• #1

Unterschiedliche Wohnvorstellungen=das Ende?!

Ich habe seit einem halben Jahr einen neuen Partner und bin eigentlich sehr glücklich. Wir sind beide Anfang 30.
Bezüglich zukünftigen Wohnvorstellungen gehen unsere Wünsche aber weit auseinander.
Er wohnt mit seinen Eltern in einem Haus (getrennte 2,5 Zimmer-Wohnungen), ist dort sehr glücklich und will dort wohnen bleiben. Er hat dort auch schon mit seiner ExPartnerin viele Jahre gelebt. Ich könnte mir alleine schon wegen dem Umstand Tür an Tür mit Eltern (egal welchen) zu wohnen, nicht vorstellen dort zu wohnen. Aber auch die Größe ist mir zu klein.
Als ich wiederholt ansprach, dass ich mir ein Wohnen mit ihm, aber nicht mit seinen Eltern, vorstellen kann, sagte er zuletzt nur, dass er wegen den Eltern niemals ausziehen könne. Vielleicht geht es hier auch eher um Wollen, da deren Beziehung zueinander sehr eng ist, m.E. etwas zu eng, sicher auch hervorgerufen durch das quasi Zusammenwohnen.
Das Thema überschattet momentan für mich unsere Liebe. Ich will dies definitiv nicht. Aktuell wird sich seine Meinung dazu aber sicherlich nicht ändern. Ist die Frage, ob es eine Chance gibt, dass er sie in der Zukunft ändern wird, z.B weil dann Frau und ggf. Kind wichtiger wären als (die Meinung der) Eltern. Er hat z.B. auch einen Kinderwunsch. In dieser Wohnung ist ja aber gar kein Platz für ein Kind(erzimmer).
Eigentlich bin ich grundsätzlich der Meinung, dass eine Beziehung erstmal wachsen muss und dass man dann erst sehen kann, wie wichtig einem der Partner ist und was man dann bereit ist an Kompromissen einzugehen.
Ich bin prinzipiell relativ offen was Ort oder Lage angeht oder ob Kauf oder Miete. Was mir wichtig ist, ist nur eine angemessene Größe (3-4 Zimmer) und dass ich nicht Wand an Wand mit Eltern leben muss.
Wie sehr ihr das? Es geht ja hier um eine Zukunftsentscheidung, die jetzt noch gar nicht getroffen werden muss.
Ist das Thema aber trotzdem wirklich durch oder kann es hier nicht nach einiger Zeit noch zu einer Prioritätenverschiebung kommen?!
 
  • #2
Ist das Thema aber trotzdem wirklich durch oder kann es hier nicht nach einiger Zeit noch zu einer Prioritätenverschiebung kommen?!
Es kann immer zu Prioritätsverschiebungen kommen. Auf beiden Seiten.
Wie sehr ihr das? Es geht ja hier um eine Zukunftsentscheidung, die jetzt noch gar nicht getroffen werden muss.
Offenbar habt ihr aber beide schon Entscheidungen dazu getroffen, die nicht kompatibel sind. Eigentlich bleibt Dir nur, es nach angemessener Zeit darauf ankommen zu lassen und im Zweifel auch nachzugeben oder die Beziehung zu beenden.
 
  • #3
Das klingt für mich nicht so, als würde sich seiner Einstellung dazu künftig noch ändern. Da müsstest du im Zweifel warten, bis seine Eltern nicht mehr leben...
Wenn dich das also definitiv stört und du dir ein Wohnen auf so engem Raum nicht vorstellen kannst, dann investiere besser keine Gefühle mehr in diese Beziehung.
 
