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Tam Dieu Cao

Gast
  • #61
Hallo,​
wenn es nicht um die Beiträge geht, kannst du ja gern alle dafür bezahlen, wieso musst du mit deiner Freundin die Rechnungen teilen? Doch, geht es offensichtlich um die Beiträge!!!
Ich gehe davon aus, dass du sie nicht genug liebst. Wenn ja würdest du nicht dem Risiko eingehen, sie zu verlieren. Eigentlich würde ich nicht mit jemandem zusammen, wenn er sich nicht um mich kümmern könnte und möchte. Also, es geht nicht um die Beträge. :D
Ich finde es lustig, wenn man sagt, nur weil sie nicht arbeitet, bedeutet dass sie faul ist. Haushalt, Kinder nachher zur Welt bringen ist die schwierigste Aufgabe der Welt, die nur Frauen machen dürften und könnten. Und Frauen sind nicht stärk wie Männer, sowohl körperlich als auch seelisch. Also, wenn man rechnen möchte, vielleicht muss man doch seiner Frau mehr ausgeben sollen.
Also, ich hoffe, dass du deine richtige Frau im Leben finden könntest, damit du glücklich bist. Und ich glaube, wenn du so glücklich bist, hättest du ihr die Welt schenken möchten, und ihr nicht verlangen, etwas beitragen zu müssen.
Viel Erfolg und wünsche dir alles Gutes!
 
  • #62
In unserem Fall bin ich die "vermögende" mit eigenem Haus und Immobilien. Mein Verlobter weiß natürlich davon aber ist nicht daran interessiert sich in irgendeiner Form daran zu bereichern.

Wir heiraten im Sommer, ganz klar mit Gütertrennung.
Er ist aktuell in einer beruflichen Fortbildung und natürlich unterstütze ich ihn, in dem ich die Kosten für Zugtickets, Essen gehen und Co. übernehme aber selbstverständlich ist er selbst für die Vermögensbildung zuständig und fängt damit auch umgehend an, sobald er wieder einen Job hat.
Das einzige das von mir dazu kommt ist, dass er natürlich keine Miete für unser Haus zahlen muss und ich auch die Nebenkosten übernehme. Den Rest - auch wenn Kinder da sind - muss er zumindest anteilig übernehmen. Auch seine Kosten für Urlaube. Da wird dann statt zweimal günstig, lieber einmal auf besserem Level verreist.

Mein Ex hatte übrigens auch eine Anspruchshaltung an mich, von meinem Vermögen zu profitieren. Das hat dazu geführt, dass ich ihn im Sommer 2019 vor die Tür gesetzt habe.

w32
 
  • #63
Persönliche Beispiele kamen so gut wie keine, dafür jede Menge Angriffe und Unterstellungen, ausschließlich von Frauen so wie ich das sehe. Es denke sich jeder seinen Teil.
 
  • #64
Nun @gordon87, Du scheinst ein Problem mit dem Lese-Sinn-Verständnis zu haben, denn es kamen relativ viele persönliche Beispiele, auch von mir übrigens ...
Es waren auch viele Statements hier zu lesen, die Deine Einstellung größtenteils verstehen können.
Auch von Frauen!
Wenn Du für „fishing for compliments“ unterwegs bist, ist das hier das falsche Forum😉
 
  • #65
Ich will wissen, ob in Beziehungen mit ungleichen Vermögen ein Druck seitens des einkommensschwächeren Partners besteht, dieses für "gemeinsame Projekte" aufzuzehren.
Ist das nicht sehr individuell?"

Persönliche Beispiele kamen so gut wie keine, dafür jede Menge Angriffe und Unterstellungen, ausschließlich von Frauen so wie ich das sehe. Es denke sich jeder seinen Teil.
Der FS also Du, willst vor allem nicht mit deiner jetzigen Partnerin über ihre Zukunftspläne reden und was ihre größtem Wünsche wären.
Warum ist das so schwer?
Sag doch, was wäre wenn du um Lotto gewinnen würdest, was wären deine Wünsche....
Und svhwup wird sie träumen.

Denn wenn sie dir sagt Kinder und Haus, du aber in Miet-Wohnungen wohnen willst und dafür ein teures Auto fahren willst, wird es Unverständnis geben.
w, wenig Einkommen mit Kind und gut verdienendem Mann aus Überzeugung ohne Auto.
 
