• #61
Kochen lernen und können schadet niemandem, ob Mann oder Frau.
Wir sind so eine große Familie, da finden solche Treffen statt.
Wie bei der Beschreibung der FS machen die Einzelnen /Paare bei solchen Treffen auch ihr eigenes Ding, man sitzt nicht die ganze Zeit aufeinander.
Nur er hat es bis jetzt nie anders gemacht, gab für ihn keinen Anlass. Es ist auch bequem, als Single in so einer Gruppe, man ist beschäftigt, nicht alleine.
Jetzt gäbe es den Anlass für Veränderung, dafür muss die FS den Anstoß geben, neue Konstellation, anderes Verhalten.
Was sich kaum ändern wird, ist die Gesprächsmethodik.
Das kenne ich aus der Zeit mit kleinen Kindern auch, man redet miteinander, es kommt so ein Kleines, man unterbricht, und später redet man weiter. Macht man irgendwann automatisch und routiniert, in einer Horde Eltern fällt das nicht auf. So wie es Zeiten gab, wo das eigene Essen nie warm war.
Für Kinderlose erst begreifbar, wenn Kinder da sind.
Er ist ein Familienmensch, das muss man grundsätzlich mögen.
Magst Du es, dann ist es jetzt der Moment in diesem Gefüge Deinen Platz zu schaffen, und mitzuwirken, dass er seinen eigenen Platz als immer verfügbarer Singlebruder neu definiert als Mann mit Partnerin.
Das ist genauso, wie wenn in ein eingespieltes Team ein neues Mitglied dazu kommt. Neue Dynamiken, neue Rollenverteilung und das neue Mitglied muss sich sehr genau überlegen,, welche Rolle es im Team haben möchte.
Taugt einem das Team nicht, geht es nicht.
Konkret, ich würde fahren, aber vorher mit ihm klipp und klar besprechen, wie dieser Urlaub ausschauen soll.
 
  • #62
Wer in einer solchen unstimmigen Situation dennoch geht, das Leiden und den Herzschmerz also herausfordert und braucht, der braucht sich im Nachhinein keine Reuegedanken machen, da es von vornherein nicht gepasst hat! Keine 1000 Pferde würden mich dahin bringen! Wo ist der Selbswert etc.,von den Leuten, die da hingehen?
 
  • #63
Würde ich an ihrer Stelle auch machen. Also nicht Leute kennenlernen, sondern mir einen Aktivitätenplan grob zurecht legen. Dann sitz ich zuerst ne Weile bei der Familie rum, damit die nicht vor den Kopf gestoßen wird. Wenn die/der Partner nichts anderes machen will, mach ich es eben alleine.
das wird ja ein "toller" Urlaub, vielleicht wäre es dann besser, ganz allein woanders hin zu fahren?
 
  • #64
Ich bin's wieder.
Nicht so viele, 2 alte Schulfreunde, die er 2-3mal im Jahr sieht, ansonsten verbringt er seine Freizeit am allerliebsten mit seiner Familie. Er versteht sich übrigens auch besser mit Frauen als mit Männern, weil er so eine nette, hilfsbereite, höfliche Art hat (mir selbst gefällt das ja auch privat, ich will mich hier nicht nur beschweren. Irgendwann, nicht jetzt, vieleleicht in ein paar Jahren, will ich auch mal Kinder, dafür ist wäre es natürlich vorteilhaft, er kennt sich total mit allem aus, während ich noch nie im Leben eine Windel gewechselt habe.... ). Er ist so ein bisschen das jüngste Nesthäkchen-Kind, hat es auch als Kind schon geliebt, mit seiner Mutter in der Küche zu kochen, hat als Teenager bei Nachbarn gebabysittet und war dann bei den Kindern dort beliebter als der eigene Vater ... Ich selbst verbringe auch gerne Zeit mit ungefähr Gleichaltrigen, habe viele Freunde und Bekannte und treffe mich gerne auch mal zu zweit oder dritt "unter Erwachsenen", um sich über "unsere" Themen zu unterhalten, eben Studium, Arbeit, Privatleben, Politik, Welt, Interessantes. Wenn ich mit meinem Partner alleine bin, können wir uns auch ganz toll unterhalten über viele Themen, nur wenn Eltern und Kinder da sind, interessieren sich da alle nur noch dafür und die Mutter zeigt uns irgendwelche Handyfilmchen, wie das Kind rumspringt oder sich im Spiegel selbst erkennt, das ist ja ganz süß, aus Elternperspektive verstehe ich die Begeisterung, aber man kann ja trotzdem auch noch über andere Sachen reden, immerhin haben seine Geschwister interessante Berufe und Hobbys, also theoretisch gäbe es auch noch andere Themen...
Lerne zu kochen wie seine Mutter, interessiere dich für die Kinder ...
Klappt es?:
du hast eine Traumfamilie zu deinem Partner, Glückwunsch!
Also mit ihr zusammen kochen mache ich bestimmt nicht, aber wenn ich dort zu Besuch bin, decke ich natürlich auch höflich mit den Tisch oder schäle auch mal eine Karotte, wenn man sie mir gibt. Ich kann selbst kochen, was mir schmeckt. Ich kenne es nicht so, dass wenn man bei Leuten zu Besuch ist, sich dann frei in ihrer Küche bedient und kocht, ich kenne mich ja in der Küche gar nicht so gut aus mit allem und wüsste nicht, was wofür eingekauft ist, außerdem käme ich mir irgendwie beobachtet vor, ich koche lieber in Ruhe in meiner eigenen Küche. Mein Freund kocht und bäckt dort aber regelmäßig alleine oder mit seinen Eltern.

Eigentlich habe ich früher oft von so einer Familie geträumt, weil es wirklich so eine richtig klischeehafte happy Bilderbuchfamilie ist, sie sitzen dann im Garten und essen selbstgebackenen Kuchen und trinken Tee und die Kinder spielen... Ich finde sie auch objektiv alle nett und interessiere mich auch dafür, was sie machen, habe nichts gegen gelegentliche Treffen, aber zusätzlich dazu eben auch was Eigenes und Zeit zu zweit.
 
