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  • #1

Väter mit 50+ - Vater werden, in einem Alter, in dem andere zum Golf spielen gehen...?

was haltet ihr von männern, die mit 50+, noch vater werden? ich las hier öfter im forum, dass männern in diesem alter, von einigen frauen die potenz abgesprochen wird...andererseits las ich gerade einen bericht über diese altersgruppe, die vermehrt zum vater wird, quasi ein trend. in deutschland sollen 5% der männer, in einem alter von über 50 jahren, noch zum vater werden. in den usa sind es sogar 10% der väter! psychologen sehen diesen trend durchaus positiv, stichwort: viel engagement für die sprösslinge, da karriere den höhepunkt in der regel überschritten hat und die männer ihre zeit lieber dem kind widmen.
 
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Gast

  • #2
Mein LG ist Ü50 und wir können uns überhaupt nicht vorstellen, jetzt nochmal Babygeschrei und Kindergroß ziehen. Gut, liegt ggf. auch daran, dass wir Kinder haben und wir nun das Golfspielen (und den Sex) sowie andere Dinge genießen. Ich empfinde bereits Ü40 als zu alt zum Vater werden.
 
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  • #3
Es ist mit 30 schon nicht leicht, für Jugendliche in der Pubertät Verständnis aufzubringen. Wer mit Ü 50 Vater wird hat das Problem dann mit über 60 - das geht in den seltensten Fällen gut. Mit kommt das sehr egoistisch vor, so als müsse der Mann etwas beweisen. Meiner Meinung nach geht das total auf Kosten der Kinder. Wenn jemand Spaß daran hat, sich nochmal um Kleinkinder zu kümmern, kann er ja auf seine Enkel zurückgreifen. Ich finde es jedenfalls schlimm, wenn der Vater für den Opa gehalten wird.
 
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Gast

  • #4
viele der Männer Ü50, die ich kenne und die noch mal Vater werden, haben grade ihre MidlifeCrisis hinter sich gebracht, ihre langjährige Beziehung beendet oder ansonsten einen Schlusstrich unter ihr bisheriges Leben gezogen, sich eine junge Frau gesucht und wollen noch mal alles anders machen, sich um ihre Kinder kümmern (was sie vielleicht mit denen aus ihrer 1. Ehe nicht getan haben!), ein anderes Leben führen.....

Hat individuell vielleicht alles seine Berechtigung. Für die jüngeren Frauen sicher erst mal ganz attraktiv, einen gut verdienenden Mann zu haben, der ein angenehmes und sorgenfreies Familienleben, wie auch immer das aussieht, finanzieren kann. Erst mal ganz angenehm.

Aber für die Kinder finde ich das durchaus schwierig. Ich bin selber beim 2. Kind schon fast vierzig gewesen. Gehöre zu den "alten Eltern". Ist nicht immer leicht für die Kinder. Und wenn dann der Altersunterschied soist, dass der eigene Vater so alt ist wie bei den anderen der Großvater.....Und: mit 60 sind einige Männer möglicherweise schlicht nicht mehr so fit und belastbar wie ein 35jähriger? auch gegenüber ihren Kindern?

Ein weiterer Aspekt bei späten Vätern ist neben der Fähigkeit, eine junge Frau für sich zu gewinnen, sicher auch das eindeutige Zeichen der Potenz. Und ein Verdrängen, dass eigentlich eine andere Lebensphase beginnt.....

Ich jedenfalls habe keine Lust mehr auf kleine Kinder. Und schließe übrigens auch Männner Ü 50 mit kleinen Kindern als potentiellen Partner aus. Denn alles hat seine Zeit. Und ich genieße die Zeit, die wir in diesem Alter für UNS haben, sehr.

w, 54
 
  • #5
Es ist für einen Mann, der in der ersten Kinderrunde vor lauter Karriere nur wenig von seinen Kindern mitbekommen hat, vielleicht reizvoll. Die Realität ist es dann allerdings oft nicht so sehr, denn gerade erfolgreich Männer sind es gewohnt, daß es nach ihren Vorstellungen geht - und Kinder funktionieren nicht so. Wenn ich mir vorstelle, daß ich mit 65 eine pubertierende Tochter hätte - oh je, HILFE!

