• #31
Guten Abend FS,

für mich wäre es gar nicht nötig sich zum Pseydo-Arzt aufzuschwingen und zu (er)klären zu versuchen, ob Deine Beschwerden erdacht, fehlausgelöst oder tatsächlich das sind was sie sind. Fakt ist es geht Dir nicht gut und der Urlaub würde Dir, zu diesem Zeitpunkt, nicht gut tun. Also fahre nicht.

Ich gehe davon aus, dass Dein Freund Dich mit Deinen Beschwerden kennengelernt hat und so kennt und verstehe nicht das er um den Urlaub so einen Terz macht. Er soll alleine fahren und bei der nächstbesten Möglichkeit holt Ihr den Besuch bei seiner Familie nach.

Man kann sich das Leben auch wunderbar schwerer machen als es manchmal ohnehin ist und mit Zueinanderstehen hat das nix, rein gar nix zu tun.

Wie kann man nur so unflexibel sein?
 
  • #32
Liebe Leute,

ich bin die "Zopflöserin" und ich bleibe dabei, dass sich die Beziehung der Fragestellerin durch ihre Abwesenheit bei dieser Reise verschlechtern wird- schleichendes Gift wirkt langsam; wenn sie noch etwas retten will, könnte sie zum Beispiel am Wochenende nachkommen. Ich plädiere nach wie vor dafür, sich eher einmal 6 Tage zu quälen als zu riskieren, dass der Freund sich innerlich abwendet. Diese Gefahr ist nicht aus der Luft gegriffen- aus ihren Posts stellt sich die Lage so dar, dass er ziemlich viel für sie tut und sich auch sehr nach ihr ausrichtet. Nicht umsonst wirft der Freund der Fragestellerin ihr vor, dass sie immer die Kontrolle behalten wolle.
PS, auch an MissLulu: Eben weil ich selbst schon alle möglichen Dinge gehabt habe (Trümmerbruch des Sprunggelenks, Luxation des Knies, Sehnenriss, Einblutung im Gelenk, Fleischwunden bis zum Knochen, diverse OPs etc) weiß ich, was Schmerzen sind. Die in meinem obigen Post erwähnte Sache mit den Nackenwirbeln kommt einer Migräne übrigens recht nahe. Sonst würde ich mir niemals anmaßen, der Fragestellerin Techniken der Autosuggestion an die Hand zu geben, mit denen man Schmerzen kontrollieren kann.
 
  • #33
Auch auf die Gefahr hin, jetzt auch im Club der Herzlosen willkommen zu sein: deine Einstellung finde ich absolut untragbar für eine Partnerschaft.

Nicht weil du unter Schmerzen leidest. Das tut mir leid.
Sondern weil du nichts dagegen unternimmst und von deinem Mann erwartest, die Folgen deiner Untätigkeit mit zu tragen, Mitgefühl und Rücksichtnahme einforderst und meinst, das zu verdienen, weil du ja so sehr leidest. Du wärst für mich viel zu wenig aktiv, dein Leiden zu lindern. Stattdessen jammerst du und heischst sogar hier im Forum nach Mitgefühl.
Ich leide seit meinem 16. Lebensjahr monatlich an schlimmsten Schmerzen. Ich weiß, was es heißt, wenn der Schmerz einen zerreißt und man keinen Schritt vor den anderen setzen kann. Ich bin in deinem Alter - und habe seit vielen Jahren eine Diagnose, eine auf mich zugeschnittene Schmerz- und Hormontherapie und vermeide Auslöser, die es verschlimmern. Ich hab mich über mein Leiden belesen, mich gekümmert, viele Dinge ausprobiert. Hat lange gedauert, aber ich wollte so nicht leben. Bist du berufstätig ? Wie ist das vereinbar ?

Wir leben in einem Land mit höchstem medizinischen Standard. Es gibt ausgewiesene Schmerzkliniken und Spezialisten auf dem Gebiet der Migränebehandlung. Hierzulande muss niemand solche Schmerzen leiden, dass er befürchtet, sterben zu müssen. Eine Heilung mag nicht immer möglich sein - eine Linderung deines Zustandes oder eine Veränderung der Anfallsfrequenz sollte drin sein. Migräne findet auch nicht im luftleeren Raum statt, sondern hat medizinische Ursachen und folgt mikromolekularen Mechanismen. Du leidest seit deinem 11. Lebensjahr und kennst nicht einmal die Auslöser in deinem spezifischen Fall. Wie kann man so leben und so wenig auf sich selbst achten ?

Ich würde mich schämen, würde ich einen so liebevollen und fürsorglichen Partner mit meiner Untätigkeit belasten. Ich würde alles daran setzen, meine Erkrankung auf ein lebens- und beziehungstaugliches Niveau herab zu regulieren und mich nicht darauf verlassen, dass er in 5 oder 10 Jahren immernoch so geduldig ist.
Du hast hier viele gute Tips bekommen. Von der Austestung auf Nahrungsmittelallergien bis zur Überprüfung deines hormonellen Status. Dass du gern in diesem Urlaub an seiner Seite gewesen wärst, nehme ich dir nach deinen Posts hier nicht mehr ab. Du hast da einen tollen Mann an deiner Seite. Ich kann dir nur empfehlen, das nicht überzustrapazieren.
 
  • #34
Ich verstehe gar nicht, warum hier von vielen das Mitgehen zur Familie des Partners als so "notwendig" in einer Partnerschaft angesehen wird. Wofür soll das gut sein?
Mir war es nie wichtig, dass mein Partner mit zu meiner Familie kommt. Sogar ganz im Gegenteil. Ich habe meinem Partner immer (auch in langjährigen Beziehungen) von mir aus erspart, zu meiner Familie und zu Familienfeiern mitkommen zu müssen, auch wenn der jeweilige Partner das gar nicht direkt angesprochen hat.
Die meisten Menschen fühlen sich nämlich bei der Schwiegerfamilie nicht besonders wohl, bestenfalls finden sie es nur langweilig. Nie hatte ich das Bedürfnis, das meinem Partner aufzuzwingen!
Genauso bin ich übrigens immer allein zu bestimmten Freunden oder gar Kollegen gegangen, wenn ich das Gefühl hatte, dort wird mein Partner sich nicht besonders wohlfühlen oder das wird ihn langweilen. Das ist mir viel lieber, denn mir geht es nicht gut, wenn ich spüre, dass mein Partner sich nicht wohlfühlt und sich, mir zu Liebe, quält. Dann bin ich selbst auch angespannter.
Was ist das überhaupt für eine perverse Vorstellung von Liebe und Partnerschaft, welche hier offenbar viele habe, wenn sich der Partner zur Schwiegerfamilie quälen soll?!
Glaubt mir, man kann auch sehr gut ohne engeren Kontakt zur gegenseitigen Schwiegerfamilie leben!