  • #65
Wenn die mir auf den Zünder gehen, geh ich halt zum Strand oder mache Unternehmungen ohne die Leute. Man lernt ja im Urlaub auch immer irgendwelche Leute kennen, mit denen man dann gemeinsam Sachen machen kann.
Dann wird der restliche Urlaub für die FS sicherlich sehr angenehm...meine Erfahrung ist: Solange man sich dem Clan fügt, ist alles gut, wenn man o.g abzieht und aufmuckt, ist man ganz schnell „die Zicke“, „die Dramaqueen“, „diejenige die den Urlaub versaut“

Zum Glück wohnen meine jetzigen Schwiegereltern 600 km entfernt 🙏
 
  • #66
das wird ja ein "toller" Urlaub, vielleicht wäre es dann besser, ganz allein woanders hin zu fahren?
Jo. Traumurlaub hört sich anders an. Aber wenn sich die TS für diesen Partner entscheidet, dann gehört eben auch seine Familienaffinität dazu. Ich würde das, das beste aus der Situation machen nennen. Und es soll mir nichts Schlimmeres passieren, als dass ich allein im Meer rumplantsche oder mir ne Altstadt anschaue. Wenn's ganz arg kommt, halte ich nach einer @NormaJean Ausschau und unterhalte mich mit der übers Grillenzirpen und wie sehr ich den Geruch des Mittelmeeres (der Kräuter) mag oder so.
 
  • #67
Von daher: Such dir lieber direkt einen Mann, der die gleichen Vorstellungen vom Leben hat, wie du selbst.
Also ich habe hier jetzt nur mein "Problem" geschildert, mein Freund und ich verstehen uns aber sonst sehr gut und haben auch viele gemeinsame Werte und Interessen. Ich würde mich selbst auch als kinderlieb und familienfreundlich bezeichnen, also wenn ich eigene Kinder hätte, würde ich auch Spaß daran haben, mit ihnen zu spielen und ihre Entwicklung zu verfolgen, dann fände ich es toll, wenn mein Freund/Mann familienfreundlich und kinderlieb ist und überall mithilft, deswegen kann ich natürlich total verstehen, dass sie sich so dafür begeistern, eben weil es die eigene Familie und die eigenen Kinder (oder Neffen/Enkel etc.) sind, nur es sind ja nicht meine Kinder, deswegen stecke ich da nicht so tief drin. Also ich mag sie und interessiere mich auch für ihr Leben, aber ich habe eben auch ein eigenes Privatleben und würde auch erst in ein paar Jahren Kinder haben, es ist jetzt nichts Konkretes geplant. Ich kenne es so (auch bei Freunden), dass man auch viel Zeit als Paar verbringt oder, wenn man bei Verwandten zu Besuch ist, immer ein Auge auf dem Freund hat und drauf achtet, dass er sich nicht langweilt, also wenn wir meine Eltern besuchen (was deutlich seltener vorkommt, wohnen auch weiter weg), dann würde ich meinen Freund niemals alleine rumsitzen lassen und mich stundenlang mit anderen Sachen/Leuten beschäftigen, sondern ihn fragen, worauf er Lust hat, ihn mitnehmen, an seiner Seite bleiben, darauf achten, wie es ihm geht, bei einem Familienspaziergang händchenhaltend neben ihm laufen und mich mit ihm unterhalten, auch mit andern unterhalten, aber immer darauf achten, dass er dabei ist, würde alle in ein Gespräch miteinbeziehen. Wenn mir dann z.B. mein Papa irgendwas zeigen will, würde ich vielleicht kurz mitkommen, aber entweder meinen Freund fragen, ob er mitkommt, oder nach 5 Minuten wieder zurückgehen, weil ich es unhöflich finde, wenn man seinen Freund dabei hat und irgendwo sitzen lässt. Aber in meiner Familie haben wir auch keine Kinder. Mein Freund ist halt so oft bei seinen Eltern, dass er sich da total zu Hause fühlt und ganz natürlich überall rumrennt und irgendwie nützlich macht, dann eben mit den Kindern spielt, Dinge repariert, durch die Gegend trägt ... Ich selbst fühle mich dort als Gast, so wie er sich bei meinen Eltern auch als Gast fühlen würde. Deswegen rede ich zwar auch manchmal mit den Kindern, aber ich würde jetzt niemals z.B. einfach so eigenständig die Windel von dem Kleinkind wechseln oder mit ihnen alleine irgendwo hingehen oder mich alleine in der Küche bedienen, das wird auch überhaupt nicht erwartet und ich fände es übergriffig und komisch, ich bin dort ja zu Besuch und es sind nicht meine Kinder. Mein Freund macht das aber ganz natürlich, es ist ja das Haus seiner Kindheit, er kennt alles und alle und ist als Familienmitglied auch "berechtigt" dazu.
 
