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Gast

  • #1

Vater findet an jedem Partner etwas auszusetzen.

Hallo, ich bin 34 und leide unter meinem Vater. Egal mit wem ich zusammen bin, jeden Partner beäugt er so dermaßen und macht ihn dann schlecht. Er findet immer etwas negatives. Ich komme aus gut situiertem Elternhaus, habe eine eigene große ETW, einen tollen Beruf, der mir ganz arg viel Spaß macht, bin lustig, kommunikativ, hab Freunde und eigentlich ein rundes schönes Leben. Nur mein Vater macht mir mein Leben so schwer, habe wieder eine Beziehung seit 2 Jahren, bin super glücklich, mein Partner ist Arzt, arbeitet, ist fleißig und alles andere als ein Draufgänger, ich liebe ihn wahnsinnig und wir wollen bald eine Familie gründen. Mein Vater dreht durch und meint, der bringe doch kein Geld nach Hause und Ärzte seien Fremdgeher (mit Krankenschwestern, Helferinnen etc.). Mein letzer Freund war Ingenieur und der war in den Augen meines Vaters ein Mann, der in jeder Stadt eine andere "flachlegt". Ich liebe meinen Vater ja schon, aber ich merke, dass er mich doch immer wieder stark beeinflusst. Meinen Partnern gegenüber ist er total nett und tut scheinheilig, aber sobald er mich alleine trifft, dann orakelt er übelst rum und bringt mich doch immer wieder insgeheim total durcheinander. Bleibt mir nur noch der totale Kontaktabbruch, denn darüber denke ich nun endgültig ernsthaft nach - meine Mutter meint nur, ich solle "Papa" nicht so ernst nehmen. Die hat leicht reden. Habe noch zwei Brüder und ich halt in den augen meines Vater "seine kleine Prinzessin". Ich halt das nicht mehr aus. Will mein eigenes Leben leben. Soll ich den Kontakt komplett abbrechen (was mir selbstr fast das Herz bricht)?
 
  • #2
Du solltest nicht den Kontakt abbrechen, sondern endlich mal Tacheles mit Deinemvater reden und ihm klare Grenzen setzen. Du bist erwachsen. Mache ihm das klar. Sag ihm, dass Du keinerlei, wiederhole keinerlei, Kommentare zu Freunden mehr hören willst und fertig.

Ich wundere mich immer, wie Menschen beruflich reif sein können und sich privat so unter der Fuchtel ihrer Eltern befinden. Emanzipiere Dich! Werde erwachsen! Auch innerhalb der eigenen Familie.
 
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Gast

  • #3
Dein Vater ist eifersüchtig auf die Männern. Sag ihm, dass er sich zurückhalten soll mit seinen Kommentaren oder er trifft dich nicht mehr allein. Das Problem entsteht nur, wenn ihr allein seid also ist es lösbar.
 
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Gast

  • #4
Fragestellerin, bitte erklär doch mal, warum eine erwachsene selbständige Frau wie Du, sich das immer wieder gefallen läßt? Wieso bist Du nicht in der Lage zu sagen, dass Du erst wieder zu Deinen Eltern kommst, wenn die Einmischung in Dein Leben aufhört??
 
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Gast

  • #5
ich kann dir nur dazu sagen das ich 25 jahre bin und habe gerade mit meinen vater genau das gleiche durch.bloß bei mir ist es noch ein wenig schlimmer da ich einzelkind bin.du musst anfangen in deiner zukunft zu leben und deine zukunft wird nunmal nicht dein vater sondern dein partner sein. oder etwa nicht? oder mit wem möchtest du in einen haus leben-dein leben teilen dich 100prozentig anvertrauen.schau nach vorn
 