Menschen, die schon Kinder großgezogen haben, freuen sich darüber, in diesem Lebensabschnitt Zeit für sich und ihren Partner zu haben.
 
  • #6
Ich kann es aber schon nachvollziehen, dass Männer bei einem späteren Neubeginn im Leben nochmals so richtig durchstarten möchten. Vor allem dann, wenn die neue Frau an seiner Seite noch sehr jung ist und verständlicherweise Kinder haben möchte. Schließlich müssen, in erster Linie, die beiden ganz alleine damit klar kommen.
Ja, die Argumente der Psychologen kann ich nachvollziehen! Warum also nicht, wenn der reife Herr gesund ist und aller Voraussicht nach noch viele gute Jahre vor sich hat.

Mahnende Threads haben wir hier im Forum bereits genügend gehabt, was das Alter von Vater oder Mutter angeht. Diese Vorbehalte sind natürlich auch berechtigt, aber, Madmax:

Falls die Frage dich persönlich betrifft, du machst das schon!
 
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  • #7
Ich halte das für puren Egoismus!!!
Keiner der mir bekannten betroffenen (mittlerweile erwachsenen) Kinder fand es schön, damals mit einem "Opa" auf den Spielplatz zu müssen...der zudem in 90 % der Fälle starb, als sie zwischen 13 und 19 Jahre alt waren.
Auch Micheal Douglas ist gerade mal wieder so ein Fall. Ob er den 18 Geburtstag seiner Kinder überhaupt noch erlebt?
Beobachte ich im Urlaub die Kleinen mit ihren alten Vätern, so fällt mir immer wieder auf, wie altklug sie in ihrem zarten Alter schon sind und wie schwer sie es haben, den Papa überhaupt mal zum Spielen, toben oder Schwimmen zu überreden.
Sicher gibt es auch Ausnahmen, die noch superfit, sportlich und auch geistig jung geblieben sind und ihr Kind die Kinheit ausleben lassen können. Diejenigen, die ich zuhauf im letzten Urlaub beobachtete, waren alt, gelangweilt, desinteressiert und weder geistig, noch körperlich in der Lage, sich dem kindlichen Gemüt ihres Sprösslings anzupassen!
Mir tun diese Kinder leid, die erziehungstechnisch oft wie kleine Erwachsene behandelt werden!

Ich (w47, 3 erwachsene Töchter) freue mich lieber irgendwann auf Enkel, die ich jederzeit abgeben kann, wenn sie stinken oder brüllen...
Ein Kind ist eine weitaus größere und langfristigere Verantwortung, als vielen evtl. Erstvätern ab 50 scheinbar bewußt ist!!
 
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  • #8
Ich (m39) empfinde 50-jährige nicht als alte Menschen. Wenn es in die Lebensplanung passt, oder einfach so geschieht - klar, warum denn nicht.

Ich persönlich empfinde Menschen als unangenehm, die sich ins Leben anderer Menschen einmischen. Ganz besonders wenn Kinder als Vorwand herhalten müssen.
 
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Gast

  • #9
@7 - du hast da etwas falsch verstanden - wir empfinden einen 50jährigen grundsätzlich auch nicht als alt - es ist nur ungemessen, ab diesem Alter nochmals Vater zu werden. dafür hatte er mind. 30 Jahre Zeit... w/41 selbst mit LG im Alter von Ü50
 
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  • #10
@ 7 ich schließe mich an. Ich finde es auch unangenehm wie absolut hier teilweise argumentiert wird. Tatsache ist, dass es sich halt nicht jeder aussuchen kann, wann er Kinder bekommt. Manchmal klappt es nicht, manchmal hat man keinen Partner, manchmal, manchmal manchmal.... Es gibt viele Gründe warum es bei manchen einfach später passiert. Viele Wege führen nach Rom.

Für alle, die in diesem Alter lieber auf Enkel zurückgreifen: Herzlichen Glückwunsch, dass das bei Ihnen möglich ist. Für alle, die (noch) keine Kinder haben, ist es natürlich auch etwas schwieriger mit den Enkeln zu spielen, die ja dann naturgemäß auch nicht da sind.

