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Gast

  • #1

Unterhaltzahlungen ?

Ich habe vor mich von meiner Frau scheiden zu lassen. Bitte fangt nicht mit Eheberatung oder Therapie an.
Kann mir jemand sagen wieviel Unterhalt ich/sie zu erwarten hat?

Wir sind insgesamt knapp 7 Jahre zusammen davon 3 verheiratet sie hat ein Kind aus einer alten nichtehelichen Beziehung. Die Tochter wird bald 11. Meine Frau geht halbtags Arbeiten und ist zusätzlich Selbstständig. Ich verdiene z.Z.+-2000 und sie mit Kindergeld usw. ca 1500.- Sie ist durchgehend Arbeiten gegangen.

Ich habe natürlich schon selber versucht das Gewünschte herauszufinden aber habe nichts in dieser Konstellation gefunden.

Euch eine schönes Wochenende.

[Mod.# Bitte beachten Sie, das hier Laienmeinungen geäußert werden, die keine Rechtsberatung ersetzen! ]
 
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Gast

  • #2
Da hast du aber Glück gehabt! Deine Frau war immer berufstätig, deshalb wird sie es wohl auch weiterhin sein. Gemeinsame Kinder existieren nicht, insofern wirst du mit einem blauen Auge davon kommen. Auf jeden Fall wirst du während der Trennungszeit einen sog. "Aufstockungsunterhalt" an sie bezahlen müssen, da dein Einkommen das ihrige um gut 1/3 übersteigt. Kindergeld und Kindesunterhalt werden dabei nicht berücksichtigt, weil dieses ja für das Kind bestimmt ist. Als groben Anhaltspunkt kannst du folgendermaßen rechnen:
dein Nettoeinkommen und das Nettoeinkommen deiner Frau werden addiert, davon bekommt dann jeder die Hälfte. Nicht zu vergessen ist noch der Altersvorsorgeunterhalt. Dieser wird in einem ersten Schritt vom Elementarunterhalt ausgehend berechnet und liegt bei rund 19%(in Höhe des RV-Beitrags).

Die Berechnungen sind sehr komplex, deshalb würde ich in jedem Fall einen Familienanwalt konsultieren.
 
  • #3
Da sie ausreichend eigenes Geld verdient und du auch nicht viel mehr, denke ich nicht das Unterhalt anfällt. Gehe zu einem Anwalt und der kann es für dich klären. Musst du ja wegen der Scheidung eh
 
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Gast

  • #4
Wenn deine Frau Unterhalt will, wird sie ihn bekommen. Du verdienst mehr. MIt dem Kind hast du nichts zu tun. Dann gibts ja noch so etwas wie Zugewinnausgleich und die Rentenansprüche.
Geh zum Anwalt, da wir eure genaue Situation nicht kennen.
 
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Gast

  • #5
Dass Du am besten schnellstmöglichst mit einem Anwalt sprechen solltest, weißt Du sicherlich. U.a. auch weil Selbständige sich anscheinend recht einfach "arm rechnen" können.

Mir fiel noch eine andere Sache ein, auch wenn das vielleicht naiv klingt, aber ich habe dafür Beispiel in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis: Bist Du sicher, dass sie auf Unterhalt für sich selbst von Dir besteht? Sie steht ja immerhin finanziell auf eigenen, wenn auch wackligen Beinen und Du auch nicht viel verdienst. Evtl. kannst Du ihr ja beispielsweise was die Möbel, kleines Auto, Haus/Wohnung o.ä. angeht entgegenkommen.

Aber spreche bitte bald mit einem Anwalt und ziehe die Scheidung kurz und knackig durch, denn um den Versorgungsausgleich in Hinsicht auf die Rente kommst Du nicht drumherum und da läuft die Zeit.

w/50
 
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Gast

  • #6
@4 - arm rechnen geht als Selbständige nicht - nur wenn es von sehr langer Hand - immerhin über drei Jahre!!! geplant ist. Denn Selbständige müssen sich alle Einkünfte etc. der vergangenen DREI Jahre anrechnen lassen!

@FS: Du solltest versuchen, dass sie garkeinen Unterhalt von dir fordert - auch keinen Trennungsunterhalt. Warum sollte er ihr moralisch zustehen - gesetztlich leider ja. Immerhin hast du Glück, dass sie immer gearbeitet hat, das kann sie mit einer 11jährigen auch nach wie vor - sogar Vollzeit!! Darauf musst du drängen! Versuche dich gütlich zu einigen, am besten keinen Zugewinn, keinen Versorgungsausgleich und keinen Trennungsunterhalt mit Scheidungsfolgenvereinbarung vor dem Notar schriftlich und vor allem sehr kurzfristig zu vereinbaren. Es zählen eh nur die drei Jahre, die ihr verheiratet seid und Milliönar bist du auch nicht. Lass dich nicht einwickeln - schau, dass du gut rauskommst! spätestens wenn du nämlich eine neue Partnerin hast, wird sie versuchen, dich auszunehmen. Also schnell handeln! w/43
 
  • #7
Da es eine kurze Ehe war, kommt wenn dann nur ein geringer Trennungsunterhalt zum Tragen. Nacheheliche Unterhalt wird nicht anfallen, da sie auf Grund des Alters des Kindes auch wieder voll arbeiten könnte.
 
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Gast

  • #8
FS:
Danke für die Antworten. hört sich insg. recht gut an.!!!