• #1

Unerträglicher Schmerz

Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Ich habe vor einem Jahr einen Mann im Internet kennengelernt und hatte anfangs Bedenken, aber die haben sich dann zerstreut und so sind wir zusammen gekommen und nach kurzer Zeit zusammen gezogen.
Wir suchten eine Wohnung in Hamburg und haben nur um diese zu suchen, an seiner Arbeitsstelle eine Ferienwohnung gemietet (1 3/4 Stunden entfernt).
Er hat sich dann anders entschieden und wollte nicht mehr nach Hamburg ziehen (das wusste ich erst im Nachhinein, er hat es nie gesagt). Und ich wollte nicht irgendwo im Nirgendwo leben. Trotzdem machte er weiterhin Versprechen nach Hamburg zu ziehen.
Ich hab dann versucht, ganz sachlich mit ihm zu reden. Er antwortete nie oder stieg in sein Auto und fuhr stundenlang durch die Gegend.
Dann führte es alle 2 Wochen zum Streit, weil ich einfach nicht akzeptieren konnte, dass mich jemand nur anschweigt und mir keine Antwort gibt.
Ich habe ständig die Beziehung beendet, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste. Das war ein großer Fehler, ich weiß das.
Letzten Mittwoch habe ich gesagt, als ich bitterlich geweint habe, bitte umarme mich doch einmal. Ansonsten kann ich nicht mehr so weiter machen.
Er ging einfach und ließ mich alleine. Dann bin ich gegangen und habe mich 2 Tage lang nicht mehr gemeldet und weil ich es ohne ihn nicht ausgehalten habe, wollte ich zurück zu ihm. Allerdings wollte er das nicht. Bis dahin ist es ja verständlich und ihr sagt sicherlich, dass ich die Schuldige bin und mich nicht wundern brauche.
Ich bin im Moment am Ende, will zurück zu ihm oder die klare Aussage, dass er nicht mehr will. Er sagt aber immer nur, dass er es nicht weiß.
Ich habe in den letzten Jahren nur Niederlagen hinter mir. Was soll ich denn tun? Mich gar nicht mehr melden, schaffe ich nicht.
Vielen Dank für alle Antworten
 
  • #2
Wahrscheinlich hilft es Dir nicht weiter, wenn wir Dir jetzt sagen, dass Du nur bekommen hast, was Du wolltest...nämlich keine Beziehung.

Soriere DU doch lieber Dein Leben für Dich selbst, ich glaube nicht, das Du den Ex oder Dich selbst je wirklich je geliebt hast, Du warst nur emotional abhängig. Das ist nicht dasselbe.

Dein Ex ist Dein Ex, Du wolltest es ja so. Ich würde Dir zwar raten, ihn nicht kontaktieren; aber eigentlich ist es egal, ob Du es ,machst. Er kommt sowieso nicht mehr wieder; es sei denn er könnte etwas einfachen Sex gebrauchen ....
 
  • #3
Ich habe in den letzten Jahren nur Niederlagen hinter mir. Was soll ich denn tun? Mich gar nicht mehr melden, schaffe ich nicht.
Vielen Dank für alle Antworten
Liebe Kirschblüte, du willst nicht ihn, du willst nicht noch eine "Niederlage". Sei mal ehrlich zu dir, dann merkst du (du weißt es auch schon), dass ihr nicht wirklich zusammenpasst. So ein Hin- und Her, das ist keine gute Basis. Träume dir nicht diesen Mann zurecht, die Realität sieht anders aus. Warum ist es denn eine Niederlage? Ihr hattet auch schöne Momente, nimm' diese und akzeptiere, dass es mit diesem Mann aber dauerhaft nicht geht. Macht euch beide nicht kaputt. Du schafftst es, du musst nur dran glauben. Alles Liebe.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Wo hast du denn vorher gewohnt ?
Wohnt ihr denn jetzt zusammen ?
Wie alt seit ihr denn ?
Arbeitet ihr denn in Hamburg ?
Irgendwie alles ein bisschen wirr, aber passt wohl zu deiner Gemütslage.
Er will wohl einfach nicht mehr mit dir, so sehe ich das. Ich würde mich eher rar machen, als ihn die beknieen. Eine gute Partnerschaft wird das wohl nicht mehr.
 
