• #1

Unerfüllte Sexualität in der Beziehung

Hallo!

Ich (w, 26) bin seit 2,5 Jahren in einer Beziehung mit einem Mann (29 Jahre). Charakterlich passen wir sehr gut zusammen. Wir haben uns schnell ineinander verliebt und harmonieren im Alltag sehr gut. Leider ist das bei unserem Sexleben überhaupt nicht der Fall. Eigentlich von Anfang an habe ich mir mehr und lustvolleren Sex gewünscht. Es hat nicht lang gedauert (ca. 5 Monate) da hatten wir noch noch 1-2x alle 2 Wochen Sex. Während für ihn BJ das Schönste sind, gefällt ihm orale Befriedung bei der Frau nicht so. Es gab in 1,5 Jahren viele Gespräche, welche immer ich initiiert habe. Er hat mir erklärt, dass er Sex nicht so oft brauche, er hole sich seinen Ausgleich eher im Sport. Obwohl er oft gesagt hat, dass er sich bemühen wird, mehr auf meine Bedürfnisse (vor allem hinsichtlich der Frequenz) einzugehen, hat sich nichts geändert. Vor 5 Monaten war dann für mich der Punkt erreicht, wo ich mir gesagt habe, es ist Schluss, dass er immer zu seiner Befriedigung kommt und ich oft "hungern" muss und habe Annäherungsversuche seinerseits abgelehnt. Ich hatte die Hoffnung, dass es ihm die Augen öffnen würde und er zumindest das Gespräch mit mir suchen würde. Leider ohne Erfolg - somit haben wir jetzt seit 5 Monaten nicht miteinander geschlafen und mittlerweile habe ich auch die sexuelle Anziehung verloren.
Mit ist mittlerweile klar, dass mein Weg ihn zu einer Veränderung zu bewegen wohl der Falsche war. Nur weiß ich jetzt nicht mehr, was ich noch machen soll.
Mich würde eure Meinung interessieren.
Danke!
 
  • #2
Ihr seid zwei seltene Vögel:

Er, weil er in diesem Alter so wenig Sex will (hormonelle Störung?)
Du, weil du das so lange akzeptiert hast.
Ihr beide, weil ihr trotzdem so lange zusammenbleibt.
Mit ist mittlerweile klar, dass mein Weg ihn zu einer Veränderung zu bewegen wohl der Falsche war. Nur weiß ich jetzt nicht mehr, was ich noch machen soll.
An der Hauptursache - sein schwacher Sexdrive - kannst du auch durch Sexentzug nichts ändern, eigentlich logisch.
Vielleicht mal seinen Hormontiter bestimmen lassen?
Während für ihn BJ das Schönste sind, gefällt ihm orale Befriedung bei der Frau nicht so.
Nun, das scheint nicht so ganz selten zu sein (bei mir ist es fast umgekehrt - finde oral bei ihr viel netter als BJ).
Dieses „BJ das Schönste“ finde ich aber schon auffällig, ein eher infantiles Sich Verwöhnen Lassen statt aktiver, erwachsener männlicher Sexualität.
 
  • #3
Es gibt da ein Buch: Er steht nicht auf dich. Könntest du lesen.
Du schreibst aber schon die Lösung: du hast die Nase gestrichen voll von ihm.
Also heirate ihn, bekomme Kinder und lebe lange und unglücklich. Oder mach das Gegenteil.
Ein Mann, der im Alltag harmonisch mit dir ist und im Schlafzimmer kein Interesse hat? Wäre es umgekehrt nicht spannender? Meine kann nicht kochen, ist nicht so die Superhausfrau und kann nicht gut Auto fahren. Aber sonst :))))))))))))))))))) würde ich nicht eintauschen wollen.
 
  • #4
Ich würde jederzeit, ohne zu zögern eine Frau mit der ich gar reden kann, albern sein kann, schweigen kann und alles mögliche was man angezogen so spaßiges anstellen kann, jedem tumben Pophasen vorziehen.
Man verbringt wesentlich mehr Zeit nicht beischlafend als poppend zusammen, daher ist mir alles wichtiger als das bisschen Sex.

