Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  • #1

Untreue - woran merkt man, dass der Partner einen betrügt?

Unerklärliche Überstunden, verdächtig gute Laune, Geheimniskrämereien ums eigene Handy - welche Zeichen verraten einem, dass mit dem Partner irgendetwas nicht stimmt?

Im aktuellen Magazinartikel thematisieren wir Anzeichen, die zwar kein eindeutiges Warnsignal für Untreue sind, die aber anzeigen, ob Sie Ihre Beziehung, die Bedürfnisse des Partners und sein ungewöhnliches Verhalten einmal genauer unter die Lupe nehmen sollten.

Was sind Ihre Erfahrungen? Sind Sie Ihrem (Ex-)Partner bereits auf die Schliche gekommen und wenn ja wie? Oder waren Sie derjenige, der ertappt wurde? Und kann man Untreue eigentlich vorbeugen?
 
  • #2
Ein wirklich guter, fundierter Magazinartikel -- Glückwunsch. Ich finde die Tipps dort wirklich gut. Allen voran der zentrale Tipp, dass man seinen Partner einfach direkt darauf anspricht.

Ganz allgemein kann man auch sagen, dass fast alle plötzlichen Verhaltensänderungen ein Warnzeichen sind und hinterfragt werden sollten. Nicht übertrieben misstrauisch oder eifersüchtigm, aber eben als Warnzeichen abgecheckt werden.

Nur bezüglich Handy habe ich eine andere Meinung: Da ist spionieren schon erlaubt, wenn es konkrete Warnzeichen gibt. Wer mit seinem Handy Heimlichtuerei betreibt, der hat etwas zu verbergen. Das ist nie harmlos, sondern immer ein Warnsignal, das es zu beachten gilt.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Wer mit seinem Handy Heimlichtuerei betreibt, der hat etwas zu verbergen.

Ja, zum Beispiel ganz normale Geschäftskontakte, die – falls vom anderen Geschlecht – gerne als heimliche Liebschaften interpretiert werden, was einfach nur nervt.

Das ist nie harmlos, sondern immer ein Warnsignal, das es zu beachten gilt.

Genau. Auch übertriebene Eifersucht kann eine Beziehung zerstören, warum also nicht vorbeugen und falsche Verdächtigungen nach Möglichkeit gar nicht erst zulassen?!
 
  • #4
Ich schätze, gerade veränderte Sexualgewohnheiten, epische Erklärungsversuche und ungewohnte Waschgewohnheiten sind die stärksten Alarmsignale. Absolut aufpassen in solchen Momenten -- und Ansprechen ist fast immer die richtige Devise. Dabei vorallem auf Körpersprache achten. Es hilft natürlic, sich gut zu kennen und zu wissen, wie der andere sich verhält, wenn ihm unwohl ist, er eventuell flunkert oder schummelt. Dann erkennt man die Alarmsignale besser.
 
G

Gast

Gast
  • #5
ein untrügliches zeichen für mich ist:
wenn ER so unverbindlich und schwammig wird, wenn es um eine gemeinsame zukunft von uns beiden geht..
ER reagiert mit ausflüchten, agressiv & genervt, vorwurfsvoll, änderungswünschen meiner persönlichkeit..
 
  • #6
Ja, zum Beispiel ganz normale Geschäftskontakte, die – falls vom anderen Geschlecht – gerne als heimliche Liebschaften interpretiert werden, was einfach nur nervt.
Man spricht doch über Kollegen und Beruf. Da sollte es keine Geheimnisse geben und somit alles klar sein. Allerdings sollte eben auch der Stil, mit dem man mit Geschäftskollegen kommuniziert, niveauvoll und professionell sein.

