• #121
Habt ihr überhaupt schon mal eine romantische Reise zu zweit unternommen?
Nein, haben wir nicht. Ich bin dieses Jahr alleine mit Freunden verreist und er hat sich Urlaub genommen, den aber gemütlich zu Hause verbracht und ist dann eben immer zu seiner Familie zu Besuch, die Kinder hatten teilweise auch Ferien. Oder über Weihnachten war ich ein paar Tage bei meiner Familie und er hat sich Urlaub genommen, seine Schwester ist mit ihrem Partner und Kleinkind bei den Eltern unten in ein Gästezimmer eingezogen für die freien Tage und er war dann auch oft dort, sie haben dann alle zusammen im Kreis der Familie Kekse gebacken und so was. Ich kann ja verstehen, wenn es spektakulär ist, dass die eigenen Geschwister Kinder haben, dass das alle toll und aufregend finden, nur ich selbst begeistere mich eben nicht so dafür, weil ich damit nicht so viel zu tun habe.

Aber ich habe gefragt, ob wir später im Jahr zu zweit verreisen können.
 
  • #122
Monikka, wie meinst du das ? Ist die Idee dahinter, dass der Mann in diesem Fall so sehr ein kleines Kind ist, (welches nur für seine Eltern lebt und dem nur das wohlwollen der Eltern wichtig )dass er deswegen weniger sexuelle Bedürfnisse hat, also auch tatsächlich körperlich hormonell auf einem kindlichem Level ist - weil der kindliche Charakter einfluss auf den Körper ausübt ?

Das ist aber nicht allgemein eine Sache die über Muttersöhnchen bekannt ist oder ?
Interessant, das ist bei ihm tatsächlich ein bisschen so, er hat selbst mal gesagt, dass er glaubt, dass er nicht so viel Testoteron oder irgendwas hat, eben weil er kein so ausgeprägtes Sexbedürfnis hat, er braucht einfach nicht so oft Sex und auch keinen versauten Sex, es ist sozusagen liebevoller Blümchensex mit viel Schmusen und Kuscheln, auch zarte Küsse ohne Zunge. Ich mag ihn sehr und habe auch gerne Sex mit ihm und kein Problem damit, ich bin da flexibel und könnte zwar auch mehr und anderen Sex haben, aber muss auch nicht sein, so wichtig ist das für mich nicht. Ich liebe meinen Freund und schmuse gerne mit ihm und zu zweit haben wir auch sehr romantische Momente und können uns auch gut unterhalten.

Ihm reicht Sex auch alle zwei Wochen mal und er vergisst das sozusagen, denkt nicht daran oder hat gar kein großes Bedürfnis, also er macht schon gerne mit, wenn ich mich nackt ins Bett liege, es macht ihm dann auch Spaß und ist auch schön, aber er kommt jetzt nicht unbedingt von selbst auf die Idee, insgesamt ist er eher etwas unbedarft vom Wesen her, aber ich will eigentlich auch hier nicht so lästern, er ist ein sehr lieber Mensch und hat definitv auch sehr viel Gutes, ich will ihm hier jetzt auch nicht Unrecht tun, ich bin sehr gerne mit ihm zusammen und auch das mit seiner Familie ist alles auch überhaupt nicht soooo schlimm, nur stört mich etwas

Und es ist ihm auch manchmal unangenehm/peinlich, detailliert über Sex zu reden, also wir können schon darüber reden, aber z.B. habe ich mich neulich mit meinen gleichaltrigen Freunden zu einem lustigen Snack- und Filmabend getroffen, wir reden öfters mal über sexuelle Themen, einfach aus Spaß, es war eine gemischte Runde und teilweise haben wir unterhaltsam über den Geschmack von Vaginas/Sperma geredet und uns scherzhaft gefragt, ob für einen Mann ein kleiner Penis oder eine kleine Körpergröße schlimmer ist und für wie viel Geld der eine junge Mann im Raum dem anderen einen blasen würde und ob eine rein mechanische Stimulation eine Erektion bewirken kann ohne mentale Lust etc. - es war sehr lustig, aber ich weiß, dass es komisch gewesen wäre, wenn mein Freund dabei gewesen wäre, eben weil ihm solche Gespräche irgendwie unangenehm sind, sie führen in seiner Familie eben eher so unschuldige Gespräche über Kinder, Kindergarten und Kekse, Kochrezepte. Aber das ist ok, man kennt ja verschiedene Leute mit verschiedenen Interessen
 
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  • #123
Liebe @Goldi! Wach auf und denk nach!
Nein, haben wir nicht. Ich bin dieses Jahr alleine mit Freunden verreist und er hat sich Urlaub genommen, den aber gemütlich zu Hause verbracht und ist dann eben immer zu seiner Familie zu Besuch, die Kinder hatten teilweise auch Ferien.
Erst kommt die Familie, dann du. Willst du das?
Ich habe so eine Leidensgeschichte zweimal aus der Nähe verfolgt, das wurde nicht mal mit eigenen Kindern besser, eher schlimmer.
Oder über Weihnachten war ich ein paar Tage bei meiner Familie und er hat sich Urlaub genommen, seine Schwester ist mit ihrem Partner und Kleinkind bei den Eltern unten in ein Gästezimmer eingezogen für die freien Tage und er war dann auch oft dort, sie haben dann alle zusammen im Kreis der Familie Kekse gebacken und so was.
Ihr seid kein Paar mit eigenen Vorstellungen für diese Familie, sondern du bist (s)ein (Familien-)Anhängsel, entschuldige die deutlichen Worte.
War das eure Wohnung? Warum feiert ihr nicht Weihnachten gemeinsam und baut die Familie drumherum?
Aber ich habe gefragt, ob wir später im Jahr zu zweit verreisen können.
Du lässt dir zu viel gefallen. Warum habt ihr das längst nicht?
Warum bist du so bescheiden und begnügst dich mit so wenig Raum?
Stichwort Reisen als Paar.
Warum macht ihr das nicht vor Kroatien?
Split würde sich anbieten (bis Juni, danach wird's zu heiß). Oder auch Dubrovnik. Sehr schöne Sehenswürdigkeiten, Cafés, Restaurants etc.
Ein Wochenende, schöner Städtetrip, wunderbar zu zweit.
Ich würde ernsthaft überdenken, ob ich sonst Teil dieser Symbiose sein wollte, weil du würdest mit deinen eigenen Vorstellungen immer überrollt, auch mit eigener Familie.
 