  • #5
Möp. So einen faulen Kompromiss könnte ich nicht eingehen. Mir geht es wie dir, darüber hinaus denke ich, dass man auf eigenen Beinen gestanden haben muss zur Horizonterweiterung, also jenseits der 30 noch bei den Eltern wäre ein Ausschlusskriterium. (Mein Freund war bis ca. 29 noch zu Hause 😄)

W u40
 
  • #6
Räumliche Nähe zu den (Schwieger-) Eltern kann super sein, kann aber auch erdrückend und damit nicht so super sein. Hängt aus meiner Sicht von den jeweiligen Charakteren bzw. Persönlichkeiten (Stichwort Kontrolle) und den Bedürfnissen (z.B. gemeinsame Zeit, Pflege, Kinderbetreuung) der Betreffenden ab.
Für mich gehören (von den Eltern) getrennte Lebensbereiche zur Abnabelung dazu und ermöglichen mir erst eine autonome Lebensführung.
Ein in dieser Hinsicht so eingestellter Partner käme für mich nicht infrage, aber das vor allem, weil ich bereits Wohn-Erfahrungen mit räumlicher Nähe zur Elterngeneration auf beiden Seiten gemacht habe und mit dieser Konstellation sehr unglücklich war.
„Überwachung“ und „Bewertung“ ist nichts, was ich vor meiner Haustüre brauche.

Deinem Partner kann ich seine Aufrichtigkeit in dieser frühen Phase nur zugute heißen (schreibt man das so?). — Er hat seinen klaren Standpunkt und weicht dir nicht aus oder hält dich hin.
Frauen nehmen gern mal stillschweigend an, dass ER sich ja noch ändern wird, wenn x, wenn y, wenn z, und wundern/ärgern/.. sich hinterher, auch nach Geburt von Kindern, wenn eben nicht. Den Fehler solltest Du nicht machen, wenn Dein Partner schon klar kommuniziert, wo er steht.

Mein Rat: Gehe in Dich und erkunde, welches Bedürfnis hinter Deinem Bauchgefühl, hinter Deiner Ablehnung steht. Welche Gefahr witterst Du? Kann es Kompromisse (z.B. zeitlicher Art) geben? Stimmt sonst alles mit der Beziehung?
Such dann mit Deinem Partner das Gespräch. Mach deutlich, wie existenziell das Problem für Dich, für den Fortbestand eurer Beziehung ist.
Bitte ihn in diesem „ernsten“ Rahmen um neuerliche Betrachtung der Situation und seiner Bedürfnisse darin.
— Ausdrücklich nicht in bedrängender Absicht, sondern zur gemeinsamen Bestandsaufnahme: Hat die Beziehung unter Berücksichtigung der legitimen Bedürfnisse beider Partner eine Zukunft?
 
  • #7
Schwierig!
Wäre es für ihn möglich, in eine entsprechende Wohnung in der Nähe seiner Eltern zu ziehen?
Das wäre jetzt der einzig für mich sichtbare Kompromiss: Größere Wohnung in der Nähe seiner Eltern. Wenn er das nicht möchte, ist Nacht im Schacht.
ErwinM, 52
 
  • #8
Als ich wiederholt ansprach, dass ich mir ein Wohnen mit ihm, aber nicht mit seinen Eltern, vorstellen kann, sagte er zuletzt nur, dass er wegen den Eltern niemals ausziehen könne.
Lass es. Wer mit Anfang 30 noch so an den Eltern hängt wird niemals eine Partnerin als wichtiger erachten. Völlig unabhängig davon wie groß die Wohnung ist. Mach es einfach nicht.
Sonst lesen wir in ein paar Jahren, dass die Eltern sich in alles einmischen und das arme, hilflose Muttersöhnchen keine eigenen Entscheidungen trifft. Schon gar keine Kinder bekommen.
 
  • #9
Hoffe nie darauf, dass ein Partner sich (oder seine Meinungen) ändern wird. Erstens kann das gewaltig in die Hose gehen, und du verlierst viel Lebenszeit und die Chance, einen passenden Partner zu finden.
Zweitens ist eine solche Erwartung unfair. Stell dir vor, er denkt gleich: Sie ist echt toll, aber ich hoffe schwer, dass sie sich noch ändert/ noch umdenkt. Ist kein schönes Gefühl, wenn man dem Partner nicht genügt, so wie man ist/ denkt.
 