Genau. Auch übertriebene Eifersucht kann eine Beziehung zerstören, warum also nicht vorbeugen und falsche Verdächtigungen nach Möglichkeit gar nicht erst zulassen?!
Genau so ist es. Vorbeugen, falsche Verdächtigungen vermeiden und vorallem die Anlässe für falsche Verdächtigungen vermeiden. Wer offen und fair spielt, hat nichts zu befürchten.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Meistens merkt man das nur an Indizien. Und erst wenn diese nicht mehr zu leugnen sind rücken die Betreffenden mit der Sprache raus, mittels Salami Taktik. Die, die alles sofort oder von alleine beichten sind leider selten.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Und es gibt auch den Typ von Mann/Frau, der/die so intelligent und psychologisch clever ist, dass man absolut keine Anhaltspunkte für Untreue vermutet und spürt. Leider.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Vorbeugen, falsche Verdächtigungen vermeiden und vorallem die Anlässe für falsche Verdächtigungen vermeiden. Wer offen und fair spielt, hat nichts zu befürchten.

Doch. Nicht jeder ist in der Lage, Mailspam als solchen zu erkennen. Ich habe keine Lust, meiner Freundin jedes Mal ihre Verdächtigungen auszureden, wenn wieder mal eine "hallo Süßer" Mail eingeht, weil ein Geschäftspartner, mit dem ich maile, sich auf seinem PC einen Virus eingefangen hat. Also vermeide ich es, daß sie meinen Maileingang mitliest. Das macht mich noch lange nicht zum Fremdgänger.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Der zentrale Tipp, den anderen direkt darauf anzusprechen, taugt meistens nicht viel. Wer fremdgeht, ist sich auch nicht zu schade dem Partner ins Gesicht zu lügen. Selbst Indizien werden wortreich erklärt und verharmlost. Meistens wird erst alles zugegeben, wenn eindeutige Beweise da sind.
Menschen, die ein Fremdgehen sofort zugeben, wenn sie darauf angesprochen werden, sind extrem selten.
Das Handy wie einen Schatz zu hüten ist ein deutliches Warnsignal. In der "Vor-Handy-Zeit" waren es plötzliches Hörerauflegen, wenn man beim Telefonieren "ertappt" wurde und Anrufer, die sofort auflegen, wenn der Falsche an den Apparat geht. Neue modische Klamotten, neuer Haarschnitt, neues Hobby ohne Partner, Überstunden, unnatürlich häufige Tagungen/Fortbildungen sind weitere Indizien. Oder auch schwindendes Interessse an gemeinsamen Unternehmungen und Urlaub.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Frauen genießen Männerfreundschaften und Männergesellschaft,gestehen aber im umgekehrten Sinne dem Partner meistens keine weiblichen Frauenfreundschaften zu.Schnüffeln egal ob Handy oder sonst wo,dulde ich garnicht,wenn das Vertrauen nicht steht,beende ich die Beziehung.Verheiratet bin ich nicht und meine Eigenständigkeit läßt es auch zu,also habe ich als Mann keine von Frau inszenierten gesetzlichen Konsequenzen zu fürchten.
Ich laß mir nicht jede weibliche Freundschaft oder weiblich kollegialen Kontakt durch Eifersucht der Partnerin verbieten.
Ich habe eh schon einen Job mit wenig weiblichen Kolleginnen oder Kundenkontakt,warum sollte ich mich in eine von der Partnerin auferlegte kommunikative und freizeitliche "Isolierhaft" drücken lassen.
Ich hatte einmal eine Partnerin,die war sogar eifersüchtig auf die kleine Tochter einer platonischen Freundin(sie kannte sie auch)von mir,nur weil sie mir ein kleines Geschenk gemacht hat,einfach verrückt!
Frauen meinen immer sie haben den siebten Sinn für Untreue des Partners und können sich daher nicht vorstellen,daß es auch solche Männer gibt.Frauen steiten Fremdgehen viel wehementer als Männer ab,Männer geben es oft dann zu,Frauen verlassen dann lieber "sauber"die Beziehung.

m49
 
G

Gast

Gast
  • #12
Nur bezüglich Handy habe ich eine andere Meinung: Da ist spionieren schon erlaubt, wenn es konkrete Warnzeichen gibt. Wer mit seinem Handy Heimlichtuerei betreibt, der hat etwas zu verbergen. Das ist nie harmlos, sondern immer ein Warnsignal, das es zu beachten gilt.

