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  • #31
Liebe FS,

gratuliere, ich glaube Du hast Dir einen guten Gefallen getan. Ich hatte einen geschiedenen Mann als Partner mit dem ich es ernst meinte. Er hatte zwei jugendliche Kinder.
Seine Tochter war sehr garstig und aggressiv. Sie wollte nie mit mir am Tisch sitzen und aß nie etwas Gekochtes oder gekauftes von mir. Ihr Vater brachte ihr das Essen immer ins Zimmer.
Dort saß sie am von mir gekauften Computer und lästerte dort über mich als Tussi ab.
Sie involvierte alle Leute die sie aufwiegeln konnte und die sollten ihrem Vater klar machen das ich ihn gar nicht wert war. Ich durfte nicht mit beiden zusammen Einkaufen oder spazieren gehen sondern musste warten bis er sich Zeit nahm oder sie gerade nicht stören konnte oder wollte.
Einmal rempelte sie mich im Flur derb an der Schulter an und verschwand in ihrem Zimmer. Wenn sie Tee machte, dann zwei Tassen. Eine für sich und die andere für meinen Partner. Den tranken sie in ihrem Zimmer und ich musste draussen bleiben. Tja, zum Schluss wurde ich von ihm abserviert und er holte seine geschiedene Frau wieder zu sich.

Im übrigen grüßte sie auch nie, sprach mich nicht an und stichelte nur in Hörweite über mich herum. Als ich einmal den Tannenbaum schmückte hörte ich, ich solle verschwinden,
das Fest gehört der Familie. Den Baum habe ich geschmückt, weil sich sein Sohn mal äußerte das er noch nie einen Tannenbaum hatte. Der war über 20, wohnte paar Häuser weiter und kam rüber.

Von diesen Leuten habe ich ein für alle Mal genug und kann hoffen mich von diesen Schrecken restlos zu regenerieren.
 
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  • #32
Irgendwie haben die Kinder die Situation der Beziehung emotional doch wohl richtig erfasst.
M
 
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  • #33
Wenn Kinder emotional Amok gegen eine neue und nette Partnerin laufen hat das nichts mit richtig
erfassen zu tun. Einer Partnerin die keine Schuld am Scheitern der Ehe ihrer Eltern trägt und die vom Mann in die Beziehung gelockt wurde darf man nicht so diabolisch entgegentreten.
Wenn die Kinder erfassen das der Vater die Neue nicht liebt, stellt man besser ihm die Frage warum er sie haben wollte. Manchmal stellt sich das im Laufe der Zeit erst heraus, z.B. wenn er nur vögeln wollte oder u.a. hoffte das sie einen Ratenkredit für sein neues Auto aufnimmt.

Für eine Tochter wie z.B. oben beschrieben ist der Begriff Kind eine harmlose Verniedlichung.
 
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  • #34
Hallo FS,
das geht natürlich gar nicht, dass die Kinder nicht grüßen.
Aber diese Erfahrung musste ich auch machen.
Dabei ging es um zwei "Kinder" anfang 20. Sogar wenn der Sohn mir auf der Strasse begegnete grüßte er nicht. Ich mein gehts noch?
Die Tochter z.B. kam von der Arbeit heim und wohlwissend, dass ich im Haus war setzte sich in den Garten und verspeiste dort ihr mitgebrachtes Essen! Hallo?
Es ist unglaublich! Und vor allen Dingen, die Tour haben die beiden "Kinder" schon bei seiner Ex-Freundin abgezogen und alles dafür getan sie aus dem Haus zu vergraulen.
Und das mit Erfolg. Das geht bei denen schon seit Jahren so. Sobald eine "Neue" auftaucht, fängt bei denen das Mobbing an. Bei Tisch z.B. wir die "Neue" völlig ignoriert und frech abgespeist.
Die innere Logik besteht einfach darin, dass die "Neue" quasi dafür benützt wird, die Loyalität im engen Kreis zu vollziehen.
Der Vater übt dann quasi Solidarität mit den Kindern und der "Feind" das heisst die "Neue" dient dazu die innere Loyalität zu stärken.
Richtig ätzend. Schätze mal deine Schilderungen sind nur die Spitze des Eisbergs.
Aber an den Kleinigkeiten lässt es sich festmachen.
Es hätte auch nichts gebracht mit den Kindern selbst zu reden, es ist eigentlich die Aufgabe des Partners dafür zu sorgen, dass die Kinder sich dementsprechend verhalten und wenn er das nicht auf die Reihe bekommt, dann beisst du auf Granit.
Dass die "Beziehung" ebenfalls zerbrach liegt auf der Hand. Die Ex übrigens erfreut sich an guten Partnerschaften. Sowas würden die Kinder nie bei ihr wagen, denn sie kann sich durchsetzen und der Vater halt nicht.
w 38
 
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  • #35
Auch wenn für die FS die Fragestellung durch ihre Entscheidung, die ich komplett nachvollziehen kann, gelöst ist, erlaube ich folgende Anmerkungen:

Sofern in einer Patchwork-Beziehung sich die Kinder gegenüber dem Partner offensichtlich und wiederholt respekt- und taktlos verhalten, ohne dass dieser dafür Anlass gibt, ist es Job des Vaters (bzw. der Mutter) den Kindern unmissverständlich darzulegen, dass dieses Verhalten nicht geht und von ihm (bzw. ihr) nicht weiter toleriert wird. Man nennt das übrigens Erziehung. Ich schreibe das explizit, da man fast den Eindruck gewinnen kann, dass manchen dieses Wort noch nicht begegnet ist.

Natürlich kann man nicht verlangen, dass die Kinder und der neue Partner sich lieben oder innig mögen, aber ein Mindestmaß an Respekt im täglichen Umgang sehr wohl. Pubertät ist diesbezüglich kein Grund, das eben gesagte anders zu sehen. Gerade in der Pubertät brauchen Jugendlichen auch Regeln und ein gewisses Maß an Konsequenz in der Erziehung, das offenbar einige Foristen nicht aufzubringen bereit sind und stattdessen den Kindern, die in diesem Stadium keine unschuldigen Kinder mehr sind, alles zugestehen und sich das Ganze dann aus der Ferne anschau'n.

Sofern ein "Partner" ein derartiges Verhalten an den Tag legen würde und mir den Rücken nicht stärken würde, wäre es mein Partner gewesen. Natürlich gibt es immer mal Situationen, in denen die Kinder in dem Alter ihre Grenzen (und die anderer) austesten. Hier ist Geduld & Souveränität, so wie es Bäärbel darstellte, eindeutig das richtige Rezept. Aber der von der FS dargestellte Fall war dadurch gekennzeichnet, dass die Kinder ganz genau wussten, dass sie am längeren Hebel sind - und letztlich tun (und lassen) konnten, was ihnen gerade in den Kopf kam. In einer solchen Lage ist es zumeist ein typischer Verlauf, dass angesichts der Untätigkeit des Vater sich die Unverschämtheiten suksessive steigern, was komplett der Vater zu verantworten hat - und im Übrigen auch für die Kinder keine gute Orientierung ermöglicht.

Ergo: FS, Du hast mit der Beendigung der Beziehung den richtigen Schritt gemacht.
 
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