Aber das muss jeder für sich wissen wie er das gewichtet und entsprechend danach handeln.
Wenn es nicht passt, passt es nicht. Dann muss man aber ehrlich zu sich und dem Partner sein.
Ihm vorzuwerfen das er ist wie er ist und nicht plötzlich ein anderer wird ist doch bescheuert.
Es ist nichts verwerfliches viel Sex haben zu wollen und alle möglichen Praktiken ausleben zu wollen.
Genauso ist es aber völlig legitim wenig Sex haben zu wollen (auch ohne Hormonstörung 🥴) und die eine oder andere Praktik nicht so prickelnd zu finden.
Beides normal, aber dann halt einfach nicht kompatibel
 
  • #5
Es gibt so unendlich viele Männer da draußen, du findest bestimmt ein ähnliches Modell mit mehr sexueller Lust.
 
  • #6
Ich empfinde eure Situation auch als sehr schwierig. Auf der charakterlichen Seite passt ihr sehr gut zusammen, sexuell leider nicht. Dass er sich noch ändern wird, glaube ich nicht. Eine Möglichkeit wäre wohl noch eine offene Beziehung. Sicherlich nicht das was du anstrebst.

Was die Praktiken anbelangt ist das immer ein Abstimmen. Du musst keinen BJ machen, wenn dir das nicht gefällt, genauso wenig er dich oral bedienen.

Du schreibst ihr harmoniert gut, aber das kann auch heißen, dass ihr euch nicht streitet. Wie sieht es mit Kuscheln und anderen Zärtlichkeiten aus? Dass du hungern musst, darf nicht sein. Selbst wenn er keine Lust hätte, so würde ich doch erwarten, dass er sich bemüht dir auf andere Weise Befriedigung zu verschaffen. Und dieses "um dich Bemühen" fehlt dir verständlicherweise.

Dir ist Sex wichtig und das ist völlig in Ordnung. Ihm leider nicht und auch das ist in Ordnung. Ich fürchte ihr seid nicht passend.
Aber das muss jeder für sich wissen wie er das gewichtet und entsprechend danach handeln.
Das sehe ich genauso. Im Idealfall stimmt beides. Sicherlich kann man auch Abstriche auf der ein oder anderen Seite machen. Irgendwann ist aber auch eine Grenze erreicht. Die sehe ich bei dir. Ich würde mich trennen.
 
  • #7
da hatten wir noch noch 1-2x alle 2 Wochen Sex
Nach 2,5 Jahren sollte man noch "in Flame" sein.
Du bist jung. Da wäre mir das auch zu wenig an deiner Stelle.
Das kann man auch nicht durch Gespräche ändern.
Ich hatte die Hoffnung, dass es ihm die Augen öffnen würde
Sexentzug finde ich grundsätzlich keine geeignete Methode um Ziele durchzusetzen. Das macht viel kaputt.
Vermutlich hast du dir damit eher selber geschadet, denn er ist ja nicht so angewiesen auf Sex.
Man kann Sex nicht erzwingen und auch sonst kann man nichts erzwingen.
Du musst den Menschen so nehmen, wie er ist.
Anderenfalls musst du dir überlegen, ob du das willst für die Zukunft und ggf. Konsequenzen für dich ziehen und dich trennen.
Wenn du dich getrennt hast, suchst du dir einen passenderen Partner.
Mit ist mittlerweile klar, dass mein Weg ihn zu einer Veränderung zu bewegen wohl der Falsche war.
Nicht nur der Weg ist falsch. Du kannst ihn nicht verändern.
Es ist sein Wesen. Er ist so, wie er ist.
 
  • #8
Die Beziehung kann harmonisch, schön und alles mögliche weitere sein - nur wenn der Sex nicht passt, dann wird es früher oder später problematisch. Bei dir, @Forsythie , leider früher, du bist schon in einem Prozess der körperlichen Entfremdung.
Ich habe noch nie gehört, dass einem gesunden, jungen Mann in einer frischen Beziehung mit einer Frau, die ihn anzieht, 1-2x Sex pro Woche reichen. Er sagt, dass er Sex durch Sport substituiert? Sport führt in der Regel zu einer Zunahme von Testosteron, was wiederum den Sexualtrieb anregt. Da läuft also etwas komplett falsch. Er ist zufrieden - du leidest.

Ihn mit Sexentzug zu bestrafen ist dann in etwa so, wie wenn du einem Biertrinker ein Sektverbot erteilst - sprich komplett nutzlos.

