• #1

Unterschiedliche Meinungen zum Kinderwunsch

Mein Freund und ich sind seit 5 Jahren zusammen, seit 2 Wochen verlobt und leben seit 1 Jahr zusammen. Wir sind uns fast so nah wie Bruder und Schwester. Wir blödeln viel rum und fühlen uns fast noch etwas Kind, obwohl wir das lange nicht mehr sind. Natürlich können wir trotzdem auch ernst sein. Wir streiten uns wenig und wenn, schaffen wir es meistens, das Problem schnell aus der Welt zu schaffen. Wir sind uns einig in fast allen Fragen, aber dann hat er mich vor ein paar Tagen auf das Thema Kinder angesprochen. Er möchte unbedingt Vater werden und wollte jetzt, wo wir bald heiraten möchten, meine Meinung dazu hören. Ich habe ihm erst mal gesagt, dass ich ein paar Tage darüber nachdenken muss, ob ich mir das vorstellen könnte. Kinder sind eine Riesen Verantwortung. Die Vorstellung, Mutter zu werden, macht mir ehrlich gesagt Angst. Allein schon Schwangerschaft und Geburt sind ein anstrengendes Prozedere und dann hat man dieses Kind erst mal um sich. Und zwar sein ganzes Leben lang. Mindestens 18 Jahre lang ist man für alles, was dieser Mensch tut, verantwortlich. Es liegt in unserer Hand, das Leben dieses Kindes zu bereichern oder zu zerstören. Das ist eine Entscheidung, die richtungsweisend fürs ganze Leben ist und die will ich momentan nicht treffen. Ich habe auch Angst um unsere Beziehung. Ein Kind stellt hier doch alles auf den Kopf! Alles wird sich erst mal nur um das Kleine drehen. Bleibt da Zeit für die Zweisamkeit, die wir so lieben? Wir sind spontan und verrückt. Wir machen auch öfter einfach mal einen spontanen kurzfristigen Kurztrip übers Wochenende. Aber wenn man so einen Säugling ständig um sich rumspringen hat, kann man das doch nicht. Wir wären nicht mehr flexibel und das macht unsere Beziehung aus. Wir sind abenteuerlustig. Ein Kind würde das alles verändern. Ich will das nicht. Zumindest jetzt noch nicht. Ob überhaupt, keine Ahnung. Aber mein Verlobter will sofort nach unserer Hochzeit (die wahrscheinlich Ende dieses Jahres stattfinden soll) ein Kind bekommen. Für ihn ist es eine Art Lebenssinn.
Und ich habe jetzt Angst, dass wenn ich ihm sage, dass ich gar nicht weiß, ob ich jemals Kinder möchte, dass er dann glaubt, dass unsere Beziehung auf Dauer nicht halten kann. Dass sein Kinderwunsch größer ist als seine Liebe zu mir und er mich deswegen verlässt.
Wie soll ich ihm also sagen, dass ich diesen Wunsch nicht zu 100% teile? Was meint ihr? Ich will ihn nicht verlieren! Er ist der Mann meines Lebens! Habt ihr vielleicht Erfahrung darin, ob ein Mann eine Frau wegen fehlenden Kinderwunsches verlässt? Gibt es das? Muss ich Angst haben, dass dieses Thema unsere Beziehung zerstört? Ich war noch nie so glücklich wie mit ihm. Was soll ich nur tun? Wie sollen wir damit umgehen? Gibt es vielleicht eine Art Kompromiss? Also wir können ja kein halbes Kind kriegen, aber gibt es eine Lösung mit der wir beide glücklich wären? Ich habe keine Ahnung was das sein soll aber hat vielleicht jemand von euch eine Idee?
 
  • #2
Leider schreibst du nicht, wie alt ihr seid. Falls ihr noch jung seid (Anfang oder Mitte 20), dann bitte ihn einfach um Zeit. Dann kannst du auch noch in 5 Jahren ein Kind bekommen und denkst vielleicht ganz anders über das Thema.
Falls ihr schon Ü30 seid, dann musst du Farbe bekennen und offen mit ihm sprechen. Vielleicht gibt es einen Kompromiss. Nicht sofort Familie gründen, sondern 1-2 Jahre warten, damit du dich an den Gedanken gewöhnen kannst. Bis dahin noch viele verrückte Trips machen, damit du dich ausgetobt hast, bevor ein Kind kommt.
 
  • #3
Hallo Nele,
wie du ihm das sagen sollst? Offen und ehrlich. Es gibt keinen andern Weg.
Du schuldest es ihm und auch dir selber da ehrlich zu sein.
Kommt es vor das ein Mensch einen anderen wegen einem Kinderwunsch oder dem fehlen von selbigem verlässt? Ja, das tut es. Und nein das muss nicht heißen das das bei dir der Fall sein wird.

Aber mal ganz ehrlich, die Entscheidung ob man ein Kind möchte oder nicht, trifft man nicht binnen ein paar Tagen.
Wenn du nicht so weit bist ein Kind zu wollen und noch nicht mal so weit bist diese Frage für dich selbst grundsätzlich zu beantworten solltest du ganz offen dazu stehen.
Mal ganz unverblümt ausgedrückt, wieviel kann eure Beziehung wert sein, wenn du dich nicht getraust ehrlich zu sein?