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  • #68
Also ich habe hier jetzt nur mein "Problem" geschildert, mein Freund und ich verstehen uns aber sonst sehr gut und haben auch viele gemeinsame Werte und Interessen. Ich würde mich selbst auch als kinderlieb und familienfreundlich bezeichnen, also wenn ich eigene Kinder hätte, würde ich auch Spaß daran haben, mit ihnen zu spielen und ihre Entwicklung zu verfolgen, dann fände ich es toll, wenn mein Freund/Mann familienfreundlich und kinderlieb ist und überall mithilft, deswegen kann ich natürlich total verstehen, dass sie sich so dafür begeistern, eben weil es die eigene Familie und die eigenen Kinder (oder Neffen/Enkel etc.) sind, nur es sind ja nicht meine Kinder, deswegen stecke ich da nicht so tief drin. Also ich mag sie und interessiere mich auch für ihr Leben, aber ich habe eben auch ein eigenes Privatleben und würde auch erst in ein paar Jahren Kinder haben, es ist jetzt nichts Konkretes geplant. Ich kenne es so (auch bei Freunden), dass man auch viel Zeit als Paar verbringt oder, wenn man bei Verwandten zu Besuch ist, immer ein Auge auf dem Freund hat und drauf achtet, dass er sich nicht langweilt, also wenn wir meine Eltern besuchen (was deutlich seltener vorkommt, wohnen auch weiter weg), dann würde ich meinen Freund niemals alleine rumsitzen lassen und mich stundenlang mit anderen Sachen/Leuten beschäftigen, sondern ihn fragen, worauf er Lust hat, ihn mitnehmen, an seiner Seite bleiben, darauf achten, wie es ihm geht, bei einem Familienspaziergang händchenhaltend neben ihm laufen und mich mit ihm unterhalten, auch mit andern unterhalten, aber immer darauf achten, dass er dabei ist, würde alle in ein Gespräch miteinbeziehen. Wenn mir dann z.B. mein Papa irgendwas zeigen will, würde ich vielleicht kurz mitkommen, aber entweder meinen Freund fragen, ob er mitkommt, oder nach 5 Minuten wieder zurückgehen, weil ich es unhöflich finde, wenn man seinen Freund dabei hat und irgendwo sitzen lässt. Aber in meiner Familie haben wir auch keine Kinder. Mein
Gut, ist alles doch nicht so schlimm...nennt man hier zurückrudern.

Anscheinend kannst du aber nicht mit deinem Freund über dein Anliegen sprechen oder er geht nicht darauf ein...das ist schon irgendwie schlimm und traurig. Oder nicht?!
 
  • #69
Nicht so viele, 2 alte Schulfreunde, die er 2-3mal im Jahr sieht, ansonsten verbringt er seine Freizeit am allerliebsten mit seiner Familie.
Na da haben wir's.
Findest du das nicht merkwürdig, sich nur 2mal im Jahr mit gleichaltrigen zu treffen ? Woran liegt das ?
Ich würde mal ein Gespräch mit ihm führen und fragen ob er das nicht eigentlich ungewöhnlich von sich selber findet.

Ich kenne es so (auch bei Freunden), dass man auch viel Zeit als Paar verbringt oder, wenn man bei Verwandten zu Besuch ist, immer ein Auge auf dem Freund hat und drauf achtet, dass er sich nicht langweilt, also wenn wir meine Eltern besuchen
Sprich das alles an ...
Auch das ... -->
Ich selbst verbringe auch gerne Zeit mit ungefähr Gleichaltrigen, habe viele Freunde und Bekannte und treffe mich gerne auch mal zu zweit oder dritt "unter Erwachsenen", um sich über "unsere" Themen zu unterhalten, eben Studium, Arbeit, Privatleben, Politik, Welt, Interessantes.
Kann ich gut verstehen!
Auch wenn ihr euch sonst gut versteht wirst du auf Dauer aber nicht glücklich wenn es so weiter geht.
Vielleicht hat er noch nicht begriffen, wie sehr dich das belastet.
Entweder ihr findet einen Kompromiss, oder du wirst "einstecken" ...
 
  • #70
Also ich habe hier jetzt nur mein "Problem" geschildert, mein Freund und ich verstehen uns aber sonst sehr gut und haben auch viele gemeinsame Werte und Interessen. Ich würde mich selbst auch als kinderlieb und familienfreundlich bezeichnen, also wenn ich eigene Kinder hätte, würde ich auch Spaß daran haben, mit ihnen zu spielen und ihre Entwicklung zu verfolgen
Ich verstehe dich wirklich sehr gut :) Ich verstehe auch den Freund, aber denke, wie hier schon gesagt wurde, dass er noch im "Single-Modus" ist, wo er eben nur die Familie hatte als absoluter Familienmensch und Nesthäkchen. (Dass er wenig Freunde hat, finde ich auch etwas bedenklich, muss aber nicht zwangsläufig schlecht sein.) Wirklich, ich würde mal ganz im Ruhe bei einem Abendessen zu zweit daheim deine Probleme und Sorgen mit ihm teilen, auch in Bezug auf Zukunft, jetzt nicht speziell auf diesen einen Urlaub hin. Nicht als Vorwurf, also nicht sagen "nur du machst das so komisch, sonst keiner; alle anderen fänden das schräg" oder so, sondern "ICH habe etwas Sorge, dass unsere Zweier-Beziehung da zu kurz kommt, auch wenn ich deine Familie mag" usw. Wenn er das Ausmaß wirklich versteht und nicht nur den einen Punkt beim Grillen, dann kann man offen drüber reden, über das Gesamtbild. Sowas ist für eine Beziehung absolut wichtig! Wenn ihr sonst gut zusammenpasst, vielleicht lernt er ja, sich bisschen mehr aus der Familie rauszunehmen für eine Beziehung. Er ist ja noch nicht so alt, dass man denkt, da ändert sich gar nichts mehr. Das ganze erfordert sicher Fingerspitzengefühl, damit er sich nicht angegriffen fühlt, aber ganz besonders seine Familie. Im Prinzip müssten ja aber die Geschwister zumindest Verständnis haben, da ihre Partner ja auch nicht die ganze Zeit mit der Familie zusammenhängen wollen.
Nur, wenn sich dann wirklich gar nichts ändert (kannst dir ja eine Frist setzen von einem halben Jahr oder Jahr) oder er total uneinsichtig ist, dann würde ich mir ernsthaft überlegen, mich zu trennen. Denn dann bleibt es das ganze Leben so und du wirst vielleicht immer frustrierter.
Auf einiges kann man sich ja einstellen. Dass die Geschwister meines Freundes sozusagen Narrenfreiheit bei ihm haben und kaum was falsch machen können (er ist eben der ältere Bruder) und man sie unter keinen Umständen kritisieren darf, habe ich schon gelernt :D Hilft, wenn man die Familie des anderen aber im Grunde sympathisch findet. Ich frage mich immer, wie das für mich wäre, wenn mein Mann eine enge Bindung zu seiner extrem religiösen und bösartigen Mutter hätte. Ich glaube, dann wären wir ganz schnell wieder getrennt gewesen... Du musst dich mit der Beziehung und den Bedingungen ja insgesamt wohl fühlen, statt ständig ein schlechtes Bauchgefühl zu haben langfristig.
 