  • #66
Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen aber m. E. ist es wichtig, dass deine Freundin ihr eigenes Einkommen hat. Es ist wichtig für ihr eigenes Selbstwertgefühl und für ihre eigene Sicherheit.
Als ich meinen damaligen Freund kennenlernte, waren wir beide im Studium. Ich habe die gleiche Qualifikation wie er. Damals hätte ich niemals für möglich gehalten dass er mich jemals verlässt. Dennoch hat er nach dem Studium immer mehr Geld verdient als ich, schickere Autos und mehr Aufmerksamkeit bekommen. Irgendwann hat er mich für eine Triathlon Kämpferin verlassen. Hätte ich nicht mein eigenes Einkommen gehabt, wäre ich komplett ruiniert gewesen. Deshalb bin ich immer dafür, dass Frauen eigenständig sind. Die Ehen zerbrechen jetzt viel öfter als vor 50 Jahren. Es ist so und dafür gibt es unterschiedliche Gründe und ist ein Thema für sich. Du könntest in 10 Jahren dich neu verlieben oder deine Freundin verliebt sich in einen anderen Mann. Oder ihr entwickelt euch in verschiedenen Richtungen. Deshalb sollte man von Anfang an darüber reden und Vorkehrungen treffen.
Was eurem Haushaltsgeld betrifft, bin ich der Meinung, dass du prozentual dich mehr beteiligen solltest als deine Freundin. Es ist m. E. ungerecht wenn sie sagen wir mal 2/3 ihr Einkommens rein bringen soll, während du nur 1/10 reinbringst. Ich möchte aber jetzt euch nicht alles vorrechnen. Jemand mit deinem Intellekt bekommt es selbst hin 😊.
 
  • #67
Was soll ich sie fragen? Ob ich mir, wenn wir mal geheiratet haben, aus meinem vor der Ehe erwirtschafteten Vermögen teure Hobbys leisten darf? Das ist heute doch viel zu abstrakt, daher interessieren mich Erfahrungen anderer Mitglieder.



Ist mir bewusst.



Wenn wir keinen Ehevertrag machen gilt der Zugewinnausgleich, was ich durchaus als fair empfinde, sie bekäme die Hälfte des Vermögenszuwachses. Ich will wissen, ob in Beziehungen mit ungleichen Vermögen ein Druck seitens des einkommensschwächeren Partners besteht, dieses für "gemeinsame Projekte" aufzuzehren.
Leg dein Erspartes doch einfach -abzüglich Notgroschen- irgendwie an!? Zb in eine Immobilie, wenn es dir liegt. Da kommt man nicht dran im Alltag. Auf der Bank verliert es langfristig eh nur an Wert.
Ich kann deinen Gedanken da schon als Frau auch irgendwie in Ansätzen verstehen.

Deine ganzen Fragen werden von jedem Paar irgendwie anders gehandhabt.
Da müsst ihr für euch eine passende Lösung finden.
 
  • #68
Persönliche Beispiele kamen so gut wie keine
Zumindest ich habe Dir eines gegeben und ich kann Dir sogar noch ein Beispiel für eine Trennung liefern, die leider auch nicht Deine Vorurteile gegen Frauen bestätigen, sondern dein Weltbild geradezu zerstört, denn nicht nur Frauen können mies sein - Männer auch.

Ich habe mich nach über 20 Jahren Ehe von einem chronischen Fremdgänger scheiden lassen.
Weil ich immer die Besserverdienende war und mein Mann sen Einkommen überwiegend für seine Hobbys sowie andere Frauen brauchte, habe ich 20 Jahre nicht nur den größten Teil der Haushaltsführung bestritten, sondern auch zu mehr als 70% das gemeinsame Haus bezahlt, ihm den Wunsch nach einem überdimensionierten Auto erfüllt, ihm eine teure Weiterbildung finanziert (teuer, weil er nicht so fleißig war) damit er Bildungschancen wahrnehmen konnte, die ihm in jungen Jahren gefehlt haben.