W/37
 
  • #4
Was für eine Lösung soll es geben? Ein Haustier als Kind-Ersatz?
Die Frage ob Kinder oder nicht klärt man in einer Beziehung normalerweise doch zu Anfang ab und nicht kurz bevor man heiratet...
Du musst unbedingt mit ihm darüber reden. Dann wirst du sehen ob du ihm als Partnerin wichtiger bist.
Ein Kind zu haben ist ein Lebenssinn für ihn, aha... Aber wie sieht die Realität aus?
Der Mann bleibt im Berufsleben, macht vielleicht ein paar Monate Gebrauch von der Elternzeit aber ansonsten hat die Mutter den größten Part der Verantwortung.
Alles dreht sich nur noch um das Kind, die Gesprächsthemen nur noch über das Kind....
Man gibt als Frau seine Freiheiten komplett auf für das Kind, es gibt so viele Mütter die es bereuen Mutter zu sein - aber dürfen dies natürlich nicht äußern...
Überleg dir gut was du machst. Es ist DEIN Körper und überwiegend DEIN Leben was sich durch das Kind verändert, nicht das deines Freundes. Bekomm auf keinen Fall ein Kind nur ihm Zuliebe, du wirst sonst auf keinen Fall glücklich werden.
Alles Gute!
 
  • #5
Liebe @NeleJ

dein Wunsch, Kinder zu bekommen, ist momentan gar nicht da oder sehr wenig ausgeprägt. Du magst das Leben zu zweit, die Unabhängigkeit und würdest eine dritte Person (Kind) als störend betrachten. Je nach dem, wie jung du bist, kann sich das noch ändern. Dein Bräutigam hat eine feste Wunschvorstellung, die da heisst: Heirat ist der erste Schritt der Familiengründung. Er hat genug zu zweit gelebt, wünscht sich die Ergänzung und Abrundung seines Glückes durch ein Kind.
Aus Sicht des Mannes: Warum in der heutigen Zeit heiraten, wenn man keine Kinder will ? Für uns Männer verstärkt eine Heirat die Liebe nicht. Dieser Zettel ist eher dazu da, Familie zu begründen oder eben Besitzansprüche klar zu stellen. Für Frauen ist die Heirat dagegen oft schon ein Ziel. Die Verlobungszeit lässt ausserdem den Rückschluss zu, dass ihr beide eher konservativ eingestellt seid.
Du solltest dich fragen, was ihm dieser Wunsch bedeutet. Und ihn auch. Klar, wahrscheinlich lässt er sich auf 1 oder 2 Jahre Verzögerung ein. Die Biologie hat ja auch ein Wörtchen mitzureden. Auf Kommando schwanger klappt nicht immer.
Vor einer Heirat sollte man sehr ehrlich miteinander sein. Erwartest du von ihm doch auch. Oder ? Natürlich kannst du als Frau eine Schwangerschaft so verhindern, dass er es nicht merkt. Nur - willst du so leben ? Hat er das verdient ?
Du musst davon ausgehen, dass ihm das Thema Kind wichtig ist. Daher hat er es angesprochen. Sag ihm offen und ehrlich, was du willst. Denn eine Ehe, die auf einer Lüge aufgebaut ist, endet meist in einer hässlichen Scheidung.
Alles Gute für dich
 
  • #6
Wir sind uns fast so nah wie Bruder und Schwester. Wir blödeln viel rum und fühlen uns fast noch etwas Kind, obwohl wir das lange nicht mehr sind.
Das hört sich nicht gut an!
Als Paar sollte man sich niemals wie Bruder und Schwester fühlen - denn die haben in der Regel keinen Sex.
Wie steht es damit bei Euch so?

Ein Kind würde das alles verändern. Ich will das nicht. Zumindest jetzt noch nicht. Ob überhaupt, keine Ahnung. Aber mein Verlobter will sofort nach unserer Hochzeit (die wahrscheinlich Ende dieses Jahres stattfinden soll) ein Kind bekommen. Für ihn ist es eine Art Lebenssinn.
das ist doch eine klare Aussage!
Du willst das nicht! Wenn er das will, soll er erst einmal genau klarstellen, wie das ablaufen soll - viele verklären das total, mach es konkret:
Wer bleibt zuhause?
Wo ist das Kinderzimmer?
Wie organisiert ihr das Arbeitsleben?
Wie ist der Verdienst?
Habt ihr Großeltern in der Nähe? Wo sind Kitas? Gibt es Ganztagsbetreuung? Was kostet die? Was sind seine beruflichen Pläne?
Was deine?


Gibt es vielleicht eine Art Kompromiss? Also wir können ja kein halbes Kind kriegen, aber gibt es eine Lösung mit der wir beide glücklich wären?
Kompromisslösung ist schwierig - mir scheint aber, dass er dich nur zweckorientiert heiraten will und ihm schon klar ist, dass das mit dem Kind dann dein Job ist.
Sag ihm - ganz abgesehen vom Kind, was deine Wünsche und Träume für die nächsten Jahre sind.
Willst du dich beruflich verbessern?
Willst du reisen?
Planst du einen Auslandsaufenthalt?
Ein Kind sollten immer beide wollen und wie man in den ganzen anderen Threads sieht, sind Männer mit der Babyzeit immer heillos überfordert:
Kein Sex, schlaflose Nächte, Frau unattraktiver und weniger Zeit für ihn. Männer fühlen sich in der Zeit meist völlig zurückgesetzt und auch Frauen müssen ihre Bedürfnisse auf ein Minimum herunterschrauben.

Sag ihm, dass du (noch)kein Kind willst.
Wenn er dich dann nicht heiraten will, dann soll er es eben lassen - wie alt seid ihr?
Habt ihr noch Zeit?
 
  • #7
Es gäbe Kompromisse. z.B. könnte er mit einem befreundeten lesbischen Paar ein Kind bekommen. Aber wärst du zu den entsprechenden zeitlichen und finanziellen Einschränkungen und einem Leben als Stiefmutter bereit?
 
  • #8
Liebe FS,

ich wundere mich, dass ihr das Thema in eurer Beziehung noch nicht angesprochen habt.