Zu Männern über 50 in der Vaterrolle: Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Großvätern. Einer meiner Großväter hat sich um mich gekümmert, als ich mit 10 Jahren eine schwere Lungenentzündung hatte. Unermüdlich Tag und Nacht. Mein anderer Großvater ist noch mit Ü 80 ein aktiver Sportler, was allerdings wirklich ungewöhnlich ist. Dass "alte" Väter keine Energie mehr haben, halte ich für ein Gerücht. Vielleicht stimmt es sogar in einigen Fällen, dafür bringen sie vielleicht mehr Gelassenheit mit. Eine Freundin von mir hat mit einem 55 jährigen zwei Kinder. Die sind sehr stolz auf ihren Vater und freuen sich immer sehr, wenn er sie abholt statt der Mutter. Die schämen sich weder ihren Vater noch für ihre Mutter... Es kommt immer auf den Einzelfall an und vor allem darauf, was man selber draus macht....
 
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  • #11
@#8 von 7 ... also wenn du einen 50-Jährigen grundsätzlich nicht als alt empfindest - warum in aller Welt machst du dir überhaupt Gedanken darüber wenn er Vater wird? Ja, du empfindest es sogar als "unangemessen".

... das er 30 Jahre Zeit hatte ist ein albernes Argument ... er hat ja durschnittlich auch noch 30 Jahre Zeit zu leben, vielleicht wird er aber auch 100, vielleicht stirbt er morgen, wer weiß das schon?
 
  • #12
Wer mit 50+ ein Kind zeugt, sorgt nicht für die eigene Rente, sondern für die anderer. Das nenne ich wahrhaft sozial. Ein Kind, das seinem 50 und mehr Jahre älteren Vater sein eigenes auf der Welt Sein verübelt, nenne ich nicht ganz bei Trost.
 
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  • #13
Bin w/42, habe schon erwachsene Kinder. Ich würde mich freuen, wenn ich einen Mann in meinem Alter kennen lernen würde, der mit mir neu beginnt.

Ich habe meine Kinder sehr genossen. Sie sind wohl geraten und haben auch in der Pubertät keine Probleme gemacht, obwohl ich immer vollzeit arbeiten gehe. Warum haben so viele Leute so viel Angst?

Männer, die ich kennen lerne, wollen bei mir einziehen und sich verwöhnen lassen. Bisher haben sich alle mit meinen Kindern verstanden. Mit mir wollte jedoch keiner neu anfangen und Kinder haben. Ich suche seit dem Tod meines Mannes bereits 4 Jahre
 
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  • #14
das argument, als später vater, in der pubertät, sich nicht mehr in die kinder hineinversetzen zu können, halte ich für mehr als dünn!

ich selbst hatte mit ende 40, eine beziehung mit einer frau, die einen pubertierenden sohn hatte.
mit den pubertären allüren hatte ich kein problem, da ich diese phase und ihre auswirkungen nachvollziehen konnte.
mitunter musste ich richtig grinsen. man konnte richtig den abnabelungsprozess beobachten, der in dem jungen stattfand.

ich hätte eher probleme mit einem jauligen kleinkind, das einem richtig auf die nerven gehen kann!

was die energie der älteren betrifft: da kenne ich über 60-jährige, die noch den marathon laufen, oder stundenlang auf dem spinningrad sitzen und ich kenne 25-jährige, die nur faul und fett sind, mit einer absoluten bewegungsphobie!

das einzige argument, das für mich gegen eine vaterschaft, jenseits der 50 spricht ist, dass ich mir meine zeit lieber ruhiger gestalte, als ein kind groß zu ziehen.

ach ja, rod stewart wurde gerade mit 64 jahren vater;-)
 
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  • #15
Ich bin selbst die Tochter eines Mannes, der mit 50 zum 1. und einzigen Mal Vater wurde. Ich habe nie einen "Vater" sondern immer nur einen "Opa" gehabt. Lieb und nett aber nicht wirklich ein Vater. Meine Mutter war 42 (ich bin Jahrgang 1947) und erzählte mir immer wieder, dass ich nicht mehr geplant gewesen sei und sie sich geschämt habe, in ihrem Alter noch schwanger zu werden. Man kann sich vorstellen, welches Verhältnis ich zu meiner Mutter hatte. Ich selbst bin mit 29 Mutter geworden und mit 62 Großmutter - wunderbar.:))
 
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  • #16
Ein Aspekt wird hier völlig ausser acht gelassen: Warum wollen eigentlich die Frauen ein Kind von ihrem "alten Mann"?