  • #124
Aber ich habe gefragt, ob wir später im Jahr zu zweit verreisen können.
Würde das aus Deiner Sicht auf eure Beziehung Auswirkungen haben? Oder ist euch beiden gemeinsamer Urlaub nicht wichtig?

(Wie) würden Deine Freunde/Eltern oder seine Familie reagieren, wenn ihr gemeinsam in Urlaub fahrt und die Zeit für sie abnimmt? Ist er bei Deinen Eltern/Freunden willkommen und hast Du das Gefühl, sie betrachten ihn als Teil der Familie/Freundschaft?

Wie würde denn eine (ideale) Gesamtkonstellation aussehen, mit der Du Dich wohl fühlen würdest?
 
  • #125
viel Spaß mit so was, also wenn wir zu zweit sind, gefällt ihm das ja auch alles), daher werde ich mir Dinge überlegen, auf die ich Lust habe, und dann mal gucken, ob und in welcher Konstellation wir das machen
Vorher mit ihm reden, sagen, hey Du, das ist ja ein toller Ort und da möchte ich dies und jenes machen.
Da kann man vielleicht einen Neffen, Nichte mitnehmen, da möchte ich mit Dir hin.
Sagen, ich möchte abends mit Dir am diesen aOrt, Sterne schauen.
Ich möchte mit Dir diese Kanustrecke, ich möchte.
Nicht, schauen wir mal. Schauen wir mal, heißt in Deinem Fall, Du wirst enttäuscht werden, weil keiner schaut wie Du.
Mach Dir Gedanken. Was willst Du dort machen, was mit ihm, was alleine, es mit seiner Familie.
Wie kommst Du zu Deiner Zeit, wie kommst Du mehr in die Familie.
 
  • #126
Was spricht dagegen wenn einmal einer entscheidet was gemacht wird und das andere mal der andere? Da würde dich dann jeder auf seine Kosten kommen.
Ich bin dafür, dass man darüber spricht. Ich mache niemandem zuliebe einen Urlaub, der auch Geld kostet, um des lieben Friedens willen. Um genau zu sein: ich mache überhaupt nichts um des lieben Friedens willen. Und das sollte sonst auch niemand.
 
  • #127
Goldi, richtig geredet ist das nicht.
Was Du konkret möchtest, sagst Du nicht.
So wird es schwierig.
Genau; du hast doch wieder nur den Urlaub angesprochen! Warum?? Das Grundproblem ist doch ein ganz anderes? Du musst das generelle besprechen, wie du es hier schreibst! Nicht den einen Urlaub! Ich dachte, das wäre dir klar. Wenn du nicht gut kommunizieren kannst, was dich eigentlich stört, wird das in jeder Beziehung ein Problem.
 
  • #128
Goldi, ihr redet seltsam aneinander vorbei und um den heißen Brei herum.

Jetzt versuchst du - stellvertretend für dein Problem mit seinem Verhalten - die Konditionen für die Familienreise zu verändern, anstatt sein Verhalten dir gegenüber zu verändern.

Die Konditionen für die Reise hast du nicht zu ändern oder hier Ansprüche zu stellen: Es ist gezielt ein Familienurlaub, eine Familienfeier anlässlich des 50. Hochzeitstages. Sinn und Zweck des Ganzen ist das Beisammensein mit allen. Darum geht es und dafür braucht man ein schönes großes Haus am Meer. Und du bist als Gast eingeladen. Da steht es dir nicht zu, den Reisezweck deinen Vorstellungen anzupassen, weil es nicht deine Reise ist, sondern die der Familie.

Eine Reise nach deinen persönlichen Wünschen kannst du mit deinem Partner zu zweit planen, mit Aktivitäten und Kultur, aber nicht im Rahmen dieser Familienreise, zu der du eingeladen bist. Friss oder stirbt gilt da.

Wenn du auf eine Hochzeit eingeladen bist, beschwerst du dich auch nicht über die Lokalität, weil es zu wenige Museen in der Nähe gibt. Willst du Museen, planst du das auf einem eigenen Ausflug und nicht auf der Feier, auf der du Gast bist.

Deshalb fahre jetzt nicht mit falschen Vorstellungen und Ansprüchen mit: Es wird keine Kultur- und Aktivreise werden. Das macht ihr das nächste mal zu zweit. Diese Reise ist von den Gastgebern als Familiending gedacht und wenn dir das nicht passt, lass es bleiben.

Rede also mit deinem Partner nicht über die Konditionen der Reise (die du nicht zu bestimmen hast, es ist nicht deine Reise), sondern über sein Verhältnis zu dir, dass du von ihm mehr Aufmerksamkeit, Zuwendung, Zweisamkeit erwartest.

Unsere Hochzeit haben mein Mann und ich doppelt gefeiert: Einmal eine Feier mit allen Freunden mit Grillen und Tanzen und dann noch mal als kleine Reise mit der Familie. Seine Familie hat ein Haus im Burgund im Nirgendwo. Zusätzlich haben wir noch 2 nahegelegenen Ferienhäuser angemietet und dann waren wir 5 Tage dort mit beiden Familien, mit Eltern, Großeltern, Geschwistern, deren Partnern und allen Kindern. Um zusammen zu essen und zu feiern. Wenn da jetzt eine Partnerin eines Bruders rumgemosert hätte, ihr passt der Ort nicht, weil sie da nichts unternehmen kann wie es sich für einen Urlaub nach ihrem Gusto gehöre - der hätte ich einen Vogel gezeigt und sie wieder ausgeladen.