  • #5
Das mit dem "unerträglichen Schmerz", würde ich mir noch mal überlegen. Was machst du denn wenn jemand stirbt oder schwerstkrank wird, oder was auch immer im Leben passieren kann. Natürlich tut das weh, was dir da passiert ist. Aber sieh es mal so: Du hast dir einen Zusammenziehen mit nachträglichem Rumsuchen nach einer neuen Wohnung in HH erspart. Was weh tut ist sich zu ärgern, was man sich hat alles gefallen zu lassen. Richtig wäre gewesen den Mann nach dem zweiten Rumgezicke in die Wüste zu schicken. Nun ist er weg und sitzt auch noch am längeren Hebel weil du ihn noch zum Umarmen "angewinselt" hast. Mach aus der Niederlage einen Sieg indem du hart überlegst was du in Zukunft nicht mehr tun oder dir gefallen lassen wirst. Und lauf dem um keinen Preis auch noch mal nach. w48
 
  • #6
Ich bin im Moment am Ende, will zurück zu ihm oder die klare Aussage, dass er nicht mehr will. Er sagt aber immer nur, dass er es nicht weiß.
Liebe Kirschblüte, die klare Ansage, die du dir wünschst, wirst du wahrscheinlich nicht von ihm bekommen. Zum Thema Zusammen- bzw. Umziehen gab es ja auch lange keine klare Ansage, soweit ich das verstanden habe. Er sitzt es halt aus und lässt dich entscheiden.
- Und das muss nicht falsch sein! Entscheide du, mach dich nicht derartig abhängig von seinem Wohlwollen!

Er hat sich dann anders entschieden und wollte nicht mehr nach Hamburg ziehen (das wusste ich erst im Nachhinein, er hat es nie gesagt).
Er antwortete nie oder stieg in sein Auto und fuhr stundenlang durch die Gegend.
Er sagt aber immer nur, dass er es nicht weiß.
Lies dir nochmal diese Zitate von dir durch. Beschreibt das wirklich den Mann, mit dem du unbedingt zusammen sein willst?! Wer sich so behandeln lässt und immer noch nicht genug hat, hat möglicherweise ein massives Selbstwertproblem. Dafür spricht m.E. auch dieses Zitat:
Mich gar nicht mehr melden, schaffe ich nicht.
Es kann dir leider niemand abnehmen, standhaft zu bleiben. Vielleicht wäre es einfach mal an der Zeit, an deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten, zu Erlebtes zu reflektieren und dir zu überlegen, welche Art Beziehung du gerne leben möchtest - und welche nicht. Und dann konsequent einen Schlussstrich zu ziehen.
 
  • #7
Ich habe vorher in Süddeutschland gewohnt mit meinem Kind zusammen (leiblicher Vater ist tot). Er in einem anderen Land. Er hat dann firmenintern gewechselt nach Norddeutschland.
Dafür musste ich alles aufgeben. Meinen Job und alles. Auch meine Freunde, denn er mochte sie nicht.
Ich stehe bei Null und lebe gerade vom Ersparten. Mein Kind sieht ihn nach diesem Jahr als Vater an, mein Kind ist 3 und kann sich an die Vergangenheit nicht erinnern.
Es tut mir so weh. Er arbeitet fast 2 Stunden von Hamburg entfernt.
Ich verliere eben auf einen Schlag alles. Als ich meinen Job aufgegeben habe, da sah ich das nicht als Verlust an, sondern als Opfer für die Beziehung. Ich habe auch keine Kraft mehr, immer wieder neu anzufangen....
 
  • #8
Liebe Kirschblüte, ich denke Sie haben ein Problem mit Trennungen. Dies kann auch von Gegebenheiten aus der Kindheit herrühren (Verlustsituationen... Verlustängstse). Trennungen und Loslassen gehören zum Erwachsenwerden /-sein dazu. Nehmen Sie ruhig therapeutische Hilfe in Anspruch, da scheint ein Muster dahinterzustehen. Sie wollen letztendlich mit diesem Mann wieder zusammensein, weil Sie dem schlechten Gefühl entkommen wollen - nicht aber seiner selbst willen. Gruß und Viel Erfolg!
 