w51
 
  • #35
Auch ich gehöre zum Club der Herzlosen, weil auch ich mit Migräne zu tun habe und darüber hinaus einen weiteren chronischen Quaelgeist in meinem Leben dulden muss.
In meiner Kindheit hatte ich viele, quälende langjährige Krankheiten. Genau deswegen weiß ich, dass chronisch kranke Menschen sich um ihr Selbstmanagement kümmern können und auch müssen, um die Symptome auf ein erträgliches Maß einzudampfen weil sie ein normales Leben führen wollen. Das tut man übrigens auch, wenn man kein Krankheitsgewinnler in dem Sinne sein will, dass die Krankheit als Instrumentarium genutzt wird, um das soziale Umfeld zu beherrschen, weil man sonst nichts anderes im Werkzeugkasten hat.

Krankheitsbedingt hatte ich diverse längere Klinikaufenthalte und kann sehr gut die Menschen erkennen, die ihre Krankheit aktiv managen, berufstaetig sind und sich Anforderungen im sozialen Leben stellen, auch dort eine aktive Rolle einnehmen. Sie sind nicht gesünder, haben nicht weniger Leid als diejenigen, die umtanzt werden wollen wie das goldene Kalb und alles soll sich nach ihren Krankheitssymptomen richten. Merkwürdigerweise können diese Menschen weitgehend ungestört berufstätig sein, wenn niemand anderer sie auf ihrem Wunschniveau finanziert und ihr gut bezahlter Job durch Krankheitsausfaelle gefährdet ist (kein öffentlicher Dienst). Dann wird die Krankheit nur im Privatleben ausgelebt und das geht. Warum sollte es dann nicht ganz ohne ausleben gehen?

Wenn man wirklich so krank und schmerzgepeinigt ist, dass man die Hälfte seines Lebens nur von seiner Umgebung Ruhe fordern kann und nichts gemeinsames mehr planbar ist, sollte man sich überlegen, ob man so überhaupt eine Partnerschaft führen kann.

Wie viele andere hier habe ich solche Energievampire, die auch ich im Bekannten- und Freundeskreis hatte rausisoliert, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, was auch mit starken Beeinträchtigungen geht, wenn man es will. Es fühlt sich noch nichtmal leidvoll an, sich von der Krankheit nicht in die Knie zwingen und das Leben dominieren zu lassen.

Für viele hier unverständlich: es gibt Familien mit einem intakten Familienleben. Da ist es üblich, dass man gegenseitige Familienbesuche pflegt und am Leben der anderen teilnimmt. Genau das will der Partner der FS: ein bisschen Familienleben, wo er schon alles aufgegeben hat und zur FS gezogen ist.

Ich denke auch, dass die FS in ihrem rücksichtslos ausgelebten Leid die Beziehung gefährdet.
 
  • #36
'Energievampir' - 'rücksichtslos ausgelebtes Leid' - 'Scheinkrankheit' etc....

Sag mal, sonst geht's euch noch gut? Was hier an Gemeinheiten und empathielosen Bemerkungen rausgehauen wird ist schon unverschämt der FS gegenüber.

Der Mann wird es überleben wenn die FS nicht dabei war - und wenn er dann und deswegen sich von ihr trennt war seine Liebe zu ihr wohl nicht sehr groß.
Und zu sagen wie @Mon Chi Chi was ist dir wichtiger: deine Partnerschaft oder deine Gesundheit.....Sorry, aber das ist wirklich gefühllos.
 
  • #37
Wie könnt Ihr behaupten, daß ich mein Leiden rücksichtslos auslebe, wo Ihr mich und meine Beziehung überhaupt nicht kennt? Genauso könnte ich eigentlich sagen, daß in mir innerlich was zerbricht, wenn mein Freund mich quasi zwingt, mitzufahren, wenn es mir so schlecht geht, oder?
Ich war wegen meiner Migräne bereits im Krankenhaus, habe ein MRT hinter mir, unzählige Arztbesuche, Akupunktur, Psychotherapie, Bioresonanz und und und. Gebracht hat es im Endeffekt nur, daß ich damit leben muß, weil man Migräne nicht heilen kann. Und wieso einige der Meinung sind, daß mein Freund soviel für mich tut und ich im Gegenzug nichts für ihn weiß ich nicht.
Wir haben uns ein halbes Jahr gekannt, bevor wir uns verliebt haben. Von Anfang an hab ich mit offenen Karten gespielt was meine Migräne angeht. Im Gegenzug zu meinem Freund, der mir einige schwerwiegende Dinge erst im Nachhinein offenbart hat, z.B. daß er große Schulden hat, früher Heroin genommen hat, und noch einiges mehr. Trotzdem war ich bereit, es zu versuchen, weil jeder eine Vergangenheit hat. Wir haben überlegt, wer von uns zum anderen auswandert, er hat gemeint, er kommt nach Österreich, zudem seine Mama auch Österreicherin ist und er jedes Jahr einige Wochen bei seinen Verwandten hier war und auch eine Bindung zu Österreich hat. Für ihn war es einfacher, weil ich hier meinen Sohn hab, den ich noch unterstützen muß, weil er seit einigen Jahren an schweren Depressionen leidet und ich ihn nicht einfach allein lassen kann. Mein Sohn macht eine Therapie, muß Medikamente nehmen, es geht ihm zur Zeit ganz gut, im Herbst fängt er eine neue Ausbildung an.
Ich sehe meinen Freund 4 Tage in der Woche, die restlichen Tagen telefonieren wir lange. Ich koche für ihn, mache seinen Haushalt (weil ich es für ihn gerne mache), im April waren seine Eltern da, das war anstrengend, auch für meinen Freund, weil sein Vater sehr dominant und laut ist, wir haben diese Zeit zusammen "durchgestanden", ich habe gekocht, Kuchen gebacken, hab ihnen Wien gezeigt.
Vor 2 Jahren war ich auch ein paar Wochen in der Schweiz bei der Familie. Nur diesmal gings einfach nicht. Warum einige der Meinung sind, daß diese 6 Tage die Beziehung gefährden weiß ich nicht. I
Das war ja nicht das Letzte und einzige Mal, daß wir in die Schweiz fahren und seine Familie sehen. Und wenn man mit Migräne flachliegt, kann man nicht einfach in Urlaub fahren. Ich kann ja nicht mal geradeausgehen dann bzw. muß mich ständig übergeben, weil mir so schlecht ist.
 
