt, sondern mit seinem Tun auch Gefühle zu mir ausdrückt.

Bisher hab ich leider eher Sex erlebt, der sich nach Selbstbefriedigung zu zweit anfühlte ... wozu ich sicher meinen Teil beigetragen habe. Ich habe die Männer einfach nicht genug begehrt. Der "Vibe" hat gefehlt. Die Anziehung reichte, um Sex zu ermöglichen, aber von "die Luft zwischen uns brannte" konnte keine Rede sein. Es war eher ein Ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Leider finde ich extrem wenige Männer sexuell anziehend. Für asexuell halte ich mich aber nicht, da ich sehr intensive sexuelle Fantasien habe.

Sex ohne starkes Begehren werde ich mir und der Männerwelt nicht mehr antun. Die große Liebe muss es nicht sein, aber "die Luft muss brennen!".