W37
 
  • #129
Danke, ja, ich habe das jetzt inzwischen auch verstanden und eingesehen, dass ich bei diesem Urlaub tatsächlich zu Recht nur Gast und Anhängsel bin, weil es ein Familienereignis ist. Dieser geplante Urlaub hat mir einfach verdeutlicht, was mich insgesamt manchmal stört und traurig macht.

Tatsächlich habe ich ein bisschen Hemmungen, was so ein "allgemeines" Beziehungsgespräch betrifft, eben weil vieles auch so schön ist und ich jetzt keine "Probleme" schaffen will. Wenn ich schreibe, dass es gar nicht sooo schlimm ist, dann ist das auch nicht als Zurückrudern gemeint (sorry, ich kann verstehen, wenn das in einem Forum blöd kommt, wo alle kommentieren und sich Mühe geben), es ist nur so, dass ich ihn wirklich so sehr liebe und verliebt bin und er, ja, die Liebe meines Lebens ist (ich weiß, hört sich abgedroschen an, aber so fühle ich es), ich WILL, dass wir zusammen passen, und eigentlich passen wir auch gut zusammen und können uns gut unterhalten und haben auch viele schöne Momente, ich will ihn sozusagen gar nicht auf die Idee bringen, dass wir nicht passen könnten oder ich nicht zu seiner Familie, ich will nicht so was sagen wie "Wenn du das nicht änderst, sollten wir uns trennen", weil ich mich überhaupt nicht trennen und so was nicht in den Raum stellen und ihn auf die Idee bringen will.

Ein bisschen vielleicht auch aus Rücksicht. Er hat mir irgendwann mal erzählt, er hat früher in einer anderen Stadt gewohnt und hatte dort mehrere Jahre eine Exfreundin und dachte, das ist jetzt die Beziehung für immer und irgendwann werden sie auch eine Familie haben usw., dann hat sie sich aber eines Tages getrennt mit der Begründung, für sie fühle es sich nur noch wie Freundschaft an. Das hat ihn tief verletzt (er hat komplett damit abgeschlossen, aber damals hat es ihn sehr geschmerzt) und dann hat er seine Wohnung dort gekündigt und ist hier in die Stadt wieder in die Nähe zu seiner Familie gezogen und war mehrere Jahre Single und hat halt seine Zeit mit seiner Familie verbracht. Es hat ihn damals sehr verletzt und ich will jetzt nicht, dass er Angst haben muss, mit mir könnte sich das wiederholen. Und an sich mag ich ja seine Charaktereigenschaften auch und finde es schön, dass Familie einen hohen Stellenwert hat.

Es ist auch so, dass ich mir eigentlich wünschen würde, er käme von selbst auf die Idee. Ich glaube, vielleicht auch deswegen spreche ich es nicht so direkt an. Eigentlich will ich nicht, dass ich sage, ich möchte gerne was zu zweit mit ihm machen, und er es dann einsieht (und ja, wir reden und er versteht Dinge auch, er macht das ja nicht mit böser Absicht) und zu zweit was romantisch mit mir macht, sondern ich würde mir wünschen, dass er selbst den Wunsch hat, also irgendwie will ich ihm auch die Chance geben, von selbst darauf zu kommen, und es nicht direkt einfordern, denn denn dann habe ich es ja gesagt und es kam am Ende wieder von mir und nicht von ihm. Versteht ihr?
 
  • #130
Ich versteh das schon, aber da musst du drüber hinwegkommen. Eine gute Beziehung zeichnet sich durch ehrliche und offene Kommunikation aus. Sobald einer mit grundsätzlichen Schwierigkeiten hinterm Berg hält, wird er entweder dauerhaft unglücklich und verschwendet seine guten Jahre. Oder irgendwann explodiert das ganze. Der andere KANN nicht wissen, dass du Probleme hast, wenn du es nicht sagst!! Er kann nicht deine Gedanken erraten, erwarte das bloß nicht! Den Fehler machen viele Frauen. Er ist doch zufrieden so, wie es ist und kennt es nicht anders. Und du tust ihm gegenüber unehrlicher Weise, als wären es nur kleine Sachen, die dich stören, aber das sind Stellvertreterprobleme. Da kann er doch gar nicht wissen, was er ändern soll.
Ich hab auch eine Freundin wie dich. Bisher ist jede Beziehung gescheitert, Sieben an der Zahl. Einmal weil sie sich nicht trennt, wenn offensichtlich ist, dass es nicht passt. Und, weil sie NIE Sachen offen ansprechen kann. Sie ist so zaghaft wie du. Das bringt nur Probleme. Ich könnte mir da immer die Haare raufen. Mach das bitte auf keinen Fall!
Selbst wenn du denkst, er ist deine große Liebe, wirst du so nicht glücklich werden, wenn du deine wahren Gefühle versteckst. Sollte es wirklich nicht passen, ist es immer besser, alleine glücklich zu sein, statt zu zweit einsam und unglücklich. Ich hab das durch, glaube mir!
Was er in der Vergangenheit für Enttäuschungen hatte, ist auch nicht deine Schuld oder dein Bier; da musst du keine Rücksicht drauf nehmen in diesem Ausmaß.
Bist du überall so? Auch bei Freunden? Immer dich zurücknehmen, um andere nicht zu belasten oder aus Angst, sie könnten dich verlassen? Gibts da Zusammenhänge mit deiner Kindheit..? Daran solltest du arbeiten. Du hast nur ein Leben und das solltest du nicht damit verbringen, niemandem auf die Zehen treten zu wollen..
 
  • #131
Enttäuschungen hatte, ist auch nicht deine Schuld oder dein Bier; da musst du keine Rücksicht drauf nehmen in diesem Ausmaß.
Bist du überall so? Auch bei Freunden? Immer dich zurücknehmen, um andere nicht zu
Eben, es klingt so, als könne er sich nun nicht mehr auf Goldi einlassen und klammert sich stattdessen an seiner Familie fest- für den Fall dass sie ihn auch verlässt wird die Lücke dann nicht ganz so gross...
 
