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  • #1

Ungeplant schwanger, was tun?

Ich bin 31 und bin ungeplant schwanger geworden. Mein Freund wird dieses Jahr 33 Jahre und hat mit seiner Exfrau einen 13 Jahre alten Sohn. Wir sind seit 5 Monaten zusammen.

Nun die Probleme, wir wohnen 100 km auseinander, nicht so viel aber er hat sich erst letztes Jahr ein Haus gekauft. Da er immer viel zu tun hat sehen wie uns nur am Wochenende. Ich wohne noch bei meinen Eltern und arbeite im elterlichen Betrieb. Also weder er noch ich können so leicht umziehen. Auch fühle ich mich irgendwie noch nicht bereit für ein Kind.

Ich wollte eigentlich immer Kinder aber unter diesen Vorrausetzungen ?? bin ganz verzweifelt, denke auch schon an Abtreibung ( habe aber auch Angst, dass es etwas dabei schief laufen könnte). Mein Freund weiß noch nichts von seinem "Glück". Ich will es ihm am Wochenende sagen, da ich so etwas nicht telefonisch klären möchte.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun ?
 
  • #2
Ich würde es ihm am beim nächsten Treffen sagen und dann versuchen, herauszufinden, was ihr (!!) aus der Situation macht. Wichtig finde ich dabei, dass du es ihm wirklich sofort nach der Begrüßung sagst. Fall mit der Tür ins Haus, warte nicht auf einen geeigneten Moment! Das wird ihn dann auch entsprechend der Wichtigkeit treffen und das wichtigste Thema des Tages ist sofort präsent. Wenn du auf einen "günstigen Moment" wartest, wartest du vergebens und die nicht angesprochene Belastung wird euch das Wochenede verderben und euch keinen Schritt weiter bringen.
 
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  • #3
Mensch Mädel, warum siehst Du das Ganze so negativ? Mit 31 noch nicht bereit für ein Kind...meine Güte, worauf willst Du denn warten. Du solltest jetzt vor allem nach vorne schauen, an dein Kind denken und die Dinge pragmatisch angehen. Ungeplant muss nicht heißen ungewollt. Am Ehesten würde mich der 13 Monate alte Sohn mit der Ex stören - aber das wußtest Du ja von Anfang an, oder?
Es ist in erster Linie Dein Kind! Sei stark, fair und souverän und mache Deine Entscheidung bloß nicht von der Reaktion Deines "Freundes" abhängig.
W, 27
 
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  • #4
Liebe FS
Dein Problem ist riesig.
Dass Du ungewollt Schwanger wurdest, ist ein Fehler. Diesen machst Du nicht besser mit einem weiteren Fehler. Besser Du machst eine Abtreibung und ordnest erst einmal Deine Beziehung mit Deinem Partner. Irgendwann muss sich einer entscheiden, zum Andern zu ziehen.
Mit einem Kind wird alles noch viel schwieriger.
 
  • #5
Ich bitte vielmals um Entschuldigung, schon im Vorweg, wenn ich ein wenig in die Ironiekiste greife.
Ich würde mir wirklich mal noch einmal diese obige Frage durchlesen! Insbesondere im Hinblick auf euer Alter!
Wenn überhaupt, solltet ihr vom Alter her jetzt ein Baby bekommen! Mit 31 und 33 ist man heutzutag gut im Alter für ein Baby, ich halte es eh für etwas spät, aber, wenn das Leben eher nicht mitspielt.....
Alle anderen Dinge sind Nebensächlichkeiten, die man mit ein wenig gutem Willen leicht geklärt bekommt.
Und ein Baby ist ein Glück, ohne Anführungszeichen!
 
  • #6
Wie kann man denn ungeplant schwanger werden? Wie alt bist du noch mal? Entweder man verhütet oder nicht. Wenn du nicht schwanger werden willst, dann hättest du sicher verhüten müssen. Egal, du willst nicht zu ihm ziehen und er nicht zu dir, also musst du dir überlegen ob du Alleinerziehende Mutter werden willst. Wenn nicht, dann solltest du auf alle Fälle abtreiben. Lange seit ihr ja auch noch nicht zusammen, da ist nicht davon auszugehen, dass er Vater werden will. Aber du willst es ja scheinbar auch nicht.
 