  • #9
An deine beiden Threads zu dem Mann vor fast genau einem Jahr kann ich mich noch gut erinnern. Ehrlich gesagt, ist mir deine Geschichte noch des Öfteren beim Lesen hier im Forum eingefallen, liebe Kirschblüte, und ich habe mich gefragt, was wohl aus euch geworden ist.
Ich finde die Vorgeschichte zum Ist-Zustand sehr wichtig, denn damit wird dich kaum jemand hier im Thread in deiner Version unterstützen, dass du als "schuldig" ... als für die Trennung verantwortlich anzusehen bist.
Die EP-Foristen waren damals kurz vor Ostern sehr beunruhigt über deine Erzählungen ...
https://www.elitepartner.de/forum/f...-date-worauf-muss-ich-besonders-achten.48932/
und die EP-Community hatte dich eingehend gewarnt ...
https://www.elitepartner.de/forum/frage/kann-ich-ihm-vertrauen.48974/
Dafür musste ich alles aufgeben. ... Auch meine Freunde, denn er mochte sie nicht..
Und nach diesem Satz halte ich immer noch nicht mehr von dem Mann mit dem "Player"-Tattoo auf dem Arm, der dich schon nach dem ersten Date zu sehr viel drängte.
Du hast dich anscheinend im vergangenen Jahr zu viel drängen lassen. Und du bist mit 99,9%iger Sicherheit an einen Mann mit einer veritablen psychischen Störung geraten. Totaler Liebesrausch zu Beginn und dann erfolgt der Absturz: Er trifft wichtige Entscheidungen ohne dich (kein Umzug nach Hamburg) und lässt dich nun in der Warteschleife hängen. Du funktionierst nicht so, wie er möchte. Dafür wirst du jetzt abgestraft.

Bitte versuche - mithilfe dieses Threads - endlich einmal kurz rational an die Sache heranzugehen:
Dein Sohn wird sich später nicht mehr großartig an das eine Jahr mit diesem Mann erinnern können. Die Frage ist, ob du einen Mann, der euch innerhalb von 12 Monaten Beziehung in die Fremde nach Norddeutschland holt - euch damit quasi komplett von ihm abhängig macht und dann die "Schweiger"-Nummer durchzieht, wirklich als Vater deines Kindes möchtest.

Du bist noch sehr jung. Reaktiviere deine Freunde, wende dich an Beratungszentren vor Ort oder in Hamburg (Pro Familia, frauenspezifische Beratungsangebote). Das wird dir helfen, vom Punkt Null Gefühl wegzukommen.
 
  • #10
ihr sagt sicherlich, dass ich die Schuldige bin und mich nicht wundern brauche.
Nein, es geht doch nicht um Schuld. Es geht darum, was man tut, weil man es braucht. Und Du hast Dich ja nicht so verhalten, weil Du bösartig oder dumm wärst, sondern, weil Du es nicht aushalten konntest.
Ich finde es sehr schwierig, einen Menschen vor sich zu sehen, von dem man weiß, dass er wohl auch was empfindet, und der das aber nicht rauslässt. Ich weiß nicht, ob einen dann das Gefühl täuscht und der Mensch wirklich so empfindet, wie man gerade denkt, oder ob man sich nicht nur was vormachen will, weil man die Wahrheit nicht ertragen könnte, dass man sich so täuscht.

Zitat von kirschbluete:
weil ich es ohne ihn nicht ausgehalten habe, wollte ich zurück zu ihm. Allerdings wollte er das nicht.
Das ist die klare Ansage, die Du haben wolltest.

Zitat von kirschbluete:
Was soll ich denn tun? Mich gar nicht mehr melden, schaffe ich nicht.
Aber damit bedrängst Du ihn. Und Du machst Dein Unglück der letzten Jahre an einem bestimmten Menschen fest, der nun Glück in Dein Leben bringen soll. Das ist aber zu viel verlangt, zumal Du Dir jemand schwierigen ausgesucht hast.
Was ich tun würde, ist in den Schmerz zu gehen. Akzeptieren und loslassen, sehen, dass es auch diesmal nicht geklappt hat mit dem Glück. Sehen, dass man den anderen fürs eigene Glück verantwortlich machen will und dadurch abhängig ist, dass er genau das tut, was man braucht. Da steht aber keine Puppe, der man befehlen könnte, oder ein unbeschriebenes Blatt, dem man alles draufschreiben kann, was man gern hätte.

Ich denke, Du kämpfst darum, wenigstens jetzt Glück zu haben, aber das kann Dir erstmal nur ein Mensch geben, Du selbst. Ansonsten brauchst Du einen, der funktioniert. Und mit dem wärst Du auch nicht glücklich, weil Du weißt, dass es nicht von innen kommt.
 