  • #71
Für die meisten Menschen ist das zuviel und ich bin mir sicher, nicht mal alle Familienmitglieder sind scharf auf solches Rumhängen miteinander, bloß traut sich keiner was sagen.
Also die Eltern haben sich diesen Urlaub mit der ganzen Familie gewünscht, ist ja auch eine schöne Idee, ich habe auch gar nichts gegen den Urlaub allgemein. Von den Geschwistern hat sich erstmal keiner drum gekümmert, der Mann der Schwester hält sich sowieso öfters raus bei diesen Treffen, hat auch gewisse Konflikte/Spannungen mit der Großmutter, er wollte auch lieber eine Woche tauchen gehen, jetzt ist das zu kompliziert, also werden er und seine Frau das verbinden mit diesem Urlaub, aber zwischendurch mal zusammen tauchen gehen und das Kleinkind dann bestimmt bei den Großeltern oder meinem Freund oder irgendwo lassen, jedenfalls hat sich lange niemand um nichts gekümmert, sie haben eine Familien-WhatsApp-Gruppe und es gab lange keine richtigen Reaktionen/Festlegungen, was das Datum und den Ort betrifft, dann waren die Großeltern schon etwas enttäuscht und verärgert, mein Freund auch, weil er das blöd von seinen Geschwistern fand, also hat er dann selbständig alles recherchiert und geplant, mit seinen Eltern besprochen und dann einfach entschieden, jetzt können wir uns alle Tickets buchen. Letztendlich machen natürlich schon auch alle gerne mit, weil es ein besonderes Ereignis ist und die Eltern schon 70 sind und es vielleicht oder wahrscheinlich der letzte große gemeinsame Familienurlaub mit wirklich allen wird, es ist den Eltern/Großeltern sehr wichtig. Wie gesagt, an sich ja auch alles gut und schön, mir geht es nur darum, dass ich mir Sorgen mache, ob ich mich fehl am Platz fühlen könnte. Wie gesagt, seine Geschwister nehmen sich schon auch Zeit für sich, nur mein Freund hat halt die Angewohnheit, dass er immer daran teilnimmt, das heißt, überall dort, wo es erwünscht ist, mitkommt und unterstützt, sich anbietet, auf das Kind aufzupassen, freiwillig alles organisiert und aufbaut oder mitträgt und allgemein halt überall hinrennt und mitmacht. Wenn er da als Single dabei ist, kann ich das ja verstehen, nur er könnte ja auch auf die Idee kommen, mit mir zusammen ein Kanu zu mieten und zu zweit eine Tour durch die Bucht zu machen, meinetwegen noch mit dem 12jährigen Jungen dabei, halt ein bisschen Abenteuer und eigene Unternehmungen. Ich habe halt die Befürchtung, dass wenn ich die Kanu-Tour vorschlage und seine Schwester mit dem Kleinkind (oder ohne) irgendwas machen will, er dort seine Hilfe anbietet und dann lieber das machen will oder hin- und hergerissen ist. Und ich will ja dann auch nicht die böse Person sein, die ihn egoistisch seiner Familie entzieht. Ich weiß natürlich nicht, wie es wirklich wird, aber weil so viele Leute und ALLE Kinder dabei sein werden gleichzeitig, befürchte ich, dass er total abgelenkt sein wird, es gibt ja dann überall immer was zu tun ...
 
  • #72
Wie gesagt, an sich ja auch alles gut und schön, mir geht es nur darum, dass ich mir Sorgen mache, ob ich mich fehl am Platz fühlen könnte. Wie gesagt, seine Geschwister nehmen sich schon auch Zeit für sich, nur mein Freund hat halt die Angewohnheit, dass er immer daran teilnimmt, das heißt, überall dort, wo es erwünscht ist, mitkommt und unterstützt, sich anbietet, auf das Kind aufzupassen, freiwillig alles organisiert und aufbaut oder mitträgt und allgemein halt überall hinrennt und mitmacht. Wenn er da als Single dabei ist, kann ich das ja verstehen, nur er könnte ja auch auf die Idee kommen, mit mir zusammen ein Kanu zu mieten und zu zweit eine Tour durch die Bucht zu machen, meinetwegen noch mit dem 12jährigen Jungen dabei, halt ein bisschen Abenteuer und eigene Unternehmungen. Ich habe halt die Befürchtung, dass wenn ich die Kanu-Tour vorschlage und seine Schwester mit dem Kleinkind (oder ohne) irgendwas machen will, er dort seine Hilfe anbietet und dann lieber das machen will oder hin- und hergerissen ist. Und ich will ja dann auch nicht die böse Person sein, die ihn egoistisch seiner Familie entzieht.
Du machst dir zu viele Sorgen, wie es ankommen könnte, wenn du es ansprichst :) Ohne deutliches Ansprechen wird es aber nicht gehen. Nimm deine eigenen Bedürfnisse nicht so zurück, sondern erzähl ihm davon. Wahrscheinlich ist es ihm einfach nicht klar, wie das für dich ist.
 
  • #73
Die beiden sind zwei Jahre zusammen, der Zustand dauert diese Zeit an. Die Frage stellt sich nicht erst wegen der geplanten Reise.
Genau das ist der Punkt. Es geht nicht wirklich um diese spezielle Reise (50jähriger Hochzeitstag mit allen zusammen würde ich nicht schwänzen, das gäbe böses Blut für den Rest dieses Lebens), sondern dass der Partner dich liebe FS, in Gegenwart seiner Familie links liegen lässt. Das wird bei 10 Tagen Urlaub zwar besonders unangenehm sein, aber das Problem besteht ja dauerhaft, auch zu Hause, auch in Zukunft. Nur den Urlaub zu schwänzen ändert nichts daran. Schwänzen brächte dich nur in eine Außenseiterrolle mit Konsequenzen ohne dass das Hauptproblem bearbeitet würde.