  • #10
Das Thema überschattet momentan für mich unsere Liebe. Ich will dies definitiv nicht. Aktuell wird sich seine Meinung dazu aber sicherlich nicht ändern. Ist die Frage, ob es eine Chance gibt, dass er sie in der Zukunft ändern wird, z.B weil dann Frau und ggf. Kind wichtiger wären als (die Meinung der) Eltern. Er hat z.B. auch einen Kinderwunsch. In dieser Wohnung ist ja aber gar kein Platz für ein Kind(erzimmer).
Du schreibst das selbst, dass er seine Meinung nicht ändern wird auch nicht in einem Jahr, auch nicht in 3 Jahren, er ist ein Mama/Vater Eltern Kind, ich sehe zwei Möglichkeiten für dich, das zu akzeptieren, was du nicht willst, oder dich zu trennen, eine dritte Möglichkeit sehe ich nicht!
Auch ich möchte niemals unter dem gleichen Dach von Eltern oder Schwiegereltern mein Leben leben!
Eigentlich bin ich grundsätzlich der Meinung, dass eine Beziehung erstmal wachsen muss und dass man dann erst sehen kann, wie wichtig einem der Partner ist und was man dann bereit ist an Kompromissen einzugehen.
Ich bin prinzipiell relativ offen was Ort oder Lage angeht oder ob Kauf oder Miete. Was mir wichtig ist, ist nur eine angemessene Größe (3-4 Zimmer) und dass ich nicht Wand an Wand mit Eltern leben muss.
Vergiss deine Meinung, er wird sich durchsetzen, du bleibst auf der Strecke!
Wie sehr ihr das? Es geht ja hier um eine Zukunftsentscheidung, die jetzt noch gar nicht getroffen werden muss.
Ist das Thema aber trotzdem wirklich durch oder kann es hier nicht nach einiger Zeit noch zu einer Prioritätenverschiebung kommen?!
Wenn nicht schon jetzt Klarheit herrscht, wird es später niemals Klarheit werden, umgekehrt ist der Fall, es wird mit jedem Tag schwieriger!
 
  • #12
Nichts stimt, bei so einem sturen Mann, das ist ja das Kernproblem!
Such dann mit Deinem Partner das Gespräch. Mach deutlich, wie existenziell das Problem für Dich, für den Fortbestand eurer Beziehung ist.
Bringt nichts!
Hat die Beziehung unter Berücksichtigung der legitimen Bedürfnisse beider Partner eine Zukunft?
Nein, niemals! Die Frau bei so einem Mann muss immer zurück stehen!
Lass es. Wer mit Anfang 30 noch so an den Eltern hängt wird niemals eine Partnerin als wichtiger erachten. Völlig unabhängig davon wie groß die Wohnung ist. Mach es einfach nicht.
So ist das, das größte Problem ist nicht die Wohnung, das größte Problem ist, dass er sich von seinen Eltern nicht abgenabelt hat, insofern hat er nicht gelernt, ein eigenständiger Mann zu sein! Seine Entscheidungen sind immer abhängig, von der Meinung seiner Eltern, so ist das!
Sonst lesen wir in ein paar Jahren, dass die Eltern sich in alles einmischen und das arme, hilflose Muttersöhnchen keine eigenen Entscheidungen trifft. Schon gar keine Kinder bekommen.
100 % Zustimmung!
 
  • #13
Omg! Er sagt es doch selbst, die Beziehung zu seinen Eltern ist sehr eng, d.h. er ist ein Muttersöhnchen! Wenn Konflikte mit den Eltern auftauchen, wird er ganz sicher nicht hinter dir stehen. Auch mit kontrollierendem Verhalten der Eltern musst du rechnen. Tu dir das bloß nicht an!
 
  • #14
Der Mann hat sich nicht abgenabelt, er ist ein Muttersöhnchen. Sexuell maximal unattraktiv. Sich die einen Erwachsenen, er wird sich nicht ändern, Männer sagen nichts durch die Blume, deshalb ist es wichtig, genau das zu hören was sie sagen.
 