  • #38
Gebracht hat es im Endeffekt nur, daß ich damit leben muß, weil man Migräne nicht heilen kann
Dazu will ich Dir nur sagen: Streiche diesen Glaubenssatz. Auch wenn jetzt einige die Augen verdrehen. Was kommt kann auch wieder gehen. Ich hatte ca. 10 Jahre Migräne, heute keinerlei Beschwerden mehr und ich hatte, ausgelöst durch eine nervliche Überbelastung, über Nacht Schuppenflechte. Die ist auch nicht heilbar. Ca. 10 Jahre habe ich damit verbracht, alles herkömmliche, Schulmedizin und alternativ hat nicht wirklich was gebracht. Es war immer nur Symptombehandlung. Dann habe ich mich selbst auf den Weg gemacht. Und heute habe ich seit fast 20 Jahren keinerlei Beschwerden mehr.
Siehe auch mein Post#19 .
Alles Gute für Dich!
 
  • #39
Vielleicht würde Dir doch ein Hotelzimmer helfen, in das Du Dich bei Bedarf zurückziehen kannst? Oder wie sind die Räumlichkeiten bei seiner Familie? Weißt Du da was darüber??
Viel Glück.
Wie soll sie denn in das Hotelzimmer kommen ?
Die Fahrt dahin dauert 9 Stunden und selbstverständlich hält sie das nicht aus, wenn man die Beschreibung ihres derzeitigen Zustands liest.
Nun, diesmal ist es ohnehin klar, sie ist zuhause geblieben.

Ich habe zum Glück keine Migräne.
Ich habe nur einmal im Monat, am ersten Tag meiner Periode etwas Kopfweh, was ich ignorieren kann. Ich gehe zur Arbeit und alles ist wie immer, weil ich das Kopfweh auch dann hätte, wenn ich im Bett liegen würde. Und weil ich weiß, dass morgen wieder alles gut ist.
Aber ich tippe, der Unterschied zwischen meinem Kopfweh und Migräne ist wie der zwischen einem Maulwurfshügel und den Anden.
Ich habe also leicht reden, so wie die Leute, die noch nie wirklich Schmerzen hatten.

Ich hatte einmal welche.
Der Nerv eines Zahns war entzündet.
Der Zahnarzt zog ihn soweit er drankam und sagte, sowas habe er noch nie gesehen.
Ich bekam von ihm starke Schmerzmittel verschrieben, die ich auch nahm. Ich legte mich ins Bett und konnte nichts tun, außer abzuwarten, dass sich alles beruhigt.
Der Zahnarzt sagte, wenn es nach einer Woche nicht besser sei, müßte ich zu einem Kieferchirurgen, der würde den Knochen aufschneiden und den Nerv bis oben hin rausholen, dann sei Ruhe.

Nun, ich lag mehrere Tage möglichst regungslos im Bett, denn jede Bewegung machte alles schlimmer.
Kein Kopfdrehen, Umbetten, Reden. Nichts essen, mundwarmes Wasser mittels Strohhalm trinken, das muss man ja.
Wenn ich eins davon machte, waren die Schmerzen so schlimm, dass mir die Tränen runterliefern.
Wenn ich mich ruhig verhielt, ein kleines bißchen weniger.
Noch heute, nach 2 Jahren, kann ich auf Druck immer noch was spüren.
Ich weiß, was Schmerzen sind.
Da hilft es in der Tat nicht, den Zopf zu lockern.

w 49
 
  • #40
Nun gut, ich hab mit 11 Jahren, wo auch meine Periode anfing, Migräne bekommen, es hat bei mir stark mit den Hormonschwankungen zu tun, es ist nicht immer alles psychisch, man kann sich auch dadurch sehr unter Druck setzen, wenn man unbedingt herausfinden will, warum man dies oder jenes Leiden hat. Im Endeffekt leide ich seit 32 Jahren an Migräne und es hat sich im Laufe der Jahre sehr verstärkt. Liegt sicher auch oft am psychischen Streß bei mir, aber nicht nur.
 
  • #41
Etliche Posts hier strotzen ja nur so von übelsten Unterstellungen der FS gegenüber!
Woher kommt die Phantasie, dass der Partner der FS so ein toller Partner ist, der so wahnsinnig viel für sie tut? Was tut er denn für sie, außer sauer zu sein, dass sie wegen Krankheit nicht zu einem Familienbesuch mitkommt? Woher wollt ihr wissen, dass "er alles aufgegeben hat", weil er aus der Schweiz zu ihr nach Österreich gezogen ist? Schon mal darüber nachgedacht, dass es für ihn eine Verbesserung seiner Lebenssituation gewesen sein könnte? Ich hatte diese Überlegung von Anfang an und jetzt schob die FS hinterher, dass ihr Partner von harten Drogen abhängig war und hoch verschuldet ist …
Woher wollt ihr wissen, dass die FS nichts für ihn tut?
Wie kommt ihr zu der Unterstellung, dass mit der FS, wegen ihrer Beschwerden, "kein normales Leben und normale Unternehmungen" planbar und lebbar sind? Erst recht, diese von euch mit größter Verachtung vorgetragene Behauptung, "alle Anderen müssten um die FS herumtanzen und sich um ihre Befindlichkeiten kümmern".
Die FS erwartet einfach, in Ruhe gelassen zu werden! Das ist genau das Gegenteil von "Alle müssen auf sie Rücksicht nehmen."!
In Wahrheit kommen die größten Erwartungen doch von den "Gesunden"! Nämlich, dass, in dem Fall die FS um sie herumtanzt, ihnen Aufmerksamkeit schenkt und sich zwingen lässt, eine bestimmte Zeit X mit ihnen zu verbringen! Es geht ja nicht um notwendige Hilfe und Unterstützung etc., welche die FS der Schwiegerfamilie verweigern würde. Sondern um den Anspruch, den hier auch die meisten mit harten Worten verteidigen, Aufmerksamkeit durch Anwesenheit, für eine Feier, egal, wie schlecht es jemandem gerade geht! Wofür brauchen Leute sowas?!

Von dem hier verbreiteten Unwissen und Falschinformationen, Glorifizierung realistischer medizinische Möglichkeiten bei Migräne mal ganz abgesehen …


w51
 
  • #42
Also mir persönlich liegt es fern, dich zu diskreditieren oder zu suggerieren, dass deine Erkrankung eingebildet sei. Das kann ich gar nicht beurteilen. Ich will dir auch nichts Böses - ich kenne dich ja gar nicht.