Ich hörte dazu mal von einer Frau, sie wollte auf jeden Fall ein Kind von ihm, da sie, bei seinem Tod nicht mehr dazu in der Lage wäre noch eines zu bekommen.
Und wenn er schon "früher geht", so wolle sie wenigstens noch das Kind von ihm haben.

Diese Story wurde mir übrigens von der gezeugten Tochter erzählt. Der Vater lebt übrigens immer noch - bei der Geburt war er 54 Jahre alt, die Mutter war 29...
die Tochter ist heute 27 Jahre alt...

Den Vater kenne ich auch. er trainiert in dem selben Fitnessstudio, wie ich und ich würde ihn bestenfalls auf Ende 60 schätzen.
Absolut eloquentes Kerlchen, macht seit Jahrzehnten Krafttraining, was man ihm auch ansieht, und macht einen absolut beweglichen und fitten Eindruck!
wenn man mit ihm redet, hat man nicht das Gefühl, mit einem über 80-jährigen zu reden.

Die Tochter hatte immer - auch heute noch, ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Pa.
den Opaspruch hat sie übrigens nie gehört.

wer weiss, vielleicht halten späte Kinder den Mann jung;-)
 
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Gast

  • #17
Ich glaube, dass sehr viele der älteren Männer, die mit einer jungen Frau noch einmal neu durchstarten können, eher notgedrungen einkalkulieren, dass das ohne ein Kind nicht gehen wird, denn die junge Frau möchte in den allermeisten Fällen Mutter werden, was er ja einsieht, und dann ist er eben mitgefangen, mitgehangen und macht gute Miene zum 'bösen' Spiel.

Wollte er seiner jungen Frau das Kind verweigern, wüsste er ja, dass sie nicht bei ihm bliebe. Schließlich hat sie ja den älteren Gutverdiener u.a. ja deshalb erwählt, damit er ihr eine komfortable Mutterschaft auch finanziell ermöglicht. Bei einem jüngeren Mann müsste sie halt irgendwann wieder Büroluft schnuppern, igitt.

Dazu kommt dann noch ein gewisser Stolz, in seinem Alter noch als toller Hecht durchzugehen. Im Grunde hätte er sicher ganz gerne auch mal seine Ruhe, aber...er muss ja fit bleiben und darf keine Schwäche zeigen. Manchmal tun sie mir Leid.

w57
 
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Gast

  • #18
Es gibt durchaus gute Gründe, auch eine Vaterschaft ,,nachzuholen". Für mich zählt ausschließlich, wie sie dann gelebt wird. Moralapostel, Vonsichselbstaufandereschließer, Neider und sonstige Destruktionsspritzen gibt es mehr als genug, Kinder hingegen nicht. Und erst recht nicht Kinder, die in einem wohlsituierten Haushalt in liebevoller Begleitung aufwachsen.
 
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Gast

  • #19
Langjährige Freunde von mir haben sich nach fast 30 Jahren getrennt, weil der Mann mit 54 eine Beziehung zu seiner 27jährigen Assistentin aufgenommen hat. Es dauerte nicht lange und siehe da, die junge Frau ist schwanger. Mit 55 Jahren wird der Mann nun noch einmal Vater.

Er informierte seine Söhne (fast 27 und 17 Jahre alt) über die Situation und der Kommentar des jüngeren Sohnes war dann folgender: "Was willst du alter Mann denn noch mit einem Kind?!"

Es ist eben immer eine Frage der Sichtweise. Ich finde aber dieser Fall sagt alles zum Thema.

w55
 
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Gast

  • #20
@ 16 Indirekt unterstellst du allen Frauen, die mit einem älteren "Gutverdiener" zusammen sind, dass sie sich aushalten lassen, nicht mehr arbeiten wollen und deshalb ein Kind in die Welt setzen. Und der Mann sagt nur ja dazu, weil er die junge Frau nicht verlieren will. Schon mal daran gedacht, dass sich die beiden auch lieben könnten und sich wirklich beide noch ein Kind zusammen wünschen?
Ich finde, jeder muss selber wissen, ob und wann er ein Kind in die Welt setzen will.