Richtig, deswegen reicht es auch nicht, im Handy zu spionieren. Das kann man alles löschen. Regelmässig die Abrechnung überprüfen auf Telefonnummern, Gesprächsdauer und Häufigkeit der Nummer. Am besten noch ein Peilsender im absatz, dann kann gar nichts mehr schiefgehen.
Wer schon in fremden Handys spioniert, der muss sich nicht wundern, wenn der Partner untreu wird.
 
G

Gast

Gast
  • #13
Aus eigener (leidvoller) Erfahrung:

- Heimlichkeiten, besonders mit dem Handy. Wenn vorher das Handy offen rumlag und plötzlich überallhin mitgenommen wird, wenn der Partner zum telefonieren rausgeht und nicht sagt, mit wem er gesprochen hat. Oder auch, wenn man den Partner selbst nicht mehr am Telefon erreicht, was vorher immer der Fall war. Im Verdachtsfall (und nur dann) bin ich auch fürs Schnüffeln.

- aggressive Reaktionen, wenn man ganz harmlose Fragen stellt: Wie war dein Tag? Wer war denn am Telefon? usw. Ein offenes Gespräch hat meiner Meinung nach nur den Sinn, etwas aus der Reaktion des Partners ableiten zu können. Ein Fremdgeher, der seine Beziehung nicht aufgeben will, wird hier kaum die Wahrheit sagen.
 
  • #14
Gast 7 hat leider nicht ganz unrecht. Es gibt so ausgekochte Exemplare, die lügen können, ohne dass man es ihnen anmerkt. Aber diese sind glücklicherweise selten!
Normalerweise merkt man Menschen unserer Kultur an, wenn sie lügen. Körpersprache, Augenkontakt, Stimmenführung, Wortwahl etc. verraten meistens den Übeltäter. Es gibt psychologische Forschung darüber, und in der Kriminalistik ist das Entlarven von Lügen eine eigene Disziplin.
Es ist bestimmt auch enervierend und vollkommen destruktiv, wenn - wie Gast 8 es beschreibt - die Partnerin dauernd falsche Verdachtsmomente beschreibt. Das tut einer Partnerschaft auf Dauer nicht gut, und man schützt sich natürlich.
Ich denke, dass man letzten Endes ein gutes Bauchgefühl für seinen Partner und die Situationen haben sollte und auch kognitiv vorgehen sollte. Verstand und Gefühl sind gefragt.
Veränderungen im Verhalten können immer Alarmsignale sein, müssen es aber nicht sein. Eine Kommunikationssituation ist ja auch immer eine Sache von Empfänger und Absender. Vielleicht hat man sich selber verändert, sodass eine andere Wahrnehmung entstanden ist ?
Hinterfragen, Verstand und Gefühl klar und deutlich benutzen und nicht zu schnell übereifrig und damit destruktiv reagieren. Beobachten, Distanz bewahren und auch nicht naiv sein.
Das wären meine Ratschläge.
 
  • #15
Wer schon in fremden Handys spioniert, der muss sich nicht wundern, wenn der Partner untreu wird.

Meistens spioniert keiner ohne Grund, sondern dann, wenn es Anhaltspunkte dazu gibt. Meistens kommt erst das Fremdgehen, dann das Spionieren.

@m49
Ich glaub es gibt auch solche Männer, aber mit denen hast Du noch keine Beziehung geführt und kannst deshalb nicht viel dazu sagen. Ich kenne ein paar Männer, die ihren Frauen am liebsten einsperren würden.

Ein Fremdgeher, der seine Beziehung nicht aufgeben will, wird hier kaum die Wahrheit sagen.