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Gast

  • #6
Fragestellerin: Danke euch für eure Beiträge. Ja ich bin erwachsen und im Beruf erfolgreich, macht Spaß und hab da keine Probleme oder sonst etwas. Jedoch so bald mein Vater präsent ist, dann bin ich sofort eingeschüchtert. Er ist sehr dominant und hat in meinem Leben alles bestimmt, bereits als Kind durfte ich nicht mit allen Kindern spielen, meine Spielkameraden mussten immer ganz genau in sein Schema passen (gutes Elternhaus, reiche Eltern, gebildet u.s.w.). Ich durfte auch nie in einen Jugendclub oder sonst was, er hat auch meine Klamotten bestimmt, er hat immer Maßstäbe gesetzt und wurden die nicht eingehalten, dann tat er beleidigt und redete auch nichts mehr mit mir. Aber natürlich fühlte ich mich immer extrem geliebt und auf ihn konnte ich mich immer verlassen und dann war klar, dass ich alles mache, dass er wieder mit mir redet - aber wie gesagt, das war als ich ein Kind war und als Jugendliche. Ich empfinde ihn egoistisch und manchmal frage ich mich ob er mich meinetwillen liebt oder doch eher seinetwillen. Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr spüre ich Ärger über ihn. Ich bleibe auf jeden Fall bei meinem Partner, wir lieben uns sehr und ich will mit ihm eine Familie gründen, ob es meinem Vater nun passt oder nicht. Ich fühle mich in seiner Gegenwart immer mehr unwohl, empfinde mich gehemmt und das bin ich doch sonst gar nicht. Ich muss meinen ganzen Mut zusammennehmen, um ihm alles zu sagen, vielleicht schreibe ich ihm auch einen langen Brief. Manchmal hab ich mir schon gewünscht, dass er tot ist. Ich habe bei den Gedanken dann so ein heftig schlechtes Gewissen, dass ich dann Angst bekomme, dass meine Mutter anruft und sagt, dass er einen tödlichen Unfall oder irgendwas hatte. Ja ich glaube manchmal auch nicht, dass ich 34 bin, erwachsen us.w. Meine Freunde und mein Partner, keiner von denen kennt diese Seite von mir. Aber ich will das nicht mehr, ich will mich leben.
 
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Gast

  • #7
Dein Vater ist klar eifersüchtig und hegt Dir gegenüber Besitzansprüche. Wenn Du ihn jetzt nicht mal wegbeißt (im übertragenen Sinne), wird das ewig so weitergehen. Du mußt ihn auch mal wenn es hart auf hart kommt, nach einem solchen Gespräch aus der Wohnung schmeißen oder wortlos gehen.
Rede mit ihm! Wenn Du das nicht schaffst, weil du zu befangen ist, dann schreib ihm einen Brief.

In meinem Bekanntenkreis laufen ähnliche Dinge und dort dirigieren die greisen Eltern aus dem Pflegeheim noch ihre Kinder. Willst Du das?
 
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Gast

  • #8
Altersmäßig erwachsen oder nicht - manchmal ist die Abnabelung vom Elterhaus nicht so einfach. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Meine Vorredner haben im Prinzip Recht mit Ihrem Rat, das Gespräch zu suchen. Bei der Konstellation klingt das aber einfacher, als es ist. Man ist und bleibt bei diesem einen Menschen ein Leben lang das kleine Kind. Das ist, als würde man 2 Leben führen. Ich als Einzelkind habe das immer geballt abbekommen, mir fällt spontan nichts ein, womit meine Eltern bei mir zufrieden gewesen wären. Partnerwahl an erster Stelle (der Mann hat mich geerdet, mich in eine intakte Familie integriert, ist mit mir zusammen erwachsen geworden - war alles nichts Wert, weil er Mutters Standesdünkel nicht entsprochen hat. Heute wäre sie froh, er wäre noch da, weil nichts mehr nachkam...). Kaufen andere sich einen Sportwagen, wird mit Respekt vor der Entscheidung gesprochen. Kaufe ich als Tochter mir den gleichen Wagen, kommen Vorwürfe über die nicht rationale Anschaffung. Usw. usf.

Mein Rat: Wenn dein Vater nur ansatzweise so tickt wie meine Eltern, dann wird die Reaktion Unverständnis sein und neuer Druck. Er wird dich anschauen, alles infrage stellen, was du sagst, dir Irrationalität vorwerfen und du kommst dir mit jedem Widerspruch immer kleiner vor. ABER: dieses Gespräch mußt du suchen. Nicht, weil es ergebnisorientiert ablaufen wird und dein Vater einsichtig sein wird. Sondern, weil das notwendig ist für dich und deine Weiterentwicklung. Das gehört zum Erwachsenenleben. Deine Eltern bleiben deine Eltern. Sollte sich dann eine Funkstille ergeben oder du sie notwendig finden, dann ist das so. Deine Eltern werden ältern, und irgendwann legt sich der Machtkampf. Das geht nur nicht von heute auf morgen.