  • #11
Auch ich denke, dass bei dir Verhaltensmuster eine Rolle für die Niederlagen der letzten Jahre spielen. Bei dieser hier hast du auch ein wenig die Augen verschlossen, siehe deine Fragen von 2014.

Du leidest, kommst nicht von ihm los - dein Selbstbewusstsein muss sich, wie hier schon einige schrieben, langsam wieder aufbauen. Es könnte auch helfen, mit professionellen Beratern das Verhalten des Mannes zu analysieren sowie deinen Anteil an der hochgradigen (emotionalen) Abhängigkeit, die dich nun an ihn bindet.

Ich wünsche dir so sehr, dass du zurück in ein eigenes Leben findest, in dem du dann einen Mann kennenlernst, der Beziehungen mit großen Konsequenzen (Zusammenziehen etc.) ruhiger angehen lässt und auf den Verlass ist.

Wie gesagt, du bist noch jung. Es werden bessere Zeiten kommen, ohne "Player". Mit "Schicksal" argumentiere ich fast nie, aber in deinem Fall ... wollten vielleicht ein paar gute Kräfte nicht, dass du unglücklich an der Seite dieses Mannes wirst, denn besonders glücklich hört sich dein Zusammenfassung der letzten Monate nicht an.
Wache auf, dies war nicht der richtige Mann.
w
 
  • #12
Liebe Kirschblüte,

Du siehst mich gerade wirklich fassungslos.

- Du kennst einen Mann ein paar Monate lang
- Du gibst auf vage Pläne (Wohnungssuche in einer völlig fremden Stadt mit einem schwierigen Wohnungsmarkt) hin Deinen Job auf, Deine Freunde (???), anscheinend auch Deine Wohnung (!!!).
- Du zerschießt Dein ganzes Leben - MIT KIND - und hängst Dich an einen offensichtlich völlig überforderten Menschen - was man ihm nun kaum verdenken kann.
- Du brauchst Deine Ersparnisse auf.

Man kann die Geschichte kaum glauben.

Liebe FS, Du musst sehr, sehr schnell und dringend wieder in der Realität ankommen.

- Kannst Du zurück an Deinen Arbeitsplatz?
- Kannst Du wieder eine Wohnung finden?
- Werden Deine Freunde Dir helfen? Hoffentlich sind es wirkliche Freunde, die Dir Deine Verblendung verzeihen und Dich aus der Tinte holen.

Beeil Dich, Du wirst Dein restliches Geld sehr dringend für Renovierung, Kaution etc einer neuen Wohnung brauchen. Oder willst Du in einer Notunterkunft landen?

Wenn es Dir etwas besser geht, musst Du sehr dringend eine Therapie beginnen. Dein Handeln lässt auf eine sehr unreife Persönlichkeit und haarsträubende Naivität schließen. Werde erwachsen, Du hast Verantwortung als Mutter!
 
  • #13
Liebe Kirschblüte, bis vor Kurzem hattest Du noch einen Job und Freunde in Süddeutschland. Nimm Dein Kind und geh zurück in die Heimat. Wenn das wirkliche Freunde waren, werden sie Dir helfen. Such Dir einen neuen Job. Vielleicht kannst Du in den alten Job sogar zurück? Versuche es. Das Leben ist nicht sinnlos. Du hast zu schnell zu viel vom falschen Mann gewollt. Er hat bei dem Tempo offenbar kalte Füße bekommen. Das mit ihm wird nichts mehr. Je eher Du das begreifst, umso besser für Dich und Dein Kind. Setz andere Prioritäten im Leben und mach nicht alles an einem Mann fest. Pflege Freundschaften, erfreue Dich an Deinem kleinen Kind, engagiere Dich in Deinem Job. Glaub mir, Du schaffst mehr, als Du jetzt gerade denkst. Der Schmerz wird vergehen. Viel Kraft und alles Gute!
 