Früher kam so etwas viel öfter vor. Jeder kennt doch den Begriff "Nachkömmling" oder "Nesthäkchen", kam immer dann vor, wenn die Frau kurz vor den Wechseljahren (der Vater dann auch entsprechend alt) doch noch (vielleicht ungeplant) ein Kind bekam. Diese Eltern waren dann Eltern und Großeltern zugleich, denn das Spätgeborene hatte dann oft schon erwachsene Geschwister, die wiederum selbst Nachwuchs hatten. Einer meiner Schulfreunde war so ein Nachkömmling. Er hat sich aber immer sehr gut mit seinen "alten "Eltern verstanden. Wenn die Leute früher damit umgehen konnten, sollte es doch heute auch möglich sein.
 
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  • #21
Hei, hei...jetzt mal nicht die Golfer bashen....bin 40 und spiele seit 15 Jahren Golf....dafür braucht nun wirklich nicht 50 zu sein :) Apropos Alter - mit meinen nunmehr 40 Jahren sehe ich es so, dass es "vorbei" ist mit Kind. Wer die 40 überschritten hat, sollte sich davon verabschieden, denn es ist verantwortungslos dem Kind gegenüber, schnurzegal wie alt die Frau ist - und mit 50 schon gar nicht. Es soll ja Leute, auch des öffentlichen Interesses, geben, die selbst mit 60+ noch Vater werden - siehe eheamliger Vorstand der Fraport AG. Was dass soll, ist mir ein Rätsel aber letztlich kann es keiner verbieten.
 
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Gast

  • #22
Das ist vollkommen in Ordnung, die Natur hat beim Mann kein Ende der Fruchtbarkeit vorgesehen, denn Männer vermehren sich, wenn sie sich durchsetzen.
 
  • #23
Na na, jetzt aber mal auf dem Teppich bleiben!
So ganz stimmt die These nicht, dass beim "Mann kein Ende der Fruchtbarkeit" vorgesehen ist.

Warum sonst sind Potenzmittel inzwischen zum meist verkauften Medikament geworden??
 
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  • #24
Wenn es für das Kind nicht "gut" wäre, würde es die Natur kaum zulassen. Also macht euch keinen Kopf, vereinigt euch und schaut, was die Natur hervorbringt. Dies KANN imho nicht falsch sein.

#21 bringt es soziologisch auf den Punkt:

Der Mann, der sich durchsetzt, der eine gute Versorgung in Aussicht stellt, bekommt die Chance zur Vermehrung. Wozu es im Grunde keines übertrieben langen Aktes und somit auch kein Viagras bedarf.
 
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  • #25
Ich habe gerade gestern in der FAZ vom Sonntag einen Artikel darüber gelesen, dass bei alten Vätern das Risiko für Behinderungen und Krankheitenusw. deutlich steigt. Zum einen läßt die Zeugungskraft bei Männern bereits ab 30 (!) langsam nach, gleichzeitig steigt eben die Gefahr von Fehlbildungen. Ab 30 sind diese Risiken natürlich noch sehr überschaubar, ab 50 wurden sie in vielen Fällen signikfikant. Krankheiten und Behinderungen, die genannt wurden, waren: Autismus, Schizophrenie, Zwergenwüchsigkeit, zusammengewachsene Finger, eine geringere Intelligenz als bei Kindern von jüngeren Vätern usw. Man sollte also nicht immer nur auf die Risiken schauen, die sich ergeben, wenn die Frau auf die 40 zugeht, finde ich. Hier im Forum wird sogar von einigen Teilnehmern bei 32-jährigen Frauen so getan, als sei es nun eigentlich schon zu spät zum Kinderkriegen. Bei 40-Jährigen erfolgt dann bei manchen schon ein Aufschrei der Entrüstung. Dass ein Mann zwar fast lebenslang Kinder zeugen kann, dies jedoch durchaus nicht ein ganzes Leben gleich gut, kommt erst langsam durch Studien in das Bewußtsein der Gesellschaft.