Als ich mich von ihm getrennt habe, habe ich nicht den moralischen Druck aufgeübt (dem er sich auch gefügt hätte) und auf eine 70 (ich)/30 (er) - Auflösunge bestanden oder wenigsten 50/50, sondern ich habe ihm alles gelassen.

Ich blödel immer rum: "soviel war es mit wert, ihn loszusein", aber das ist noch nichtmal ein Zehntel der Wahrheit.
Die wesentliche Wahrheit ist: er war zwar zu mir ein echter A**** aber er ist nicht zwingend ein schlechter Mensch, sondern ein Mensch mit einer unerfreulichen Lebensgeschichte, die ihn dazu gemacht hat, wie er ist. Uns hatte mal was verbunden und wir hatten auch gute Zeiten, an die ich mich leider nicht mehr erinnern kann.

Ich habe keinerlei Anlasss gesehen, auf meinem Recht zu bestehen, was bedeutet hätte, dass er sein geliebtes Zuhause verliert, denn auch das hatte ich ihm ermöglicht: einmal Baumeister zusammen mit einer sehr guten Architektin am eigenen Haus zu sein.
Auch wenn er zu mir mies war: die Würdigung aller Umstände hätte nicht grechtfertigt, dass das Leben (ich) einmal mehr auf ihm rumtrampelt.

Das Geld war mit Wurscht - ist nur Geld, für mich kein Machtmittel. Ich habe darauf vertraut, dass ich das schnell wieder drin habe, wenn ich ohne ihn (Geldvernichtungsmaschine) wirtschafte und von ihm beruflich nicht mehr behindert werde.
Allerdings und darin unterscheiden Du und ich uns: ich habe meinen Beruf geliebt, bin ihm mit großer Leidenschaft nachgegangen, war für mich keine Fron für die ich entschädigt werden muss und warum ich anderen neide/rachebereit bin, wenn sie das lockerer angehen.
Das hohe Einkommen war nur ein netter Nebeneffekt - mein Leben machte immer schon was anderes aus.
 
  • #69
Das beste Beispiel hast Du ausgerechnet von einer Frau, nämlich @lilli2000 erhalten.

An ihrer Antwort und an Den Reaktionen darauf kannst Du Dir Deine Antwort eigentlich leicht ableiten, wenn Du denn wolltest.
 
B

Blume94

Gast
  • #70
Wie handhabt ihr es aber mit dem eigenen Vermögen, das vor der Ehe erwirtschaftet wurde? Steuert ihr aus diesem Vermögen einen monatlichen Zuschuss zur Haushaltskasse bei um den Lebensstandard zu erhalten, wenn wegen der Kindern (temporär) ein Einkommen wegfällt? Bestreitet ihr daraus gemeinsame Anschaffungen (Küche, Autos, Urlaube)?
Erstmal ist das dein Geld was du dir erarbeitet hast, gönn dir was wenn du dir sonst nichts gegönnt hast und jetzt den Drang danach verspürst. Was soll der Geiz 🤷‍♀️ mit einbuddeln kannst du es jedenfalls nicht bzw. bestimmt aber da gibt es Menschen denen es sehr helfen würde (spenden).

Als Altersvorsorge und eine Finanzspritze für die Kinder würde ich Geld zur Seite legen. ☝️


Frau/Mann bekommt Elterngeld wenn sie/er in Elternzeit geht, klar ist das schon sehr viel weniger aber als Familie hält man zusammen, in der Regel geht der, der mehr verdient weiter arbeiten und sorgt für den Lebensunterhalt der Familie und der andere passt auf das Kind auf bis die Elternzeit rum ist und auch diese Person wieder ins Berufsleben einsteigen kann. Wenn eine Person gut verdient und man sonst wenig hohe Ausgaben hat, kommt man damit gut über die Runden.
So ein Kind pupst schon einige Windeln durch , mit dem Kindergeld kommt man nicht so weit aber für das aller nötigste (Pampers, Milch) reicht es.

Hab mal gehört, dass ein Kind im laufe der Zeit ungefähr so viel kostet wie ein Einfamilienhaus.

Wenn man sehr gut verdient kann das Elterngeld maximal 1800€ im Monat betragen auf ein Jahr gerechnet, bei zwei Jahren halbiert sich der Betrag logischerweise im Monat.
Man kann seine Elternzeit auf Max. 3 Jahre verlängern und während dieser Elternzeit auch schon wieder Teilzeit arbeiten gehen bis max. 30h die Woche.