  • #15
Ich habe Männer, die mit den Eltern zusammenwohnen, zu meinen Datingzeiten rigoros aussortiert.
Oftmals kocht die Mutter dann auch noch regelmäßig für den Sohnemann, kümmert sich um seine Wäsche ("Meine Mama macht das gern für mich") und es hat einfach keine richtige Abnabelung stattgefunden.
Maximal unattraktiv!
Liebe FS, da ihr ja irgendwann Kinder wollt und nicht ausreichend Platz bei deinem Freund vorhanden wäre, erledigt sich das Problem möglicherweise von selbst.
Ihr seid noch nicht lange zusammen, natürlich kann es mit der Zeit zu einer Prioritätenverschiebung kommen.

w33
 
  • #16
Es kann immer zu Prioritätsverschiebungen kommen. Auf beiden Seiten.

Offenbar habt ihr aber beide schon Entscheidungen dazu getroffen, die nicht kompatibel sind. Eigentlich bleibt Dir nur, es nach angemessener Zeit darauf ankommen zu lassen und im Zweifel auch nachzugeben oder die Beziehung zu beenden.
Ja wobei man auch vereinbaren könnte es zu versuchen mit dem Kompromiss auszuziehen wenn sich die Beziehung gefestigt hat, der Alltag klappt und man Kinder plant.

Ich weiß nicht in wie weit das in Ordnung wäre aber ich finde gerade wenn zwei starre Meinungen
1. Partner: Bleibe im Haus der Eltern wohnen
2. Partnerin: ziehe nicht in eine so kleine Wohnung zu den Eltern des Partners ein

aufeinander treffen sollte man nochmal gemeinsam überlegen ob ein Kompromiss möglich wäre auf beiden Seiten zB.
Wir versuchen es erstmal gemeinsam in der Wohnung im Haus der Eltern (für ein Jahr zB.) und wenn man sich dann noch sicher ist und eingegrooved hat, dann sucht man sich etwas größeres was für die Zukunft langt und für die Kinderplanung optimal ist.

Sollten beide nicht aufeinander zugehen wollen oder gönnen, dann sehe ich hier eher keine Chance auf ein gemeinsames Zusammenleben.

W 27
 
  • #17
Er wohnt mit seinen Eltern in einem Haus (getrennte 2,5 Zimmer-Wohnungen)....
Als ich wiederholt ansprach, dass ich mir ein Wohnen mit ihm, aber nicht mit seinen Eltern, vorstellen kann, sagte er zuletzt nur, dass er wegen den Eltern niemals ausziehen könne.
Du willst da nicht wohnen, er will da nicht weg - ihr wollte aber beide zusammenwohnen mit Partner. Fazit: das geht bei euch nicht und dann könnte ihr euch trennen, weil unvereinbare Lebensvorstellungen. Jetzt hast Du nämlich noch eine Chance auf einen Partner, mit dem geht, was Du gern möchtest.

getrennte 2,5 Zimmer-Wohnungen..... auch die Größe ist mir zu klein.
Warum einem jungen Paare eine 2,5 Zimmerwohnung nicht langt, finde ich nun nicht nachvollziehbar - ok, hängt von der Größe ab 60qm könnte eng sein, aber 80?
Das man nicht die Eltern dauerhaft in der Beziehung haben will finde ich nachvollziehbar.

Klar ist aber, dass 2,5 Zimmer bei Familienvergrößerung nicht langen und dass ihr das gleiche Problem dann in einer viel ungünstigeren Situation habt, d.h. Streit ist garantiert. Darum: jetzt trennen.

da deren Beziehung zueinander sehr eng ist, m.E. etwas zu eng
Siehe oben: trenn Dich jetzt, es geht um unvereinbare Werte und Lebensvorstellungen.

Ist die Frage, ob es eine Chance gibt, dass er sie in der Zukunft ändern wird....
Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass das was ändert. Dann kommen die Phrasen, dass nach dem Krieg kinderreiche Familien in 45qm-Wohnungen gelebt haben und auch glücklich waren.
Machst Du den Fehler, dann stehst Du ohne Mann aber mit Kind/ern da und noch mehr Streit, weil seine Eltern dann auch drin rummixen wegen der Enkel.