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  • #7
M/54
so ein richtiges Problem sehe ich nicht. Keiner von euch liegt im Sterben oder hat Krebs.
Besprich es mir deinem Partner, mal sehen was der für Ideen hat.
Außerdem sind deine Eltern selbständig, die stehen bestimmt im Leben und können helfen.M/54
 
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  • #8
Es ist nun wohl passiert. Abreiben würde ich nicht. Das würde ich nicht übers Herz bringen. Ich würde es einfach annehmen und das bestes daraus machen. Naja, ... man kann wohl nicht immer alles planen im Leben.
Ich habe eine Freundin, die wurde auch ungewollte in deinem Alter schwanger. Die Umstände waren auch nicht ideal. Trotzdem hat sie es angenommen. Und sie scheint glücklich zu sein.
Ich finde es erschreckend wie viele hier immer gleich an Abreibung denken!

w 35
 
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  • #9
@Pépé le Moko

ja, so habe ich eigentlich auch vor. Ich denke mit abwarten wird es bestimmt nicht besser.

@2

sein Sohn ist 13 Jahre! nicht Monate, die beiden sind schon seit Jahren getrennt. Und ja, ich wusste von Anfang an, dass er einen Sohn hat und komme auch gut mit diesem aus.

@3

mein Freund und ich haben uns übers Internet kennengelernt, bevor wir uns trafen, wusste er bereits dass ich ortsgebunden bin, damals schrieb er, dass man ja ein Haus auch weiterverkaufen oder vermieten kann.
 
  • #10
Liebe Fragestellerin!

Du hast doch wirklich das Glück in einer Zeit und einem Land zu leben, in dem Du die freie Wahl zwischen Austragen der Schwangerschaft oder Abbruch hast. Diese Wahl würde ich auf jeden Fall sorgfältig überdenken und beide Möglichkeiten in betracht ziehen.

Zu Deiner Angst, dass "etwas schiefgeht beim Abbruch": Diese Angst ist nahezu unbegründet. Schwangerschaftabbrüche sind ungefährlich und sicher und Probleme sehr selten. Dein Arzt wird Dich dazu eingehend beraten. Wichtig ist zu wissen, dass sie umso einfacher sind, je früher man abbricht. Insofern ist eine gewissen Eile geboten, auch um auf keinen Fall die 12-Wochen-Frist zu überschreiten. Bei aller Eile sollte natürlich dennoch die Sorgfalt der Abwägung nicht verloren gehen. Um Dir aber alle Möglichkeiten zu erhalten, solltest Du dringend eine Beratung bei pro familia machen, so dass Du alle Optionen offen hast.

Bedenke, dass Dir jetzt viele erzählen werden, wo es überall was für Hilfen gibt. In der Realität ist das nicht so. Da wirst Du mit Deinen Baby alleine zuhause sitzen und keine Hilfe haben, wenn Du sie gerade wünschen würdest. So sieht die Realität aus, selbst für viele Paare.

Du solltest jetzt vorallem folgende Fragen entscheiden:

+ Kannst Du Dir den Vater als dauerhaften Lebenspartner vorstellen? Möchtest Du mit ihm eine Familie
gründen und ein Kind aufziehen? Wäre Dir die Patchwork-Situation recht?

+ Kannst Du Dir vorstellen, auf eine intakte Familie zu verzichten und das Kind alleinerziehend großzukriegen? Möchtest Du unter solchen Bedingungen ein Kind? Bedenke, dass das Eintreten dieser Konstellation nicht unwahrscheinlich ist. Überdenke, das ein Kind alles umkrempelt und was es für Dich, Deine Karriere und Deine Lebensziele bedeuten wird.

+ Bedenke, dass Du alleinerziehend sehr viel schlechtere Chancen haben wirst, einen Partner zu finden, falls die Beziehung zu dem aktuellen Partner nicht funktioniert.