Deine Vorstellung von Kind, Muttersein und Beziehung ist, wie ich finde, ganz extrem festgefahren. Es ist alles anstrengend, einschränkend und störend. Dass du diese Vorstellung hast, wundert mich allerdings nicht, denn so wird es heute vielfach dargestellt und gelebt. Dennoch, hast du dir noch nie Gedanken darum gemacht und kein eigenes Gefühl, dass du es vielleicht anders empfinden und händeln könntest? Dass ein Kind eurer Liebe auch eine Bereicherung bieten könnte und ganz besonders eine Möglichkeit, um sich und gemeinsam als Paar, als Eltern neu zu entdecken und zu entwickeln.
Kompromisse sollte es nie geben, wenn es darum geht, ein Kind in die Welt zu setzen, denn der Schuss geht nach hinten los.

Es bleibt dir leider nicht erspart, rechtzeitig, bevor die Glocken läuten, deinen Liebsten von deiner Einstellung in Kenntnis zu setzen. Wenn ihr gedanklich so weit auseinander geht und der eine oder andere von euch kompromissbereit wäre, ist das Jammertal vorprogrammiert.

Schade liebe FS, du beschreibst so schön eure Beziehung, die einem Kind ein hervorragendes Nest bieten würde, das mehr bietet, als nur gespieltes, ernstes und verkopftes, verkrampftes Elterndasein. Eure kindliche Leichtigkeit, euer Humor, das wäre für mich wie gemacht, könnte ich mir meine zukünftigen Eltern aussuchen ;-) ! In diesem Fall würde ein Kind eure Beziehung auf den Kopf stellen, aber nicht weil es sich als anstrengend erweist, sondern, weil ihr vor lauter Glück Purzelbäume schlagen würdet und eure Liebe fester den je zusammenschweißt. Denn ein Kind gibt das zurück, was man ihm gibt. Es ist eine andere Welt, die euch erschließen würde und wie und in welchem Umfange, das hängt ganz allein von euch Zweibeiden ab.

Ich wünsche Dir mehr als nur Glück, sondern die richtigen Gedanken und den richtigen Weg, für dich alleine, oder für euch beide. Alles Gute!
 
  • #10
Als erstes: wie alt seid ihr? Das zu wissen ist ja hier wohl sehr wichtig.

Und zweitens: warum willst du ihn denn heiraten wenn du keine Kinder willst? Dann könnt Ihr genauso gut nur weiter zusammen leben ohne Trauschein, und wenn die Beziehung nicht mehr klappt könnt ihr euch problemlos trennen.

Heirat in jungen Jahren hat für mich auch nur Sinn wenn Kinder geplant sind. Natürlich kann man auch wegen der Absicherung heiraten, aber du hast ja deinen eigenen Job und dein eigenes Geld.

Und ja, wer Kinder will muss zu Verzicht, Selbstlosigkeit und Demut willens und fähig sein - den Kindern und der Familie zuliebe.
Eine Fähigkeit und eine Gabe zu der heute nur noch wenige Frauen imstande sind.

Eine sehr traurige Entwicklung unserer Gesellschaft dank der Emanzipation!

Ich hätte niemals auf das große Glück mit meinen drei Kindern verzichtet, und meine Heirat mit 28 hätte sonst niemals Sinn gehabt für mich, wenn mein Mann von vornherein gesagt hätte er wolle keine Kinder. Dann hätte ich auf die Heirat verzichtet.

Ganz ehrlich, ein eigenes Kind ist das Schönste was eine Frau vom Leben geschenkt bekommen kann - daneben kannst du all deine Reisen und Häuser und Autos vergessen.

Aber es ist natürlich deine Entscheidung - nur sei bitte so fair und teile dies deinem Verlobten vor der Hochzeit mit - damit er eine Frau finden kann die seinen Kinderwunsch teilt - alles andere wäre unfair!
 
  • #11
Welchen Kompromiss soll es da geben? Er bekommtein Kind mit einer anderen Frau oder ihr entführt eins?
Du hast leider nicht geschrieben, wie alt ihr seid...
Habt ihr euch denn nieüber solche grundlegenden Fragen unterhalten?
Seid ihr noch recht jung? Wenn Studium etc. vorbei ist, dann haben die wenigsten ständig Zeit für spontane Wochenenden, nach denen man montags in der Arbeit platt ist...
Es gibt nur einen Weg: ehelich sein und reden. Und ja - das kann das Ende der Beziehung bedeuten. Wenn so grundlegende Lebensentwürfe nicht zusammen passen. kann es nicht weiter gehen.
Mein Mann und ich haben gewollt keine Kinder: genau diese Einstellung habe ich immer sehr früh abgeklärt um genau in diese Sackgasse nicht zu kommen.
 
  • #12
Liebe Nele,

Du teilst seinen Wunsch nicht mal 50 % , denn du weißt ja nicht mal ob du überhaupt jemals Kinder möchtest.
Wie soll ich ihm also sagen, dass ich diesen Wunsch nicht zu 100% teile?
Du musst unbedingt mit ihm reden und dann das Thema nicht schön reden, aus Angst ihn zu verlieren!
Es ist ihm gegenüber nicht fair, ihn jetzt ruhig zu stellen bis nach der Hochzeit und dann irgendwann zu sagen, eigentlich weiß ich gar nicht ob ich Kinder möchte!

Du gehst sehr verantwortungsbewusst mit dem Thema um, das finde ich Klasse.
Kinder sind zwar etwas sehr schönes, für viele Menschen das Beste überhaut in ihrem Leben, aber ein Kind verändert das Leben komplett. Das hast du richtig erkannt. Euer Leben wie es heute ist, wird es nicht mehr geben! Schlafmangel, mehrmals in der Nacht aufstehen, den Tagesrhythmus bestimmt das Kind und Freizeit gibt es für euch für lange Zeit nur getrennt! (Ausnahmen durch Oma oder Babysitter möglich). Trotzdem ist viel Verantwortung und ich bin mir nicht sicher, ob dein Freund weiß, was ein Kind wirklich bedeutet? Er mochte euer Leben ja bisher auch sehr, will er das wirklich sofort aufgeben? Das würde ich ihn fragen?