Gib es auf, denn ihr habt da einen dauerhaften Zankapfel in eurer Beziehung und warte mal ab, was passiert, wenn die Eltern alt werden.
 
  • #18
Eigentlich bin ich grundsätzlich der Meinung, dass eine Beziehung erstmal wachsen muss und dass man dann erst sehen kann, wie wichtig einem der Partner ist
Nein, muss man nicht, denn hier geht es um emotionale enge Verbindungen, ein Haus, was genau für den Zweck so gebaut wurde. Daran ändert sich nichts.

Was mir wichtig ist, ist nur eine angemessene Größe (3-4 Zimmer) und dass ich nicht Wand an Wand mit Eltern leben muss.
Ich bin der Meinung, dass kein junges Paar ohne Kinder jahrlang überdimensionierten Wohnraum finanzieren sondern Vermögen bilden sollte. Grad was Miete angeht, sich mieten, was es in der jeweiligen Lebenssituation braucht. Sind Kinder da, kann man in eine Familienwohnung wechseln.

Mit den Eltern gebe ich Dir recht: wollte ich nie und habe ich darum nie gemacht.
Wobei, als es bei meiner Schwiegermuter problematisch wurde, hätte sie gern bei uns leben können. Sie war ein echtes Goldstück.

Ist das Thema aber trotzdem wirklich durch oder kann es hier nicht nach einiger Zeit noch zu einer Prioritätenverschiebung kommen?!
Das Thema ist durch seinerseits. Also bleibt nur noch Deine Prioritätenänderung. Willst Du?

Deine besten Jahre für Patnersuche mit Familiengründung hast Du bereits hinter Dir. verschwende nicht noch mehr Zeit mit dem falschen Mann für Deine Lebensvorstellungen.
Er bleibt da wohnen, auch wenn Du schwanger bist.

Ich habe Männer, die mit den Eltern zusammenwohnen, zu meinen Datingzeiten rigoros aussortiert.
Habe ich schon mit 20 gemacht, weil klar war, dass da eine Unselbstständigkeit und Bequemlichkeit in der Lebensführung vorliegt, die ich mir bei keinem Partner vorstellen kann und will.

Ja wobei man auch vereinbaren könnte es zu versuchen mit dem Kompromiss auszuziehen wenn sich die Beziehung gefestigt hat, der Alltag klappt und man Kinder plant.
Nein, denn dann hängt man emotional tief drin und der einzig mögliche Kompromiss kommt von der FS: dass sich nichts mehr ändert und alles bleibt wie es ist.
Sie steht allein der Partner-Eltern-Phalanx gegenüber.

Das Klügste ist: den elementaren Werteunterschied in einem ganz wichtigen Punkt erkennen, dessen Unveränderlichkeit akzeptieren und die Sache beenden.
sollte man nochmal gemeinsam überlegen ob ein Kompromiss....
Wir versuchen es erstmal .... wenn man sich dann noch sicher ist
Die FS ist Anfang 30. Genau so vertun Frauen ihre Jahre für die Familiengründung und stehen dann ohne Familie da.

Die Beziehung ist jetzt nicht unsicher, Unsicherheit bringt die Unvereinbarkeit der Wohnwünsche rein. Dein Vorschlag löst ein nicht bestehendes Problem und schafft damit mehr Probleme.
 