+ Falls Du das Austragen der Schwangerschaft in betracht ziehst und mit dem Vater zusammen eine Familie gründen möchtest, besprich Dich sehr bald mit ihm. Vielleicht ist er dagegen oder hat ganz andere Vorstellungen, so dass Du Deine Entscheidung unter den dann neuen Bedingungen überdenken musst.

Ich persönlich würde auf gar keinen Fall ein Kind unter Patchworkbedingungen wollen und gewiss auch nicht so früh in einer ungewissen Partnerschaft. Ich finde auch nicht, dass Schwangerschaftsabbruch so schlimm ist, wie er von den Gegnern bezeichnet wird. Jeder siebte Schwangerschaft wird abgebrochen, fast alle haben später gewollte Kinder. Alles kein Problem!
 
  • #11
Ein Kind kommt meistens zum falschen Zeitpunkt. Und wenn alle Bedingungen richtig sind, ist es meistens zum kinderbekommen zu spät. Ihr habt die Chance, angesichts dessen, daß das Leben für euch entschieden hat, ein paar Reifestufen im Eiltempo zu nehmen. Was spricht dagegen?
 
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  • #13
Also ich sehe Abtreibung nicht als so problelmos an, wie es hier dargestellt wird. Ich kenne drei Frauen die abgetrieben und zwei davon leider immer noch darunter, obwohl sie mittlerweile ein Kind haben. Ich bin keine generelle Abtreinungsgegnerin, aber Ihr seid beide keine 18 mehr, beide steht Ihr im Beruf und solltet auch soweit im Leben stehen ein Kind zu bekommen, wenn "es" denn nun passiert ist.
Ich find die Posts hier sehr gefährlich, die zur Abtreibung raten, als ob das gar nichts wäre. Sprich zuallererst mit Deinem Freund und mit Deinen Eltern (inwieweit können die Dich mit einem Kind unterstützen?) und dann lass Dich beraten! Es hört sich doch alles so an, als ob Dein Freund ein verantwortungsbewusster Mann wäre - und einen optimalen Zeitpunkt für ein Kind gibt es nie!
 
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  • #14
Du hast doch wirklich das Glück in einer Zeit und einem Land zu leben, in dem Du die freie Wahl zwischen Austragen der Schwangerschaft oder Abbruch hast.

Wobei das nicht alle möglichen Optionen sind.Ein Kind, das ungewollt ist, kann man auch zur Adoption freigeben.Ich denke, wenn man schon im 21. Jahrhundert nicht im Stande ist, so verhüten, dass man nicht schwanger wird, wenn man KEIN Kind will, ist man es auch dem ungeborenen Menschlein schuldig, ihm sein Leben zuzubilligen! So viel Rückgrat und Verantwortung sollte dann meiner Meinung nach sein, auch die 9 Monate Schwangerschaft und die Geburt zu überstehen.Dieser kleine Mensch würde sicherlich gerne leben, und es gibt viele Paare, für die es das grösste Glück wäre, Eltern zu werden, die aber keine Kinder bekommen können, und wo ein von der leiblichen Mutter ungewolltes Kind das Paradies hat und in Liebe und Geborgenheit glücklich aufwachsen kann... Weshalb muss die Alternative zum Kind immer "Abtreibung" sein...?? (klingt so harmlos; wenn jemand jetzt von einem "Gewebeklumpen" ö.ä. spricht, sollte er sich mal vorher Aufnahmen von einer realen Abtreibung anschauen, und was dort passiert... ich denke, das gibt dann durchaus Motivation, über eine Freigabe zur Adoption tatsächlich mal nachzudenken...).
 
  • #15
Also ich sehe Abtreibung nicht als so problelmos an, wie es hier dargestellt wird. Ich kenne drei Frauen die abgetrieben und zwei davon leider immer noch darunter,
Frauen leidern unter Abbruch, weil ihnen das Trauma von der Gesellschaft eingeredet wird. In Ländern, in denen Abbruch bedeutend weniger umstritten ist, ist das posttraumatische Syndrom nahezu unbekannt; in Ländern mit starker Gegnerschaft wesentlich verbreiteter. Hier wird für die betroffenen Frauen regelrecht ein Problem herbreigeredet, das es sonst gar nicht geben würde.