Man sollte seine Partnerin schon richtig einschätzen können, auch wie diese im Umgang mit Geld so drauf ist. Ein Ehevertrag ist keine schlechte Sache aber man muss auch nicht immer unbedingt heiraten.

W 26
 
  • #71
Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch über die Jahre unter vielen Entbehrungen ein höheres sechsstelliges Vermögen erarbeitet habt und eure (jüngere) Partnerin selbst keine Rücklagen besitzt?
Ich habe noch nie die Menschen verstanden, die sich immer alles mögliche absparen, um dann "später" davon zu profitieren.
Also die Sorte "hohe Kapitallebensversicherung fürs Rentenalter". Bei Dir erkenne ich nicht mal das als Ziel.

Du bist 33 und hast ein "entbehrungsreiches" Leben hinter Dir. In Westeuropa. Dafür, dass jetzt irgendwas höher sechsstelliges auf dem Konto liegt. Wozu? Du siehst ja jetzt, dass es bei geplanter Familiengründung völlig nutzlos, eher noch hinderlich ist.

Wie soll eine Partnerin damit umgehen? Die passende Partnerin hat ja eine entsprechende Einstellung und damit auch etwas gespart. Wenn sie das Leben genossen hat, ohne viele Entbehrungen, mit ein wenig Rücklagen aber eben auch mit Spaß, wirst Du dann darauf neidisch und "bestrafst" sie dafür? Oder holst Du dann ohne sie nach, was sie schon hatte? Wie soll sie dann als Partnerin passen?

In Deinem Alter hatte ich eine ordentliche Ausbildung hinter mir, war in Teilen noch mittendrin. Gemeinsam mit der Bank hatte ich mir eine kleine Immobilie gekauft und etwas später eine größere. Natürlich lag ein Notgroschen auf der Bank, aber ansonsten habe ich das Leben genossen, Reisen gemacht, Spaß gehabt damit, dass ich endlich Geld verdient habe und mir das eine oder andere leisten konnte.

Mit Mitte 30 ist aus meiner Sicht "Vermögen" im größeren Sinne normalerweise, dass man eine Immobilie hat, die in der Abzahlung ist. Dann gibt es noch die, die schon sehr gut verdienen oder irgendwo geerbt haben.

Logischerweise profitiert von der Immobilie immer die Familie. Und Vermögen dann für eigene Hobbies oder gar einsame Reisen einzusetzen, finde ich schräg. Was kann Deine Partnerin dafür, dass Du in Deiner Jugend schwerwiegende Fehler gemacht hast?

Dir bleibt doch dann nur die deutlich ältere Partnerin, die mit dem Vermögen "auf Augenhöhe" ist.
Bei Familienplanung finde ich Deine Sicht völlig schräg. "Papa ist jetzt 2 Wochen segeln in der Karibik und Mama muss mit dem Fahrrad im Regen zum Kindergarten fahren, weil sie die Reparatur für ihr Auto gerade nicht bezahlen kann"? Familiengründung mit unterschiedlichem Lebensstil? Bei Papa gibt es zwei Kugeln Eis, bei Mama nur eine?

Aus meiner Sicht: Immobilie für die Familie kaufen, vom Rest die Hälfte irgendwie krisenfest anlegen, die andere Hälfte als Strafe für Jugendsünden in die Familienkasse. Und aus der wird selbstverständlich dann ein gemeinsamer Lebensstandard finanziert.
Und sonst: halt konsequent nicht heiraten. Konsequent bedeutet, die Folgen tragen, kannst Du hier in Parallelthreads zu dem Thema lesen...
 
  • #72
Das beste Beispiel hast Du ausgerechnet von einer Frau, nämlich @lilli2000 erhalten.

Es gab hier etliche Beispiele, wenn man sie lesen wollte.
Auch Vikky, z. B.
Und ich kann auch nur zu meinem Post ergänzend sagen, ich war nicht nur die, die mehr hinein gebracht hat, ich war nach den friedlichen Trennungen, die die das auch monetär bezahlt hat.
Auch mir war mein Frieden mehr wert.