  • #14
Du hast zu schnell zu viel vom falschen Mann gewollt. Er hat bei dem Tempo offenbar kalte Füße bekommen.
Erst einmal vielen Dank für deine Antwort! Es war allerdings so, dass er dieses Tempo vorgelegt hat und ich kaum hinterher kam und sehr gezweifelt habe. Du hast wohl recht und ich sollte mich wieder auf mein eigenes Leben konzentrieren, wenngleich das momentan sehr schwer scheint.
Das ganze Leben hat sich nur um ihn gedreht, das war leider der Fehler und jetzt würde ich einfach nur gerne hören, dass es aus ist, statt dass ich E-Mails erhalte, die darauf abzielen, in mir Hoffnung zu wecken.
 
  • #15
Liebe kirschbluete,

ich kann mich da meinen Vorschreibern nur anschließen. Ich glaube, der hauptsächliche Fehler, den du gemacht hast, ist, dass du durch das Kennenlernen dieses Mannes und die vorhergehenden Fehlschläge deine Prioritätenliste so verändert hast, dass du, statt dein Wohlergehen und das deines Kindes an erste Stelle zu setzen, nun deinen neuen Freund an die Nr. 1 gesetzt hast. Das ist bei frischer Verliebtheit zwar halbwegs verständlich, jedoch nie eine kluge Entscheidung... Dadurch, dass du alles für ihn aufgegeben hast, hast du ihn wahrscheinlich auch ein Stück von dir weggetrieben und musst jetzt nicht nur den Liebeskummer sondern auch das Gefühl der Niederlage verkraften. Deshalb würde ich dir empfehlen, dich nun erstmal auf dein Leben und das deines Kindes zu konzentrieren und die Prioritätenliste wieder richtig zu stellen, bevor du dich auf eine neue Beziehung einlässt.
 
  • #16
- Du zerschießt Dein ganzes Leben - MIT KIND - und hängst Dich an einen offensichtlich völlig überforderten Menschen - was man ihm nun kaum verdenken kann.
Danke für deine Antwort! Ich habe mich nicht an ihn gehängt, er hat mich so lange überredet, bis ich dem Plan, zusammen zu ziehen, zugestimmt hatte. Er legte das Tempo vor, nicht ich.

Das bedeutet doch nicht, dass ich deshalb keine Ersparnisse oder kein Geld habe. Ich habe schon mit 18 Jahren geerbt, während meines Studiums gearbeitet und auch danach und habe genug Geld für einen Neuanfang, darum geht es nicht. Auch wenn ich 3 Jahre lang keinen Job finden würde, wäre ich nicht auf staatliche Hilfe angewiesen.
Es ging mir bei meiner Aussage eher darum, dass ich keinen Job habe, der mir Ablenkung verschaffen könnte.
Auch trage ich die Verantwortung für mein Kind. Nur weil ich zu einem Mann gezogen bin heißt das noch lange nicht, dass mein Kind zu kurz kommt.
Bei der Naivität muss ich dir allerdings in gewisser Weise recht geben. Ich bin oft zu gutgläubig.
 
  • #17
Liebe Kirschblüte,

Du möchtest von ihm hören, dass es aus ist. Du klammerst Dich also noch an die Hoffnung, obwohl Du eingestehst, dass es ein Fehler war, dass sich alles um ihn dreht. Dann mach diesen Fehler doch bitte nicht immer wieder! Mach den Mann nicht zum Nabel der Welt. Er lässt Dich im Ungewissen, weil Du sein Ego pushst. Dein Preis zahlst aber Du und Dein Kind. Dein Kind ist 3 Jahre alt und bekommt sehr wohl mit, wenn es Dir schlecht geht. Du bist die wichtigste Bezugsperson für Dein Kind, erst Recht als Alleinerziehende. Mach einen Schlussstrich und halte Dich konsequent daran. Finde nicht immer wieder "Wenn" und "Aber". Mach Nägel mit Köpfen und gewinne dadurch Selbstwertgefühl. Du wirst nicht die einzige Mutter mit kleinem Kind sein, die von einem Mann enttäuscht wurde. Wichtig ist jetzt, was Du aus der Enttäuschung machst.
 
  • #18
Dadurch, dass du alles für ihn aufgegeben hast, hast du ihn wahrscheinlich auch ein Stück von dir weggetrieben und musst jetzt nicht nur den Liebeskummer sondern auch das Gefühl der Niederlage verkraften.
Vielen Dank für deine Antwort!
Ich wollte alles langsamer angehen lassen, aber er sagte, dass er schon so lange auf die Richtige gewartet hat und er weiß, dass ich die Richtige bin. Er hat mich dazu gedrängt, alles aufzugeben. Natürlich bin ich selbst daran schuld, immerhin habe ich die Aufgabe zu verantworten.
Er hat sich gestern Abend gemeldet und will uns am Wochenende treffen, er sagte auch, dass er uns nicht verlieren will.
Ich verstehe nun die Welt überhaupt nicht mehr.
 