Ich weiß, dass es unmoralisch ist, aber ich würde dir eine Affaire wünschen, in der du wieder erfährst, wie schön Lust, Leidenschaft, rasende Begierde und die Erschöpfung nach dem stundenlangen V*geln sind.

Offiziell aber rate ich dir mit deinem Freund zu sprechen, ihm dein Problem klar zu machen, versuchen, einen Kompromiss zu finden, und dich so lange über eure harmonische Beziehung zu freuen.

Aber ich sags dir gleich: Am Ende läuft es auf das gleiche, nämlich die Trennung, raus.
 
  • #9
Egal ob ein Mann fragt oder eine Frau, Passung ist die Basis für eine dauerhaft stimmige, funktionierende Partnerschaft, und wenn es sexuell nicht passt, wird es auf Dauer nicht überbrückbar sein, außer man lagert das Thema aus und öffnet im gegenseitigem Einvernehmen die Partnerschaft.
Es gibt Bereiche, in denen Kompromisse nur zum Druck für beide führen, das Gleiche, wenn Vorstellungen und Bedürfnisse zu weit auseinander sind und sogar gegensätzlich.
Zuviele denken gerade im sexuellen Bereich, man wird es irgendwie passend machen können, Augen zu und durch, das klappt nicht, und dann kommt nach einigen Jahren die Frage, wie oft hier, sie /er begehrt mich nicht mehr, logisch, es war nie gut.
 
  • #10
Ich habe noch nie gehört, dass einem gesunden, jungen Mann in einer frischen Beziehung mit einer Frau, die ihn anzieht, 1-2x Sex pro Woche reichen.
Dann hast du wohl nicht mit allen geredet oder von allen gehört.
Man kann nur mal nicht alle Kerle über einen Kamm scheren.
Vom dauergeilen Akkordrammler bis zum asexuellen komplettverweigerer und alles was dazwischen liegt ist alles möglich.
Sicher ist das nicht der Durchschnitt, aber es gibt sicher viele denen auch weit weniger als 1-2 mal die Woche reicht.
Meine Frau und ich haben zu keiner Zeit auch nur annähernd 1-2 die Woche. Eher 1-2 im Jahr. Nur bei uns passt es beidseitig so.
Es gibt eben alles. Es müssen sich nur die Richtigen treffen. Das ist die Schwierigkeit.
 
  • #12
Es gibt durchaus so Phasen, da kann "Mann" nicht. Als Frau hat man das leichter, kann sich ggf. stimulieren lassen und kommt dann doch noch in Fahrt. Hier sieht es aber nach einer systematischen Unpassung aus , daher Verweigerung und Frust.

Auf jeden Fall gehört eine Klärung über den Ist Zustand dringend ermittelt.

Mein Freund und ich haben gerade auch so eine Phase, seit Monaten nimmt die Libido stetig ab und leidet auch die Potenz. Wir sind das Thema partnerschaftlich angegangen.Da Stress der Hauptbestandteil des Problems ist, und ich eine klare Kommunikation gewünscht habe was denn, auch seinerseits, der Idealzustand wäre. Wir sehen es also ähnlich. In solchen Zeiten wäre dann eine Kritik am Symptom fehl am Platze
 
  • #14
Mit ist mittlerweile klar, dass mein Weg ihn zu einer Veränderung zu bewegen wohl der Falsche war.
Dein Weg war nicht falsch, denn Du siehst was ist: er hat keine Lust auf Dich und Du kannst Dir selber nichts mehr darüber vormachen.
Du hast Gespräche gesucht und die haben nichts geändert. Daher war kein Sex mehr nicht falsch als Ersatz für "wenig und schlechter Sex", denn jetzt ist ds Problem nicht mehr kleinredbar und musst Du raus aus der unbequemen Komfortzone, richtig was ändern.

Nur weiß ich jetzt nicht mehr, was ich noch machen soll.
Stellt eure Beziehung um auf WG und such Dir einen Mann mit dem Du guten Sex haben kannst. Wenn sich zeigt, dass nicht nur Sex sondern auch Partnerschaft mit ihm gehen, dann löst Du die WG auf.
Sei Dir sicher, Dein jetziger Partner wird Dich nicht vermissen - tut er doch jetzt auch nicht.

Dein Partner tut klugerweise das Gleiche - wahrscheinlich macht er es schon an seinen "Sport"tagen.
 