Denn, wie Vikky schrieb, nicht alles war schlecht, es gab Gründe zu heiraten, Ja zu einander zu sagen... Und am Ende ist es nur Geld.

Aber... Man(n) muss die Beispiele, Erfahrungen in der ganzen Breite wie sie hier stehen, lesen wollen.

W, 51
 
  • #73
Also du möchtest Beispiele? Bitte. Ich bin wohlhabend, mein Mann nicht sehr. Er weiß über alles Bescheid, wir investieren beide am Aktienmarkt und reden täglich über Aktien, es ist unser beider Hobby. Wir haben keine gemeinsame Kasse und teilen alles, bzw. jeder bezahlt was er verbraucht. Wenn ich eines Tages in Rente gehe werden wir vermutlich ein gemeinsames Konto haben. So lange ist meins das Meine und seins das Seine. Ich beteilige mich manchmal an Ausgaben zur Hälfte, obwohl ich das nicht müsste, aber nicht sehr oft. Da ich selbständig bin weiß ich auch nicht genau was ich verdiene, erst mit der Steuererklärung in 2 Jahren, vorher kann ich raten. Wir trennen also genau, bis auf den Euro, so sehe ich das als gerecht an. Mein Mann ist nicht arm, der hat einen Guten Job gehabt, aber über mein Vermögen bestimme alleine ich. Ich gestehe, ich hätte große Probleme mit dem Teilen, besonders wenn jemand das selbstverständlich annimmt. Ich kann mir vorstellen, Extras zu bezahlen wenn es mir Spaß macht, aber durch die hohen Kosten der Pflege meiner Tochter ist mein Geldbeutel relativ verschlossen. Bei einer Familiengründung finde ich absolute Offenheit selbstverständlich, sonst kannst du es gleich ganz lassen. Und geh in Elternzeit und teilt euch die Kindererziehung paritätisch. Sonst geht das alles den Bach runter, sagt mir auf jeden Fall meine Glaskugel.
 
  • #74
Lieber Gordon,

die Konstellation "gutsituierter Mann trifft auf lebensfrohe jüngere Frau" findest du hier öfters, hier ergeben sich für beide Seiten große Chancen, aber auch erhebliche Risiken.
Den Beitrag von @Vikky #52 finde ich sehr gut, hier kann man sich aus männlicher Sicht Gedanken über seine eigenen Motive und Schwächen machen.
Nun ganz konkret:
Ich würde bei einem der nächsten Male, wenn ihr gemeinsam Zukunftspläne schmiedet, ansprechen, dass du eine größere Summe zur Seite gelegt hast, nicht in Mark und Pfennig, aber die Größenordnung und auch gleich dazu sagen, dass du diese nicht angreifen willst, damit hast du deinen Standpunkt klar gemacht.
Beobachte genau, wie sie im Gespräch und auch in der folgenden Zeit reagiert.
Beobachte ganz allgemein ihr Verhältnis zu Geld, gibt sie es leichtfertig aus ? Kauft sie unüberlegt dauernd Kleinigkeiten ? Lebt sie über ihre Verhältnisse ? Drängt sie dich zu Ausgaben?
Du hast Zeit, bevor ihr heiratet (mit Vertrag) und Kinder bekommt, könnt ihr erst mal zwei Jahre vergehen lassen und euch wirklich gut kennenlernen - nichts überstürzen.
Da du gut verdienst und es dir leisten kannst, darfst du ruhig großzügig sein und sie an deinem verdienten Geld teilhaben lassen und auch Dinge ermöglichen, die sie mit ihrem Budget nicht stemmen könnte - schöne Urlaube, Restaurantbesuche, nur eben das Ersparte nicht angreifen, sondern aus dem monatlich eingehenden Geld.
Ein Grund warum du das Ersparte zumindest größtenteils nicht gleich mit ihr auf den Kopf hauen solltest:
Geht eure Beziehung doch in der nächsten Zeit in die Brüche,
hat sie als junge, lebensfrohe Frau - wenn sie es denn will- schnell wieder jemanden gefunden, auch als Versorger; du als Mann mittleren Alters musst dich selbst finanzieren.
 