Du warst es doch, die hier einen Thread eröffnet und um Meinungen gebeten hat. Auch hast du in einem deiner Nachträge geschrieben, dass ihr heftigen Streit hattet und dein Freund enttäuscht und sauer ist.
Warum einige der Meinung sind, daß diese 6 Tage die Beziehung gefährden weiß ich nicht.
Weil: Du selbst geschrieben hast, dass er dir Psychosomatik vorwirft und du deine Beschwerden von ihm nicht ernst genommen fühlst. Du ihn als rücksichtslos empfindest. Alles deine eigenen Worte. Ich lese daraus leider, dass er zunehmend genervt von deinen Krankheitsschüben ist. Ja, das stufe ich als beziehungsgefährdend ein. Nur weil er dich so kennengelernt hat und das einige Jahre mitgemacht hat, ist das keine Garantie, dass das ewig so weiter geht. Wir alle lernen unsere Partner mit der einen oder anderen Marotte kennen, die uns anfangs überhaupt nichts ausmacht, uns später aber vielleicht auf den Keks gehen wird.

Ob wir hier seinen Wunsch, dass du ihn begleitest, als richtig oder berechtigt einstufen, ist doch völlig irrelevant. Er findet es wichtig. Er wird seine Meinung auch nicht ändern, nur weil hier ein paar Leute posten, dass es ihnen persönlich egal ist, ob Familie zusammen ausgelebt wird.

Du hast hier mehrere ehrliche Geschichten gehört, dass Menschen sich von Bekannten und Freunden abgewandt haben, weil sie die Geduld wegen ihrer ewigen Leiden und des damit verbundenen Dramas irgendwann verloren haben. Du kannst das verurteilen, wenn du möchtest. Oder es als Warnschuss nehmen. Du hast hier nach Meinungen gefragt, und Meinungen bekommen. Es bleibt ja dir überlassen, wie du damit umgehst.

Dich darum zu kümmern, dass es dir besser geht, willst du nicht, weil es dich unter Druck setzt. Ist okay, dann leide weiter. Auch das bleibt dir unbenommen.
 
  • #43
Jana, ich habe bereits sehr viel getan, bin von Arzt zu Arzt, habe unzählige Euros ausgegeben für Privatärzte, für Medikamente und so weiter, hab eine Psychotherapie gemacht, nur hat alles nicht wirklich angeschlagen. Deshalb hab ich jetzt wohl resigniert und versuche, damit zu leben. Ich habe jahrzehntelang versucht, Heilung oder Besserung zu finden, nur irgendwann will man auch nicht mehr. Daher bitte ich, mir nicht zu unterstellen, daß ich mich nicht darum kümmere, daß es mir besser geht und weiterleiden möchte. Wenn ich Migräne habe, hilft mir am besten Ruhe, ein verdunkeltes kühles Zimmer, wo es ruhig ist, dann kann man es irgendwie ertragen. Wir haben seine Familie schon einige Male getroffen, im April waren die Eltern 3 Wochen da und wir haben jeden Tag etwas unternommen. Wenn ich jetzt diese 6 Tage nicht mitkommen kann, wird das meine Beziehung doch nicht gefährden. Mein Freund und ich haben nochmals miteinander telefoniert. Die Sache ist geklärt, klar ist er enttäuscht, er hat es sich schön ausgemalt, das versteh ich auch. Wenn er Migräne hätte, würd ich ihn nicht zwingen wollen, zu einem anstrengendem Familientreffen zu fahren, weil ich genau weiß, wie quälend das für ihn sein würde. Wie könnte ich da noch Freude an dem Treffen haben? Lieber fahr ich allein, er bliebe zu Hause, erhohlt sich und alles ist gut. Es ist von ihm auch nicht gerade nett, wenn er trotzdem erwartet, daß ich mitkomme, obwohl er weiß, daß es für mich eine Qual wäre. Es wird nicht das letzte Familientreffen sein, seine Eltern sind sowieso jedes Jahr mind. einmal mehrere Wochen hier und wir werden auch nächstes Jahr sicher wieder hinfahren.
 
  • #44
Dich darum zu kümmern, dass es dir besser geht, willst du nicht,

Hast du das hier nicht gelesen:
Ich war wegen meiner Migräne bereits im Krankenhaus, habe ein MRT hinter mir, unzählige Arztbesuche, Akupunktur, Psychotherapie, Bioresonanz und und und.


… was ist denn daran ein "Drama", wenn jemand alleine zu Hause bleiben will? Ein Drama ist ein Zur-Schau-Stellen. Da veranstaltet doch jeder Vegetarier mehr Drama mit seinen Extras, die er braucht, bzw. dem zur Schau gestellten Verweigern dessen, was alle anderen essen!
Selbst, das Mitgehen zur Familien und dort ggf. sein Schlechtfühlen "zur Schau zu stellen", was ja von vielen hier empfohlen wurde, ist doch viel, viel mehr Drama! Weil man alle Anderen dazu nötigt, Anteil zu nehmen und Mitleid zu bekunden.
Ich persönlich habe für Leute, die sich zu Familien- oder anderen Feiern mit akuter Krankheit oder Unwohlsein hinquälen, so dass man es mitbekommt, kein Verständnis! Oft habe ich da schon gedacht: 'Wäre er/sie doch besser zu Hause geblieben!"

w51
 
  • #45
Sehe es hier wie Frau. Familienfeste sind kein Spazierung.
... ist es üblich, dass man gegenseitige Familienbesuche pflegt und am Leben der anderen teilnimmt. ..

Erst neun Stunden Fahrt und dann fast eine Woche ununterbrochen und ohne Rückzugsmöglichkeit im Erwachsenenverband aufeinanderhocken?
Das ist einiges, aber ganz sicher nicht normal!
@Süße
Schau dir einfach mal die Leute an, die diese unmöglichen Antworten posten und achte mal auf deren Partnerschaftsstatus und Beziehungsmuster, dann wird vielleicht einiges klar :)
Auch mit Schmerzen oder Beeinträchtigungen kann man darüber hinaus eine schöne und harmonische Beziehung führen, niemand ist verpflichtet in Beruf oder Beziehung 24/7 abrufbar zu sein, um 100 % aller Anforderungen und Wünsche des Gegenübers zu erfüllen.
 