  • #19
Ich würde sagen: Nicht kompatibel. Und ob sich da die Meinung von einem von euch noch ändert, darauf würde ich nicht wetten.
Mir wäre es auch nichts, mit zu den Schwiegereltern zu ziehen; höchstens, wenn ich mich extrem aufgenommen fühlen würde in der Familie. Bisher hätte ich das bei keiner Schwiegerfamilie meiner Partner gemacht. Und ich würde das auch nie von meinem Partner verlangen, würde ich noch mit meinen Eltern unter einem Dach wohnen. Ich finde es schon zu unflexibel, wenn einer schon sagt, er würde auf gar keinen Fall umziehen oder so. Man weiß doch nicht, was im Leben noch so passiert und ich finde es schöner, wenn man da gemeinsam sagen kann, wir suchen eine schönere Wohnung oder kaufen jetzt was zusammen oder ziehen doch eine andere Stadt, die uns besser gefällt.
Mein Ex hatte vor, später in die Doppelhaushälfte neben seinem Vater zu ziehen. Mir war das schon wie ein Damoklesschwert, nicht mal wegen den Eltern, sondern weil man dort ein Auto benötigte und ich das Haus hässlich fand. Eins der Dinge, die ich bei der Trennung gut fand, war, dass ich mich damit nicht mehr auseinandersetzen musste :D
w, 38
 
  • #20
Dann kommen die Phrasen, dass nach dem Krieg kinderreiche Familien in 45qm-Wohnungen gelebt haben und auch glücklich waren.
Haha ja das stimmt.

In Frankreich schliefen wir vier Kinder auch in einem Kinderzimmer in zwei Stockbetten. War ganz normal und lustig für uns Kinder.
Wir hatten viel Spaß.

Da wir alle paar Jahre umgezogen sind hat sich das auch immer wieder mal verändert - mal in einem Haus, dann wieder in einer Wohnung - aber immer neben einer internationalen Kaserne 😁.

Ein eigenes Zimmer brauchen die Kinder sowieso erst wenn sie größer werden - im Teenageralter ganz wichtig - da brauchen und wollen die ihre Privatsphäre.
Aber kleine Kinder können auch die ersten zwei Jahre im Schlafzimmer der Eltern schlafen - bei Mama und Papa im Bett ist es sowieso am schönsten und kuscheligsten 😉.

Von daher - ihr kennt euch erst 6 Monate - zieh doch erstmal probeweise bei ihm ein. Du kannst doch erstmal deine Wohnung behalten falls es gar nicht klappt.
Und wenn dann Hochzeit und Familiengründung anstehen sollte, kann man immer noch umswitchen.

Wir hatten bis zum zweiten Kind auch nur 62qm, der Umzug in die größere Eigentumswohnung fiel genau in die Woche wo ich im Krankenhaus meinen Sohn zur Welt gebracht habe (er kam drei Wochen zu früh).

Mir war es Recht. Ich konnte mich im Krankenhaus von den Strapazen der Geburt erholen, die Männer der Familie haben den Umzug alleine gestemmt.
Als ich aus der Klinik kam war alles neu.
Neues Baby und neue schicke Wohnung 😂.
 
  • #22
Offene Karten zu Beginn einer Beziehung finde ich persönlich gut. Und ich kann dir sagen - wenn Kinder da sind und klar ist, wo die Grenzen sind, kann es für ein Paar herrlich sein, die Großeltern bei der Betreuung miteinzubeziehen. Ich würde erst mal abchecken, ob es ein Abnabelungsproblem gibt oder ob der Typ nur familienbewusst, aber selbstständig ist. Außerdem, ob/ inwiefern du mit ihnen auskommst und sie dich respektieren.
Wenn alles positiv ausfällt, ließe ich den Dingen ihren Lauf. Kinder sind so fordernd, dass Großeltern tatsächlich m.E. entlastender sind als eine noch so große Wohnung. Unser Sohn legt jetzt mit 5 Wert auf ein eigenes Zimmer. Vorher war er immer bei/ mit uns in einem Zimmer... Was hätte ich manchmal für Großeltern gegeben, denen man den kleinen Mann schnell mal runterschicken kann und in der Zeit in Ruhe zusammen Kaffee trinken oder ein Mittagsschäfer/Schläferstündchen schieben...
Faktum ist: Es hängt von den Schwiegereltern ab. Und von dem Verhältnis, das dein Partner mit ihnen unterhält. Und glaub mir: Eine 2,5 Zimmer Wohnung wird irgendwann Fakten schaffen ;-)
 
  • #23
Ganz lieben Dank für die vielen Antworten und Perspektiven...
Zu der oft gestellten Frage: Das Haus in dem er lebt ist nicht das Elternhaus. Er hat vorher schon ca.10 Jahre mit einer Partnerin alleine in einer anderen Stadt gelebt. Insofern hatte er sich schon abgenabelt und war selbstständig...
 