Spontane Frühaborte sind weit verbreitet und kaum eine Frau hat damit nachhaltige Probleme, obwohl ebenso eine Leibesfrucht abgeht und obwohl dies sogar ungewollt ist.

solltet auch soweit im Leben stehen ein Kind zu bekommen, wenn "es" denn nun passiert ist.
Warum? "Es passiert" und es kann durch Abbruch gelöst werden. Dagegen spricht meines Erachtens nicht. Wir haben die freie Wahl, wir sollten sie auch nutzen.

Ich find die Posts hier sehr gefährlich, die zur Abtreibung raten, als ob das gar nichts wäre.
Was ist es denn? Je früher, desto besser, dann ist es ein harmloser Eingriff, der vor fundamentalenj Änderungen des gesamten zukünftigen Lebens schützt. Kein schlechter Deal, wenn die Schwangerschaft ungewollt ist.

und einen optimalen Zeitpunkt für ein Kind gibt es nie!
Doch, es gibt viele Paare mit Wunschkindern.
 
  • #16
Dieser Vorschkag ist doch völlig lebensfremd. Wer will denn 9 Monate schwanger sein und dann im Umfeld von Nachbarn, Familie, Kollegen verkünden, das Kind weggegeben zu haben? Oder welche Ausrede soll es dann geben? Dann noch die Nachteile durch Mutterschutz und Arbeitsschutz.

Der Körper einer Frau stellt sich außerdem voll auf das Kind ein und baut eine Bindung auf. Weggeben ist dann enorm schwer und eine echte lebenslange Belastung. Das ist absolut unzumutbar. Auch die Belastung der Schwangerschaft und Geburt sind enorm hoch und ein Risiko immer vorhanden. Niemand will eine Schwangerschaft und Geburt durchleben sein und dann sein Kind weggeben.

Dieses "Freigeben zur Adoption" ist ein reines Theoretikum, das realistätsfremder nicht sein könnte. Nein, wirklich absolut absurd und bizarr, dass so etwas ernst gemeint sein kann. Reines Gutmenschentum ohne jeglichen Lebensbezug.
 
  • #17
Wie kann man denn ungeplant schwanger werden? Wie alt bist du noch mal?
Susanne, ganz ehrlich, jetzt gehst Du zu weit. Natürlich kann man ungeplant schwanger werden, kein Verhütungsmittel ist 100%ig sicher und gerade die heutzutage propagierten Kondome haben eine ganz besonders hohe Ausfallquote (10 Jahre Nutzung = 40% schwanger).

Natürlich sind viele ungewollte Schwangerschaften auf Anwendungsfehler zurückzuführen. Aber es kann passieren, das muss man schon einräumen.

Vielleicht sind Du und ich besodners pingelig und sorgfältig, aber selbst dann könnte es theoretisch passieren.
 
  • #18
Frauen leidern unter Abbruch, weil ihnen das Trauma von der Gesellschaft eingeredet wird.

Nein das stimmt so nicht ganz, ein Teil ist auch Hormonell bedingt oder die Frau dachte, es ist so vernünftiger und hat es dann später bereut. Es gehört schon eine gewisse Kaltherzigkeit oder Kaltschnäuzigkeit dazu einen Abbruch zumachen. Was ich aber für mich in gewissen Situationen in betracht ziehen würde.

Spontane Frühaborte sind weit verbreitet und kaum eine Frau hat damit nachhaltige Probleme, obwohl ebenso eine Leibesfrucht abgeht und obwohl dies sogar ungewollt ist.

Am wie bitte, ich habe Frauen daran zerbrechen gesehen, weil sie endlich geschafft haben schwanger zu werden und dann verlieren sie es. Also wenn eine Frau sich für ein Kind entschieden hat oder es wirklich wollte und es dann in den ersten 3 Monaten verliert, dann ist es schlimm für die meisten.

Warum? "Es passiert" und es kann durch Abbruch gelöst werden. Dagegen spricht meines Erachtens nicht. Wir haben die freie Wahl, wir sollten sie auch nutzen.