Ich war auch mal 14 Tage im Urlaub mit meinem Partner, dessen Eltern, Bruder und dessen Frau zu Beginn unserer Beziehung. Gebucht haben wir, als ich seine Familie noch gar nicht kannte (die Reise war schon geplant und ich musste kurzfristig entscheiden, ob ich mitwill). No risc no fun dachte ich, und es ging zum Glück gut. Es war eine Insel ohne Entkommen, ohne Städte oder kulturelles Angebot, wohin ich notfalls hätte flüchten können. Zudem waren die 3 Männer tagsüber tauchen und ich mit Schwiegermutter und Schwägerin schnorcheln. Der Unterschied: 1) es gab keine Kleinkinder, d.h wir konnten über Erwachsenenthemen reden und 2) kam mein Mann nachmittags vom Tauchen zurück, wich er nicht mehr von meiner Seite, so dass es eine richtig romantische Reise war für uns Beide.

Und genau das ist ja das Problem bei euch, dass er dich den ganzen Tag alleine lässt. Das hat nichts mit der Reise zu tun, sondern ist ein grundsätzliches Problem, über das ihr unbedingt sprechen müsst. Ihm fällt das ganz unbedarft wahrscheinlich gar nicht auf, er verhält sich in Gegenwart seiner Familie wie er es als Single gewohnt war und hat sich noch nicht an die neue Lage - er ist nun Teil eines Paares - adaptiert. Wird er von alleine auch nicht, das musst du ihm ganz deutlich klar machen. Wie unwohl du dich fühlst. Ändert er nichts, musst du dir überlegen, ob du das die nächsten Jahre mitmachen willst.
 
  • #74
Jetzt gehst Du mal zu einer italienischen oder arabischen Großfamilie und schaust an, was da so üblich ist. Ich kenne auch solche deutschen Familien. Ich denke, das ist nicht per se ungesund, nur eben eine bestimmte Lebenseinstellung.
Nur weil es früher oder in bestimmten Kulturkreisen so üblich ist, heißt es noch lange nicht, dass es auch gut/gesund/ förderlich für die eigene Entwicklung ist. Viele würden sicherlich gerne ausbrechen oder zumindest Abstand gewinnen, der Druck ist aber zu groß und die Angst vorhanden die Familie zu verlieren, verstoßen zu werden.
 
  • #75
Gut, ist alles doch nicht so schlimm...nennt man hier zurückrudern.
Anscheinend kannst du aber nicht mit deinem Freund über dein Anliegen sprechen oder er geht nicht darauf ein...das ist schon irgendwie schlimm und traurig. Oder nicht?!
Kennen wir doch, immer dieselbe LP, mit ausgeleierten Rillen, dass man sich fragen muss, warum wurde der Thread überhaupt eröffnet??
Selten nehmen FS von den Beitragsschreibern was an, es geht anscheinend gegen ihr Gefühl, gegen ihren Scham!
Ich würde mal ein Gespräch mit ihm führen und fragen ob er das nicht eigentlich ungewöhnlich von sich selber findet.
Bringt doch nichts, der ist so fest Clan programmiert und fremd konditioniert!
Auch wenn ihr euch sonst gut versteht wirst du auf Dauer aber nicht glücklich wenn es so weiter geht.
Vielleicht hat er noch nicht begriffen, wie sehr dich das belastet.
Entweder ihr findet einen Kompromiss, oder du wirst "einstecken" ...
Diese Beziehung wird irgendwann scheitern, hoffentlich nicht erst dann, wenn Kinder da sind, sie würde alleinerziehend werden, ihre Sutuation mit einem Muttersöhnchen wurden hier schon hunderte Male diskutiert, sie kann es nicht einsehen und muss selbst die bittere Erfahrung machen und auf ihre Nase fallen, wie so viele, sie ist da nicht alleine!
ich habe auch gar nichts gegen den Urlaub allgemein.
Dann ist doch alles gut, deine Entscheidung ist längst getroffen, warum fragst du uns dann noch hier?
nur er könnte ja auch auf die Idee kommen, mit mir zusammen ein Kanu zu mieten und zu zweit eine Tour durch die Bucht zu machen,
Da er mit dir nicht verbunden ist, kann er gar nicht auf diese Idee kommen, du wirst schon noch aufwachen, wahrscheinlich, erst dann, wann es zu spät ist!
befürchte ich, dass er total abgelenkt sein wird, es gibt ja dann überall immer was zu tun
Du scheinst noch sehr naiv und sehr blind zu sein, merkst nicht, dass es dich für ihn gar nicht gibt, sind alles nur Flüchte und Ausreden von ihm, von dir!
 
  • #76
Solange man sich dem Clan fügt, ist alles gut, wenn man o.g abzieht und aufmuckt, ist man ganz schnell „die Zicke“, „die Dramaqueen“, „diejenige die den Urlaub versaut“
Das musst du auch bedenken. Meine Schwägerin hat sich in den Augen der Schwiegereltern zu viel zurückgezogen (was diese als Ablehnung empfunden haben) und war ganz schnell unten durch. Nicht nur im Urlaub, sondern über 14 Jahre und nun, eine Woche vor Weihnachten, haben die Parteien komplett gebrochen (großes Drama gerade bei uns, weil auch 3 Kinder im Spiel sind; Auslöser- nicht Ursache- war nun ausgerechnet der Name meines Ungeborenen, total lächerlich, dabei war ich die Einzige, die bei all den Streitereien noch solidarisch zu der anderen Schwiegertochter stand, jetzt bin ich für sie die Böse und habe stellvertretend für den jahrelangen Zwist mit den Schwiegereltern alles abbekommen, was sie sich nie getraut hat, ihnen ins Gesicht zu sagen... Aber das ist ein anderes Thema).

Wenn du deinen Partner willst, musst du dich auch für seine Familie entscheiden, sonst wird es richtig unangenehm. Ihn gibt es nur mit Großfamilie - Daran kannst du nichts ändern.
Jedoch sollte er dich mit einbeziehen, an deiner Seite sein und dich nicht links liegen lassen. Hier sehe ich das Hauptproblem.