  • #24
Wir versuchen es erstmal gemeinsam in der Wohnung im Haus der Eltern (für ein Jahr zB.) und wenn man sich dann noch sicher ist und eingegrooved hat, dann sucht man sich etwas größeres was für die Zukunft langt und für die Kinderplanung optimal ist.
Ich bin nicht so sicher, ob sie dann einmal im Haus hängt und es gerade wegen der Eltern, dem hohen Gras im Garten oder dem schlechten Wetter ungünstig wäre, umzuziehen...
Außerdem ist es sicher nicht so einfach, den Eltern zu erklären, dass man dann doch nicht mehr dort wohnen möchte, wenn doch noch keine Kinder da sind oder die klein sind oder die Großeltern ja gerne aufpassen etc. Ob sie dann irgendwann in alles mögliche reinreden ist auch unklar.
Es ist pure Sozialromantik, dass ja eine kleine Wohnung schön kuschelig ist und Kinder gerne bei den Eltern im Schlafzimmer schlafen. Ja, tun sie. Aber die Eltern wollen ja auch noch eine Beziehung führen.

Hinzu kommt, Eltern brauchen irgendwann Pflege und wenn man schonmal im Haus ist...
Als Kompromiss würde ich eher eine eigene Wohnung in erreichbarer Entfernung sehen.
Sollten beide nicht aufeinander zugehen wollen oder gönnen, dann sehe ich hier eher keine Chance auf ein gemeinsames Zusammenleben.
Sehe ich auch so.
 
  • #25
Oh, schön! Französisch ist meine Muttersprache, ich habe auch schöne Kindheitserinnerungen an meine Zeit dort.
Sprichst du die Sprache noch?

w33
Ja klar, ich arbeite ja auch als Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch und Französisch.
Mein Papa war Verbindungsoffizier zu den Franzosen, Norwegern und Amerikanern (nacheinander) bei der NATO, wir sind alle vier Jahre umgezogen.
Kaum hatte ich mich in die neue Schule integriert und neue Freunde gefunden, mussten wir auch schon wieder umziehen.

Ich habe keine Freunde mehr aus der Jugend, schade eigentlich. Aber aufregend war es schon, nur meine Mutter war immer genervt dass wir schon wieder umziehen mussten. Obwohl ja die Bundeswehr den Umzug organisiert hat.
Fühle mich heute noch irgendwie heimatlos 😆

Heimat ist für mich dort wo wir herkommen und wo wir eines Tages hingehen (unsere Seele).
Aber das ist ja wieder ein anderes spirituelles Thema....😉
 
  • #26
Er hat vorher schon ca.10 Jahre mit einer Partnerin alleine in einer anderen Stadt gelebt. Insofern hatte er sich schon abgenabelt und gwar selbstständig...
Du versuchst grad einem Strohhalm in der Hand als Schwimmhilfe zu benutzen. Damit wirst Du nicht weit kommen.

Die Betonung liegt auf war = Vergangenheitsform.
Es ist normal das man sich in jungen Jahren, also so um die 20 ausprobiert, auch rausfindet was man nicht mehr will und mit 30 herausgefunden hat, wie man leben will und das tut.

Insofern ist 10 Jahre woanders mit einer Partnerin gelebt zu haben und schon vor einigen Jahren wieder heim zu den Eltern zu ziehen, sowie sich darin Dir gegenüber klar zu positionieren hinsichtlich seiner Wohnwünsche eher eine ungünstige als günstige Entwicklung.

Er hatte sich abgenabelt, hat ihm nicht gefallen und darum hat er sich wieder angenabelt und will das auch bleiben.