Heute habe ich mit meinen Eltern ein neutral-entspanntes Verhältnis und kann mit den ewigen Sticheleien meiner Mutter umgehen. Früher hätte ich ihr nie so deutlich Contra gegeben wie heute - sachlich und ehrlich. Komisch, plötzlich werden sie vorsichtig und überlegen sich, was sie zu mir sagen.

Wünsche dir viel Erfolg. Aber noch ein Rat: hör genau in dich hinein, was DU wirklich willst. Manche Entscheidung fällt man in dieser Konstellation auch ein bisschen aus dem Trotz heraus - da, wo andere frei erwachsen werden können, brauchen Leute wie wir m. E. den Umweg über eine verlängere Rebellionsphase - das mußt du genau abwägen, denn du stellst jetzt die Weichen für dein weiteres Leben.
 
  • #9
Hallo, ich bin 34 und leide unter meinem Vater.
...
Du bist alt genug, Dein Leben selber zu leben und schaffst das ja auch offenbar. Die Abnabelung von Deinen Eltern wird nicht einfach, aber je später Du sie durchführst, desto schwerer wird sie.

Sprich doch mal mit Deiner Mutter, dass Du die Situation nicht mehr aushältst. Wie reagiert sie? Nimmt sie Dich ernst? Sag ihr, es würde Dir das Herz brechen, wenn Deine Kinder mal ohne Kontakt zu Opa und (!) Oma aufwachsen müßten, weil diese den nötigen Respekt vor ihrer erwachsenen Tochter vermissen lassen.Wie oft siehst du deine Eltern? Ich finde, ein mal im Monat reicht. Beschaff Dir eine räumliche Trennung!
Du möchtest keinen völligen Kontaktabbruch, er ist auch sicher nicht nötig, ein bisschen mehr Distanz wäre wohl ausreichend. Aber Du scheinst ihn zu befürchten und bist damit den vermutlich unbewußten Spielchen Deiner Eltern hilflos ausgeliefert. Der Schlüssel liegt also bei dir selber! Wie weit wagst du Dich von ihnen fort, ohne zu befürchten, sie ganz zu verlieren?
 
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  • #10
@ Frederika: Zwischen beruflichem Erfolg und menschlicher Reife besteht in der Regel nur ein geringer Zusammenhang. Meiner Beobachtung sind es eher die reifen Menschen, die es in unserer Gesellschaft allgemein und im Berufsleben im besonderen schwerer haben. Für die Ausführung eines Berufs bedarf man in der Regel lediglich eines fachspezifischen Wissens und der Fähigkeit, spezielle Techniken eines Berufs anwenden zu können. Berufspraxis ist reine Anwendungssache und keine Angelegenheit menschlicher Reife. Reife Menschen neigen im Berufsleben dazu, viele Fragen zu stellen. Die Arbeitswelt aber ist im Allgemeinen darauf angelegt, dass man nicht zu viele Fragen stellen sollte. Weil aber unser Berufleben menschliche Reife kaum fördert, bleiben wir auch als Erwachsene in privaten Angelegenheiten nicht selten noch Kind.
 
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  • #11
@ Frederika: Zwischen beruflichem Erfolg und menschlicher Reife besteht in der Regel nur ein geringer Zusammenhang. Meiner Beobachtung sind es eher die reifen Menschen, die es in unserer Gesellschaft allgemein und im Berufsleben im besonderen schwerer haben.
Dann sind diese Menschen aber eben nicht besonders Reif, zur Reife gehört es dazu sein Leben im gesamten gut meistern zu können und nicht nur in einem bestimmten Aspekt.
Das was du im Grund genommen gerade über die beruflich erfolgreichen schreibst trifft dann auf die deiner Meinung nach reifen Menschen genauso zu weil sie dann eben ihr Leben wohl nur im privaten Leben meistern können wenn sie es idR. nicht schaffen beruflich erfolgreich zu sein.

Ansonsten teile ich Frederikas Verwunderung in jeder Hinsicht, denn die Reife die man benötigt um beruflich erfolgreich zu sein ist nicht so extrem unterschiedlich von der Reife die man im privaten Leben benötigt. Hier gibt es enorm viele Fähigkeiten die man in beiden Bereichen braucht bzw. übertragen kann.

@FS: werd erwachsen und entscheide selbst wen du als Partner willst, was anderes kann man dazu nicht sagen.
 