W37
 
  • #77
ihnen alleine irgendwo hingehen oder mich alleine in der Küche bedienen, das wird auch überhaupt nicht erwartet und ich fände es übergriffig und komisch, ich bin dort ja zu Besuch
Wer zur Familie gehört, ist bei uns zu Hause. Da versorgt sich jeder, geht in den Keller, an den Kühlschrank, wie oft habe ich bei meiner Cousine für alle gekocht. Aber genauso selbstverständlich verkrümeln sich welche, machen ihr Ding. Irre einen stehen bei Morgengrauen auf, die anderen zu Mittag.
Du bist es nicht gewohnt.
Probiere es doch mal aus, zu sagen was Du willst und ob Du Dich zuhause fühlst.
Bei uns gehen auch die Freunde unserer Kinder ein und aus.
Rede mit Deinem Freund.
So selten, wie es hier benannt wird, ist es nicht, und natürlich ist nie alles eitel Sonnenschein.
Aber solche Familien gleich als abhängig, krank, etc zu bezeichnen, nun ja.
Wir sind nicht nur eine große Familie, sondern auch eine relativ große Clique, Freunde, nicht Familie, auch da Verbundenheit.
Manche mögen das eben. Wir haben trotzdem unser eigenes Leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #79
Wenn es vom Grundsatz her nicht passt, ist ein Tag schon zuviel!
Trotzdem denke ich, dass man in einer Beziehung auch mal das machen sollte was einem nicht so gefällt. Also dem anderen zuliebe. Ich weiß du hälst nichts von Kompromissen. Du schreibst ja, dass du schon seit Jahren in einer glücklichen Beziehung bist. Macht ihr da niemals was was euch nicht so gefällt? Also tut ihr niemals was dem anderen zuliebe? Ansonsten kann eine Beziehung auch nicht funktionieren.
 
  • #80
Wenn du deinen Partner willst, musst du dich auch für seine Familie entscheiden, sonst wird es richtig unangenehm. Ihn gibt es nur mit Großfamilie - Daran kannst du nichts ändern.
Jedoch sollte er dich mit einbeziehen, an deiner Seite sein und dich nicht links liegen lassen. Hier sehe ich das Hauptproblem.
Exakt. Ich habe große Zweifel, dass ansprechen etwas bringen- probieren sollte sie es natürlich- weil er so in diese Rolle aufgeht und es für alle auch sehr bequem ist, wenn ständig jemand zu Diensten ist.

2) kam mein Mann nachmittags vom Tauchen zurück, wich er nicht mehr von meiner Seite, so dass es eine richtig romantische Reise war für uns Beide
Genau.
Aber solche Familien gleich als abhängig, krank, etc zu bezeichnen, nun ja.
Wenn kein Raum für Individualität gelassen wird schon.
Deine Familie ist ja anders strukturiert als die hier beschriebene, weil es Freiräume, Freunde usw. gibt.
 
  • #81
Wer zur Familie gehört, ist bei uns zu Hause. Da versorgt sich jeder, geht in den Keller, an den Kühlschrank, wie oft habe ich bei meiner Cousine
Das hast du aber sicherlich mal in dem Wortlaut so verkündet. Wer weiß, wie es bei der FS ist...Ich würde auf jeden Fall auch nicht einfach so an Kühlschränke, Schubladen, in den Keller etc. gehen, wenn ich nicht ausdrücklich die Erlaubnis bekommen hätte- auch nicht bei den Schwiegereltern. Gehört sich einfach nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #83
Nur weil es früher oder in bestimmten Kulturkreisen so üblich ist, heißt es noch lange nicht, dass es auch gut/gesund/ förderlich für die eigene Entwicklung ist. Viele würden sicherlich gerne ausbrechen oder zumindest Abstand gewinnen, der Druck ist aber zu groß und die Angst vorhanden die Familie zu verlieren, verstoßen zu werden.
Ich möchte das nicht beurteilen, schon gar nicht als gesund oder förderlich.

Ich kenne Familien, bei denen macht das einen sehr harmonischen Eindruck. Das muss deswegen nicht überall so sein, es muss einem eben liegen.
 
  • #85
Trotzdem denke ich, dass man in einer Beziehung auch mal das machen sollte was einem nicht so gefällt. Also dem anderen zuliebe. Ich weiß du hälst nichts von Kompromissen.
Es geht nicht um: auch mal, es geht um ständig bei diesem Thread, was er tut ist nicht beziehungsfähig, seine Nichtabnabelung als Muttersöhnchen wird keine Frau glücklich machen. Einseitige Kompromisse, (ständiges Nachgeben der gleichen Person!) sind faule, ungelöste, zeitverlängerte Probleme, nichts anderes!
Du schreibst ja, dass du schon seit Jahren in einer glücklichen Beziehung bist. Macht ihr da niemals was was euch nicht so gefällt? Also tut ihr niemals was dem anderen zuliebe? Ansonsten kann eine Beziehung auch nicht funktionieren.
Du darfst gerne bei deiner Meinung bleiben, da habe ich nichts dagegen. Wir brauchen keine faulen pubert. Kompromisse, wir sind und werden uns immer ausgewogen einig, da wir eine wunderbare, vertrauensvolle und respektvolle Kommunikation in der Liebe führen. Jeder darf und kann so sein, wie er wirklich ist. Ich wüsste nicht in all den Jahren, einen einzigen Problemthread zu erstellen, da wir jederzeit über alles in der Paarbeziehung reden und regeln, da entstehen keine Probleme!
 