  • #46
Ich finde es ätzend das es hier ein paar Gestalten gibt die der FS quasi aufs Auge drücken das sie sich nicht so anstellen soll. Was sind des das für Meinungen ? Dummheit und subtile Grausamkeit pur.
Miezekatzen, ist es nicht traurig das du dich rechtfertigen musst das es dir beschissen geht ? Dein toller Freund will auch nur seine interessen durchdrücken,siehe deine Bemerkung das er meinte er hätte sich halt alles so schön ausgemalt. Da hat der Bub halt Pech gehabt. Es ist nicht so das ich seine Ettäuschung nicht verstehen kann ,aber nicht du solltest dich deines nicht vorhandenem Wohlgefühls schämen wie hier Einer unklug meinte,sondern dein Freund der sich wie ein Kleinkind aufgeführt hat der sein Spielzeug nicht bekommt.
So wie es aussieht hat er sich ja wieder einbekommen. Allerdings würde ich mir im Hinterkopf behalten was er dir zugemutet hat obwohl er wusste wie diffizil du bist.

Mein Expartner war Arzt.Am Abflugtag in den Süden bekam ich aus heiterem Himmel eine Art Bronchitis .Meine Lunge fühlte sich an als wäre sie mit Salzwasser gefüllt. Ich bekam kaum Luft ,es war mir Hundsübel und hatte auch einen Schwächeanfall. Nun,er machte ein Riesentheater ich soll mich nicht so anstellen pi pa po. Schließlich warteten seine Arztfreunde im Hotel auf uns und was nicht alles.
damals war ich noch etwa gleich dumm wie die meisten hier die merkwürdige Partnergeschichten schreiben und ich riss mich zusammen und flog mit. Der ganze Urlaub war Horror pur. Man stopfte mich mit allerhand Pillen voll.Ich schleppte mich sogar an den Strand weil er mich irgendwie dazu zwang.
Fazit... Niemals mehr habe ich in meinem Leben etwas getan bei dem es sich einfach nicht gut angefühlt hat. Kein Mensch der Welt hat ein Recht seine Interessen über dein Wohlgefühl zu stellen,Miezekatzen.
Heute bin ich von sehr wenigen ausgewählten Menschen umgeben die mich Reskektvoll behandeln . Alle anderen müssen fern bleiben.
Liebe dich selbst,Miezekatzen.
 
  • #47
… was ist denn daran ein "Drama", wenn jemand alleine zu Hause bleiben will? Ein Drama ist ein Zur-Schau-Stellen. w51

Naja, dieser Logik zufolge dürfte ich ja, die ich schwere Nahrungsmittelunverträglichkeiten habe, nirgendwo mehr hingehen und am sozialen Leben gar nicht mehr teilnehmen, weil ich einfach nicht alles essen kann, was die anderen essen. Sollte es mir aber doch passieren, etwas "falsches" gegessen zu haben, und ich dadurch mich übergebend, vor Schmerzen windend und von Durchfällen gebeutelt in einer Runde sitze, dann mache ich ja nur Drama. Ähm... Nein. Das ist meiner Ansicht nach die falsche Sichtweise.
Ebenso wie die Sichtweise, dass z.B. eine Psychotherapie die Migräne (von der ich übrigens zusätzlich betroffen bin) beseitigt. Nein, sie ändert nur was an deiner Bewertung der Situationen. Ich habe mich auch immer geschämt, in einem solchen Zustand irgendwo aufzutauchen. Bis mir ein Licht aufgegangen ist, dass man sich selbst überwinden muss und auch kann, wenn man verhindern möchte, sozial isoliert zu sein. Ganz ehrlich, hier kommt mein Lieblingsspruch: ich lebe nur einmal und ich lasse nicht zu, dass meine körperlichen Gebrechen oder Leute, die irgendwas denken könnten, mich vom Leben abhalten.
Außerdem halte ich Familienbesuche beim Partner auch für was völlig normales, egal bei wieviel Stunden Fahrtzeit. Schließlich gehört mein Partner zur Familie und ich zu seiner. Alles andere sind Freunde und Bekannte oder Kollegen. Wer daraus etwas "unnormales" macht, der macht irgendwie mehr Drama draus. Und wer sagt denn außerdem, dass es da keine Rückzugsmöglichkeiten gibt? Ihr werdet euch doch wohl nich 24/7 auf der Pelle hängen?

Dein erster Post klang für mich auch nicht so, als wäre da grade ein akuter Anfall im Gange, sondern als hättest du eher Angst, dass einer kommen könnte, daher mein Tipp mit der Psychosomatik, denn daraus kann sich, wie damals bei mir, eine generalisierende Angststörung entwickeln, wegen der man jede Unternehmung vermeidet und nur noch zu Hause hockt.

Ich will aber nicht dein Leiden grundsätzlich abwerten, und halte mich zurück mit Hobbydiagnosen wie "Klimakterium" etc.
 
  • #48
Ich habe mich bisher nicht geäußert, da ich bei Migräne nicht mitreden kann, doch solche Posts...
...ein paar Gestalten ... Dummheit ...Dein toller Freund ... der Bub ... Pech gehabt.
... finde ich sehr beschämend. Sie entbehren der Sachlichkeit und triefen vor Bosheit gegen andere Schreiber und den Freund der Fragestellerin. Warum diese persönlichen Angriffe?

Mit ähnlichem Sachverhalt wird von unterschiedlichen Personen unterschiedlich umgegangen. Genau das ist doch das interessante an solchen Diskussionen hier. Und das war doch auch der Anlass der Fragestellerin. Es ist ja mitnichten so, dass die Foristen, die hier schreiben, keinerlei eigene schmerzvolle Erfahrungen gemacht hätten. Sie schreiben also nicht aus der Perspektive eines Gesunden - wie hier behauptet wurde. Warum kann man diese Aussagen nicht genauso ernst nehmen, wie die Schmerzen der FS? Ja, kann man nicht mindestens darüber nachdenken, abwägen, vielleicht sogar profitieren?

Denn:
... sie ändert nur was an deiner Bewertung der Situationen.
Darum geht es doch.
 
  • #49
Naja, dieser Logik zufolge dürfte ich ja, die ich schwere Nahrungsmittelunverträglichkeiten habe, nirgendwo mehr hingehen und am sozialen Leben gar nicht mehr teilnehmen, weil ich einfach nicht alles essen kann, was die anderen essen...
Da hast aber du einen Logikfehler, nicht ich!
Eine "schwere Nahrungsmittelunverträglichkeit" ist doch gleichzusetzen mit einer Krankheit, wie sie die FS hat.
Wenn hingegen jemand Vegetarier ist, so hat er diese Entscheidung, durch eine Sonderrolle aufzufallen, freiwillig und bewusst getroffen. Das hast du mit der Nahrungsmittelunverträglichkeit doch aber genau so wenig, wie die FS!