  • #132
es ist nur so, dass ich ihn wirklich so sehr liebe und verliebt bin und er, ja, die Liebe meines Lebens ist (ich weiß, hört sich abgedroschen an, aber so fühle ich es), ich WILL, dass wir zusammen passen, und eigentlich passen wir auch gut zusammen und können uns gut unterhalten und haben auch viele schöne Momente, ich will ihn sozusagen gar nicht auf die Idee bringen, dass wir nicht passen könnten
Liebe Goldi, ich glaube ich habe Dich verstanden. Kannst Du das Deinem Freund nicht genauso mitteilen? Ich halte Dich für eine sehr liebenswerte junge Frau und ich denke, Du könntest das Ganze auch mit vielen "Ich-wünsche-mir" oder "Ich-hätte-gerne"-Botschaften vermitteln. Seine Familie würde ich da gar nicht groß erwähnen. Wenn Du ihm einfach mal Deinen Wunsch nach mehr "Pärchenzeit" und Gemeinsamkeiten mitteilst?
Es ist auch so, dass ich mir eigentlich wünschen würde, er käme von selbst auf die Idee. Ich glaube, vielleicht auch deswegen spreche ich es nicht so direkt an.
Das erinnert mich etwas an meinen Mann und mich in unserer Anfangszeit. Mein Mann ist ein sehr fürsorglicher, herzensguter, "leider" auch ein sehr praktischer Mensch. Ich kannte ihn auch schon mehrere Jahre, bevor ich mich aufgrund genau seiner Eigenschaften in ihn verliebte. Nur: So richtig mit "Romantik" hatte er es leider nicht. Ich hatte u. a. am Anfang unserer Beziehung auch mal "bemängelt", dass er mir nie Blumen mitbringt und ich mich u. a. auch deshalb nicht so richtig wertgeschätzt fühle. Es es gab deshalb sogar einige Verstimmungen zwischen uns, und er konnte es einfach auch gar nicht nachvollziehen, weil mein Mann mir auf ganz andere Art und Weise seine Wertschätzung bzw. Liebe zeigte (z. B. gab er mir Geld, damit ich mir was "Schönes" kaufen kann..) Aber da ich meine Bedürfnisse immer in einer liebevollen Art und Weise vorgetragen habe, und er unsere Beziehung auch auf jeden Fall wollte, haben wir uns irgendwann einander angeglichen. D. h. er hatte dann zuerst jede Woche einen Blumenstrauß mitgebracht 🤭, mittlerweile bekomme ich noch ca. einen Blumenstrauß in 4 Wochen... Das soll jetzt nur ein klitzekleines Beispiel sein. Es ging da natürlich auch noch um andere, größere Herzensangelegenheiten von mir....
Dein Freund kann es einfach nicht wissen, wenn Du dies nicht kommunizierst!
 
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  • #133
Die Konditionen für die Reise hast du nicht zu ändern oder hier Ansprüche zu stellen: Es ist gezielt ein Familienurlaub, eine Familienfeier anlässlich des 50. Hochzeitstages. Sinn und Zweck des Ganzen ist das Beisammensein mit allen. Darum geht es und dafür braucht man ein schönes großes Haus am Meer. Und du bist als Gast eingeladen. Da steht es dir nicht zu, den Reisezweck deinen Vorstellungen anzupassen, weil es nicht deine Reise ist, sondern die der Familie.
Sorry, was soll das denn? Was für Formulierungen... "dir steht es nicht zu" oder "du hast keine Ansprüche zu stellen": Meinst du das wirklich so, @Sommergold?
Soll sich die FS kleinmachen und anpassen bis zur Selbstaufgabe? Dankbar sein, dass sie mitdarf? Vielleicht sollte die Familie auch mal dankbar sein, dass sie ihre Zeit und ihren Urlaub opfert.
Warum soll man sich nicht bei einer 10-tägigen (!) Reise mit seinen Vorstellungen einbringen? Ich habe mich immer wieder mal entweder allein oder mit meinem Mann bei Reisen mit Familie/ Freunden abgesetzt und niemand fand das unerhört. Man integriert sich ja auch wieder in die Gruppe, aber einige Alleingänge kann man sich doch gerade in einem solchen Zeitraum gönnen.
Eine Reise nach deinen persönlichen Wünschen kannst du mit deinem Partner zu zweit planen, mit Aktivitäten und Kultur, aber nicht im Rahmen dieser Familienreise, zu der du eingeladen bist. Friss oder stirbt gilt da.
Doch nicht zehn Tage lang.
Wenn du auf eine Hochzeit eingeladen bist, beschwerst du dich auch nicht über die Lokalität, weil es zu wenige Museen in der Nähe gibt. Willst du Museen, planst du das auf einem eigenen Ausflug und nicht auf der Feier, auf der du Gast bist.
Eine Hochzeit ist aber zeitlich begrenzter und einfach ein Ausnahmeereignis. Das sehe ich bei dem Kroatienurlaub in der Form nicht gegeben.
Deshalb fahre jetzt nicht mit falschen Vorstellungen und Ansprüchen mit: Es wird keine Kultur- und Aktivreise werden. Das macht ihr das nächste mal zu zweit. Diese Reise ist von den Gastgebern als Familiending gedacht und wenn dir das nicht passt, lass es bleiben.
Du hast schon mitgekriegt, dass es das in der Beziehung bisher nicht gab. Ich würde mich schön bedanken, wenn unsere erste Reise kein romantischer Trip nach Italien, sondern ein XXL-Familienurlaub gewesen wäre. Wieso "friss oder stirb"? Gestalte mit! Es ist auch ihre Reise! Sie muss die Meute ja auch aushalten mit Kindern etc.
Es ist ja nicht mehr wie früher, wo die Frau in die Familie des Mannes auf Teufel komm raus passen musste. Ich finde, die Familie spielt ihre Gruppenstärke auch ziemlich massiv aus. Und die FS lässt es sich gefallen.
 