  • #86
ist alles doch nicht so schlimm...nennt man hier zurückrudern.
Ja, es handelt sich hierbei schon um ein krasses zurückrudern!
Dann ist doch alles gut, deine Entscheidung ist längst getroffen, warum fragst du uns dann noch hier?
Ich sehe es auch so! Ihre Entscheidung hat sie bereits längst getroffen! Alles andere ist nur noch blabla....

warum wurde der Thread überhaupt eröffnet??
Gute Frage!
ALLE Kinder dabei sein werden gleichzeitig, befürchte ich, dass er total abgelenkt sein wird, es gibt ja dann überall immer was zu tun ...
Dein Freund verhält sich in diesem Urlaub mit Sicherheit wie ein Animateur, der ständig rund um die Uhr die Kinder bespaßt, etliche Dinge organisiert, während die Eltern genug Zeit haben, den Urlaub zu genießen, Ausflüge zu buchen und Unternehmungen nachzugehen! Zeit für Dich, liebe Goldi, wird er daher kaum haben! Aber hinterher darfst Du Dich dann auch nicht beschweren...
Es geht nicht wirklich um diese spezielle Reise (50jähriger Hochzeitstag mit allen zusammen würde ich nicht schwänzen, das gäbe böses Blut für den Rest dieses Lebens), sondern dass der Partner dich liebe FS, in Gegenwart seiner Familie links liegen lässt
Sehe ich genauso! Abgesehen vom Urlaub, ist er auch sonst fast täglich bei der Familie, das wäre bei mir ein absolutes No-Go! Da kann er nett sein, wie er will! Es wundert mich auch nicht (mehr), dass er früher lange Single war, denn, welche junge Frau macht das bitteschön mit!?
 
  • #87
Also ich finde das schon erstaunlich wie stark sich dein Freund einbringt, so als müssten die Eltern dann gar nicht mehr auf die Kinder aufpassen.. ich finde es gut wenn man einander hilft aber eben auch nicht so als würde er die Elternrolle übernehmen, mit den Kindern spielen finde ich total super und freue mich selber auch total wenn mein Sohn mit anderen Familienmitgliedern oder Freunden spielt, tobt und ich ein paar Minuten für mich habe, er ist ein offenes kleines Kerlchen und kommt schon zu der Person an mit der er spielen möchte, nimmt sie an die Hand und zeigt dann was er machen möchte.
Die Windel vom kleinen wechseln nur wenige Personen, wir als Eltern, meine Mutter und das Personal der Kita - sonst keiner, ich würde auch keinen aus der Familie bei einem Fest o.ä. damit beauftragen den Stinker zu entfernen, würde ich merkwürdig finden.

Hast du denn mal versucht mit deinem Freund zu reden und ihm gesagt, dass du dir gerne mehr Aufmerksamkeit von ihm wünschst wenn ihr bei seiner Familien seid?

Wenn dir die Zeit mit deinem Freund zu wenig ist dann würde ich mit ihm Verabredungen treffen ohne Familie, nur ihr zwei.

Du könntest ihm auch sagen, dass du im Urlaub ein paar Tage nur mit ihm verbringen möchtest, wobei das schwer ist weil bestimmt irgendwer ankommt und was unternehmen möchte, da müsste er dann klar kommunizieren können mit der Familie, dass er keine Zeit hat und ich denke das kann oder möchte er nicht.

Wenn dann schon konkret alles festhalten und planen was an welchen Tagen gemacht wird, zB. die Kanutour an Tag X.
Macht euch einen gemeinsamen Plan, wo beide das bekommen was sie wünschen, er mal Zeit mit seiner Familie und du mal Zeit mit ihm alleine.

W 27

@Sommergold bei uns gab es beim Namen und Geburt (alle wollten dabei sein, wissen wann was wo und wir haben alles geheim gehalten) auch Trubel, deshalb haben wir ihn bis nach der Geburt geheim gehalten, würde es immer wieder so machen. Man kann es keinem recht machen, besser man macht es so wie es sich richtig anfühlt und wählt einen Namen mit dem das Kind gut leben kann.
Meine Mutter war traurig weil sie als letzte von der Geburt erfahren hat (hatten es nur in die WhatsApp- Gruppe geschrieben) und sie nicht angerufen, ihr Freund hat sie angerufen und ihr gratuliert - sie war arbeiten und dachte wir kommen wieder zurück aus dem Krankenhaus quasi Fehlalarm, war es aber nicht. Wir blieben zur Beobachtung im Krankenhaus weil die Wehen noch nicht stark genug waren, zur Nacht hin ging es dann doch los und am späten Morgen war er da.
Ich habe allen vorher gesagt, dass ich das nicht wünsche, keiner Nachtwache etc. halten soll, dass ich das alleine mit Mann über die Bühne bringe und fertig.
 
  • #88
Mein Mann hat 2 Brüder. Er ist der älteste, hat er erst spät geheiratet (mich) u Kinder bekommen. Der mittlere ist schon seit Anfang 20 verheiratet, hat Frau und 2 Kinder.
Der Jüngste ist gerade mit seiner Doktorarbeit fertig geworden und hat seit kurzem den ersten "richtigen" bezahlten Job.

Mein Mann war und ist der beliebte Onkel, so wie dein Freund es ist. Allerdings wohnte er schon immer etwas weiter weg und ist daher nur zu Familienfeiern zu Besuch. Bei diesen Feiern sitzt er selbstverständlich an meiner Seite. Je nach Situation, teilen wir uns aber auch auf und sind einige Zeit getrennt voneinander. Problematisch finde ich das nicht, denn er lässt mich ja nicht links liegen und (vielleicht im Gegensatz zu dir) fühle ich mich in der Familie nicht als Fremdkörper. Ich war auch schon vor der Hochzeit vollwertiges Familienmitglied.

Der jüngere Bruder wohnte bis vor kurzem 30 Minuten von den Eltern entfernt. Er kam oft zum Essen und war viel dort. ... [Zeichenbegrenzung] In gewisser Weise ist er ein bisschen wie dein Freund und ich wünsche ihm, dass er sich etwas mehr von seinen Eltern abkapseln kann.

Vor Corona gab es die Tradition, einmal im Jahr alle zusammen in den Skiurlaub nach Österreich zu fahren. Der Bruder meiner Schwägerin plus Familie auch dabei. Gemietet wurden in Österreich mehrere Appartements in einem Haus. So war jede Familie/erweiterte Familie für sich und trotzdem machte man viel zusammen. Ich war zweimal mit und fand die Urlaube sehr schön. Es gab Zeiten zusammen und trotzdem konnte jeder sein Ding machen. Jeder fuhr die Pisten, die er konnte und Mittags trafen wir uns zum Essen in der Skihütte. Außerdem verbrachten wir die Abende teilweise zusammen.