Ein halbes Kind gibt es nicht. Ein Kompromiss kann nur sein, die Kinderplanung noch ein paar Jahre hinauszuschieben, ABER du müsstest dafür auch grundsätzlich Kinder wollen und dir diesbezüglich sicher sein! Bist du das nicht, musst du ihm das sagen und ihn entscheiden lassen, ob er das Risiko niemals Vater zu werden, eingehen möchte!

Bleib ehrlich und dir selbst treu! Nur so habt ihr die Chance auf eine glückliche Zukunft!
 
  • #13
Liebe Nele, in Eurer Beziehung liegt einiges im Argen. Ihr fühlt Euch wie Bruder und Schwester? Wo ist denn die sexuelle Anziehung?
In 5 Jahren Beziehung habt Ihr das Thema Kinder nie angesprochen? Man klärt doch so ziemlich am Anfang, welche Lebensziele man hat. Gehen die, wie bei Euch, auseinander, wird es schwierig. Einen Kompromiss sehe ich nicht. Wie soll der denn aussehen? Entweder man hat ein Kind zusammen oder nicht.
Dir genügt die Zweisamkeit, ihm offenbar nicht mehr. Sei ehrlich und rede mit ihm. Sollte sein Kinderwunsch so groß sein, dass er sich deshalb trennt, wirst Du damit leben müssen. Man kann so ein wichtiges Thema nicht einfach aussitzen und hoffen, dass es nie zur Sprache kommt. Das siehst Du ja jetzt.
 
  • #14
Ich glaube nicht, dass ein Kind bedeutet, dass man nur noch zu Hause hocken muss und dergleichen. Auf WE-Trips kannst Du es doch mitnehmen, wenn Du seine Bedürfnisse richtig erfüllst, also Wärme, Nahrung, Elternnähe. Es gibt so einige Geschichten von Leuten, die mit ihrem Baby gereist sind, bei denen man denkt "was, und das mit dem Kind?".
Ich weiß nun nicht, wohin Du reisen willst mit Deinem Partner. In manchen Regionen ist es ja auch gefährlich wegen Krankheiten oder Lebensumständen. Aber so, wie Du es geschildert hast, muss es nicht sein, denke ich.

Allerdings hat ein Kind eben gewisse Ansprüche, die erfüllt sein müssen, und das vermutlich vorrangig von Dir. Also Du musst für Dich wissen, ob Du ein Wesen umsorgen willst, dem DEINE Ansprüche und Wünsche ans Leben egal sind und das Dich dafür "verantwortlich macht", wenn Du es nicht richtig umsorgst bzw. Du BIST ja auch verantwortlich dafür.

Ich finde die Bez.situation jetzt schwierig, weil das Thema wie ein Damoklesschwert über der Beziehung hängt. Also auch wenn Du um Zeit bittest oder ihn bittest, es nicht anzusprechen, bist Du es tust, kennst Du ja seine Haltung, die sehr "unbedingt ein Kind" ist. Also gewinnst Du nichts, denn der Druck ist da, es genau wie er zu wollen oder es besteht die Gefahr, dass er sich trennt. Deswegen meine ich, ist es das beste, es GLEICH so zu sagen, wie Du es denkst und GLEICH zu erfahren, ob er trotz Deiner Zweifel bzgl. Muttersein bei Dir bleibt. Die Entscheidung kommt ja sowieso und ich denke nicht, dass Du unter dem Druck noch in der Lage bist, eine freie Entscheidung für das Kind zu fällen.

Dein Freund klingt nicht wie einer, der sich entzieht, wenn das Kind da ist. Also ihr könntet eigentlich auch Spaß zu dritt haben, meine ich damit. Aber vielleicht ist das nur mein Eindruck wegen des Eingangsbeitrags, der wirklich nach einem Paar klingt, das durch Dick und Dünn geht und sich liebt.
Wenn ihr Ende 20 seid, würde ich das ganze sowieso dreimal überlegen, weil hier eine Art Résumé für die bisherige Lebensrichtung stattfindet. Also wenn Du so alt bist, kann es sein, dass sich so fest einrichten mit Heirat und Kind noch gar nicht Dein Ding ist, sondern Du noch mal eine andere Ausbildung machen willst oder irgendwas, das Du bislang vernachlässigt hast in Deinem Leben, aber es Dich nun drängt, genau das in Angriff zu nehmen.
 
  • #15
Wie du es ihm sagst? Ist das denn so ein großes Problem? Verstehe ich nicht!

"Du Andreas, ich wollte nie Kinder haben und möchte das in Zukunft auch nicht. Wenn du mich deswegen verlässt, dann ist das auch ok für mich, dann wünsche ich dir viel Glück im Leben. Ich werde einen anderen Partner finden, der ebenso wie ich glücklich ohne Kinder leben kann. Ich möchte jedoch nicht die Verantwortung von einem Kind tragen. Ich möchte noch viel reisen im Leben, und unabhängig sein, ich habe beruflich sehr hohe Ziele und möchte viel mit dir erleben. Der Gedanke, 18 Jahre für ein Kind zu sorgen, und ihm was zu bieten, widerspricht mir zutiefst.
Und das sind meine festen Prinzipien, die nicht mehr verrückbar sind. Es tut mir leid, dass ich dir das erst so spät sage, aber ich bin davon ausgegangen, du wolltest keine Kinder, weil du nie etwas dergleichen erwähnt hast."