Am wir reden hier über keine Sache oder einen Gebrauchsgegenstand, wir reden hier über ein eventuelles Leben.

Was ist es denn? Je früher, desto besser, dann ist es ein harmloser Eingriff, der vor fundamentalenj Änderungen des gesamten zukünftigen Lebens schützt. Kein schlechter Deal, wenn die Schwangerschaft ungewollt ist.

<MOD: Keine Hyperlinks.>

Also ich bin wirklich nicht gegen Abtreibung, ich finde das ist eine guter und sinnvoller medizinischer Eingriff aber es sollte jeder Frau klar sein, um was es da geht, wenn sie abbrechen will. Da sterben nicht nur ein paar Zellen ab, da passiert etwas mehr. Ich bin aber eher für einen Abbruch, als wenn eine Frau ein Kind bekommt und dann dafür nicht sorgen kann. Klar eine Freigabe zur Adoption ist auch noch möglich aber das könnte ich mir persönlich überhaupt nicht antun. Wenn das für eine Frau das Richtige oder leichtere ist, dann ist es auch okay. Man sollte halt als Frau und mögliche werdende Mutter sich bewusst sein, man entscheidet nicht nur für sich und das eigene Leben, man entscheidet auch über ein mögliches Leben. Klar der Vater ist auch noch da und hat auch ein Recht da mit zu entscheiden aber wenn es hart auf hart kommt, wie zuverlässig ist der Mann. Er hat schon ein Kind verlassen und seine Mutter. Die Beziehung ist erst 5 Monate alt und das Kind kann man nicht auf Warteschleife stellen und schauen was in einem halben Jahr ist.

Rein aus Vernunft und Logik ist in meinen Augen ein Abbruch sicherer aber das Leben ist nicht immer vernünftig und logisch.
 
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  • #19
Frauen leidern unter Abbruch, weil ihnen das Trauma von der Gesellschaft eingeredet wird. In Ländern, in denen Abbruch bedeutend weniger umstritten ist, ist das posttraumatische Syndrom nahezu unbekannt; in Ländern mit starker Gegnerschaft wesentlich verbreiteter. Hier wird für die betroffenen Frauen regelrecht ein Problem herbreigeredet, das es sonst gar nicht geben würde.

Gibt es denn überhaupt Länder, in denen ein Abbruch "weniger umstritten ist"? Ich finde Deutschland in dieser Sache noch wesentlich liberaler als z.B. die USA oder südeuropäische Länder, gerade in den USA ist das Thema Abtreibung ja in jedem Wahlkampf vertreten.
Ich hatte noch nie eine Abtreibung, deshalb kann ich nicht sagen, ob es das Problem "sonst nicht geben würde."
 
  • #20
Es gehört schon eine gewisse Kaltherzigkeit oder Kaltschnäuzigkeit dazu einen Abbruch zumachen.
Je früher, desto harmloser, das ist klar. Aber sieht man das ganze pragmatisch, dann ist ein früher Abbruch auch nicht wirklich schlimm. Hier wird sehr viel Moral ins Spiel gebracht, die gar nicht einschlägig ist.

ie bitte, ich habe Frauen daran zerbrechen gesehen, weil sie endlich geschafft haben schwanger zu werden
Klar, wer sich stark darauf freut, für wen es ein sehr gewolltes Kind ist, der leidet mehr darunter. Aber wenn z.B. eine ungewollte Schwangerschaft zufällig so endet, dann leidet so gut wie keine Frau. Ein klares Zeichen dafür, dass es eben nicht um zwangsläufiges Leiden geht, sondern rein um psychologische Aspekte. Würden man den Frauen nicht einreden, wie schrecklich unmoralisch Abbruch ist, dann würde auch kaum eine Frau so empfinden.

Also ich bin wirklich nicht gegen Abtreibung, ich finde das ist eine guter und sinnvoller medizinischer Eingriff aber es sollte jeder Frau klar sein, um was es da geht, wenn sie abbrechen will.
Richtig, und das stellt die Beratungslösung ja auch sicher.

Ich bin aber eher für einen Abbruch, als wenn eine Frau ein Kind bekommt und dann dafür nicht sorgen kann.
D'accord.