  • #15
Das gibt es nichts "durchzustehen".
Meine Frau ist meine Lebenspartnerin und nicht mei Sexpüppchen was für meine Befriedigung zuständig ist.
Ich hab gesunde Hände, wenn mir danach ist. Das ist nicht die Verpflichtung meiner Frau.
Meine Frau ist höchstens sich selbst gegenüber verpflichtet nur dann Sex zu haben wenn sie es möchte, egal wie selten.
Daher ist es keine Frage von durchstehen, sondern das natürlichste der Welt für mich, meiner Frau nicht sexuell auf den Senkel zu gehen.
 
  • #16
Das Problem stellte sich mir oft: die einen fand ich nett aber unsexy und die anderen sexy aber charakterlich unbrauchbar.
Da hilft nur Trennung und weitersuchen.
 
  • #17
Das gibt es nichts "durchzustehen".
Meine Frau ist meine Lebenspartnerin und nicht mei Sexpüppchen was für meine Befriedigung zuständig ist.
Ich hab gesunde Hände, wenn mir danach ist. Das ist nicht die Verpflichtung meiner Frau.
Meine Frau ist höchstens sich selbst gegenüber verpflichtet nur dann Sex zu haben wenn sie es möchte, egal wie selten.
Daher ist es keine Frage von durchstehen, sondern das natürlichste der Welt für mich, meiner Frau nicht sexuell auf den Senkel zu gehen.
Strange. Ich hatte nur Frauen, die Sex mochten und zwar oft. Was es nicht alles gibt.
 
  • #18
Das gibt es nichts "durchzustehen".
Meine Frau ist meine Lebenspartnerin und nicht mei Sexpüppchen was für meine Befriedigung zuständig ist.
Ich hab gesunde Hände, wenn mir danach ist. Das ist nicht die Verpflichtung meiner Frau.
Meine Frau ist höchstens sich selbst gegenüber verpflichtet nur dann Sex zu haben wenn sie es möchte, egal wie selten.
Daher ist es keine Frage von durchstehen, sondern das natürlichste der Welt für mich, meiner Frau nicht sexuell auf den Senkel zu gehen.
Das finde ich eine sehr schöne Einstellung.

Auf einen Mann mit einer solchen Einstellung hätte ich viel mehr Lust als auf einen, der mich für seine Befriedigung verantwortlich machen will.
Letzteres ist irgendwie von vornherein abstoßend und stößt bei mir auf Gegenwehr. Aber ich bin allgemein sehr empfindlich und bockig, wenn jemand in irgendeiner Form auf mich Druck ausübt.
 
  • #19
Das finde ich eine sehr schöne Einstellung.

Auf einen Mann mit einer solchen Einstellung hätte ich viel mehr Lust als auf einen, der mich für seine Befriedigung verantwortlich machen will.
Letzteres ist irgendwie von vornherein abstoßend und stößt bei mir auf Gegenwehr. Aber ich bin allgemein sehr empfindlich und bockig, wenn jemand in irgendeiner Form auf mich Druck ausübt.
Er schreibt, er würde nie den ersten Schritt machen, wenn es um Erotik geht. Er wird von seiner Frau gerufen und spurt dann. Wer ist dann das Sexpüppchen? Er lebt einfach nur vertauschte Rollen. Wie langweilig. Sagt sehr viel über euch beide aus. Von Gleichberechtigung ist das sehr weit entfernt. Aber jder, wie er oder sie mag....
 
  • #20
Das finde ich eine sehr schöne Einstellung.

Auf einen Mann mit einer solchen Einstellung hätte ich viel mehr Lust als auf einen, der mich für seine Befriedigung verantwortlich machen will.
Letzteres ist irgendwie von vornherein abstoßend und stößt bei mir auf Gegenwehr. Aber ich bin allgemein sehr empfindlich und bockig, wenn jemand in irgendeiner Form auf mich Druck ausübt.
Ich denke man muss immer die einzelne Konstellation betrachten.

Wenn beiderseits von Anfang an Libido in ähnlicher Weise vorhanden war und sich irgendwann die Dynamik in eine Richtung zu einem Gefälle entwickelt dann ist das sehr wohl ein Zeichen einiges zu überdenken.

