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Gast

  • #1

Unabhängige Frauen werden die große Liebe?

Liebe Männer,
wenn ihr zurück an eure große Liebe denkt, was für eine Frau war es? Von euch emotional unabhängiger Mensch, der seinen Weg gegangen ist und wenige Erwartungen an euch gestellt hat? Wart ihr dieser Person sicher? Macht das Gefühl, dass die Frau auf einen nicht angewiesen ist, sie besonders attraktiv?
 
  • #2
Macht das Gefühl, dass die Frau auf einen nicht angewiesen ist, sie besonders attraktiv?
Emotional nicht angewiesen - macht den Eindruck, daß man als Partner nichts Besonderes bedeutet, und beliebig austauschbar scheint.

Ich verlange keine emotionale Abhängigkeit. Aber schon eine tiefe Zuneigung, die auch erwiedert wird. Aber tiefe Zuneigung ist nicht emotionale Unabhängigkeit.

Das ist halt der Unterschied zwischen -großer Liebe- und "Freizeit-Spielzeug"
Ein Spielzeug wirft man leichter weg, oder tauscht es aus. Wenn man dazu emotional unabhängig ist.

Wie soll eine Frau attraktiv wirken, wenn man als Mann befürchten muß, jederzeit von ihr "weg geworfen" zu werden ?
Coolness kommt nicht überall an.

Mißverständnis möglich. Wenn die Frau emotional stark und unabhängig wirken will - aber dies als mangelnde Empathie oder Hochnäsigkeit fehlinterpretiert wird ?
wenn ihr zurück an eure große Liebe denkt, was für eine Frau war es?
Ich suche die große Liebe immer noch. Weil meine bisherige Auswahl zu schlecht dafür war.
(m,52)
 
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Gast

  • #3
Liebe Männer,
wenn ihr zurück an eure große Liebe denkt, was für eine Frau war es? Von euch emotional unabhängiger Mensch, der seinen Weg gegangen ist und wenige Erwartungen an euch gestellt hat? Wart ihr dieser Person sicher? Macht das Gefühl, dass die Frau auf einen nicht angewiesen ist, sie besonders attraktiv?
FS bitte nicht künstlich einen auf starke und unabhängige Frau machen – kriegen wir schnell spitz!

Ich muss nicht zurück denken. Denke an hier und jetzt. Habe erst in der zweiten Lebenshälfte meine große Liebe gefunden, im RL, so wie es schöne fand. Sie war Single, kinderlos, finanz. unabhängig. Klar, ist eine solche Frau sehr attraktiv. Aber so frei war sie dann doch nicht. Eigenheim, ortsgebunden, Haustiere etc. Sie hatte den ganzen Laden vorher ohne mich geschmissen. Ich war beeindruckt. Der entscheidende Punkt war jedoch, sie war einsam und unglücklich. Und sie hatte sich einen Partner gewünscht. Das war der springende Punkt. Ich war ihr fehlender part um alles genießen und teilen zu können. Sie ist auch in unserer wundervollen Beziehung immer noch ein sehr unabhängiger Mensch. Es ist schön zu wissen, wenn ich mal schlapp mache (Erkältung) bricht nicht der ganze Laden zusammen, sondern sie mobilisiert ihre schier unerschöpflichen Kräfte.
Tolle Frau – meine Frau!
M-54
 
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Gast

  • #4
Liebe Männer,
wenn ihr zurück an eure große Liebe denkt, was für eine Frau war es?
Zunächst optisch sehr attraktiv und (am Anfang) auch sehr "anhänglich" und auch sonst das, was Mann sich so wünscht..
Liebte später leider nur noch ihre Tiere und einen Zoo konnte ich in einer Mietwohnung -vor allem auch im Sinne der Tiere- nicht zulassen.

Was diese Frage angeht:
"Macht das Gefühl, dass die Frau auf einen nicht angewiesen ist, sie besonders attraktiv?"

Damit kann ich nichts anfangen, bin ja auch männlich ;-)
 
  • #5
Nein, da müsste ich längst unter der Haube sein, denn ich bin so eine Frau.
Es gab und gibt immer jede Menge Begehrer, aber keinen Verehrer, sagte man einst mal.

Will sagen, viele finden mich ganz toll, wollen mich auch kennenlernen, am Ende sind sie schließlich
mit einer Frau zusammen, die das Gegenteil ist, brav, still, bieder, zwar berufstätig, aber sicherlich kein unabhängiger Geist wie ich, eben dem Manne untertan, mental versteht sich.
Die Langeweile in Person, aber sicher ist eben sicher denken wohl viele Männer.