  • #134
... sondern ich würde mir wünschen, dass er selbst den Wunsch hat, also irgendwie will ich ihm auch die Chance geben, von selbst darauf zu kommen, und es nicht direkt einfordern, denn denn dann habe ich es ja gesagt und es kam am Ende wieder von mir und nicht von ihm. Versteht ihr?
Wie gesagt, ich verstehe das sehr gut. Ändern wirst du ihn nicht können. Ihr könnt nur versuchen, euch anzugleichen. Ich denke in jeder Beziehung sind kleinere Kompromisse notwendig. Du musst wissen, wie wichtig dir o. g. ist. Mein Mann trägt mich auf Händen, aber das schließt nicht aus, dass es das ein oder andere Gespräch über unterschiedliche Bedürfnisse gab und manchmal auch noch gibt.
 
  • #135
Ich würde mich schön bedanken, wenn unsere erste Reise kein romantischer Trip nach Italien, sondern ein XXL-Familienurlaub gewesen wäre. Wieso "friss oder stirb"? Gestalte mit! Es ist auch ihre Reise! Sie muss die Meute ja auch aushalten mit Kindern etc.
Es ist ja nicht mehr wie früher, wo die Frau in die Familie des Mannes auf Teufel komm raus passen musste. Ich finde, die Familie spielt ihre Gruppenstärke auch ziemlich massiv aus. Und die FS lässt es sich gefallen.
Nun ja, für mich wäre das wirklich nur ein Problem, wenn ich die Familie, bzw. einzelne Charaktere nicht mögen würde und nicht ertragen könnte (gibt es bei mir in der Familie durchaus auch). Ansonsten würde ich diese einmalige Gelegenheit, fast für lau nach Kroatien zu fahren und mir dort 10 Tage die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, nicht entgehen lassen.
Ich finde - entgegen anderen Meinungen hier - dass 10 Tage wirklich echt wenig sind, da habe ich schon wesentlich unangenehmere Situationen viel, viel länger ertragen müssen.

Aber ich bin natürlich auch der Ansicht, dass man dann dort vor Ort den Tagesablauf mitgestalten sollte. Da bin ich aber der Meinung, dass das an der FS liegt, und wie sie sich da einbringt. Schließlich ist sie keine verschüchterte Teenagern mehr, bei der nicht klar ist, ob sie nächste Woche noch die Freundin des Sohnes ist, sondern sie ist seit 2 Jahren seine Lebensgefährtin. Das wird die Familie schon auch geschnallt haben, also liegt es dann dort vor Ort auch ein wenig am Auftreten der FS.
 
  • #136
Tatsächlich habe ich ein bisschen Hemmungen, was so ein "allgemeines" Beziehungsgespräch betrifft, eben weil vieles auch so schön ist und ich jetzt keine "Probleme" schaffen will.
Das ist der schlechteste Ansatz überhaupt! Eine gute Beziehung kann nur mit offener Kommunikation funktionieren.
Sonst passt du dich einfach nur an und verlierst dich selber und deine Bedürfnisse.

Das du verliebt bist und dir sowas wünschst ist normal, aber auf lange Sicht passt man erst dann besser zusammen, wenn man Probleme anspricht, Konflikte löst und sich auf einander einstellt, Kompromisse findet ...

ich will ihn sozusagen gar nicht auf die Idee bringen, dass wir nicht passen könnten oder ich nicht zu seiner Familie, ich will nicht so was sagen wie "Wenn du das nicht änderst, sollten wir uns trennen",
Naja wenn er wegen den kleinsten Problemen auf die Idee kommt, ihr passt nicht zusammen, wie stellst du dir die weitere Beziehung dann vor ? Niemals etwas ansprechen um die Harmonie nicht zu stören ? Normalerweise sollte eine Beziehung solche Uneinigkeiten auch aushalten können, ohne dass man gleich das Handtuch wirft !
Du musst ja auch nicht sowas sagen wie : " mach das und das sonst trenne ich mich". Manche haben dir ja schon Ratschläge gegeben, ohne Vorwürfe zu kommunizieren was du dir wünschst, was dir fehlt, dabei aber klar und deutlich zu bleiben.


dann hat sie sich aber eines Tages getrennt mit der Begründung, für sie fühle es sich nur noch wie Freundschaft an
Befürchtest du nicht, auch euch könnte genau das passieren, wenn ihr keine Paarzeit, Romantik miteinander habt ? Genau deswegen ist es eben auch wichtig die Probleme anzusprechen ( und nicht um den heißen Brei rumzureden). Er scheint ja aus seinem Fehler in der Vergangenheit gar nicht gelernt zu haben.
 
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  • #137
Ich würde ernsthaft überdenken, ob ich sonst Teil dieser Symbiose sein wollte, weil du würdest mit deinen eigenen Vorstellungen immer überrollt, auch mit eigener Familie.
Für mich ist eindeutig und klar, das FS irgendwann, wenn schon Kinder da sind, sie ihre Situation nicht mehr aushalten wird, das haben viele andere Frauen in ähnlichen Situationen vor ihr schon durchgemacht! Ich finde es dennoch gut, dass Bachfrau immerhin als eine der Wenigen versucht, ihr die Augen zu öffnen, was vermutlich, wie man allgenein weiß, nichts nützen wird. Was man aus den Geschichtsbüchern und im Realleben weltweit weiß, ist: Menschen möchten erst bitterbös auf die eigene Nase fallen, um erst dann daraus zu lernen, leider, leider, ist aber so!
 