Wenn sich herausgestellt, dass unter besseren Bedingungen (weniger Stress, Kinder werden größer, whatever...) die persönliche Lust auf Sex wieder normal würde, da aus einem selber entspringend und nicht erbettelt ist das doch was gänzlich anderes als wenn einem von zweien beim Sex keiner abgeht und man den Hund zum Jagen tragen muss gefühlt.

Wenn ich als Frau und Freundin merke, mein an sich ähnlicher Freund hat abnehmende Libido und Probleme den Sex zu genießen aus bestimmten Gründen die ich nach einem Gespräch nachvollziehen kann, dann hab ich genauso wenig Lust mich von ihm als Dienstleister befriedigen zu lassen und habe "ebenfalls zwei gesunde Hände ".Der Unterschied liegt aber daran, daß ich dann auch keine Lust mehr auf Sex habe, weil ich spüre, wir können das gemeinsam nicht genießen. Wenn derlei Phasen überstanden sind, haben beide aber wieder Lust aufeinander und genießen den Sex zu zweit.
 
  • #22
Er schreibt, er würde nie den ersten Schritt machen, wenn es um Erotik geht. Er wird von seiner Frau gerufen und spurt dann. Wer ist dann das Sexpüppchen? Er lebt einfach nur vertauschte Rollen. Wie langweilig. Sagt sehr viel über euch beide aus. Von Gleichberechtigung ist das sehr weit entfernt. Aber jder, wie er oder sie mag....
Wenn man sich einzelne Sätze rauspickt, den Kontext und die Entwicklung dahin außer Acht lässt, kann man das natürlich für seine Plattitüden so hindrehen.
Ist für den außenstehenden Normalo-"Ichsexvieeeelllgrunzgrunz-Mann" schwer nachzuvollziehen.
Geht mir ja umgekehrt genau so.

Ob es langweilig ist?
Das geht mir hinten vorbei ob das für andere langweilig ist. Entscheidend sind nur meine Frau und ich.
Und da es nun fast schon 15 Jahre trägt, ohne Streit, ohne die kleinste Krise scheinen wir sexuell und auch im weitaus wichtigerem nicht horizontalen Beziehungsleben den für uns richtigen Weg gefunden zu haben.

Das ist, genauso wie jeder andere Weg, nicht der Königsweg, aber eben für uns der richtige.
 
  • #23
Ich würde völlig verschiedene Tipps geben und zwar abhängig davon, ob er grundsätzlich keinen Sex will/braucht, oder ob er sich nur von dir sexuell zurück gezogen hat, aber mit sich selbst fleißig dabei ist.
Ich kenne Zeiten, da waren meine damalige Partnerin und ein zwar ein gutes Team, aber der gemeinsame Sex war "eingeschlafen". Ich habe aber nicht sexlos gelebt, mich alleine bestens versorgt.
In so einer Situation würde ich dazu raten, zu reden oder eine Sexual-/Paartherapie zu machen, um wieder gemeinsame Sexualität zu leben.
Wenn er aber selbst generell ziemlich sexuell ist, dann bleibt nur Trennung oder eine erlaubte Affäre (falls du das willst).
Du müsstest also Mal rauskriegen: wie oft macht er es sich selbst? Braucht/will er Sex generell?
 
  • #24
Ist für den außenstehenden Normalo-"Ichsexvieeeelllgrunzgrunz-
Wenn du so abwertend auf Genussmenschen reagierst, dann tangiert es dich eben doch. Ich habe einfach nur gespiegelt, mehr nicht. Ich esse halt Austern, dir reicht trockenes Brot. Sind Leute, die Austern essen dann grunzende Urmenschen? Und denk mal darüber nach, ob es einen Unterschied zwischen "ich will will will" und "ich gönne mir" gibt.
 
  • #25
Wenn du so abwertend auf Genussmenschen reagierst, dann tangiert es dich eben doch. Ich habe einfach nur gespiegelt, mehr nicht. Ich esse halt Austern, dir reicht trockenes Brot. Sind Leute, die Austern essen dann grunzende Urmenschen? Und denk mal darüber nach, ob es einen Unterschied zwischen "ich will will will" und "ich gönne mir" gibt.
Ich bin extremer Genussmensch.
Sind wir beide, meine Frau und ich.

Ich liebe guten Whisky, kann mich gut und gerne eine Stunde mit einem Dram Vergnügen. Nur riechen, nippen Aromen auseinander nehmen.
Wie lieben gutes, oder besser leckeres Essen etc.