Ansonsten bin ich hin- und hergerissen. Einerseits finde ich, gibt es gute Gründe für eine Vaterschaft im "adäquaten" Alter, welches ich persönlich so zwischen 25 und 40 (maximial 45) bei Männern ansiedeln würde. Bei Frauen würde ich es zwischen 25 und 38 ansiedeln. Sind die Eltern noch jung genug, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es überhaupt zu einer Schwangerschaft kommt. Ferner sind die allgemeinen Risiken einer Fehl- und Frühgeburt, von Behinderungen usw. überschaubar. Des Weiteren kann man, wenn man jung genug ist, alles mit den Kindern machen wie Sport treiben, Rumtollen, sehr aktiv sein. Auch das Nervenkostüm ist noch strapazierbarer.

Alte und sehr alte Väter müssen sich eben bewußt sein, dass sie mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit nicht mehr das Abi oder das Ende des Studiums oder gar die Heirat und das Kinderkriegen der eigenen Kinder erleben. Das finde ich zum einen für die Väter selbst traurig. Noch trauriger und traumatischer ist es allerdings für die Kinder, die schon früh ohne Vater dastehen. (Natürlich ist das alles prinzipiell auch bei jungen Vätern möglich aber die Wahrscheinlichkeiten und der Normalfall sind ganz anders.) Normal ist es, die eigenen Eltern in den 40ern, 50ern oder gar noch später zu verlieren. Wenn dies jedoch bereits als Kind oder Jugendlicher oder ganz junger Erwachsener der Fall ist, ist das schon sehr heftig. Das alles sollte also gut überlegt sein.

Nichts desto trotz ist es für Kinder am allerwichtigsten, dass sie geliebt werden und gut behütet aufwachsen. Und das kann ein alter Vater natürlich genauso gut wie ein junger. In der Regel wird er sogar mehr Zeit und Muße haben, sich um das Kind zu kümmern, weil er beruflich schon alles oder vieles, was er sich mal vorgenommen hatte, erreicht hat. Das ist wohl schon ein Vorteil gegenüber den jungen Vätern.

Eine solche Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen, sie sollte aber erst nach reiflicher Überlegung und Abwägung der realistischen Vor- und Nachteile und nicht nur aus dem Bauch heraus getroffen werden. Nicht immer ist der Bauch der beste Ratgeber.
 
  • #26
Lieber Madmax,
die Frage beschäftigt mich, seit du sie ins Forum gestellt hast.
Ich bin mit mir selber mit der Antwort nicht im Reinen. Bin Ende 30 und noch vor zehn Jahren habe ich den Kopf über werdende Väter in dem Alter geschüttelt. Bis mein Onkel sein Leben auf den Kopf stellte...
Er war 25 Jahre lang verheiratet. Aus der Ehe ging nach einer Hormonbehandlung wg. Fruchtbarkeitsproblemen ihrerseits eine Tochter hervor. Er war ein begeisterter Vater, und hätte sich noch mehr Kinder gewünscht. Die Ehe ging auseinander und er hatte eine Affäre mit einer 20 Jahre jüngeren Frau. Zuerst allgemeines Kopfschütteln, dann wurde was festes daraus. Hochzeit und 1. Kind, da war er ca. 50 und sie 30. Ein 2. Kind folgte 2 Jahre später. Er ist absolut glücklich, verbringt viel Zeit mit seinen Kindern und legt eine Fitness und Elan an den Tag, wie zu besten Zeiten. Er hat seine Position im Arbeitsleben gefestigt, und seine Schäfchen einigermaßen im trockenen (einigermaßen, weil die Scheidung teuer war).
Also, in seinem Fall spricht alles für den 50 jährigen Vater.
Neueste Entwicklung: Knochenschmerzen stellten sich als Krebs heraus. Er konnte noch rechtzeitig behandelt werden, aber mit dem Elan von vor einem Jahr ist es ziemlich vorbei. Es hätte auch übel ausgehen können, und zwei Kinder mit 6 und 4 hätten einen todkranken oder sogar toten Vater gehabt.
Plötzlich steht das Argument im Raum, wie lange die Kinder noch was von ihrem Vater haben?