Genau deshalb sollte man bei sich häufenden Kuriositäten schnüffeln.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Ein wirklich guter, fundierter Magazinartikel -- Glückwunsch. Ich finde die Tipps dort wirklich gut. Allen voran der zentrale Tipp, dass man seinen Partner einfach direkt darauf anspricht.
... finde ich ziemlich blauäugig .. wenn jemand Dreck am Stecken hat, wird er den Teufel tun und beim ersten Gefragt-werden reumütig die Karten auf den Tisch legen.
Oft ist es doch wirklich so, dass erst Beweise her müssen.

Aber mal ehrlich: Ich würde durchdrehen, wenn mein Partner z.B. mein Handy ausspioniert - nicht etwa, weil ich etwas zu verbergen habe, sondern weil ich auch in einer Partnerschaft etwas Privatsphäre haben möchte.
Das ist das Mindestmaß an Vertrauen, was ich von meinem Partner verlange.

---> an FS:
Das mit der unbegründet guten Laune finde ich ehrlich gesagt verdächtig. Wenn es was "zu feiern gibt", teilt man das für gewöhnlich mit seinem Partner.
Aber dreh nicht gleich durch!
 
G

Gast

Gast
  • #17
Das Bewachen des Handys ist heutzutage ein sehr gutes Indiz für Heimlichkeiten. Auffällig ist auch, wenn der Partner auf einmal zwei (oder mehr) Handys besitzt und parallel benutzt.
Wenn solche Verdachtsmomente bin ich auch dafür, sich Klarheit zu verschaffen. Kontrolle ist besser als vera.....t zu werden. Schließlich wär e durch ein Fremdgehen des Partners MEINE Gesundheit auch gefährdet. Und das möchte ich nicht. Wer weiß, was so einer an Krankheiten anschleppt. Zumindest möchte ich die Wahl haben, ob ich mich diesem Risisko aussetze.
 
  • #18
Meistens fühlt man es doch instinktiv, wenn der Partner fremd geht, und oben genannte Indizien geben einen zusätzlichen Hinweis.

Ich glaube, wer auffällig empört ist über Schnüffelei im Handy, hat einfach nur Angst, ertappt zu werden. Ansonsten gibt es keinen Grund zur Heimlichtuerei. Mein Handy liegt offen herum, seines auch. Da MUSS dann sowieso keiner spionieren.
Im Verdachtsfall finde ich es direkt gut, mal genauer zu schauen. Meistens kommt dann leider die traurige Wahrheit ans Licht, und dann war es sogar gut, es getan zu haben. Verar.... muss sich niemand lassen!
 
G

Gast

Gast
  • #19
Gibt es tatsächlich so viele FremdgängerInnen, deren Ursprungsbeziehungen so wunderbar intakt, rund und stimmig sind? Mit viele gemeinsame Aktivitäten, aufregendem Sex, emotionalem Umgang miteinander, offenen Gespräche über Gott & die Welt usw.? Wo sich nie Unzufriedenheiten äußern (über die besser geredet werden sollte)?

Wenn dem so ist - dann merkt es der andere sicher auch nicht am wiederholten Duschen oder einigen Überstunden. Aber in aller Regel ist es eben nicht so, sondern zumeist will der "Betrogene" einfach nicht wahrhaben, dass die Dinge längst in Schieflage sind. Will Hinweise des Partners nicht registrieren - solange diese noch Hinweise sind.

Ein "Betrug" fällt nicht vom Himmel, sondern ist immer ein Resultat daraus, dass die Beziehuung schon längere Zeit nicht mehr richtig funktioniert. Und DAS kann man durchaus merken!
 
G

Gast

Gast
  • #20
Im Handy des Partners zu spionieren scheint ein weibliches Phänomen zu sein - ich (m28) habe das noch nie von meinen Freunden gehört wohl aber über deren Freundinnen und auch selbst schon erfahren müssen. Ich persönlich hasse es, denn es zeigt mangelnden Respekt für die Privatssphäre des anderen, mangelndes Vertrauen aus der eigenen Unsicherheit heraus und stellt für mich einen Vertrauensbruch dar.
 