Und mit akuter Krankheit oder Unwohlsein meinte ich, wenn jemand schon mit akutem Unwohlsein bei der Feier auftaucht, nicht, wenn das Unwohlsein erst im Verlaufe der Feier beginnt.

Ist es so schwer, den Unterschied zu verstehen?


w51
 
  • #50
Da hast aber du einen Logikfehler, nicht ich!
Eine "schwere Nahrungsmittelunverträglichkeit" ist doch gleichzusetzen mit einer Krankheit, wie sie die FS hat.
Wenn hingegen jemand Vegetarier ist, so hat er diese Entscheidung, durch eine Sonderrolle aufzufallen, freiwillig und bewusst getroffen. Das hast du mit der Nahrungsmittelunverträglichkeit doch aber genau so wenig, wie die FS!

Und mit akuter Krankheit oder Unwohlsein meinte ich, wenn jemand schon mit akutem Unwohlsein bei der Feier auftaucht, nicht, wenn das Unwohlsein erst im Verlaufe der Feier beginnt.

Ist es so schwer, den Unterschied zu verstehen?


w51

Bevor der Thread hier zum Wettrennen verkommt, wer von uns allen hier die schwerere Krankheit hat, möchte ich nur hinzufügen, dass Unverträglichkeiten durchaus Folgeerscheinungen schwererer Erkrankungen sein können, auf die der Einzelne hier nicht eingehen muss. Tut auch gar nichts zur Sache, denn Symptome sind ja auch- wenn man keine ernsthafte Grunderkrankung hat- genauso einschränkend und qualvoll, wie wenn eine vorliegen würde.

Von der schwere des Leidens gibt es da quasi keinen Unterschied, DAS dürfte doch nicht so schwer zu verstehen sein.

Insofern stehen meine Ausführungen der Logik nicht im Wege.
 
  • #51
Wenn ich jetzt diese 6 Tage nicht mitkommen kann, wird das meine Beziehung doch nicht gefährden.
Was genau hat Dich denn angetrieben, diesen Thread zu eröffnen? Du kennst die Antwort auf Deine ursprüngliche Frage dann doch schon selber.
Was mich hier im Stillen so wundert....Du sagst, dass Du seit Montag unter dieser schweren Migräneattacke leidest, kein Ende in Sicht (!). Aber Du bist hier sehr aktiv. Wie passt das zusammen mit den schweren Beschwerden, die Du so hast. Ich könnte bei solchen Beschwerden nicht am Computer sitzen.
Schon gar nicht wäre ich in der Lage, mich mit den Provokationen hier auseinander zu setzen. Das schaffst Du ganz gut, ich bewundere Dich da.
Ich habe es schon mal geschrieben und ich denke, viele hier wollen Dich darauf hinweisen.....ich lese hier, dass Du Dich von der Angst beherrschen lässt, dass Du Dich wieder schlecht fühlen könntest. Man kann eine chronische Erkrankung nicht weg therapieren, aber man kann den Umgang damit lernen, wie hier schon richtig gesagt wurde. Dazu gehört Selbstdisziplin, wie Vikky richtig beschrieben hat.
Das ist unabhängig von Deiner Partnerschaft der Weg, den hier schon einige, ich auch, gegangen sind mit dem Resultat, dass sie einigermaßen normal leben können, trotz schwerer Erkrankung. Vielleicht ist das der Königsweg. Unter Umständen. Meiner war es jedenfalls, meine Erkrankungen haben keine Auswirkungen mehr auf meine Partnerschaft, auf mein Berufsleben,auf mein Sonnenscheinleben, etc.
Mit chronischen Erkrankungen muss man ja irgendwie leben. Aber man sollte ihnen nicht so viel Macht geben. Das lese ich hier von anderen.
W
 
W

wahlmünchner

  • #52
Das ist ein ziemlich emotionaler Verlauf hier.
Ich denke die Wahrheit steckt irgendwo dazwischen.
So ganz unberechtigt finde ich die Enttäuschung und Wut des Partners nicht, denn ich nehme an liebe Mietzkatzen, dass du von Beginn an gedacht hast : oh...6 Tage.
Dann erst Zusagen verteilen und irgendwann wegen der Krankheit zurückrudern ist keine faire Sache.
Auch finde ich es nicht egoistisch das dein Partner dich dabei haben will. Schließlich gehört die Wichtigkeit der Familie zu seinem Welt und Lebensbild, von dem du sehr profitierest.
Ich kenne schließlich kaum jemanden , der so viel engen Kontakt zu seinen Eltern hat und dann auch noch 3 Wochen Urlaub...allerdings kenn ich auch kaum jemand der Deine Wohnsituation so akzeptieren würde.
Allerdings verstehe ich Mietzkatzen dass sie allergisch auf das Ausreden und verleugnen von Beschwerden reagiert.
Ich dachte meine Mutter ist ein Einzelfall.
Die nervt mich jedes Mal wenn ich krank bin damit, dass dies ja wohl auch eingebildet, bzw gut ist für mich, weil ich jetzt Ruhe erzwingen kann und somit einen Krankheitgewinn habe.
Ich finde es eine Frechheit einem kranken jedesmal mit Streit zu kommen.
Ich erinnere mich mit Graus an einen Besuch von mir, bei dem ich eine Nierenbeckenebtzundung bekam und meine Mutter mich dennoch zwang mit ihr einen Spaziergang zu machen, der täte mir gut.
Dieser dauerte dann 2 1/2 Stunden und ging hoch auf den Berg. Ich hab als ich unten war mein Auto betreten und den Besuch vorzeitig abgebrochen.
Ich war seit dem nie mehr bei ihr.( 10 Jahre) Das war einfach zuviel.
Meine Mutter war fast noch nie krank, alle paar Jahre geht's ihr mal ein bissl schlecht wegen einem Infekt oder Hexenschuss.
Im Krankenhaus war sie einmal und nur wegen der Entbindung von mir.
Solche von Empathie befreiten Menschen sollte man tunlichst meiden.
 