  • #12
Dominanz ist ein Maß für den Willen sich durch direkte Konfrontation durchzusetzen, nicht mehr und nicht weniger. Es ist kein Maß für Reife, wird in anderen Zusammenhängen auch als unreif bezeichnet, Zu Recht!
Ihr Vater ist nun dominant, und sie mag nicht immer wieder dagegen anreden. Verstehe ich, irgendwann ist mir meine Lebenszeit zu schade. Meine Erfahrung ist, dass wenn man gegenüber dominanten Menschen plötzlich dominant auftritt, alleine oder in der Gruppe, sie eben ignorant werden. Entweder sie wird sehr dominant und erpresst ihn mit der Drohung des Kontaktabbruchs oder sie ignoriert ihren alten Mann, wie es ihre Mutter vorschlägt.
@FS: Sei Dir bewußt, dass er baren Unsinn erzählt. Es ist traurig, seinen eigenen Vater nicht mehr Ernst nehmen zu können, aber Du musst dich damit anfreunden.
 
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  • #13
Was für ein schrecklicher Vater!!!
Er sollte dich nicht unterdrücken! Bitte überleg selbst, mit wem du gerne zusammen wärest. Am besten wärs, wenn diese Person von dir weit weg wohnt, sodass es ein Anlass gäbe wegzuziehen und Distanz zu schaffen. Denn nur so wirst du das schaffen!
Wenn du dich in seiner Gegenwart nicht so verhalten kannst, wie du möchtest, was hält dich noch???
Gehe folgendermaßen vor:

1) innere (und ggf. geographische) Distanz schaffen
2) Kontakt allmählich wieder herstellen
Du bist wirklich schon sehr alt und kämpfst mit einem Problem, das hätte mit spätestenz 20 Jahren gelöst werden müssen.
Verlier keine Zeit. Zieh jetzt innerlich einen Schlussstrich, Versteh dich als selbsbewussten und wertvollen Menschen!!
Viel Glück!
 
  • #14
Was diskutierst Denn mit ihm ? Du entscheidest doch über Dein Leben und das was Du tust - es ist Dein Körper.

Mach es doch so: Wenn Dein Vater Dich wieder allein anruft, dann sagst ihm, daß Du keine Zeit für ihn hast, weil Dein Freund gleich vorbei kommt, es komnt ein anderes befreundetes Paar und ihr habt nun einen flotten vierer samt Partnertausch.

Wenn das nichts hilft, steigerst eben die Intensität, etwa, daß Du mit Deinem Freund nun in den Swingerclub fährst.

Laß ihn mit seinen Vorstellungen ruhig im Dreieck springen, er wird nicht mehr ruhig schlafen und wenn ihm irgendwann klar wird, daß ja alles in ruhigen Bahnen verläuft, wird er sich schon beruhigen - nur bist dann das ewige Bemuttern und die Männliche "Führung" los die Du angesichts der vielen Männer daheim genug genossen hast.

Frau schafft es gut alleine die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.
 
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  • #16
Hallo Fragestellerin,
ich hoffe, du kriegst das nicht in den falschen Hals,aber vielleicht solltest du in dieser Sache mal zu einem Psychologen/Psychotherapeuten gehen.
 
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  • #17
Du hast einfach den Zeitpunkt versäumt, zu dem man sich im allgemeinen von den Eltern soweit abnabelt, daß sie einem auch alle Entscheidungen überlassen ( müssen). Sicher ist es schwierig, das jetzt noch in einem für alle Beteiligten vertretbaren Rahmen zu tun, zumal die natürliche Entwicklung des "flügge- werdens" ja schon mit 18- 20 soweit abgeschlossen sein sollte, daß Eltern zwar wertvolle Ratgebe sind, diese aber nur auf Nachfrage und nicht in der bevormundenden, belehrenden "wir- wissen- es- besser, weil- wir- älter- sind"-Art.