Ist das so hart? Du wirst dich besser artikulieren lernen müssen!

Auch wenn er der Mann deines Lebens ist, UND gerade wenn du ihn halten willst, musst du so offen sein, er muss wissen, woran er mit dir ist, damit er sich darauf einstimmen kann, was ihn erwartet. Ansonsten verlässt er dich in deiner Ehe, weil er in einem Irrglauben gelebt hat. Und solche Menschen werden dann sehr sauer!

Schlage ihm vor, viel reisen zu können, sich Haustiere anzuschaffen, viel gemeinsam erleben zu können, spannende Urlaube machen zu können, sich gemeinsam beruflich sehr weit entwickeln zu können, neue Hobbys ausprobieren zu können, etc. Wenn du ihm schon keine Kinder bieten kannst, was kannst du ihm dann bieten?

Wenn deine größte Sorge ist, mit dem Säugling nirgendwo mehr gemütlich hingehen zu können, dann klingst du in der Tat noch sehr unreif für ein Kind! Natürlich wird dein Partner dich eines Tages verlassen, wenn er sich Kinder wünscht und ihn trotzdem heiratest. Es ist für alle Menschen nunmal normal, Kinder zu bekommen.
 
  • #16
Hi Fs,
viele Frauen denken so, aber die Gesellschaft wird Dir weiter sagen, dass es - für Dich als Frau natürlich nur und nicht für den Mann als Vater - doch so super schön ist, Deine Interessen hinter die Interessen eines Kleinkindes zu stellen.

Du hast total Recht. Ein Kind stellt alles auf den Kopf. Nein, ein Kind stellt das Leben der Mutter auf den Kopf. In der Realität sieht es doch so aus, dass der Vater weiterhin jeden Samstag mit seinen Freunden zum Fußball geht, weiter in Vollzeit arbeitet und sich weiter mit seinen Kollegen nach der Arbeit auf ein Bier trifft, weiter am Wochenende Mountenbiken geht mit Freunden.
Die Mutter sitzt zuhause mit dem Kind... aber das ist doch auch sehr schön! Das Leben der Frau wird ab Kenntnis der Schwangerschaft (was macht die werdende Mutter in der Schwangerschaft) fremd bestimmt.
Das muss man oder frau schön mögen.

Du meinst doch nicht, dass so viele Frauen erst spät schwanger werden, weil sie sich das schöne Leben mit Kinder für später aufheben wollen? Tatsächlich will nicht jede Frau Kinder bekommen, genau wie nicht jeder Mann Vater werden will. Das sollte man respektieren.
Bei Frauen wird aber mehr Druck gemacht.
 
  • #17
Danke für eure bisherigen Antworten! Weil die Frage so oft aufkam (verständlich): Ich bin 30, er ist 33 Jahre alt. Warum wir das Thema erst jetzt besprechen? Ich hatte nie einen Grund, es anzusprechen und warum er es erst jetzt anspricht, weiß ich nicht.
Das hört sich nicht gut an!
Als Paar sollte man sich niemals wie Bruder und Schwester fühlen - denn die haben in der Regel keinen Sex.
Wie steht es damit bei Euch so?
Ich habe ja geschrieben "fast so nah wie Bruder und Schwester". Damit meine ich, dass wir keine Geheimnisse voreinander haben und es sich so anfühlt als würden wir uns schon ewig kennen. Natürlich bleibt dabei bei uns die sexuelle Anziehung nicht aus. Im Bett läuft es prima.
Ihr habt recht: Natürlich muss ich ehrlich sein. Das hat er verdient. Außerdem ist das das A und O in einer Beziehung. Ich werde in den nächsten Tagen das Gespräch mit ihm suchen und ihm meinen ganzen Standpunkt darlegen. Ich muss vorher nur noch Kraft sammeln. Seine Reaktion könnte alles sein.
Natürlich habe ich auch über die Bereicherung nachgedacht, die ein Kind darstellen kann. Ich mag Kinder, aber ein eigenes ist eben eine Entscheidung fürs Leben die sich nicht rückgängig machen lässt. Durch #6 habe ich nochmal intensiv über die Möglichkeiten mit Kind nachgedacht. Ich könnte mir vorstellen, dass mein Freund und ich gute Eltern wären. Und diese neue Welt und neue Sichtweise, die ein Kind eröffnen würden, reizen mich doch irgendwo, aber die Zweifel und Fragen, wie das dann alles wird, sind mindestens genauso groß. Aber auch das sollte ich vielleicht einfach mit ihm besprechen. Wie er sich das vorstellt. Ich habe Angst vor diesem Gespräch, aber ich denke, es wird befreien, über das alles zu reden. Und drum rum komme ich auf lange Sicht sowieso nicht.
 
  • #18
Das Du mit ihm reden musst ist mittlerweile sicher klar.
Willst Du ihn?
Willst Du nie Kinder weil es grundsätzlich Stress bedeutet oder vorallem weil es für eine Frau soviel Einschränkungen im Job und Karriere bedeutet?
Stimmt übrigens alles, auch wenn ich es trotzdem wieder tun würde und dass wo ich eigentlich auch keine wollte.
Ich frage das nur explizit, weil ich persönlich mit dem Wissen von heute sagen würde: ja immer wieder Kinder aber wenn der Mann Zuhause bleibt.
Wenn das für Dich eine Option wäre, dann sag ihm auch das.
Kinder ja, wenn Du Hausmann bzw teilzeitler wirst.
Aber wenn Du nichts sagst, verlierst Du ihn auf jeden Fall weil er sich mit Recht betrogen fühlen wird.
 