Wenn Du nicht total enttäuscht werden und Dich nicht in einem Leben wiederfinden willst, das Du nicht leben willst, dann interpretiere besser nicht an seinen Aussagen rum, nimm sie wörtlich.
Verwische nicht Deine Wünsche mit der Wirklichkeit oder umgekehrt. Er macht es so wie er sagt, weil er ganz klar sagt, wie er leben will und weil er emotional eng mit seinen Eltern ist.

Wenn Du nicht mitmachst: er hatte schonmal eine Frau, die es auf Zeit mitgemacht hat und wird daraus setzen, dass er wieder eine findet.
Besser er ändert den Partner als sein Leben ist die Devise von garnicht so wenigen Menschen und das ist ihr gutes Recht.
 
  • #27
sagte er zuletzt nur, dass er wegen den Eltern niemals ausziehen könne
Das ist schon eine extreme Ansage.

Was soll denn „niemals“ heißen, das ist ja auch sehr unrealistisch.. wer kann schon alle Eventualitäten absehen? Gerade auch im Zusammenhang mit Kinderwunsch.
Und was meint er mit „können“ - wenn er derartig an Ihnen hängt, ist das ja auch starker Tobak. Eigentlich ist so jemand kein vollwertiger Partner.
Wenn es um Pflegeaspekte ginge, würde ich es allerdings anders sehen.

Verbiegen kannst du dich nicht. Deine Sichtweise und deine Gefühlslage teilst du sicher mit der Mehrheit. Ich fürchte, das wird nichts mit ihm - ER müsste dir ja einen klaren Kompromissvorschlag machen, es ist eine große Zumutung für dich, dass du jetzt „die Böse“ spielen musst, die einen Keil zwischen ihn und seine Eltern treibt, während er einfach borniert auf seiner Position verharrt.

Du wirst dich - zumindest erst mal als Beziehungspause - von ihm trennen müssen. Ohne weiteres Diskutieren. Sag ihm, dass du dir alles überlegen musst. Aber eigentlich müsste er in dieser Pause initiativ werden - wenn du ihm wichtig bist.
 
  • #28
In jung hätte ich gesagt:
Wenn man länger zusammen ist, verschiebt sich einiges und man findet Kompromisse.

Heute in älter sage ich: hier nicht weiter ins Lieben und Hoffen kommen.

Das war kein lapidar schnöseliger Satz...a la: ist doch schön hier...der irgendwann mal fiel.

Ihr hattet das Thema bereits ernsthaft besprochen.
 
  • #29
Ja klar, ich arbeite ja auch als Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch und Französisch.
Mein Papa war Verbindungsoffizier zu den Franzosen, Norwegern und Amerikanern (nacheinander) bei der NATO, wir sind alle vier Jahre umgezogen.
Kaum hatte ich mich in die neue Schule integriert und neue Freunde gefunden, mussten wir auch schon wieder umziehen.
Das klingt nach einer spannenden, aber auch herausfordernden Kindheit!
Deine Berufswahl war ja dann quasi vorprogrammiert, wenn du schon als Kind so viel gereist bist 🙂

w33
 
  • #30
Was soll denn „niemals“ heißen, das ist ja auch sehr unrealistisch.. wer kann schon alle Eventualitäten absehen? Gerade auch im Zusammenhang mit Kinderwunsch.
Man kann das schon so sehen und sich einfach verantwortlich fühlen. Eine Frage der Prioritäten. Die eben dann Sprengstoff für Beziehungen sind.
Eigentlich ist so jemand kein vollwertiger Partner.
Eben.
Wenn es um Pflegeaspekte ginge, würde ich es allerdings anders sehen.
Warum? Sollte man für pflegebedürftige Eltern seine Familie in einer 2,5-Zimmer-Wohnung unterbringen und sich eine Frau suchen, die bei Pflege unterstützt?
Die Perspektive, mit genügend Platz Eltern mit zu unterstützen, ist unter den passenden Umständen anstrengend, aber machbar. Die, sein eigenes Leben zu sehr am Wohl der Eltern zu orientieren, ist aus meiner Sicht nicht besonders sinnvoll.
 
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