Wenn Du Dir sicher bist, daß Dein Freund der Mann Deines Lebens ist, solltest du ihn einweihen, wie Dein Vater sich Dir gegenüber verhält. Ich würde zeitgleich das Problem mit Deinem Vater ansprechen- evtl mit einer neutraleren Mittelsperson ( evtl. mit Deiner Mutter?, besser aber noch jemandem, der nicht so in die Familienstruktur involviert ist). Mache Deinem Vater klar, daß er Grenzen überschreitet, unfair ist und Du in Zukunft weder mit Deinem Freund noch alleine zu Deinem Vater kommen wirst, wenn er sich so beträgt. frage ihn ganz direkt, was er gegen Deine Freund vorzubringen hat und entkräfte dies (z.B. die seltsame Fremdgänger- These...) Es ist doch offensichtlich, daß Dein Vater damit nur herumstänkern möchte, weil er eifersüchtig ist. Diesen Zahn mußt du ihm ziehen, sonst wird er immer wieder versuchen, Dein Leben zu beeinflussen und Deinen Freund ( auch einen anderen, denn es bezieht sich ja offensichtlich nicht konkret auf diesen Mann, was er vorzubringen hat!) zu vergraulen.

Du mußt nun einfach die Erwachsenenrolle übernehmen und Deinen Vater ein wenig erziehen.

Viel Glück!!!
 
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  • #18
Ich würde einen Versuch machen, Deinem Vater verbal klarzumachen, dass er sich hinsichtlich Deiner Partner und auch sonst aus Deiner Lebensgestaltung mit seiner Meinung herauszuhalten hat.
Möglicherweise ist er einsichtig - das wäre die einfachste Variante.
Empört er sich jedoch über Deine "Zurechtweisung" und zeigt kein Verständnis, kannst Du eine Stufe weitergehen und mit Kontaktabbruch drohen.

Unterlässt er auch dann seine kritischen Kommentare nicht, musst Du die Konsequenz ziehen. Nur so spürt er, dass es Dir ernst ist.

Schlimmstenfalls musst Du damit rechnen, mehrere Jahre keinen Kontakt zu Deinem Vater zu pflegen. Die Alternative wäre, weiterhin Abstriche in Deiner persönlichen Freiheit und Deinem Wohlbefinden hinzunehmen. Laß Dich bloß nicht von Familienanghörigen oder Freunden weichklopfen. Du musst mit massiven Beeinflussungsversuchen rechnen! Wenn Du dann einknickst, verlierst Du ein Stück Selbstachtung.

Meist gibt es - nicht nur in Soaps - nach Jahren wieder eine Annäherung oder auch eine echte Versöhnung.
Auch Dein Vater ist frei zu entscheiden, ob ihm die Rechthaberei so viel wert ist, dass er darauf verzichtet, seine Enkelkinder kennenzulernen. Ich befürchte das fast, so wie Du ihn schilderst...
 
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  • #19
Hallo,
liebe Fragestellerin, du hast doch fast alles schon selbst beantwortet. Ich würde den Kontakt zu deinem Vater auf keinen Fall abbrechen, denn du hast nur den einen. Außerdem willst du mit deinem Partner eine Familie gründen. Dein Kind sollte seinen Großvater kennenlernen.
An einer Stelle schreisbt du, dass du dir wünschen würdest, er wäre tot. Ich denke dies drückt aus, dass du so den Druck dieser heute für dich problematischen Sitauation los wärst.
Ich denke, du hast die Loslösung vom Vater verpasst, und er hat es unterlassen, dich loszulassen. Normalerweise passiert das früher...bei euch nicht. So ist das nun mal, da bist du nicht alleine.
Schön wäre es natürlich, wenn von beiden Seiten an der Lösung gerabeitet werden würde. Eine Lösung wollen immer die, die unter der Situation wirklich leiden.
Das bist du.
Also: Grenz dich ab, er darf alles für dich sein. Dein Vater, euer zukünftiger Schwiegervater, der zukünftige Großvater und auch der lebenserfahrene Berater, wenn er denn gefragt wird oder es dich und euch als Familie weiterbringt.
ABER zeig ihm klar, du bst eine erwachsene Frau und deine Entscheidungen im Leben triffst du. Wenn du merkst, dass dir dies nicht gelingt, dann würde ich mir Hilfe bei einem guten Psychologen suchen.
Psychologie ist sehr tricky, dein Vater muss seinen teil lösen, du konzentrierst dich schön auf deine Beziehung, auf dich und auf dein Leben.
Wichtig ist dabei, so sehe ich das, dass dein Vater klar sieht, dass er dir und euch alles sein darf, solange er dich als erwachsene Frau, deinen Mann als dein Mann und euch als Familie respektiert. Grenzen hat er zu respektieren, denn Respekt ist ein essentielles zeichen für Liebe, auch für Vaterliebe seiner erwachsenen Tochter gegenüber.