  • #19
Der Mann bleibt im Berufsleben, macht vielleicht ein paar Monate Gebrauch von der Elternzeit aber ansonsten hat die Mutter den größten Part der Verantwortung.
wie man in den ganzen anderen Threads sieht, sind Männer mit der Babyzeit immer heillos überfordert:
Kein Sex, schlaflose Nächte, Frau unattraktiver und weniger Zeit für ihn. Männer fühlen sich in der Zeit meist völlig zurückgesetzt und auch Frauen müssen ihre Bedürfnisse auf ein Minimum herunterschrauben.
Dazu wollte ich auch noch eben was sagen. Mein Freund ist sehr verantwortungsbewusst. Er hat sich das mit dem Kind sicher gut überlegt. Und er würde sich einbringen! Er würde für sein Kind sicher alles geben. Es wäre für ihn das größte Glück dafür würde er auch schlaflose Nächte, eine Zeit ohne Sex und das Zurückstellen seiner Bedürfnisse in Kauf nehmen. Und dass er wieder in den Beruf geht nach der Geburt, schränkt ihn kaum ein. Er arbeitet komplett zuhause. Seine Zeit kann er komplett selbständig einteilen, er kann sich also Zeit für das Kind nehmen. Das wäre mit Sicherheit mein kleinstes Problem wenn es zu einem Kind kommen würde! Er liebt unser Leben wie es jetzt ist, aber er ist garantiert bereit, das "aufzugeben" und weiß bestimmt was das bedeutet!
 
M

Michael_123

Gast
  • #20
Ihr müsst das Kind beide zu 100% wollen, das seid ihr übrigens auch dem Kind schuldig.

Wenn Du Mitte 20 bist hast Du wahrscheinlich noch keinen ausgeprägten Kinderwunsch - bei vielen Frauen kommt dieser mit Ende 20.

Wie alt ist Dein Partner?
 
  • #21
Liebe FS,
mit Deinen Annahmen um das Leben mit Kind hast Du vollkommen Recht wenn Du Dir kein Kind wünschst. Auch Deine Annahmen um Schwangerschaft und Geburt treffen das, was mir Freundinnen erzählten. Solange eine Frau sicher ist in ihrem Kinderwunsch kompensiert dieser die körperlichen Belastungen von Schwangerschaft und Geburt.
Männer sind fein raus bei der Sache und wenn sie Frust haben, weil die mit dem Wunschkind schwangere Frau nicht mehr superschlank ist und hormonell durchgeschüttelt dann gibt es Null Verständnis sondern er geht frustfremd.

Das irgendwas anders ist, weil der Mann sich das Kind wünscht ist ein großer Irrtum. Hier gibt es grad einen Parallelthread: Mann wollte das 3. Kind, nachdem die beiden älteren grad aus dem Gröbsten raus sind. Frau lässt sich überreden, das 3. Kind ist noch nichtmal geboren, da lässt er sich über Facebook von einer Uraltbekannten angraben und verlässt die Familie und sein angebliches Wunschkind und sie hat alles am Hals.

Daraus folgt: wenn ein Kind nicht Dein sehnlichster Wunsch ist für den Du auch ohne den Mann leben willst, dann verzichte lieber auf ein Kind auch wenn es Dich die Beziehung kostet.
Wenn er Dich verlässt, weil das mit Kind ganz anders ist als gedacht, dann hast Du die Höchststrafe in Deinem Leben: der über alles geliebte Mann macht sich davon und Du stehst mit dem unerwünschten Kind da und zwar länger als 20 Jahre.

Ich bin der Ansicht und habe es auch so gelebt: wenn einer kein Kind will (in unserem Fall er), dann ist ein Paar gut beraten auf Kinder zu verzichten. Mir fiel das nicht schwer, weil ich nie einen eigenständigen Kinderwunsch hatte, sondern nur in Verbindung mit einem bejahenden Partner. Daher stellte sich die Frage der Trennung für mich aufgrund dieser Differenz auch nicht.

Mein Ex hatte die gleichen Motive wie Du (außer Schwangerschaftsbedenken) und das habe ich akzeptiert. Von seiner vorherigen Partnerin hatte er sich getrennt, weil sie ohne Kinder nicht leben wollte.

Mein Neffe hat ebenfalls den Wunsch nach Familie mit Kindern. Wenn seine Partnerin im nächsten Jahr nicht will (gleiche Argumente wie Du), trennt er sich, obwohl er sie sehr liebt.
Vor 3 Jahren war sie noch komplett dagegen, allmählich ändert sich ihre Sicht, weil sie über ihn Familie in einer ihr unbekannten Weise kennenlernt und ihn als Familienmenschen erlebt.

Meine Nichte möchte keine Kinder, ihr Partner schon. Er ist beruflich erfolglos und antriebsarm, gäbe also keinen brauchbaren Hausmann und Vater ab. Sie hat einen anspruchsvollen Beruf, ist perfektionistisch, will sich nicht für eine Familie aufraspeln und nicht allein die ganze wirtschaftliche und familiäre Verantwortung tragen ohne Unterstützung durch den Partner. Also werden sie keine Kinder haben.
 
  • #22
Kinder sind das größte Geschenk, welches Du jemals im Leben bekommen wirst. Genau wie ein Sechser mit Zusatzzahl im Lotto.
Wenn Du das Leben als wichtiger betrachtest als Deinen persönlichen Status, dann sorge für Nachwuchs. Soviel wie es geht!!! Und keine Sorge, die werden alle groß. Es gibt im Leben nichts Schöneres als das Lachen eines glücklichen Kindes. Dafür brauchst Du kein Geld!!!
Entscheide Dich für ein glückliches Leben...

LG Blueeyes, m, 49
 
  • #23
ich habe den Eindruckl das du intuitiv schon jetzt, innerhalb von 48 Stunden in eine "pro Baby" Einstellung gekippt bist. Ist ja auch sehr romatisch.