Aber ich glaube uns unterscheidet die Gewichtung.
Das sind alles, wie auch Sex, für mich nette Nebensächlichkeiten. Aber nicht Essentiell wichtig. Ok, lecker Essen vielleicht schon. Aber generell könnte ich auch ohne Whisky oder Sex sehr glücklich leben.
Und vor allem ist mir wichtig das es nicht zu Lasten meiner Patnerin geht.
Ich mache meinen Whiskyabend mit den Jungs, wenn es ihr nicht Gut geht und ein ruhiger Abend mit mir ihr gut täte.
Ich koche kein drei Gänge Menü, Wenn ihr schon beim Geruch und der Vorstellung an Essen wegen z.B. Magenprobleme schlecht wird. Dann mache ich höchstens eine Tütensuppe.
Und wenn ich dem Gedanken an Sex habe, aber von ihr nichts in der Richtung kommt, dann brauche ich ihn auch nicht. Dann warte ich bis von ihr etwas in diese Richtung initiiert wird.
Hat alles seine Vorgeschichte und seine Gründe warum ich so bin. Aber es macht mich nicht unzufrieden, nicht unglücklich. Weil ich Sex, und vorsicht Klischee, vor allem die für mich oft Platte (männliche) Sichtweise bezüglich Sex und seine "Wichtigkeit", eben nicht im ansatz Teile.

Dazu gehört auch immer eine gute Portion Glück den richtigen, passenden Gegenpart zu finden, ich weiß. Und aus meiner Position ist es auch leicht zu palavern, da es bei uns automatisch und leicht sich so zurechtgefunden hat.

Aber allgemein stößt mit immer so eine Position ich brauche meinen Sex, und meine Partnerin ist dafür zumindest Mitverantwortlich und das übliche geseiere eben etwas auf.
Sexuelle Befriedigung hat jeder, ob Mann oder Frau zunächst mal, wortwörtlich in der eigenen Hand.
Alles weitergehende muss im Einklang passieren und vielleicht mehr als plus nicht als muss begriffen werden. Und da ist es leichter zu verzichten und sich am dem der weniger möchte zu orientieren, als diesen latente Druck auszusetzen und ihn sich zu etwas überwinden lassen woran er im den Moment keine Freude hat, nur damit es keinen Knatsch gibt.
 
  • #26
Ich bin extremer Genussmensch.
Sind wir beide, meine Frau und ich.

Ich liebe guten Whisky, kann mich gut und gerne eine Stunde mit einem Dram Vergnügen. Nur riechen, nippen Aromen auseinander nehmen.
Wie lieben gutes, oder besser leckeres Essen etc.

Aber ich glaube uns unterscheidet die Gewichtung.
Das sind alles, wie auch Sex, für mich nette Nebensächlichkeiten. Aber nicht Essentiell wichtig. Ok, lecker Essen vielleicht schon. Aber generell könnte ich auch ohne Whisky oder Sex sehr glücklich leben.


Aber allgemein stößt mit immer so eine Position ich brauche meinen Sex, und meine Partnerin ist dafür zumindest Mitverantwortlich und das übliche geseiere eben etwas auf.
Sexuelle Befriedigung hat jeder, ob Mann oder Frau zunächst mal, wortwörtlich in der eigenen Hand.
Alles weitergehende muss im Einklang passieren und vielleicht mehr als plus nicht als muss begriffen werden. Und da ist es leichter zu verzichten und sich am dem der weniger möchte zu orientieren, als diesen latente Druck auszusetzen und ihn sich zu etwas überwinden lassen woran er im den Moment keine Freude hat, nur damit es keinen Knatsch gibt.
Das sagt er doch, mit anderen Worten, zu dir.

Ohne Libido entsteht kein sexueller (Leidens-) Druck, du hast andere Prioritäten und ihr gebt euch durch euch eine erfüllende Partnerschaft.

Es gab hier doch mal den Fred eines, oder über einen, Teraplegiker in einer Beziehung. Da wurde beispielsweise zur Öffnung der Beziehung in sexueller Hinsicht geraten. Wenn man sich liebt, soll doch nicht der eine keinen Sex haben "dürfen", nur weil der andere nicht kann oder schlimmer noch, nicht will.