  • #53
Ich bin nicht der Meinung das es etwas mit Machtabgabe an die Krankheit zu tun hat wenn man sich unwohl fühlt und deshalb manche Aktivitäten sich nicht aufzwängen lassen will. Sondern es zeigt das man sich selbst sehr gut kennt und einschätzen kann.
Die FS kennt wahrscheinlich ihre Grenzen und weiß das die 6 Tage dazu führen können das sie mehr als unpässlich sein wird. Seine eigenen Grenzen zu überschreiten um auszutesten wie weit man doch noch gehen kann , da ist ein längerer Familienausflug eher ungeeignet.
Wir reden hier ja nicht von leichten Schulterschmerzen oder ein wenig Kopfweh oder leichte Müdigkeit . Und am Ende will ich den Freund(den Bub,ich böse..hi hi) der FS sehen was er dann macht wenn die Miezekatze mit horrender Migräne sich bei den Verwandten übers Sofa übergibt....Denn das gehört auch zur Migräne unter Umständen.
Im übrigen frage ich mich warum es hier in diesem Thema so wenig menschelt. Warum verlangt man ,nur weil man hart und unbarmherzig zu sich selbst ist wenn es einem nicht gut geht und das kommt hier deutlich aus manchen Posts hervor, das dann andere gefälligst das gleiche mit sich selbst machen sollen. Man darf niemals von sich auf andere schliessen oder das was man selber kann, macht usw von anderen verlangen.
Die FS kann sich schwer zurückziehen weil sie ja in der Wohnung oder Haus schlafen muss bei im Prinzip fremden Leuten. Es ist bestimmt auch ein Stück weit peinlich,unangenehm bei fremden Leuten zu wohnen und man fühlt sich krank.Es ist auch eine Belastung für die Gastgeber.
Es gibt noch zig Argumente die gegen diesen Ausflug sprechen bei dem momentanen Gesundheitszustand .

Ein Argument dafür könnte sein das wenn sie sich JETZT pudelwohl fühlt und aber auf Grund ihrer Kenntnis ihrer Grenzen Sorge trägt das es schief geht,dann einfach ignorieren und mit frohen Mutes hoffen das das Wunder geschieht und die FS ihre Grenzen sprengt und dann tatsächlich einen beschwerdefreien wunderschönen Familienmarathon locker aufs Parkett legt....und der Freund der FS darf dann strahlen wie ein Honigkuchen weil er hat ja gleich von Anfang an gesagt das das alles nur die Psyche sei und sie Heureka ab jetzt geheilt ist....kann ja so sein...oder Nicht ? mhmmmm....
 
  • #54
Im übrigen frage ich mich warum es hier in diesem Thema so wenig menschelt.
Den Eindruck habe ich gar nicht. Hier haben sich viele Frauen mit chronischen Erkrankungen zu Wort gemeldet, die eben einen anderen Umgang mit ihren Zipperlein pflegen und es geschafft haben, sich von ihnen das Leben nicht einschränken zu lassen. Hartherzig zu sich selbst finde ich das nicht, sondern tough. Sie leiden ja eben nicht mehr so stark, und quälen sich nicht, wie die FS es tut, sondern haben es geschafft, ihr Leben lebenswert zu erhalten und es sich nicht von ihrer Erkrankung diktieren zu lassen. Für die FS könnte dies Inspiration sein, ist es aber nicht. Da fragt man sich doch, warum nicht ?
Dann frag ich mich, bin ich egoistisch? Soll ich die 6 Tage irgendwie durchdrücken?
Sie hat hier eine Frage gestellt und um Meinungen gebeten. Zumindest sah dies am Anfang so aus.
Im Verlauf der Konversation machte es für mich nur immer mehr den Eindruck, als sei nicht wirklich Feedback gefragt, sondern es ginge ausschließlich um Bestätigung, die sich die FS hier erhoffte. Jeder einzelne Alternativvorschlag zu ihrer eigenen Meinung wurde abgelehnt, und ich hatte nicht bei einem Post das Gefühl, dass die FS darüber auch nur im Ansatz reflektiert.

Sie hat ein Problem mit ihrem Freund. Es geht nicht um eine einmalige Sache, sondern um eine chronische Erkrankung, über deren Auswirkungen und Einschränkungen der Freund zunehmend genervt zu sein scheint. Will die FS die Beziehung erhalten, sollte der Perspektive des Freundes zumindest Gehör geschenkt werden, um zu einem Kompromiss zwischen den Partnern kommen zu können. Auch das wurde rigoros abgelehnt. Zudem wurde sie vielfach durch dieses Forum in ihrer Haltung unterstützt. Ich glaube nicht, dass der FS damit ein Dienst erwiesen wurde. Der Rückhalt hier im Forum wird die Probleme mit dem Freund nicht lösen.
 
  • #55
Ich muss es nochmal wiederholen ,weil es anscheinend nicht angekommen ist....es handelt sich hier nicht um Zipperlein sondern um schwere Einschränkungen.Es hilft nicht diese Körperlichen Schmerzen einfach zu ertragen und so zu tun als seien sie nicht da.( Ich kann das übrigens wenn ich muss,aber mir ist noch nie im Traum eingefallen das von anderen automatisch abzuverlangen.Ich bin kein Tyrann.)
Sie sind da und fertig. Und wenn schon nicht einmal ein Arzt der FS Linderung verschaffen kann,warum sollte dies ein Familienmarathon tun ?

Die Probleme führen im übrigen daher das der Freund genervt ist. Und jetzt ? Gehen die chronischen Beschwerden der FS jetzt einfach dadurch weg das sie sich abquält auf dem Familienmarathon ? ich denke eher das wenn er genervt ist das er sich trennen soll weil es nicht in sein Lebenschema reinpasst. Die FS kann im Moment keine Änderung herbeiführen,auch der Arzt,wie gesagt,ja auch nicht.
Es ist wie es ist. Der Punkt ist auch das ein Partner im Leben weniger wichtig ist als die eigene Gesundheit.
Ich wünsche der FS jedenfalls das sie auf ihr Herz hört und sich ßelbst was gutes tut.
Mein Papa hat mir das wichtigste auf den Weg mitgegeben das ich hier dazu passend finde ... Lebe dein Leben ,sonst wird es gelebt ...und zwar von jemand anderen.
 
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  • #56
im April waren die Eltern 3 Wochen da und wir haben jeden Tag etwas unternommen. Wenn ich jetzt diese 6 Tage nicht mitkommen kann, wird das meine Beziehung doch nicht gefährden.