Ich will als Mutter allerdings noch eine Sache beifügen, die hier jetzt vielleicht gar nicht das Thema ist.

Als ich, ohne Mann, mit 19, im Krankenhaus mein Baby bekommen habe, konnte ich überraschenderweise sofort sehr sehr gut mit dem Kind. Es war vollkommen zufrieden. Rundherum haben die Hebammen ALL die 10 Jahre älteren verheiratetetn Mütter mit Eigentumswohnung und verheiratet beraten wie sie ihre Kinder dazu bringen können zu weinen aufzuhören, endlich zu trinken und wie sie das Kind hochheben können ohne Angst was falsch zu machen.

Worauf ich hinaus will ist das ich mit meinem Kind viel selbstverständlicher und auch sicherer umgehen konnte, und das Kind viel ruhiger war als all die anderen Mütter bei denen alles in Ordnung war. Und ich denke das liegt daran das ich das ich mich kompromisslos, da alleine und in einer schrecklichen Situation für das Kind entschieden habe. Die anderen Mütter haben das nicht getan, 100 Faktoren mussten erst stimmen, die Bedingunge waren :richtiger Mann, Job , gute Wohnsituation ect., . Ihre Entscheidung für das Kind war somit nicht 100 %tig und kompromisslos, wenn zb plötzlich der Mann sie verlassen würde, die Wohnung verloren wäre, die Karriereabsicherung wertlos, müssten sie sich die Frage ob sie denn nun ihr Kind wollen erstmal neu stellen.

Deswegen solltest du die Frage nach einem Kind zu 100 % unabhängig VON ALLEM treffen. Sonst kriegt man als Mutter mMn die Rechung fix mit der Geburt präsentiert.
 
  • #24
Liebe FS
Wenn ich du wäre, würde ich mal alle Ängste, Zweifel und ja-aber Sätze zu einem Kind aufschreiben und das mit deinem Partner, aber auch anderen Eltern durchsprechen. Vielleicht ist manches ja weniger krass als du denkst oder dein Partner denkt dann auch mal über die Schattenseiten der Elternschaft nach und über die massive Veränderung, die das bedeuten würde.
Grundsätzlich finde ich, als Paar müsstet ihr nicht aufhören, herumzualbern und lustig zu sein, nur weil ein Kind da ist. Ihr müsstet auch nicht alle Jung-Eltern Trends befolgen.
 
  • #25
Meiner Meinung nach sollte man nur dann Kinder bekommen, wenn es für einen selbst auch in Ordnung wäre, diese möglicherweise auch irgendwann ganz allein aufzuziehen. Denn Beziehungen können scheitern, Menschen können Interesse an ihren Kindern verlieren, usw.- zudem die möglichen Katastrophen durch schwere Krankheit oder Tod des anderen Elternteils.

Wenn Du also nicht zu 100 % selbst ein Kind möchtet (und auch unabhängig von der Beziehung zu Deinem Freund), dann lass' es. Aber reden solltest Du mit ihm darüber. Frag' ihn bei der Gelegenheit auch mal, ob sein Kinderwunsch so groß ist, dass er es sich vorstellen kann, dass Kind im Fall der Fälle allein aufzuziehen, denn dies kann ja auch passieren.
Meist entspringt der Kinderwunsch einem Wunsch nach "Heile-Welt", real ist das aber in einigen Fällen nicht umsetzbar.
Sprecht über alle Eventualitäten und besonders auch, was hinter seinem Kinderwunsch steht und im Zweifel- lasst es lieber.
 
  • #26
ich habe den Eindruckl das du intuitiv schon jetzt, innerhalb von 48 Stunden in eine "pro Baby" Einstellung gekippt bist. Ist ja auch sehr romatisch.
.
Ich habe auch das Gefühl, dass du innerlich schon selbst umgekippt bist.
Erst schreibst du, dass du das nicht willst und jetzt widerlegst du jedes Argument gegen ein Kind.
Es ist eben so, dass man als Frau in einer Ehe oder Beziehung mit Kind plötzlich wieder im Jahre 1955 ankommt - ob man das nun will oder nicht, ob der Partner eher mitzieht oder nicht.
Väter arbeiten nach der Geburt eines Kindes mehr, sind öfter nicht zuhause während Frauen mehr Zeit mit dem Kind verbringen müssen und wollen und weniger arbeiten können.
Die Gleichberechtigung ist von einem Tag auf den anderen dahin und ein Mann ist ja schon ohne Kind irgendwie anstrengend, weil Männer immer umsorgt werden wollen - mit Kind potenziert sich das irgendwie, das sollte dir klar sein.
Auch "Deiner" wird da nicht anders sein. Man muss das als Frau wollen, beruflich zieht eine Frau immer den Kürzeren, mit Mann noch eher als ohne wohlbemerkt.
Wenn dich das aber alles nicht abschreckt oder du meinst, dass es bei dir anders sein wird, dann ist es sicherlich die richtige Entscheidung. Ein gemeinsames Kind ist etwas sehr sehr Schönes. Als (unabhängige) Frau zahlt man dafür aber einen sehr hohen Preis. Männer behalten ihre Unabhängigkeit viel eher als Frauen, auch beruflich sind Ehefrau plus Kind bei einem Mann ein Pluspunkt, bei einer Frau ein Abstrich.
Ich will dir hier ein Kind nicht ausreden - für mich war es immer klar, dass ich Kinder bekomme.
Ich will dich nur davor bewahren, dass du in einem Romantikanflug etwas tust, was du gar nicht willst. :)
 
  • #27
Guten Morgen,

tja, die bösen Männer, die abdrehen, wenn die Frau schwanger ist, aus den Fugen gerät und der Säugling schreit...Zu keiner Zeit gab es so prima Väter wie heute. Zu meiner Zeit fing es gerade erst an, dass die Väter sich auch an den Aufgaben, die ein Kind mit sich bringt, beteiligen. Heute rennen die Väter schon mit zu den Geburtsvorbereitungskursen und dergleichen mehr. Ich habe das, was Vicky so drastisch beschreibt, nie, weder im Freundes und Bekanntenkreis erlebt, noch erlebe ich die Mehrheit, oder gar alle so. Was ich aber erlebe und sehe, sind verkopfte Mütter, die ihr Vertrauen zu sich selber verloren haben. Die besonderen Exemplare sind nicht flächendeckend in der Mehrheit vorzufinden und hier im Forum scheint es so, weil glückliche Mütter und Väter sich hier kaum tummeln.