Für mich beispielsweise ist ein Leben ohne Sex schwer vorstellbar. Ich verzichte aus Gründen gerne eine Zeit lang (oder auch länger), aber dann rumort der Trieb psychisch in meinem Kopf. Ein Akt von Liebe und Wertschätzung.

Ergo gehört guter Sex für mich in eine Partnerschaft rein. Käme mein Freund mir plötzlich miAsexualität - käme ich mit dem Freifahrtschein für sexuelle Ausflüge.
 
  • #27
man sich liebt, soll doch nicht der eine keinen Sex haben "dürfen", nur weil der andere nicht kann oder schlimmer noch, nicht will
Das kann man so oder so sehen. Man kann es auch so sehen: wenn man sich liebt ist verzicht kein verzicht sondern nimmt dich gerne zurück, bzw. gleicht das mit SB aus, weil man gar nicht mit jemandem anderes Sex haben möchte wenn man sich liebt.

Beides legitime Sichtweisen.
Deine zitierte Sicht ist sicher rational eine vernünftige, aber Liebe, Gefühle, Beziehung und Rationalität ist nicht immer vereinbar.
 
  • #28
Und wenn ich dem Gedanken an Sex habe, aber von ihr nichts in der Richtung kommt, dann brauche ich ihn auch nicht. Dann warte ich bis von ihr etwas in diese Richtung initiiert wird.
Hat alles seine Vorgeschichte und seine Gründe warum ich so bin. Aber es macht mich nicht unzufrieden, nicht unglücklich. Weil ich Sex, und vorsicht Klischee, vor allem die für mich oft Platte (männliche) Sichtweise bezüglich Sex und seine "Wichtigkeit", eben nicht im ansatz Teile.
Ich kenne deine Vorgeschichte und die Gründe, und ist auch alles gut, wenn ihr zufrieden seid, aber nur mal aus Interesse: Hat deine Frau eigentlich jemals selbst geäußert oder gezeigt, dass dein ungefordertes sexuelles Begehren sie abstößt oder belästigt? Ich meine, hat sie irgendwann mal selbst gesagt, dass sie wirklich nur dann Sex haben möchte, wenn sie selbst den Anfang macht, dass du dich ihr nicht unaufgefordert sexuell nähern sollst? Denn ich zum Beispiel als Frau finde es wahnsinnig attraktiv, wenn mein Partner Lust auf Sex hat und von selbst nach Sex fragt oder sich sexuell nähert (in einem normalen Rahmen, natürlich nicht stündlich oder täglich). Bei mir ist es so, dass wenn mein Partner Lust auf Sex hat, ich auch selbst mehr Lust auf Sex habe, dann schaukelt man sich sozusagen gegenseitig hoch. Wenn er nie selbst Interesse daran zeigen würde, würde mich das eher stören und verunsichern und ich fände es schade, denn ich möchte nicht das Gefühl haben, dass er Sex nur mit zuliebe, aber eigentlich selbst gar keinen Bedarf hat. Also wenn ein Mann immer nur passiv mitmacht, wenn ich ihn auffordere, aber nie selbst will, käme ich mir irgendwann blöd vor und würde auch selbst das Interesse verlieren und mir halt andere Beschäftigungen suchen, denn so nötig habe ich es nicht, dass ich ihn ständig auffordern und um Sex betteln muss, das ist ja fast erniedrigend, jedenfalls für mich nicht besonders schön und sexy. Mit einem Partner, der selbst Spaß dran hat und mir sein Begehren zeigt, würde ich oft Sex haben und abenteuerlichen Sex, wäre kreativ und würde mich auch bestätigt und begehrt und sexy fühlen, aber wenn er komplett passiv ist und Sex nur selten und sozusagen gezwungenermaßen nur mir zuliebe hat, um mir einen Gefallen zu tun, wenn ich explizit darum bitte, dann würde die Blüte meiner Sexualität wahrscheinlich irgendwann verwelken.Ich frage mich, ob deine Frau vielleicht auch solche Gedanken haben könnte. Ich meine, wie würde sie denn reagieren, wenn du sie heute Abend einfach mal leidenschaftlich küssen, dabei eine Erektion bekommen und sie dann an der Hand ins Schlafzimmer führen würdest? Mag sie das partout nicht? Hast du es jemals ausprobiert?
w27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #29
Duckula :)

es gibt die Vorsichtigen und Braven, denen es reicht, mit dem Gummiboot über den stillen See zu paddeln. Es sei gegönnt.