  • #19
Moderation: Chat entfernt

Kirschblüte, du wirst gelebt, weil du dich leben lässt. Aber jeder, jeder hat sein eigenes Leben und ist der Gestalter desselben. Dinge und Menschen kommen nicht einfach so auf einen zu. Wir ziehen sie an. Du lässt viel zu viel mit dir machen, hörst auf Meinungen und Ratschläge vermeintlicher Freunde (solltest bei dem anderen Mann bleiben trotz Aggressionen seinerseits). Solange du nicht auf die Stimme in dir hörst und vor allem ihr folgst, also dein TUN danach ausrichtet, solange wird der von dir beschriebene Schmerz da sein. Du kannst nicht vor dir selbst davonlaufen. Mein Rat an dich ist auch eine professionelle Hilfe. Ich weiß gar nicht, ob der Rückgang in die alte Heimat wirklich richtig wäre. Ich glaube, es ist fast egal, wo du bist. Wichtig ist, dass du zu dir selbst kommst. Dass du dein Leben gestaltest. Dass du LEBST!!! Das mache, wo du möchtest. Sorge für dich, sonst kannst du auch für dein Kind nicht sorgen. Gehe wieder arbeiten. Lasse dir dein Leben nicht aus der Hand nehmen!! Dann geht der Schmerz ganz schnell. Aber erst dann. Alles Gute!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
Liebe Kirschblüte,

aufwachen! Aufwachen!!!

Seit einem Jahr schon hast Du ein "Störgefühl", aber Du marschierst weiter sehenden Auges den gleichen Weg weiter ... Warum? Höchste Zeit für eine Richtungsänderung, meinst Du nicht auch?

Du betrachtest Dich als "Opfer". Ich sage Dir, es gehören immer zwei dazu. Einer der macht und einer der es mit sich machen lässt. Also ... raus aus der Opferhaltung! Erkenne Deinen Anteil an der Geschichte.

Eine "klare Ansage" wirst Du von Deinem "Player" nicht bekommen, da kannst Du warten bis Du schwarz wirst. Und wenn Du ehrlich bist ist das auch wieder nur eine Ausrede für Dich und eine gute Möglichkeit, die Verantwortung für Dein Leben auf jemand anderen zu übertragen.

Hey, das Universum dreht sich nicht ausschließlich um ihn. Was er tut oder nicht, was er sagt oder nicht. Was er will oder nicht ...

Wie wäre es denn, wenn DU zur Abwechslung mal "klare Ansagen" machst und Verantwortung übernimmst. Für Dich und vor allem für Deinen Kleinen.

Und wenn Du das alleine nicht schaffst, dann hole Dir professionelle Unterstützung in Sachen Selbstkompetenz. Dort lernst Du achtsam mit Deinen Gefühlen umzugehen. Signale zu erkennen. Zusammenhänge zu begreifen. Das Ziel ist ein sorgsamer Umgang mit Dir selbst.

Es ist 5 vor 12! Siehst Du das denn nicht?
 
G

Gast

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  • #21
Das ganze Leben hat sich nur um ihn gedreht, das war leider der Fehler und jetzt würde ich einfach nur gerne hören, dass es aus ist, statt dass ich E-Mails erhalte, die darauf abzielen, in mir Hoffnung zu wecken.

Wenn du einsiehst, dass sich alles nur um ihn gedreht hat und dies ein Fehler war, dann sollte es dir egal sein, ob du Mails bekommst, die in dir Hoffnung wecken. Von wem willst du hören, dass es aus ist? Das weißt du doch längst. Du solltest dich auf deine eigenen Stärken besinnen, über die du zweifellos verfügst und das tun, was für dein Kind und dich das Beste ist. Einen neuen Anfang und auf eigenen Füßen stehen, sich nicht auf jemanden verlassen, auf den kein Verlass ist. Auch wenn alles jetzt ziemlich düster scheint, es kann nur besser werden, wenn du etwas dafür tust. Komm in Bewegung und finde für deine Tochter und dich die beste Lösung, - ohne diesen Mann.
 
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