In meiner Schwiegerfamilie, aber auch in meiner Familie würdest du einen schlechten Eindruck hinterlassen, wenn du zum Urlaub anlässlich des 50. Hochzeitstages nicht mitkommst. Diesen Anlass gibt es nur einmal und wie du selbst schreibst, ist es wohl der letzte große Familienurlaub. Man würde es akzeptieren, aber man würde sich vor den Kopf gestoßen fühlen und fragen, warum. Willst du dich bewusst abgrenzen/magst du uns [die Eltern] nicht? - das würde man sich fragen und das bisher gute Verhältnis würde sich merklich abkühlen.
Wenn dir also was daran liegt, in der Familie willkommen zu sein, rate ich dir dringend davon ab, nicht mit in den Urlaub zu fahren. Stattdessen würde ich bei deinem Freund ansetzen und mit ihm ein Gespräch über seine Rolle und deine Erwartungen führen.
Mir wäre dieses enge Verhältnis auch zu viel. Wobei der Rest der Familie ja normal zu sein scheint, so wie bei meiner Familie, nur dein Freund ist noch zu sehr in seiner Single-Onkel-Phase drinnen ohne die Veränderung - dich an seiner Seite - zu reflektieren. Dahin muss er kommen und das geht am besten mit einem Gespräch.

W36
 
  • #89
Also ich habe hier jetzt nur mein "Problem" geschildert, mein Freund und ich verstehen uns aber sonst sehr gut und haben auch viele gemeinsame Werte und Interessen. Ich würde mich selbst auch als kinderlieb und familienfreundlich bezeichnen, also wenn ich eigene Kinder hätte, würde ich auch Spaß daran haben, mit ihnen zu spielen und ihre Entwicklung zu verfolgen, dann fände ich es toll, wenn mein Freund/Mann familienfreundlich und kinderlieb ist und überall mithilft, deswegen kann ich natürlich total verstehen, dass sie sich so dafür begeistern, eben weil es die eigene Familie und die eigenen Kinder (oder Neffen/Enkel etc.) sind, nur es sind ja nicht meine Kinder, deswegen stecke ich da nicht so tief drin. Also ich mag sie und interessiere mich auch für ihr Leben, aber ich habe eben auch ein eigenes Privatleben und würde auch erst in ein paar Jahren Kinder haben, es ist jetzt nichts Konkretes geplant. Ich kenne es so (auch bei Freunden), dass man auch viel Zeit als Paar verbringt oder, wenn man bei Verwandten zu Besuch ist, immer ein Auge auf dem Freund hat und drauf achtet, dass er sich nicht langweilt, also wenn wir meine Eltern besuchen (was deutlich seltener vorkommt, wohnen auch weiter weg), dann würde ich meinen Freund niemals alleine rumsitzen lassen und mich stundenlang mit anderen Sachen/Leuten beschäftigen, sondern ihn fragen, worauf er Lust hat, ihn mitnehmen, an seiner Seite bleiben, darauf achten, wie es ihm geht, bei einem Familienspaziergang händchenhaltend neben ihm laufen und mich mit ihm unterhalten, auch mit andern unterhalten, aber immer darauf achten, dass er dabei ist, würde alle in ein Gespräch miteinbeziehen. Wenn mir dann z.B. mein Papa irgendwas zeigen will, würde ich vielleicht kurz mitkommen, aber entweder meinen Freund fragen, ob er mitkommt, oder nach 5 Minuten wieder zurückgehen, weil ich es unhöflich finde, wenn man seinen Freund dabei hat und irgendwo sitzen lässt. Aber in meiner Familie haben wir auch keine Kinder. Mein Freund ist halt so oft bei seinen Eltern, dass er sich da total zu Hause fühlt und ganz natürlich überall rumrennt und irgendwie nützlich macht, dann eben mit den Kindern spielt, Dinge repariert, durch die Gegend trägt ... Ich selbst fühle mich dort als Gast, so wie er sich bei meinen Eltern auch als Gast fühlen würde. Deswegen rede ich zwar auch manchmal mit den Kindern, aber ich würde jetzt niemals z.B. einfach so eigenständig die Windel von dem Kleinkind wechseln oder mit ihnen alleine irgendwo hingehen oder mich alleine in der Küche bedienen, das wird auch überhaupt nicht erwartet und ich fände es übergriffig und komisch, ich bin dort ja zu Besuch und es sind nicht meine Kin
„Ich kann zwar nicht mit meinem Freund über Dinge sprechen, die mich sehr belasten/ er nimmt auf meine Bedürfnisse wenig Rücksicht, aber ansonsten ist er ein toller Mann und unsere Beziehung super“

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  • #90
Wenn dann schon konkret alles festhalten und planen was an welchen Tagen gemacht wird, zB. die Kanutour an Tag X.
Macht euch einen gemeinsamen Plan, wo beide das bekommen was sie wünschen, er mal Zeit mit seiner Familie und du mal Zeit mit ihm alleine.
Du scheinst echt sehr unerfahren und noch sehr naiv zu sein, zwar gut gemeint, jedoch funktioniert das niemals, dieser junge Mann ist Clan programmiert und trainiert!
Ich habe allen vorher gesagt, dass ich das nicht wünsche, keiner Nachtwache etc. halten soll, dass ich das alleine mit Mann über die Bühne bringe und fertig.
So ist exakt richtig, das geht nur Mutter und Vater was an, sonst niemand, hab ich auch so gemacht, Punkt!
nur dein Freund ist noch zu sehr in seiner Single-Onkel-Phase drinnen ohne die Veränderung - dich an seiner Seite - zu reflektieren. Dahin muss er kommen und das geht am besten mit einem Gespräch.
Das glaubst du, das geht so leicht, NIEMALS!
 
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