G

Gast

Gast
  • #21
Meistens spioniert keiner ohne Grund, sondern dann, wenn es Anhaltspunkte dazu gibt. Meistens kommt erst das Fremdgehen, dann das Spionieren.

„In deiner Jackentasche war die Quittung einer 45 Cent Marke, wem schreibst du denn heimlich Postkarten?” - Niemandem, der Automat spuckt eine 10 Cent Marke als Wechselgeld aus, wenn man die Münzen für den Kompaktbrief nicht passend hat. Folglich brauchte ich für den nächsten Geschäftsbrief nur 45 Cent.

Aber ich hasse nichts mehr als diese konstruierten „Indizien” für angebliches Fremdgehen. In diesem Fall ging es gerade noch einmal gut. Eine andere, die ich einmal sehr geliebt habe, zeigte sich verletzt, schwieg aber verbissen, es war der Anfang vom Ende.

Für manche Menschen gehört es zum Wesen einer Partnerschaft, daß der andere ihnen zu 100% vertraut. Ist das nicht der Fall, sinkt die Hemmschwelle fürs Fremdgehen auf Null, man ist ja eh schon verdächtig, also kann man es auch tun: ausgleichende Gerechtigkeit.
 
  • #22
„In deiner Jackentasche war die Quittung einer 45 Cent Marke, wem schreibst du denn heimlich Postkarten?”

Diesen Fund als Einzelereignis als Verdacht des Fremdgehens zu interpretieren ist übertrieben. So sollte man auch nicht fragen. Man hätte normal fragen können, wem man denn gedenkt zu schreiben oder im lockeren Ton ob man überhaupt jemanden eine Postkarte schreiben möchte? Wenn man will, könnte man dem Anderen sogar Desinteresse vorwerfen, warum er nicht fragt. "Interessiert Dich gar nicht wem ich schreibe?" Das Wort "heimlich" ist auch unangebracht. Wer sagt denn, dass Du ihr nicht in der nächsten Zeit gesagt hättest, wer der Adressat ist bzw. hätte sie die geschriebene Postkarte sehen können.

Für manche Menschen gehört es zum Wesen einer Partnerschaft, daß der andere ihnen zu 100% vertraut.

Für andere wiederum gehört es dazu, dass der Andere zu 100% treu ist. Beide Sachen schließen sich nicht aus. Wobei 100% Vertrauen schon leicht in Richtung Naivität geht, wenn der Andere sich verändert.

Ist das nicht der Fall, sinkt die Hemmschwelle fürs Fremdgehen auf Null, man ist ja eh schon verdächtig, also kann man es auch tun: ausgleichende Gerechtigkeit.

Bei manchen ist man direkt verdächtig ohne Zwischenfälle. Das ist übertrieben. Wenn man aber sein Handy versteckt, aggressiv reagiert bei normalen Fragen usw. macht man sich verdächtig und dann kann man dem Anderen nicht vorwerfen, er mache etwas falsch, wenn er sich die Sache genauer anschaut. Normalerweise bekommt das der Handybesitzer gar nicht mit. Wenn nichts ist, wird reingeschaut und gut. Deshalb versteh ich auch nicht, wie man überhaupt mitbekommt, dass der Andere im eigenen Handy war. Da muss man sich schon sehr ungeschickt angestellt haben.

mangelndes Vertrauen aus der eigenen Unsicherheit heraus

Diese Unsicherheit kann durch die andere Person entstehen und muss nicht direkt vorhanden sein und wäre somit in Ordnung und menschlich.

Richtig, deswegen reicht es auch nicht, im Handy zu spionieren.

Viele tun es nicht, weil sie nicht denken, dass der Partner nachguckt.