Moderne Frauen, wie ich sie kenne und sehe und wenn sie obendrein auch noch gut aussehen sind meist Single zumindest finden sie keinen Partner auf Dauer. Es wird immer auf die hohe Anspruchshaltung geschoben, letztendlich ist es Männern meist zu schwierig, sofern sie sich geistig unterlegen fühlen, ein Mann der das nicht tut, zum Glück gibts noch welche, wollen durchweg nur eine unabhängige und selbstbewusste Frau, diese sind leider dünn gesät.

Somt weitersuchen Mädels, es lohnt sich.
 
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Gast

  • #6
Wenn jemand emotional komplett unabhängig ist, dann ist man doch recht distanziert. Die Distanz scheint mir mit Liebe und Zuneigung wenig zu tun zu haben. Irgendwie klingt das nach "wasch mich, aber mach mich nicht naß". Stellt man sich vor, dass es ein Mann wäre, der emotional so unabhängig wäre, dann wäre das vermutlich der betreffenden Frau nicht recht. Die Frage scheint sich von selbst zu beantworten. Wenn man sich nahe kommt (kommen will), stellt man Abhängigkeiten und Verbindlichkeiten her - das ist in gesunden Maß auch gut so und ist im Idealfall gegenseitig recht ausgewogen. Es gibt eben kein grundsätzliches Nehmen ohne Geben. Es klingt hier reichlich Furcht vor Enttäuschung und Mißtrauen durch - eher Angst als Unabhängigkeit.
 
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Gast

  • #7
Liebe FS,

anfangs hat mir ihre Art gefallen. Ich fühlte mich stark zu ihr hingezogen, sie war ganz anders als meine Exfrau, die 15 Jahre lang fast ohne Pause für mich da war.
Sicher gefühlt habe ich mich mit meiner Eroberung nicht, denn wir waren auf meinen Wunsch hin nach 3.5 Monaten schon wieder getrennt. Ich wollte regelmässige Zweisamkeit in meiner Wohnung. Sie hatte nichts dagegen konnte es aber zeitlich oft mit ihrem Terminkalender nicht zur Deckung bringen. Meine Bedürfnisse waren mir damals das Wichtigste. Ich weiss nicht wie es anderen damit geht wenn jemand sich nicht primär um eure Bedürfnisse kümmert sondern multitaskend um zehn Ecken rauscht. Mich hat das verunsichert und ich habe es ihr so ausgelegt dass sie mich gar nicht will und nicht braucht. Sie war nicht kühl, oder arrogant, im Gegenteil zärtlich und wunderbar, bloss abgelenkt. Mich hat es genervt, ich wollte (gebe ich zu) ihr stetiger Mittelpunkt sein. Unterstellte ihr Paralleldaten usw. - so kam es zu einer Szene.

2. Hat sich inzwischen herausgestellt ich lag damit falsch: sie ist Singlesein so gewöhnt, das ist ihre Art.

3. Ja, sie geht ihren Weg auch ohne mich. Wir haben noch Kontakt und so erfuhr ich was sie danach gemacht hat. Ich ärgere mich nun über meine Reaktion. Ich hätte geduldiger sein müssen. Sie ist immer noch Single (das kann sie wohl am besten). Ich finde es nicht sehr attraktiv dass sie so unabhängig lebt. Andererseits zieht mich ihre Kraft an. Sie hat unglaublich viel Energie. Und sie ist sehr hübsch.
 
  • #8
Liebe FS,
Ich bemühe mich deine Fragestellung analytisch aufzudröseln, aus meiner Sicht.
Nein,emotional ein Stück weit Abhängig, aber ohne Selbstaufgabe.
Unter großen Schmerzen bereit zu tun was getan werden muss ( z. B. seinen Weg gehen ).
Nein, hohe Erwartungen an mich gestellt aber mich rückhaltlos geliebt.
Mit einer tollen Frau wächst man über sich hinaus.
Ja, Absolut. Keine Spielchen.
Frau die auf einen nicht angewiesen ist besonders Attraktiv ?
Materiell sicher ja, dann wird der Mann an sich geliebt.
Emotional ist es besser als wenn Frau ein abhängiges hilfloses Wesen ist.
Bei aller Unabhängigkeit der Frau, was OK ist, wünscht sich der Mann Bestätigung in der Beziehung durch entsprechende Handlungen der Frau, gute Gespräche, Zärtlichkeit, guter Sex, Weiblichkeit, gemeinsam den Alltag meistern.
Eine sehr schöne, berechtigte Frage, ich hoffe mit einer hilfreichen Antwort. M 50 .
 
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Gast

  • #9
Nein, es waren ausschließlich junge nette, brave, stille, unselbstständige, naive Frauen - das ist doch nicht verkehrt oder? Dafür hatten sie Herz, Freundlichkeit, und eine jungfräuliche fröhliche Art an sich - die man bei älteren Frauen oder Selbstbewussten vermisst. Sie waren einfach lebhafter und konnten mich mitreißen. Das habe ich am Meisten geschätzt und bei jeder Trennung immer am Stärksten vermisst.

