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Gast

  • #1

Unterhalt an Ex-Frau, die sich auch von 2 Mann scheiden lässt?

Hat jemand von den Männern hier im Forum schon die Erfahrung gemacht, dass eine Ex-Frau, die sich von ihrem 2 Mann trennt, nun wieder Betreuungsunterhalt vom ersten Mann fordert und zugesprochen bekommt?
Die Frau lässt sich scheiden und kann nach eigener Aussage nur Teilzeit arbeiten, weil sie sich angeblich intensiv um das Kind aus 1. Ehe kümmert. Gemeinsame Kinder gibt es in der 2. Ehe nicht.
Kenne so einen Fall und dachte eigentlich immer, dass alle Ansprüche auf Betreuungsunterhalt mit einer erneuten Heirat erlöschen. Wie seht ihr das?
 
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Gast

  • #2
Wenn überhaupt, dann kommt es auf das Alter des Kindes an. Kindsunterhalt muss der Vater und Ex-/Exmann sowieso immer zahlen, unabhängig, ob die Frau wieder verheiratet ist. Ich kenne es so, dass der zweite / nächste Ehemann dann für den Trennungs- bzw. nachehelichen Unterhalt sorgen muss.
 
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Gast

  • #3
Es ist so, dass der Unterhaltsanspruch aus der ersten Ehe unter bestimmten Bedingungen wieder aufleben kann. Wenn z. B. die zweite Ehe scheitert, zudem nur kurz war und die Frau aus dieser zweiten Ehe keinen Unterhaltsanspruch erworben hat, andererseits aber ihren Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen nicht decken kann. Es liegt im Ermessen des Richters, unter Berücksichtigung aller Fakten, hier einen erneuten Unterhaltsanspruch auszuurteilen.

Da diese Konstellationen nicht so häufig vorkommen, solltest du unbedingt einen Fachanwalt für eine erste Beratung konsultieren.
 
  • #4
Nur Teilzeit arbeiten, kann verschiedene Ursachen haben.
z.B. weil das Kind noch Betreuung braucht, aber keine auswärtige Ganztagsbetreuung hat.
Oder weil die Mutter ihren Job nur als Teilzeit oder Minijob bekommen kann ?
(Immer mehr Vollzeit-Jobs werden auf Teilzeit oder Minijobs aufgeteilt)

Einmal verheiratet gewesen - kann man immer wieder zum Unterhalt wg.der ex-Ehepartner/in heran gezogen werden.
Eine Frau mußte zwölf Jahre nach der Scheidung plötzlich Unterhalt an den Staat zahlen.
Weil ihr ex-Mann nun Sozialhilfe bezog. Sie ging zum Anwalt, aber keine Chance dagegen.

Wenn ein Ehepartner/in bisher vom Familieneinkommen lebte, braucht er bei Trennung eine finanzielle Unterstützung, um leben zu können. Bis er seinen Lebensunterhalt selber verdienen kann.
Aber irgendwann sollte Schluss sein, mit Unterhalt zahlen. Und der ex-Partner/in die Verantwortung über seinen Lebensunterhalt selber tragen, oder ersatzweise der Staat als soziale Leistung.

Gesetzlich gibt es zwar die Pflicht, daß m.W. ab der Scheidung Jeder für seinen Lebensunterhalt selber verantwortlich ist. Aber in der Praxis doch noch viele andere Möglichkeiten.
 
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Gast

  • #5
Ich kenne es auch so, daß die Unterhaltsplicht bei erneuter Eheschließung und damit auch im Falle einer Scheidung auf den nächsten Partner übergeht.
Bei meiner Scheidung habe ich auf einen beiderseitigen Unterhaltsverzicht ("wichtig"auch in NOT) bestanden, somit ist später keiner (selbst in einer Notlage) dem anderen zu irgendetwas verpflichtet.
Manchmal ist Vorbeugen besser als Heilen, der Nachteil dabei, die eventuelle eigene Notlage ist dann aber auch nicht abgesichert.

m50
 
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Gast

  • #6
Ich kenne es auch so, daß die Unterhaltsplicht bei erneuter Eheschließung und damit auch im Falle einer Scheidung auf den nächsten Partner übergeht.
Es wird aber immer darauf ankommen, in welcher Ehe der Bedarf entstanden ist. Eine Unterhaltspflicht entsteht doch in erster Linie aus der Betreuung von Kindern. Warum sollte dann Mann Nr. 2 Unterhalt zahlen, wenn die Frau noch kleine Kinder von Mann Nr. 1 hat und deswegen nicht vollzeit arbeiten kann.