Ein "Betrug" fällt nicht vom Himmel, sondern ist immer ein Resultat daraus, dass die Beziehuung schon längere Zeit nicht mehr richtig funktioniert. Und DAS kann man durchaus merken!

Jetzt gibt es aber auch Menschen, die fremdgehen, wenn die Beziehung nicht merklich schlecht läuft.

Ich finde die Regel gut: Schnüffeln, wenn etwas dauerhaft komisch erscheint, ansonsten nicht. Fragen wo man war und was man getan hat, ist kein schnüffeln, muss man aber auch nicht jedes Mal machen, weil das als Kontrolle interpretiert werden kann. Zudem kann der Partner von allein sagen, was er erlebt hat. Es gibt ja noch so etwas wie ein Mitteilungsbedürfnis.
 
G

Gast

Gast
  • #23
Das ist das Mindestmaß an Vertrauen, was ich von meinem Partner verlange.

Richtig. Das Ausspionieren entzieht einer Partnerschaft so gründlich die Basis, daß man keinen Grund mehr hat, loyal zu bleiben. Fremdgehen ist dann plötzlich nicht mehr schlimm. Man fühlt sich nicht mehr zur Treue verpflichtet, wozu auch, es macht ja keinen Unterschied mehr.
 
G

Gast

Gast
  • #24
Im aktuellen Magazinartikel thematisieren wir Anzeichen

So ist es recht, als wenn wir unter unbegründeter Eifersucht leidenden Männer nicht schon genug Ärger hätten mit dem, was die Phantasie unseren Frauen eingibt. Das letzte was wir brauchen ist eine Anleitung, was man uns noch so alles als „Verdacht” unter die Nase reiben könnte.

Da habe ich z.B. eine Kundin, die jeden Tag anruft, wie denn der Bearbeitungsstand ihres Auftrags ist bzw. ob denn die Ware eingegangen ist, obwohl ich ihr deutlich gesagt habe, ich würde mich bei ihr melden, wenn es etwas Neues gibt. Aus purer Notwehr gehe ich, wenn sie es wieder ist, einfach nicht mehr ran.

Ein klares Indiz für Fremdgehen.
 
G

Gast

Gast
  • #25
#22 Wo fängt für dich denn "Ausspionieren" an. Manche Männer flippen schon aus, wenn sie von ihrer Partnerin nur gefragt werden, warum sie eine halbe Stunde zu spät kommen, selbst wenn einfach nur aus Interesse und nicht aus Misstrauen gefragt wird.
Ausspionieren fängt immer erst an, wenn konkrete Verdachtsmomente und Ungereimtheiten entstehen (einzige Ausnahme: krankhaft eifersüchtige Personen. Aber das ist hier nicht das Thema.).
Wenn mein Partner auf einmal sein Handy nicht mehr achtlos rumliegen lassen würde, was er normalerweise macht, dann käme mir das seltsam vor. Ich würde dann auch auf andere Signale achten. Und ich würde mir Gewissheit verschaffen, auch durch Schnüffeln. Ich lasse mich nicht vera......!
Wer etwas zu verbergen hat, hat meistens ein schlechtes Gewissen. Und wenn man ihm auf den Zahn fühlt, reagiert er aggressiv.
 
G

Gast

Gast
  • #26
Richtig. Das Ausspionieren entzieht einer Partnerschaft so gründlich die Basis, daß man keinen Grund mehr hat, loyal zu bleiben. Fremdgehen ist dann plötzlich nicht mehr schlimm. Man fühlt sich nicht mehr zur Treue verpflichtet, wozu auch, es macht ja keinen Unterschied mehr.

Geht's noch unreifer?
Klingt ein bißchen wie Seitensprung aus Rache - er hat's mir ja vorgemacht...

Nein. Wer so handelt, hatte auch vorher eine problematische Einstellung zu Treue
- und hat oft die Saat gelegt, die dann aufging.