Ich gönne ihm sein spätes Lebensglück von Herzen, doch würde ich auch den Kindern wünschen, dass sie einen junggebliebenen, gesunden Vater bis ins Erwachsenenalter haben. Die Kinder sind in mancherlei Hinsicht zu beneiden. Einen Vater, der Zeit hat, dem die Arbeit nicht mehr so wichtig ist und auch nicht mehr wichtig sein muß, ist etwas wunderbares. Andererseits liegt über der Familie auch immer die Angst vor Krankheit und Gebrechen.

Was sagst Du dazu?
 
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Gast

  • #27
@#24
Wenn das Risiko für Behinderungen und Krankheiten im Alter signifikant ansteigt, sollte man als Mann rechtzeitig Vorsorge treffen und entsprechend gutes Sperma für die Zukunft einfrieren. So bleibt man für alle Fälle gewappnet.
 
  • #28
#26
ich wäre etwas irritiert gewesen - allerdings auch besser informiert!, wenn mein Mann rechtzeitig Vorsorge getroffen und Sperma für die nächste Runde hätte einfrieren lassen.
Nee, sooo cool war er nicht.
 
  • #29
hallo martina(#25),

klar, der schwachpunkt bei einem ältern vater und kindern, ist eben, dass die kinder den vater früher verlieren könnten, als üblich.

die frage ist aber, was ist für die kinder der wichtig.
wichtig ist erstmal, dass der vater in der prägenden zeit präsent ist, d.h. die ersten 4 jahre.
wird der vater aber nicht durch krankheit/tod, vorzeitig den kindern entzogen, so hat er ohne weiteres die möglichkeit, seine kinder 30 jahre lang zu begleiten.
sollte er dann sterben ist es zwar tragisch, aber verwindbar.

diese variante ist für die kinder sicher produktiver, als ein junger vater, der durch scheidung aus dem familienverbund gerissen wird.

die prägung für spätere beziehungen der kinder ist sicher positiver mit einem älteren vater, der eine harmonische ehe führt, als ein junger vater, der ein chaotische familienmodell vorlebt, daraus resultiernd die scheidung, bzw. der berufsbedingt kaum anwesend ist.

andererseits war die intension meiner fragestellung eher der meinungsabgleich, hier im forum;-)
wie erwartet, wurde auf die (älteren) männer eingehackt, die ihren egoismus leben und noch kinder zeugen.

meine meinung zu diesem thema ist eine ganz andere: ich vermute eher, dass die meisten männer diesen alters, von ihren frauen, die ihrem kinderwunsch folgen, dazu "gedrängt" werden!
entweder die 50-gen haben eine 40-jährige, die ihre torschlusspanik durchlebt, oder die frau ist noch jünger und möchte einfach kinder...
der mann reagiert dann eben, indem er dem wusch der frau nachgibt und die ganze erziehungsprozedur noch einmal durchlebt.
andererseits käme es zur trennung, oder die frau wirft dem mann irgendwann vor, seinetwegen keine kinder zu haben...

habt ihr die angelegenheit mal von diesem standpunkt aus betrachtet?
 
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  • #30
Im Grunde ist es doch eine Crux:

Die jungen Väter sind durch Karrierebemühungen oder Trennung stets mehr oder weniger abwesend, Kinder und Väter haben in der Regel wenig voneinander.

Viel später, als Opas, mögen die Männer - "Ich hatte eigentlich zu wenig Zeit für meine Kinder." - sich diesen Umstand dann auch endlich eingestehen.

Offensichtlich ist dieser Umstand (sie Vergleich mit Säugetieren, da gehen ebenfalls die Männchen auf Nahrungssuche und der Nachwuchs bleibt beim Weibchen im Bau) aber auch natürlich?

Soziologisch und emotional habe ich oft den Eindruck, Kinder machen für Männer vor allem insofern Sinn, als diese sie dann später, wenn sie endlich mehr Zeit haben, mit Enkeln "versorgen", die sie dann auch eher aufwachsen sehen können.
 
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