Und dann gibt es die Wagemutigen, die ihr Kanu im Gewitter den Berg hoch schleppen und dann im Wildwasser in die Tiefe stürzen. Warum machen wir das? Das ist gefährlich und es ist bekloppt. Wir tun es, weil wir das Leben in jeder Faser unseres Körpers spüren wollen. Wir leben für den Augenblick, weil wir keine Angst haben. Der Tod holt uns alle irgendwann und wir fürchten ihn nicht. Aber wir haben uns gespürt, sind an die Grenzen gegangen und haben uns geprüft.

Die Liebe in ihrer intensivsten Form ist eine Art kleiner Tod und dem schauen wir ins Auge. Die Verantwortungslosen unserer Art ziehen Menschen hinein, die dem nicht gewachsen sind. Das darf man nicht. Aber wenn zwei der gleichen Art sich verbinden, dann ist es gut.

Leb dein Leben so, als wäre heute dein letzter Tag, oder sei demütig ergeben in dein Schicksal. Am Ende wird nicht abgerechnet.
 
  • #30
Hat deine Frau eigentlich jemals selbst geäußert oder gezeigt, dass dein ungefordertes sexuelles Begehren sie abstößt oder belästigt?
Nein.
Zum einen habe ich nie unaufgefordert sexuelle Annäherungen gestartet, so dass es nur zu so einer Situation hätte kommen können.
Zum anderen ist bzw. war es auch eine spezielle Konstellation bei uns.
Sie hatte, bzw. hat eine chronische Erkrankung, die seit ein paar Jahren aber ruht. Aber schon zu Beginn der Beziehung hätte sie, nach einigen Wochen, einen heftigen Schub.
Gelenkschmerzen, sogar die Haut tat zeitweise bei Berührung weh Bis hin zu einem Schmerzsyndrom.
Ich wollte nie auch nur den Anflug von Druck aufkommen lassen, zumal sie damals auch fragte ob es mit etwas ausmache das wir nur so wenig Sex haben. War für mich auch nie ein Problem und ich wollte sie auf gar keinen Fall in die Situation bringen immer wieder sagen zu müssen "heute nicht" und dann irgendwann vielleicht aus schlechtem Gewissen doch mal mitzumachen.
Ich habe ihr überlassen nur wenn sie sich danach fühlt auch Sex zu haben.
Das entspricht sowieso eher meinem Naturell.
Und nachdem die Krankheit nach einigen Jahren relativ gut im Griff ist, ist es einfach dabei geblieben.
Wie hatten scheinbar beide keinen Grund etwas zu ändern.

Ich meine, wie würde sie denn reagieren, wenn du sie heute Abend einfach mal leidenschaftlich küssen, dabei eine Erektion bekommen und sie dann an der Hand ins Schlafzimmer führen würdest?
Auf jeden Fall würde sie nicht Schroff reagieren.
Sie ist, selbstbewusst genug ganz normal zu sagen heute nicht, oder beim richtigen Zeitpunkt sich drauf einzulassen. Aber ich bin und kann auch nicht sexuell fordernd sein, Das entspricht mir nicht.

Aber die hat kein Problem mit Erregung meinerseits.
Wie hatte vor einiger Zeit die Situation, Wie lagen auf dem Bett, sie hatte geduscht, ich wollte gerade. Sie hat 'ne Stelle oder ein Pickelchen bei mir an Bauch beguckt, und ist dabei mit dem Ellenbogen halt gegen den Kleinen gekommen, und der hat reagiert.
Sie sagte ganz normal und unaufgeregt "möchtest du Sex? Aber nach dem Duschen"
Keine Abscheu oder dergleichen. Gut, Wie haben es dann irgendwie beide wieder vergessen und keinen Sex gehsbt. Aber es gibt bei sowas auf jeden Fall keine Peinlichkeit oder angewidert sein. Sehr unaufgeregter Umgang damit.
Ich mag solche Situationen eher nicht. Da, so selbstbewusst sie auch ist, könnte, für mich, dadurch doch ein kleiner Funken Druck entstehen. Aber das hängt mit meiner Vorgeschichte zusammen. Ist aber überhaupt kein Thema bei uns.
So wie es ist, sind wir denke ich beide sehr zufrieden.
 
Top