Womit ich nicht sage, dass es nicht etwa auch krankhafte Eifersucht gäbe.
Aber Eifersucht ist - nebenbei bemerkt - oft auch ein gesundes Warnsignal für Dinge, die man rational noch gar nicht sortiert hat.
 
G

Gast

Gast
  • #27
Und wenn man ihm auf den Zahn fühlt, reagiert er aggressiv.

Das mag sein. Aber auch jemand, der nichts zu verbergen hat, reagiert aggressiv, wenn ihm solches wiederholt unterstellt wird, begleitet gar von deftigen Worten wie „ich lasse mich nicht verarschen”.

Wenn Du das mit mir machen würdest, wäre meine ganz klare Reaktion: na schön, da du mich eh schon für einen Fremdgänger hältst, kann ich mir das Treusein in Zukunft ja verkneifen. Ob ich es dann tatsächlich täte, steht auf einem anderen Blatt. Mit dem Prinzip „Liebe ist, wenn Treue Spaß macht” wäre es aber ein- für allemal vorbei. So macht Treue nämlich keinen Spaß.
 
G

Gast

Gast
  • #28
Wer so handelt, hatte auch vorher eine problematische Einstellung zu Treue

Ganz im Gegenteil. Im übrigen stand da nichts von „handeln” - es geht hier nur um die Loyalität zum Partner, die durch das Nachspionieren mit Füßen getreten wird. Wer einen Fremdgänger aus mir macht, bekommt auch einen Fremdgänger, und wenn ich die Abenteuer erfinden muß, die ich ihr im Trennungsgespräch dann vortrage („und mit der, und mit der auch, weißt du, eigentlich war ich mit der halben Stadt im Bett”).
 
  • #29
ich habe noch nie in die Telefone meiner Partner geschaut, geschweige denn Verbindungen nachgeprüft. Das ist ein Unding. Wer mir umgekehrt auch nur ansatzweise zeigen würde, dass meine Mobile für ihn so "interessant" ist, dass er schnüffeln muss, dann hätte ich ein echtes Problem. Ich würde meine "Automatische Sperre" im Telefon extra von "Nie" auf "1 Minute" runtersetzen.

Wenn man ein ungutes/unsicheres Gefühl hat, dann setzt man sich hin und spricht den anderen darauf an. (Und ich meine weder keifen, noch hysterisch sein, noch mit Unterstellungen zuballern, sondern sprechen)

(43)
 
  • #30
Wenn Du das mit mir machen würdest, wäre meine ganz klare Reaktion: na schön, da du mich eh schon für einen Fremdgänger hältst, kann ich mir das Treusein in Zukunft ja verkneifen. Ob ich es dann tatsächlich täte, steht auf einem anderen Blatt.

Was natürlich Deine Partnerin nicht noch misstrauischer macht. Ich glaube nach diesem Satz kann man das Ganze direkt beenden.

Das mag sein. Aber auch jemand, der nichts zu verbergen hat, reagiert aggressiv, wenn ihm solches wiederholt unterstellt wird, begleitet gar von deftigen Worten wie „ich lasse mich nicht verarschen”.

Es geht denke ich weniger um unterstellen, sondern um ein Schnüffeln, das Du gar nicht mitbekommst. Ohne Anlass wird auch nicht geschnüffelt, wenn man nicht krankhaft eifersüchtig sein sollte. Wie man soetwas unterstellen kann, versteh ich eh nicht. Dies würde bedeuten, man wüsste schon, dass der Partner fremdgeht. Warum also nicht direkt schlussmachen mit dem "Wissen"? Vermutlich deshalb, weil man es eben doch nicht weiß.

Manche Männer flippen schon aus, wenn sie von ihrer Partnerin nur gefragt werden, warum sie eine halbe Stunde zu spät kommen, selbst wenn einfach nur aus Interesse und nicht aus Misstrauen gefragt wird.

Frauen stehen doch auf Souveränität? Ich frage mich, wie dann so ein Mann attraktiv wirken kann.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top