  • #139
Meinst du das wirklich so, @Sommergold?
Soll sich die FS kleinmachen und anpassen bis zur Selbstaufgabe? Dankbar sein, dass sie mitdarf?
Mich hat der Anspruch gestört, die grundsätzliche Wahl der Gastgeber zu kritisieren. Kritik an den Kriterien "Hauptsache großes Haus am Meer, wo alle reinpassen ohne vorher zu recherchieren, was die Umgebung bietet" Weil es bei der Familienreise eben nicht darum geht
Der Fokus liegt darauf, dass alle zusammen Zeit mit der Familie verbringen und in einem Haus wohnen, das Haus ist jetzt gebucht und geklärt, das war das Hauptziel.
Ich selbst habe immer einen etwas anderen Ansatz, ich schaue mir vorher den Ort an und überlege, ob ich dort überhaupt hin will, eben weil ich normalerweise nur Urlaub an Orten mache, zu denen ich irgendeinen Bezug habe oder die ich interessant und spannend finde aus irgendwelchen Gründen, ich würde mir so was immer überlegen, bevor ich mir ein Haus und Tickets buche.
Ich finde wenn man auf eine Familienfeier-Reise eingeladen wird, darf man sich über den Ort nicht beschweren wenn man die Einladung annimmt. Natürlich kann die FS in den 10 Tagen eigene Unternehmungen machen, aber sich nicht grundsätzlich über die Auswahlkriterien der Gastgeber beschweren, wenn sie nicht den eigenen entsprechen. Ich verstehe wieso ihr Freund es irritierend findet, dass sie von den Vorzügen der Möglichkeiten vor Ort überzeugt werden will, obwohl darauf bei der Planung gar kein Schwerpunkt liegt
Du hast schon mitgekriegt, dass es das in der Beziehung bisher nicht gab.
Habe ich mitbekommen. Deshalb würde ich mit meinem Liebsten darüber sprechen, warum er mit mir in 2 Jahren noch keinen Paar-Urlaub gemacht hat anstatt stellvertretend die Konditionen der Reise seiner Eltern zu hinterfragen.
 
  • #140
Liebe goldi.
Ich habe nicht alle Antworten gelesen, aber ja, ich habe die Frage wegen der Sexualität gestellt, denn ich in deinem Freund meinen sehe.
Ich habe hier einen thread erstellt

https://community.elitepartner.de/forum/frage/er-und-seine-mutter-uebertreibe-ich.85212/

Wichtiger als meine Ausgangsfrage sind die Antworten der Foristen.
Ich behaupte nicht, dass dein Freund ein Muttersöhnchen wie meiner ist. Aber vielleicht, fallen dir beim lesen meines threas Paralelen auf.

Ja, wenig Testosteron, das kenne ich... immer wieder Probleme mit Sex,die ich vorher so nicht hatte. Er braucht halt nicht so viel...alles gehört. Muttersöhnchen brauchen nicht viel Sex, zumindest nicht mit seiner Partnerin. Unter Mamas Fuchtel kann er kein Mann werden. Ein, von der Familie ( Mutter) nicht abgelöst Mann hat weniger Lust mit deiner Frau zu schlafen, weil er unterbewusst das Bild der Mutter auf die Frau überträgt.

Er hat keine Familie? Ja dann soll er welche gründen, eine Partnerin hat er schon, was spricht dagegen, dass er mit dir eine Familie gründet?? Ich glaube aber nicht, dass er sich irgendwann dafür entscheidet. So einen Riesenschritt macht er nicht.

Er fährt mit seiner Familie in den Urlaub und du liebe FS- kommst mit.
Du möchtest das Gefühl bekommen, dass er mit dir in diesen Urlaub fährt und die Familie ist zwangsläufig da. Dieses Gefühl wird er dir aber nicht geben. Er ist zu doll in diesen Strukturen gefangen , er ist nicht bereit die Zeit mit der Familie für jemanden zu opfern.

Er ist in erster Linie der Sohn, erst danach der Partner.
Er wird sich nicht ändern, zu sehr liebt er sein Leben und seine Familie, von der er abhängig ist. In seinem Leben ist kein Platz für eine reife Beziehung, in der man die Bedürfnisse des anderen erkennt (versucht zu erkennen).
Er kommt nicht auf die Idee, dass sein Verhalten unpassend ist.
Er verhält sich seinem Alter nicht entsprechend an.
Ihm fehlt an Selbstreflexion.
Solche Männer machen jede Beziehung zu einer Freundschaft. Mein Freund hatte mit seiner ex auch so eine Freundschaft- Beziehung..hat er mir erzählt. Jetzt weiß ich warum. Er macht die Beziehung zu einer Freundschaft. Seine letzte Beziiehung und unsere genauso. Wir sind wie Bruder und Schwester.
 
  • #141
Ihr seid beide noch relativ jung, viele die hier schreiben deutlich älter.
Es ist für ihn die erste richtige längere Beziehung (?)
Junge Männer, etwas Klischee, brauchen oft etwas länger mit dem Erwachsenwerden.
Seine Sozialisation ist die Familie, da hat er seine Funktion, die Bestätigung, er ist der tolle Bruder, Onkel.
Partnerschaft ist für ihn was neues, also eine echte Partnerschaft, da muss er sich hinein finden.
Solange Du nichts sagst, weil Du Dich nicht traust, Du meinst, es wird, wird es so bleiben. Er denkt, alles ist gut.
Partnerschaft sind zwei, Du gestaltest auch, Du wirst Kommunikation lernen müssen. Wenn ihr zu zweit seid, klappt es doch.
Oder brauchst Du insgesamt mehr Aufmerksamkeit, möchtest im Zentrum des Interesses des Mannes stehen, von ihm umsorgt werden, das er sich kümmert, Dir möglichst die Wünsche von den Augen abliest?
In der Familie bemühst Du Dich erfolgreich am Rand stehen zu bleiben, da ist das Zentrum durch die Kinder besetzt, das ist so, wenn kleinere Kinder da sind.
Da sind Erwachsene mehr Rand, man kann aber aktiv mehr oder weniger dazu gehören.
Alternativ suchst Du Dir den dominanteren Mann, der sagt, wo es lang geht, ohne Familie. Ob der aber dann Dich auf die oberste Prio setzt, der hat dann Beruf, Karriere.
Es kam schon hier im Verlauf, dieser Urlaub ist nicht Deiner, es ist das Fest der Eltern, da geht s nicht um Dich, es geht um die Eltern, Deinem Partner war das sehr wichtig, deswegen hat er es final organisiert
Du bist eingeladen, selbstverständlich, also gehörst Du dazu, es kostet Dich nichts.
Hast Du überlegt, ob Dein Partner gerne Hilfe von seiner Partnerin bei der Vorbereitung hätte?
Vorher, nachher, Paarurlaub, vorher allgemein Gesprächsbedarf, wenn Du weisst, was Du für eine Partnerschaft haben willst, außerhalb dieses speziellen Urlaubes.
 