Unabhängige Frauen sagen was sie wollen und machen keine Kompromisse. Das passt nicht zu mir. Da bin ich dann doch eine ängstliche Schnecke :)
 
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Gast

  • #10
Emotional unabhängig zu sein, spielt für mich eine entscheidende Rolle. Dass man trotzdem weiblich, sehnsüchtig, anschmiegsam und vieles mehr sein kann, schließt Unabhängigkeit nicht aus. Diese Unabhängigkeit zu erlangen ist nicht immer ein leichter Weg. Gerade Frauen sind sehr emotional und geraten dann schnell in den Part des Angewiesenseins, der Abhängigkeit. In einer Partnerschaft ist es essentiell, sowohl zu seinen Bedürfnissen zu stehen als auch Kompromisse einzugehen. Für mich ist es wichtig zu wissen, es geht auch alleine. Es geht vielleicht nicht ganz so lustvoll, nicht ganz so leicht und auch nicht so unkompliziert/ kompliziert, aber es geht, weil es gehen muss. Und in dieser Zeit möchte ich nicht per se unglücklich sein, weil es niemanden gibt, der mir zu Seite steht.

Unabhängige Frauen haben dahingehend Glück, dass nur wirklich starke Männer mit solchen Frauen leben können, leben wollen. Das macht eine Partnerschaft prickelnd, niemals langweilig und unverwechselbar. "Du kannst nur genießen, was du bereit bist zu verlieren."

w/47
 
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Gast

  • #11
Hallo Fragestellerin

Ich denke, dass jede Frau von einem Mann unabhängig ist. Nur ob Sie diese Unabhängigkeit wählt und beibehält, das steht auf einem anderen Blatt. Für mich gehen Unabhängigkeit und Partnerschaftlichkeit eng miteinander. Eigentlich parallel.
Unabhängigkeit hat auch etwas mit gesundem Stolz zu tun. Und eine Frau mit gesundem Stolz ist sicherlich attraktiv. Da ist dann etwas damenhaftes, leuchtendes an ihr – sozusagen eine Zierde für jeden Mann. Und diese Gradwanderung ist für jede Frau schwierig – nicht jede schafft es. Aber wenn ich als Mann auf solch eine Frau treffe, ja, dann bin ich hin und weg.

M57
 
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Gast

  • #12
Meine großen Lieben waren eine Kombination aus Eigenständigkeit und natürlich auch dem Anspruch, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln.

Einmal glaube ich nicht mehr an "die" große Liebe, sondern eher an mehrere Abschnittsgefährtinnen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitraum wichtig sind (das mag bei unterschiedlichen Menschen verschieden sein), außerdem glaube ich nicht daran, dass dieses eine Kriterium "die große Liebe" ausmacht und man es so getrennt betrachten kann. Das Gesamtpaket muss stimmen und dazu gehört Zusammenhalt auf der einen Seite und Freiheit und Unabhängigkeit für beide auf der anderen Seite, Beides nicht in Extremen, sondern in einem ausgewogenen Verhältnis (das kann mal mehr so und mal mehr so sein).

m, 46
 
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  • #13
DIE Liebe meines Lebens ist eine völlig selbstbestimmte Frau. Sie passt in kein Raster denkt über alles selbst nach und entscheidet dann. Es gab damals in der Schule (so lange sind wir befreundet) sicher vordergründig hübschere Mädels, aber bei ihr standen die Jungs Schlange. Sie hat sich quasi selbst erschaffen und geformt. Heute ist sie als Wissenschaftlerin eine brilliante Ärztin von Weltruhm. Wir waren ein paar Jahre zusammen, aber dieses Tempo, das sie vorlegte, konnte ich (leider) nicht mitgehen, zumal ich wesentlich weniger Ehrgeiz habe als sie und nie das Bestreben hatte, zu den Top 10 (Jurist) zu gehören. Intellektuell kann ich zwar bei ihr mithalten, aber im Gegensatz zu ihr fehlt mir der Impetus, das Maximale aus mir herauszuholen.

Ich brauche in einer Partnerschaft auch den Konkurrenzdruck nicht, sie dagegen wollte bei allem, was wir zusammen gemacht haben immer die bessere sein. Bei Sportarten, die Karft erfordern hat sie als zierliche Person natürlich keine Chance gegen mich. Daran ist sie fast verzweifelt.

Meine jetzige Frau ist ebenfalls völlig unabhängig, aber wir haben keine Konkurrenzbeziehung sondern fördern uns nach Kräften. Wir sind aber beide mit meiner Ex aufs Engste befreundet.