Rein aus Vernunft und Logik ist in meinen Augen ein Abbruch sicherer aber das Leben ist nicht immer vernünftig und logisch.
Das sehe ich auch so, gerade auch im konkreten Fall der Fragestellerin. Wahrscheinlich wäre ein Abbruch die bessere Lösung als so eine labile Beziehung mit Patchwork-Hintergund und ohne echte Chance auf eine intakte Familie. Ich rate der Fragestellerin, sich die Sache ganz genau zu überlegen und dabei auch einen Abbruch wirklich in betracht zu ziehen. Die Schlüsselfragen dazu habe ich oben genannt. Die Entscheidung ist gewiss nicht leicht und niemand kann sie ihr abnehmen.
 
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  • #21
<MOD: Wortverdrehereien entfernt. Bleiben Sie seriös, dafür ist das Thema zu ernst.>

Dieses "Freigeben zur Adoption" ist ein reines Theoretikum, das realistätsfremder nicht sein könnte. Nein, wirklich absolut absurd und bizarr, dass so etwas ernst gemeint sein kann. Reines Gutmenschentum ohne jeglichen Lebensbezug.

Wenn es einem Kind das Leben retten kann, lasse ich mich mit meiner Einstellung gerne auch als "Gutmensch" titulieren, auch wenn Du es in diesem Falle eher herabwürdigend und beleidigend meinst.Leider ist es recht realitätsfremd, da hast Du recht.Viel zu viele Ungeborene werden getötet, und viel zu wenige Kinder zur Adoption freigegeben oder in Babyklappen gelegt, da gebe ich Dir durchaus Recht.
 
  • #22
Gibt es denn überhaupt Länder, in denen ein Abbruch "weniger umstritten ist"?
Russland und Niederlande zum Beispiel. Gerade in Russland ist die Abbruchquote hoch und der Eingriff wenig umstritten.

Ich finde Deutschland in dieser Sache noch wesentlich liberaler als z.B. die USA oder südeuropäische Länder, gerade in den USA ist das Thema Abtreibung ja in jedem Wahlkampf vertreten.
Ja, Deutschland hat eine vergleichsweise liberale Gesetzgebung, aber eine nicht zu unterschätzende Moralisierung in der Bevölkerung. Erstaunlich erzkonservative Einstellungen einer ansonsten eher modernen Gesellschaft.
 
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  • #23
Natürlich kann man ungeplant schwanger werden, kein Verhütungsmittel ist 100%ig sicher und gerade die heutzutage propagierten Kondome haben eine ganz besonders hohe Ausfallquote (10 Jahre Nutzung = 40% schwanger).

Wenn man "um's Verrecken" kein Kind möchte, und die "Abtreibung" eines ungeborenen Menschleins die einzige Alternative ist, d a n n muss man eben nicht nur einfach verhüten, sondern wirklich doppelt und dreifach.So einfach ist das!
 
  • #24
Wenn man "um's Verrecken" kein Kind möchte, und die "Abtreibung" eines ungeborenen Menschleins die einzige Alternative ist, d a n n muss man eben nicht nur einfach verhüten, sondern wirklich doppelt und dreifach.So einfach ist das!
Muss man eben nicht -- man darf und kann abbrechen und die Kombination von Verhütungsmitteln steigert die Sicherheit nur sehr begrenzt.

Natürlich muss man so sorgfältig verhüten, wie es nur geht. Logisch und selbstverständlich. Da sind wir uns einig. Aber wenn es doch schiefgeht, dann darf und kann man auch alle Möglichkeiten der modernen Medizin nutzen.

Gerade bei Schwangerschaftsabbrüchen ist die Sache doch auch wirklich einfach: Wer dagegen ist, lässt es bitte sein. Wer damit leben kann, zieht es in betracht. Aber anderen hineinzureden, das ist unmoralisch und entgegen der Freiheit, die wir alle so lieben und schützen.
 
  • #25
Schwanger ist Schwanger. Du hast die Eltern in der Nähe die sich um das Kind kümmern können.