  • #75
Hallo Gordon,
ich würde Dir raten nicht mit einem Geheimnis in die Ehe zu starten. Ich würde es ansprechen, Deine zukünftige Frau sollte alle Fakten kennen, damit sie einfach weiß, wie der Mann aufgestellt ist, mit dem sie in eine gemeinsame Zukunft startet, und ob das so für sie passt. Das gilt auch für Schulden. Doch das Geld ist Deines und Du kannst es festlegen, ausgeben wie auch immer.
Du befürchtest, sie könnte daran beteiligt sein wollen, das musst du klar ansprechen.

Solltet ihr, wenn alles offen gelegt ist, heiraten wollen, müsst ihr auch über die Zukunft sprechen. Das Scheidungsrecht wurde 2008 reformiert.
Die Frau und Familie wird nicht mehr über den Mann abgesichert, sobald das Kind drei ist, muss und soll die Mutter wieder arbeiten, weil der Staat für gute? ausreichende Betreuungsmöglichkeiten gesorgt hat. (jaja, ein bisschen Ironie ist dabei....)
Da sich Kinder ab drei Jahren alleine versorgen ist das auch kein Problem....Nein im Ernst, ihr müsst darüber sprechen.
Das TZ-Modell ist nach Änderung der Rechtslage für den teilzeitarbeitenden Teil des Paares absolut abträglich.
Ich glaube viele jungen Frauen haben verstanden, was mit ihnen passiert, wenn sie die Aufgabe der Kinderbetreuung so übernehmen. Natürlich braucht eine Gesellschaft Kinder, doch ich glaube in D wird es noch immer als Privatvergnügen angesehen.
Daher solltet ihr beide Vollzeit weiterarbeiten. Von Eurem Gehalt werdet ihr beide den gleichen Prozentsatz für Kinderbetreuung ansparen, also einen Hol-und Bringedienst für die Kinder zur Kita, Schule etc. eine Nachmittagsbetreuung, eine Krankenbetreuungsnotdiensthilfe. Damit ihr als Familie bei zwei Vollzeitjobs nicht auf dem Fleisch geht, solltet ihr auch Geld für eine Haushaltführung/Hilfe beiseite sparen, damit ihr Eure knappe Erholungszeit oder Familienzeit nicht mit Haushalt verbringen müsst.
Deine junge Frau sollte genau hinschauen, wo sie sonst landet, sollte sie das alte Modell ohne die frühere rechtliche Unterfütterung leben.
Ihr könnt auch beide weniger arbeiten und Euch die Betreuung und Haushalt teilen. Ist für die Kinder ev. besser.
Der Staat hat klare Regeln erlassen, wie er wünscht, dass der Hase läuft, allein die Umsetzung bei den Paaren passt noch nicht.
Ich denke, man muss nicht mehr heiraten, alles was man als Paar und Familie regeln möchte, kann man heute ohne den Erlaubnisschein des Staates. Auch das Umgangsrecht hängt nicht an der Ehe, sondern an der Elternschaft.
Vorteile kann ich da nicht mehr erkennen, ausser man hat keine Kinder und bleibt zusammen. Das machen ja auch eher jetzt viele Paare so. Man kann dann die gewünschte Flexibilisierung als AN besser ohne Kinder umsetzen.
Und als meine persönliche Meinung, die Familie an sich finde ich nicht so großartig besonders geschützt, eher im Gegenteil. So geschieht dann, was passiert, eine Gesellschaft überaltert und stirbt aus. Insofern rate ich Euch, euch gut zu informieren, wie die reformierte Rechtslage ist und danach Euren Weg zu wählen.
w46
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #76
Also, Gordon ,

die Mutter jeden Rates - Verzichte auf die Ehe. Stell dir bildlich einen Dreier mit Frau Merkel vor - brauchst du das wirklich ?

Ansonsten -sag ihr, dass Geld vorhanden ist, du mit diesem Geld arbeitest. Es vermehrst und als Grundstock halten willst.

Hört deine Freundin dir zu, stellt vielleicht ein paar wenige Fragen - und spricht die Kohle dann nie wieder an, dann kannst du eine Zukunft mit ihr planen.
Solltest du sie wirklich heiraten wollen, dann musst du zwingend wissen, wie sie auf dein Geld reagiert. Solange du das nicht weisst - sei kein Hasrdeur, sondern lass das Standesamt links liegen.
 