Wenn es Probleme in der Elternzeit gibt, sind immer zwei daran beteiligt. Die Wut und der Frust der Frau, weil sie sich als Gebärende und Mutter in eine Rolle gedrängt fühlt, ist die Auswirkung einer falsch verstandenen Emanzipation. Es ist oft die eigene Sichtweise, die eine Frau ins Unglück treibt, wenn sie ein Kind bekommt. Dankbarkeit und Demut vor der eigenen Natur, wären oft heilsam und eine Emanzipation als Frau wäre dienlicher, als die, als Mann.

Wer so mit sich als Frau hadert, sollte auch keine Kinder bekommen. Und wer sich anderweitig berufen fühlt, sollte das fehlende, erlebte Kinderkriegen nicht in einen Alptraum verwandeln und andere damit deckeln, sondern Achtung und Respekt vor den Frauen haben, die Mütter werden und sind, statt Horrorszenarien, die sie selber gar nicht erlebt haben, aufzuzeigen. Denn auch sie werden irgendwann einmal im Leben auf diese Nachkommenschaft angewiesen sein, spätestens im Altersheim, wenn ihnen der Hintern geputzt werden muss.
 
  • #28
Der Kinderwunsch ist eine sehr entscheidende Sache in einer Beziehung, da solltest Du Deinem Partner gegenüber ehrlich sein. Ich habe mich damals von einem Partner getrennt, der keine Kinder wollte, weil ich mir ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen konnte. Gib dem Mann die Möglichkeit sich zu entscheiden. Alles andere wäre unfair.
 
  • #29
Entscheide Dich für ein glückliches Leben...

Vollständiger Unsinn und eine Unverschämtheit gegenüber allen, die keine Kinder bekommen können oder wollen. Vielleicht sollten manche Menschen mal darüber nachdenken, welches Glück sie für sich vielleicht haben und darauf verzichten, das anderen aufs Butterbrot zu schmieren.
Es gibt zweifellos ein glückliches Leben ohne Kinder. Auch wenn das für Eltern unvorstellbar zu sein scheint. Und ich finde es nicht zielführend, die FS zu überreden, ein Kind zu bekommen, wenn sie das eigentlich für ihr Leben nicht als wesentlichen Inhalt sieht.
 
  • #30
Ich war zwischen meinem 20. und 25. Lebensjahr mit einem Mann zusammen, der mich schnell heiraten und Kinder bekommen wollte.
( War mir zu früh, das war mein Absagegrund, aber ehrlich gesagt, wollte ich nicht, weil ich ihn nicht als Mann meines Lebens ansah. )
Dieser Mann war wirklich sehr kinderlieb und bei jeder Gelegenheit wurde es deutlich, dass Kinder ganz unbedingt zu seinem Lebensmodell gehörten.

Dann trennten wir uns und ich wurde nur ein Jahr darauf schwanger von einem anderen Mann, was meinen Ex verständlicherweise sehr verletzte.
Er lernte dann eine andere Frau kennen, die 10 Jahre älter war als er.
Als er 30 war und sie 40, war ihr Sohn bereits 17 Jahre alt und sie machte ihm sehr deutlich, dass sie kein weiteres Kind mehr bekommen wollte.
Er heiratete sie trotzdem und entschied sich somit für ein Leben ohne Kind, denn die Frau liebte er mehr als seinen Traum von einer Familie mit Kindern.
Das ist jetzt 20 Jahre her und sie sind immer noch zusammen.

Deine Freundin Mariechen ( falls sie sich nicht irrt ), sagt es dir: es kann gut sein, dass dein Freund trotzdem bei dir bleibt.
Dir bleibt ohnehin keine Wahl, als es ihm zu sagen, dass du kein Kind willst.
Und dass du keins willst, solltest du beibehalten und nicht jetzt, weil ein paar fremde Leute hier dir sagen, dass Kinder das Allergrößte sind, umswitchen.
Sie schließen von sich auf andere.
Du bist nicht sie und Kinder sind nicht das einzige, was einen glücklich machen kann.
Wie gemein, so etwas zu sagen gegen die, die keine Kinder bekommen können oder als Mann keine Partnerin finden.

Alles, was du über das Leben mit Kindern schreibst, ist richtig.
Ich wusste das alles auch vorher und einfach alles sprach gegen ein Kind ( bei mir. Bei dir sprechen die äußeren Umstände dafür )
Kennst du den ja-aber-trotzdem-Effekt ?
Hat bei mir gewirkt.

Du musst ein Kind sowas von wollen, trotz aller Argumente, die dagegen sprechen. Falls nicht, solltest du das unbedingt lassen.
Du willst ja nicht mal, obwohl alles Äußere dafür spricht.
Es ist für alle Menschen nunmal normal, Kinder zu bekommen.
Sagt wer ?
Ist doch Blödsinn.
Lass dich von solchen Totschlagargumenten nicht verunsichern.

w 49
 
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