Also ich finde das reicht vollkommen! Ihr seid doch keine 20/25 mehr, wo man sich so häufig mit den Eltern trifft, um sich noch ein wenig nachpampern zu lassen. Ein gutes Verhältnis zu Eltern und Schwiegereltern ist viel wert, aber mehrere Wochen am Stück und dann wenige Monate später nochmals 6 Tage, ist wirklich heavy. Hast Du keine Angst, wie das wird, wenn Du dann tatsächlich mit ihm zusammengezogen bist? Das solltest Du dringend klären.
Ich wollte meinen Schwiegereltern (und auch meinen Eltern nicht) hier keine 3 Wochen Quartier bieten (höchstens als große Ausnahme, einmal in 5 Jahren). Ich achte eher drauf, dass wir uns alle 3-5 Monate, für ein Wochenende sehen (also ca. 3-4 im Jahr). Das beweist Kontinuität und reicht völlig aus, ergänzt durch 1-2 Telefonate im Monat.

Glücklicherweise leide ich nicht an Migräne, aber ich weiß, dass Laien dazu neigen, die schwerwiegenden Symptome mit ihren "Kopfschmerzen" zu vergleichen. Genauso wie Laien "Depression" gleichsetzen mit Momenten der Traurigkeit, die sie kennen (und dann dämliche Ratschläge geben). Das ist dumm und ungerecht, aber was will man machen. Das musst Du an Dir abperlen lassen.
 
  • #57
Meiner war es jedenfalls, meine Erkrankungen haben keine Auswirkungen mehr auf meine Partnerschaft, auf mein Berufsleben,auf mein Sonnenscheinleben, etc.
W
Eine Erkrankung, solange es eben kein psychosomatisches Zipperlein wie bei der "Stell dich nicht so an, ich bin auch schwerkrank und seitdem ich mich nicht so wichtig nehme, geht es mir prima"-Fraktion hat aber aber Auswirkungen in allen diesen Bereichen.

Weder eine z.B. schwere Lebensmittelunverträglichkeit, noch Zucker, Asthma, ein Lungenschaden, Nierenprobleme, eine kaputte Schilddrüse, eine Autoimmunerkrankung oder fortschreitende Blindheit verschwinden mitsamt ihren Symptomen einfach durch "ignorieren". Solche "Ratschläge" von Leuten mit Geltungsdrang und offensichtlich ohne echte, schwere Krankheiterfahrung sind nicht nur egozentrisch, sondern teilweise geradezu lebensgefährlich und zumindest grob fahrlässig.

Nur weil ich selbst z.B. einmal im Monat Regelbeschwerden habe und mir vielleicht mal ein paar blaue Flecken zugezogen habe als ich vom Fahrrad gefallen bin, sage ich doch niemandem mit einem akuten Morbus Chron oder jemandem nach einer frisch erfolgten Chemo er solle sich selbst nicht so wichtig nehmen, einfach ganz normal an dem Partymarathon der Clique teilnehmen oder den Freundeskreis bei einer Wildwasserkanu-Tour begleiten wenn er den Anschluss nicht verlieren will. *Kopfschüttel*
 
  • #58
Hallo Miezekatze,

erstmal wünsche ich Dir gute Besserung, ich hoffe es geht dir bald besser.

Also ich kann beide Seiten verstehen. Ich hatte zwar nie Migräne, aber Panikattacken, die mir es schwer machten, unter Leute zu gehen. Mit Medikamente und Therapie ging es dann immer besser. In meiner Familie kenne ich allerdings Migräneanfälle, und das ist echt hart. Aber! Jede Krankheit hat einen Grund. Ich bin mir in diesem Fall beinahe sicher, dass deine Erkrankung mit dem Nicht-hinfahren-wollen zu tun hat. Weil es so lange dauert, weil Du nicht bestimmen kannst, wann ihr fahrt, etc. Kontrolle, Stichwort: ich hatte damals Panik, wenn ich das Gefühl hatte, Kontrolle zu verlieren. Dann ging es los: Schwindeln, Kopfweh, Fieber sogar. Das alles können wir uns selber durchaus herbeiführen.

Ich finde, Du hättest hier von Anfang an sagen soll, es ist dir zu viel. Deinen Vorschlag im Dezember zu fahren allerdings finde ich gut. Versuche dann es etwas kürzer zu machen, so, wie Du dich wohl fühlst dabei. Es ist ein tolles Zeichen, dass dein Freund dich mitnehmen wollte, dass es ihm wichtig ist, dass du da bist. Das zeigt, dass DU ihm wichtig bist. Versuche drüber nachzudenken, ob Du es ihm auch so zeigst, ob er es mitbekommt, damit diese Dynamik aufrecht bleibt.

Ich würde aber nach den Grund forschen, wieso diese Krankheit da ist, was sie verschärft. z.B. Stress, Periode, etc. Hormone angucken, das ist echt heikel. Und, evtl autogenes Training, da kann man lernen, den Körper etwas besser kontrollieren zu können.

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, werde schnell gesund, und hab deinen Partner ganz doll lieb :)
 
  • #59
verschwinden mitsamt ihren Symptomen einfach durch "ignorieren".
Nein, das nicht ( ich bin übrigens schwer krank, ahnt bloß keiner so , ich habe durchaus eine Haltung zu diesem Thema entwickelt) aber man kann lernen, damit umzugehen. Genau das sagen hier alle, keiner redet von irgendwelchen Zipperleinchen.
Es gibt jede Menge Techniken, die darauf abzielen, mit einer chronischen Erkrankung besser zu leben und das Gute daran....sie funktionieren sogar. Nichts anderes versuchen hier alle einschließlich meiner Person der FS mitzuteilen.
Eine chronische Erkrankung hat große Auswirkungen auf eine Partnerschaft (das weiß ich nun mal aus eigener Erfahrung) und man kann es dem Partner nicht verdenken, dass er manchmal ungeduldig wird.
Nur einfach mit "dann liebt er Dich nicht genug" ist es eben auch nicht getan. Jedenfalls nicht, wenn man die Partnerschaft gerne behalten möchte.
W
 
  • #60
age ich doch niemandem mit einem akuten Morbus Chron oder jemandem nach einer frisch erfolgten Chemo
Habe ich übrigens beides in meinem nahen Umfeld, mehrere Personen sogar. Und sie leben alle so normal weiter wie es nur irgendwie möglich ist. Genau darum geht es. Wenn dann einer dieser Leute mal nicht so kann,was soll´s , dann wird eben eine Pause gemacht oder er oder sie geht früher nach Hause.
Aber man kann sich natürlich auch anders entscheiden und sich dem Leid hingeben. Kenne ich auch genügend Leute, die das so machen. Kann doch jeder für sich entscheiden, die FS kann sich hier aus den Antworten raussuchen, was sie für sich braucht.
W
 
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