Wenn Du Nachwuchs willst, dann zieh ihn groß, ein Haus kann man verkaufen, die Eltern können sich kümmern (tun sie bestimmt gern) ... Du bist alt genug dafür Kinder zu haben und die Reife kommt auch.
 
  • #27
Den perfekten Zeitpunkt zum Kinderkriegen GIBT ES NICHT. Irgendetwas ist immer falsch. Nach Meinung meiner Frauenärztin gibt es ZU WENIGE "UNFÄLLE" beim Kinderkriegen - viele Frauen (und Männer) sind sehr kopfgesteuert bis sie vierzig sind und es zu spät ist. Ich kenne einige Frauen, die in jüngeren Jahren abgetrieben haben und jetzt, an die vierzig Jahre alt, haben sie weder Kind noch Mann.

Du hast eine Ausbildung, einen Job, einen Partner, den Du liebst - und alles andere ist lösbar. Ihr habt ja noch neun Monate Zeit zum Nachdenken über die perfekte örtliche Konstellation.

Glaube mir, auch ich fühlte mich mit 33 deutlich zu unreif für eine Mutterschaft und wollte sie am liebsten um zwei, drei Jahre nach hinten verschieben. Die Tatsache ist, es war genau richtig! Du hast genau das richtige Alter, bist belastbar, jung und wenn Du Geschmack am Kinderhaben findest, hast Du noch ausreichend Zeit, über ein zweites Kind nachzudenken. Viele wünschten sich theoretisch ein zweites oder drittes Kind, haben aber zu spät angefangen und dann wurde es nix mehr.

Glaube nicht, daß man als Frau (auch wenn man das in jüngeren Jahren glaubt) beliebig oft und zu jedem Wunschzeitpunkt schwanger werden kann! Sicher gibt es Ausnahmen, auf die das zutrifft, aber nicht die breite Masse. Ich kenne konkret ein Pärchen (jetzt verheiratet mit Kind), bei denen die Frau in der Kennlernphase schwanger wurde. Sie hatte damals abgetrieben. Jetzt wünscht sie sich ein zweites Kind und versucht es schon seit mehreren Jahren und es will einfach nicht klappen.
Du wächst mit den Aufgaben. In einigen Jahren erkennst Du Dich im positiven Sinne nicht mehr wieder.
Nur Mut.
 
  • #28
Gerade in Russland ist die Abbruchquote hoch und der Eingriff wenig umstritten.

Ja das ist leider wahr. Ich bin in dem Land geboren und seit 22 Jahren in Deutschland. Also ich bin mit 10 Jahren hierher gekommen. Ich habe mal mit meiner Mutter darüber geredet. In Russland wird der Abbruch oder wurde früher, als so eine Art Verhütungsmittel praktiziert.

Aber das finde ich nicht richtig und man sollte mit sowas nicht so leit sinnig umgehen.

Also ich finde die Gesetze in Deutschland okay und auch die Moral die im Land herrscht.
 
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  • #29
Wer damit leben kann, zieht es in betracht. Aber anderen hineinzureden, das ist unmoralisch und entgegen der Freiheit, die wir alle so lieben und schützen.

Die Freiheit des einzelnen endet für mich dort, wo die eines anderen beginnt.Dazu zählt für mich auch ungeborenes menschliches Leben.Aber selbstverständlich hast Du Recht, dass es in Deutschland natürlich die straffreie Option gibt, "abzutreiben".Es ist ja erlaubt.Somit kann jede Frau selbst darüber entscheiden.
 
  • #30
Du bist alt genug dafür Kinder zu haben und die Reife kommt auch.

Am wir reden hier vom Leben eines Kindes, die Mutter sollte nicht durch das Kind nachreifen, sie soll sich drum kümmern können. Ich glaube; es gibt schon genug verkorkste Kinder, die ihr Leben nie in den Griff bekommen werden, weil ihr Leben vom erstem Tag verkorkst war.

Der Schritt sollte gut überlegt sein und nicht auf gut Glück entschieden werden. Das Kind hat ein Recht auf Leben aber es sollte ein lebenswertes und schönes Leben sein.
 
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