  • #142
Tatsächlich habe ich ein bisschen Hemmungen, (lange Begründung)...
Ich denke, der Wunsch nach mehr Gemeinsamkeit ist berechtigt und gerade, wenn er Dich liebt, sollte er Verständnis dafür aufbringen. Die Frage ist doch, wie Du das formulierst. Wenn Du nicht grundsätzlich ein Problem mit seiner Familie hast, aber Dir wünschst, dass ihr beide mehr gemeinsame Zeit habt, dann sollte er das akzeptieren.
Wenn Du das nicht äußerst, dann ist die Alternative, dass Du mit ihm die Zeit bis zur Goldhochzeit so verbringst wie die letzten beiden Jahre. Auf der einen Seite könntest Du Dich um ein gutes Verhältnis zur Familie kümmern, auf der anderen Seite aber auch Vorschläge für gemeinsame Paarzeit zunächst selbst machen, auf Dauer aber natürlich gemeinsam gestalten.
 
  • #143
Jetzt habe ich den ganzen Thread verfolgt und muss auch was schreiben.
Liebe TE, du möchtest so gerne, dass es perfekt ist mit euch, weil du deinen Freund so liebst. Ich kann es gut verstehen.
Du bist ein Mensch, der immer zurücksteckt, damit es anderen gut geht, bloß keine Konflikte, immer heile Welt.
Das funktioniert, aber nur auf deine Kosten.
Dein Freund ist mit seiner Familie verheiratet, das wird sich nie ändern. PUNKT
Ob du das mittragen möchtest, wird deine erste Entscheidung sein.
Dass sich Eltern von kleinen Kinder über nichts anderes unterhalten ist normal, dafür hast du kein Verständnis, weil du noch keine Kinder hast. Das ist völlig ok. Was nicht ok ist, ist dass dein Freund keine Balance findet zwischen Duzidu mit den Kids und Aufmerksamkeit für dich - seine Partnerin.
Mein Freund und ich haben beide Kinder in die Beziehung mitgebracht und ja, das ist anstrengend, fordernd und Hauptthema in unserem Leben, ABER: wir achten immer auf Paarzeit, jeder von uns möchte gemeinsame Stunden ohne Kindergeschrei und Playmobil spielen. Sonst würden wir uns definitiv als Paar verlieren. Es ist immer eine Frage des Wollens.
Und hier ist dein Freund gefragt: er muss sich zu dir bekennen, dir einen ebenso wichtigen Platz in seinem Leben einräumen und dir vorallem genauso viel Zeit widmen wie seiner Familie. Sonst hat eure Beziehung keine Zukunft.
Und du musst das klar und deutlich und ohne wenn und aber ansprechen auch wenn du das nicht möchtest.
Tu dir den Gefallen wenn du eine glückliche Beziehung führen möchtest, alles andere ist nur aushalten.
 
  • #144
es ist nur so, dass ich ihn wirklich so sehr liebe und verliebt bin und er, ja, die Liebe meines Lebens ist (ich weiß, hört sich abgedroschen an, aber so fühle ich es), ich WILL, dass wir zusammen passen, und eigentlich passen wir auch gut zusammen und können uns gut unterhalten und haben auch viele schöne Momente, ich will ihn sozusagen gar nicht auf die Idee bringen, dass wir nicht passen könnten oder ich nicht zu seiner Familie, ich will nicht so was sagen wie "Wenn du das nicht änderst, sollten wir uns trennen", weil ich mich überhaupt nicht trennen und so was nicht in den Raum stellen und ihn auf die Idee bringen will.
Geht mir auch so, mein Freund reagiert auch zusätzlich negativ auf Kritik und legt es sofort so aus als ob die Beziehung nicht passt und sagt sowas wie, stimmt, es passt echt nicht, ich bin auch schon lange unglücklich weil xyz, dreht es quasie sofort um.

Leider hat das dazu geführt dass ich neurotisch geworden bin und Dinge die mir nicht passen verdränge, da ich ja nicht in "Richtung Trennung" möchte - und dann passiert es dass ich plötzlich in völlig normalen Situationen plötzlich bissig werde und es für mich sehr unangenehm wird weil ich wie eine gestörte Person dastehe die grundlos schlechte Stimmung verbreitet, was mir immer sofort sehr peinlich ist.

Ich kann den Ärger den ich in solchen Situationen empfinde sehr leicht zu negativen Gedanken über meinen Freund zurückverfolgen, die Minuten davor in meinem Kopf ihre Kreise gedreht haben, die ich aber nicht anzusprechen wage. Bzw ich finde keinen guten Modus in dem das Gespräch positiv verläuft, entsprechend früheren Versuchen.

Ich denke jeder Frust kommt immer irgendwie raus, und wenn er ungesteuert und chaotisch rauskommt wie bei mir dann ist es noch viel schlechter als wenn man zuvor einen konstruktiven Weg findet den anderen auf ein, von ihm unbemerkt, wachsendes Problem aufmerksam zu machen und auch darauf zu reagieren.
 
  • #145
Geht mir auch so, mein Freund reagiert auch zusätzlich negativ auf Kritik und legt es sofort so aus als ob die Beziehung nicht passt und sagt sowas wie, stimmt, es passt echt nicht, ich bin auch schon lange unglücklich weil xyz, dreht es quasie sofort um.
Ich finde, da ist ein großer Unterscheid. Bei dir ist die Beziehung ja sehr toxisch (hier passt das Wort wirklich), von beiden Seiten. Ihr nehmt euch nicht viel.
Hier hat die FS ja noch nie irgendwas deutlich angesprochen wie es scheint und daher konnte der Freund auch noch nie gut oder doof reagieren. Das ist ja eigentlich die gesunde Entscheidung: Ich lege meinem Partner die Probleme da, die ich habe mit der Beziehung. Dann gibt es zwei Möglichkeiten:
- Er nimmt das ernst (wenn man es auch nicht an kleinen Seitenproblemen erklärt, sondern das Gesamtbild) und es ändert sich was; man findet Kompromisse.
- Oder nicht, er ist genervt, versteht es nichts, will nichts ändern, wird sauer - und dann trennt man sich, sonst wird die Beziehung langfristig unglücklich für einen.
Diesen Punkt hast du ja schon lange überschritten, die willst dich ja scheinbar nicht trennen. Bei der FS ist aber noch nicht mal klar, ob der Freund überhaupt zur zweiten Gruppe gehört. Und austicken tut sie ja nun scheinbar auch nicht wie du, also ein anderer Charakter.
 