  • #77
Aber, ich wäre super stinkesauer, wenn ich zb nach 10 Jahren erfahren müsste, das eigentlich Geld da ist und wir gesparrt haben wie sonstwas. Zb billig in einer Wohnung gelebt, obwohl es alleine für die Kinder toll gewesen wäre, in einem Haus mit Garten aufzuwachsen.
Da gebe ich dir Recht. Etwas ganz anderes ist das Extrem, was hier immer gleich dargestellt wird, die Frau will sich vom Mann ein Haus hinstellen lassen.
Aber wenn man sich zusammen etwas kauft, müssen Normalverdiener viele Jahre abzahlen und schon gucken, dass der Urlaub etc. eine Nummer kleiner wird als vorher, das wäre in so einem Fall völlig unnötig. Sich entspannen zu können und trotzdem eine Immobilie innerhalb kurzer Zeit abzuzahlen ist das "Vermögen" allemal wert, anzugreifen. Es ist ja dann lediglich eine Umwandlung des Barvermögens.
 
  • #78
Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch über die Jahre unter vielen Entbehrungen ein höheres sechsstelliges Vermögen erarbeitet habt und eure (jüngere) Partnerin selbst keine Rücklagen besitzt?

Es geht nicht um das Einkommen, hierzu gibt es bereits viele Beiträge. An der Stelle ist es aus meiner Sicht fair, je einen prozentualen Betrag zu den Alltagsausgaben beizusteuern und was übrig ist, hat jeder zur eigenen freien Verfügung. In einer Ehe sollten die Einkommen zusammengelegt werden.

Wie handhabt ihr es aber mit dem eigenen Vermögen, das vor der Ehe erwirtschaftet wurde? Steuert ihr aus diesem Vermögen einen monatlichen Zuschuss zur Haushaltskasse bei um den Lebensstandard zu erhalten, wenn wegen der Kindern (temporär) ein Einkommen wegfällt? Bestreitet ihr daraus gemeinsame Anschaffungen (Küche, Autos, Urlaube)?

Oder nutzt ihr es für eigene Hobbys, wie Oldtimer, teure Elektronikartikel oder Urlaube ohne Partnerin bzw. investiert und vermehrt ihr es weiter? Durch den Zugewinnausgleich würde im Falle einer Scheidung die Partnerin von dem Vermögenszuwachs ja ebenfalls profitieren.

Ich kenne die Statistiken und genug Fälle aus meinem Umfeld, wenn sie sich wegen eines anderen Mannes scheiden lässt und die Kinder mitnimmt, dann bin ich durch Betreuungs- und Kindesunterhalt für viele Jahre einkommenstechnisch sehr knapp dran. Daher würde ich mein Vermögen gerne erhalten, zumindest bis die Kinder mit der Schule fertig sind und es dann in ihre Ausbildung investieren und mir und meiner Partnerin einen schönen Lebensabend machen.

Mir persönlich ist es wichtig, dass meine Partnerin irgendwann wieder in Teilzeit arbeiten geht. Ich verdiene schon sehr gut, wenn größere Anschaffungen aus meinem Vermögen erfolgen würden und daher aus meinem Einkommen wenig Rücklagen gebildet werden müssten, wäre auch mit vielen Kindern ein gehobener Lebensstil ohne ein zweites Einkommen möglich. Bekommt man da nicht argumentative Probleme, wenn es um die Notwendigkeit eines zweiten Einkommens geht?

Das sind alles noch hypothetische Fragen, es wurde weder geheiratet noch gibt es Kinder, die feste Absicht besteht allerdings. Mich interessieren eure Erfahrungen, vorzugsweise von älteren Semestern.
Es ist doch relativ einfach. Lebe einfach auf Ihrem Niveau oder lade deine Partnerin zu allem ein, was sie sich nicht leisten kann. Ich kann nur sagen, dass ich immer einen Lebensstand bei meiner Ex hatte, der unter dem ihrem war, obschon ich mir den ganzen - sinnlosen - Luxus hätte leisten können. Wenn du keine Lust hast zu teilen, dann ist die Ehe eine schlechte Wahl.
Ich würde im Übrigen nie dazu raten, das eigene Vermögen für alltägliche Dinge anzugreifen.
 
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