  • #146
Dann gibt es zwei Möglichkeiten:
- Er nimmt das ernst (wenn man es auch nicht an kleinen Seitenproblemen erklärt, sondern das Gesamtbild) und es ändert sich was; man findet Kompromisse.
- Oder nicht, er ist genervt, versteht es nichts, will nichts ändern, wird sauer - und dann trennt man sich, sonst wird die Beziehung langfristig unglücklich für einen.
Diesen Punkt hast du ja schon lange überschritten, die willst dich ja scheinbar nicht trennen. Bei der FS ist aber noch nicht mal klar, ob der Freund überhaupt zur zweiten Gruppe gehört. Und austicken tut sie ja nun scheinbar auch nicht wie du, also ein anderer Charakter.
Also erstens, austicken oder sonstwie ungesund reagieren würde jeder Mensch wenn er nur lange genug Sachen schluckt oder verdrängt.

Jemand anderer entwickelt vielleicht einen Waschzwang, bekommt Neurodermitis oder verliebt sich in den Bürokollegen...

Zweitens sind die zwei Möglichkeiten zu reagieren nicht die einzigen Möglichkeiten. Meistens würde ein Mensch der seine Partnerin in so komische Situationen bringt es nicht einmal richtig verstehen was sie da will und versuchen sie oberflächlich zu besänftigen- mit pseudo Lösungen die den Kern des Problems nicht berühren. Wenn er in der Lage wäre ihre Sichtweise einzunehmen, würde ihm nämlich schon von selbst auffallen dass er sich komisch verhält. Ihm kommt das Ganze aber normal vor (dass seine Eltern und Familie für ihn wichtiger sind als seine Freundin), so als ob das auch aus ihrer Sicht so passen müsste.

Das ist ja irre kompliziert, ein Mensch der den inneren Weg der Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen nicht gegangen ist, die Persönlichkeitsstrukturen eines Kinder teilweise beibehalten hat (warum passiert so etwas überhaupt?), und nun als Resultat eines Gesprächs diesen großen Übergang im Leben verstehen und nacholen soll, welcher normale Mensch würde so etwas überhaupt verstehen ?
 
  • #147
Zweitens sind die zwei Möglichkeiten zu reagieren nicht die einzigen Möglichkeiten. Meistens würde ein Mensch der seine Partnerin in so komische Situationen bringt es nicht einmal richtig verstehen was sie da will und versuchen sie oberflächlich zu besänftigen- mit pseudo Lösungen die den Kern des Problems nicht berühren. Wenn er in der Lage wäre ihre Sichtweise einzunehmen, würde ihm nämlich schon von selbst auffallen dass er sich komisch verhält. Ihm kommt das Ganze aber normal vor (dass seine Eltern und Familie für ihn wichtiger sind als seine Freundin), so als ob das auch aus ihrer Sicht so passen müsste.
Deine Beziehung wie du sie hier schilderst ist für meine Begriffe furchtbar, aber du trennst dich nicht.
Es geht bei der FS um was ganz anderes, hat mit deiner Situation also null zu tun. Ihr Freund ist ansonsten ja nett und sie verstehen sich gut, es geht nur um die Familienbindung und ob sich daran was ändern lässt oder nicht. Sie weiß nicht, wie er darauf reagiert, wenn sie wirklich mal sagt, dass sie die Gesamtsituation stört, weil sie sich von Vornherein nicht traut, das offen zu sagen, um ihn nicht zu verlieren. Das ist aber bisher nur in ihrem Kopf, diese Angst, nicht, weil er wie deiner reagiert.
Also, Vergleichbarkeit mit deiner Situation ist null. Vielleicht nur, dass du an deiner auch nichts änderst, sondern das hier oft erzählst, dann wieder zurückruderst und alles bleibt beim alten.
 
  • #148
Deine Beziehung wie du sie hier schilderst ist für meine Begriffe furchtbar, aber du trennst dich nicht.
Es geht bei der FS um was ganz anderes, hat mit deiner Situation also null zu tun. Ihr Freund ist ansonsten ja nett und sie verstehen sich gut, es geht nur um die Familienbindung und ob sich daran was ändern lässt oder nicht. Sie weiß nicht, wie er darauf reagiert, wenn sie wirklich mal sagt, dass sie die Gesamtsituation stört, weil sie sich von Vornherein nicht traut, das offen zu sagen, um ihn nicht zu verlieren. Das ist aber bisher nur in ihrem Kopf, diese Angst, nicht, weil er wie deiner reagiert.
Also, Vergleichbarkeit mit deiner Situation ist null. Vielleicht nur, dass du an deiner auch nichts änderst, sondern das hier oft erzählst, dann wieder zurückruderst und alles bleibt beim alten.
Ich habe den Teil mit

"Das ist ja irre kompliziert, ein Mensch der den inneren Weg der Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen nicht gegangen ist, die Persönlichkeitsstrukturen eines Kinder teilweise beibehalten hat (warum passiert so etwas überhaupt?), und nun als Resultat eines Gesprächs diesen großen Übergang im Leben verstehen und nacholen soll, welcher normale Mensch würde so etwas überhaupt verstehen ?"

gar nicht mit meiner Beziehung verglichen. Das bezieht sich rein auf die Problematik mit der Familienbindung, die es in meiner Beziehung nie gegeben hat .
 
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